Ritterheere-Forum
Willkommen, Gast
Bitte anmelden oder registrieren.    Passwort vergessen?
Zum Ende gehen Neues Thema Beliebt: 12
THEMA: Entsetzen und Wut
 
Archimbald le Moine

Burgund
RS-MOD
Moderator
Beiträge: 3525
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Entsetzen und Wut      30.07.2010 13:27:56 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Die Stadt schwirrte wie ein von einem Bären auf Honigjagd aufgescheuchter Bienenschwarm und die Neuigkeit verbreitete sich wie ein Lauffeuer:

Das Heer kommt heil nach Hause ... es ist schon in Küstenreichweite!

Archimbald stand wie so oft in der letzten Zeit auf den Zinnen und dachte über seine Zukunft, als auch die Burgunds nach.

Da trat recht leise und unaufdringlich Rousel an ihn heran ihm ein Schreiben bringend, aus eben diesem nahenden Kriegstross. Er erkannte das Siegel der Gräfin zur Provence und erbrach es voller Vorfreude, die schnell in blankes Entsetzen kippte, wollte die, in seinen Augen doch die stärkste Befürworterin, ihn verlassen.

Wütend knüllte er die Depesche zusammen und warf sie über die Mauer, doch einer Fügung gleich wurde sie wieder in den Hof geweht, wo sie erstmals unbemerkt liegen blieb. Der junge Kerl stapfte, mit Tränen in den Augen, die er mit der Hand zu verheimlichen suchte, gen Kanzlei und setzte ein Antwortschreiben auf.

Nach ungezählten Anläufen und jede Menge wutschnaubender Mönche die die zu Bällen verformten Blätter mühsam wieder glätten und freikratzen durften, kam dann ein recht simples Machwerk hervor.

QUOTE:
Geschätzte Gräfin zur Provence aus dem Geschlechte der Greifensteins Fabienne,

Eurem Entlassungsgesuch aus dem Heere stimmen ich zu, auf Eure Dienste kann und werde ich aber nicht verzichten.

Ich befehle Euch hingegen zur Feste Burgund so schnell als möglich persönlich zu erscheinen.

Möge Gott Euch schützen

Archimbald aus dem Hause Moustache


Diese Order liess er seinem persönlichen Herold geben und der machte sich alsbald mit wehendem Banner auf.

Unterdessen begab er sich mit seiner Wut in den Kerker, wo ihn schon glühende Eisen und ein vor langer Zeit durch scharfes Schwerte zerschlagens Gesicht und dessen Besitzer erwartete.

"Pierre seit ihr soweit? Ist alles vorbereitet?"

"Ja Messire ... wir warten nur auf Euch."

Daraufhin zerrte man Widar aus dem Loch, in das er nun schon Ewigkeiten eingesperrt war, heraus und setzte den lichtempfindlichen Augen direkt durch die helle Fackelbeleuchtung zu.

Dies geschah durch zwei Männern die eher Fässern aus puren Muskeln glichen und jeglichen Widerstand im Keime zu ersticken wussten.

"Du bist der den sie Widder Doorhallson nennen? Der ehemalige Anführer der Horde, die ungezählte Male brandschatzend in Burgund einfiel und nun Zuflucht fanden in dem ehemals christlichen Sizilien?"


Archimbald le Moine
Seneschall Burgunds
Baron von Troyes

Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!

 
Letzte Änderung: 2010/07/31 14:26 von Archimbald le Moine. Grund: Rechtschreibefehler auf Bitte des Erstellers behoben!
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Cathy von Greifenstein

Burgund
Moderator
Beiträge: 4231
graphgraph
Benutzer jetzt online Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Re:Das Leben in Burgund      30.07.2010 23:36:04 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Endlich festen Boden unter den Füßen.
Immer noch zitterten ihre Beine. Es war doch seltsam. Man sehnte sich über Wochen nach einem festen Untergrund, wenn man ihn dann hatte, war es so seltsam dass man sich nicht vorstellen konnte lange an Land bleiben zu können.
Tief sog die junge Gräfin die Luft ein. Der Duft der Heimat, auch wenn sie noch nicht ganz daheim waren. Zuhause, dachte sie. Es wird nicht mehr lange ihres sein. Betroffen sah sie zu Boden. Ein kalter Windzug holte sie aus ihrer Benommenheit. Erst jetzt bemerkte Fabienne wie kalt es geworden war. Sie zog den Umhang fester an sich. Wenn ihr Schiff pünktlich war, musste es bereits Dezember sein. Mitte Dezember sogar. Fabienne wusste es nicht genau. Seit einer halben Ewigkeit hatte sie aufgehört die Tage zu zählen. Sie war in ihrem Jammerzustand zurück gekehrt. Einfach nur in der Kabine die Decke anstarren und darauf warten, bis sie irgendwann ihr Ziel erreichten. Nun waren sie fast am Ziel. Abermals durchfuhr sie ein seltsames Gefühl.
Auf dem Schiff gab es nichts was sie hätte ansehen können, außer ihre vier Wände oder das Meer, wenn sie denn mal ihre Kabine verlassen hatte. Doch hier, hier gab es, trotz dem Grau, das ein Winter mit sich brachte, viel zu sehen.
Es war, als ob sie aus einem Trance erwachte. Schlagartig wurde es um sie herum laut. Menschen schrien, riefen und der Wind pfiff sein Lied, welches den Winter ankündigte, unbarmherzig so dass es ihr sogar in den Ohren weh tat.
Sie zog sich die Kapuze über den Kopf und zog sie fest an sich. Immer noch stand sie wie angewurzelt da und sah zu wie Güter aus dem Bauch des Schiffes verladen wurden.
Fabienne merkte zunächst nicht, dass sie dabei wohl störend war, denn sie war mitten im Weg. Erst nachdem sie ein Knecht angerempelt hatte. „Verzeihung“, hauchte sie und sah fasziniert auf ihren Atem, den man nun auf Grund der niedrigen Temperatur sehen konnte. Das Treiben am Hafen ging weiter. Menschen schrien, Güter wurden verladen und zahlreiche Waren fanden einen neuen Besitzer. Plötzlich riss sie eine Stimme aus dem Schaupiel. „Comtesse Greifenstein?“ Verwundert sah Fabienne auf. „Wie?“ „Verzeihung Mademoiselle, seid Ihr Comtesse Greifenstein?“ Fest sah die Gräfin auf den jungen Boten herunter. „Madame!“, sagte sie kurz. „Ich bin Madame Fabienne von Greifenstein!“
Der Bursche machte eine Geste die Fabienne nicht recht
zu deuten wusste und zog etwas aus seiner Tasche. „Ich habe eine Botschaft für Euch Comtesse!“ Verwundert sah die dunkelhaarige Frau auf das Schreiben. Nachdem sie dem Boten ein paar Münzen gegeben und sich auf einer der vielen Kisten am Hafen gesetzt hatte, zerbrach sie das kunstvoll gearbeitete Siegel. Sie hatte es sofort erkannt. Ihr wurde es mit einem Male anders. Ein Gefühl des Unwohlseins, ein Gefühl der Angst aber auch ein Gefühl der Freude schoss ihr durchs Blut.
Nun zitterten nicht mehr ihre Beine sondern die Finger. Vermutlich werden das meine Entlassungspapiere sein, schoss es ihr durch den Kopf. Vielleicht hatte man bereits ihre Habseligkeiten in Truhen verstaut und warteten nur darauf abgeholt zu werden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Fabienne noch nicht einen Gedanken daran verschwendet wo sie danach hin sollte. Vielleicht zu ihrer Ziehmutter? Nun war das teure Pergament entfaltet. Was sie las verwunderte sie. Sie hätte damit gerechnet dass ihr neuer Herzog froh darüber wäre sie zu entlassen. Eine Last weniger. Für einen Moment musste sie an ihre letzte Begegnung denken. Er musste sie hassen. Warum in allen Herrgottsnamen sollte sie dann auf die Feste kommen? Wollte er sich rächen? Seufzend verstaute sie das Schreiben und wartete darauf dass alle Ritter vom Heer, sowie ihr Gepäck vom Schiff kamen. So wie es aussah würde es wohl ein wenig dauern bis sie Burgund den Rücken kehren würde.


Adelig geboren... reich an Wissen aufgewachsen... und in den Fängen des Adels und der Kirche gestorben
 
Letzte Änderung: 2010/07/30 23:38 von Cathy von Greifenstein.
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Archimbald le Moine

Burgund
RS-MOD
Moderator
Beiträge: 3525
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Nebensächlichkeiten      31.07.2010 15:26:59 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Aus den Tiefen wieder hervorsteigend, unterhielt er sich mit Pepin und Rousel, die ihn nur bis zum letzten Wachraum begleitet hatten.

"Wen könnten wir denn als Richter einsetzen ... wer mimt die Advocaten?"

"Du könntest diesen Bischof als Richter einsetzen oder ihn bitten dir seinen Segen an seiner Statt zu geben ... aber wir haben noch ein paar Tage Zeit."

"Hmm ... ja er könnte jemanden benennen, falls er selbst kein Interesse hegt .. aber nun zu etwas was mehr nach meinem Geschmack ist. Diese junge Landadelige ... wie ist sie? Hübsch?"

Lüstern schaute er die beiden Kameraden abwechselnd an.

"Ähm ... naja .. da solltest du dir besser dein eigenes Bild machen."

"Auf alle Fälle ... sie ist nunja ... nicht durch die Schule des hohen Hofes gegangen ... dies kann man aber bestimmt nachholen" entgegnete vorsichtig Rousel.

"Lasst sie in meine persönliche Schreibstube bitten ... oder nein besser in die Kanzlei, da sehen ich dann ernsthaft beschäftigt um das Wohle Burgunds aus. Ich werde mich aber noch umkleiden."

Dabei versuchte er er an seinem Wanst hinabzublicken, was ihm aber nur bis zur Leibesmitte gelang und so meinte er griesgrämig: "Ach der Herr hat mich mit diesem Leib gestraft und dennoch muss ich ihm dankbar sein bekam ich zum Ausgleich meine hohe Geburt ... ach da fällt mir ein ich brauche neue Kleider, sie passen wieder nicht in der Länge und der Breite."

So ging es unter lamentieren von Nebensächlichkeiten in seine Kammer um dort die passendere Gaderobe anzulegen und dann in der Kanzlei sich einzufinden.


Archimbald le Moine
Seneschall Burgunds
Baron von Troyes

Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!

 
Letzte Änderung: 2010/07/31 15:27 von Archimbald le Moine.
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Alice de Beaufort

Freie
Moderator
Beiträge: 0
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen
Geburtstag:

Den Moderatoren den

Re:Das Leben in Burgund      31.07.2010 16:11:27 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Es war früh am Morgen als Alice aufwachte, kühle frische Morgen Luft wehte durch das Fenster in ihre großzügige Kemenate. Sie schlug die flauschige Dekce zurück und schüttelte sanft ihren Kopf, die Blonde Lockenmähne wiegte sacht hin und her und verriet ihr, das ihre Zofe sie ordentlich kämmen musste wenn Alice vor den Herzog treten wollte. Doch so früh am Morgen war ihr das egal, sie stand auf und ging nur mit einem dünnen Hemdchen bekleidet zu der Niesche am Fenster, dort angekommen setzte sie sich auf die bequemen Sitzkissen und betrachtete das Tal. Man konnte die Stadt zu Füßen der Burg sehen, die fruchtbaren Felder und wildreichen Wälder drum herum, ein wunderbarer Ausblick der die Kemenate besonders machte. Das rief bei ihr wieder die Gedanken hervor, warum bekam sie, die einfache junge Dame vom Lande so eine komfortabele und luxoriöse Unterkunft. Sie grübelte eine Weile über diesen Umstand nach, fand jedoch keine befriedigende Antwort. Ein kalter Windstoß der ihr eine Gänsehaut bescherte vertrieb diese Gedanken, denn sie würde es ja noch früh genug herausfinden wenn sie dem Herzog gegenüber trat. Die letzten beiden Tage waren wie im Flug vergangen, gestern hatten sie ihre beiden neuen Freundinnen, die sie beim Bankett kennen gelernt hatte herum geführt und den restlichen Tag am Stickrahmen verbracht. Die Stickerei von frommen Motiven machten ihr immer viel Freude denn sie war begabt und ihre kleinen Hände waren geschickt im Umgang mit der Sticknadel. Die junge Dame war sehr aufgeregt, heute würde sie dem Herzog begegnen und sie fragte sich schon, was der Herzog für ein Mann war. Aber zuerst musste sie sich passen kleiden, sie sah ihre Kleider an und fragte sich was ihr wohl am besten schmeicheln würde, Alice wägte ab entweder das violette Kleid mit runden Ausschnitt oder das Dunkelgrüne mit dem etwas großzügigeren Kastenausschnitt, letztlich entschied sie sich für das Grüne, die Zofe kämmte ihr das weizenblonde Haar und half ihr beim Ankleiden, auch die Kette, das kostbare Erbstück ihrer Mutter legte sie an, unbeingt wollte die junge Dame sich vor dem Herzog von ihrer Besten Seite zeigen. Fertig angekleidet nahm sie wieder ihren Platz am Fenster ein und las in einem kleinen Büchlein mit Gedichten das sie in einer Truhe der Kemenate entdeckt hatte...
 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Utha le Bon

Burgund
Moderator
Beiträge: 80
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Re:Das Leben in Burgund      01.08.2010 13:18:28 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Morgens am Feldlager rief Utha le Bon seine Freunde zusammen und sagte:

"Leute lasst uns schauen ob hier alles in ordnung ist. Louie hol unsere Pferde und nimm Proviant für mehrere Tage mit." Louie fragte darauf:

"Warum für mehrere Tage....." "Weil ich anschließend in meinen Lehen nach den rechten schauen will und meine Eltern besuchen will" Hmm gut mein Freund

Darauf hin holte er die Pferde, die Gruppe stieg auf die Pferde auf

""Nun auf gehts meine Freunde"

Sie Ritten aus dem Lager in Richtung einer größeren Stadt der Liquri


 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Cathy von Greifenstein

Burgund
Moderator
Beiträge: 4231
graphgraph
Benutzer jetzt online Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Re:Das Leben in Burgund      01.08.2010 17:47:16 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Oh wie oft hatte sie den Kriegskanzler an jenem Tag schon verflucht.
Sie hatte um Entlassung aus dem Heer gebeten damit sie vor dem Sonnenuntergang weiterreiten und somit bald in Burgund sein konnte. Fabienne wollte so schnell es ging dort sein um alles hinter sich lassen zu können. Doch durch die Nachsicht des Kanzlers musste sie weitere Tage im Heer verbringen und kam sich noch nutzloser als sie es ohnehin schon tat, vor.
Ihre schlechte Laune war für niemanden auszuhalten. Das was von ihrem Personal übrig geblieben war, das Restliche wurde von einer Krankheit auf dem Schiff dahingerafft, stahl sich heimlich davon. Jeder noch so ungeliebter Ritter war ihnen lieber als die junge Gräfin.
Mir hochrotem Kopf fauchte sie einen jungen Knappen an, er möge einen der Ritter auffordern sich mit ihr zu duellieren. Der Junge wagte nicht zu sagen dass die hohen Herren wohlmöglich nicht auf diese Aufforderung eingehen würden sondern rannte in die Richtung der Ställe. Dort angekommen holte er tief Luft und wünschte die junge Gräfin ans Ende der Welt. Noch ehe er sich Gedanken machen konnte, wie er es anstellen sollte auch nur einen der Ritter die Nachricht zu überbringen, sah er seinen Freund, ebenfalls ein Knappe, bei einem der edlen Pferde. „Lass mich raten, dich hat sie erwischt und du sollst jetzt einen Prügelknaben für sie finden?“ Der Andere nickte. „Nun, dann tust du mir leid. Niemand wird das freiwillig tun, eher werfen sie sich freiwillig den Heiden vor die Füße!“ Das Lachen des Knappen ließ den Unglücksboten wütend werden. Er warf sich dem anderen an den Hals und ließ ihm seine Rechte spüren. Dieser wehrte sich und bald war eine Rauferei zu Gange. Ein dritter Knappe, der kurz vor seinem Ritterschlag stand, holte die beiden auseinander. Nachdem das Wichtigste erzählt war, meinte dieser dass alles überhaupt nicht tragisch sei. Er solle einfach ihren Gemahl zum Duell fordern. Die beiden Jungen sahen sich ratlos an. Sie wussten nicht dass auch er in im Heer war. Die Gräfin war immerzu alleine gewesen. Die beiden Jungen waren sich aber schnell einig, dass er allen Grund hatte sich im Hintergrund zu halten, bei der Frau.
Bald brachte der Junge die Aufforderung zum Duell an Friedrich von Gunzenlee der sogar zum Duell erschien.
Wie krank und verbittert ihre Seele doch war. Sie erkannte nicht einmal das Wappen ihres Gemahls und auch nichts sonst an ihm. Ehe er etwas sagen konnte schlug sie unritterlich und ohne zu zögern hart zu. Doch Friedrich schien die Launen und die Kampfart seiner Frau zu kennen und traf sie alsbald am Rumpf. Schmerz stieg in ihr auf. Doch sie brachte ihn nicht in Form eines Lautes heraus. Stattdessen zog sie einen tiefen Streich und traf Friedrich am ungeschützten Teil seines Armes. Ehe auch nur ein weiterer Herzschlag vergehen konnte, führte sie einen zweiten Streich aus, ebenfalls der Arm. Triumphierend ging Fabienne einen Schritt zurück. Friedrich nutzte die Gelegenheit und nutzte ihre Schwachstelle aus, der Rumpf. Für einen kurzen Moment schwindelte es ihr. Sie biss sich auf die Lippen bis sie Blut schmeckte. Sie knickte kurz ein. Doch anstatt auf die Knie zu fallen holte sie aus und ihr Schwert traf Friedrich am Bein. Daraufhin holte er aus und traf Fabienne am Arm. Scharf sog die Gräfin die Luft ein. Sie spürte das warme Blut über ihre Haut laufen. Blitzschnell holte sie aus und traf Friedrich fast mit nur einem Schlag am Arm und Bein. Dieser rächte sich mit einem Schlag an ihrem Rumpf.
Das Spiel zog sich eine Ewigkeit hin. Fabienne schlug wie besessen um sich. Sie suchte wieder einmal einen Sündenbock, einen an dem sie alles an Wut, die in ihr brodelte, auslassen konnte. Doch das Einzige was sie erreichte war, dass sie müde wurde. Am Ende war es nur noch blinde Wut die sie gewinnen ließen. Ohne auch nur einen Blick auf ihren Trainingspartner zuwerfen, verließ sie den Platz. Wenn sie nur geahnt hätte wem sie soeben die Rüstung verbeult hatte, sie hätte wohl auf der Stelle ihr Schwert sinken lassen, wäre ihm weinend um den Hals gefallen und hätte sich endlich einmal alles von der Seele gesprochen. Doch Fabienne wusste es nicht.
Am anderen Morgen fühlte sich die Dunkelhaarige so, als hätte man sie unter einen, mit Stahl beladenen Karren gelegt. Sie fluchte bei jeder Bewegung die sie machte und kam, nachdem sie wieder einen halben Tag gewartet hatte, auf eine Idee. Wenn sie eben nicht alleine nach Burgund reisen konnte, so sollte eben das ganze Heer zur Burg. Der Heerführer staunte nicht schlecht als sie vor ihm stand und ihm befahl das Heer in Richtung Burgund zu ziehen. Doch bei dem Ausdruck ihrer Augen, die Entschlossenheit, die man in ihnen lesen konnte, wagte er nicht zu wiedersprechen und stimmte dem Zug zu. Zufrieden bereitete sich Fabienne auf die Weiterreise vor.
Am Nachmittag brachte ein Bote ihr ihre Entlassungspapiere. Verlegen biss sie sich auf die Unterlippe. Nun, da war sie wohl etwas voreilig gewesen.
Ohne jeden Schutz verließ sie noch am selben Tag auf ihrem Pferd das Heer.
Als sie die ersten Meilen hinter sich hatte, fühlte sich die junge Gräfin erleichtert. So, als habe man ihr einen großen Stein, den sie die ganze Zeit zu tragen hatte, abgenommen. Mit einem Mal durchfuhr sie ein Gedanke. Ohne ihn zu Ende gedacht zu haben, führte sie ihn aus und gab ihrem Pferd die Sporen. Das Tier schien sich ebenso danach gesehnt zu haben denn es flog eher über die Felder und Wege als es ritt. Nachdem Pferd und Reiter völlig erschöpft waren, hielt Fabienne am Waldrand an, setzte ab und fiel völlig erschöpft ins Gras. Ihr Pferd schnaubte. Die junge Frau sah auf und musste mit einem Mal laut lachen. Es war das erste Mal seit vielen, vielen Monaten…


Adelig geboren... reich an Wissen aufgewachsen... und in den Fängen des Adels und der Kirche gestorben
 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Philipp von Gunzenlee

Burgund
Moderator
Beiträge: 406
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Re:Das Leben in Burgund      02.08.2010 20:18:45 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Dieses Treffen mit seiner geliebten Frau hatte sich der Graf anderst vorgestellt. Zuerst freute er sich riesig, als der Herold mit dem Wappen derer von und zu Greifenstein vor seinem Zelt stand. Obwohl Fabienne und Friedrich oftmals mit Ihren Heeren in der gleichen Gegend weilten, gab es für ein Treffen oftmals kaum eine Gelegenheit. Um so verwunderter war Friedrich, als der Herold Ihm mitteilte, dass Ihn die Gräfin zu einem Duell forderte. Dem Grafen verlangte es eher nach etwas anderem, als an Kampfesübungen... Dennoch machte sich der Comte in voller Rüstung auf, um dem Wunsch seiner Gemahlin zu entsprechen. Bevor Friedrich überhaupt ein Wort des Grußes entrichten konnte, schlug seine Frau bereits mit dem Schwert auf Ihn ein. Was war nur los mit Fabienne? Bereits seit ihrem letzten Treffen in Burgund, als sie diesen ominösen Mönch als neuen Herzog Burgunds den Edelleuten vorstellte, war sie wie verändert! Sehr schweigsam und ewig nachdenklich. Friedrich machte sich ernsthaft Sorgen um die Frau, der er sein Herz geschenkt hat. Selbst an ihrer beider Töchter erfreute sie sich nur noch selten, und das obwohl der Heeresdienst wenig Zeit lies für private Sachen jeglicher Natur. Nun drosch sie mit unsäglicher Härte auf ihn ein, und obgleich der Graf die Techniken seiner Frau wohl kannte, hatte er einige Mühe zu verhindern, dass er ernsthaft verletzt wurde. Von Gunzenlee erlebte ein déjà-vu, den vor Jahren, als er die dunkelhaarige Burgunderin kennen und lieben lernte, gab es bereits eine ähnliche Situation, die allerdings nicht sehr glimpflich für den Grafen endete. Diesmal konnte Friedrich schlimmeres vermeiden und zog sich nur leichte Schnittwunden und blaue Flecken zu. Bevor er sich noch aus seiner arg verbeulten Rüstung quälen konnte, war seine Frau bereits auf und davon. Friedrich verstand die Welt nicht mehr...


 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Utha le Bon

Burgund
Moderator
Beiträge: 80
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Re:Das Leben in Burgund      02.08.2010 21:26:15 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Nach mehren tagen Reisen kam Utha le Bon und seine begleiter bei der Burg an und sagte:" Endlich sind wir da, wir werden uns hier einige Tage aufhalten bevor wir weiter reisen werden. Louie such uns eine Taverne wo wir die Tage bleiben können." "In Ordnung, ich werde uns was schickes suchen gehen." als Louie sich von der Gruppe trennte sagte Utha zu den Restlichen aus der Gruppe "Ihr könnt euch auch entfernen, Knappe folge mir." der Knappe nickte und folgte ihn still, die beiden gingen in richtung Handwerks Viertel wo sich Utha nach einer Schmiede umschaute......


 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Archimbald le Moine

Burgund
RS-MOD
Moderator
Beiträge: 3525
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Immer dieses Kreuz mit den Kleidern      03.08.2010 13:00:15 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Die Kleiderkiste barg weniges das zu solchen Anlässen geeignet schien und so entschied er sich für dezente hellgelbe wollene Beinlinge, einem minder schwer besticktes weisses Leinenhemd, darüber einen dezenten roten Wams und fast alles verdeckt durch einen bis knapp unter die Knie gehenden Rock gewirkt aus Damast in dunklem kräftigen Blau gewirkt mit Goldfäden.


Zum Abschluss liess er sich den dicken purpurnen Wollumhang auf die Schultern legen, ehe er sich zur Kanzlei begab und dort dann voller Neugierde auf die junge Adelige wartete.

Die Kleidung an sich wäre aller Ehre wert gewesen, nur wirkte sie an dem hochgewachsenen und eindeutig zu kräftigen jungen Manne etwas krotesk.


Archimbald le Moine
Seneschall Burgunds
Baron von Troyes

Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!

 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Alice de Beaufort

Freie
Moderator
Beiträge: 0
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen
Geburtstag:

Den Moderatoren den

Re:Das Leben in Burgund      04.08.2010 11:21:10 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Das Büchlein mit Gedichten hatte Alice weggelegt, stattdessen kämmte ihr die Zofe nochmals das weizenblonde Haar. Sie hatte ihr schönstes Kleid an, ein grünes mit Kastenausschnitt und das Erbstück ihrer Mutter, das goldene Halsband. Mit dem Handspiegel betrachtete sie sich, ob auch wirklich alles stimmte, denn umbedingt wollte die junge Dame vollendet vor den Herzog treten. „Wie sehe ich aus ? kann ich so vor den Herzog treten ?“ fragte sie an ihre Zofe gewandt „das Grüne Kleid schmeichelt eurem Haar und die Kette eurem Dekolletee, ihr seht bezaubernd aus Mylady.“ Gerade als ihre Zofe geendet hatte klopfte es an der Tür der Kemenate „herein...“ sogleich ging die Tür auf und ein Mann kam herein, sie fragte sich ob das der Herzog war, verwarf diesen Gedanken jedoch wieder, der Herzog würde nach ihr schicken lassen da war sie sicher. Als er zu sprechen anfing bestätigte sich dies „Mademoiselle de Beaufort, mein Name ist Rousel und der Herzog schickt mich, er erwartet euch in der Kanzlei.“ sie lächelte ihn an und die Zofe entfernte sich ins Vorzimmer „Werter Rousel, ich werde euch gerne zur Kanzlei folgen wenn ihr möchtet.“ Alice folgte Rousel durch die dunklen Gemäuer der Burg zur Kanzlei, vor der Tür angekommen amtete sie durch und strich ihr Kleid glatt. „wartet bitte noch einen Augenblick Mademoiselle„ Rousel trat ein und kündigte sie an „Mein Herzog, die junge Adelige steht vor der Tür“ hörte sie durch diese hallen ehe sie nochmal aufging und sie Eintrat. Nur einen Augenblick blickten sich die Rehbraunen Augen in der Kanzlei um, überall Schreibpulte und Folianten. Dann fiel ihr Blick auf den Herzog der groß, jedoch füllig war und wunderschöne Kleider anhatte, die ihm aber nicht besonders schmeichelten, sie hatte besser gewählt das grüne Kleid schmeichelte perfekt ihren Weizenblonden Locken. Sie sank in einen anmutigen Knicks und ihr sinnlicher Mund formte ein Lächeln, kurz sah sie ihn an ehe ihr Blick wieder demütig zu Boden glitt "Eure Hoheit ich danke euch das ihr mich empfangt..."
 
Letzte Änderung: 2010/08/04 11:27 von .
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
Zum Anfang gehen Neues Thema
Powered by FireBoarddie neusten Beiträge direkt auf Deinem Desktop erhalten
(+) Notizen:

Nur fuer Premium-Spieler.


Forum
Hilfe
Tutorials
Impressum
AGB
Partner
Anmeldung: 25117
Aktive:         1647
Online:         198
Gasthaus
Wladimir Monomach: Moin Kjell!
* Kjell Hargraschson belächelt die Unwissenheit
Edwyn de Lasombra: nee ihr seid mir zuviele und so spannend ist bei euch auch net, leere grafschaften plündern ist net so meins ;P
Edwyn de Lasombra: ^^ erst wenn ich tot bin
Kjell Hargraschson: Edwyn dafür gibts Sizilien
Lady Fineae vom Wolfsfels: böser edwyn