Ritterheere-Forum
Willkommen, Gast
Bitte anmelden oder registrieren.    Passwort vergessen?
Geplündertes Elsass und Lichtblicke (1 Leser) (1) Gast
Zum Ende gehen Neues Thema Beliebt: 12
THEMA: Geplündertes Elsass und Lichtblicke
 
Vanessa de Montpellier

Freie
Beiträge: 0
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen
Geburtstag:

Den Moderatoren den

Re:Süsse Tage in Paris      27.08.2008 10:13:50 --- 3 Jahre, 5 Monate her  
Nachdem Vanessa wieder in ihrem Lehen angekommen war, setzte sie sich sogleich an den Schreibtisch, um ihrer Lehensherrin einen Brief zukommen zu lassen.

"Verehrte Lady Ravenhorst,

ich habe die mir von Euch gestellte Quest erfüllt und meinen geliebten Albert in Paris getroffen, wo ich ihm einen Korb mit den feinsten Gaben unseres Landes überreichte. Anschließend hielten wir zusammen eine Andacht, wobei er mir erzählte, dass er nun zum gefährlichen und finsteren Balkan würde reisen müssen. Ich bete für seine sichere Rückkehr und danke Euch für Eure Erlaubnis Albert de Moustache ehelichen zu dürfen.

In ewiger Treue und Freundschaft

Eure Vasallin Vanessa de Montpellier"

Sie überreichte den Brief einem Boten, der ihn sicher zu ihrer Lehensherrin bringen sollte. Doch nun stand ihr die wohl schwierigste Aufgabe bevor... zu warten bis Albert, hoffentlich unversehrt, von seiner gefährlichen Queste zurückkehren würde.
 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Archimbald le Moine

Burgund
RS-MOD
Moderator
Beiträge: 3525
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Balkanbriefe      03.09.2008 22:17:50 --- 3 Jahre, 5 Monate her  
Endlich war er angekommen in der Haupstadt der Bulgaren, wie es sein Lehnsherr im befahl, damit er sich der holden Vanessa de Montpellier als würdig erwies. Sein Arsch tat ihm von der täglichen Reiterei weh, denn zumeinst verbrachten sie die Tage im Sattel und wenn sie ihre jeweilige Ruhestatt erreichten, tat die Hand des treuen Knappen Malvoisins schmerzen, da dieser die Briefe gen Westen schreiben durfte um der Schrift noch besser Herr zu werden.

Denn im Gegensatz zu den meisten seiner Standesgenossen, hatte er die Vorteile des Schreibens schon geniessen dürfen, auch wenn es oftmals mehr noch an Pflichten mit sich brachte.

Er liess seinen Knappen eine Unterkunft und guten Waffenschmied suchen während er sich gen Feste bewegte um den Hochedlen, dieses ihm doch zur Gänze unbekannten Volkes, seine Aufwartung machen und eine bedauerlich kleine Auswahl an Gastgeschenken zu überreichen, bestehend aus einigen kleineren Tonfläschchen mit Lavendelöl, als auch zwei Fässchchen mit dem guten Burgunder Wein von seinem Lehen.

Während er auf Einlass wartete dachte er an sein letztes Schreiben in Richtung Franken an seine ihm Versprochene und gedankenverloren strich er dabei über seine Brust auf deren nackter Haut sich ihr Medaillon befand.


QUOTE:
Meine Herzensdame Vanessa de Montpellier,

Allzulange sind die Tage in Paris her und gar trostlos will mir der Balkan ohne Euch scheinen, doch die Dinge stehen gut und die Heiligen müssen ein wachsames Augen auf mich haben. Gelangten wir doch in Hauptstadt zu Olt an, ohne unter die Räuber zu kommen und seid wir die Grenzen Bulgariens passierten erkennt man doch die gute feste Hand einer Ritterschaft. Die Menschen hier sind freundlich, doch von einem gänzlichen anderen Schlage wie sie mir bisher unterkamen und ich bin gespannt ob mir die Ehre zuteil wird vor ihre Granden vorgelassen zu werden. Ob sie unser glorreiches Reich schon kennen oder ob sie schon etwas darüber vernahmen?

All das werde ich demnächst hoffentlich in Erfahrung bringen und so harre in Vorfreude auf das Treffen mit ihnen.

Habt ihr schon vernommen das die Nordmänner, von den Heiligen gelenkt, endlich einen Frieden annahmen? Endlich dürfen unsere Waffenbrüder in die Heimat zurückkehren und mag ihnen auf der Reise nichts mehr geschehen.

In Erflehung auf unser baldiges Wiedersehen

Euer Euch liebender

Albert de Moustache

Aussenkanzler Burgunds
Baron zu Troyes

*Gesiegelt als Baron zu Troyes*


Archimbald le Moine
Seneschall Burgunds
Baron von Troyes

Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!

 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Vanessa de Montpellier

Freie
Moderator
Beiträge: 0
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen
Geburtstag:

Den Moderatoren den

Re:Das Leben in Burgund      07.09.2008 11:48:43 --- 3 Jahre, 5 Monate her  
Glücklich, dass es ihrem Liebsten gut ging, hatte Vanessa den Brief Albert de Moustache's immer wieder gelesen. Nachdem sie endlich Zeit gefunden hatte, setzte sie ein Antwortschreiben auf.

"Geliebter Albert,

Ich bin froh wieder von Euch zu hören. Kein Tag ist vergangen, an dem ich nicht an Euch gedacht hätte. Und jeden Tag, den Ihr an diesem fernen, düsteren und barbarischen Ort verbringt, mehrt meine Furcht um Euch.
Ich hoffe, dass Eure Reise ein Erfolg wird, nicht nur für Frankreich sondern auch für uns, damit Ihr bald wieder heimkehren könnt.

Die Nachricht, dass der Krieg gegen die Wikinger endlich vorbei ist und die barbarischen Nordmänner endlich einen Frieden annahmen, hat alle Menschen des Frankenreiches in Aufregung versetzt. Man feiert auf den Straßen und harrt der Rückkehr der tapferen Ritter, die Frankreich siegreich verteidigt haben.

Eure Euch liebende

Vanessa de Montpellier
 
Letzte Änderung: 2008/09/07 12:06 von .
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Archimbald le Moine

Burgund
RS-MOD
Moderator
Beiträge: 3525
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Auf der Galeere      12.09.2008 17:25:41 --- 3 Jahre, 5 Monate her  
Der Bote hatte lange gebraucht bis er ihn in Rom fand und so war er auch schon auf der Abreise als er den Brief in Händen hielt, nachdem er dem verstorbenen Heiligen Vater Georg dem Ersten, seine Aufwartung machte an dessem Grabe. Er konnte sich an den die seltenen Schreiben mit dem Stellvertreter Gottes auf Erden wohl erinnern und so sich nicht vorstellen das dieser den Freitod gewählt hatte. Zu stark leuchtete der Glaube aus den Depeschen und seinen Verkündigungen, auch wenn Albert sie so manchesmal nicht wirklich verstand, aber war er nicht nur einfacher Kanzler und nicht vom Finger Gottes berührt?

Solche Gedanken beschäftigten ihn auch auf hoher See vor der Küste Liguriens und er hoffte bald wiedereinmal sein Lehen zu Angesicht zu bekommen, nun nachdem er die erste Quest vor der Lehnsherrenerlaubnis zur Heirat erfüllt hatte.

Auch waren ihm dunkle Gerüchte in Rom zu Ohren gekommen, doch wollte er erst die offizielle Korrespondenz dazu aus den Kanzleien sich zu Gemüte führen und so schaute er von der Galeere aus auf die das ruhige Mittelmeer die Küste im Rücken, dabei nachsinnend über ein passendes Antwortschreiben auf die nun mit erbrochem Siegel sicher verwahrten Depesche in der Kiste.

Alsbald liess er Malvoisin eine Tisch mit Schreibuntensilien an Deck bringen, auch wenn dies dem Kapitän des Schiffes zu missfallen schien, war es doch sein eigener und so schrieb er:

QUOTE:
Edelste aller Damen des Grossreiches,

Das doch so reich damit bestückt ist wie der Rest der Welt zusammengefasst, Eure Erinnerung an mich wärmte mein Herzelein, während ich durch das soandersartige Bulgarien zog, dem man vielleicht mangelnde kultivierte Lebensweise wie im Grossreiche, aber keine Barbarei vorwerfen kann.

Ich konnte dank der Grosszügigkeit des Souveräns der Bulgaren, die für meine Queste erforderliche Waffe erstehen und bin auf dem Wege gen Heimat.

Doch wahrlich nötig hatte ich Eure Gedanken in dem sterbenden Reich der Makedonen und ihrem feigen König, der keines von mir anerbotenen Duelle annahm und sich nichtmals zu einem Antwortbrief auf meine höfliche Anfrage zu den Übungskämpfen herablies.

Der Frieden mit den Nordmännern war auch hart erarbeitet und so mancher Bote hat seinen Gaul dafür zu Schanden geritten, doch war es dem Ergebniss nach zu Recht. Den tapferen gottesgläubigen Streitern wird doch hoffentlich zu ihren Ehren ein Turnier ausgerufen, auf das wir damit den Kriege für eine Weile vergessen mögen?

Der Euch liebende und in Sehnsucht reisende

Albert de Moustache

Aussenkanzler Burgunds
Baron zu Troyes

*Gesiegelt als Baron zu Troyes*


"Malvoisin, bei dem nächsten Landgang um Wasser zu fassen sucht ihr schleunigst einen Reiter der diese Botschaft zu meiner Zukünftigen trägt und lass es ruhig etwas kosten!"

Mit einem verdeckten Grinsen, so das es sein Herr nicht sah, nahm er, der Angesprochene, das Schreiben an sich und verbeugte sich, dabei entgegnend:

"Wie der Herr zu Troyes befehlen!"

"Bursche behalte dein Spott bei dir sonst lasse ich dich hier Bugholen!", kam es mit einem Lächeln zurück.

"Kielholen Herr..."

"Was meintest du?"

"Es heisst Kielholen mein Herr!"

"Hmmm, natürlich hast du recht, aber einerlei wie es heisst, denke ich nicht das du damit Bekanntschaft machen möchtest oder Knappe?"


Archimbald le Moine
Seneschall Burgunds
Baron von Troyes

Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!

 
Letzte Änderung: 2008/09/12 17:26 von Archimbald le Moine.
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Archimbald le Moine

Burgund
RS-MOD
Moderator
Beiträge: 3525
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Re:Auf der Galeere      01.10.2008 15:23:54 --- 3 Jahre, 4 Monate her  
"Malvoisin was bringt ihr da?"

"Eine Depesche aus Bayern von ihrem König mein Herr!"

"Nicht schon wieder ... lest vor, ich mag mir nicht mehr die Mühe machen selbst sein bäuerliches Gespucke zu entziffern!"

Der junge Knappe fing an zu lesen und kaum hatte er geendet ging er auch schon ob des Tobsuchtsanfalls seines Herrn des Seneschalls in Deckung. Dem Jungen kam dieser wie eine Ewigkeit vor, bis sein Herr sich wieder beruhigte und er das Wort an ihn richtete:

"Schreib Er mit und zwar hurtig! ... ist Er endlich soweit? Nein, was dauert denn so lange?"

"Herr ich muss hier erst einmal wieder alles ...."

"Keine Ausflüchte ... ah endlich geruht der junge Herr soweit zu sein .... gut ... dann schreibe ... Kuhirten ... achnein hatte ich schon .... Bauernkönig ... hmmm war auch schon da ... ahhh Schweinehirte Habsburg, ihr kennt wohl .... achnein ich habe keinem Lust diesem Kretin verzweifelt Form, Kultur und Esprit einzutrichtern ... sparen wir lieber das Pergament für unsere Friedensbedingungen. Ihr dürft Euch entfernen Malvosin!"

Daraufhin verliess der Knappe eiligst das Zelt und der Seneschall war wieder alleine mit sich und seinen Gedanken, wie dem Lärm des Heerlagers um ihn herum.

Kaum fünfundzwanzig Lenze alt und schon einen Grossteil der Last über seine geliebte Heimat auf den Schultern, wirkte er schon alt und grau. Doch just in diesem Moment ging wieder einmal seine Hand zu seiner Brust und dem darunter versteckten Amulette, auf das ein Leuchten in seine Augen wiederkehrte und es schien als hätte er aus einem Jungbrunnen geschöpft. So entschloss er sich zu einer Depesche an seine schöne holde Maid aus dem Frankenlande.

QUOTE:
Meine Herzensbraut Vanessa de Montpellier,

Es fällt mir schwer Euch zu schreiben, denn statt wie von meinem Lehnsherrn beauftragt gen Engelande zu ziehen um endlich Euch freien zu dürfen, bin ich gezwungen in meiner geliebten Heimat gegen die einfallenden Bayuwaren zu fechten. Doch seid nicht gram, denn der Herr zu Tessin gestattet mir aufgrund dessen, Euch auch so zum Altar zu führen, wenn ich es denn wünschen sollte.

Nur möchte ich Euch nicht zumuten ohne den entsprechenden Rahmen in einem Kriege, ohne Turney oder Festivitäten mich zu ehelichen und so überlasse ich es zu Euren zarten Händen dies zu entscheiden. Graf Paiste, wurde von mir davon unterrichtet, als auch das ich bereit bin die Aufgaben nachzuholen, sollte dieser Streite zu Grabe getragen sein.

Wie sehr wünsche ich mir ein Wiedersehen mit Euch, wie in dieser glücklichen Zeit in Paris, die wir Eurer weisen Lehnsherrin verdankten.

Ach und bevor ich es vergesse hat mich mein geliebter und edler Herzog zum Seneschall erkoren, während er zu Rom weilt und die Wahl des neuen Papstes erwartet. Auf wen die Wahl wohl treffen mag und wann es denn endlich so weit ist, das wir einen neuen Hirten der Christenheit benannt bekommen?

Hier muss ich mich wieder den weltlichen Dingen zuwenden, doch seid versichert mein Herz ist stets bei Euch.

Der sehnsuchtsvoll harrende

Albert de Moustache

Seneschall Burgunds
Aussenminister Burgunds
Baron zu Troyes

*Gesiegelt als Baron zu Troyes*


Archimbald le Moine
Seneschall Burgunds
Baron von Troyes

Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!

 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Archimbald le Moine

Burgund
RS-MOD
Moderator
Beiträge: 3525
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Geplündertes Elsass und Lichtblicke      07.10.2008 20:45:58 --- 3 Jahre, 4 Monate her  
Müde lies Albert die letzten Tage und Wochen Revue passieren, nach dem hinterhältigen Überfall der Bayuwaren und ihrer Vasallen namens Italiener. Viele böse Worte waren im Vorfeld zwischen dem Bayernkönig und ihm gefallen und doch hätte er nie vermutet das dieser nicht das Mindestmass an Ritterlichkeit aufrecht erhielt und ihm in aller gebührenden Form den Fehdehandschuh hinwarf.

Doch wie der wohl überlegte Angriff zeigte, war diese Tat schon frühzeitig geplant gewesen und nur mit Glück konnten die ersten zwei vorsichtigen Attacken abgewehrt werden, denn schon der erste ernstgemeinte Schlag traf die unvorbereitete Grafschaft Savoien unbarmherzig, mit aller Macht und entriss sie dem Schutze Burgunds.

Für ihn jedoch viel schändlicher noch als alles zuvor war der feige Überfall aus der neutralen Pfalz auf den Elsass, der noch einiges an Nachspiel mit sich bringen würde.

Nun sass er in eben dieser einst so schönen Provinz, die nicht nur durch dieses Raubheer gelitten hatte sondern auch durch die Aufgabe jeglicher harten Hand der Ritterschaft einen Aufstand ertragen musste. Dieser wurde hart mit dem Panzerhandschuh im Keime erstickt, denn wo würde es denn enden wenn Bauern tun und lassen könnten, ganz so als wären sie von Rang und Wert?

Der einzige Lichtblick war die Begegnung mit der holden Maid seines Herzens, auch wenn er bis heute nicht wusste wem dies zu verdanken war, wollte doch kein Heerführer der Garde diesen Befehl gegeben haben und so nahm er es als Fingerzeig Gottes und Geschenk der Mutter Maria. Wie sehr er die Zeit genoss, auch wenn von unzähligen Dörfern und Lehen nur noch Ruinen geblieben waren, die er aber gedachte mit dem roten Hahn den Bayuwaren heimzuzahlen.

Nicht wenige seiner Männer waren ob der zerstörten Lande des öfteren in Tränen ausgebrochen und ihm erging es ebenso, wenn er auch zuletzt immer öfters stattdessen das Haupt der Rache in seinem Herzen ihr gieriges Maul aufreisen sah.

Nun erhielt er neue Nachrichten aus Savoien und diese waren gut geeignet seinen Rachegelüsten Nahrung zu geben, denn die Truppen des Grossreiches hatten dieses wieder befreit und der ersten vernichtenden Niederlage, die keiner so recht in dieser Deutlichkeit verstand, einen gloreichen Sieg hintenangefügt und so sah Albert schon die vereinigte Armee in Bayern stehen.

Das schlimmste für ihn war das er keine Möglichkeit hatte selbst an der Schlacht teilhaftig zu sein und stattdessen nur Aufständische erschlagen konnte. Doch seine Zeit der Rache würde kommen!


Archimbald le Moine
Seneschall Burgunds
Baron von Troyes

Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!

 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Vanessa de Montpellier

Freie
Moderator
Beiträge: 0
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen
Geburtstag:

Den Moderatoren den

Re:Das Leben in Burgund      08.10.2008 23:26:48 --- 3 Jahre, 4 Monate her  
Müde ließ sich Vanessa auf das Bett ihres Zimmers fallen. Die Herberge war nicht luxuriös und die Adelstochter war andere Unterkünfte gewohnt, aber es herrschte Krieg und man konnte nicht wählerisch sein. Hinterhältig überfallen von den Bayern musste nun jeder Ritter des französischen Großreiches bereit sein, seinen Anteil zu leisten.

Wie im Elsass... Vanessa hatte bisher noch nie das Gesicht des Krieges gesehen; das wahre Gesicht des Krieges. In den Büchern und Geschichten kämpften immer tapfere Recken von Angesicht zu Angesicht um Ruhm und Ehre oder gegen gefährliche Drachen und andere Untiere, um edle Jungfrauen zu retten; wild und romantisch. Doch die Wirklichkeit sah ganz anders aus...
Niedergebrannte Dörfer und zerstörte Kirchen und Häuser, erschlagene Männer deren Leiber sich in den Straßen türmten und verbliebene Witwen und Waisen. Als sie diesen Anblick gesehen hatte, musste sie weinen und in den Armen ihres geliebten Albert Schutz suchen. So hatte sie sich Krieg wahrlich nicht vorgestellt; keine saubere Schlacht, die über Sieger und Verlierer entschied, kein ehrenhaftes Kräftemessen... nur brutales Angreifen und hinterhältiges Ausnützen jeder Schwädche des Widersachers.

Der überraschende und unehrenhafte Angriff der Bayern hatte Frankreich völlig unvorbereitet getroffen. Obwohl Staufen seine Neutralität bekundet hatte, hatten die Bayern von diesem Land angegriffen und schreckliche Verwüstung angerichtet. Vanessa hatte nie verstanden, warum ihr Albert eine solche Abneigung gegen die Bayern hegte und sie hatte ihn deshalb getadelt, denn sie waren immerhin ein Christenvolk. Doch nun erkannte auch sie, dass die Bayern sich nicht um Ehre oder Tapferkeit kümmerten. Sie wollten nur um jeden Preis den Krieg gewinnen und dazu war ihnen jedes Mittel recht. Sie kämpften wie Ungläubige und Bauern, sicher nicht wie wahre Ritter und Adlige.

Dennoch war Vanessa froh auf diese Weise wieder ihren Geliebte sehen zu können, auch wenn es nur für kurze Dauer war. Sie freute sich schon auf das Ende des Krieges, damit die beiden endlich Hochzeit feiern konnten.
 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Archimbald le Moine

Burgund
RS-MOD
Moderator
Beiträge: 3525
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Re:Das Leben in Burgund      09.10.2008 18:10:47 --- 3 Jahre, 4 Monate her  
"Merde alors, diese bayuwarischen Berserker müssen mit dem Teufel im Bunde sein ... schon wieder haben sie einen ernsthaften Angriff abgeschmettert! Wenn sie auch die Hauptlast so scheint es auf dem Rücken der Milizen austragen lassen ... MALVOINSIN WO BLEIBT MEIN WEIN???"

Wütend drosch er auf die ausgebreiteten Karten vor ihn und konnte immer noch nicht fassen, warum es nicht möglich sein sollte Piemont anzugreifen und als endlich der Knappe mit dem Wein erschien bekam dieser eine Backpflaume, weil er es gewagt hatte das gute Getränk nicht rechtzeitig im Becher des Seneschalls gelangen zu lassen. Dieser kannte seinen Herren mittlerweile gut genug um zu wissen, das es nun galt, keinen Schluck des Trunkes zu verschütten als auch keine Miene zu verziehen, was er durch ein wohlgefälliges Lächeln des Albert gedankt bekam.

"Du bist fast soweit Malvoisin, ja das bist du .... nun scher dich raus ... aber lass den Wein hier! Für den Schlag und deine Selbstherrschung bekommst du den Rest des Tages frei, aber schick mir Gardist Bennoit herein, er soll heute deinen Platz einnehmen!"

"Ja Herr, wie ihr wünscht!"

Verneigte sich artig und ging hinaus um den angeforderten Leibwächter hinein zu schicken, froh der schlechten Laune des Seneschalls zu entkommen. Wie anders war diese doch vor einigen Tagen, als sie in den zerstörten Elsass eindrangen und unvorhergesehen die lila Banner mit der Lilie fanden, unter denen sich auch eine gewisse junge Dame befand. Selten sah man den Baron zu Troyes so weich und verletztlich wie in ihrer Gegenwart, auch schämte sich keiner in ihrer Umgebung über die vergossenen Tränen, ob des darniederliegenden Elsass und seiner Blutopfer bayrischer Heimtücke.

Malvoisin musste sich eingestehen, das er seinen Herrn beneidete, denn die edle Vanessa de Montpellier zeigte alle Merkmale einer perfekten Mademoiselle, wie man sie sonst nur aus Liedern der Minnesänger kannte.

Dennoch wurden, sobald das Gespräch auf Hochzeit kam, beide von Melancholie ergriffen, war doch die Befürchtung das einer von ihnen dieses Schlachten vielleicht nicht überleben konnte und übeschattete ihr Glück, auch wenn sie versuchten ihrer Umgebung dies nicht anmerken zu lassen.

So in Gedanken verloren, ging der Knappe in Richtung Tross zu dieser kleinen netten Magd, die zwar keine Schönheit, aber sehr liebevoll war, nicht ahnend wie ähnlich sich Knappe und Herrn im Geiste zeigten.


Archimbald le Moine
Seneschall Burgunds
Baron von Troyes

Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!

 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Archimbald le Moine

Burgund
RS-MOD
Moderator
Beiträge: 3525
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Gedankenspiele      13.10.2008 13:25:34 --- 3 Jahre, 4 Monate her  
Es galt mal wieder gen Savoien anzurennen für die Granden und Chevaliers des Grossreiches, sowie den einfachen Kriegsknechten ... wieder einmal gegen die befestigten Stellungen der bayuwarischen Gebirgsräuber und ihrer italienischen Schergen, die sich nur gegen wehrlose Bauern und Milizionäre trauten, die sie des Nächtens überfallen konnten, ohne Vorwarnung und ohne formelle Kriegserklärung, wie es eben Räuber zu tun pflegten.

Statt dessen kam ihm zu Ohren das sie sich beschwerten über die tapferen Spanier des Santiagoordens, die dem Grossreich, gemäss der Absprache zur Verteidigung, zur Hilfe geeilt waren und sich dem Tross anschliessend statt wie von ihnen angenommen in Marseille in der Ligurie landeten. Er hätte allzugerne die Gesichter der Spanier nach diesem Irrlauf gesehen und doch konnte der Gedanke kein Lächeln in sein Gesicht zaubern, wusste er doch um die Gefahr in der die Heimat seiner Christenbrüder schwebte.

Er wunderte sich langsam worauf der Hirtenkönig wartete, seine Truppen waren an Mannstärke denen des Grossreiches überlegen und er konnte sich keinen Reim darauf machen warum sich die Bayern nur eingruben, nach ihren ersten Raubüberfällen.

Auch hörte man das einige Christen, so man sie denn so nennen konnten, gegen den rechtmässig gewählten Papst auflehnten, nur weil er das Grossreich dank ihres Bestrebens Mitteleuropa vor jeglichen Heiden zu schützen besonders ins Herz geschlossen hatte. Auch schien alles an ritterlichem Ideal den Bach hinunter zugehen, ausser in einer kleinen Enklave names französischem Grossreich und dunkel schien die Zeit für Albert, das selbst die einfachsten Formen nicht mehr gewahrt wurden.

Traurig schüttelte er den Kopf, es gab keinen ehrbaren Streit mehr unter den Edlen, sobald die finsteren Pläne nicht aufgingen, die durch angebliche Angriffe gerechtfertigt wurden, die bar jeglicher Grundlage waren, schrie man um Hilfe in ganz Europa. Es reichte wohl nicht wenn man nur eineinhalbfache Mannstärke auf das Feld brachte, nein es musste wohl das doppelte oder gar dreifache an Männern sein und dennoch rühmten sie sich dann eines fairen Kampfes.

Er spuckte einen Knorpel des Coq au vin aus und seufzte tief ehe er sich einen grossen Schluck des mit Wasser verdünnten Weines, den Rachen runterschüttete. Dies war nicht die Welt die er kannte und schätzte, die Edlen waren mittlerweile so beliebig und schwer zu fassen, da sie sich selbst an ihr Wort nicht gebunden fühlten. Zerknirscht stopfte er sich das dunkle Brot in den Mund, das als Beilage diente und sann über die vergangenen Monate nach und dabei blieben seine Gedanken an den bretonischen Rebellen hängen, denen Burgund wohl auch dieses Dilemma verdankte.

Sie drängten auf eine Revanche für die Lausitz, wollten die Ligurie sich aneignen und dann versuchten sie auch noch den rechtmässigen Souverän der Bretagne zu stürzen und als das misslang, fingen sie an sich über den edlen Duc zu mokieren als Tyrannen, nur weil der sie rechtzeitig ertappte bei ihren schändlichen Plänen und sie mit Stumpf und Stiel in Verbannung schickte, statt sie hinrichten zu lassen wie es sich gehörte. Dies zeigte ihm mal wieder das ein weiches Herz nicht gelohnt wird und es besser ist gefürchtet zu werden!

Denn dann spielten sie, zumindest war der Verdacht in ihm dazu geweckt, den Bayuwaren ihre Pläne zu und behaupteten scheinbar dreist, dies wäre von dem gesamten Grossreich so beschlossene Überfall auf das Gebirgsvolk.

Doch in einem Punkte musste er ihnen zu seinem Bedauern recht geben, er hatte die Freundschaft zu dem Sachsenkanzler Shatlanar überschätzt, waren doch die Worte die aus diesem Reiche in letzter Zeit kamen mit bayrischem Gifte, so drängte es sich ihm auf, durchwachsen.

Er schaute seine halbgegessene Mahlzeit an und schob den schlichten silbernen Teller, den er im Felde zu nutzen pflegte, weg, stand auf ,nicht ohne vorher sein Messer am Leinentuche des Tisches zu säubern, und ging zum Ausgang des Zeltes und schaute verträumt in die Landschaft, seinem Herzen folgend Richtung der Maid Vanessa de Montpellier.

"Ach Weib .... ob es uns je vergönnt sein wird standesgemäss getraut zu werden, wie es sich für einen Edlen Burgunds gehört?" kam es leise von seinen Lippen, was die Wache dazu nötigte nach seinem Begehren zu fragen und ihr nur ein lapidares Abwinken einbrachte.


Archimbald le Moine
Seneschall Burgunds
Baron von Troyes

Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!

 
Letzte Änderung: 2008/10/13 13:31 von Archimbald le Moine.
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Archimbald le Moine

Burgund
RS-MOD
Moderator
Beiträge: 3525
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Ligurie ist gefallen!      14.10.2008 20:59:29 --- 3 Jahre, 4 Monate her  
"ENDLICH!" kam ein Schrei aus dem Zelt des Seneschalls, was seine Wachen und Malvoisin veranlassten hineinzustürzen.

" Endlich wurden unsere Gebete erhört und diesen feigen Übeltätern wurde gezeigt was sie dem Elsass und Savoien antaten. Hier die Ligurie ist endlich gefallen! Mit gleicher Münze heimgezahlt, doch entgegen ihres feigen Angriffes, haben wir sie in offener Feldschlacht bezwungen und ihr Milizen haben ihnen dieses Mal auch nicht den Allerwertesten retten können. Ihre Drohungen dem einfachen Volke haben wohl keine Früchte mehr getragen, denn mit was wollen sie denn noch drohen? Dem Tod teurer Malvoisin? Den haben die einfachen Toren von unseren Rittern schon hundertfach zu spüren bekommen! Während ihre tapferen Herren sich hinter ihnen verschanzten!"

"Herr, ihr Milizen haben unsere Ritter fast alleine bezwungen, man sollte die Gefangenen hinrichten lassen auf das sie nicht wieder gegen uns ins Felde ziehen können!"

"Nein teurer Knappe, das wäre unter unserer Würde, auch hoffe ich das die Soldateska nach ihrem ersten Wüten von den Granden rasch zur Raison gebracht wird. Sind sie trotz allem gute Christen und was bringt uns ein toter Landstrich? Aus dem bekommen wir keine Nahrung und keine Gewinne! Ihr schlachtet doch auch erst ein Rind wenn es keine Milch im ausreichenden Masse mehr gibt. Anders wäre es mit Heiden oder Häretikern ... die müsste man wie Unkraut ausreissen und vernichten, bevor sie das ganze Beet verseuchen."

"Herr, habt dank für diese Unterweisung! Darf ich mich entfernen oder wünscht ihr noch etwas?"

"Hmmmm .... gebt zur Feier des Tages Wein auf meine Kosten aus! Es sollen alles davon abbekommen selbst dem Tross pro Kopf einen Krug voll! Nun dürft ihr Euch entfernen!"

Voller Tatendrang begab sich Albert wieder an die Post und wünschte sich endlich Hilfe für die ganze Auslandskorrespondenz.


Archimbald le Moine
Seneschall Burgunds
Baron von Troyes

Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!

 
Letzte Änderung: 2008/10/14 20:59 von Archimbald le Moine.
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
Zum Anfang gehen Neues Thema
Powered by FireBoarddie neusten Beiträge direkt auf Deinem Desktop erhalten
(+) Notizen:

Nur fuer Premium-Spieler.


Forum
Hilfe
Tutorials
Impressum
AGB
Partner
Anmeldung: 25117
Aktive:         1647
Online:         159
Gasthaus
Caterina di Angelosanto: bedolvosk oder wie das heisst hatten wir aber kurzfristig auch ma
Caterina di Angelosanto: Jup Aktau is unsres
Ileana Hippokephalos: grins
Wladimir Monomach: Und dann haben sie gesungen "I believe I can fly!"
Christian Johannsen: was ist mit mir?
Ileana Hippokephalos: aktau war chasarien