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Re:Das Leben in Burgund 20.11.2008 10:41:19 --- 3 Jahre, 2 Monate her
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Da stand er nun, ein junger Knappe von gerade einmal 15 Jahren. Von den Eltern verstossen und ganz auf sich allein gestellt.
Wehmütig dachte er an seine Kindheit zurück, die er im geborgenen Schosse seiner Familie verbringen durfte. Doch schon einige Monate vor dem 14. Jahr seiner Geburt hatte ihn die Angst beschlichen. Würde sein Vater ihn ebenso aus dem Hause schicken wie den Zweit-und Drittgeboren vor ihm? Gott hatte ihnen kein Mädchen geschenkt, die Mutter hatte lange gebraucht, um darüber hinweg zu kommen, so sehr hatte sie sich eine Tochter gewünscht. Nun war es zu spät.
Auch für Karl war es zu spät, er erfuhr das gleiche Schicksal wie seine beiden älteren Brüder. Er war der kleinste, das Nesthäckchen, mit großem Abstand zu seinem Vorgänger zur Welt gekommen. Die Mutter hatte Tag und Nacht für das ersehnte Mädchen gebettet, doch am Ende sagte die Hebamme: "Wieder nur ein Junge."
"Ich wäre froh wenn ich an deiner Stelle sein könnte." sein ältester Bruder lag in seiner Kammer auf Karls schmaler Holzpritsche, während Karl selbst seine wenigen Habseligkeiten zusammenpackte.
"Ich wünschte ich hätte die Chancen, die du hast, Karl."
Karl schluckte. Er hatte Angst vor den kommenden Aufgaben und ihm wäre es ebenfalls lieber gewesen, hätten er und sein Bruder, welcher später das Hab und Gut der Eltern übernehmen würde, die Rollen getauscht.
Es war das letzte Mal, dass er und sein Bruder sich sahen.
Seine Füsse trugen ihn durch die Lande der Franken, bis er schliesslich in Burgund hängenblieb, einem noch kleinen Reich mit reizvoller Landschaft und noch reizvolleren Frauen, das hatte Karl schnell erkannt trotz seiner noch Jungenhaftigkeit.
Nun stand er vor den Toren der Burg. Moustache hatte gerufen und er war treu und pflichbewusst dessen Befehl gefolgt. Gespannt erwartete er die Ankunft vielleicht eines weiteren Knappen.
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Freunde und kein Friede in Sicht 20.11.2008 21:43:40 --- 3 Jahre, 2 Monate her
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" Diese vermaledeiten Verhandlungen und dies Frechheiten die man sich hier anhören muss ... dann noch den einst so verlässlichen und ehrbaren Stauferkönig Partei ergreifen zu sehen ... oder betrachte ich seine Einwürfe zu einseitig .... aber Taron scheint es ebenfalls so zu sehen .... Wein Knappe .... und scher dich aus meinem Weg!" wurde der so Gescholltene, von dem in seiner Kammer hin und her laufende, als er der Aufforderung nicht schnell genug nachkam, mit einem Tritt in seinen Hinter zur Eile gemahnt.
Kraftvoll stellte er seinen Weinpokal auf der schweren Eichentruhe ab, die ihn stets auf Reisen begleitete und setzte endlich einen Brief auf der schon zu lange seiner Erledigung harrte.
QUOTE: Wertgeschätzter Glavnimuskar Estlands Mephistopheles,
Selbstredend bleibt unsere Absprache unbetroffen und ihr steigt eher in meiner Achtung ob Eurer Treue, so seid sicher das Wir Eurer immer noch zusichern was wir verprachen, stehen wir in Burgund zu unserem Worte.
Bedauerlich nur das ihr so nicht an unseren Turnieren teilhaftig werden könnt und noch mehr bedauerlich das Aufgrund der angespannten Lage mit den bayuwarischen Aggressoren wir Euch kein Heer mitsenden können um Eure Heimat zu verteidigen.
Doch wahrlich ist Nowgorod von vielen Freunden umgeben die Euch hilfreich zur Seite stehen werden und so seid sicher das Unsere Gebete Euch begleiten.
Hochachtungsvoll
Albert de Moustache
Seneschall Burgunds
Aussenminister Burgunds
Baron des verwüsteten Troyes
*Gesiegelt als Seneschall Burgunds, Aussenminister Burgunds und Baron Troyes*
" Bursche bring diesen Schrieb unserem schnellsten Reiter und befiehl ihm den fremden aus dem Osten soweit nachzureiten, bis er ihn eingeholt hat und ihm dieses übergeben. Vorher solle er sich nicht wagen hier blicken zu lassen!"
Kaum ausgesprochen wandte er sich an seinen zweiten Knappen und fragte diesen mit stechendem Bicke:
" Und ihr werter Basil geht zu dem Kardinal Casanovas Unterbringung .... ihr wisst wo diese sich befindet?"
" Nein Herr, doch ich werde mich schon durchfragen."
" Hmmm nun gut ... ihr geht also zu ihm und bittet ihn um eine Audienz, für den Seneschall Burgunds! Nun worauf wartet ihr Knappe?"
Kaum verhallten die kleinen Fusstritte auf dem Flure, gingen seine Gedanken gen Burgund und der dort versammelten Ritterschaft. Viele neu Farben sollten dort zu finden sein und er befehligte Männer deren Gesichter er noch nie gesehen hatte, was für Serganten wohl anging, aber doch nicht bei Edlen und so schweiften er im Geiste weiter zu seiner zukünftigen Braut und griff zu dem Schmuckstücke unter seinem Hemde, wie er es in schwierigen Zeiten immer öfter zu tun pflegte.
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Re:Freunde und kein Friede in Sicht 22.11.2008 21:53:15 --- 3 Jahre, 2 Monate her
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Der Kardinal kam gerade aus den Verhandlungen und sahs in seinen Unterlagen zu, als Ihn eine Nachricht erreichte. Der Bote der sie uebermittelte sah ein wenig veraengslicht, nein eingeschuechtert aus.
Er sprach:
"Eure Excellenz, Kardinal Giacomo Casanova, mein Herr Albert de Moustache, Seneschal Burgunds, Aussenkanzler Burgunds und Baron von Troyes erbittet sich bei Euch eine Audienz."
Giacomo Casanova hob eine Augenbraue
Albert de Moustache, derjenige der eine harte Linie bei den Verhandlungen gefuehrt hatte, derjenige, der keine Moeglichkeit ausgelassen hatte andere zu beleidigen. Derjenige, der cholerisch wie sonst keiner bei diesem Treffen aufgetreten war. Und der vielleicht ein wenig zu viel des guten Weines zu sich genommen hatte, erbat nun eine Audienz? - Vielleicht ist ihm nun manches klarer geworden? Vielleicht wollte er noch einmal ueber manches gesagte oder nicht gesagte reden, vielleicht sogar Beichten.
Giacomo, der meist das gute in den Menschen suchte, schaute den Knappen an und meinte mit einer entspannten Stimme:
"Mein lieber Botenjunge, richte bitte Monsieur de Moustache aus, dass ich es ihn ermoeglichen werde ihn am morgigen Tage nach der Morgenandacht zu empfangen."
Der Knappe verbeugte sich und machte sich in eilendem Tempo fort.
Der Kardinal senkte seinen Blick und widmete sich wieder seinen Protokollen und Korrespondenzen. Ein kurzer Gedanke kam in ihm auf: Konnte es sein, dass Albert seine Schutzbefohlenen schlecht behandelt? Wieder zog er eine Augenbraue hoch. Dann schrieb er weiter.
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Eine private Audienz 23.11.2008 17:16:32 --- 3 Jahre, 2 Monate her
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Albert, seine zwei Knappen im Schlepptau und ein Tempo vorlegend, was diese kaum in der Lage waren einzuhalten ohne von Zeit zu Zeit einen Trab einzulegen, strebte schnurstraks zu der Unterkunft des Kardinals.
Dort angekommen zupfte er seine Kleidung zurecht, schaute seine zwei jungen Begleiter an und war mit ihrem Aufzug zufrieden, hatte er doch unter Androhung von drakonischen Strafen, diesen klar gemacht das sie ihren Herren bei diesem gewichtigen Treffen auf keinen Falle blamieren dürften.
Er lies Charles um Einlass bitten und nach einer kurzen Weile des Harrens wurden sie in die Räumlichkeiten geführt in denen der Kardinal zu empfangen gedenkte.
Wie es sich gehört beugte der einfache Seneschall sein Haupt vor dem Vertreter der Kirche und küsste den Siegelring des Kardinals, nahm hernach auf dem ihm zugewiesenen Sitze Platz und verlor nicht den Schlag eines Augenliedes an Zeit um seine ersten Worte an den hohen Vertreter des Klerus zu richten:
"Eure Exellenz, zuerst möchte ich Euch für Euren Grossmut mich zu empfangen danken und als nächstes, so ihr mir gestattet, meine beiden jungen Begleiter vorstellen, die da sind der wackere Charles de Boeuf und den Euch schon bekannten aufgeweckten Basil de Camargue. Beiden schenke ich mein volles Vertrauen, so das wir vor ihnen reden können ohne auf unsere Worte allzusehr achten zu müssen.
Gestattet mir desweiteren ein kleines Zwischenmahl aus Spezialitäten des Tessins kredenzen zu dürfen!"
Auf einen kleine Wink des Seneschalls deckten die jungen Männer behände zwei silberne Teller als auch Pokale vor die hohen Herren und auf eine grosse Platte in der Mitte. Auf diese wurden aus den Kiepen von ihrem Rücken, verschiedene Sorten Käse, ein Stück kalter Braten, als auch Speck drapiert.
In die Kelche kam, wie sollte es auch anders sein Rotwein aus den Hügeln um Troyes.
"Wertgeschätzte Exellenz, da dies ein Treffen privater Natur ist, möchte ich nich allzuviele Worte über die unsäglichen Verhandlungen verlieren ... auch bitte ich Euch, wundert Euch nicht über den Wein, denn im Gegensatz zu den Teutschen die diesen fast nur unverdünnt trinken, werdet ihr diesen hier stark mit Wasser versetzt vorfinden, so das er vielleicht nicht Eurem Geschmack entspricht, aber dennoch würde ich Euch empfehlen esst, nach dem ersten Schlucke der Begrüssung, erst einmal von den fetten Speisen auf das ihr einen klaren Kopf behalten möget!"
Hier umspielte ein Lächeln die Lippen des Burgunders, an deren Rändern sich doch einige Sorgenfalten den Platz streitig machten mit den wenigen Lachfalten.
Dem "A votre santé!" folgte ein Schluck aus dem Pokale und dann ein beherzter Griff zu dem Braten der danach einen kleinen Teil seines Volumens einbüsste, so das ersichtlich wurde das die Speisen gefahrlos zu konsumieren waren.
Während er mit Pfriem und Messer zuwege war um dem Stück zu Leibe zu rücken fing er wieder zu sprechen an:
"Ich habe eine Bitte an Euch, die vielleicht unpassend scheint, doch schon lange ihrer Erfüllung harrt! Denn ganz im Gegensatz zu manchen Behauptungen, war ich, bevor wir zum Kampfe gezwungen wurden, gerade dabei die von meinem damaligen Lehnsherr, dem edlen Grafen zu Tessin Paiste, gestellte Aufgaben zu erfüllen, auf das ich die liebreizende Mademoiselle Vanessa de Montpellier zum Altare führen darf.
Nun ist dies schon eine Weile her wie ihr sicherlich wisst und die holde Maid, wartet immer noch auf die Trauung und ich kann mich glücklich schätzen das sie noch keinen anderen erwählte.
So wollt ich diese Zeit der Verhandlung nützen und sie vor Gott endlich zur Frau nehmen zu dürfen .... und hier kommt ihr zum tragen, denn da nicht wie geplant die Hochzeit zu Burgund oder Rom vonstatten gehen kann, würde ich ihr doch gerne eine von einem der höchsten Würdenträger der katholischen Kirche initiierte Hochzeit schenken. Wollt ihr mir dies ermöglichen?"
Hier schaute er dem Kardinal aus seinen glasklaren blauen Augen ins Gesicht und versuchte eine Regung dort abzulesen, während er sich um Contenance bemühte ob dieser Anspannung die ihn erfasste.
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Letzte Änderung: 2008/11/23 17:18 von Archimbald le Moine.
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Re:Eine private Audienz 03.12.2008 22:21:50 --- 3 Jahre, 2 Monate her
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Der Kardinal zog seine linke Augenbraue etwas in die Hoehe, dann sprach er:
Sehr geehrter Albert de Moustache,
es freut mich, dass Ihr mir es ermoeglichen wollt Euch zu Trauen, jedoch muss ich gestehen, dass Ihr Euch, wenn Ihr diesen Akt mit mir als Vermittler zu diesem Sakrament haben wollt, etwas laenger gedulden muesstet, jedoch waere es auch moeglich, dass wen Ihr in grosser Zeitnot waeret Joliet die Trauung vollziehen.
Dann schaute er Albert an um seine Reaktion abzuwarten.
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Die Wahl des Pristers 03.12.2008 23:41:17 --- 3 Jahre, 2 Monate her
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"Wertgeschätzter Kardinal Giacomo, so ihr Euch davon nicht beleidigt fühlt werde ich gerne auf den werten Joliet zurückgreifen, da ich doch in ein Alter gelangt bin in dem meine Linie durch Erben erhalten werden muss und so unsere Feinde mich im Felde erschlagen, keiner bereitstünde!
Wie die jüngste Vergangenheit zeigte ist die Gefahr weit grösser als ich je für möglich hielt und der Heidenlindwurm mit seinen tausend Köpfen regt sich nicht nur ..... nein er beisst wild um sich! Doch statt auszureiten und diese zu bekämpfen, sind unsere Krieger gezwungen ihre Schilde gegen nahe Feinde zu erheben!
Bisher hat unser Vater im Himmel und seine Heiligen mein Leben verschont, doch alleine er weiss wann er mich abberufen wird! So will ich mich aufmachen und die holde Maid freien wie es sich für einen wahren Rittersmann gebührt! Ihr verzeiht mein schnelles Verschwinden und seid Euch meines Dankes für diese grosszügige Audienz gewiss!"
Hier erhob sich der Seneschall von seinem Platze neigte sein Haupt und wollte den Ring des Kardinals küssen, bevor er sich zur Türe begab.
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Letzte Änderung: 2008/12/03 23:42 von Archimbald le Moine.
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Ehrloses Gesindel und Eidbrecher 05.12.2008 23:23:43 --- 3 Jahre, 2 Monate her
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Langsam zog die Lanze des Herzogs hinaus aus Piemont und der Senschall saß immer noch etwas schwächelnd im Sattel.
Nun da die Meldereiter sich um die Gäule stritten, damit ihre Botschaften schnellstmöglich zum Ziele gelangten, ergab sich ein immer klarer abzeichnendes Bild.
Die Verhandlungen hatten dem Sachsenabschaum und den Bayuwarischen Kuhhirten nur dazu gedient ihre durch Schlachten aufgelösten Heere neuzuformieren und weiteren Entsatz heran zuführen, um dann just nachdem diese positioniert in Burgund einmarschieren zu lassen. Er betete zu Gott, das ob solcher Falschheit seine Lenden lieber vertrocknen sollten und er an Koliken verrecken möge, als das er zu solchen niederen Mittel je greifen würde.
Sie traten die Ehre des Papstes Coellestin des Ersten, die des Stauferkönigs Chris Deso und des Kardinals Giacomo Cassanovas mit Füssen indem sie dies taten und einzig Verachtung hatte Albert für solch niedere Geisteshaltung übrig.
Selbst seiner geliebten Herzensdame konnte er keine würdige Hochzeit bieten, sondern sie mussten sich von seinem Beichtvater Claude in dieser kleinen Kappelle trauen lassen, denn es stand zu befürchten das sie sich nie wieder sehen würden.
Es war ein schöner goldener Novembermorgen gewesen und doch trotz des kleinen bescheidenen Rahmens lag etwas magisches in der Luft, das diesen Tage verzauberte.
Auf seinen Knien schwor er ihr diese Heirat ihrer würdig mit dem dazugehörenden Pomp zu begehen, wenn sich die Gelegenheit ergab gar in Rom!
Versonnen hing er auf dem Gaule diesen Gedanken nach auf dem Wege zu dem nächsten Burgunderheere!
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Letzte Änderung: 2008/12/05 23:24 von Archimbald le Moine.
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Ein Liebesbrief und auch noch ans Eheweib! 13.12.2008 23:20:57 --- 3 Jahre, 1 Monat her
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QUOTE: Geliebtes Eheweib Gräfin Vanessa de Montpellier,
Es schmerzt mich noch immer Euch nicht die standesgemässe Hochzeit habe schenken zu können, doch mein Versprechen dies nachzuholen bleibt weiterhin bestehen. Wie geht es unserer Tochter, könnt ihr mir mehr von ihr berichten?
Wir hetzen hier den Bayern Schlacht um Schlacht hinterher und zurzeit befinden wir uns in Konstanz, doch das bayuwarische Heer hat sich dem Kampfe entzogen, was durchaus die vernünftigste Handlung war die sie machen konnten.
Nur die armen Bauern, die sie in den Heeresdienst pressten, werden uns gegenüberstehen und hinweggefegt werden!
Doch dies alles ist nicht wichtig, einzig die Feinde aus meinem geliebten Burgund hinauszuwerfen und ihnen ihre Feigheit mitsamt dem Herzen aus dem Rachen zu reissen zählt.
Euch bitte ich achtet auf Euch auf das Ihr gesund und wohlbehalten zu mir zurückfindet, meine Herzensdame deren Licht schöner strahlt als die Sonne bei ihrem Aufgang.
Was wäre mir denn ein unversehrtes Burgund wert könnte ich es nicht mit Euch teilen, mein Herze würd zerspringen hätte ich je den Zwang zwischen Euch und diesem zu wählen.
So bete ich jeden Tag für Eure Sicherheit und flehe die Heiligen um Eure Unversehrtheit an.
Geliebtes Weibe, gar viel möcht ich Euch erzählen doch meine Knappen und die Bediensteten weisen mich darauf hin das wir weiterziehen müssen.
In unverbrüchlicher Liebe verbleibend
Albert de Moustache
Euer Ehegemahl
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Re:Ein Liebesbrief und auch noch ans Eheweib! 16.12.2008 10:07:15 --- 3 Jahre, 1 Monat her
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Kurz nachdem der Tross im Tessin angekommen war und das herzögliche Zelt errichtet war, in dem noch immer nur der Seneschall genannte Edelmann Albert de Moustache Unterkunft fand, wurde Ithar von Haran hereingelassen.
Er begrüßte Albert mit einer Verbeugung und dazu mit einem verschmitzten Lächeln.
"Ehre und Ruhm euch, mein Seneschall", sprach er, und blieb beim förmlichen "Sie", da eine Leibwache anwesend war.
"Erlaubt die Frage eures altbewährten Kanzlers, habt ihr endlich die Entwürfe von Philipp und Estefania zur neuesten Aufgabenstellung erhalten? Mir ist bewusst, dies ist eigentlich kein Thema für den Krieg, doch den werden wir noch die nächsten zig Monate haben.. drum verzeiht, dass ich es anspreche.
Ich fühle mich bald nutzlos, in unserem eigenen Volk gehorchen mir die Mannen, kennen sie doch meine Verdienste der Vergangenheit, doch nach außen wirken vermag ich nicht. Doch danach dürstet es mir, und gerade in diesen Zeiten denke ich, dass auch euch ein Kanzler, dem ihr bereits lange Zeit vertrauen und auf den ihr jederzeit bauen konntet, wieder sehr dienlich sein könnte. Darum möchte ich auf mein Selbstvertrauen und auf meine Taten rückblickend und dennoch voller Demut euch darum ersuchen, entscheidet euch rasch, ob ihr noch auf die scheinbar uninteressierten jungen Getreuen Burgunds warten wollt. Ich stehe euch hier und jetzt zur Verfügung. Auch biete ich euch an, die Aufsicht zu führen über die beiden Kanzler Balsamo und Paiste und, da ich euch schon lange kenne und schätze, als Vertretung eures Wortes zu sprechen und zu handeln als Großkanzler des Reiches, wenn ihr nicht nah genug für eine Entscheidung seid.
Gott ist mein Zeuge, dass ich im Dienste unseres Volkes und in eurem Namen den rechten Pfad nicht verlassen werde und mein Leben hingebe für euch, eure Ehre, für den wahren Glauben und für das Wohlsein unseres Volkes! Ich erbitte euch, lasst mich euer Auge, Ohr und Mund zugleich sein."
Ein kurzes Nicken schloss den Monolog ab und die freundlichen Augen blickten mit einem Hauch verunsicherten Blinzelns in das Gesicht des leidgeprüften Seneschalls.
Pierre von Haran Knappe Burgunds Sohn des Ithar von Haran Großkanzler Burgunds Baron von Auxerrois Lang lebe Burgund, lang lebe der Herzog, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Letzte Änderung: 2008/12/16 10:09 von Pierre von Haran.
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Grosskanzler oder nicht nicht? 16.12.2008 16:03:05 --- 3 Jahre, 1 Monat her
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Etwas überrascht durch den Wortschwall des Edlen Grafen zu Dijon Ithar von Haran, blinzelte der Seneschall den Neuankömmling erst an, ehe er nach einer geraumen Pause in schallendes Lachen ausbrach.
Nach dem das Beben in dem schmächtigen Körper abebbte, erhob er sich, gab dem ehemaligen Kriegskanzler einen Wink auf das er ihm folgen und mit einem Blick der Wache zu verstehen das sie sich nicht zu nahe heranwagen solle.
Mit einer weitausholenden Geste zeigte er, ausserhalb des Zeltes, auf die sie umgebende Berge:
"Werter Ithar, du weisst das ich immer deinen Rat einhole wenn es um Unser Burgund geht, doch wen soll ich befragen, wenn du einen Wunsch diesbezüglich hast? "
Hier schaute er dem alten Weggefährten ins Antlitz und musste dazu etwas nach oben schauen, denn durch Körpergrösse zeichnete der Seneschall sich nicht aus.
"Wohl einzig unsere Ritterschaft kann sich hierzu äussern! Doch eines kann ich Dir verraten, einer der Mitbewerber hat schon zu Deinen Gunsten verzichtet und so ist nur noch eine junge Maid im Rennen! Wir werden die Edlen zu Eurer Ernennung befragen ... doch scheint es als würde Burgund, durch den Krieg und die daraus resultierende Verluste an Rittern weitere Umbrüche ins Hause stehen!"
Ein Seuftzen brach sich seinen Lauf und zeigte unter welcher Anspannung der Seneschall stand und welch Kummer auf seiner Seele lastete.
"Ich höre wieder die Vorzeichen des Krieges in unserem Lager ... heute wird es endlich wieder ein Aufeinanderprallen zwischen uns und den Bayern geben, die abermals mein Lehen geplündert haben. Zum drittenmal wenn ich mich nicht verzählt habe .... scheinbar gefällt ihnen mein Weinkeller. Möge sie daran ersticken!"
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Letzte Änderung: 2008/12/16 16:03 von Archimbald le Moine.
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