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Primavera ritt mit ihrem kleinen Gefolge gen Osten. Sie hatte die Alhambra, ihre Heimat, schon vor einigen Wochen hinter sich gelassen, ebenso die spanische Burg.
Lange hatte es gebraucht bis ihr Entschluss, Iberien den Rücken zu kehren, in ihr feste Züge annahm. Sie hatte alles Nötige geregelt, ihr Lehen verkauft und auch die ihr übertragenen Aufgaben abgeben.
Nun war sie frei, nur begleitet von einer Zofe und einem Leibritter, der den Wagen mit den habseligkeiten lenkte, von denen sie sich nciht trennen konnte und ritt von der noch warmen Augustsonne verwöhnt durch Valentinois. In den Herbergen in der die junge Andalusierin rastete lies sie sich den vorzüglichen französischen Wein munden. Ja, das Leben konnte so schön sein für eine junge Adelige, die nun keine Verpflichtungen mehr hatte. Sie genoss die Zeit der Unabhängigkeit.
Immer weiter führte sie ihr Weg nach Osten, demnächst würde sie auf der burgunder Burg eintreffen. Sie schickte noch einen Boten voraus, der die Nichte der ehemaligen spanischen Königin und alandalusischen Großherzogin anmelden sollte. Wobei sie nur auf der Durchreise war...
Ab und an dachte sie an ihr bisheriges Leben zurück. Die vielen Schlachten, die sie schon in jungen Jahren führen musste. Die Sizilianer, die Iren, die Schweden und die Schotten, die sich wie die Heuschrecken über ihre Heimat her gemacht hatten - das alles konnte sie nicht vergessen. Vielleicht mochte ihr die Zukunft die Gelegenheit bringen, sich dafür zu rächen. Doch was konnte man schon über die Zukunft und was sie mit sich bringen würde vorhersagen - einem Menschen blieb nichts weiter übrig als sie zu nehmen, wie sie kommen würde!
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