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Vergeltung 14.10.2008 22:21:42 --- 3 Jahre, 4 Monate her
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Der Kriegskanzler Burgunds ritt zusammen mit der Nachhut, die sich aus Truppen Burgunds bildete und das gesamte Großheer absicherte, aus Ligurie ab. Erst wenige Stunden zuvor hatten die vereinten Kräfte die Schlacht gegen reguläre bayerische und italienische Verbände und gegen italienische Milizen gewonnen. Die Führungsriege des Großreiches hatte den letzten Ansturm der Schlacht geführt und die bayerischen Linien letztlich in die Flucht geschlagen und aus einem Gemetzel einen Sieg mit Stahl auf Blut geschmiedet. Eine lange Besatzung hatte man in Ligurie nicht im Sinn, es wurde vielmehr ein Disput geführt, nur statt mit Wörtern durch Schlachten zwischen riesigen Heeren, wie sie Südfrankreich wohl noch nie gesehen hatte.
Die Schmach der Niederlage in Savoie - hier wurde wenigstens eine offene Feldschlacht geführt - und der bittere Verlust des Elsasses an bayerische Kräfte, die durch das neutrale Staufen marschiert waren, war damit ein wenigstens ein Stück weit ausgemerzt. Das Großreich hatte die Initiative erhalten und das Kriegsglück gewendet. Würde noch eine Grafschaft des bayerischen Verbündeten Italiens fallen, wären die Verluste aufgewogen...
Die Gedanken ließen den Kanzler laut aufseufzen. Der Krieg wütete sinnlos, das Großreich konnte sich nur gegen Italien wenden, doch die bayerischen Besitztümer selbst lagen weit ausserhalb der Reichweite. Schließlich lag Staufen zwischen dem Großreich und dem bayrischen Kernland, doch dies war nur in eine Richtung durchlässig - von Ost nach West. Noch in Gedanken in Staufen hingend, kam ein Bote herangeprescht und übergab einen Lagebericht der burgundischen Provinzen. Mit einem sanften Druck in die Seiten des Pferdes ließ der Kanzler das Tier zum Seneschall aufschließen.
"Herr, die Grenzwachen im Norden haben die Meldung abgegeben, dass Heeresverbände Staufens sich in den Grenzgebieten zu Burgund und Franken zusammenziehen. Es scheint, dass uns jeder alte Freund verlässt und sich gegen uns zu kehren plant. Erst die Sachsen, jetzt die Staufer?" Mit diesen Worten überreichte er das Pergament in die Hände des Seneschalls und ließ sich wieder an das Ende des Trosses zurückfallen.
Kurz darauf ertönte ein Signalhorn ein Stück hinter Ithar, ein Kundschafter schlug Alarm. Der Kriegskanzler ließ die burgundische Abteilung auf der Stelle kehrt machen und dreireihige Aufstellung nehmen. Die Linien waren ausgedünnt und um etwas Breite zu gewinnen, war nur eine geringe Tiefe möglich... ein Lanzenansturm würde durch die Reihe hindurchfegen, doch nach der Schlacht sollte den Feinden dazu die Mannkraft fehlen. Die Bayern und Italiener schienen alles zusammengerauft zu haben, was noch halbwegs gehen konnte und setzte den abziehenden Truppen des Großreiches nach, scheinbar in der Hoffnung, einen ungesicherten Tross vorzufinden. Weit gefehlt, es erwartete sie nur kalter Stahl. Auf einen Ruf hin setzte sich die formierte Nachhut in Bewegung, auf den anrückenden kleinen Feindverband zu. Mit den Edelleuten Burgunds zusammen ritt der Kriegskanzler einen lehrbuchmäßigen Flankenangriff, während die Infantrie auf die Linie des Gegners krachte. Aufgrund der unterlegenden Zahl war der Kampf kurz und hart, und die abgekämpfte Nachhut konnte wieder kehrt in Richtung Burgunds machen.
Des Nachts erreichte man das Lager in Savoie, wo die Franken und Bretonen bereits eingerichtet waren. Für die burgundischen Abteilungen war schon alles vorbereitet, selbst für die Speisung hatten die französischen Freunde bereits gesorgt. Müde und abgekämpft nahm Ithar also Platz im Zelt der Heerführer und prostete mit einem dankbaren Lächeln den edlen hohen Herren der Bretagne und Frankens zu.
Morgen müsste man ernstlich besprechen und bedenken, welchen Zweck dieser Krieg noch hätte. Die Bayern selbst müssten sich auch fehl am Platze sein, in Italien, einen Krieg führend, den niemand mehr wollen könnte... während sich das europäische Kernland zerfleischte, könnten sich die Wilden des Nordens oder des Südens oder gar die Muslime die Messer wetzen, bereit und wartend, über die Bastion der Christenheit herfallen zu können.
Pierre von Haran Knappe Burgunds Sohn des Ithar von Haran Großkanzler Burgunds Baron von Auxerrois Lang lebe Burgund, lang lebe der Herzog, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Letzte Änderung: 2008/10/14 22:25 von Pierre von Haran.
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Den feigen Bayern in ihre Löcher folgend 16.10.2008 15:00:44 --- 3 Jahre, 3 Monate her
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" Herr wir haben nun die etwas genauere Schätzungen über die bayrischen Massaker im Elsass und Savoien ... und die Zahlen werden Euch nicht gefallen. Herr das hat nichts mehr mit den Verlusten in einem normalen Kriege zu tun, sie wollten offensichtlich aus Rachsucht ob dessen das ihre Edelleute den unseren unterlegen sind ihr Mütchen an den Bauern kühlen. Herr all Eure Unterweisungen sind so anders als dieses feige, hinterhältige und ganz und gar unritterliche Verhalten dieser ... dieser ... Bestien!" bei diesem letzten Worte, konnte der junge Knappe nicht mehr an sich halten und brach in Tränen aus.
" Malvoisin, ihr dürft gehen, aber lasst mir die Pergamente da auf das ich mir die Zahlen selbst ansehe und .... geht bitte!", kamen die letzten Worte leise aus seinem Mund zu dem in seinem Rücken stehenden Junker, denn er konnte nur mühsam seine Contenance wahren.
Nachdem der junge Malvoisin seine Tränen vor das Zelt brachte, ging der Seneschall unter der Last des Amtes gebeugt zu dem Tisch auf dem die Listen lagen und begann, dort angelangt, zu lesen und mit jeder Zahl und jedem Namen wurde seine Gesichtsfarbe weisser und die Adern traten ihm dunkler auf die Stirn, das es so aussah sie müssten jeden Moment platzen.
Zu unterst lag ein Pamphlet des Räuberhauptmannes Habsburg, das er scheinbar grosszügig auf seinen Ländereinen und das seiner Vasallen namens Italien verbreiten liess und das die vorrückenden Truppen in einem verlassenen Lager der Bayern fand, die wohl wieder ihre Strategie des hinter den einfachen Kriegsknechten verstecken nutzen würden und deswegen schon die Hasenpanier ergriffen.
So entschloss er sich ein Aufklärungsschreiben aufzusetzen in dem er die Fragen dieses Lügenkönigs beantworten und durch Troubadoure in Italien und Bayern, durch ihr Lieder, verkünden lassen wollte.
QUOTE:
Ihr einfachen Menschen Bayerns hört von der Mähr Eures Königs und zuerst vernehmt die Lüge dann die Wahrheit:
Bayern, seine Ritter, seine Bürger, seine Bauern und seine Kinder werden beschuldigt UNEHRENHAFT und UNCHRISTLICH zu handeln.
Dies galt immer Euren sogenanntem Hochadel der dies durch seine Taten untermauerte.
Wie christlich ist es ein kleines Nachbarland mit Krieg zu bedrohen um ihm dessen Land abzupressen? So wie es das ach so christliche Bretagne bei Italien tat.
Dies war ein Disput unter Gelehrten der friedlich beigelegt wurde!
Wie christlich ist es seinen Nachbarn in höchster Bedrängnis die helfende Hand zu verweigern? So wie es die ach so christliche Franken bei seinem Nachbarn den Staufern es taten als der Feind, die Barbaren von den Inseln, vor dessen Türe stand.
Diese Barbaren sind auch Christenbrüder, bei denen unsere fränkischen Brüder stets missionieren und an die wir genauso vertraglich gebunden sind wie an unsere Freunde Staufen. Doch wir stehen bei jedem Vertrag mit unserem Worte ein, etwas was Eure Führungsriege nie lernte und waren immer bemüht diesen Konflikt friedlich beizulegen, wussten das Grossreich doch das Staufen nicht bezwungen werden konnte.
Wie christlich und ehrenhaft ist es zu warten bis ein Feind am Boden liegt oder zu warten bis die Friedensverhandlungen begonnen haben? So wie es das ach so ehrenhafte Burgund es tat als die Wikinger in Europa eingefallen waren.
Seltsammerweise focht in jedem Wikingerkonflikt zuerst das Grossreich an der Seite der Überfallenen, ehe Eure Edlen als genug Länder sich der guten Sache annahmen, aufrafften auch Heere zu senden, just zu dem Zeitpunkt als sie nicht mehr verlieren konnten.
Bei allen diesen Konflikten waren es bayrische Ritter die als die ersten ihr Blut für die Freiheit der anderen vergossen.
Eure Edlen verletzten sich wohl am heimischen Herd und nennen es dann Schlachtenwunden.
Nun meint auch der Papst selbst dass wir ohne Ehre und unchristlich sind und läuft Sturm gegen bayrische Grafschaften.
Diese Garfschaften verbergen Räuber und Hexen, doch statt dem Vatikan zu helfen wurde er mit Hohn und Spott überhäuft.
Den wir sind die ersten gewesen die für unsere Nachbarn in die Bresche gesprungen sind, während andere sich hinter Verträgen versteckten oder die Augen verschlossen wie ein ängstliches Kind.
Dieser Ausspruch zeugt davon das Eurem Herrscher seine Eide und sein Wort nichts bedeuten, denn den französischen Rittern sind sie heilig und deswegen kann man sich darauf immer verlassen.
Bayrische Ritter waren die letzten die die Kampfstätte, wo diese auch immer war, verließen. Mit hoch erhobenen Haupt.
Denn sie kamen immer zu spät zur Schlacht oder liessen ihre Milizen für sich sterben!
Egal wo ihr den Feind trefft, bekämpft ihn und bestraft ihn mit Verachtung. Wir werden den Froschfressern und allen anderen zeigen wie ehrenhaft ein bayrischer Ritter kämpfen kann auch wenn ihm Lüge und Verleumdung entgegen prasseln UND AUCH wenn der Papst selbst deine Hand, schützend über dieses Gesöcks hält.
Der Papst ist unser ALLER Hirte und steht auf Seiten des Grossreiches, sowie auf der Seite Bayerns, obwohl diese ach so ehrenhaften Ritter, das wehrlose Elsass überfielen, von dem neutralen Staufen aus!
Wir werden zusammenstehen, alle wie einer und den Feind schlagen wo er auch auftaucht.
Lasst uns Schwerter schmieden die härter und schärfer sind als die unserer Feinde.
Nun nach ihrem feigen Überfall müssen sie gar gesucht werden diese Streiter die sich immer nur vor dem Grossreich verstecken und lieber ihre guten Schwerter in den Dreck werfen statt sie gegen das Grossreich nutzen.
Unseren Stolz und unsere Ehre.
Die kann man Euch wahrlich nicht nehmen, denn dies wurde von Euren sogenannten Hochedlen schon in die Suhle zu den Schweinen geworfen.
Denn Gott ist mit uns und er segne euch alle.
Und so fand sich noch ein wahrer Satz in dieser Verkündung von Lügen und Falschheit!
Auch darf ih Euch verkünden sollte Habsburg und seine Kanzler, sowie seine Vasallen aus Italien abdanken werden alle Kampfhandlungen sofort eingestellt und das Grossreich wird auf Reperationszahlungen verzichten, wenn auch nicht auf die Ligurie und Piemont.
Er lass nochmals darüber, war zufrieden und doch erschöpft, denn ihm war nciht klar wie man sich und andere dermassen selbst belügen konnte, wie die Führungsriege der Bayuwaren und die Wahrheit so verdrehen.
Nun dies war nicht sein Problem und so widmete er sich wieder lieber dem Schutze seiner Untergebenen, sowie deren Ländereien, als auch dem warmen Hypogras auf dem Tische.
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Letzte Änderung: 2008/10/16 15:22 von Archimbald le Moine.
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Nebelige Ligurie und Gedanken an die Zukünftige 21.10.2008 15:20:03 --- 3 Jahre, 3 Monate her
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Hell schimmerte der Morgennebel und nahm langsam goldene Züge der Sonne an, bevor er sich aufzulösen begann und die Geschäftigkeit des Heereslagers des L´écu de la Bourgogne stettig zunahm. Hier und da sah man Männer im Hemden zu der nächsten Wasserstätte laufen um ihre Morgentoilette hinter sich zu bringen, die Weiber kümmerten sich um den frühmorgentliche Haferschleim, mit Glück durch etwas Obst oder Nüsse an Geschmack bereichert, mit Pech, so empfand es zumindest der Seneschall, mit Fisch oder bar jeglicher Zutat.
Nach dem vergangenen Ablenkungsmanöver in der Savoie, die vielen tapferen Streiter Burgunds das Leben gekostet hatte, aber unabdingbar war um den vereinigten Heeren die Zeit zu erkaufen nachzurücken und die Bayuwaren zu stellen, genoss ein jeder diese friedvollen Tage in der Ligurie um sich von den Strapazen und Leiden zu kurieren.
Die Berichte die er hier abseits der grossen Schlacht erhielt sprachen von einem überlegenen Sieg, wobei sogar von sich auflösenden feindlichen Verbänden die Rede war, die in heilloser Flucht gen Piemont sich zurückzogen.
Aber auch schien ihr Räuberkönig genug Autorität auszustrahlen um einen Grossteil der Heere um sich zu scharen und einen geordneten Rückzug zu organisieren.
So dachte er bei sich:
Möge Gott mit uns sein wenn die Bretonen und Franken ihnen nachsetzen, denn dort werden sie sich wieder hinter den Milizen zu verschanzen wissen und diese hatte er mehr zu fürchten gelehrt als die bayrischen Ritter.
Doch so es Gottes Wille war würden sie endlich einen entscheidenden Sieg davon tragen, wenn nicht würde wieder Unmengen guten Blutes auf den Feldern unnütz versiegen.
"Vater Claude, ich habe gesündigt, indem ich meine Vasallen leiden liess unter dem Joch der Feinde ... werde ich davon je mich reinwaschen können?", ging die Frage Alberts an seinen Beichtvater, der während dieser Gedanken still neben ihn gesessen hatte und seine Brotzeit mit dem Senschall einnahm.
"Mein Sohn in Christi, ihr könnt Euch dadurch keine Schuld aufladen, denn es stand nicht in Eurer Macht dies zu verhindern und nur das schnelle Handeln von unseren Waffenbrüdern und das Eurige, haben Schlimmeres verhindert. Doch Euer Zorn ist eine Todsünde, die um ein vielfaches arger ist als die die ihr Euch vorwerft."
"Nun werter Abé, dann bin bester Gesellschaft, leidet mein grösster Widersacher nicht unter Neid auf unser schönes Reich? Hochmut in dem er meint uns bezwingen zu können? Trägheit, da er nicht mal in der Lage scheint uns formal den Krieg zu erklären? Oder fällt das eher unter Geiz?" bei diesen Worten mussten die zwei Männer leicht schmunzeln, doch der Priester brachte Albert schnell auf den Boden der Tatsachen zurück mit der Frage: "Und was hat dies mit Euren Sünden zu tun?"
Allein der hereinstürzende Knappe Malvoisin, enthob ihn im Moment der Antwort, was dem Senschall nicht ungelegen kam, aus dessen Munde dann hervorsprudelte: "Die edlen Herren mögen mir verzeihen, doch soeben kam ein Bote von bayuwarischen Grafen zu Ravenna, Wilhelm von Waldhaus Hers, er nimmt Eure Herausforderung an und gedenkt sich mit Euch zu messen!"
"Euch werde ich wohl nie Anstand einbleuen Messieur d´Arles oder? Ihr müsst mir verzeihen, verehrter Vater Claude, doch allzulange habe ich auf einen Kampf gegen einen Bayuwaren verzichten müssen und so muss ich mich darum bekümmern rechtzeitig zu dem neutralen Kampfplatz zu kommen!"
Dieser so angesprochene entliess den Seneschall aus dem Gespräch mit einem leichten Winken seiner Hand, woraufhin Herr und Knappe zu ihrem Zelte eilten um sich auf den Wege zu machen.
Wie immer wenn es es darum ging sich in Gefahr zu begeben, sei es auch nur die eines Übungskampfes, so glitt seine Hand an das Medaillon unter seinem Hemde und er dachte wieder an sie, die so stark aber dennoch zerbrechlich schien. Gar lange war nichts mehr seid diesen schönen und doch grausamen Tagen im Elsass an Nachrichten von ihr zu ihm gedrungen.
"Malvoisin, bringt mir später Pergament und Tinte auf das ich der holden Vanessa de Montpellier eine Depesche sende .... und bekommt diesen verliebten Blick aus Eurem Gesicht, wenn von ihr die Rede ist!", fauchte er seinen schuldbewusst dreinblickenden Knappen an, doch dies entgegen seinem Tonfall bei weitem nicht so ernst nehmend, da er zwar Eifersucht durchaus kannte, aber ebenso wusste das sein Knappe lieber sterben würde denn ihn je hintergehen.
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Re:Nebelige Ligurie und Gedanken an die Zukünftige 23.10.2008 14:06:14 --- 3 Jahre, 3 Monate her
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Das Lager wurde recht bald wieder abgebrochen und die Truppen des Großreiches marschierten im Eiltempo von Ligurie und Savoie aus den Bayern und Italienern hinterher, um sie in Piemont zu stellen. Recht kurz war der burgundische Tross, man traf jedoch bald auf die Vorhut der Franken und vereinte sich an einer alten Wegkreuzung noch aus Römerzeiten. Ohne Feindkontakt marschierte man tiefer in das Land hinein, schön war es hier, noch keine Verwüstungen des hin- und herbrandenen Krieges zeigten sich.
Plötzlich kam ein Bote herangeprescht, er hatte sich durch halb Piemont geschlagen und gab eine Alarmmeldung in die Hände des Kriegskanzlers. Bayerische Truppen hatten sich aus dem Heeresverbund gelöst und stünden nun in Tessin, wo nur ein paar Milizen und eine kleine fränkische Abteilung Dienst hatten.
Verflucht! Jeder Mann Burgunds wurde zusammengesucht, der sofort aufgefunden werden konnte und auf Pferden ritt man im Eiltempo nach Norden, um der bald stattfindenen Schlacht in Tessin eine Wende geben zu können, indem man im Rücken der Bayern auftauchen würde. Der Seneschall selbst, der Kriegskanzler und ein Graf stürmten also nach Tessin, die restlichen Grafen waren sonstwo im langen Tross verschwunden und waren nicht auffindbar gewesen.
Auf dem Weg nach Norden traf man auf einen weiteren Eilboten, nun stünden sogar die Polen in Konstanz. Verräter! Alles, was sich östlich des Stauferreiches ansiedelte, schien vom Heidentum, Verrätertum und Feigheit geprägt! Burgund hatte von niemandem eine Kriegserklärung erhalten, und nun standen sogar die elenden Polen auf burgundischem Land! Ein Kreuzzug würde von nöten sein, um Italiener, Bayern und Polen - und bald wohl auch die doppelzüngigen Sachsen - ins reinigende Fegefeuer zu werfen, dieser Verrat konnte niemals vergessen werden.
Dieser anfänglich ritterliche Krieg war auf Seiten der Bayern also längst eskaliert, Ehre wurde abgeworfen und Mittel der Falschheit und Hinterlistigkeit wurden stattdessen verwendet. Während das Großreich für den Anstand und das Ansehen der Christenheit stritt, traf man auf einen immer hilfloseren Feind, dem nun jedes Mittel recht schien, um Erfolge zu erzielen.
Der Bote wurde mit Befehlen fortgesandt und bald erreichte man die Grenze zum Tessin. Die Bayerischen Standarten waren in der Nähe auszumachen und die überlegenden Reihen bewegten sich auf die Formation aus burgundischen Milizen und fränkischen Rittern zu. Es kam zu ersten Scharmützeln, als die wenigen Burgunder sich formierten und zu einem Reiterangriff auf die hinteren Linien der Bayern ansetzten. Man preschte durch die Linien wie durch warme Butter, zahlreiche Soldaten wurden durch Pferde zertrampelt, durch Schwertstreiche und Axthiebe enthauptet, ehe man in der schieren Übermacht stecken blieb und eingekesselt wurde. Wie besessen kämpfte die Führungsriege Burgunds, während die Bayern schon Ketten und Seile heranschaften. Den Herzog und einen Kanzler gefangen nehmen? Zwischen christlichen Völkern? Niemals würde jemand diese Schmach in Kauf nehmen, lieber starb man... doch ein Treffer einer Hellebarde am Kopf des Kanzlers machte den Gedanken ein jähes Ende, ehe man angekettet in einem Zelt aufwachte... der Tessin war verloren, die Bayern hatten den Konflikt durch die Festnahme auf eine weitere Stufe gehoben.
Eines jedoch war sicher, Piemont würde leicht erobert werden, soviele Männer wie die Bayern hier nach Tessin abgestellt hatten... und diese würden kommen und die Bayern jagen, bis man wieder frei war. Es wurde Zeit, dass die bayerische Heimat zu brennen anfing, und nicht die Italiener vorgeschoben wurden...
Pierre von Haran Knappe Burgunds Sohn des Ithar von Haran Großkanzler Burgunds Baron von Auxerrois Lang lebe Burgund, lang lebe der Herzog, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Dunkles Erwachen und bittere Erkenntnis 23.10.2008 14:31:41 --- 3 Jahre, 3 Monate her
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Dunkelheit, verbunden mit Schmerzen war das erste was er nach der Schlacht wahrnahm und kaum öffnete er die Augen schien die Sonne in seinem Hirn zu explodieren. Nach einer geraumen Weile hatte er sich an die Lichtverhältnisse gewöhnt und der Schmerz liess ihn etwas los, so dass er sich umschauen konnte.
Kein Heerlager? Kein Geklirre von Waffen ausser einiger weniger? Das sind schlechte Zeichen Albert!
Leise und schwach rief er nach seinem Knappen: "Malvoisin du Taugenichts, schaffe deinen Arsch endlich bei ... ich habe Durst ... und ich brauche Hilfe beim Aufstehen!"
Plötzlich kam wie aus dem Nichts ein Becher auf seinen Mund zu und er hörte eine Frauenstimme oder vielmehr die einer werdenden Frau: "Er kann Euch nicht hören Herr!"
"Wieso das nicht mein Kind und wer bist du? Wo befinde ich mich und was ist geschehen? Wo ist der edle Kriegskanzler?" kam ein Wortschwall auf die arme Kleine herab.
"Mein Name ist Geraldine und ich bin die Konkubi ... oder vielmehr war die Freundin Eures Knappen!"
"Hat Euch der Tunichtgut etwa in Eurem Zustand fallengelassen...", dabei auf ihre offensichtliche Schwangerschaft anspielend "...ihr könnt versichert sein, er wird sich um Euch zu kümmern haben!"
"Herr tut ihm kein Unrecht, er hatte nie vor mich im Stich zu lassen ... er ....er ....hat sein Leben hingegeben um Euch vor diesen bayrischen Monstern zu retten! Sie scheinen gezielt auf Euch losgegangen zu sein und nur sein Eingreifen ermöglichte es einem Serganten die Zeit zu erkaufen Euch aus der Schlacht zu ziehen. Doch ein Wikingeraxt im bayrischen Dienste liess ihm keine Chance so wurde mir berichtet und so befinden wir uns auf der Flucht .... euer Kriegskanzler und der tapfere Graf Tenerth, sowie einige Ritter schienen weniger vom Glücke begünstigt ! Bisher hat man uns noch nicht entdeckt und es gibt eine weitere schlimme Nachricht, denn der Feind marschiert in Konstanz ein!" und hier konnte sie ihre Tränen, die sie tapfer zurückzuhalten suchte, nicht mehr beherrschen.
"Mein Knappe tot ... das Tessin verloren und nun marschiert auch Bayern, Italien und Sachsen in Konstanz ein ..... wahrlich schlimme Nachrichten""
"Das stimmt so nicht ganz mein Herr ... denn die Sachsen scheinen sich noch da herauszuhalten. Der Pole und die Italiener sinds ... so wurde es Eurem Kanzler berichtet!"
"Geh sei so lieb Mademoiselle und treib mir etwas zu schreiben auf! Es muss nicht viel sein doch genug um einige Depeschen aufzusetzen.... und sagt lebt sie noch?"
"Wen meint ihr Herr?"
"Vanessa de Montpellier ich sah sie niedergehen ... kurz bevor es dunkel wurde!"
Herr im Himmel lass sie heil und unversehrt geblieben sein!
"Das kann ich Euch nicht sagen Herr!"
Eine kurze Weile darauf verliess eben diese kleine Magd das provisorische Lager und stahl sich gen Burgund, nur einige Schreiben, das Siegel des Seneschalls und drei Silberlinge unter ihrem Hemde versteckt.
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Lehrstunde in Demut 24.10.2008 18:49:04 --- 3 Jahre, 3 Monate her
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Diese Demütigung von einem verräterischen Nordmann im Dienste der bayuwarischen Räuber zu seinen eigenen Speisen geladen zu werden, hätten fast seinen Jähzorn die Überhand gewinnen lassen, doch erinnerte sich an seinen Beichtvater Claude, der ihn schon des öfteren angemahnt hatte das seine Stellung nun mehr Zurückhaltung erforderte, denn als Kanzler oder gar als einfacher Ritter.
"Wisset das unser König und seine Getreuen in Sicherheit sind, so benötigen wir euch nicht länger als Pfand. Doch werden wir euch festhalten damit ihr nicht gen Norden reitet um Polen und Italiener von ihrem Spasse abzuhalten! Nehmt mein Wort das euch kein Leid wiederfahren soll, denn ich respektiere euren Einsatz bei der Verteidigung eures Landes. Heute sollt ihr teilhaben an unserer Freude und wohl den bittersten Wein und den fadesten Schweinebraten eures Lebens genießen.", liess der Nordmannüberläufer lauthals heraus.
Worauf seine Männer sich erst nach dem Nicken des Seneschalls an dem, für einen französischen Kochkunst gewöhnten Gaumen, das als Zumutung anmassende Mahl gütlich taten, wussten sie doch das sie bei Kräften zu bleiben hatten.
Albert hingegen nahm nur Brot und etwas mit Wein gewürztes Wasser zu sich, hatte er doch vor, bis zu der Befreiung seiner Männer und sich selbst, zu fasten.
Wieder zurück in seinem Kerker, kniete er sich nieder und betete still zu Gott auf das seine Zukünftige den Klauen der bayuwarischen Schergen entkommen sein mochte und diese ihre gerechte Strafe empfangen mögen, ob der Greuel des Krieges den sie über sein geliebtes wehrloses Heimatland gebracht hatten.
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Re:Das Leben in Burgund 26.10.2008 23:19:11 --- 3 Jahre, 3 Monate her
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Vanessa rieb sich die schmerzenden Gelenke, während sie in ihrem Zelt einige alte Dokumente ihrer Familie überflog. Der ziemlich nutzlose Sohn eines alten Barons, den Vanessa kannte seit sie ein Kind gewesen ist, stellte irgendwelche unglaubwürdigen Ansprüche an ihr Familienlehen. Noch dazu hatte er die Frechheit besessen im selben Atemzug um die Hand ihrer jüngeren Schwester anzuhalten. Würde im Moment nicht der zerstörerische Krieg gegen Bayern wüten... Vanessa hätte ihn wohl schon zum Duell gefordert.
Der Krieg... er kostete Frankreich; und nicht nur Frankreich, sondern auch die feindlichen Länder soviel. Seit Monaten kämpfte man immer um die gleichen Grafschaften, die inzwischen völlig verarmt und menschenleer waren. Die unglaubliche Wut, mit der sich die Kontrahenten bekämpften, verlangte seinen Preis. Vanessa war froh, dass der Papst mittlerweile ein Ende der Kämpfe befohlen hatte. Das französische Großreich würde sich natürlich vollkommen an das Wort des heiligen Vaters halten; hoffentlich hielten dies die Bayern genauso, damit dieser unsägliche Krieg endlich beendet werden konnte. Beide Seiten hatten gezeigt, dass sie tapfere Krieger waren und wohl zu fechten wussten und beide Seiten hatten Verluste erlitten.
Genau wie sie... Es war ihre erste große Schlacht gewesen und auf Grund der Eile, mit der sie zur Verteidigung Tessins reiten musste, konnte sie keine Rüstung mehr anlegen. Doch sie war froh, an der Seite ihres geliebten Albert in die Schlacht ziehen zu können. In seiner mächtigen Rüstung und seinen scharfen Waffen meinte sie den wiedergeborenen Achilleus oder Siegfried aus den antiken Sagen des Nordens oder Griechenland wiederzuerkennen. Doch das Schlachtenglück war den Bayern hold... Sie wurde schwer getroffen und von ihrem Gefolge in Sicherheit gebracht, ohnmächtig und unfähig zu erkennen, was mit Albert und dem Rest der Armee geschah.
Als sie von ihren Damen wieder gesund gepflegt wurde, erfuhr sie, dass er gefangen genommen war und ihr Herz wurde schwer und leicht zugleich... wenigstens war er noch am Leben... Vanessa schüttelte ihre düsteren Gedanken ab und fragte sich wo Gérald blieb; sie kannte ihn seit ihrer Kindheit. Ein unheimlich geschickter und tödlicher Mann, der mehrere Sprachen fließend beherrschte und daher von ihrer Familie seit jeher als Spion eingesetzt wurde. Sie hatte ihn geschickt, um Neuigkeiten aus dem Tessin zu erhalten.
"Mademoiselle de Montpellier?", drang eine schüchterne Stimme an ihr Ohr.
"Ja, Emilie... was ist denn?"
"Herrin... es gibt wieder Grund zur Freude... Tessin ist zurückerobert worden."
"Wirklich?", fragte sie aufgeregt. "Hast du Nachricht von Albert?"
Aus lauter Übermut über die frohe Botschaft vergaß sie jeden Titel.
"Nein, Herrin. Aber ich bin mir sicher es geht ihm gut. Ich bin mir sicher, Ihr werdet bald Nachricht von ihm erhalten."
Die Zofe verließ das Zelt wieder und überließ die junge Ritterin ihren Gedanken. Albert? ... Ging es ihm wirklich gut? Sie hoffte es so sehr und dass sie bald von ihm hören würde.
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Angstschweiss und erneuter Überfall der Italiener 28.10.2008 20:30:40 --- 3 Jahre, 3 Monate her
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Man konnte es förmlich riechen, wie der Angstschweiss den einfachen Wachen auf die Stirne und nicht nur dort trat, als die bayrischen Feiglinge mal wieder einer Schlacht aus dem Wege gingen nur um weitere Verwüstung in seine geliebte Heimat zu tragen.
Doch zurück blieben die zum Heeresdienst gepressten Bauern, die den hereinstürzenden bretonisch-fränkischen Waffenbrüdern nur mehr als Strohpuppe für Fechtübungen dienten denn als Kontrahenten. Der Seneschall hatte kein Mitleid mit ihnen, hätten sie lieber gegen die Eindringlinge weiter kämpfen sollen, statt diesen dienstbar zu sein.
Kaum befreit galt es eiligst neue Befehle zu erteilen und die Verteidigung zu organisieren, auf das der Feind sich die Zähne daran ausbeissen sollte und auch galt es aus den ausgemergelten Gefangenen, die einst stolze Edlen Burgunds waren, aufs Schnellste ein neues Heer zu formieren.
Hernach ging es Schlag auf Schlag und er fand keine Zeit zwischen den ganzen militärisch und diplomatisch bedeutenden Dingen, auch noch an seine Herzensdame zu schreiben, vor allem durch den schmerzhaften Verlust von seinem Knappen Malvoisin d´Arles, war er stärker eingeschränkt als er es je vermutet hätte.
Er würde sich wohl oder übel die neuen Anwärter für diese Aufgabe bei Gelegenheit anschauen müssen, auch wenn ihm dies so gar nicht behagte, so kurz nach dem Tode des Getreuen, der nie die Ritterweihe erhalten hatte.
Endlich als das Heer der Jungritter unter seiner Führung gen Tessin strebte und die Späher berichteten das wiedermals italienische Räuber, den Wunsch seiner Heiligkeit nach Frieden missachtend, auf burgundischem Boden gesichtet wurden, die tapferen jungen Kämpfer unter dem Banner Burgunds sich bereit machten zur Verteidigung, da fand er Zeit und etwas Muse zum aufsetzen einer Depesche an die Maid die sein Herz im Sturme erobert hatte.
QUOTE:
Meine heissgeliebte Vanessa de Montpellier,
Mein Herz schmerzte als ich Euch fallen sah und allein die Ungewissheit nichts über Eueren Gesundheitszustand in Erfahrung bringen zu können, machte mir die Kerkerhaft schlimmer, als es irgendeine Folter je vermocht hätte.
Allzuoft nach meiner Befreiung wollte ich den treuen Malvoisin, ihr erinnert Euch doch noch hoffentlich an den quirligen Bengel, auf die Suche nach Euch senden, doch allein sein Verscheiden auf dem Schlachtfelde für seinen Seneschall verhinderte dies.
Auch so wurde mir zugetragen, das ihr noch am Leben seid und so wollte ich vor der erneuten Schlacht im Tessin Euch wissen lassen, das ich mich auf dem Wege der Besserung befinde, seid diesem unglückseligen Tage.
Desweiteren habe ich nach dieser Schlacht mich entschieden einen nichtchristlichen Leibwächter zu nehmen, sind doch unsere angeblich so guten Christenbrüderreihen der Bayuwaren gespickt mit Nordmännern und ich traue nachdem Überfall ohne formelle Kriegserklärung und das Missachten der Neutralität Anderer, diesem schändlichen Habsburg jedewede Gemeinheit zu.
So dürft ihr Euch etwas weniger Sorgen um die Unversehrtheit meines Leibes machen.
In Liebe schmachtend
Albert de Moustache
Seneschall Burgunds
Aussenminister Burgunds
Baron des verwüsteten Troyes
*Gesiegelt als Seneschall Burgunds, Aussenminister Burgunds und Baron des verwüsteten Troyes*
Nachdem der Bote sich aufmachte das befestigte Heereslager zu verlassen, kniete sich Albert hin und sprach ein Gebet in dem er für alle seine Ritter um die Hilfe der Heiligen bat, bevor er sich die Rüstung anlegte um den Italienern entgegen zu treten.
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Letzte Änderung: 2008/10/28 20:31 von Archimbald le Moine.
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Bievre, Savoien und Piemont 05.11.2008 15:07:59 --- 3 Jahre, 3 Monate her
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Lange war die Schlacht in Bievre her, als nur der edle Graf Radus Dragol und der junge tapfere Ritter Sir Philipp de Dijon, als auch er selbst sowie ein paar Bauern sich gegen die eindringen Italiener stemmten und diese in einem wüsten Hauen und Stechen aufhalten konnten.
Zwei der Feinde wurden zur Abschreckung eingekerkert und der Rest heilte seine Wunden unter leichter Bewachung aus, während Albert auf ein Zeichen aus dem Hause der Königin Italiens wartete, indem sie Angebote für die Freilassung ihrer Streiter unterbreitete, doch sie blieb stumm.
So gerieten die Gefangenen in Vergessenheit, da auch sie kein Ansinnen an den Seneschall sendeten und der Überfall schien sich auf sein Ende zu zubewegen, da der Vatikan endlich einschritt.
Zu einem geradezu vorteilhaften Zeitpunkt für die Bayuwaren, doch so es Gottes Wille war, würde man sich mit ihnen einigen müssen, wie vom Klerus gefordert.
Vergeben, das konnte und wollte er ihnen so leicht nicht, auch wenn er deswegen von seinem Beichtvater Claude des öfteren, genau genommen immer, gemassregelt wurde.
Sehnsuchtsvoll dachte er an seine holde Zukünftige und er hoffte sie schnellstmöglich endlich zum Altare geleiten zu können, doch soviele Unwägbarkeiten lagen noch dazwischen das es ihn schauderte und er wiedermal unbewusst zu seiner Brust griff.
Einer seiner Leibgardisten den man Pierre le Cochon nannte und der seinem Beinamen alle Ehre machte, aber sich für den Seneschall schon des Öfteren in die Schussbahn geworfen hatte und dafür unter anderem nur noch drei Finger an der linken Hand besass, kam herein und meldete:
"Herr, ein fremdländischer Mann ist in die Gefilde Burgunds eingedrungen und niemand der ihn erblickte hat je solch einen Reisenden gesehen. Er muss von Stand sein, träg er doch ein Schwert und angeblich wäre er auf dem Wege zu Euch!"
"Ah ... ja ... genau zum rechten Zeipunkt! Lasst ihm ausrichten ich befinde mich in Piemont und erwarte ihn hier! Und nun schickt mir die Anwärter auf den Knappenposten herein, auf das ich mich nun endlich entscheide!"
Herein kamen junge Kerle von Stand und so mancher schien einfach nicht den Anforderungen gewachsen, doch einer war ihm schon im Vorfeld aufgefallen, da er schmächtig und unterernährt, sich mit einem wahren Brocken anlegte und trotz offensichtlicher Unterlegenheit nicht klein beigab.
Da standen sie nun die jungen Adligen und schauten zum dem kleinen drahtigen Senschall auf und harrten seiner Entscheidung, die über ihren weiteren Werdegang entscheiden würde.
"Du da, nimm mein Schild und meine Axt und trag sie von der Truhe zu mir herrüber!"
Keiner der siebenjährigen schaffte dies ohne das Schild schleifen zu lassen, ausser dem grossen Kerle der seine Mitanwärter um Haupteslänge überragte.
"Du heisst Charles de Boeuf, wenn ich mich recht entsinne. Wäre schon sehr abstrus ein Cochon und einen Boeuf in meinen Reihen zu haben?"
"Ihr nehmt mich Herr?", kam es stotternd über die Lippen des Jungen.
"Nun, da ihr es als einziger geschafft habt meine Waffen zu trage ....!", just da wurde er von einer leisen Stimme unterbrochen, die einwarf:"Verzeiht Herr, ich .... nun ich habe es noch nicht versuchen dürfen!"
Albert drehte sich zu der Stimme um und es wunderte ihn nicht den schmächtigen Jungen dies sagen zu sehen und er musste sich ein Grinsen verkneifen, ob der lustigen Vorstellung den Knaben unter seinem Schild begraben zu sehen.
"Nun, dann zeigt Uns Eure Kraft werter ... wie war noch Euer Name?"
"Herr, Basil de Camargue, ist mein Name!" kam es aus stolzgeschwellter Brust.
"Nun Basil dann nur zu, lass dich nicht aufhalten!" und mit einem Winken wurde dem Buben angezeigt seine Kräfte zu beweisen.
Dieser schnallte sich das Schild ganz im Gegensatz zu seinen Leidesgenossen auf den Rücken und trug die Axt mit beiden Händen. Obwohl man ihm ansah welche Mühe dies ihn kostete gelang es ohne das Waffe oder Schild den Boden berührten.
"Das ist nicht fair, so trägt ein Krieger seine Waffen nicht!"platzte es aus Charles heraus und bekam nach dem strengen Blick des Senschalls sogleich einen roten Kopf.
"Er ist kein Krieger sondern wird erst Knappe und so Gott es will erst hernach Ritter und bis dahin trägt er MEINE Waffen und wie sie zu mir gelangen ist einerlei, solange sie dabei nicht im Dreck landen und auch zeigt er Willen und Geist! Doch sei beruhigt ich werde Euch beiden als Knappen nehmen, denn unser Vater im Himmel meinte es in letzter Zeit gut zu mir und so kann ich mir zwei weitere Hungermäuler leisten. Ihr anderen dürft Euch entfernen und ihr werdet nach Savoien verbracht, wo ihr den Rittern des Heeres vorstellig werdet, allen voran dem Kriegskanzler und nun alle hinweg! Basil und Charles ihr werdet von Pierre eingewiesen! Ich habe zu arbeiten!"
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Re:Das Leben in Burgund 15.11.2008 21:34:32 --- 3 Jahre, 2 Monate her
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Ein Bote erreichte Mephistopheles. Er überbrachte Nachricht von Albert de Moustache.
"Ah endlich. Gebt schon her junger Mann!"
Flink überflog Mephi die Zeilen.
"Hab dank für deine Mühe. Ich wäre dir sehr verbunden wenn du deinem Herrn ebenfalls eine Nachricht überbringen könntest. Ich werde sie schnell aufsetzen, warte bitte so lang. Hier hast du ein paar Silberstücke für deine Dienste."
Mit flinker Hand schrieb Mephistopheles folgenden Brief:
Hochgeschätzter Albert de Moustache,
zu gern würde ich eurer Einladung nachkommen! Doch fesselte mich eine jüngst während meiner Reisen eingefangene Krankheit ans Bett. Und nun, da ich endlich wieder zu Kräften gekommen bin erfahre ich das meinem Reich Nowgorod Gefahr droht. Ihr werdet hoffentlich verstehen,dass ich eure überaus freundliche Einladung ablehnen bzw. aufschieben muss um nun meinen Treueschwur gegenüber Nowgorod einzuhalten. Meinem Land und meinen Leuten gehört mein Leben, ich muss mich daher so schnell es irgend geht zu dessen Verteidigung aufmachen!.
Ich hoffe auf euer weises Verständnis und wäre entzückt, wenn wir in bälde dazukämen erneut ein Treffen zu arrangieren.
Untertänigst und bedauernd
Mephistopheles
"Hab Dank für deine Geduld mein Junge. Hier noch eine kleine Belohnung dafür. Und nun mach dich bitte so schnell wie möglich auf den Weg."
Mephi schaute dem Boten noch wenig nach und machte sich alsbald daran sein neues Pferd Luzifer zu satteln um eiligst in die Heimat zu reiten.
"Oh Gott... diese Krankheit hat an mir gezehrt.. Ich hoffe ich bekomme auf der Reise die Gelegenheit meine Kampfkünste wieder zu erproben. Ich kann Nowgorod derzeit nur mit dem Schwert treu sein also sollte ich besser eine sichere Hand haben."
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