Ritterheere-Forum
Willkommen, Gast
Bitte anmelden oder registrieren.    Passwort vergessen?
Vedorbene Tage und was daraus werden kann (1 Leser) (1) Gast
Zum Ende gehen Neues Thema Beliebt: 2
THEMA: Vedorbene Tage und was daraus werden kann
 
Natascha Jelena Kalinina

Moskau
Beiträge: 490
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Vedorbene Tage und was daraus werden kann      15.08.2010 22:07:22 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Es gibt Tage, da sollte man gar nicht erst aufstehen.
Das dachte das junge Mädchen als sie über Moskaus Marktplatz hinkte.
Es war eine unglaubliche Dummheit, das sie die Andere zum Duell gefordert hatte. Doch sollte sie sich von ihr so mustern lassen? Ihr Blick sagte deutlich aus was sie von ihr hielt. Bettlerpack, schmutzig und verschlagen. Doch gebettelt hatte Natascha noch nie. Gut ein Bad wäre schon seit langem einmal nötig. Aber der Besuch eines Badehauses kostete Silber das sie nicht besaß. Ebenso der Erwerb neuer, makelloser Kleidung. Dabei entstammte sie durchaus nicht der untersten Gesellschaftsschicht. Aber fangen wir von vorn an.
Natascha Jelena Kalinin, kam als jüngstes von 5Kindern und 3.Tochter eines unbedeutenden Landadeligen zur Welt. Eine 3.Mitgift konnte oder wollte sich ihr Vater nicht leisten daher war ihr ein Leben im Kloster vorherbestimmt auf das sie von einem Popen vorbereitet wurde.
Sie hasste die täglichen Lektionen fast ebenso sehr wie den Popen und nutzte jede sich bietende Gelegenheit um ihm zu entkommen. Die Schläge die sie als Strafe dafür erhielt wenn sie dabei erwischt wurde das sie statt zu lernen lieber dem Schwertkampf ihrer älteren Brüder zuschaute nahm sie in Kauf. Sie durfte sich eben einfach nicht erwischen lassen.
Die Lektionen hatten ein Gutes, sie war eine der wenigen Mädchen, die lesen schreiben und ein wenig rechnen konnte.
Kurz vor ihrem 15. Geburtstag war es schließlich soweit. Begleitet von 2Bediensteten und einer kleinen Summe Silbers die ihr Vater dem Kloster spenden wollte ritt sie los zu dem 2Tagesritte entfernten Kloster. Dort sollte sie niemals ankommen. Sie nutzte eine kleine Rast um die beiden Männer um einen Dolch und das Reisegeld zu erleichtern und machte sich mit ihrem Pferd auf in Richtung Süden. Sie stellte es sich so einfach vor und hielt die 100 Silberstücke in ihrem Beutel für einen großen Schatz.
Das Geld reichte bis knapp vor die Stadtgrenze Moskaus dann musste sie ihr Pferd verkaufen um sich den Zugang zur Stadt zu erkaufen. Gegen ein paar Silberstücke sahen die Wachen am Tor über ihr Erscheinungsbild hinweg und ließen sie passieren.
Einmal in der Stadt, hoffte sie den Onkel ihrer Mutter zu finden die ihr weiterhelfen könnte. Sie hatte diesen Mann nur einmal gesehen und war sich trotzdem sicher ihn wiederfinden zu können.
Dann lief sie dieser jungen Frau über den Weg. Ihr Blick drückte alles aus was sie über Natascha dachte. Dafür forderte sie diese zum Duell. Und verlor! Letzten Endes hinkte sie nun unter den Schmährufen der Zuschauer vom Platz und bereute einmal mehr diese Forderung.
 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Iwan Grosny

Freie
Beiträge: 0
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen
Geburtstag:

Den Moderatoren den

Re:Vedorbene Tage und was daraus werden kann      15.08.2010 23:55:54 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Iwan kehrte mal wieder in seine neue und alte Heimatstadt Moskau zurück, hatte er diese doch bereits mehrmals verlassen.
Das erste Mal, an dass er sich erinnern konnte, warum er Moskau verliess, war, als seine Eltern entschieden, dass sie es sich nicht leisten konnten, mehreren Söhnen die militärische Eliteausbildung zukommen zu lassen und Iwan war als Zweitgeborener der Grosnys niemals dafür vorgesehen, das kleine familiäre Adelsgut zu übernehmen.
Daher beschloss Matuschka Grosny, dass ihr Zweitgeborener ins Kloster gehen sollte und dort einmal sicherlich das Kloster übernehmen könnte.
Die notwendigen Silberstücke konnte man gut aufbringen, zumal Iwans Onkel dort als Abt fungierte.
Und so kam es, dass Iwan das Kloster und die dortige ländliche Umgebung als Jüngling als seine natürliche Heimat ansah.
Er kam gar nicht auf die Idee, gegen das klösterliche Leben zu revolturieren, kannte er doch nichts anderes, denn als Jüngling von vier Jahren und in den anschliessenden Jahren war er begeistert von der Möglichkeit, sich dort zu bilden.
Er lernte Lesen, Schreiben und Rechnen, auch im Gesang übte sich der junge Knabe.
Doch es kam anders, als alle dachten.
Sein älterer Bruder kam bei einem tragischen Unfall ums Leben, gerade als Iwan seinen 14. Geburtstag feiern wollte.
Gefühle empfand er keine, kannte er den Älteren doch kaum, auch seine Eltern waren Fremde für ihn.
Mit vier Jahren ins Kloster kommend, war alles, was es für ihn gab, die Mönche und sein Onkel, doch jetzt änderte sich alles. Der Familienbesitz musste gesichert und geführt werden.
Iwan wurde aus der klösterlichen Welt der Ruhe und Besinnung herausgerissen und sollte in Moskau in die harte Schule eines Adeligen gehen.
Dort lernte er also mit 14 Jahren zum ersten Mal den Umgang mit Waffen, den Schwertkampf, das Ringen und all die anderen Dinge.
Noch zart besaitet und mit der Ruhe des Klosters aufgewachsen, forderte die harte raue Welt des Krieges von Iwan alles. Auch die anderen jungen Adeligen verspotteten den Neuling, der noch nicht einmal wusste, welches Ende des Schwertes das scharfe und somit für ihn gefährliche sei.
Doch Iwan gab nicht auf, lernte er doch im Kloster, dass er allerlei leidvolle Prüfungen im Leben zu bestehen habe und auch schlummerte in ihm das Blut der Grosnys, welche eine Reihe vorzüglicher Ritter in ihrer Ahnengalerie aufzuweisen hatten.
Mit 17 Jahren verliess Iwan dann wieder Moskau, um den elterlichen Gutshof kennenzulernen und seinem Grafen die Treue zu schwören.
Aus dem kleinen und schmächtigen Mönchsanwärter Iwan war ein stattlicher junger Mann herangewachsen.
Und als eben jener Adeliger kehrte Iwan mit seinen 22 Jahren nach Moskau zurück, um zu erkunden, wie sich die Stadt verändert habe, wer von seinen Freunden und Feinden von damals noch lebte.
Auch wollte er endlich einmal in den Krieg ziehen, war er doch bisher nur bei kleineren Scharmützeln beteiligt gewesen.
Und so überschritt Iwan an eben jenem Tage, an dem auch Natascha Moskaus Stadttore durchquerte, die Stadtgrenze.
Iwan legte wenig Wert auf seine Kleidung, hatte er sich doch an die Mönchskutte gewohnt.
Wenn man Iwan zum ersten Mal begegnete, so könnte man durchaus dem Trugschluss erliegen, man habe einen Mönch vor sich, doch das darunterliegende Kettenhemd und das gegürtete Schwert, sowie der Stock, der in Wahrheit sein Speer waren, straften diesen trügerischen Eindruck Lügen.
Auf dem Rücken trug er den Schild mit dem Familienwappen der Grosnys.
Nach einem Besuch in der nächsten Taverne, musste er sich doch den Durst aus der Kehle spülen, beschloss Iwan seine alte Lehrstätte zu besuchen...
Und er kam scheinbar gerade zur rechten Zeit, herrschte doch ein dichtes Gedrängel und Gejohle war auf dem Sand der Arena zu hören.
Und so drängte er sich rücksichtslos nach vorne und kam gerade rechtzeitig um zu sehen, wie zwei junge Frauen im Sand der Arena umeinander wirbelten.
Die eine trug nur einen Dolch und sonst keine Bewaffnung und die andere strotzte nur so mit einem Arsenal gefährlich aussehender Waffen... und so sah Iwan voraus, was auch wenig später eintraf, die junge Schönheit ging nach mehreren heftigen Streichen zu Boden und hatte den Kampf verloren.
Der beissende Spott der daraufhin unter den Menschen ausbrach, erinnerte Iwan an seine erste Kämpfe und seine Niederlagen... und so beschloss er der jungen Dame zu folgen und... das wusste er jetzt auch noch nicht, sollte er sie ansprechen?
Möglichst unauffällig schob sich Iwan hinter der jungen Dame her...
 
Letzte Änderung: 2010/08/15 23:58 von .
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Natascha Jelena Kalinina

Moskau
Beiträge: 490
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Re:Vedorbene Tage und was daraus werden kann      16.08.2010 00:46:52 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Noch immer mehr als verärgert über den verlorenen Kampf begab sich Natascha zu ihrer Herberge. Das hätte nicht passieren dürfen. Dabei kickte sie einen Stein vor sich her und versuchte ihren Ärger unter Kontrolle zu bekommen. Sie wollte heute nicht noch mehr Fehler machen. Doch am Liebsten würde sie umkehren und der Anderen einige schallende Ohrfeigen verpassen um sich abzureagieren. Egal ob sie das Duell nun verloren hatte oder nicht. In ihrer Wut entging ihr natürlich, das ihr jemand folgte. Nach einer ganzen Weile erreichte sie die Herberge am Stadtrand wo sie für wenige Silberstücke untergekommen war. Wobei Herberge war eine zu schmeichelhafte Umschreibung des heruntergekommenen Hauses. Der Lehm bröckelte von den Wänden und gab den Blick auf das Flechtwerk frei. Dazu kam ein unangenehmer Geruch nach verdorbenen Essen, menschlichen und Tierischen Exkrementen und noch einiges anderes undefinierbares. Seufzend griff sie nach dem Türgriff als sie endlich die Schritte hinter sich hörte und sich herumdrehte. Natascha musterte den Unbekannten. Beim Anblick der Mönchskutte stutzte sie kurz, schätzte ihn jedoch für nicht weiter gefährlich ein und öffnete die Tür.
 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Iwan Grosny

Freie
Beiträge: 0
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen
Geburtstag:

Den Moderatoren den

Re:Vedorbene Tage und was daraus werden kann      16.08.2010 01:03:52 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Iwan setzte bedächtig Schritt vor Schritt und aufmerksam die Umgebung beobachtend, folgte er der noch unbekannten jungen Dame. Und so bemerkte er ihren Ärger, was darauf deutete, dass man wohl aus ihr eine Kriegerin formen könnte, doch würde es dazu sicherlich einiges an Geduld brauchen.
Und so verliessen sie langsam den Moskauer Stadtkern und erreichten eine Gegend, in der Iwan sich wohl eher nicht aufhalten würde, würde ihn nicht das Bedürfnis treiben, etwas mehr über jene junge Dame herauszufinden.

An der Tür zu jener Kascheme, die sich auch noch Taverne schimpfte, hielt die junge Frau an und blickte nach hinten, hatte sie ihn bemerkt?
Wohl schien sie sich nicht weiter um Iwan zu kümmern, auch eine Tatsache, die sie wohl noch lernen musste, denn hinter jedem noch so freundlichen Menschen konnte sich ein Feind verbergen.
Und rasch schloss Iwan zu der jungen Dame auf und überquerte so kurz nach ihr die Schwelle.
Ein musternder Blick strich über die dreckige und abweisend wirkende Einrichtung.
Der Gestank, der sich schon draussen bemerkbar machte, hatte hier drinnen noch zugenommen und Iwan rümpfte, ob des Gestanks die Nase...
Doch beschloss er zu bleiben und so steuerte er zielstrebig einen der freien Tische an, ohne weiter Blicke nach links oder rechts zu werfen.
Den Schild stellte er an der Wand ab, dass man nicht erkennen konnte, wozu er diente und seinen Stock lehnte er daneben an die Wand.
Mit einem schalkhaften Ausdruck in den Augen registrierte er, dass er soeben den einzig freien und einigermassen sauber wirkenden Tisch in Beschlag genommen hatte.
Was jene Dame nun machen würde, vielleicht gesellte sie sich zu ihm, nachdem sie ihn als gefahrlos eingestuft hatte...
Und so wartete Iwan auf das Kommen der Wirtin, welche alle Zeit der Welt zu haben schien und als sich jene alte Fregatte endlich dazu bequemte, zu erscheinen, bestellte Iwan einen Wodka, den der würde alles andere abtöten...
Sein Blick richtete sich nach unten und er zog aus der Tasche ein Kreuz hervor und tat, als wäre er im Gebet versunken....
 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Natascha Jelena Kalinina

Moskau
Beiträge: 490
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Re:Vedorbene Tage und was daraus werden kann      16.08.2010 01:23:30 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Wenn sie gedacht hatte es könnte nicht noch schlimmer kommen drängte dieser Mönch sich an ihr vorbei und betrat mit angewidertem Gesichtsausdruck den Schankraum. Sie konnte ihn ja so gut verstehen. Nur was hatte ein Mönch in dieser Taverne zu suchen? Für seinesgleichen gab es doch so viele bessere Möglichkeiten. Aber das sollten nicht ihre Sorgen sein. Was gingen sie die Geschäfte dieses Menschen an.
Schliesslich betrat sie den Schankraum. Ein Becher Wein würde den heutigen Tag vielleicht doch noch erträglich machen. Wobei Wein durfte man das essigsaure Getränk eigentlich nicht nennen.
Natürlich hatte sich dieser Mönch an den einzigen freien Tisch gesetzt. Kurz schweifte ihr Blick durch den Raum.
Die wenigen Tische waren jedoch alle mit ungepflegten Männern besetzt. Zum Teil frönten sie dem Würfelspiel oder starrten auf die Becher in ihren Händen. Alles in allem keine vertrauenserweckenden Menschen.
Kurz wanderte ihr Blick über den Schild und den Stab an der Wand. Wer weiss wozu ein Mönch soetwas braucht.
Letztendlich schaute sie doch wieder zu dem Mönch. Dieser schien seine Umgebung nicht wirklich wahrzunehmen und in sein Gebet versunken zu sein. Zögernd sprach sie ihn an.
"Verzeiht Vater" Als er aufsah bemerkte sie das ihr Gegenüber bedeutend jünger war als sie zuerst gedacht hatte.
"Würde es euch stören, wenn ich mich zu euch setze? Wie ihr seht sind alle anderen Tische besetzt."
Dann schaute sie ihn abwartend an und dachte selbst darüber nach, ob es so klug war einfach so einen Fremden anzusprechen. Gut er war wie es aussah ein Mann Gottes. Aber wer sagt, das er damit besser wäre als die Anderen?
 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Iwan Grosny

Freie
Beiträge: 0
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen
Geburtstag:

Den Moderatoren den

Re:Vedorbene Tage und was daraus werden kann      16.08.2010 01:34:48 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Iwan blickte nach oben und musste sich ein Schmunzeln verkneifen, als er die Worte "Verzeiht Vater" hörte.
Natürlich wusste er im Geiste sofort, dass er sie zu sich einladen würde, an dem Tisch Platz zu nehmen... doch warf er erstmal einen Blick durch die Runde.

"Mein Kind" innerlich lachte er, ob seiner frechen Antwort, aber er konnte es sich einfach nicht verkneifen, "am Tisch der Kirche ist immer ein Platz frei. Geselle dich also ruhig zu mir. Verzeiht mir meine Worte, doch siehst du aus, als ob du diesen Wodka hier mehr brauchen würdest als ich." und damit schob Iwan ihr den Becher, der noch immer unberührt vor ihm stand, zu.
Wieder ergriff er das Kreuz und murmelte einige Worte in seinen nicht vorhandenen Bart, ehe er wieder aufblickte und seine volle Aufmerksamkeit auf sie richtete.
"Wie unhöflich ich doch gewesen war, verzeih mein Kind. Man nennt mich Vater Iwan. Und wie heisst du?" und Iwan betrachtete lange das Gesicht seines Gegenübers. "Was treibt ein junges Kind wie dich in diese Gegend? Gibt es doch sicherlich Umgebungen, die eher schicklich sind für dich. Nun habe dich nicht so und trink den Becher. Ich lade dich dazu ein, mir scheint es das einzige zu sein, was man hier geniessen kann..."
 
Letzte Änderung: 2010/08/16 01:36 von . Grund: Anführungszeichen ;-)
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Natascha Jelena Kalinina

Moskau
Beiträge: 490
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Re:Vedorbene Tage und was daraus werden kann      16.08.2010 01:49:48 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Bei seiner Antwort verzog sie kurz das Gesicht als hätte sie Zahnschmerzen. Mein Kind... als wäre sie wieder 7Jahre alt und der Pope versuche ihr etwas zu erklären. Dabei war er nicht so viel älter als sie selbst. Sie schätze ihn auf Anfang 20 das wären gerade einmal 5 vielleicht 6Jahre. Aber eine nette Stimme hatte er. Eine die Vertrauen erweckte und ihr weismachte das er ihr nichts böses wollte. Ausserdem stand da ja noch der Becher Vodka den er ihr bereits angeboten hatte. Damit würde sie wieder ein paar Silberstücke sparen.
Unbewusst straffte sie die Schultern und blickte Iwan an.
"Ich danke euch Vater, meine Eltern nannten mich Natascha Jelena"
Damit nahm sie ihm gegenüber Platz und überlegte ob sie einfach nach dem Becher greifen oder ob sie lieber abwarten sollte ob sein Angebot auch wirklich ernst gemeint war.
"warscheinlich habt ihr Recht mit eurer Vermutung was den Vodka betrifft"
Damit brachte sie das Gespräch zielsicher auf den Gegenstand ihres Begehrens und beglückwünschte sich insgeheim zu ihrem Schachzug. Dabei war ihr nicht bewusst, wie leicht dieser zu durchschauen war. Ausserdem musste dieser Mönch ja nicht wissen das sie noch nie zuvor diesen starken Schnaps getrunken hatte.
 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Iwan Grosny

Freie
Beiträge: 0
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen
Geburtstag:

Den Moderatoren den

Re:Vedorbene Tage und was daraus werden kann      16.08.2010 02:03:02 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Iwan bemerkte das kurze Zusammenzucken, doch tat er es ersteinmal als unwichtig ab und wartete gespannt, ob sie nun Platz nehmen würde oder nicht.
Als sie sich endlich zu ihm gesetzt hatte, ergriff Iwan wieder das Wort
"Natascha, ich bin erfreut, dich kennenzulernen. Greif ruhig zu und nimm einen kräftigen Schluck, doch würde ich an deiner Stelle nicht allzuviel von diesem Teufelszeug trinken." hier unterbrach Iwan seine Rede, und blickte sie lange an, wollte er doch nicht den Eindruck eines Lehrmeisters erwecken, zumindest nicht, was den Alkohol anbelangte.
"Ich bestelle mir am besten auch noch einen, dann können wir zusammen anstossen. Doch sprich, was treibt dich an diesen Ort, der mich nicht gerade an eine schöne Wirtschaft erinnert. Sollte man sich doch nicht in einer solchen Spelunke herumtreiben oder gehst du hier irgendwelchen Geschäften nach?" und ein misstrauischer Blick streifte über die junge Gestalt.
Dass sie hier ihrem Gewerbe nachging, konnte er sich nicht wirklich vorstellen, doch was wusste er bereits über sie? Was bewog ihn, sich mit ihr zu unterhalten, er wusste es nicht, noch nicht...
War es nur das Mitgefühl, oder verband sie anderes? Nein, eine Dirne konnte sie nun wahrlich nicht sein und ob sie klauen würde? Wer hatte dies nicht, doch war dies auch nicht der rechte Ort dazu.
Die Wirtin kam genau zur rechten Zeit.
"Mütterchen, hast du noch mehr von diesem Zeug, dass ihr hier Wodka nennt? Und was kostet ein Zimmer bei euch die Nacht und wer logiert hier?".
Statt einer Antwort knallte ihm die Wirtin einen weiteren Becher Wodka auf den Tisch und grummelte etwas wegen Zahlung in ihren durchaus vorhandenen Frauenbart.
Iwan griff nach seiner Geldbörse und kramte eilig ein paar Silbermünzen hervor und warf sie auf den Tisch. Ob man merkte, dass Geld schon lange keine Rolle mehr für ihn spielte?
"Das sollte genügen und jetzt lass uns alleine und bring deinen guten Wodka, davon wirst du doch sicher etwas vorrätig haben?" und Iwan wand sein Gesicht wieder Natascha zu.
Langsam hob er seinen Becher...
 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Natascha Jelena Kalinina

Moskau
Beiträge: 490
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Re:Vedorbene Tage und was daraus werden kann      16.08.2010 11:05:33 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Darauf hatte sie nur gewartet. Natascha griff nach dem angebotenen Becher und roch vorsichtig an seinem Inhalt. Anschliessend verzog sie erneut das Gesicht. Das war der für sie zuvor undefinierbare Geruch der sich in den Gestank der gesamten Umgebung mischte. Ernüchtert über diese Erkenntnis stellte sie den Becher wieder vor sich und widmete ihre Aufmerksamkeit den Fragen ihres Gegenübers. Was meinte er mit ihrem Gewerbe? Dachte er etwa sie würde sich für ein paar wenige Silberstücke zu einem dieser dreckigen Kerle unter die Decke legen? Vielleicht war er ja selbst einer dieser Kerle... wenn auch deutlich sauberer. Dachte er ihr gefiel diese Absteige? Sie konnte sich durchaus besseres vorstellen, aber eben nicht leisten. Wenn er mit seinem Silber um sich werfen konnte, sollte er das tun. Sie selbst konnte es nicht. Wütend schaute sie den Mönch an und auch ihrer Stimme war die unterdrückte Wut deutlich anzuhören.
„Wofür haltet ihr mich Vater?“
Ein paar tiefe Atemzüge später sprach sie mit ruhigerer Stimme weiter. Sie musste lernen ihre Emotionen unter Kontrolle zu halten.
„Die Zimmer sind bezahlbar...mehr gibt es nicht zu sagen, warum ich hier untergekommen bin. Und die Türen haben ein Schloss.“
Sie war in den vergangenen Nächten mehr als froh darüber gewesen. Scheinbar hielten auch die anderen Männer sie für ein leichtes Mädchen. Das muss an dem Haus liegen, eine andere Erklärung gab es dafür nicht. Hätte sie den Kampf gewonnen währen auch ein paar Silberstücke in ihren Beutel gewandert. Dann hätte sie nach einer besseren Unterkunft suchen können. So aber musste sie hierbleiben. Vielleicht half der Vodka wirklich sie von ihren Gedanken über das verlorene Duell abzulenken. Daher griff sie ebenfalls zum Becher als Iwan seinen anhob.
„Wollt ihr nicht einen Trinkspruch ausbringen Vater Iwan?“
Doch ihr Misstrauen war geweckt. Auch Popen suchten oft nur ihr Vergnügen. War er einer von denen? Die sich in das Vertrauen ihrer zukünftigen Opfer schlichen um sie später zu benutzen?
Er sah nicht so aus. Sein Lächeln hatte etwas Offenes und Einnehmendes. Vielleicht war sie einfach zu misstrauisch. Dann kam auch die Wirtin, nahm die Silberstücke vom Tisch und stellte 2 deutlich sauberere Becher und eine Tonflasche hin.
 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Iwan Grosny

Freie
Beiträge: 0
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen
Geburtstag:

Den Moderatoren den

Re:Vedorbene Tage und was daraus werden kann      16.08.2010 11:47:53 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
War er zu weit gegangen? Aus ihren ersten Worten war deutlich die Wut zu hören, hatte sie etwa schlechte Erfahrungen mit anderen Männern, wie er einer war gemacht?
Aufmerksam lauschte er den weiteren Worten, wollte sie tatsächlich hier in dieser Wirtschaft nächtigen?
Und dann er sollte einen Trinkspruch anbringen?
Nun gut, doch erst einmal nahm er seinen Becher und kippte ihn hinter sich aus. "Der Boden scheint diesen Wodka besser zu vertragen, als wir beide" gluckste Iwan, während er sich den Tonflasche schnappte und in die beiden neuen Becher einschenkte.
"Worauf wollen wir denn trinken? Vielleicht eine neue Freundschaft? Oder einfach einen schönen und geselligen Abend? Ja, lass uns auf einen geselligen Abend trinken." lächelte Iwan.

Die Wirtschaft indes schien doch den Umständen entsprechend ein gut gefüllter Ort zu sein, allerdings füllte sie sich mit zwielichtigen Gestalten, denen man tagsüber lieber aus dem Weg ging und nachts eher mit der blanken Waffe in der Hand begegnete.
Doch offenbarte sich hier der weitere Vorteil von Iwans Kutte, wer würde sich schon an einem Kirchenmann vergehen?

"Wofür ich dich halte, Natascha, diese Frage will ich dir gerne später beantworten, doch nicht für das, was du vielleicht denkst. Hast du außer deiner durchaus scharfen Zunge noch andere Talente? Kannst du kämpfen und wenn ja, mit welchen Waffen?..."
Hier hielt Iwan nun doch inne, ein Mönch, der von Waffen sprach, war nicht gerade alltäglich.
Und so nahm er hastig einen tiefen Schluck aus dem Becher, um dann sogleich nachzuschenken, auch der ihrige bekam noch einen Schuss.
"Ah, das habe ich nun wirklich gebraucht. Ein vorzüglicher Wodka."
Hatte sie etwa das Gesicht verzogen, als sie daraus trank? Und dann grummelte Iwans Magen und mit Schrecken musste er feststellen, dass dieser den ganzen Tag noch nichts bekommen hatte. Doch hier essen? Niemals, eher verhungerte er...
 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
Zum Anfang gehen Neues Thema
Powered by FireBoarddie neusten Beiträge direkt auf Deinem Desktop erhalten
(+) Notizen:

Nur fuer Premium-Spieler.


Forum
Hilfe
Tutorials
Impressum
AGB
Partner
Anmeldung: 25112
Aktive:         1646
Online:         42
Gasthaus
* Arvid kommt mit einem Kaffee zurück und wünscht einen guten Morgen
* EddardStark nimmt den Met und hebt den Becher "habt dank und auf euer Wohl Fremder, mein name ist Eddard" trinkt einen großen Schluck und stellt den Becher wieder ab
* EddardStark dankt für den Met und mustert den fremden
* Reyvigur setzt sich zu Eddard in die Taverne und gibt ihm einen Met aus
* EddardStark betrtt das Wirtshaus und grüßt in die runde bevor er sich setzt
* Arvid bedankt sich bei Will und verlässt die Örtlichkeit