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THEMA: Süsse Tage in Paris
 
Archimbald le Moine

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Private Briefe      21.08.2008 20:09:42 --- 3 Jahre, 5 Monate her  
Lange hatte er keine Muse gefunden seine Gedanken in Worte zu fassen, denn zuviele Geschehnisse nahmen in gefangen und so brauchte es eine Weile bis er den verloren gegangenen Faden weiter zu spinnen bereit war.

Mit gedankenschweren Kopfe trat er in seine Räumlichkeiten, als ihn förmlich ein Schatten anzuspringen schien und instinktiv schlug er mit seiner Faust dorthin wo er den Kopf des selbigen vermutete. Der Schlag schien getroffen zu haben den sein Knappe Malvoisin lag vor ihm im Staube und sein glasiger Blick sagte dem Kanzler das es noch eine Weile dauern könnte bis dieser wieder zu sich käme.

Verwundert nahm er war das seine Schatulle mit privater Korrespondenz offen stand und einige Briefe sehr persönlicher Natur herumlagen und eindeutig gerade erst gelesen worden waren. Behutsam nahm er einen nach dem anderen auf und überflog jede einzelne Zeile liebevoll und mit verzücktem Lächeln.

QUOTE:
Verehrter Kanzler de Moustache,

ich wollte Euch auf diesem Wege nur mitteilen, dass ich einem Antrag von Euch durchaus aufgeschlossen wäre. Immerhin habe ich Euch bereits als sehr tapferen und ehrenwerten Ritter kennengelernt, der nicht nur das Französische Großreich, sondern auch mich schwache Maid gut verteidigen kann.

Ich habe einen Antrag bereits von einem Ritter aus Bayern erhalten, jedoch stehe ich diesem nicht sehr positiv gegenüber.

Ich kann allerdings verstehen, dass Ihr vielleicht keine Heirat mit mir wollt, auf Grund meiner Jugend, meiner noch unzureichenden Erfahrung und meines kleinen Lehens, das sich noch im Aufbau befindet. Sollte dies der Fall sein, so bitte ich Euch mit der Euch angemessenen Großzügigkeit über dieses Schreiben hinweg zu sehen.

Eure Vanessa de Montpellier


Er konnte sich noch an seine Antwort erinnern als wäre es gestern gewesen, zaghaft und kaum sich trauend das undenkbare auszuformulieren.
QUOTE:

Liebreizende Blume Frankens mit Namen Vanessa de Montpellier,

Eure Worte schmeicheln meinem Ego mehr als ich dies in Schrift und Bild zu fassen vermag und dies dem Manne dem nachgesagt wird einer der begnadetsten Schreiber des Grossreiches zu sein.

Nur allzugern bin ich bereit um Euch zu werben und gar erschüttert bin ich über das dreiste, als auch unverfrorene Ansinnen eines bayuwarischen Kuhhirten Euch in die entfernte Provinz zu entführen.

Einzig ein Hinderniss steht dem im Wege, das da wäre mein Versprechen gegenüber meinem geliebten und einzigartigen Herzog Prinzipal, zuforderst ihn zu verheiraten auf das die Dynastie durch einen legitimen Erben erhalten bleiben möge. Doch dies wurde von meiner Seite schon in Auftrag gegeben und so ihr dennoch auf einen Aussenkanzler warten wollt, der Eure Grazie mit Sicherheit nicht verdient hat, würdet Ihr diesen Manne überglücklich machen.

Auch würde meine Wenigkeit Euch niemals schlicht vor den Brautaltar zerren, sondern angemessen von einem Grafen ein Turnier zu Euren Ehren ausrufen lassen, auf das der stärkste befreundete Kämpe Euer Brautzeuge sein möge.

Desweiteren wäre es mir eine Freude Euch den Hof im Vorfelde machen und einige schlechte Kostproben meiner Minne vortragen zu dürfen.

In tiefster Demut vor solcher zarter Schönheit und reinem Geiste

Albert de Moustache

Aussenkanzler Burgunds
Baron zu Troyes
Vasall Eurer Eleganz

*Gesiegelt als Baron zu Troyes*


Kaum wagte er die Depesche aufzuheben, die ihre zarten Finger im schrieben.

QUOTE:
Verehrter Kanzler de Moustache,

Eure schönen Worte und Einverständnis erfreuen mein Herz sehr. Euer Versprechen gegenüber dem Herzog ehrt Euch und mehrt Euer Ansehen in meinen Augen ungemein, denn es beweist mir was für ein loyaler und tapferer Ritter Ihr seid.
Dies beweist mir nur um so mehr, dass es von mir die richtige Entscheidung war, nicht dem Werben dieses "Kuhhirten", wie Ihr so treffend sagtet, nachzugeben.

Gerne bin ich bereit zu warten, bis Ihr Euren Herrn verheiratet habt, um seine Dynastie am Leben zu erhalten. Dass Ihr meiner Wenigkeit wegen sogar ein Turnier ausrichten wollt, ist mehr Ehre als eine junge Edeldame wie ich verdient hat, aber so es Euer Wunsch ist, werde ich mich diesem gerne beugen.
Desweiteren dürft Ihr mir natürlich gerne den Hof machen, bis Ihr Euren geliebten Herzog verheiratet habt. Ich warte gerne auf Euch.

Mit liebsten Grüßen

Eure Vanessa de Montpellier

Freiherrin von Franken


Auch hier kannte er noch die Antwort auswendig, hatte er doch gar viele Stunden über die passende Antwort gebrütet, die nicht zu dreist aber auch keinesfalls zu gefühlskalt klingen durfte.

QUOTE:
Güldene Rose Frankens mit Namen Vanessa de Montpellier,

Ach welch Labsal sind Eure Worte für meine verwundete Kriegerseele, die gezwungen ist sich mit Barbaren, die kaum einer zivilisierten Sprache mächtig, auseinander zu setzen.

Eure Sprache zeugt von einem Geiste der kaum zu benennen ist in seinem strahlenden Lichte und Reinheit, die nur durch Eure feine Bescheidenheit übertroffen wird.

Euer Einverständnis, mir die Minne um Euretwegen zu erlauben versetzt mein Herz in einen himmelhochjauchzenden Zustand, der nur noch durch ein Hosianna der Engel zu übertreffen wäre.

Auf das Schnellste will ich Euren Lehnsherr um die Erlaubnis bitten um Euch zu freien, so ihr denn mir diesen benennen wollt und möge er mir noch so schwere Questen auferlegen um meine Würdigkeit zu erproben, so will ich alle erfüllen wenn Gott und seine Heiligen mir dies gestatten.

Auch werde ich den Grafen zu Konstanz Tenereth zu Eile gemahnen auf das er seine Quest in Eile beenden und eine standesgemässe Braut unserem Herzog zuführen möge, wie es ihm von mir aufgetragen wurde.

In grösster Verzückung ob Eures Duftes des reinen Geistes

Albert de Moustache

Aussenkanzler Burgunds
Baron zu Troyes
Eures Herzen Vasall

*Gesiegelt als Baron zu Troyes*


Er nahm den dritten Brief von ihren Händen auf und brauchte ihn erst gar nicht zu überfliegen um zu wissen was in ihm stand.

QUOTE:
Tapferer Ritter, begnadeter Dichter und Kanzler von Burgund
Albert de Moustache,

meine Lehensherrin ist Lady Ravenhorst von Maritime, wo ich auch mein Lehen habe. Auch erfreut es mein Herz zu hören, dass Ihr Euren tapferen Ritter zur Eile animieren wollt, um seine Quest zu beenden.
Ich bin mir sicher, dass wir dann schon bald unsere Hochzeitsfeierlichkeiten abhalten können, denn ich glaube nicht, dass eine Euch gestellte Aufgabe zu schwer sein kann. Ich freue mich darauf wieder von Euch zu hören und bin zuversichtlich, dass sich für uns bald alles in Wohlgefallen auflösen wird.

In Liebe

Eure Vanessa de Montpellier



Er nahm alle drei Schreiben legte sie behutsam zurück an ihren angestammten Platz und verschloss das Kistchen mit einer zarten Bewegung die man diesen sehnigen Kriegerhänden nicht zutrauen würde, drehte sich zu seinem langsam erwachenden Knappen um und packte ihn am Kragen.

"Bursche du weisst was dir nun blüht oder?" kam es aus dem kleinen Kanzler hervor.

"Ja ... Herr" war das einzige was der ertappte und kaum bei Bewusstsein befindliche Knappe hervorbrachte.

"Soll ich die Strafe den Knecht ausführen lassen oder wollt ihr sie von mir empfangen?"

"Wenn der Herr so gütig wären, würde ich es vorziehen sie von Euren Händen zu empfangen!"

So geschah es das kurze Zeit später ein einzelner Schrei des Knappen Malvoisin über den Burghof zu Burgund erschallte als der Feldscher ihn von der Bank nahm und ihn behandelte.
Doch während der zwanzig Schläge auf seinen Rücken hatte er sich ritterlich zurückgehalten, wie Albert de Moustache stolz vermerkte. Denn auch wenn er den Knaben liebte konnte und durfte er diesen Affront nicht durchgehen lassen.

Doch ein Gutes hatte das unbedarfte Handeln des Jungen, der Kanzler war sich nun bewusst das drei Schreiben aufzusetzen unbedingt nötig war und so begab er sich nachdem sicher war das sein Knappe gut umsorgt wurde, gen Schreibstube.


Archimbald le Moine
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Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!

 
Letzte Änderung: 2008/08/21 20:19 von Archimbald le Moine.
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Archimbald le Moine

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Vier Schreiben gehen raus!      21.08.2008 22:37:01 --- 3 Jahre, 5 Monate her  
Der genesene Knappe brachte Albert de Moustache einen mit Wasser verdünnten Wein zu seinem Schreibpult, auf dem sich ein Pergament befand das an einigen Stellen durch die ständigen Verbesserungen arg ausgewetzt zeigte.

"Danke Malvoisin ... deine Narben sind hoffentlich ordentlich geheilt?"

"Messieur Albert, ich .... ich kam noch nicht dazu Euch um Vergebung zu bitten ... ich weiss auch nicht was mich da geritten hat ... ihr werdet mich doch nicht als Knappen verstossen?", kam es kleinklaut unter tränenschwerer Stimme aus dem Jungen hervor, der nicht mehr allzulange bis zu seiner Weihe hatte.

"Junger Freund, wenn dem so wäre würdet ihr mir hier nicht mehr aufwarten und ich denke auch das ihr Eure Verfehlung mehr als genug gesühnt habt, zeigt Ihr doch sonst absolute Treue und Gehorsam. So lasst mich eben diese Briefe siegeln und ihr sucht zuverlässige Überbringer der Depeschen!"

So gingen zwei Depeschen raus ins Frankenland, eine wurde von dem jungen Knappen an den Sekretär des weisen Herzog Prinzipals und eine weitere an den Lehnsherren des Baron von Troyes, dem edlen und tapferen Grafen Paiste übergeben.

Der erste Brief war an die Lehnsherrin des Sonnenscheins Frankens addressiert und ihm konnte folgender knapper Wortlaut entnommen werden:

QUOTE:
Geachtete Gräfin von Maritime Lady Ravenhorst,

Wäret ihr so freundlich und würdet ihr mir gestatten einen Eurer grössten Schätze, die edle und reine Vanessa de Montpellier, vor den heiligen Altar der Mutter Kirche zu führen, sobald es unserem jungen Grafen zu Konstanz Tenereth gelungen ist eine Maid unserem weisen Herzog Prinzipal zu zuführen?

Ich werde mich jeder Herausforderung stellen, die Ihr mir auferlegen wollt um meine Würdigkeit zu beweisen.

Hochachtungsvoll und beindruckt ob Eures Anmutes

Albert de Moustache

Aussenkanzler Burgunds
Baron zu Troyes

*Gesiegelt als Aussenkanzler Burgunds und Baron zu Troyes*


Der Zweite ging an den Grafen Paiste und war recht ähnlich lautend:

QUOTE:
Mein Lehnsherr Graf zu Tessin Paiste,

Mir wurde von Gott ein Engel mit Namen Vanessa de Montpellier gesandt der obendrein mich auch erhörte und so bitte ich Euch weiser Mentor, gestattet mir diese edle Dame zu freien, auf das es meiner Familie vergönnt ist durch die Jahrhunderte unseren Namen weiter zu führen. Wie es sich geziemt ergehen Briefe an ihre Herrin und unseren alles überstrahlenden Herzog.

So hoffe ich Eurer Antwort harrend auf ein glückliches Ende für mich und bin auch gerne bereit jede Queste die Euch einfalllen mag zu Eurer Zufriedenheit zu lösen.

Demutsvoll Eurem weisen Entscheidung harrend

Albert de Moustache

Aussenkanzler Burgunds
Baron zu Troyes

*Gesiegelt als Baron zu Troyes*


Der Brief in Richtung Prinzipal war nicht minder schwer vom Inhalte:

QUOTE:

Mein geliebter und einzigartiger Herzog Prinzipal,

Gestattet mir eine Braut von unglaublicher Reinheit und Anmut gen Burgund zu führen, deren Name lautet Vanessa de Montpellier, auf das mein Geschlecht Euren Erben auch weiterhin zu dienen vermag.

Auch vergass ich nicht mein Versprechen Euch eine Braut von Stande zu suchen und der junge Graf Tenereth wurde damit beauftragt. Ich hege grosse Hoffnung das er sich seinem Titel als würdig erweist und es ihm gelingen wird eine Dame Euch zu zuführen.

Voller Demut ob Eurer Weisheit und Gerechtigkeitssinnes

Albert de Moustache

Euer Aussenkanzler
Baron zu Troyes

*Gesiegelt als Baron zu Troyes*


Aber der wichtigste Brief ging an seine, so Gott und die Hochedlen es wollten, zukünftige Braut:

QUOTE:
Dame meines Herzens Vanessa de Montpellier,

die Zeit drängt und ich kann dieser Depesche nicht die Zeit widmen die ihr gebühren müsste, worüber mein Herzelein ganz schwer wird, aber ihr müsst unbedingt davon in Kenntnis gesetzt werden, das ich mich aufraffte, meine Mut zusammen nahm und unsere Lehnsherren um Erlaubnis für eine Vermählung bat.

Nun betet mit mir zusammen zur Jungfrau Maria, auf das sie uns ihren Segen schenken möge und unsere Herren ihre Gnade zeigen lassen.

So verbleibe ich, Euer Antlitz im Herze tragend,

Euer Albert de Moustache

Aussenkanzler Burgunds
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Archimbald le Moine
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Letzte Änderung: 2008/08/21 22:40 von Archimbald le Moine.
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Lady Ravenhorst

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Re:Das Leben in Burgund      22.08.2008 10:14:14 --- 3 Jahre, 5 Monate her  
Werter Albert de Moustache,

mit Freuden vernahm ich eure wohlgeformten Worte.
Meinen Segen tragt mit euch.
Mögen aus dieser Verbindung viele ehrenvolle Nachfolger und Nachfolgerinnen hervorgehen und sollet ihr stets mit Liebe sein in allem was ihr tut.

Zum Beweis eurer Tapferkeit gebe ich euch noch ein Quest mit auf den Weg.
Die Dame eures Herzen bekommt ebenfalls eine Aufgabe gestellt.

So soll es sein !

Es grüßet

Lady Ravenhorst
 
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Vanessa de Montpellier

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Re:Das Leben in Burgund      22.08.2008 12:00:32 --- 3 Jahre, 5 Monate her  
Vanessa de Montpellier sah aus dem Fenster ihrer Burg, die sich zum größten Teil noch im Aufbau befand. Die meisten ihrer Leibeigenen waren noch dabei neue Straßen anzulegen und Häuser zu bauen, um das Lehen attraktiver zu gestalten.
Ihre Familie war froh, dass sie dieses Stück Land von der Gräfin Lady Ravenhorst erhalten hatte, um es bewirtschaften zu können. Deshalb war sie auch aus Montpellier fortgezogen, obwohl sie immer noch öfters schreckliches Heimweh nach den verwinkelten Gässchen und schönen Bauten ihrer Stadt hatte.

Vanessa setzte sich an den Schreibtisch und las noch einmal den Brief ihres geliebten Albert de Moustache durch, bevor sie sich daran machte ein Antwortschreiben aufzusetzen.

"Geliebter Albert de Moustache,

mit Freuden vernahm ich Euren Entschluss unsere Lehensherren um Erlaubnis für unsere Hochzeit zu bitten. Ich bin mir sicher, dass sie uns Ihren Segen schenken werden und weiß auch, dass Ihr die Euch gestellte Quest erledigen werdet.

Ich freue mich darauf, bald wieder von Euch zu hören.

Eure Vanessa de Montpellier"

Vanessa versiegelte ihn und gab diesen Brief einer jungen Dienerin. Sie sollte einen verlässlichen Boten finden, der das Schreiben schnell und sicher nach Burgund bringen würde.
 
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Prinzipal

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Re:Das Leben in Burgund      22.08.2008 17:40:34 --- 3 Jahre, 5 Monate her  
26. Juni 1022, Burgund


Treuester Albert,

es erfreut mein Herz zutiefst, dass ihr in diesen von dunklen Wolken bedeckten tagen einen Lichtblick zwischen ihnen fand, der euer Herz vor Freude jauchzen ließ.
Seid dem Anbeginn der Zeit, von der an ihr unter meinem Banner geritten und gestritten habt, nahmst ihr jede Last und jede Pflicht auf euch, die ich auf der euren Schultern gebettet hatte
Daher habt ihr meinen Segen für das heiligste aller Sakramente.


Es ehrt euch, dass ihr euch um das Meine Wohl und Leben Gedanken macht und es auch zu herzen nehmt, doch muss ich euch von eurem Schwur und den jungen Grafen Tennerth von den seinen befreien.
Es wäre für mich unverzeihlich, zwischem euch und der Madame de Montpellier zu stehen.
Zudem, trage ich die Gewissheit im Herzen, jene wieder zu treffen, die mir unser aller Herr nahm, ehe sich mir die selbe Gelegenheit bot sie vor den Altar zu führen, wie euch.

Hätte ich meine Kardinalsrobe nicht vor langer Zeit abgelegt, es wäre mir eine Freude gewesen, euch selbst trauen zu dürfen.

Übermittelt der zukünftigen Baroness von Troyes meine besten Wünsche.
Möge euer erster Erbe, ein männlicher sein.

Sollte die Elternschaft ihrer Familie, euch nicht als angemessene Wahl für ihre Tochter halten, trete ich gerne für euch in Bürgschaft, als Dank derer Dienste, die ihr für mich tatet.

Seegensreiche Grüße,
Prinzipal
La Duc de Bourgogne


Wenn Albert seinen Diener nun weiter Gehör schenken wird, so wird der Page ihm berichten, das eine schwere schwarze beschlagene Truhe, zusammen mit einem verhauten Buch mitgesand wurden.
Für den Fall, das Albert die Trauhe aufmacht und nicht die Mauern seiner Feste hinabwirft, mögen seine Augen über 500 Silberlinge wandern.
Bei dem Büchlein wird er merken, dass es schon recht alt und mitgenommen ist, Die Kanten sind verfärbt und an der ein oder anderen Stelle zu Eselsohren umgeknickt.
Trotz der Abnutzung mag er noch das kleine, goldene Kreuz auf dem Ledereinband erkennen. Schlägt er ihn um, stehen die Jahreszahlen 1001 und der Name einer kleinen, aber bekannten Klosterschule Norditalins, in krakeliger Schrift gezogen, auf der Innenseite des Klappendeckels.
Doch das Lesezeichen das über den Blätterrand spitzt, schimmert in kräftigem Silber und scheint erst vor kurzem an Ort und Stelle gesteckt worden zu sein. Es führt zu Philipper 1,9:

Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung.
 
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Archimbald le Moine

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Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!      24.08.2008 02:06:56 --- 3 Jahre, 5 Monate her  
Wutenbrand fegte er die Depeschen aus dem Norden und Italien hinfort von seinem Tisch und liess den geschäftigen Malvoisin diese aufheben, derweil er sich erfreulicheren Schreiben zuwandte die er kürzlich erhielt.

Die Nachricht seines edlen und weisen Souveräns hatte ihm, den dickköpfigen und sturen Kanzler, Tränen der Rührung die Wangen hinabrinnen lassen und er wusste keine angemessene Erwiderung auf solchen Grossmut und so zögerte er lange mit einer Antwort, doch wollte ihm einfach keine einfallen.

Und so wandte er sich dem nächst naheliegenden zu und setzte ein Schrifstück gen Maritime auf:

QUOTE:
Weise Gräfin von Maritime Lady Ravenhorst,

Deren Klugheit nur durch ihre bezaubernde Art übertroffen wird, seid bedankt für die Aufgabe die ihr mir stelltet, hatte ich schon die Befürchtung durch Unmengen von Barbarenblut zu waten oder gar mich auf die Suche nach dem St. Real zu machen. Doch Eurer Quest mutet ein Esprit an den man ausserhalb des Grossreiches wohl vergeblich suchen wird.

Lasst Euch versichern ihr habt Euch einen wahren Freund geschaffen, der auch Eurem Hause nach besten Kräften dienlich sein wird.

Hochachtungsvoll und beindruckt ob Eures Scharfsinnes

Albert de Moustache

Aussenkanzler Burgunds
Baron zu Troyes

*Gesiegelt als Aussenkanzler Burgunds und Baron zu Troyes*



Erleichert endlich zumindest seiner Zukünftigen ihrer Lehnsherrin einen angemessenen Brief zukommen lassen zu können, fand er auch die Ruhe, ihr, um die sich alles drehte, ein paar Zeilen zu senden.

QUOTE:
Ihr mein Herzeblut und geliebte Vanessa de Montpellier,

Eure Herrin hat mir etwas auferlegt, das ich nur allzugerne bereit bin auf das Schnellste zu erledigen. Auch wenn mich die Staatsgeschäfte geistig mehr fesseln als mir recht sein kann, seid versichert das Euer mein unbedeutend Herz ist. Ach wie vermisse ich feinsinnige Dialoge in meinen Schreiben gen Norden, doch so scheints, erkennen diese sogenannten Wikinger nur die Stärke des Armes an und nicht die des Geistes.

Geliebte diese Hünen verwirren mich, kann ein Ritter der Minne sie nicht wirklich einordnen und ich hoffe das wir unsere Ehe dennoch standesgemäss vollziehen können, denn den Segen Eurer Herrin und meines Souveräns haben wir schon, auch wenn wir uns noch beweisen müssen.
Allein mein Lehnsherr steht noch aus, aber wie ich erfuhr plagt ihn Unwohlsein, deswegen hoffe und bete ich für seine Genesung auf das seine Durchlaucht auch seine Meinung kund zu tun vermag.

So wende ich mich wieder meiner Arbeit zu und denke doch stets an Euch

Euer Albert de Moustache

Aussenkanzler Burgunds
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Eures Herzen Vasall

*Gesiegelt als Baron zu Troyes*


Gedankenverloren strich er nach dem Siegeln über das Kreuz des kleinen Büchelein und dachte über dieses herausragende Geschenk seines freigiebigen Herzogs Prinzipal nach, das für einen Ritter seines Standes gar zu kostbar schien.

Mit einem Ruck stand er urplötzlich auf, warf den Scherenstuhl dabei um, sodas sein Knappe aufs tiefste erschrack und den Blick eines aufgescheuchten Hirsches bekam. Zu diesem angehenden Ritter drehte er sich und meinte nur kurz angebunden:

"Malvoisin, diese zwei Briefe müssen schnellstmöglich und vor allem sicher raus, hernach bittet für mich um eine Audienz bei unserem Duc und dann richtet für mich einen Badezuber und legt frische Kleidung bereit .... halt, besser noch den Sonntagsstaat. Was wartest du noch? Los .... los hab ich gesagt!"


Archimbald le Moine
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Letzte Änderung: 2008/08/24 02:12 von Archimbald le Moine.
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Lady Ravenhorst

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Re:Das Leben in Burgund      25.08.2008 21:24:02 --- 3 Jahre, 5 Monate her  
Lady Ravenhorst saß in in ihrem Gemache als der Bote völlig abgehetzt und vom Regen durchnässt eintraf.
Sogleich befahl sie für ihn ein warmes Bad und ein Essen zu bereiten.
Als sie die Schriftrolle öffnete und diese wohlklingende Worte des Dankes las wurde ihr trotz Kriegslast das Herze schwer.
Es ist wunderschön verliebt zu sein stellte sie fest und dachte dabei an ihren Gemahl und an das Bangen wenn er im Kampfe war.

Ihrem Schreiber diktierte sie folgendes:

-------------------------------------------------------------------------------------------------------
Werter Albert de Moustache,

es ehrt mich in euch einen Freund gefunden zu haben.
Es wäre sträflich gewesen euch in einen Kampf zu schicken.
Ihr solltet bestreben möglichst schnell eure Vermählung in die Wege zu leiten damit ihr den Kopf wieder frei bekommt.
Die Zeiten sind leider sehr unsicher und man weiß nie was so alles passiert.
Auch ich muß im Heer meine Gedanke zusammen halten weil sonst vor Angst mein Herz zerspringen würde.

Ich erhebe meinen Kelch auf das junge Glück und die Liebe.

Es grüßet

Lady Ravenhorst

-----------------------------------------------------------------------------------------------------

Nachdem der Bote gewärmt und gesättigt war schickte sie ihn mit der Nachricht auf den Weg....
 
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Archimbald le Moine

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Süsse Tage in Paris      26.08.2008 00:32:24 --- 3 Jahre, 5 Monate her  
Seine arme Mähre La Fleure de Troyes erholt sich von dem anstregenden Ritt gen Paris in dem Stall eines reichen Händlers, in dessem Hause er sich ein Zimmer gemietet hatte für seinen hiesigen Aufenthalt in der Stadt der Lüste, wie sie liebevoll auch genannt wurde.

Er fieberte seiner bisher grössten Queste entgegen, die mehr Gefahren für sein Seelenheil barg als alle diplomatischen Verstrickungen zusammen, mit allen ihren Fährnissen und er musste sich eingestehen das er zum ersten Male in seinem Leben echte tiefgreifende Angst um sich selbst verspürte. Wie würde sie ihn empfangen, würde sie sich distanziert geben, gar reserviert oder würde ihr Lächeln sein Herz binnen weniger Augenblicke gefangennehmen auf das er bis zu seinem Ende immer diese süssen Qualen der Trennung verspüre, sollte er sich weiter als eine Tagesreise von ihr entfernen?

Sie hatten ein Treffen vor den Toren der Kirche Saint-Sulpice ausgemacht, in geziemender Begleitung, wie es sich gehörte. Albert hatte das Eheweib des Händlers sowie deren Magd hinzugebeten, auf das die Ehre der Edlen Vanessa de Montpellier keinerlei Schaden nehmen würde.

Als sie nun an dem Fusse der Treppe ankamen, schien es ihm als wäre ein Engel auf Erden niedergekommen und er wusste das seine Angst begründet war, denn spätestens ab diesem Punkte war er ihr rettungslos verfallen und sein Herz verloren. Denn sanft umfloss ein Farbenspiel aus buntem Licht ihr Haupt, hervorgerufen durch die sich in den Bleiglasfenster reflektierende Sonne.

Kaum getraute er sich sie anzusprechen, als er von der Seite angezischt wurde, er solle nur daran denken sich tugendhaft gegenüber der Mademoiselle verhalten. Albert musste dabei sich ein Grinsen verkneifen, konnte man doch einen offensichtlichen Unterton des Neides heraushören.

Sie begaben sich gemeinsam in das Gotteshaus um sich der Andacht anzuschliessen und hernach an der Seine entlang zu flanieren, stetts von Argusaugen beobachtet.

Doch die Zeit verging wie im Fluge und er versuchte den Abschied der mit grossen Schritten nahte zu verdrängen, wusste er doch von seiner Reise auf den Balkan, die sein Lehnsherr ihm in Auftrag stellte, um dieses liebreizende Wesen an seiner Seite ehelichen zu dürfen.


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Vanessa de Montpellier

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Süsse Tage in Paris      26.08.2008 11:06:04 --- 3 Jahre, 5 Monate her  
Vanessa de Montpellier war nur mit einer Dienerin angereist. Ursprünglich hatte sie allein kommen wollen, aber sie wurde daran erinnert, dass dies sehr unangebracht gewesen wäre. Obwohl sie eigentlich bereits ein eigenes Lehen hatte und mehr oder weniger unabhängig war, wurde sie von ihrer Familie doch immer noch stark bevormundet. Vanessa hoffte, dass dies sich durch ihre bevorstehende Vermählung ändern würde.

Sie war in einem kleinen Gasthof am Rande der Stadt untergekommen. Sie hatte diesem Tag nun bereits seit langem entgegen gefiebert. Sie ging mit ihrer Dienerin zur Kirche Saint-Sulpice, wo sie sich ein Treffen mit ihrem Liebsten ausgemacht hatte. Sie trug ein rotes Seidenkleid und ihre Haare offen, darauf hoffend, dass sie ihn nicht enttäuschen würde.
Sofort hatte er ihr Herz gewonnen... sein starker Körper und die schönen Augen hatten sie sofort in seinen Bann geschlagen. Ein wahrhaft vorbildlicher Ritter.

Zu ihrem eigenen Leidwesen waren jedoch die Anstandsdamen dabei, die ihm dauernd anzischten, sich tugendhaft gegenüber Vanessa zu verhalten. Albert erzählte ihr von seiner gefährlichen Queste zum Balkan, die er nun unternehmen musste. Vanessa wurde schwer ums Herz, ihren tapferen Albert zum Balkan ziehen lassen zu müssen und dort gefährliche Aufträge zu erfüllen.
So gab sie ihm ein altes Medaillon, das sie immer um den Hals trug, als Glücksbringer. Es sollte Albert in den dunklen und barbarischen Ländern an sie und Frankreich erinnern.

Sie hoffte er würde bald zurückkehren, damit er sie endlich ehelichen konnte.
 
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Re:Süsse Tage in Paris      27.08.2008 00:14:21 --- 3 Jahre, 5 Monate her  
QUOTE:
Herzensgute Gräfin von Maritime Lady Ravenhorst,

Meine Wenigkeit war so frei einen edlen Tropfen meines Gutes Euch zu senden, denn Eure Queste hat mir einige gar zu bezaubernden Tage mit Eurer bildschönen Vasallin geschenkt. Doch konnte ich nur kurz verweilen und muss auf Geheiss meines Lehnsherres beweisen, das ich der erblühenden Knopse Frankens würdig bin, indem ich auf den wilden und geheimnisvollen Balkan reise.

Hochachtungsvoll und dankbar wegen Eures Grossmutes

Albert de Moustache

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Eigentlich war er nicht wirklich zufrieden mit dem Schreiben an die Herrin seines Engels, doch in Ermanglung eines Sekretärs und vor allem der Zeit, musste er sich wohl oder übel damit zufrieden geben.

Dabei glitten seine Gedanken wieder gen Paris und der Frau in dem kostbaren roten Seidenkleide das ihre noble blasse Haut, als auch ihren trainierten Körper so gut unterstrich. Ihre Bewegungen waren im Ablauf so elegant und anmutig das er oftmals verstohlene Blicke anderer Männer bemerkte, die ihr bewundernd nachschauten. Doch entgegen seines sonstigen Naturells blieb er gelassen, was ihn selbst aufs äusserste verwunderte, hielt er sich doch eigentlich eher für zu klein und drahtig als das er in das gängige Schönheitsideal passen würde. Andererseits hatte ihn deshalb schon mancher Gegner unterschätzt und auch sein gepflegtes Äussere, das er auch im Felde nie vergass, tat sein ürbiges diese Annahme zu stützen.

Seine Gedanken kehrten in die Gegenwart zurück, bemerkend, das er das alte Medaillon rieb, geschenkt direkt von ihrer Brust auf seine. Ein versonnenes Lächeln stahl sich auf seine Lippen, als er sich der profanen Wirklichkeit wieder stellen musste und seinem Knappen befahl aufzusatteln, taten ihm doch die Knochen noch immer weh von dem Übungskampfe gegen den Deutschrittergrafen Giselherr von Bingen. Doch nahm er dies gerne in Kauf konnte er doch vieles dabei für den Kampf lernen, als auch seine Fertigkeiten verbessern und schnitt besser ab als er sich selbst zugetraut hätte.


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Wladimir Monomach: Gute Nacht. Soll ich dir ein Lied spielen?
Agilamundo Svanqvist: gute nacht ;D
Agilamundo Svanqvist: ^^ okay ... reden wir in einer woche noch mal darüber XD