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Re:Grosskanzler oder nicht nicht? (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Re:Grosskanzler oder nicht nicht?
 
Pierre von Haran

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Re:Grosskanzler oder nicht nicht?      16.12.2008 20:12:25 --- 3 Jahre, 1 Monat her  
Ein Lachen, noch dazu ein schallendes, war das Letzte, was der alte Recke von seinem Herrscher erwartet hatte, doch war es besser als Tadel oder Strafe, denn es war ein ehrliches Lachen. So gab er sich ganz dem Zuhören hin. Auf das Seufzen und das Enden des kurzen Monlogs des Seneschalls hin legte er ihm die rechte Hand auf die Schulter.

""Endlich" sagst du, doch wenn ich die Berichte der Späher lese... dann vergeht einem fast die Zuversicht. Nur die Truppen dürfen es nicht merken...", nun seufzte auch er. "Und für nichts Schönes ist Zeit und Gelegenheit als für Märsche, Schlachten und hausen in kalten Lagern... Doch nichts stößt uns um, nicht wahr? Schließlich hofft das Volk auf uns! So übe ich mich in eifriger Geduld und erwarte das Urteil deiner Ritterschaft. Lässt du mich einen der Reiterflügel führen? Ich vermisse es, und Kanzler Paiste wurde nicht mehr im Tross gesehen, genausowenig wie dein zweiter Kanzler. Gib Siegfried die Infantrie und mir den linken Flügel und scharre du die besten Mannen auf der rechten Seite um dich!", endete er seine Ausführungen, den Blick schon wieder in die weite Ferne gerichtet, während die linke Hand Schlachtformationen in die Luft zeichnete.


Pierre von Haran
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Letzte Änderung: 2008/12/16 20:15 von Pierre von Haran.
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Archimbald le Moine

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Re:Grosskanzler oder nicht nicht?      16.12.2008 20:47:57 --- 3 Jahre, 1 Monat her  
"Ja, 'endlich' Ithar und selbstredend wirst du den Flanke befehligen dürfen .... auch werden wir alles auf eine Karte setzen und alle Reiter auf einer Seite massieren! Unser Leben liegt in Gottes Hand!"

So drehte sich der kleine Seneschall wieder um und liess sich von seinen Knappen die Rüstung anlegen, um ein weiteres Male den Tessin zu befreien.


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Pierre von Haran

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Tage der Befreiungskriege      16.12.2008 22:08:35 --- 3 Jahre, 1 Monat her  
Siegreiche Schlacht um Tessin

Tief war die massierte Reiterei in die bayerischen Verbände hineingestoßen. Listig hatte Ithar die Reiterei zwar an zwei Flügeln aufgestellt, doch ritt der rechte Flügel vor den eigenen Linien auf die linke Seite und so fand der Angriff geballt auf einer Seite statt, während sich die Infantrielinien gleichzeitig ausdünnten und in die Breite zogen.

Entgegen der Befürchtungen standen auf Feindesseiten jedoch nur Jünglinge und keine gepanzerten Veteranen, so dass der Angriff der Panzerreiter verheerend war und dem Nahen der Apokalypse für die Bayern in nichts nachstand. Die Leichen der Bayern wurden durch die Wucht des Aufpralls von der Brust von Ithars Ross zermalmt. Gurgelnd hauchten die Opfer ihr Leben aus, andere spuckten Blut oder lösten sich geradezu in Blutfontänen auf, als jeder Knochen ihres Körpers unter dem Druck der Reiterei barst. Eine grausige Schneise der Verwüstung wurde durch die Flügelreiterei gerissen, man hatte die Linien doch tatsächlich einmal durchritten.... Nun hieß es das Tier zu wenden und erneut anzustürmen...

Eine knappe Stunde später.


Das einst silbern gepanzerte Ross und der einst silberne Krieger auf seinem Rücken im blau-gelben Wappenrock hatten noch einige Schleifen über das Schlachtfeld gedreht und waren noch manchem Bayern hinterhergeritten, der sich todgestellt hatte und nun dumm genug war, aufzustehen und fliehen zu wollen, anstatt sich zu ergeben. Kalter Stahl spendete Gnade, als die Köpfe die Verbindung zu ihren ehemaligen Körpern verloren.

Stille lag über dem Schlachtfeld, nur ab und zu das Krächzen von Raben, die sich an den Leichen labten. Viel menschliches war nicht mehr zu erkennen, dort wo der linke Flügel, Ithars Reiterei, gewütet hatte.

Blutüberströmt kehrten Ross und Reiter ins Lager zurück. Blendia hatte ihm neulich ihr Zelt gezeigt und er sah es von hoch oben auf dem Pferd. Langsam trabte das Tier darauf hinzu, Ithars Knappe im Schlepptau, der darauf wartete, dem Grafen vom Ross zu helfen, sollte dieser es wünschen.

Der Knappe würde einige Arbeit haben, das bayerische Blut von den Pferden zu waschen. Auf dem Rückweg gönnte er sich noch einen kurzen Umweg zum Lager des Seneschalls und rief nach ihm. Kurz darauf landete das Abzeichen des toten bayerischen Hauptmannes vor dem Zelt im Gras des Seneschalls und der Wüterich ritt in Richtung seines Zeltes.


Pierre von Haran
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Pierre von Haran

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Re:Tage der Befreiungskriege      18.12.2008 12:55:17 --- 3 Jahre, 1 Monat her  
Man war dabei, das Lager in Tessin abzubauen, als ein Eilbote heranpreschte. Bevor ihn jemand aufhalten oder fragen konnte, welche Kunde er brachte, ritt er an jedem vorbei. Ithar rannte hinterher und erreichte kurz nach dem Boten das Zelt des Seneschalls und trat herein. Der Bote hatte gerade seine Begrüßung beendet und begann zu sprechen. Entsetzen erfüllte die Gesichter des Seneschalls und seiner Getreuen, als man erfuhr, dass die Frankenheere in Appenino vernichtend geschlagen wurden. Sie würden zurückfluten nach Ligurie, doch der Feind sei ihnen auf den Fersen, wenn überhaupt, hätten sie dort nur wenige Stunden, um sich neu zu formieren und zur Verteidigungsschlacht aufzustellen.

Dies war alle Pläne die Nordfront betreffend über den Haufen, jetzt hieß es, nach Süden jagen! Augenblicklich wurde das Signal geblasen - Fertig zum Abmarsch! Die Zelte würde ein verkleinerter Nachhutstross abbauen und hinterherbringen müssen, die Kampfestruppe würde nur mit Bewaffnung und knappem Proviant marschieren.

Nach wenigen Minuten ritten die ersten Reiterverbände unter Ithar gen Süden und überholten alsbald die ersten marschierenden Infantrieformationen. In Gedanken hing Ithar bei den Kräften der Bayern, Sachsen und erneut der widerlichen Polen. Der Bote sprach von einem vereinten Heer, dass die Masse Burgunds bald um das fünffache übertraf. Man musste versuchen, zu den ebenfalls nach Süden marschierenden Bretonen aufzuschließen... dann drängte sich eine ganz und gar unerwünschte Vision in den Vordergrund: ein brennendes Savoie und Truppen des Großreiches, die geschlagen in alle Richtungen auseinanderstoben.

Gelang es nicht, den Feind in Savoie zum Halten zu bringen, wäre alles verloren. Den machtgierigen Feinden wäre ein innehalten und das Spenden von Gnade kaum noch zuzutrauen, ihre Falschheit haben sie oft genug bewiesen.

Savoie oder der Tod...


Pierre von Haran
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Vanessa de Montpellier

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Re:Tage der Befreiungskriege      19.12.2008 22:54:10 --- 3 Jahre, 1 Monat her  
Endlich, nach endlosen Wochen; Vanessa kam es wie Jahren vor, gab es einmal eine kurze Unterbrechung in den schweren Kampfhandlungen in Italien. Sie war ausgelaugt und völlig übermüdet, als sie in ihr Zelt kam. Sie waren bis Ravenna vorgestoßen, mussten sich dann aber auf Grund der unheimlich hohen Gegnerzahl zurückziehen. Die Bayern und Sachsen schienen alles ins Feld geworfen zu haben, was sie hatten; ihre Anzahl war ungeheuer, aber nicht ihr Können. Vanessa war sich sicher, dass das Französische Großreich siegen würde.

Sie griff nach Feder und Pergament und begann an Albert de Moustache zu schreiben, darauf hoffend, dass ihn diese Zeilen erreichen würden.

"Geliebter Albert,

Zunächst bitte ich Euch um Verzeihung, dass ich Euch jetzt erst schreibe, doch die Kämpfe der letzten Zeit haben mir keine Zeit gelassen. Dafür kann ich Euch vom wunderschönen Anblick der Adria berichten, den ich durch die konstanten Angriffe der Bayern leider nur kurz bewundern konnte. Aber es war unglaublich schön.

Unserer Tochter geht es nach meinem letzten Wissenstand sehr gut. Ich habe sie und meine Zofe auf mein Lehen bringen lassen, weit ab von der Front und vom Schrecken der Kämpfe. Es sind dies Dinge, die ein Kind so früh noch nicht sehen sollte und es ist nicht sicher... nicht so lange wir die Bayern und Sachsen wieder hinter die Alpen getrieben haben, wo sie hingehören.
Der Krieg nimmt gar schreckliche Züge an und die Zahl der Gegner scheint ins Unermessliche zu gehen; jedoch verzweifle ich nicht. Weiß ich doch, dass sie uns an Kampfgeschick nicht ebenbürtig sind.

Macht Euch um die standesgemäße Hochzeit auch keine Sorgen. Eine kleine Trauung in einer Kapelle ist alles, was sich eine Frau wünschen kann, wenn es nur der richtige Mann ist. Und für standesgemäße Hochzeiten oder Turniere ist genug Zeit, wenn wir wieder in Frieden leben und das Vaterland nicht von gefährlichen Barbaren bedroht wird.
Ich hoffe es geht Euch gut und ich finde Euch bald bei bester Gesundheit wieder.

Ich verbleibe in Liebe

Vanessa de Montpellier
 
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Archimbald le Moine

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Zu grosser Ehrvorschub?      21.12.2008 20:08:35 --- 3 Jahre, 1 Monat her  
Der Seneschall schritt wie ein gefangener Löwe im Zelte hin und her, die neuerliche Korrespondenz mit dem Räuberkönig im Kopfe.

War es richtig auf dessen nichtvorhande Ehre zu vertrauen? Doch sollten dafür seine Mannen weiter leiden? Doch keiner von ihnen hatte um eine Audienz mit einem Granden Burgunds ersucht und um eine Entlassung auf Ehrenworte gesucht!

Wie einfach waren da doch die Nordmänner gewesen! Stur und stolz, zu ihrem gegebenen Worte stehend!

Sie standen zu ihrem Überfall und den daraus resultierenden Reaktionen des Grossreiches, doch anders Italien, Bayern, Sachsen und Polen, die nun gar versuchten sich als arme Opfer darzustellen.


Um sich auf andere Gedanken zu bringen las er lieber wieder den Brief seines Eheweibes und nahm sich fest vor schnellstmöglich ihr zu antworten, doch just zu diesem Zeitpunkt, fand der keine Ruhe und griff wie so oft an seine Brust.

Dank meiner klugen Frau, befindet sich unsere Tochter in Sicherheit, was zumindest mir dies Last von den Schultern nimmt.

Nach diesem letzten Gedanken, schritt er hinaus aus dem Heereszelte, rief seine Knappen und lies sie vor seinen Augen ihre Übungen absolvieren.


Archimbald le Moine
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Letzte Änderung: 2008/12/21 20:14 von Archimbald le Moine.
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Pierre von Haran

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Re:Zu grosser Ehrvorschub?      27.12.2008 10:47:07 --- 3 Jahre, 1 Monat her  
Der Krieg hatte schon einige weitere Schlachten und Wochen länger gewütet, doch nun herrschte größtenteils angespannter Waffenstillstand zwischen den Agressoren aus Osteuropa und den Verteidigern des Fränkischen Großreiches aus Mitteleuropa.

Der Seneschall ward nach Rom gereist und dort, so verlautete eine vom Boten überbrachte Nachricht, heil angekommen. Ohne dreiste Einkerkerung, wie es die Höchsten Edlen der Bretagne und der Franken ereilt hatte. Ithar konnte sich endlich wieder einem Heere anschließen.

Ehe er den Boten wieder nach Rom abziehen ließ, übergab er ihm eine Nachricht.

"Hoher Seneschall,

ich danke Gott, dass du wohlbehalten und ohne nähere Bedrängnisse in der heiligen Stadt angekommen bist. Der Waffenstillstand hält an der Grenze von Savoie und Tessin, dort stehen uns wohl alle Sachsen gegenüber. In Konstanz steht noch immer ein italienisches Heer und trotzt dem Befehl des Papstes, dass jedes Heer sich auf ihr eigenes Territorium zurückzuziehen habe. Wir halten die Mannen ruhig, doch ich würde den italienischen Heerführer gern daran erinnern, dass ihm ein Rückzug gut stehen würde, oder wir ziehen unser Schwert. Die Bayern sind abmarschiert und stehen in Graubünden.

Gibst du mir die Erlaubnis, noch immer als Graf mit dem Kanzler der Italiener in Korrespondenz zu treten oder befehle es vielleicht Kanzler Paiste. Ehe man uns Wortbruch vorwirft, weil wir die Italiener mit einem beherzten Tritte in deren Hinterteil aus Konstanz werfen, würde ich ein Versuch der Worte vorziehen.

Die besten Wünsche für die Verhandlungen in Rom und Gottes Segen für die Abgesandten des FG. Auch die herzlichsten Grüße an den hohen König Taron und Herzog PTTS.

In Treue,

Ithar von Haran
Graf zu Dijon
Heerführer in Konstanz
Kanzler außer Dienst


Pierre von Haran
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Gachmuret

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Das Leben in Burgund      09.05.2009 20:48:08 --- 2 Jahre, 9 Monate her  
Inzwischen war Gachmuret an das Leben als Jungritter in Burgund einigermaßen vertraut.
Der Tagesablauf war geregelt, es gab viel zu tun und viel zu lernen. So erübrigten sich Gedanken an Vergangenes, Grübeleien über Zukünftiges. Es hatte seinen Vorteil, nur von einem Tag zum nächsten zu denken.
Heute nun stand eine erneute Lehrstunde an. Die schönste und mächtigste Frau Burgunds hatte ihn zu einem Übungskampf gebeten.
Das Ziel des jungen Mannes konnte nur sein, so wenige Schläge wie möglich abzubekommen. Zwar war ihm sein Kampfstab nicht mehr völlig fremd, auch weil er, nüchtern betrachtet, ja nicht sehr viel anders zu handhaben war als ein x-beliebiger Ast vom Wegesrand (sein Fechtlehrer freilich machte da viel Aufhebens von, nach ihm zu urteilen, gäbe es wohl keinen vernünftigten Grund, ein Schwert zu benutzen, wenn man einen Kampfstab benutzen konnte) - doch gegen die Gräfin und ihre Hellebarde würde er wohl auf verlorenem Posten stehen.
Also hieß es, Ausweichtechniken zu üben. Auch dies konnte ja von Nutzen sein...

Und nun doch voll etlicher Gedanken, wenn auch nur zum bevorstehenden Tage, begab sich Gachmuret zur Ruhe.
 
Letzte Änderung: 2009/05/09 20:48 von .
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Gachmuret

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Re:Das Leben in Burgund      13.05.2009 08:02:30 --- 2 Jahre, 9 Monate her  
Sehr nervös stand Gachmuret am nächsten Tag auf dem Übungsplatz.
Und er fühlte sich keineswegs ruhiger und entspannter, als er seine Gegnerin herannahen sah. Angetan mit Helm, Kettenhemd und Beinschutz, dazu ein roter Wappenrock samt ebenso gefärbten Umhang, dazu eine beeinduckende Hellebarde - Gachmuret assoziierte sofort die sich verkriechende sprichwörtliche Maus.
Doch es half nichts, er hatte die Forderung angenommen (wie hätte er auch eine solche Ehre ablehnen können?), nun galt es, so gut wie möglich dieses Duell zu überstehen.
Und es begann nicht gut. Noch ganz damit beschäftigt, sich und seinen Kampfstab in die erlernte Kampfposition zu bringen, wurde er von zwei heftigen Hellebardentreffern überrascht, die ihn nur mühsam auf den Beinen hielten.
Doch bewirkten diese Treffer immerhin, daß er endlich seine Scheu ablegte, sich auf seine Stärken besann und endlich zu kämpfen begann.
Und so dauerte es etliche vergebliche Schläge durch seine Gegnerin, bis endlich der dritte Treffer Gachmuret zum Aufgeben zwang.
Erschöpft und durchaus ein Fall für die Wundbehandlung dankte er leise der Gräfin für die Lehrstunde und schlich von dannen.
"Es gibt noch viel zu tun" dachte er noch bei sich, als ein gnädiger Schlaf von ihm Besitz ergriff.
 
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Gachmuret

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Re:Das Leben in Burgund      19.05.2009 09:41:38 --- 2 Jahre, 8 Monate her  
Das Leben eines Jungritters ist auch in Burgund eine Mischung aus neuen Erfahrungen und bedrückender Monotonie.
Dies bleibt nicht aus, gilt es doch, einerseits stets Neues zu erlernen und andererseits, Erlerntes so zu wiederholen, daß es in Fleisch und Blut übergeht.
Und so vergingen die Wochen und Monate mit Übungskämpfen und Lehrstunden, die sich keineswegs nur auf Waffen und ihren Umgang bezogen. Denn ein wahrer Ritter beherrschte nicht nur die Kunst des Schwertes, sondern verstand sich ebenso auf die Kunst der Feder und der Worte.
Auch wenn ihm so mancher Text der alten Meister die Schamesröte ins Gesicht trieb (stand doch die Minne nicht selten im Mittelpunkt der dichterischen Bestrebungen), so gab sich Gachmuret redlich Mühe, auch hierin sein Können zu vervollkommnen.
Nun aber beschäftgte ihn ganz und gar ein anderes Ereignis:
Ein Turnier, sein erstes Turnier, stand an.
Es fiel ihm schwer, an etwas anderes zu denken, obwohl es noch einige Zeit bis zum Turnierbeginn dauern würde - und seine Rückreise aus Sarthe, wo er einen Auftrag zu erfüllen hatte, nach Burgund gab ihm weit mehr Gelegenheit zu gespannter Erwartung als ihm und seinem Fortkommen lieb sein konnte.
 
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