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Martin von Merseburg drehte sich zu Artemis um und hechtete auf in zu. Artemis überrascht von diesem Sprung über den Raum zwischen ihm und Martin, konnte sich zuerst nicht regen ausser das er sich etwas zur Seite drehen konnte. So traf ihn der Dolch, der ihn mitten in der Brust treffen sollte nur seinen linken Arm und drang in diesem ein. Aufgrund der ruckartigen Bewegung, des Reflexes von Artemis, dessen Arm zuckte als der Dolch in sein Fleisch eindrang, wurde dieser aus Martins Hand gerissen.
Martin tat einen Schritt zurück, waffenlos. Mit bloßen Händen stürtze er sich erneut auf Artemis und schloß seine Hände und dessen Hals. Artemis rang nach Luft. Um sich diese zu verschaffen und Martin vom Halse zu bekommen, unterdrückte er den Schmerz in seinem Arm und riß sein rechtes Knie in die Höhe. Er traf ihn im Unterleib. Vor Schmerzen stöhnend sank Martin in den Sand. Artemis wich weiter von seinem Peiniger zurück und schließlich erreichten die Reiter die Beiden.
Zuerst waren sie bei Martin. Einige der Reiter senkten die mitgeführten Lanzen und richteten diese auf den am Boden liegenden Martin von Merseburg. Ein paar Reiter kamen weiter zu auf Artemis und der Erste der ihn erreichte sprang von seinen Pferd um sich um Artemis und seine Verletzungen zu kümmern.
"Keine Angst Junge ich will mich nur um deine Wunde kümmern" Zuerst verstand Artemis den Dänen nicht, der nordischen Sprache war er nicht mächtig. Da wechselte der Nordmann in die in Akritien übliche Sprachweise und wiederholte was er eben gesagt hatte noch einmal. Da verstand ihn Artemis und nickte nur zurück.
"Nun irren ich mich oder habe ich Artemis vom Kreuze vor mir. " Wieder nickte Artemis nur. "Nun Euer Gesicht ist wohl in Kleinasien derzeit das bekannteste. bekannter als der Papst oder jeder König in dieser Region. Wir erhielten Deine Beschreibung vor einigen Tagen und sollten nach Anweisung unseres Husjarl die Augen aufhalten." Artemis hatte sich mittlerweile etwas gefangen. Die Wunde wurde vom Nordmann gereinigt und mit Brand ausgewaschen, dass ließ Artemis zusammen zucken und vor Schmerz die Zähne zusammenbeißen. Er stöhnte auf. Aber nach einigen Augenblicken ebbte der Schmerz ab. "Da...Dank...Danke." brachte er hervor. "So jetz bringen wir Euch Beiden erstmal in unser Lager und vor unseren Jarl" Sagte der Nordmann während er den Arm von Artemis mit einem Tuch verband. Danach zog er ihn auf und brachte ihn zu den Pferden. Martin von Merseburg war zwischenzeitlich durchsucht und gefesslt worden. Er wurde an den Sattel eines der Nordmänner festgebunden und musste mit den Reitern schritt halten, als diese antrabten. So lange sie die schmale Passage passierten war ihr Tempo sehr langsam und kein Problem für Martin. Doch als sie diese hinter sich ließen wurde die Gangart der Pferde schneller.
Zuerst hielt Martin mit, aber mit der andauernden Strecke ging im die Puste aus und er sank immer wieder zu Boden und wurde einige Meter am Bode entlaggeschleifft bevor die Dänen anhielten um im Zeit zu geben sich aufzurichten.
Irgendwann konnte Martin nicht mehr. Die Versuche sich aufzurichten scheiterten. So nahmen die Dänen wieder Tempo auf und schleiften den Sachsen hinter sich her. Glücklicherweise waren sie schon nahe beim Lager.
Als sie dieses erreichten, wurde MArtin vom Pferd losgebunden und zu einem Platz in der Mitte des Lagers gebracht. Dort wurde er an einen Pfahl der in der Erde steckte festgebunden und mit Wasser übergossen. Er wachte aus seiner Ohnmacht auf und sackte langsam, den Pfahl hinabgleitend auf Boden hinab. Artemis war für einen kurzen Moment gewillt Mitleid mit ihm zu haben, aber dieser Augenblick verschwand eben so schnell wie er gekommen war.
Artemis wurde an Martin vorbei zu einem großen Zelt geführt und dort hinein gebracht. Dort stellte sich ihm der Jarl vor. Er wurde umgehend von einem Medicus der im Lager war versorgt und liebevoll betreut. Man gab ihn Essen und etwas zu trinken. Danach verliessen die Dänen das Zelt. Bevor der Jarl es verließ wand er sich zu Artemis noch einmal um. "Jetzt ruht Euch etwas aus. In einigen Stunden werden wir über Euren Peiniger Gericht halten. Dazu werden wir Euch wecken, da ihr uns erzählen müsst, was genau passiert ist. Zwischenzeitlich werde ich einige Mitteilung fertigen. Nach Yenice und eine für Euren Vater, von dem ich weiß, dass er im Balken weilt, nahe der sächsischen Grenze."
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