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THEMA: Re:Zug ins Ungewisse
 
Rodrigo

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Re:Zug ins Ungewisse      20.01.2009 17:51:24 --- 3 Jahre her  
Im Palast von Tunis treffen Königin Portia und Haldon einen jungen Mann mit dem Arm voller Schriftrollen. Er wirkt ein wenig hektisch, erkennt dann aber die Insignien der Königin und verbeugt sich. "Werte Hoheit, ich freue mich, dass Ihr erfolgreich in Tunis angekommen seit. Verbündete, die sich offen zu uns bekennen sind rar in diesen Tagen." Dann wendet er sich an Haldon "Werter Kanzler, es wäre sehr freundlich, wenn Ihr mich in meinen Gemächern aufsuchen könntet. An den Verhandlungen mit Cordoba bin ich derzeit nur beratend beteiligt, wenn ich Bey Seraphon ein Ohr leihe." Dann wieder zu Portia "Wenn Ihr mich entschuldigen würdet, zuviel Arbeit". Nach einer weiteren Verbeugung ist der Zenaga um die nächste Ecke entschwunden.


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Marius vom Kreuze

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Re:Zug ins Ungewisse      20.01.2009 18:03:47 --- 3 Jahre her  
"Nun, es gibt wohl viel zu tun. Hat er doch nicht gesagt wann ich erscheinen soll. Aber mit Eurer Erlaubnis, würde ich mich nach unserer Aufwartung beim Bey dorthin begeben. Sofern Ihr es aber wünscht verbleib ich an Eurer Seite, ich kann Ihn auch etwas später aufsuchen."

Ich war schon neugierig auf den Bey und den Gesandten Cordobas. Der Stand der Verhandlungen interessierte mich natürlich auch, aber ich war mir nicht so sicher, das ich als Kanzler eines fremden Landes hierzu erwünscht war. Dieses Spiel betrieben Königinnen und Könige.


 
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Portia von Nicomedia

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Re:Zug ins Ungewisse      20.01.2009 19:44:29 --- 3 Jahre her  
"color=#000080]Haldon mein Guter ihr seid ein Akrit und als solcher frei zu tun was Euch beliebt. Hinzu kommt das ihr nicht zwingend bei den Gesprächen gebraucht werdet. Ic werde allein weiter gehen und auf eine Audienz bei Seraphon warten. Geht ihr nur und erkundet die Umgebung und besucht diesen jungen Mann.[/color]"

Portia war froh das Haldon bei Ihr war, doch währe es vermessen Ihn bei sich zu halten, somal die hohen Herren ihn wohl kaum dabei haben wollten.
 
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Marius vom Kreuze

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Re:Zug ins Ungewisse      21.01.2009 17:05:42 --- 3 Jahre her  
"Ich danke Euch." Mit diesen Worten begab sich der Kanzler der Akriten auf den Weg tiefer in den Palast.

Während er durch die Gänge des Palastes schlenderte, bewunderte er die Kunstfertigkeit maurischer Handwerker. Die verzierten Wände mit Ihren Mustern und Ornamenten waren schön anzusehen.
Schließlich hielt er einen der Bediensteten auf und fragte nach dem Weg zu Gemächern Gesandians.
Der Diener beschrieb ihm den Weg und nachdem ich wohl etwas zu sehr überlegend aussah bat sich der Diener an mich dorthin zu führen. Ich nahm an.

Zielsicher und anscheinend auf direktem Wege wurde ich zu den Räumlichkeiten geführt. Dort angekommen klopfte der Diener an der Tür und wartete auf die Aufforderung einzutreten um mich anzumelden.


 
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Rodrigo

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Re:Zug ins Ungewisse      21.01.2009 17:49:15 --- 3 Jahre her  
Nach einem kurzen Moment wurde die Tür geöffnet und der Diener ging herein. Wenige Augenblicke später kam dieser wieder heraus. "Der Zenaga bietet Euch herein."

Schon betritt Haldon den Raum und trifft auf den jungen Gesandian. Auf dem Schreibtisch sind jede Menge hastig zusammengeschobene Dokumente. Haldon kann auf einem der Dokumente "Tiuri, Tripolis" lesen, bevor der Zenaga auch dieses Dokument in eine Hülle packt. Interessant ist auch die große Karte der Region mit allen Wadis, die meisten mit cordobarischen Fähnchen gekennzeichnet.

"Entschuldigt werter Kanzler Haldon, die Arbeit. Ich freue mich, dass Ihr hierherkommen konntet. Menschen die ein Risiko auf sich nehmen, um einem kleinen Volk gegen einen überlegenen Gegner zu helfen sind selten und immer gern Willkommen. Ihr nehmt doch etwas Tee und Gebäck?" Ohne die Antwort wirklich abzuwarten klatscht Gesandian in die Hände und Khedira kommt mit einem Tablett hinein und bringt den frischen Tee.


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Marius vom Kreuze

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Re:Zug ins Ungewisse      21.01.2009 19:20:37 --- 3 Jahre her  
"Seid gegrüßt Gesandian. Ich hoffe ich komme nicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Ich sehe auf Euch wartet viel Arbeit." Dabei deutete ich auf den Haufe Dokumente der mehr schlecht als Recht zu einem Stapel gehäuft war. "Zuallererst lasst mich Euch noch einmal persönlich zur Ernennung in Eurem Amt beglückwünschen. Ich denk Ihr seid der rechte Mann dafür. Wer in solch´schweren Zeiten ein solch wichtiges Amt übernimmt verdient Respekt." Dabei blickte ich Gesandian direkt in die Augen. Seine Bedienstete betrat den Raum. "Und ja, ich nehme etwas Tee und Gebäck. Ich hoffe die maurische Backkunst ist genauso vortrefflich wie die Kunstfertigkeit der Handwerker, die in diesem Palast gewirkt haben." Sah´ich da ein nervöses zwinkern. Die Frage war, vor Überarbeitung oder Nervosität. Was war das für ein Dokument, dass ich gerade noch so erblicken konnte.
"Ich sehe Eure Zeit ist kostbar, daher komm ich gleich auf den Punkt. Wie steht es mit den Friedensverhandlungen zwischen Eurem Bey und dem Gesandten Cordobas. Gibt es zwischenzeitlich Ergebnisse, die zur Hoffnung Anlass geben."


 
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Marius vom Kreuze

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Re:Zug ins Ungewisse      22.01.2009 12:24:46 --- 3 Jahre her  
Bevor Gesandian zu Anwort seine Stimme erheben konnte, klopfte es wieder an der Tür.
"Ihr seid in diesen Tagen wahrlich ein gefragter Mann." Etwas verstimmt wegen der Unterbrechnung forderte er den vor der Türe Stehenden auf ins Zimmer zu treten.
"Verzeiht die Störung Ehrenwerte Herren, ich bin Habib, Diener Ihrer königlichen Hoheit Portia von Nicomedia." Ich erkannt´ ihn wohl, aber was wollte er. "Herr Kanzler ich bringe diese eilige Nachricht für Euch, die Königin bittet um Rückantwort, umgehend." Ich nahm den Brief und las ihn mir durch. Danach schaute ich zu Gesandian, überlegte kurz und bat Habib der Königin folgendes auszurichten. "Ich verbleibe vorerst in Tunis und wünsche der Königin viel Glück. Möge Sie mit Gottes Segen nicht auf taube Ohren stoßen und vielleicht etwas erreichen in diesen festgefahrenen Konflikt." Habib verließ darauf das Zimmer Gesandians, sich noch einmal sich tief vor uns verbeugend und eine Entschuldigung murmelnd.
"Was ist geschehen?" fragte Gesandian. Etwas frustriert antwortete ich Ihm "Wir müssen unser Heer auflösen. Wir erhielten Nachricht, das Räuber in unseren Landen Ihr Unwesen treiben was zweierlei Dinge zur Folge hat.
1. Die Kosten für unser Heer sind nicht zu bestreiten, unsere Kasse ist leer weil die Räuber die Einnahmen der Lehen stark vermindern.
2. Wir müssen einen nicht unwesentlichen Teil der unsrigen zurück schicken, um gegen die Räuber vorzugehen
." "Das kommt zu einen wahrlich ungünstigen Zeitpunkt. Jetzt habt ihr den langen Weg gemacht für nichts." "Nein, so will ich das nicht sehen. Meine Königin und ich verbleiben. Ich zumindest in Tunis. Meine Königin möchte sich auf diplomatische Mission begeben. Vielleicht erreicht Sie etwas oder Sie hat zumindest einen entsprechenden Vorschlag ausgearbeitet. Euch bit´ ich mich an Eurer Seite als Berater zu akzeptieren. Ich hätte auch einen Vorschlag für den Bey, wenn er bereit ist diesen anzuhören, ggf. mit dem Gesandten der Cordobaren."
Gesandian mußte über diesen Vorschlag nachdenken. Jetzt waren die Akriten diesen langen Weg nach Tunis gekommen, um unverrichteter Dinge wieder abzuziehen. Während der Außenminister der Mauren zu überlegen schien, ob er meiner Bitte nachkommen sollte. Machte ich mir Sorgen um meine Königin. Den Weg den Sie vor hatte einzuschlagen, war kein ungefährlicher. hoffentlich ging alles gut. Für meine Person war entscheidend was Gesandian von meiner Bitte hielt und ob er mir die Gelegenheit gab mit seinem Bey zu sprechen.


 
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Re:Zug ins Ungewisse      22.01.2009 12:32:06 --- 3 Jahre her  
Das sind fürwahr schlechte Nachrichten Haldon. Aber Freunde sind in Tunis immer willkommen, also seit Gast in unserer Stadt so lange es Euch beliebt. In einem anderen Punkt muss ich Euch jedoch enttäuschen, der Gesandte des Kalifen ist gerade im Begriff Tunis zu verlassen, da wir den Kapitulationsbedingungen nicht zugestimmt haben. Aber nun lasst uns einen Tee trinken und erzählt mir etwas von Eurer Heimat. Ich muss zugeben, ich kenne die Lande der Akriten nur aus Erzählungen." Mit diesen Worten setzte sich der Zenaga und blickte Haldon erwartungsvoll an.


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Re:Zug ins Ungewisse      22.01.2009 20:28:31 --- 3 Jahre her  
"Nun, wo fange ich an. Ich bin erst knappe zwei Jahre im Reich der Akriten sesshaft.
Mein Vater schickte mich mit 15 in die Welt um meine Erfahrungen zu machen und wenn möglich mein Glück zu finden. Ich zog von Jerusalem, der Heimat meiner Familie seit nun über 1000 Jahren, nach Norden
."
Ich trank von der mir dargebotenen Tasse Tee -Genau richtig, würzig und doch zugleich süß-.
"In Akritien empfing man Ritter mit Wagemut und dem Wille aufzustreben mit offenen Armen. Es herrschte noch Johann. Doch schon bald kam meine Königin Portia an die Macht nachdem Johann das Land sträflich vernachlässigte. Unter Ihrem Mandat wurde ich zum Kanzler gekürt und zum Vertreter der christlich gläubigen Gemeinden. In diesen zwei Jahren sah ich mir unser Land schon an. Ich war in jeder Grafschaft. Sie zu beschreiben fällt trotzdem schwer."Während ich ein Stück vom Backteller aas, überlegte ich wie man dieses schöne Land beschreiben konnte.
"Es ist definitiv nicht so heiß wir hier und man mag den Eindruck bekommen, dass es mehr Leben gibt als in Euren Breiten. Tunis als Stadt ausgenommen. Aber wenn ich mir Eurer Umland anschaue sind mir die blühenden Wiesen und Felder und Wälder Akritiens lieber. Im Frühling wenn nach einem Winter alles Leben neu entfacht, wundervoll. Das satte Grün der Wälder dort steht doch sehr im Gegensatz zu Eurem heißen goldenen Sand. Klare Bäche, Flüsse und ein Landstrich wie gemalt am Schwarzem Meer. Mit Tunis vergleichen lässt sich nur Yenice auch dort ist einzigartige Handwerkskunst zu bewunder. Unsere anderen Grafschaften können sich mit Eurer Pracht in diesem Palast und dem reichen Treiben auf den Strassen von Tunis nicht vergleichen." Fragend sah ich Gesandian an, bevor ich mir noch ein Stück Gebäck nahm.
"Wart Ihr schon mal in den gemäßigten Wetterzonen, kennt Ihr den Duft der Wälder, am besten nach einem Regen, wenn man diese durchreitet. So kühl und Frisch. Die Luft der Wüste Nachts, die sich ja deutlich abkühlt, ist damit nicht zu vergleichen.Hier hat man immer das Gefühl Staub liegt in der Luft, was wahrscheinlich auch stimmt. Ich hoffe ich langweile Euch nicht oder das ich Euch gar beleidige, das will ich nicht. Aber jetzt seit Ihr dran mir von Euch zu erzählen."


 
Letzte Änderung: 2009/01/22 20:30 von Marius vom Kreuze.
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Re:Zug ins Ungewisse      26.01.2009 10:06:07 --- 3 Jahre her  
Werter Haldon,

es ist schön, dass wir uns wieder einmal Treffen, nachdem ich Euch beim letzten Mal die Antwort schuldig bleiben musste, aber es gibt einfach zuviel zu tun.

Unser Land hier ist sicherlich erheblich grüner, als Ihr es Euch vorstellt. An den meisten Küsten gibt es viele Bäche und Quellen, so dass das Land grün und fruchtbar ist. Die kleinen Berge hier sind die Grenze, schaut man an ihnen in Richtung Mittelmeer, so sieht man erst die grünen Oasen im Sonnenschein, die das Lebensblut von Tunis darstellen. Blickt man dann in die entgegengesetzte Richtung, so sieht man ein anderes Meer, eines aus Sand, ebenfalls wunderschön, aber tötlich für den Unachtsamen oder Unerfahrenen.
Aber ihr sprachet von dichten Laubwäldern, was kann ich mir darunter vorstellen?


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Tamira: klingt wie alle völker mehr oder minder^^
Caterina di Angelosanto: ein bisschen grössenwahnsinnig Tamira aber sonst eher streitsüchtig und ruppig
Tamira: wenn alles gut geht komme ich da raus*lacht*
Caterina di Angelosanto: ja so ähnlich
* Will Travis befüllt seinen Becher mit dem JD und fängt an zu trinken
Tamira: klingt nach nem lustigen völkchen die susdaler^^