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THEMA: Re:Zug ins Ungewisse
 
Marius vom Kreuze

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Re:Zug ins Ungewisse      11.03.2009 11:24:58 --- 2 Jahre, 11 Monate her  
QUOTE:
Werter Graf Kalendin,
wie mir meine Boten berichten befindet Ihr Euch in Kurdistan und genießt die Gastfreundschaft der Seldschuken. Da Ihr Euch vor kurzem zum christlichen Glauben bekannt habt und Ihr Euch hier drin Unterweisung gewünscht habt, lade wir Euch ein uns nach dem Turnier in Ulus nach Jerusalem zu begleiten.
Ich bin zwar auch Christ, aber möchte ich mir nicht anmassen Euch würdig in unsrem Glauben zu unterweisen. Da mich meine Pfade aber in der nächsten Zeit zu meiner Familie in Jerusalem führen werden, denke ich das es dort weit mehr geeignete Personen geben wird die Euch in den christlichen Glauben unterweisen können.
Ihr müsstet mir nur mitteilen ob Ihr noch nach Ulus kommt, oder ob ich Euch auf meinem Weg nach Jerusalem aufsammeln soll. Wenn letzteres angedacht ist so sollten wir noch einen Treffpunkt ausmachen.

Auf baldige Antwort hoffend
Euer Mentor und freund
Haldon vom Kreuze

Die Nachricht wurde mit einem Boten eiligst in Richtung Kurdistan gesandt. Diesem wurde aufgetragen auf seinem Wege nach dem Wappen des Grafen ausschau zu halten, da er sich eventuell auch wieder nach Akritien bewegen könnte.


 
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Aaron

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Re:Zug ins Ungewisse      11.03.2009 18:26:03 --- 2 Jahre, 11 Monate her  
Unverrichteter Dinge zogen wir von Kurdistan aus Richtung Heimat um zumindest den Versuch zu unternehmen noch rechtzeitig zum Turnier in Ulus anzukommen. Erst einige Stunden nachdem wir die Tore passierten ereicht uns ein erschöpfter Reiter mit dem Wappen Haldons vom Kreuze.
Dieser überreicht mir eine Botschaft seines Herren in der er mich einlud ihn nach Jerusalem zu begleiten. Nach einer kurzen Beratung entschied ich das wir uns gleich zum Hafen von Adana aufmachen, da wir Ulus sowieso nicht rechtzeitig erreichen konnten ohne unsere Pferde zu Schanden zu reiten.
Ich verfasste eine kurze Nachricht für Haldon:
QUOTE:
Werter Haldon,
ich reise nun von Kurdistan aus weiter nach Aldana um dort im Hafen auf Euch zu warten. Ich hoffe dies entspricht Eurer Wegroute nach Jerusalem.
Hochachtungsvoll Kalendin
und schickte den Boten zurück zu seinem Herren. Nun stand also das neue Ziel fest und wir machten uns auf um noch ein Stück Weg zurückzulegen bevor die Nacht hereinbricht.


 
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Marius vom Kreuze

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Re:Zug ins Ungewisse      12.03.2009 21:14:00 --- 2 Jahre, 11 Monate her  
Das bezogene Quartier war recht komfortabel und lag nahe dem zentralen Marktplatz in der Stadt. Zum Kampfplatz war es auch nicht weit. Das Haus in das wir gezogen waren gehörte einem ehemaligen Bürger meines Lehen in Umbart. Er hatte es mir angeboten für die Zeit meiner Anwesenheit hier. Da mir diese Form der Unterkunft lieber war als eine überfüllte Taverne oder Gasthaus oder in der Burg von dem Treiben abgeschirmt zu sein, nahm ich sein Angebot an. Er war Händler und seine Geschäfte scheinen gut zu verlaufen, bot das Haus doch ausreichend Platz für mich und meine Begleitung.
Bis zum Beginn des Turnier wollte ich mich mit Trainingskämpfen fit und geschmeidig halten. Bisher klappte das auch ganz gut. Georg brannte schon auf das Ende des Turniers, war er doch begierig wieder zurück nach Jerusalem zu reisen um unsere Familienangehörigen wieder zu sehen.
Jetzt begaben wir uns auf die Strassen um uns um zusehen, ob bereits neue Kämpfer angekommen sind die dem Turniere beiwohnen wollen. Das Treiben auf den Strassen war schon bemerkenswert, dabei stand der Beginn des Turniers noch aus. Aber alles wurde bereits hergerichtet und gereinigt um einen anständigen Eindruck zu vermitteln. Immerhin waren bereits Gäste aus Syrien, Armenien, Persien und von den Ritter des Kreuzes anwesend. Vielleicht kommen ja noch mehr etwas Zeit ist ja noch.


 
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Marius vom Kreuze

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Re:Zug ins Ungewisse      14.03.2009 20:33:58 --- 2 Jahre, 11 Monate her  
Der Vorabend vor Turnierbeginn, ich merke wie meine Anspannung steigt. Welcher Gegner, und wenn ich das Glück haben weiterzukommen, welche Gegner mir wohl das Los zu teil werden lässt im Duell. Und wie werde ich mich im Melee schlagen, ich muss mir noch eine Taktik ausdenken um nicht zu viele Treffer bereits früh im Turnier zu kassieren.
Die Stadt bebt förmlich vor Aufregung, überall sind Fahnen und Banner im Wind wehend zu sehen. Die Bürger und Bauern haben die letzten Arbeiten erledigt und die Stadt ist voll ausgeschmückt. Ich hoffe ich finde bei diesem Trubel ausreichend Schlaf für die mir bevorstehenden Aufgaben.
Georg und der Rest der Männer behüten mich wie Ihren Augapfel, ich komme mir so abgegrenzt von allem vor. Es wird Zeit für das Turnier. Ich brauche Ablenkung. Georg hatte mir in den letzten Tagen, in denen wir Ruhe gefunden hatten, immer mehr über das Geheimnis meiner Familie erzählt. den Rest hierzu sollte ich aber von meinem Vater erfahren wenn ich Ihn in Jerusalem wiedersehen würde.


 
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Marius vom Kreuze

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Re:Zug ins Ungewisse      16.03.2009 20:52:55 --- 2 Jahre, 11 Monate her  
Nachdem die Gräfin von Ulus einige nette Worte zum Beginn des Turnier an Ihre Gäste richtete, startete das Melee. Diese verlief so wie ich es erwartet hatte. Ich teilte aus ich steckte noch mehr ein. Na ja der einzige Trost ist, dass nicht mehr so viele Ritter über waren als ich nicht mehr konnte. Vor allen der letzte Treffer war hart. Von einem unserer Syrischen Gäste glaube ich, hatte ich eine solche Kopfnuss erhalten, dass mir noch einige Zeit danach der Kopf dröhnte. Überhaupt war der erste Wettbewerb für unsere Gäste. Gewann doch eine Perserin das Melee.
Zum Beginn meines Duells hatten sich die Kopfschmerzen wieder gelegt. Oder auch nicht. Kaum war das Startsignal erfolgt traf mich mein gegenüber, ein syrischer Ritter hart den Arm mit meiner Waffenhand. Danach musste ich erstmal einigen seiner Schläge ausweichen bis ich meinen Waffenarm wieder spürte. Dann setzte ich zwei schnelle Treffer. War mein Gegner doch der Meinung mein Arm sei noch nicht wieder fit, konnte ich seinem Schlag erneut ausweichen und meinerseits einen Treffer an den Kopf meines Gegners setzten und während dieser noch ein wenig desorientiert war einen zweite zu den Beinen führen. er schlug hin und ich wartete bis er sich wieder aufgerichtet hatte. Das hätte ich nicht tun sollen. Anscheinend hatte er sich in dieser Pause gut erholt. Spielte er mir doch vor noch etwas zu humpeln. Als ich einen erneuten Schlag auf seine Beine führen wollte trickste er mich schlichtweg aus und traf erneut meinen armen malträtierten Schädel und fügte noch einen zweiten Treffer gegen meinen Schildarm.
Dieser war nicht ganz so schlimm machte mich aber doch etwas stinkig. Das ließ ich ihn spüren. Ich deckte ihn mit eine Unzahl von Schlägen ein und konnte dabei einen Treffer nach dem anderen erzielen. Letztendlich sank er vor mir in den Staub und ich hatte meinen ersten Sieg erreicht.
Nach einiger Zeit der Erholung sah ich nach wer mein nächster Gegner werden würde und musste wohl feststellen das es mein letzter Auftritt werden wird. Kalle von Baden ein alter erfahrener Krieger und Recke dem ich bisher kein gleichwertiger Gegner war wird mir gegenüber stehen. Aber ganz so leicht, habe ich mir vorgenommen, will ich es ihm nicht machen.


 
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Marius vom Kreuze

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Re:Zug ins Ungewisse      17.03.2009 11:06:07 --- 2 Jahre, 11 Monate her  
Wie ich es befürchtet hatte, so geschah es auch. Mein zweiter Kampf war auch mein letzter hier in Ulus.
Nach Kampfbeginn haben wir uns beide vorsichtig abgetastet bis Kalle von Baden einen plötzlichen Ausfall macht und mir zwei Treffer zufügte, die mich ganz schön durchrüttelten.
Ich brauchte etwas Zeit um mich zu erholen und wich den halbherzigen Schlägen die folgten gekonnt aus. Als Kalle von Baden seine Anstrengungen wieder erhöhen wollte, gelang es mir seine Deckung zu unterlaufen und Ihm einen Treffer auf den Schildarm und seinen Rumpf zu setzen. Ich wollte gerade meinen dritten Schlag ansetzen zu einem Treffer, als Kalle von Baden mir zuvor kam und sein Schwert gegen meinen eigenen Schildarm führte und traf.
Danach nahmen wir uns beide eine Auszeit, waren wir doch von den jeweiligen gegnerischen Treffern schon etwas gezeichnet. Mir lief der Schweiß in kleinen Bächen über mein Gesicht.
Wie auf ein geheimes Zeichen stimmte ich einen Kampfschrei an und stürmte auf Kalle von Baden ein. Ich konnte nochmals zwei gute Treffer setzen, die Ihm schwer zusetzten doch fallen wollte er nicht.
Aber plötzlich war meine Kraft verpufft. Der Treffer auf meinen Schildarm war doch schwerer als gedacht. Ich konnte den Schild nicht mehr hoch halten und öffnete somit meine Deckung für meinen Gegner.
Das nutzte Kalle gekonnt und geschickt aus. Da hatte ich schon fast am Boden und dann das. Er trieb mich mit seinen Schwert über den Kampfplatz und traf immer wieder meine ungedeckte Seite. Sein letzter Schlag war so heftig, dass dieser mich zur Seite schleuderte und in den Staub warf.
Ich hatte verloren gegen einen besseren und würdigeren Gegner.

Ich wurde gestützt als ich mich zum Turnierzelt zurückbegab um meine Rüstung abzulegen und mich untersuchen zu lassen. Aber der Medicus meinte das nicht gebrochen sei. ich werde die Treffer, vor allem die auf meinen Schildarm, noch eine Weile spüren, aber es wird abklingen ohne das etwas zurück bleiben wird.
Nach dieser wenigstens erfreulichen Nachricht zog ich mich in mein Quartier zurück.


 
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Re:Zug ins Ungewisse      17.03.2009 20:28:28 --- 2 Jahre, 11 Monate her  
Ein neuer Tag brach an. Von meiner Niederlage hatte ich mich leidlich erhohlt. Mir schmerzte immer noch mein Schildarm und jede Bewegung tat weh. Dennoch hielt mich das nicht auf um mich nach Adana zu begeben um mich mit Graf Kalendin zu treffen. Wir wollten dann zusammen nach Jerusalem weiterziehen.
Bis wir in Adana sind wird mein Arm wieder voll beweglich sein, so dass man die Reise mit ausreichenden Trainingsduellen kurzweiliger gestalten konnte.


 
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Re:Zug ins Ungewisse      19.03.2009 20:36:24 --- 2 Jahre, 10 Monate her  
Wir waren wieder in der Grafschaft Yenice, was mir und meiner Begleitung die Gelegenheit gab uns auf meinem Lehen nach dem rechten zu schauen und für einige Tage Kraft zu schöpfen. Als wir in Umbart ein ritten war die Freude meinen Untergebenen groß, war doch schon wieder so viel zeit ins Land gegangen. Aber Umbart entwickelte sich prächtig. Im Gespräch mit meinem Voigt und bei einem Rundgang durch das Lehen zeigte er mir die Neuerungen und die aktuelle Baustelle zur Errichtung weiterer Wohnhäuser.
Jetzt sind diese Tage der Ruhe und Erholung schon wieder vorbei. Heute noch werden wir wieder aufbrechen um nach Adana zu reisen. Dort wollen wir uns mit Graf Kalendin treffen um nach Jerusalem zu reisen.


 
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Re:Zug ins Ungewisse      20.03.2009 21:10:32 --- 2 Jahre, 10 Monate her  
Gestern haben wir die Grenzen zu Adana überschritten und in diesem Tempo werden wir bald die Mauern der Hafenstadt am Horizont sehen können. In der Luft liegt schon dieser Duft vom Meer.
Sobald wir Adana erreicht haben werde ich einige meiner Begleiter ausschicken um Graf Kalendin zu finden.


 
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Re:Zug ins Ungewisse      21.03.2009 09:15:14 --- 2 Jahre, 10 Monate her  
Adana-Stadt. Der Hafen zum Mittelmeer. Wir passieren gerade die Mauern der Stadt. Ich habe zwei meiner Begleiter vorausgeschickt um in der Stadt nach Kalendin zu suchen. kaum hatten wir das Stadttor passiert, trat einer von Ihnen an uns heran und teilte mit, dass man Graf Kalendin in einem Gasthaus nahe des Hafen gefunden habe. Er hat dort Quartier bezogen um auf uns zu warten.
Wir begaben uns sogleich zu diesem Gasthaus. Als wir eintraten baten wir den Wirt uns zu sagen ob Graf Kalendin anwesend sei, da dies bejaht wurde ließen wir uns das zimmer des Grafen zeigen und traten vor die Türe um anzuklopfen. Meine Begleitung schickte ich nach unten um sich zu stärken und für Proviant für die Reise zu sorgen. Auch einige Zimmer zum übernachten wären nicht schlecht da wir ein, zwei Tage (RH-Zeit) hier verweilen werden bevor wir weiterziehen.


 
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