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Re:Zug ins Ungewisse 23.07.2010 16:19:05 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Dieser Feldzug erreichte einen neuen traurigen Höhepunkt. Mit Verbänden des oströmischen Bundes hatte man die Grenzen zu Polen überschritten und wenn nicht ein Wunder geschah würde man bald die Waffen gegen ein neues Volk erheben, dass eigentlich nicht am Beginn des Konfliktes beteiligt war.
Es gab aber den Sachsen Rückendeckung und unterstütze deren Bestrebungen den geführten Krieg weiterzuführen.
Das HRRDN zeigte sich bisher leider einig, wenn es darum ging seinen größenwahnsinnigen Kaiser bei seinen Plänen zu unterstützen.
Während Haldon in seinem Zelt mit den akritischen Truppenführern zusammen stand, über den Kartentisch gelehnt, kam ein Bote ins Zelt und überbrachte Depeschen mit den aktuellsten Informationen.
Während die Offiziere weiter über der Karte brüteten, ging Haldon zu seinem Tisch und begann die Nachrichten zu lesen. Es vergingen einigen Minuten und die Offiziere diskutierten hitzig als vom Schreibtisch des Ministers lautstark "JA, Endlich. Gott sei Dank, endlich wurden meine Gebete erhört." zu vernehmen war.
Die Männer sahen sich fragend an und schauten dann zu Ihren Heerführer hinüber. Der war über den Tisch gebeugt und in einer Depesche vertieft, die vor ihm auf den Tisch lag. Fiebrig las der Kanzler die Naricht erneut und erneut durch. So vergingen nochmals einige Minuten, bis sich Haldon letzlich doch dazu durchrang, den Kopf zu heben und in die Gesichter seine Offiziere zu schauen. Diese sahen ihn immer noch fragend an.
"Mein Herren und Damen, vor mir liegt eine Depesche aus Ungarn. Um es kurz zu sagen, die Ungarn haben sich vom HRRDN losgesagt und sind bemüht sich aus diesem Krieg heraus zu nehmen. Welche Pläne sie verfolgen sind noch unbekannt, aber es zeichnet sich ab, dass es ein wahres Interesse an einen dauerhaften Frieden von Seiten Ungarns exestiert. Wenn sich dies bewahrheitet wäre ein Anfang gemacht. Und wenn es uns gelingt den anderen Völkern des HRRDN zu zeigen, dass wir verläßlichere Partner als der deutsche Kaiser sind, vielleicht entscheiden sich auch andere zu diesem Schritt." Gemurmel erhob sich und man sah es in den Gesichtern der Anwesenden, dass dieser Funke von Hoffnung den Männern auftrieb gab.
Doch dämpfte der Kanzler die Erwartungen seiner Männer, es musste sich erst noch beweisen, wie ernst es denn Ungarn war und ein Frieden war noch lange nicht beschlossen. Daher galt es die weiterhin anstehenden Aufgaben zu bewältigen.
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Re:Zug ins Ungewisse 25.07.2010 10:23:53 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Und weiter marschieren die Truppen der Akriten zusammen mit den befreundeten Streitkräften aus anderen Reichen. Aber viel zu langsam schien es Haldon. Er war nicht intressiert gegen Bayern und Polen zu kämpfen, gegen Ungarn würden sie wohl nicht ziehen, die letzten Entwicklungen machten Hoffnung, dass wenigstens Ungarn eingesehen hatten welch falsches und schändliches Spiel der deutsche Kaiser mit seinen Vasallen betrieb.
Aber in ihren blinden Treuegelöbnis gegenüber dem deutschen Kaiser, warfen sich jetzt zumindest die Polen Ihnen jetzt entgegen und schlimmer noch Gerüchte machten die Runde, dass der deutsche Kaiser seine Ritterschaft aufrief sich als Freischärler zu sammeln. Dabei würde er diese armen Ritter nur in ihr Unglück stürzen.
Mögen sie auch verzweifelt und ohne Einkommen,woran ihr Kaiser Schuld war,
Hatten sie keine Aussicht ihre Lehen zurück zu bekommen, woran ihr Kaiser Schuld war,
Müssten Sie wahrscheinlich ganz von vorn beginnen, wenn sie sich als Freischärler verdingen wollten, wozu ihr Kaiser sie verführen wollte,
Die Grafschaften waren geplündert und geleert es gab nicht viel zu erobern, dass wußte der Kaiser der Deutschen, aber er behielt solche Weisheiten für sich. Nichts wäre wahrscheinlich Schlimmer für die Moral der Truppen als Ihnen deutlich zu machen, dass man zwar plündern kann, aber wo nichts mehr ist, ist nichts mehr.
Aber schlimmer war das schändliche Spiel das ein Herrscher mit seinen Untergeben zu treiben schien. Sollte das Sachsenherz wirklich so kriegerisch sein? Haldon bezweifelte es, vor allen Dingen, wo man Sachsen schon großzügige Angebote zu einem Frieden gemacht hatte. Aber immer hieß die Sachsen wollen mit weißer Weste aus diesem Kampfe hervorgehen. dagegen war Haldon energisch. Sachsen hatte diesen Krieg begonnen und dafür würde es sich vor der Welt zu entschuldigen haben.
Nun man würde auch diese Freischärler ertragen, wenn sie wirklich kommen sollten aber Haldon sah schwarz für einen wahren Frieden mit Sachsen. Der oströmische Bund hatte seine Hand augestreckt zum Frieden, diese wurde von Sachsen zurückgewiesen. Und wenn es auch Haldon nicht gefiel, man würde eben weiterziehen bis man vielleicht die Sachsenburg erreichte. Haldon war noch nie in diesen Landstrichen, von daher versuchte er es von der positiven Seite zu sehen. Er lernte neues kennen.
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Re:Zug ins Ungewisse 26.07.2010 13:41:09 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Wahrlich der Stolz eines Vaters kann kaum größer sein, als zu sehen wie sich zwei seiner Söhne in der Schlacht beweisen. Während Artemis an der Seite seines Vaters in der Gruppe erfahrener Kempen gegen die Polen zu Felde zog, hatte Uriel das Kommando über einige Ritter und Knechte erhalten und diese ins Felde geführt.
Beide hatten sich wacker geschlagen und, da war sich Haldon leider sicher, sobald die nächste Schlacht kommen würde, würde auch Artemis den Befehl über einige Ritter und Knechte erhalten.
Ein Schreiben des Reichsverweser, welch eigentümlicher Titel, ein leichter Schauer des Ekels lief über den Rücken Haldons, sorgte für Erheiterung im Feldlager und bei der Besprechung mit den Kommandanten der anderen Heereszüge. Als die vom Kreuze abends am Feuer saßen und speisten, man speiste gut die Vorräte waren aufgefrischt worden, kam das Gespräch wieder auf dieses witzige Schreiben von Paul, hieß er Paul, von Werle, da war Haldon sich nicht sicher. Er müsste nochmal schauen.
Seine Söhne fragten warum die Polen so stur waren, schließlich könnten Sie doch dem Beispiel Ungarns folgen. welches Frieden für Sie und ihr Volk verheißen würde. Anstelle womoglich das Land, und nicht nur die Felder, von Fremden umgepflügt zu bekommen. Zudem war es kein Geheimnis, dass der deutsche Kaiser diesen Krieg begonnen hat und wir nur deswegen hier standen.
"Nicht doch Kinder, sprecht den Polen nicht ihren Stolz ab. Es ehrt sie wenn sie für ihren Kaiser einstehen." maßregelte Haldon seine Söhne, als die Beiden anfingen sich über die Polen lustig zu machen. "Es sind tapfere Recken und tausendmal mutiger als ihr Kaiser, der es vorzieht im Hinterland seines Gegners arme Bauern zu überfallen. Wir und die Polen eint, dass wir uns zum kampfe stellen, bisher zumindest, daher kann es nur an ihrem Dickschädel scheitern, und da ist dieses Schreiben wahrlich Beweis genug für, dass sie nicht einsehen wollen, dass sie nur für Ihren feigen Kaiser bluten." Traurig blickte Haldon zu Boden."Mir tun die armen Schweine Leid, die deshalb ihr Leben lassen. Mir tun die Ritter leid, die ihre Verwandten und ihr Vermögen verlieren, weil einer den Krieg suchte und ihn fand." Haldon sah seine Söhne an."Lasst Euch ja nicht einfallen ebenfalls so stur zu sein. Die Heimat verteidigen schön und gut, aber die müssten die Polen ja gar nicht verteidigen, wenn sie sich von Sachsen lossagen würden, bzw. von diesen dummen Kaiser, der das Blut höher schätz als das Leben." Mit ernsten Mienen nickten seine Söhne zu dem was Haldon Ihnen sagte.
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Letzte Änderung: 2010/07/26 13:44 von Marius vom Kreuze.
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Re:Zug ins Ungewisse 27.07.2010 15:03:32 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Die Enttäuschung Haldon wurde größer, nachdem sich Polen nicht traute den gleichen Schritt zu wagen wie die Ungarn, wenn es auch ihn nicht wunderte bei diesem "Reichsverweser", noch immer trieb Ekel ein Schauer über den Rücken des Ministers, nein sie schwiegen und liessen einen dumpen Trottel für sich sprechen. Entmündigt wie kleine Kinder. Das erfüllte doch das Herz des Ministers mit Trauer.
Nun gut man konnte es nicht ändern und hatte es zumindest versucht zu ändern.
Aber die nächsten schlechten Nachrichten waren nicht weit und nachdem Haldon die Berichte über die geführten verhandlungen zwischen dem Bund und Mordwina zur Kenntnis gebracht wurden, wuchs erneut Enttäuschung in seinem Herzen.
Das sind Mordiwnas Vorstellungen von Frieden. Die Südgrenzen mit einer Hinhaltetacktik schützen wollen, während man im Norden mit dem Feinde des Bund weiterhin einträchtig zu Felde zieht. Man hatte Sie gewarnt, dass dies nicht toleriert wird. Frieden, besonders in zeiten eines Weltenbrandes, kann nur erreicht werden, wenn allerorts die Schwerte niedergelegt werden.
Es war den Verhandlungsführern aus Mordwina klar welche Forderung der Bund stellte und sie haben bewußt getäuscht und betrogen. Und dann diese Hetzschrift, eine Abschrift lag den Unterlagen bei, die tinte nicht wert mit der sie geschrieben wurde. Mordwina selbst hatte den Krieg erklärt, aber es war schon klar warum den mordwinischen/kiewischen Ministern und Ihrem Zaren die Erinnerung getrübt ist. Sie sind zu lange in Nähe des deutschen Kaiser gewesen. Der verdrängt ja auch, dass er in Byzanz eingefallen ist um einen Krieg anzuzetteln. Wahrlich Haldon hoffte er würde einst nicht auch an solch sinilität leiden wie die hohen Herren aus dem deutschen Reich und dem Zarenreich. Vielleicht lag an diesen Landstrich im Norden, das die Geisteskraft nachließ, insofern sollten es sich die Truppen des Bundes wirklich überlegen weiter nach Norden zu ziehen. Nicht das diese vergesslichkeit auch unter Ihnen Fuß fassen tut.
Haldon jeden falls war von Mordwina/Kiew enttäuscht, ob dem falschen Spiel das sie getrieben haben und nicht mal so ehrlich sein konnten es sich und ihrem Volk einzugestehen. Es würden wieder Zivilisten und einfache Milizen leiden müssen. Man würde ganzen Landstrichen die Existenzgrundlage rauben, aber Mordwina/Kiew übt sich in deutschen Ausflüchten. Nun ja, nach der Schlacht ist auch wieder Zeit sich darüber Gedanken zu machen. Er ließ das Schwert in seine Scheide fahr´n und trat vor das Zelt. Dort wartete sein Pferd gehalten von einem Knecht. Er stieg auf und eilte an die Spitze des Zuges.
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Aaron
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Re:Zug ins Ungewisse 27.07.2010 23:30:49 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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So fern der Heimat in einer feindlichen Umgebung waren wir ständig im Kampf. Nicht nur dem einfachen Soldaten drückten diese Tatsachen und das ungewohnte Klima auf die Moral. Auch im Führungsstab und bei mir machten sich Unmut und Heimweh breit. Doch wieder rief uns das Horn an die Seite unserer Verbündeten und damit in die Schlacht. Ein weiteres Mal rüsteten sich die Ritter und einfachen Kämpfer der Akriten. Auch ich legte Rüstung und Waffen an und stieg auf mein Pferd. An der Spitze der Truppen verließ ich das Feldlager und führte sie zum Ort der Schlacht. Hier neben den Brüdern des Bundes würden wir unser Blut vergießen und den Feinden das Leben zur Hölle machen. An der Spitze der Reiterei stürmte ich auf die Reihen des Gegners zu und trieb einen Keil hinein. Als dann die Pferde zum Stehen kamen brach das Chaos um uns herum aus. Jeder versuchte sich so gut es ging sich seiner Haut zu erwehren.
Es gab in dem ganzen Dreck und Blut kaum die Möglichkeit zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Neben dieser Tatsache machte sich eine Schwäche in mir breit die mich schon seit Tagen begleitete. Als ich einen Hieb auf meine Seite zuschnellen sah konnte ich nicht mehr reagieren und der Schlag traf mich mit voller Wucht. Schwer atmend ging ich zu Boden und blieb dort regungslos liegen. Blinzelnd erkannte ich eine vertraute Person über mir und nach genauem hinsehen konnte ich Antalareon erkennen. Wieder einmal stand er treu zu mir und schützte mich mit allem was er hatte. Doch der Feind drängte immer mehr auf uns zu und schlug wild auf uns ein. Plötzlich war über mir ein dumpfer Ton zu hören, der von einem Röcheln begleitet wurde. Was dann kam war wie ein Alptraum, mein Freund brach über mir zusammen. Mich noch immer schützend legte er sich auf mich und versuchte so mein Leben zu bewahren. Doch Gott hatte heute für uns beide anders entschieden und so spürte ich plötzlich einen neuen brennenden Schmerz in mir. Ich erahnte was diesen Schmerz verursachte und musste feststellen, dass ein Speer Antalareon und mich durchbohrt hatte. Nur wenige Augenblicke nach dem Schmerz bemerkte ich, dass mein alter Weggefährte nicht mehr atmete. Wutentbrannt schrie ich meinen Zorn in das Feld hinaus und sank dann selbst in eine dunkle Welt hinab.
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Re:Zug ins Ungewisse 28.07.2010 18:42:00 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Die Schlacht hatte gewütet und war nun ihrem Ende nah. Nur noch vereinzelte Krieger Polens waren noch auf dem felde. Der Rest hatte sich zur Flucht vom Schlachtfeld aufgemacht und eilten von dannen.
Nachdem auch die letzten Kämpfe beendet waren, gingen Soldaten über das Feld und kontrollierten die Männer die auf dem Feld geblieben sind. Fanden sie einen verletzen Polen, machten Sie kurzen Prozess, was wahrscheinlich aber auch eher einer Erlösung gleich kam. Fern der Heimat waren die Vorräte an Kräutern und Medizin stark geschrumpft und Nachschub in fremden Ländern zu erhalten war nicht unbedingt einfach. Daher töteten man die Verletzten als das man Sie dem Wundbrand oder anderen Folgen Ihrer Verletzung preisgab.
Haldon war immer bemüht Gedanken daran zu vertreiben, aber diesmal hatte er ein schlechtes Gefühl hierzu. Er selbst weilte etwas vom Schlachtfeld entfernt und reinigte sich mühevoll das von Blut besprenkelte Gesicht. Seine Rüstung hatte ihm einer seiner Knappen abgenommen und war ebenfalls dabei diese zu reinigen, als ein Soldat zu ihm trat und ihm die schlecht Kunde übergab, dass man den König, den Sultan unseren Herrscher unter den Männern auf dem Schlachtfeld gefunden hatte.
Sein erster Gedanke war -"Mein Gott, das kann nicht sein. Kalendin gefallen, Nein, dass darf nicht sein"- Aber der Soldat, der an Haldons Gesicht seine Gedanken erraten konnte beruhigte den Minister zumindest soweit, dass der König nicht tot sei, sonder verletzt aufgefunden wurde. Er wurde in sein Zelt gebracht und ein Medicus sei bereits dort vor Ort.
Haldon brach seine Reinigung ab und eilte zu seinem Pferd. Mit einem Schwung, den er sich selbst nicht mehr zugetraut hatte schwang er sich vom Boden in den Sattel und ritt im schnellen Galopp zum Zelt des Königs. Dort stieg er vom Gaul und eilte hinein.
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Aaron
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Re:Zug ins Ungewisse 29.07.2010 22:03:13 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Nur sehr langsam wich die Dunkelheit zurück und machte einer anderen Welt platz. Erst nach einer Weile konnte ich mich orientieren und bemerkte, dass ich in meinem Zelt lag. Doch ich war nicht alleine, an den Stimmen erkannte ich, dass der Medicus bei mir war. Die Anderen konnte ich nicht zuordnen und auch sonst hatte ich es schwer mich zu erinnern. Nach und nach spürte ich aber den Schmerz in mir aufflammen und mit diesem kamen auch die Erinnerungen an die Schlacht. Doch noch ehe ich mich meiner Umwelt mitteilen konnte betrat eine weitere Person das Zelt. Aus dem Gespräch konnte ich hören, was sich zugetragen hatte und wie es in etwa um mich stand. Doch dann schoss mir ein anderer Gedanke durch den Kopf, was war mit Antalareon hatte er überlebt oder war nun auch noch der letzte meiner Familie gegangen? Diesem Gedanken nachhängend trat Haldon an meine Liege heran. Noch bevor er etwas sagen konnte begann ich zittrig zu sprechen. „Mein Wesir und guter Freund, haben wir zumindest die Schlacht gewonnen oder war der Tod meines treuen Lehrers vergebens?“
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Re:Zug ins Ungewisse 30.07.2010 19:31:30 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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"Nein mein Herr, der Sieg in dieser Schlacht war unser. Aber ich fürchte all die verblassten Leben sind einen unnützen Tod gestorben. Ich bin nur froh, das Euch nicht dieses Schicksal gedacht war." sprach Haldon zu seinem König, dann wand er sich ab und sprach zum Medicus, "Sagt an wie steht es um unseren Herren. Wie schwer sind seine Wunden?"
Kalendins Hand verkrampfte sich am Arm des Wesir, den Arm den er ergriffen als Haldon sich seinem Lager näherte und vor diesen niederkniete um nah bei seinem König zu sein.
"Er ist schwach Herr, hat viel Blut verloren. Sein Schicksal liegt allein in Gotteshand. Ich habe getan was ich konnte, den Rest entscheidet Gott." flüsterte der Medicus dem Wesir zu. Dieser sah zu seinem König hinab. Er war schwach und ganz blaß im Gesicht. Sein Körper schüttelte sich leicht, wie im Fieber.
"Ihr müsst gesund werden. Das Land braucht Euch. Eure Stimme der Vernuft muss gehört werden, daher werden um Gottes Willen gesund." Mit Sorge im Blick hielt er diesen unverwand auf Kalendin gerichtet.
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Aaron
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Re:Zug ins Ungewisse 30.07.2010 23:12:09 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Nur sehr leise konnte ich die Worte vernehmen und auch die Berührungen spürte ich nur sehr schwach. Doch ich wusste auch so worum es ging und so versuchte ich zu antworten. Nur sehr mühsam kamen einige Worte über meine Lippen. Haldon mein Wesir, du sollst das Volk vortan leiten und führen. Zittrig zog ich den Siegelring von meinem Finger und drückte ihn in die Handfläche meines Freundes. Ich werde mein Leben in Gottes Hände legen. Wenn unser Schöpfer mich zu sich ruft weiß ich mein Volk bei dir in guten Händen. Noch ehe mich der Schmerz und die Schwäche übermannen konnte fügte ich hinzu. Sorge bitte an meines statt dafür, dass Antalareon mit allen Würden beerdigt wird. Ich will es so und es soll mein letzter Befehl als Herrscher der Akriten sein.
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Re:Zug ins Ungewisse 31.07.2010 09:16:16 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Er war vor dem Kopf gestossen und sprachlos. Kalendin war nicht zum erstenmal verletzt, aber schienen die Verletzungen so schwer wie noch nie zu sein. Er drückte Haldon den Siegelring des Herrschers von Akritien in die Hand. Schwach ohne Kraft fiel der Ring mehr in seine Hand, als das Kalendin im diesen in dieselbe drückte. Kaum das er seinen Wunsch bezüglich seines verstorbenen Freundes geäußert hatte fiel der jetzt ehemalige Herrscher der Akriten zurück in den Schatten seiner Verletzung. Der anwesende Medicus griff Haldon an dessen Schulter und bat diesen flüsternd er möge jetzt gehen. Er würde alles mögliche tun, damit Kalendin der Gerechte sich wieder erholen würde, aber er wies nochmal daraufhin, dass seinem Wirken Grenzen gesetzt sind und Gott alleine über das Schicksal des Einzelnen zu entscheiden hat.
Haldon verließ das Zelt und gab Befehl den Leichnem Antalareon in dessen Zelt zu bringen. Er würde den Wunsch Kalendin erfüllen und Antaleron ein mehr als würdiges Begräbnis verschaffen.
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