|
|
Re:Die Aufgehängten sind verflucht vor Gott 29.08.2010 12:53:53 --- 1 Jahr, 8 Monate her
|
|
Was im Gespräch mit Aldin geschah, ist nicht überliefert, doch ist bekannt, dass Mehmed zu diesem Zeitpunkt bereits vom Treffen der Herrscher in Tripolis wusste, und dies als Möglichkeit erahnte, um Abul nun endlich dem Khalifen vorzustellen.
Folgendes ist eine Aufzeichnung zu der Zeit, als Abul an der Küste gen Tripolis ritt.
QUOTE: Gedanken der jüngsten Stunde
Wer herausfordert das Leben, der muss stets die Kräfte sein Eigen nennen, die neu aufrichten, was wurd' zerstört, denn wenn er den Verlust dieser Kräfte hinnehmen muss, so wird er, und all jenes, was er als teuer und als kostbar anerkannt', vergehen, verblühen und vernichtet.
Denn wenn niemand aufbaut, was aufgebaut sein muss, dann gibt es keine Gegenkraft zum Chaos und zur Zerstörung, keinen Widerspruch zum Nihilismus, dann gibt es keinen Ausgleich mehr - Die Welt würd' zerspringen und das, was sie einst zusammenhielt, wäre verglüht und tot, nicht mehr, nicht weniger.
Doch was wäre, wenn niemand mehr zerstören möge, und das Gleichgewicht der Kräfte von der Seite der strahlenden Entelechie vernichtet wär', sodass die Macht des Lichts überall und nirgends wär'?
Was wäre dann?
Nun: Das Licht würd' des Menschen mickrigen Verstand verblenden und er würde also wirr und blind gen Wahnsinn taumeln, da sein Hirn zu schwach ist, als dass es diesen Zustand könnt' erhalten ...
So wird also wohl kaum ein Ungleichgewicht sich ergeben, da dies die Ordnung des Allmächtigen vernichten würd', was nicht im Sinne der Schöpfung sein kann.
Es lässt sich also sagen: Wenn auch manches Mal die eine Seit' das Ruder in die Hand nimmt, so ist dieser Zustand nur temporär und nie permanent, denn Allah, dessen treuer Diener zu sein eine Ehre ist, will, dass wir aus diesem Gleichgewicht erlernen, wie es ist, innerlich einig zu sein, da nur die Einigkeit Erfolg erbringen kann.
Ja, hell und dunkel müssen vereint sein, wenn sie schaffen wollen! Weder hell noch dunkel ist der rechte Weg, nur der Mittelweg kann wohl der Wahre sein! Tatsächlich: Nur Einigkeit bringt Fortschritt!
Die Wahrheit ist jedoch, dass sich dies' Erkenntnis auf jedweden Zustand beziehen lässt, obwohl ich, ein dummer Mensch, hab' dies' erdacht.
Ja, wahrlich, denn sehet: Was hat den Menschen jemals Uneinigkeit erbracht?
Der eine sprach, er sei nicht der Meinung, die der andere besäß', und so entzweiten sie sich und keiner dacht' auch nur an eine Lösung, was beiden kein Glück hat eingebracht. So ist's geschehen, so wird's auch immer sein, egal was man denkt oder tut, dies kann man nichts ändern, außer man ändert sich. Nur dann, ist dies' Zustand abwendbar ...
...
... Und ja! Ich seh es schon, die Muslime haben gelernt, haben sich geändert. Die Zeit ist nun gekommen, um die Einigkeit der Söhne Abrahams zu beschwören, dies' Herrschertreffen ist wohl ein erster, riesiger Schritt in die richtige Bahn hinein.
Ach! Wär' ich nun schon da, auf dass ich mitansehen könnt', wie der Aufstieg uns'res Glaubens vollzogen wird ...
|
|