Um hier die Diskussion über die Seeschlachten mal wieder, wie von Hoern gefordert, zu beleben, ohne allerdings wieder in alte Schlammschlachten zu verfallen, stelle ich mal ein komplett neu aufgestelltes Gerüst in den Raum:
Grundidee ist die Sicht eines Heeres, als ein Schiff, bzw. ein eng zusammen fahrender Verband, der im MA aufgrund der geringen Möglichkeiten der Kommunikation auf See und unterschiedlicher Schiffe nicht beliebig groß sein kann.
Ein Heer, das auf See zieht hat eine maximale Ladekapazität von 20 Rittern (alternativ 15 oder 25 oder sonst was - alle Werte sind variabel). Wenn ein größeres Heer auf See zieht wird es automatisch geteilt. (Entweder :2 oder bis Maximum und Rest ins neue Heer.)
Zudem erhalten Heere ab dem 11. Ritter einen Kampfmalus, der zunächst leicht ansteigt und ab 20 dann extrem steigt. (Warum? - s.u. Optimum sollte aber letztendlich so bei 15 liegen.)
RP Begründung: "Die Schiffe liegen tiefer im Wasser und sind daher langsamer und weniger Manöverierfähig - ab 20 Rittern ist das Schiff schlicht überladen."
Wie laufen Schlachten ab?
Voraussetzung ist die Möglichkeit mehrere Schlachten auf einem Feld stattfinden zu lassen und sich die LP-Verluste der vorangegangenen Schlachten (dieser Auswertung, also nur temporär) zu merken.
Das Vorgehen der Feindesuaswahl, bzw. der Schlachttick auf einem Feld läuft dann folgendermaßen ab:
1) Erstellen einer Angreiferliste
2) Erstellen der Verteidigerliste (event. auch nur umgekehrte Angreiferliste)
3) Das erste Heer der Angreiferliste geht die Verteidigerliste durch und schaut, ob es zum Kampf kommt.
(Auswahl für Admins: Entweder nur eigene Diplo oder wie bei Landschlacht "entweder A oder B Kampf" - in beiden Fällen käme es zur Seeschlacht, da beide Völker auf der Angreiferliste sind, aber die Reihenfolge der Seeschlachten könnte sich in einigen Fällen ändern. Im Zweifel das nehmen, was leichter einzubauen ist.)
Sofern das Angreiferheer den Verteidiger besiegt wird die Liste weiter abgearbeitet, wenn das Angreiferheer besiegt wurde oder die Verteidigerliste zu Ende ist kommt das 2. Angreiferheer dran.
Gleiches Spiel...
Dann das 3., 4., ..., n..
Besiegte Heere werden nach jeder Schlacht aus beiden Listen genommen. Es sind damit keine zwei Niederlagen oder auch eine zweifache Schlacht zwischen zwei Heere möglich.
4) Züge für "nicht besiegte" Heere (für Besiegte s.u.)
Den ersten Platz der Angreiferliste erhält das Heer mit der kleinsten Ritterzahl im Heer, wobei 3Mann-Heere vielleicht als 5/6 Mann Heere gewertet werden sollten.
Sollte diese Anzahl gleich sein erhält das Heer mit dem größeren EP-Wert (alle Ritter aufsummiert) den Vorrang.
Als drittes Kriterium könnte dann die Entfernung zur Burg (möglichst klein!) gelten.
RP: "Kleine Schiffe sind wendig und schnell."
Die Verteidigerliste wird genau umgekehrt gebildet, als das Heer mit der größten Ritterzahl zuerst.
Größerer EP-Wert führt zu tieferer Platzierung.
Drittes Kriterium könnte zum Ausschluss von Problemen die Entfernung zur Burg sein, wobei ich nicht denke, dass dieses Kriterium häufig zum Zuge kommt.
RP: "Größere Schiffe sind leichter zu entdecken und langsamer."
Wenn man ganz viel Lust hat könnte man den Moralwert, die Geist- und Körperwerte der Ritter und ggf. einen ganz neuen Heerführererfahrungswert mit einbauen, bzw. dies wäre dann ein langfristiges Upgrade...^^
Sinn dieser Anordnung ist es, dass kleine Heere v.a. als Plänklertruppen die großen Heere Schwächen ohne allerdings deren Fähigkeiten zur Seeschlacht gegen sonstige Heere einzuschränken. ("11 3Mann-Heere-Problem"

Kleine Heere werden durch die häufigen Schlachten gegen stärker werdende Gegner quasi sicher besiegt und sind daher nicht für Angriffe auf fremde Küsten geeignet. Allerdings können mehrere kleine Heere zusammen (bzw. hintereinander=kleiner Nachteil) auch ein großes Heer schlagen.
Große Heere können aufgrund des Malus durch Ritterzahl nur unter relativ höheren Verlusten kleine Plänkler abwehren.
Andererseits besiegen große Heere auch die kleinen eins nach dem anderen ohne selbst aufgelöst zu werden.
Durch die Begrenzung der Ritterzahl und das Merken der verlorenen LP gibt es zudem kaum eine Möglichkeit ein "komplett sicheres" Heer aufzubauen und auch kleinere Völker können ein großes Seeheer aufstellen. (nur halt weniger Heere)
Vorgehen bei Niederlage:
Dieser Punkt ist bei mir noch nicht ganz ausgereift, daher mal ein spontaner Vorschlag:
Geschlagene Heere lösen sich zu einer Basiswahrscheinlichkeit von 20% auf und verlieren 20% ihrer Ritter. (Beitritts- oder auch Wandersperre!)
Die Werte steigen, je kleiner das Siegheer gegenüber dem Verliererheer ist. Kleine Heere werden also von großen Heeren zu einer geringeren Wahrscheinlichkeit aufgelöst ("Die großen Schiffe können nicht in flache Gewässer folgen."

, große Heere aber deutlich wahrscheinlicher von Kleineren. (Die hams verdient, bzw. "Die beweglichen Schiffe zwingen die großen Pötte auseinander.)
Um Missbrauch zu vermeiden sollte dieser Faktor (Groß-Klein) aber geringer ausfallen, desto mehr Schlachten ein Heer schon bestritten hat. (Sicheres Auflösen mit 30 Kleinstheeren auf einem Feld ist nicht!!)
Zudem gilt natürlich der normale Moralverlust und die 2. Niederlagenregel.
So, zum (konstruktiven) Zerreißen freigegeben...