Ritterheere-Forum
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THEMA: Re:Unter schwedischen Bannern
 
Reyvigur

Schweden
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Re:Mit nordischem Herzen - Jerusalem      06.10.2011 08:11:22 --- 7 Monate, 2 Wochen her  
Die Sonne senkte sich hinab und verschwande allmählich vom am Horizont.

Reyvigur rannte durch die blutdurchtränkten Straßen, rempelte Templer an und stolperte über Leichen, während er durchgehend nach Dyrfinna rief. Schwer atmend blieb er vor einer beeindruckenden Moschee stehen, deren gewaltige Tore, vermutlich von einem Tribokgeschoss aus den Angeln gerissen worden.

Reyvigur ging hinein und atmete erleichtert aus. Dyrfinna schien es bis auf zahlreiche Prellungen und einigen Schnitten gut zu gehen. Sie durchstöberte bereits die verlassenen Räume nach allerlei Wertgegenständen und stopfte sie, sobald sie etwas fand, in einen leeren Getreidesack.

Reyvigur sah ihr eine weile lang zu, ehe er mit einem räuspern auf sich aufmerksam machte.

"Scheint so alt wolltest du alles alleine erbeuten"
sagte er lächeln, während er auf sie zuging und freudig umarmte.

"Du hast doch gesagt, wir können hiervon unsere Heimreise bezahlen, da wollte ich nicht darauf warten das uns andere zuvorkommen"

Erneut sah Reyvigur auf ihre Wunden und sein Lächeln verschwand.

"Wie geht es dir?"

Dyrfinna zuckte nur mit den Schultern. "Die paar Wunden machen mir doch nix aus, ich bin immerhin eine Kriegerin"

"Eine Kriegerin, die sich wohl gerne wegschleicht, Schwesterchen"

Reyvigur und Dyrfinna zuckten zusammen. Kjaran stand lachend, ob der Reaktionen, mit einigen vergoldeten Kreuzen auf dem Arm, an den zersplitterten Toren.

"Bist du nun unter die Christen gegangen Bruder?" fragte Reyvigur nun ebenfalls lachend.

"Wohl kaum, aber die hier werden bestimmt einiges Wert sein. Diese Priester müssen ein ziehmlich gutes Leben führen, wenn sie so viele davon haben"
.

Das Trio verließ nach einigen weiteren Worten, mit einem gefüllten Sack die Moschee und suchten in zahlreichen Häusern, Kirchen, Moscheen und Synagogen nach weiteren Schätzen und nahmen so viel mit wie sie tragen konnten.

Erst am späten Abend stießen sie zu den übrigen Kreuzzüglern und stießen auf den Sieg an.

Die langersehnte Heimreise rückte in greifbare Nähe.


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Reyvigur

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Re:Unter schwedischen Bannern      06.12.2011 03:19:59 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Reyvigur saß auf einem Stein am Strand Suedjyllands und sah auf das Meer hinaus.

Bald schon würde dieses Binnenland mit dem Blut der Staufer getränkt sein, die sich ihnen entgegenstellten. Ein Wunder, wie Reyvigur dachte, immerhin hatten sich die Staufer, den Schweden noch nie alleine gestellt.

Reyvigur drehte seinen Kopf und sah hinauf zu den Lagern der Norweger und Schweden hinter sich.
Ein riesiger Schwarm Krähen schwebte bereits über den Heereslagern, ihr Instinkt verriet ihnen, dass ihnen ein Festmahl bevorstand.

Er wandte sich dem Meer wieder zu, schloss die Augen und genoss das sanfte Rauschen, der Wellen, die über den Sand rollten. Eine Hand streifte seinen Nacken, dann schlangen zwei Arme sanft um seinen Körper und er spürte zarte Lippen auf seiner Wange.

Er öffnete seine Augen, sah sich um und sah in ein wunderschönes Gesicht. Er drehte sich auf seinem Stein zu ihr herum und schloss sie nun seinerseit in seine Arme und küsste sie, mit all seiner Liebe.

Jedes mal vor einer Schlacht, beschlich ihn das ungute Gefühl, er könnte sie im Kampfe verlieren, so sehr Reyvigur auch versuchte diese Gedanken zu verdrängen.
Sie war geschickt mit dem Speer und solange Dyrfinna, Reyvigur und ihr Bruder und Blutsbruder Kjaran Seite an Seite stehen würden, konnten sie nicht fallen. Dieser Gedanke spendete ihm immer einen gewissen Trost.

Dyrfinna umschloss seine Hand und zog ihn den sanften Hügel hinauf, diese Nacht sollte nur ihnen gehören.


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Letzte Änderung: 2011/12/06 03:24 von Reyvigur.
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Silje Livström

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Re:Unter schwedischen Bannern      07.12.2011 13:32:37 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Mit geblähten Wangen stieß Silje lange und ausgiebig die Luft aus, kaum dass sie das Rund der Wächter hinter sich gebracht hatte. Sie rollte mit den Schultern und blickte in den Himmel, an dem tiefliegende weiße Wölkchen vom Meer übers das Land zogen. Hinter ihr tagten sie weiter. Norweger, Dänen und Schweden beratschlagten, wie es weiter gehen sollte. Kundschafter waren den ganzen Vormittag über gekommen und gegangen. Einig war man sich über die Verachtung für den Stauferkönig. Ein Bote von aska krigare, dem kampfhungrigen, schwedischen Heer, das in der Ostsee patroullierte, hatte berichtet, wie die Staufische Flotte wieder abgezogen war, als sie die Schweden gesehen hatten. Sie waren nach Süden gezogen und tatsächlich meldeten Boten von Mecklenburg den Aufmarsch großer Stauferverbände. Auch Haithabu hatten sie bereits verwüstet.
Silje schritt weiter aus, ließ auch das Lager hinter sich, die Anlegestellen der Boote und fand sich endlich alleine am Strand. Sie hob ein Stück Treibgut auf und streckte das Gesicht in den Wind.

Die Dänen waren Leid gewohnt und das hatte sie hart gemacht. Die Jarlstümer waren eben wieder aufgebaut gewesen nach den Zerstörungen der Sachsen. Man hatte schon gehofft, eine Generation heranwachsen zu sehen, die ihr Elternhaus nicht hatte brennen sehen. Doch sie beklagten sich nicht. Gleichmütig bewirteten sie die Freunde, hörte auf ihren Rat, forderten nicht und jammerten nicht. Silje mochte das. Das war nordische Stärke.
Langsam beugte sie die Knie und setzte sich auf ihre Fersen. Sie stütze ihr Kinn in ihre Hand und betrachtete das langsame Heranrollen der weißgekönten Wellen an den hellen Sandstrand. Möwen schrien über ihr und segelten in der sanften Brise, nichtsahnend von den Problemen der Menschen.
Sie wusste, dass einige Meilen vor ihr in der Nordsee weitere Stauferverbände lungerten. Symbolisch schleuderte sie ihnen das Holzstück entgegen.

Eigentlich sollten sie gar nicht hier sein. Eigentlich sollten sie in Haapsalu sein, den Menschen ihr Land wiedergeben und Pest und Tod über Nowgorod bringen und sie nach Moskau weiterschleppen. Silje zog die Oberlippe hoch. Dies verräterische Natterngezücht. Hatte sie in Sicherheit gewiegt, so dass sie die Truppen abgezogen hatten und waren dann doch eingefallen, am Rockzipfel ihrer Moskauer Mama, weil sie ssich alleine wohl verlaufen hätten. Wut und Verachtung kochte in ihr hoch und sie spuckte neben sich in den Sand aus. Sie richtete sich wieder auf, streckte sich. Thargor hatte getobt, als er die Nachricht bekommen hatte, in seinen Augen hatte sie die Burg Nowgorods brennen sehen.
Silje seufzte und schwenkte wieder zurück zum Lager. Doch es half alles nichts. Sie waren nun hier und rannten staufischen Hunden hinterher, die sich nur doch wieder auf das Gebiet ihrer christlichen Speichellecker und Arschkriecher zurückziehen würden.
Plötzlich fiel ihr etwas ein und sie blieb stehen. Da war doch ein Kurier gewesen, den Thargor in Västmansland losgesandt hatte. Er hatte sich eben ein nicht unbeträchtliches Beutelchen um den Hals gehängt, als Silje dazugekommen war. Sie waren in Elaines Schreibstube gewesen, nicht in der Großen Halle und Thargor hatte ihr dann einen äusserst zufriedenen Schlag auf den Hintern gegeben. Silje rechnete nach. Wenn ihre Vermutungen stimmten, so dürfte der staufische Hund demnächst unangenehme Nachrichten aus dem Osten bekommen. "Hehe" Sie lachte laut auf.
Fast konnte man Mitleid bekommen mit allen, die mit einem schlechteren Anführer vorlieb nehmen mussten.


 
Letzte Änderung: 2011/12/07 13:35 von Silje Livström.
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Reyvigur

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Re:Unter schwedischen Bannern      09.01.2012 19:32:32 --- 4 Monate, 1 Woche her  
Reyvigur besichtigte sein kleines Heer, dass Rohstoffe sammelnd durch die Grafschaften Schwedens zog, damit im Frühjahr, die Hauptstadt Schwedens auf Vaestmannsland ein weiteres mal ausgebaut werden könnte.

Während sie durch die Grafschaften zogen begegneten sie vielen Händlern aus dem Süden sowie aus dem Osten. Reyvigur lauschte gerne ihren Geschichten und Gerüchten, da es meist äußerst interessante Geschichten waren. Man sagte die Welt sei im Wandel. Die Händler aus dem Osten berichteten jedoch weiterhin von dem Einzug des Südbundes, wobei Reyvigur unweigerlich an Od Loptrskald denken musste.

Die Händer aus dem Süden hingegen hatten äußerst interessante Neuigkeiten. Sie sagten der unfähigste Kanzler den die Welt je gesehen hatte sei aus Susdal mit einigen Getreuen geflohen um dem Südbund feige in den Rücken zu fallen. Reyvigur fand die Art wie sie über diesen Kanzler berichteten äußerst Amüsant, einer erwähnte sogar seinen Namen. Michailowitch... Witch.... . Er konnte sich den Namen einfach nicht einprägen und der Händler sprach ihn merkwürdig aus. Einige andere Händler berichteten aber auch von dem Aufschwung Spaniens, sogar eine Schwedin soll dort leben. Reyvigur wurde das Herz schwer und so brach er seine Besichtigung ab und verschwand in seinem Zelt um zwei Schreiben zu verfassen.

QUOTE:
Liebste Andra, Ziehmutter und gute Freundin,

lange ist es her, seit ich dich das letzte mal sah.
Ich habe meinen Weg in die Heimat gefunden und lebe wieder in Schweden, gemeinsam mit Dyrfinna und unseren Kindern.

Ich hoffe du bist wohl auf und wirst gut behandelt, und auch wenn ich weiß das wir uns in diesem Leben nie wieder sehen werden wünsche ich dir alles Gute und hoffe, dass wir uns irgendwann in Valhall wiedersehen mögen.

Liebste Grüße
Reyvigur



QUOTE:

Den Göttern zum Grusse Od Loptrskald,

ich hoffe du zeigst den Susdalern, dass auch in einem alten Skalden, ein für Russen unbesiegbarer Krieger schlummert. Des weiteren wünsche ich dir natürlich Glück, dass du nicht in einem Bett, friedlich schlafend den Göttern gegenübertrittst, das wäre wahrlich kein Ende für dich.

Zeig den Makedonen, wie man kämpft und wie es würdig ist zu sterben, sie werden es vielleicht nicht verstehen, immerhin glauben sie an einen merkwürdigen Gott, der Christen wie Lämmer zur Schlachtbank führt, doch die meisten von ihnen verstehen wenigstens was Mut bedeutet.

Möglicherweise lebst du schon gar nicht mehr, wenn dich dieser Brief erreicht, so hoffe ich, dass wenn ihn jemand anderes öffnet, ihn mit des Skalden Körper verbrennt.

Mögen die Asen mit dir sein
Reyvigur


Reyvigur überreichte einem südlichen Händler ein paar Münzen und das Schreiben, er versprach es sicher in Spanien ankommen zu lassen. Für den Brief an den Skalden war es wesentlich schwieriger einen zu finden, der ihn hätte überbringen können, da die Händler sich fürchteten, einen Kampfschauplatz zu betreten.

So bat Reyvigur Asbørn, den Krieger, der Reyvigur in Spanien zu den schwedischen Heeren geleitet hatte. Er war seit dem ein guter Freund geworden und willigte ein den Brief zu übergeben. Wenige Minuten danach verließ er das Lager in Richtung Russland.


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Anuschka Ormsdottir

Makedonien
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Re:Unter schwedischen Bannern      24.01.2012 20:37:48 --- 3 Monate, 4 Wochen her  
Dies war wieder eine dieser Überraschungen des Krieges. Es hatte sich tatsächlich ein Krieger durch die Fronten gewagt und er hatten einen Brief dabei. Od hatte mit allem gerechnet, doch nicht damit, dass ein Krieger aus Schweden kommt und ihm einen Brief überreicht.

Eines Tages, Od wusste wieder einmal nicht so genau wo in Russland er eigentlich war, kam dieser Krieger an dem Lager der Makedonen und ihrer Verbündeten an. Die Temperaturen waren immer noch niedrig und die meisten Makedonen litten darunter. Nur Od und ein paar der restlichen Nordleute, mit denen er einst aus dem Norden kam, machte die Kälte nicht so viel aus, gleich wenn sie sich auch schon an die warmen Temperaturen in der neuen griechischen Heimat gewöhnt hatten.

Der schwedische Krieger erbat Einlass in das Lager. Die Wachen sprachen verständlicherweise kein Wort Schwedisch, waren sie doch allesamt Makedonen. Doch er erwähnte nur den Namen Loptrskald und sprach es dabei so aus, wie es sonst im Süden nur wenige konnten. Da wussten die Wachen, zu wem dieser Krieger wollte. Vielleicht würde er das Makedonischer Heer unterstützen, vielleicht würden noch mehr Nordmänner kommen, um den Griechen beizustehen. Und so führten sie den einsamen Reisenden dem Zelt, welches der Loptrskald bewohnte.

Od saß wieder an seinem improvisierten Schreibtisch, welchen er aufwändig mit ein paar Fettlampen erhellte. Das restliche Zelt war verhältnismäßig bescheiden beleuchtet. Nur ein kleines wärmendes Feuer brannte und spendete so viel Licht, dass auch die restliche, wenn gleich spärliche Einrichtung schemenhaft zu erkennen war.

Der Skalde war wieder damit beschäftigt, seine Annalen, wie er sie immer nannte, zu schreiben. Die letzten Jahre war er damit beschäftigt, seine Geschichte nieder zuschreiben, denn er spürte, dass Loki ihn bald bei sich haben wollte. Zumindest hoffte Od dies und fragte sich schon seit langem, wie lange ihn der Unbeständige ihn noch warten lassen wollte.

Doch als der Schwede eintrat, schaute Od nach oben und musterte diesen. Er kannte ihn nicht, aber es war ja auch schon eine Weile her, dass er das letzte Mal in Schweden war. Dennoch lächelte er freundlich. Ein neues Gesicht im Heerlager war ihm willkommen. Auch wenn die Weinvorräte stetig weniger wurden, würden sie wohl noch einen kleinen Saufabend mit einem Nordmann zulassen.

"Tritt ein Nordmann und nenne mir deinen Namen. Ich bin Od, genannt der Skalde Loptrs, falls dir jenes die Wachen noch nicht gesagt haben sollten." Dabei zeigte er auf eines der großen Sitzkissen, die am Boden neben dem Feuer lagen. Asbørn stellte sich kurz vor und schilderte sein Anliegen. Bevor er sich setzte, legte er noch den Brief Reyvigurs auf den Tisch zu Od.

"Bedien dich ruhig beim Wein, aber gieße mir auch einen Becher ein und stell ihn her. Ich werde mich nachher um dich kümmern, aber du brauchst sicherlich eh noch einen Moment Ruhe." Od grinste. Das Alter hatte ihn auch gegenüber von Fremden, die eindeutig unter ihm standen, milder gemacht. Er war ein wenig gelassener geworden, vielleicht auch, weil er wusste, dass seine Stärke nicht mehr mit der, der Jugend mithalten konnte. Vielleicht aber auch, weil der Umgangston in Makedonien nicht so rauh war. Doch selbst Od hatte keine zufriedenstellende Antwort darauf.

Der Skalde lehnte sich in seinem Klappstuhl zurück und faltete den Brief auseinander. Dass er noch einmal von Reyvigur hörte, wunderte ihn nicht besonders, wenn es dennoch überraschend war, dass er für diesen Brief einen Boten in ein Kriegsgebiet entsendet hat. Ehrlich gesagt hatte er ein wenig mehr erhofft. Vielleicht eine kleine Nachricht von Andra. Aber nichts. Nicht ein Wort stand über sie. Nur der gleiche Mut, Ehre und die wünsche, dass man sein Ende im Krieg finden würde, wie er es von einem Nordmann nicht anders erwartet hätte. Man merkte ihm an, dass es Saphirons Sohn war.

Doch auch bemerkte Od eine Sehnsucht nach dem Norden. So stark hatte er sie lange nicht mehr gespürt. Es lag wohl auch daran, dass er sich hier in Russland den alten Schweden näher fühlte, als in seiner neuen Heimat. Aber es hatte auch mit diesem Brief zu tun. Manchmal vermisste er seine alten Kampfgefährten, die im Norden geblieben sind. Es waren dort andere Menschen, als in Makedonien. Die Makedonen gönnten sich gegenseitig nicht das Kreuz in der Hand und sprachen nur darüber, wer ihrem Gott einen größeren Gefallen getan hatte.

Als Od darüber länger an dem Gedanken hängen geblieben war, fiel ihm aber ein, dass es im Norden auch nicht anders war. Auch die Nordleute kannten nicht viel anderes, als sich gegenseitig zu messen, um bei Odin im Ansehen zu steigen, damit sie einen Platz an seiner Seite bekommen konnten. Es war vielleicht der Grund, warum dem Skalden Loki immer lieber gewesen war. Bei ihm waren sie alle gleich.

Od nahm einen Federkiel und fing an, eine Antwort zu schreiben.

QUOTE:

Mein lieber Reyvigur,

es freut mich außerordentlich, wieder von dir zu hören. Ich freue mich für dich, dass du wohl den Weg nach Schweden zurück gefunden hast.

Weite Teile der Russischen Lande konnten wir erfolgreich plündern, wenn gleich eine ernste Schlacht selten war. So konnte ich ihnen bisher noch nicht zeigen, was ein alter Skalde noch so für Tricks hat. Dennoch werden sie nicht ewig auf sich warten lassen. Leider ist es meinen Makedonischen Landsleuten hier zu kalt und die Verpflegung ist karg, so dass es um den Siegeswillen nicht sonderlich gut bestellt ist. Doch so lange durch meinen Arm noch Blut fließt, so lange werde ich mich nicht ergeben. Und auch die Südländer nicht.

Aber ich muss auch noch mal deine Wünsche ansprechen. Ich würde mich gern dafür bedanken, doch leider ist der deinige Wunsch nicht unbedingt der meinige. Ich dachte, in den Jahren hätte ich dir wenigstens das beibringen können. Ich werde nach Hel einziehen. Mein Weg führt nicht über die Regenbogenbrücke.

Das du als ein junger Krieger Schwedens gern die goldenen Tore der Götterstadt sehen willst, kann ich mir denken. Dennoch nutze ich gern noch einmal die Möglichkeit, um dich über die Götter und vor allem über den Göttervater Odin aufzuklären. Denn ganz so nett, wie sie sich gern präsentieren, sind sie nicht.

Es ist nicht so einfach, in Walhalla Einlass zu erhalten, wie ihr jungen Krieger euch das immer so vorstellt. Odin sucht sich seine Männer und Frauen sehr genau aus. Es reichen ihm nicht Mut im Kampfe, die Opferbereitschaft für die Seinen oder die Kampfkraft. Nur die, die seiner Nase passen, erlangen Einlass. Die Walkyren nehmen nur die mit, die einen Fürsprecher bei den Göttern haben.

Thanen nimmt er gern, denn diese machen sich immer gut, wenn man ein ehrwürdiges Heer aufstellt. Manchmal nimmt er sie auch, wenn sie nichts geleistet haben. Nur weil sie viel Gold und nette Frauen mitbringen.
Jarle nimmt er manchmal. Denn viele von ihnen sind im hohen Norden angesehen.
Manch ein Huskjarl findet sich in den heiligen Hallen ein. Denn auch Odin braucht Leute, die etwas im Kopf haben.
Doch ein einfacher Krieger findet nur selten in die Hallen Eingang. Denn was leisten sie schon, außer im Kampf für ihr Land, für ihre Leute und für ihr Haus zu sterben. Sie haben weder Silber, noch Ansehen, noch wird ihnen nachgesagt, dass sie viel im Kopf haben.

Die einfachen Krieger sind nichts anderes als Spielfiguren auf einen hnefatafl Brett für Odin. Das diese selbstloser und mutiger in die Schlacht reiten, als manch König wird von Odin nicht belohnt. Denn in seiner Armee sollen nur strahlende Rüstungen zu sehen sein.

Gerechte Götter würden anders handeln. Sie würden nur die belohnen, die wirklich Mutig sind. Du solltest dich also wirklich fragen, ob es eine Belohnung ist, wenn man früh stirbt, nur, um eine Aussicht darauf zu haben nach Walhalla zu gelangen oder es vielleicht eher einen Sinn hat, darauf zu bauen, in Hel all die seinen wieder zutreffen. Ich für meinen Teil habe diese Entscheidung früh getroffen und nie bereut. Loki mag launisch zu sein, doch hat er so immer eine Überraschung übrig.

Denk über diese Worte nach, mein junger Freund. Vielleicht hast du dann mehr Glück, als dein Vater, dem nur wenige Jahre mit einer wundervollen Frau an seiner Seite geschenkt wurden. Ich kann mich nicht darüber beklagen, denn diese Frau schenkte mir daraufhin die glücklichsten Jahre des meinen Lebens. Dennoch war Saphrion ein guter Freund, dem ich es gegönnt hätte.

Möge Loki seine Hand über dich halten,

Loptrskald


Als Od seinen Brief beendete hatte, rollte er das Pergament vorsichtig und steckte es in eine Lederhülle, damit es von der Feuchtigkeit nicht angegriffen würde. Er nahm seinen Becher mit Wein, von dem er ab und an auch während des Schreibens genippt hatte und setzte sich zu dem Schweden, der mittlerweile schon beim dritten Becher, des leicht erwärmten Weins war. Viel Alkohol gab es nie, auf solch einsamen Reisen.

Ein paar Wochen noch bleib Asbørn noch bei Od und zog mit dem Makedonischen Heer durch Russland. Anfangs wurde er von den den Makedonen seltsam beäugt, da sie befürchteten, dass er nur die karge Verpflegung des Heeres verbrauchen würde. Zumal die erhoffte Verstärkung ausblieb. Doch wie es sich für einen Schweden gehörte, musste er auch Kämpfen. Er ersetzte Olaf an der Seite Ods, war dieser doch erst vor kurzem im Feld geblieben.

Doch nach dieser Zeit schickte Od den Krieger wieder zurück in seine Heimat. Es war nicht sein Krieg und Rey wartete sicherlich auf eine Antwort des Skalden.



"Loki ist schmuck und schön von Gestalt, aber bös von Gemüt und sehr unbeständig. Er übertrifft alle andern in Schlauheit und in jeder Art von Betrug."
 
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Reyvigur

Schweden
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Re:Unter schwedischen Bannern      29.01.2012 15:19:37 --- 3 Monate, 3 Wochen her  
Schon seit einigen Monaten hatte ich im Baltikum nichts mehr bewegt, das einzige was nicht verschlafen wirkte waren einige Boten aus der Heimat die von Stauferheeren berichteten. "Wie unerwartet", flüsterte Reyvigur zu Dyrfinna die mit ihrer ältesten Tochter Susan in seinen Armen lag. Sie hatten ihre Tochter nach einigen alten Verwandten von Dyrfinna, die aus England stammten benannt, das gleiche galt für Nilah, die bei einer Freundin auf Trondelag Unterkunft hatte, solange ihre Eltern im Krieg waren. Susan war vor wenigen Tagen in Livland erschienen, in einer alten Lederrüstung und einer alten Axt die er als die seines Vaters erkannte, sie hatte ganz eindeutig einiges von ihrer Mutter geerbt, was Reyvigur ein leichtes schmunzeln entlockte.

Schließlich hörte man vor dem Zelt einige Schritte und jemand bat um Einlass. Verwundert erhob sich Reyvigur von dem kleinen Feldbett und er bat ihn hinein. Die Zeltplane wurde zur Seite geschlagen und Asbørn trat ein, mit einer Schriftrolle, die mit Leder umwickelt war, in der Hand. Reyvigur lächtelte, er hatte seinen guten Freund lange nicht gesehen und er bemerkte die vielen Schnittwunden an den Armen und teilweise im Gesicht. "Wo hast du dich denn rumgetrieben, scheinst dich ja in fast jeden Kampf geworfen zu haben den du gesehen hast"

Asbørn lächelte und übergab Reyvigur die Schriftrolle. "Das ist nicht fern von der Wahrheit, ich habe den Skalden gefunden und einige Schlachten mit den Makedonen mitgekämpft, die Susdaler sind allesamt Feiglinge" erwiederte er und grinste höhnisch. Reyvigur nickte nur und zog die Schriftrolle aus der Lederhülle und las sie durch. Als er den Brief auch noch ein zweites mal gelesen hatte, lächelte er leicht, der Süden hatte Od nie verändert, doch seine Sätze über die Götter konnte er nicht anzweifeln. Reyvigur hatte sich schon immer gefragt ob er nicht vielleicht doch unbewusst ein Diener Lokis oder eines anderen Gottes war, als er dachte. "Ich danke dir für deine Hilfe mein Freund, wenn du nichts dagegen hast kannst du heute Nacht hier verbringen, wir haben viele Felle erbeutet, es wird also nicht ungemütlich oder kalt sein. Asbørn nickte, seine erschöpfung und die Dankbarkeit hatte man ihm ansehen können, es hätte ansonsten vielleicht noch einige Stunden dauern können bis man ihm ein Zelt zur Verfügung gestellt hätte.

Reyvigur setzte sich wieder auf das Feldbett und küsste Dyrfinna und gab seiner Tochter einen Kuss auf die Stirn, ehe er sich daran machte, das Schreiben des Skalden noch einmal zu beantworten. Er hatte sich ein Pergament und eine Feder samt Tintenfass von dem kleinen Holztisch genommen der als einziges Möbelstück im Zelt stand und starrte nun in Gedanken versunken auf das Pergament.
QUOTE:

Sei nochmal gegrüßt alter Freund,

ich bin froh darüber von dir zu lesen, du bist immerhin nicht mehr der jüngste.
Asbørn hat mir von deinem kürzlichen Verlust von Olaf berichtet und ich möchte dir mein Beileid aussprechen auch wenn es dir vielleicht nicht allzu viel bedeutet, du warst schon immer sehr verschlossen. Dennoch möchte ich dir eine Kampfgefährtin schicken, sie ist zwar noch jung und unerfahren aber sie wird sicher einiges von dir lernen können, bitte pass gut auf sie auf, denn sie ist meine Tochter.

Über deine Sätze über die Götter habe ich nachgedacht. Ich muss ganz offen zugeben das ich nicht viel über die Götter weiß, aber das tun wohl nur wenige, und habe ich auch schon oft gefragt ob ich nicht vielleicht unbewusst einem anderen Gott diene, vielleicht sogar Hel oder Loki? Wenn du das als alter Skalde weißt, würde ich dich bitten mich aufzuklären, auch wenn du es vielleicht nicht in einem Gespräch tun kannst.
Trotzdem werde ich nicht bezweifeln, dass du in Valhal aufgenommen wirst, ob du es nun wünschst oder nicht.

Es wird dich zwar nicht überraschen, aber nicht nur dir hab ich einen Brief geschickt. Man soll Andra in Spanien gesehen haben und auch ihr habe ich einen Brief geschickt, bisher jedoch leider keine Antwort erhalten. Wir lagern zurzeit in Livland, solltest du also noch eine Antwort verfassen können, weiß dein Bote wo er uns finden wird.

Mögen die Götter über dich wachen
Reyvigur


Reyvigur ließ die Feder sinken. Es war eine schwere Entscheidung, doch man konnte den Kampfeswillen von Susan nur zu leicht erkennen und er war sich sicher, dass sie beim Skalden viel lernen konnte, selbst wenn er vielleicht nicht mehr lange leben würde. Anschließend fragte er Susan selbst, die es kaum noch erwarten konnte aufzubrechen, was Reyvigur sowie auch Dyrfinna ein wenig schmerzte, hatten sie ihre Tochter doch lange nicht mehr gesehen.

Asbørn hatte sich bereits einige Felle zurechtgelegt und war bereits im Schlaf versunken.

Reyvigur schlief in dieser Nacht nur wenig, er wusste seine Entscheidung war die richtige Susan zu schicken. Sie erinnerte ihn stark an Andra, auch sie wirkte so wie er sich eine Valkyre vorstellte. Voller Lebensfreude, Kampfesmut und ein schönes Antlitz.

Am frühen morgen verließ Dyrfinna mit Susan das Zelt, um sie beim Rüstmeister mit einer richtigen Rüstung auszustatten, die größe sollte da weniger ein Problem sein, war sie für ihr zartes Alter doch schon so groß wie die meisten Krieger. Als sie zurückkehrten gab Reyvigur ihr die Zügel seines Pferdes, die Lederhülle mit der neuen Schriftrolle und er reichte ihr die Axt Saphirons zurück. "Die Makedonischen Heere sollen laut einigen Wandersleuten ein wenig südlich von Susdal sein, reise schnell und lass dich nicht vom alten Od Loptrskald ärgern. Er küsste ihre Stirn und Dyrfinna umarmte sie mit einigen Tränen in den Augen, bevor sich Susan in den Sattel schwang und davonritt ohne zurückzublicken. Am Himmel konnte man einige Polarlichter erkennen die ihr den Weg zu weisen schienen.



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Anuschka Ormsdottir

Makedonien
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Re:Unter schwedischen Bannern      07.02.2012 16:59:18 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
Die Sonne stand noch nicht besonders hoch und die Hähne des Dorfes hatten gerade erst damit geendet, die Bauern aus ihrem Schlaf zu krähen. Dennoch beobachtete Od von seiner Veranda aus das geschäftige Treiben der Bauern. Es war der allmorgendliche Ablauf. Die Eier aus dem Hühnerstall holen, die Kühe melken und das gesamte Vieh aus dem Stall treiben.

Der alte Skalde stand wie immer am frühen Morgen auf. Und nachdem er sich einen kurzen Moment der Körperpflege zuwendete, machte er sich ein Frühstück und setzte sich mit diesem und dem ersten Becher verdünnten Wein auf seine Veranda und genoss die morgendlichen Sonnenstrahlen. Ja das war es, was ihm in den letzten Jahren gefehlt hatte. Wie lange er es noch genießen konnte, wusste er nicht. Eckhard hatte bereits ein neues Heer aufstellen lassen und bald würden sich alle verfügbaren Ritter auf der Festung sammeln. Umso mehr genoss Od diese Momente der Stille.

Anuschka schlief lange am Morgen und Od ließ sie dies auch. So hatte er wenigstens am Morgen vor ihr seine Ruhe. Später würde sie ihn wieder nerven und ihn nach allen möglichen Sachen fragen. Dennoch war Od zufrieden mit ihr. Sie war mutiger, als die meisten Kinder in dem Alter. Und sie versuchte sich auch jetzt schon in Übungskämpfen. Das war gut. Nur die Gescheiteste war es wohl nicht. Da müsste Od noch mal nachhelfen.

Als er einen kleinen Schluck seines Weines getrunken hatte und sich gerade seinem Frühstück, einem einfachen Getreidebrei mit ein paar getrockneten Trauben und Nüssen, zuwendete, sah er in der Entfernung einen einzelnen Reiter. Od schaute immer wieder zu diesem Reiter, aber zeigte eigentlich kein gesteigertes Interesse an diesem, war es ja nun auch nicht so ungewöhnlich, dass ein Reiter in das Dorf kam.

Doch als der Reiter näher kam, erkannte Od den blau-gelben Wappenrock und schlussfolgerte daraus, dass es sich um einen Boten von der Burg handeln musste. Od stand auf und klopfte schnell seine Kleidung zurecht. Noch war er eher bescheiden in einfache Leinengewänder ohne Farbe gekleidet. Sicherlich nicht die angemessene Kleidung für einen Protostrator und angesehen Ritter Makedoniens. Daher verschwand Od in seinem Haus und zog sich wenigstens auch selbst einen Wappenrock und ein paar Stiefel an. "Das sollte reichen." stellte er zufrieden fest und ging wieder auf seine Veranda um zumindest seinen Wein auszutrinken.

Die junge Reiterin, wie Od jetzt feststellen konnte, hielt kurz vor dem Anwesen des Loptrskalds an und schaute sich um. Sie fragte wohl einen Bauern, der zufällig auf der Straße war, wo sie hin musste und ritt dann anschließend auf den Hof. Erst jetzt erkannte Od, dass es sich aber nicht um eine Makedonische Botin handelte, sondern um eine Schwedin. Die Krone der Schweden prangte mitten auf dem Wappenrock. Od war darüber so überrascht, dass er auf gestanden war und sich an die Lehne der Veranda bewegte.

"Hejsan Schwedin. Damit hab ich nun wirklich nicht gerechnet. Was führt dich zu mir." sprach der alte Skalde zu der jungen Frau. Sie war fast noch ein Kind, dachte sich Od. Warum schickten die Schweden denn ein Kind auf eine solch lange Reise? Das Mädchen stand etwas eingeschüchtert vor Od. Er war zwar Alt geworden, aber ihn umgab immer noch die Präsenz, die von einem mächtigen Krieger ausging. "Hejan. Bist du Od, den man den Skalden Lokis nennt?"

Od lächelte sanft. "Davon kannst du aber ausgehen. Was führt dich zu mir." Susan starrte Od immer noch an. "Ich...ähh. ich hab einen Brief von meinem Vater." sprach sie. Sie löste sich nervös von dem Blick des Skalden und ging zu der Treppe, die zu der Veranda hinauf führte. Sie übergab Od den Brief und blieb stehen. Ihre Nervosität schwand aber nicht. Sie trat von einem Fuß auf den anderen, fast so, als ob sie ihre Blase entleeren wollen würde.

Od öffnete den Brief und las ihn. Wieder einmal hatte ihm Reyvigur geschrieben. Und wieder wunderte sich Od. Er schickte seine Tochter, damit sie Od als Kampfgefährtin dienen sollte? Was sollte Od denn mit einem jungen Ding im Kampf anfangen, was wahrscheinlich nicht einmal wusste, wie herum man eine Axt anfassen sollte? Aber Od würde dem Wunsch seines alten Kampfgefährten entsprechen und seiner Tochter die Kunst des Krieges beibringen.

"So, so. Du sollst mir also dienen und ich soll dich aus bilden, junges Fräulein? Dann kommt hier deine erste Lektion. Wenn du herumstehst, dann steh gefälligst gerade und hör aus herumzuzappeln. Disziplin ist das oberste Gebot, wenn du in den ehrenwerten Makedonischen Heeren dienen willst." Susan schaute Od fest an und stellte sich gerade hin. "So dann nenn mir mal deinen Namen. Dein Vater hat ihn mir ja nicht geschrieben." Od grinste leicht. Etwas unsicher antworte die junge Schwedin "Susan. Mein Name ist Susan, Loptrskald."

"Merk dir das gleich. Hier im Süden sind die Gepflogenheiten etwas anders. Wenn wir unter uns sind, darfst du mich gern Loptrskald nennen. Ansonsten nennst du mich aber Protostrator, verstanden?" Das Mädchen nickte. "Gut. Dann geh und kümmere dich um dein Pferd. Wenn du damit fertig bist, wasche dich und lass dir etwas zu Essen geben. Danach werden wir mit dem Training anfangen.



"Loki ist schmuck und schön von Gestalt, aber bös von Gemüt und sehr unbeständig. Er übertrifft alle andern in Schlauheit und in jeder Art von Betrug."
 
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Michel von Lönneberga

Schweden
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Den Moderatoren den

Re:Unter schwedischen Bannern      06.05.2012 15:26:55 --- 2 Wochen, 1 Tag her  
November, wie ich diesen Monat hasse. Besonders im Norden möchte man sich am liebsten in ein Bärenfell rollen und vor dem glühenden Ofen mit einem warmen Becher Met die Kehle auftauen. Für mich, mit stattlichen 47 Wintern, eigentlich Kälte erprobt, schien es ein schwerer Tag zu werden. Obwohl es eigentlich nicht zu kalt war und Regen gab es auch nicht.

Trotzdem waren wir Schweden nicht so auf die Schlacht vorbereitet, wie es ein Verteidiger sein sollte. Der scharfe Ritt der letzten zwei Tage, um das Heer auf Kronoberg zu verstärken, hat nicht nur mein ebenso gestandenes Ross geschwächt. Aber nun stehen wir hier.
Die schwedischen Linien stehen den ungarischen Linien gegenüber. Beide ebenbürtig in ihrer Masse. Und, für mich überraschend, in ihrem Glanz. Nicht wie die Ungarn vor ein paar Tagen noch. Obwohl die Grundvoraussetzungen die gleichen sind. Auch heute sind die sächsischen Banner in der Ferne zu erahnen. Nur zu erahnen! Zu sehen waren sie für uns lange nicht mehr, und das liegt sicher nicht an trüben Augen. Aber so ist das wohl, wenn man als Hegemonialmacht Europas seine Kettenhunde für sich streiten lässt. Da kann man sich in Ruhe zurücklehnen und Gift spucken.
Zum Glück hat Sachsen genug von diesen Kettenhunden!
Schade nur, dass Ungarn nicht sieht, wofür es berufen sein könnte. Sicher nicht die für Rolle als Handlanger eines Volkes, dem Ungarn sicher nicht mehr wert ist, als all die anderen Vasallenstaaten, die einfach nur springen müssen, wenn es das stolze Sachsen verlangt.

Als das Gebrüll anschwoll, wichen meine Gedanken von den fetten dreisten Sachsen auf ihren Schiffen und in ihren beheizten Zelten in der Ferne fort, zurück zu den stürmenden Ungarn vor uns.
Ich hatte gehofft, unsere Linien wären stärker. Doch sie wichen viel zu rasch vor den starken, motivierten und von Hass getriebenen Ungarn zurück. Es wurde schnell klar, wie der Tag enden wird und so brachten wir alle Kraft auf, um unser Zurückweichen nicht wie ein Flüchten erscheinen zu lassen. So sah ich viele mutige und beherzte Schweden fallen und unter den Stiefeln der ruhmreichen ungarischen Krieger verschwinden. So beeindruckend habe ich die Ungarn noch nie gesehn. Schon gar nicht hier im Norden. Was wollen die hier?

Zuletzt sah ich Angehörige dieses Volkes in meiner alten Heimat, in den Auen der Elbe. Als zerlumpte Räuber. Die sich durch meine deutsche Heimat marodierten. Ich sah sie eines Nachts im Wald nahe unserem kleinen Dorf, wie sie sich am Lagerfeuer ihres geraubten Kirchensilbers erfreuten und mit einem kleinen verängstigten Mädchen Sachen machten, für die ich erst Jahre später Wörter finden sollte. Zum Glück konnten die Banden damals schnell vertrieben werden, bevor sich ihr Name mit Angst und Schrecken verbinden lies.
Aber heute, hoffentlich nur heute, wird sich ihr Name mit Ruhm verbinden lassen.

Doch das war mir gleich, als ich den letzten schweren Treffer an meinem Helm nicht mehr abschütteln konnte und alles um mich herum schwarz wurde…
 
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Aaron von der Aue: Fremde Völker bringen mir dieses Spiel näher. Danke dafür. und nu Gute Nacht
Aaron von der Aue: worauf es in diesem spiel ankommt und wie man das spiel kennen lernt.
Aaron von der Aue: Naja, Du bist wahrscheinlich gerade anderweitig unterwegs. Ich jetzt auch ins Bettle. Nur ist mir fremd warum ein Abdul und Du mir hier Vorwürfe macht. Ich war wochenlang Mitglied in einem Volk welches mir nicht einmal gehofen hat oder mir gezeigt hätte w
Aaron von der Aue: fändest du es toll wenn ein Graf ein gerade rausgeschmissenes Jungmitglied unter (ich habe gelern) Beobachtung stellt? Das wirft doch kein gutes Licht auf dein Volk oder?
Aaron von der Aue: ich habe noch nicht geschaut welche Position du in deinem Volk hast. Ich gehe aber davon aus eine hohe, da du dich so ins Zeugs legst
Aaron von der Aue: ich will nur dass die führung weiss was die grafen eigenwillig machen
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