Huhn in weißer Sauce, ein Adelsgericht aus dem Spätmittelalter:
Wahlweise Hühnerkeulen, Flügerl oder Brüste (oder gemischt) in Butter scharf anbraten, sollten leicht braun werden. Dann aus der Pfanne nehmen.
Gehackte gelbe oder weiße Zwiebeln (Menge nach Geschmack) in derselben Pfanne glasig braten und mit 1/8 L Hühnersuppe (kann auch instant sein) ablöschen und umrühren. 1/8 L Milch dazu geben, Hitze auf Stufe 2 beim E-Herd runterschalten. Es soll nur mehr ganz leicht vor sich hin köcheln. Eineinhalb bis zwei Handvoll in Milch eingeweichte Semmelwürfel oder fein zerfasertes Weißbrot in selber Menge gut ausdrücken und in die Sauce einrühren. Je nach Geschmack mit Salz, weißem Pfeffer und gemahlener Muskatnuß würzen. Die angebratenen Hühnerteile in die Sauce legen und zugedeckt eine halbe bis dreiviertel Stunde dünsten. Ab und zu umrühren. Das Brot muss ganz zerfasert sein, weil es die Sauce binden soll. Und das Fleisch muss natürlich gut durch sein. Nach dem anrichten gehackte Kräuter wie Koriander, Petersilie, Schnittlauch, Rucola darüber streuen. Dille und Liebstöckel passen geschmacklich nicht.
Teuer ist es sicher nicht, leicht zu machen ist es auch, viel falsch machen kann man nicht, sollte also was für sie sein.