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Re:Roses and Daggers 12.02.2012 18:32:42 --- 3 Monate, 1 Woche her
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Aidan nickte wohlwollend.
"Dann soll es so sein. Deine Treue ehrt dich. Es war auch nichts weiter als ein Angebot. An keine Bedingungen gebunden."
Schwungvoll trat Gabriel in den Raum. Seine Reaktion war nicht unbedingt erfreut, aber das musste sie auch nicht sein. Gabriel war unbestritten der beste Krieger, der Aidan im Moment zur Verfügung stand. Und niemanden geringeres wollte er für diese Aufgabe haben.
"Gabriel, das ist Aileen von Punin, die Tochter der Königin Leons. Ihre Mutter ist eine enge Freundin von mir und gibt ihre Tochter zum Studium in unsere Obhut.
Wir wissen beide, dass Rom für eine junge Frau mitunter gefährlich werden kann. Daher habe ich eine Aufgabe für Euch."
Er wandte sich an Aileen, die gerade einen Gesichtsausdruck aufgesetzt hatte wir Rinaya kurz bevor sie explodierte.
"Aileen, geh doch schonmal in den Speisesaal. Kardinal von Bevertal wird gleich dazu kommen. Vorher muss ich noch mit ihm sprechen."
Nachdem Aileen den Raum verlassen hatte nahm Aidan Gabriel beiseite, der sich alle Mühe gab seinen Ärger über diese Aufgabe zu verbergen.
"Gabriel, ich belange Euch nur ungerne mit einer vermutlich so ereignisarmen Aufgabe. Doch ich wage nicht, sie einem einfachen Bediensteten anzuvertrauen. Ich brauche jemanden von Eurer Schwertkunst und Diskretion.
Aileen ist nicht nur die Tochter der Leonesischen Königin - sondern vermutlich auch die meine..."
Papst Aidan I. Erlangte 500 EP bei der Befreiung Jerusalems. Sieger des Duellwettstreits im Weltturnier von 1077/1078.
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Re:Roses and Daggers 12.02.2012 19:30:20 --- 3 Monate, 1 Woche her
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Gabriel zog bei diesen Worten eine Augenbraue in die Höhe, er wusste dass der Heilige Vater vor seiner Zeit in Rom unter den Nordmännern gelebt hatte und dort, so war zumindest die ihm offiziell bekannte Version missionarisch tätig war. Er musste ein schmunzeln unterdrücken bei dem Gedanken dass er seine Missionarsstellung wohl ein wenig zu plastisch ausgelebt hatte. Rinaya von Punin also war die Mutter der jungen Frau, dies erklärte die Verwechselung der Gabriel unterlag, die Ähnlichkeit war wahrlich nicht zu verleugnen.
Der Kardinal legte seinen rechten Arm auf seine Brust und neigte sein Haupt.
„Wie eure Heiligkeit wünschen, ihr könnt euch auf mich verlassen.“
„ Ich wage nicht eure Heiligkeit zu belehren, doch dürfte ich euch raten, nicht allzu innig mit der Prinzessin von Leon um zu gehen. Zumindest in der Öffentlichkeit. Ihr wisst selbst, dass die Wände in Rom Ohren haben und manch Diplomat wie die Natter eine solche Information einsetzen könnte um eure Heiligkeit zu diskreditieren. Der konservative Teil des Klerus ist nicht zu unterschätzen und dürfte wohl kaum erfreut darüber sein, sollte sich das Gerücht verbreiten, dass eure Heiligkeit einen Bastard mit einer Ungläubigen gezeugt haben könnte.“
Drehte auf dem Absatz um den Raum zu verlassen, hielt jedoch kurz vor der Tür inne und sprach leise.
„ Ich hatte einst das wenn auch kurze Vergnügen ihre Mutter kennen lernen zu dürfen, ich kann euch verstehen Aidan.“
Daraufhin begab er sich in den Speisesaal und sprach die junge Frau an.
„Eure königliche Hoheit, verzeiht meine Überraschung vorhin, ich wähnte kurz jemand anderes vor mir zu sehen. Mein Name ist Kardinal Gabriel von Bevertal, euer.. der Heilige Vater hat euch bestimmt schon über meine Person unterrichtet. Bitte….“
Deutete der Kardinal auf mit einem Handschwenk auf die Tür.
„geht ein Stück mit mir, ich werde euch ein wenig herumführen und würde gerne bei der Gelegenheit ein wenig über euch und euer Vorhaben sprechen.“
youtube.com/watch?v=YFMla4TLU-A&feature=related
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Letzte Änderung: 2012/02/12 19:33 von Gabriel von Bevertal.
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Re:Roses and Daggers 12.02.2012 20:26:36 --- 3 Monate, 1 Woche her
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Aileen stand mit verschränkten Armen am Fenster und sah hinaus, als der Kardinal eintrat.
Schnell wandte sie sich um und sah ihm mit vielsagendem Blick entgegen.
Der Name des Kardinals kam ihr bekannt vor doch sie wusste nicht, woher.
Als er sie bat, mit ihm ein wenig zu gehen, nickte sie schweigend.
Es musste ihr doch einfallen, wo sie den Namen schon einmal gehört hatte.
Es war...es musste....
"HA!" rief sie dann aus und griff fest nach seinem Arm. Mit aufgerissenen Augen sah sie ihn an und gestikulierte.
"Jetzt weiss ich es!"
Offenbar konnte der Kardinal ihr nicht ganz folgen, so fuhr sie fort "verzeiht, Kardinal. Ich habe die ganze Zeit überlegt, woher ich euren Namen kenne. Er kam mir SO bekannt vor! Mir ist es aber eingefallen - ihr wart es, der meiner Mutter geholfen hat, als sie in Gefangenschaft war- richtig?"
Jetzt, wo es raus war, fand sie ihre Haltung wieder, räusperte sich und fuhr, sehr viel ruhiger, fort, "verzeiht nochmals. Ich bin einfach...zu kindisch."
Dennoch, es war einfach zu spannend, dem Mann zu begegnen, von dem ihre Mutter zwar nicht viel erzählte, auf dessen Namen sie aber nichts kommen lies. Aileen betrachtete ihn offen neugierig. Er sah gar nicht aus, wie ein Held. Eher wie ein....sie überlegte eine Weile. Was wohl von ihm übrig war, wenn er all den Stoff abgelegt hatte? Ob er Humor hatte? Lachte er auch mal?
Nun, vielleicht würde sie es ja erfahren. Irgendwann.
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Re:Roses and Daggers 12.02.2012 21:16:04 --- 3 Monate, 1 Woche her
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Gabriel war ob dieser Herzlichkeit und physischer Nähe etwas irritiert, ob seiner strengen und höfischen Erziehung in verschiedenen Klöstern war er dies nicht gewohnt. Dennoch gefiel es ihm, die junge Aileen hatte das Temperament welches ihm vor Jahren bereits bei ihrer Mutter befremdlich imponiert hatte.
„Ja es ist einige Jahre her, dass ich das Vergnügen hatte eurer Mutter zu begegnen und es erfreut mich, dass ich ihr allem Anschein nach doch positiv im Gedächtnis geblieben bin. Ich war damals noch ein junger Mann und sie noch keine Königin, die Zeiten waren anders,… wilder.“
Sprach Gabriel etwas Gedankenversunken, bis sein Blick auf die neugierigen Augen seiner beinahe umhertänzelnden Begleitung fiel und in ihm das Gefühl aufkommen ließ sich darin verlieren zu können. Er schob seine Begleiterin sanft ein Stück vor die Brüstung der oberen Arkaden auf welchen er sie führte und deutete ihr mit seinem Arm über ihre Schulter in Richtung der Stadt.
„Seht ihr dort, die Basilika am Rande des Hügels. Dort ist das Herz dessen an was wir Glauben das geographische Zentrum der Christenheit, denn unterhalb der Kirche liegt das Grab des Petrus, der wohl heiligste Ort hier in Rom, wenn ihr eure Studien hier betreibt, so werdet ihr noch einiges hierüber erfahren. Diese Stadt ist alt, älter als die Kirche, ihr werdet wenn ihr genau hinseht an jeder Ecke Dinge erspähen können, die euch Geschichten aus den Anfängen der Zeit selbst erzählen können.“
Er führte ihren Kopf durch eine leichte Bewegung seines Armes weiter an einige Interessante Punkte und letztlich.
„… dort ist der Palast, an welchem ich residiere und wenn ihr hinter den Hügeln der Stadt den Ort erkennt vor welchem die Sonne im Meer versinkt, dort ist der Stammsitz und das Land meiner Familie.“
youtube.com/watch?v=YFMla4TLU-A&feature=related
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Re:Roses and Daggers 12.02.2012 21:52:56 --- 3 Monate, 1 Woche her
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Aileen folgte seinen Ausführungen geduldig und interessiert, doch in Wahrheit interessierte sie etwas ganz anderes. Sie musste sich geradezu auf die Lippen beissen, um nicht einfach loszuplappern, doch sie wartete, bis er geendet hatte.
Dann wandte sie den Kopf zu ihm. Himmel, war er nah!
Schnell ging sie einen halben Schritt zur Seite. Wann war er ihr so nah gekommen?
"Sagt, Gabriel...ich meine Kardinal...IHR wart einmal WILD? Ich kann mir das kaum vorstellen. Erzählt ihr mir davon? Und können wir nach Ostia fahren? Und zum Kolosseum? Erzählt ihr mir von den Aquädukten? Und den Thermen? Darf ich auch in die Thermen? Und in die Engelsburg?"
Ruhig, Aileen, das waren schon wieder zu viele Fragen.
Für Männer nur immer eine Frage.
Sie lächelte ihn entschuldigend an.
"Verzeiht, noch einmal. Ich bin viel zu ungestüm, vor allem, wenn ich neues erlebe.
Ich finde Rom...wunderbar!"
Sie breitete die Arme aus, hob ihren Kopf hoch in die Luft, schloss die Augen und atmete tief ein.
"Wirklich...wunderbar."
Für einen Moment vergaß sie den Mann an ihrer Seite völlig.
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Re:Roses and Daggers 12.02.2012 22:33:56 --- 3 Monate, 1 Woche her
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Gabriel schaute ihr zu und ein leises „ja… wunderbar“ entfuhr seinen Lippen.
Dann lachte er, als er über all die Wünsche Aileen´s nachdachte.
„Ich werde sehen was sich einrichten lässt ihr werdet ja nun einige Zeit hier sein. Die meisten eurer Wünsche werden sich wohl erfüllen lassen.“
Er ging einige Schritte weiter an die Treppe zum Innenhof der päpstlichen Residenz.
„Kommt ich möchte euch noch etwas zeigen, dass für euch von Interesse sein dürfte.“
Er redete weiter während sie gemeinsam hinunterschritten.
„Wegen eurer ersten Frage, ich denke es ist das Privileg der Jugend Dinge zu hinterfragen welche man im Allgemeinen als gegeben annimmt. Damals herrschte beinahe andauernd Krieg, ein neuer Papst auf dem Stuhl des Petrus forderte jedes Heiden- und manch christliches Volk dazu heraus dem Vatikan die Stirn zu bieten. Ich weiss, das in euren Breiten der Krieg das wohl nobelste aller Handwerke ist, auf jeden Fall ist es eine gute Zeit sich als halbwüchsiger junger Mann zu beweisen. Nun da wir sie alle besiegt haben und allein die Erwähnung unserer Streitmacht ausreicht dem Feind das Fürchten zu lehren, ist es mehr das Wort denn die Schlacht, welches die Siege erstreitet. Ich kann nicht behaupten Stolz auf all das zu sein was heute als Heldentaten gefeiert und in Liedern besungen wird, aber es war eine aufregende Zeit. Ich werde euch gern eure Fragen beantworten so ihr welche habt, doch möchte ich euch nicht mit meiner Vergangenheit langweilen.“
Im Innenhof angekommen deutete Gabriel auf eine überlebensgroße marmorne Reiterstatue die in der Mitte des Hofes nach Westen deutete.
„Wir sind da, dies ist ein Abbild eures selig gesprochenen Ahnen, Großinquisitor Halmar von Schellenberg, euer Großvater so ich nicht irre?“
youtube.com/watch?v=YFMla4TLU-A&feature=related
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Re:Roses and Daggers 12.02.2012 22:55:03 --- 3 Monate, 1 Woche her
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Aileen staunte nicht schlecht.
"Ihr habt....ihm ein Götzebild gebaut?"
Staunend umrundete sie die Statue mit gerunzelter Stirn.
Ihr Großvater. Rinaya sprach nicht viel von ihm und Aileen fragte sich immer wieder, woran das lag.
Immerhin redete ihre Mutter sonst sehr viel.
Als sie wieder bei Gabriel angelangt war, stellte sie sich mit nachdenklicher Miene neben ihn.
"Irgendwie könnte das da auch Eddard sein. Kennt ihr meinen Onkel Eddard? Ich mag ihn sehr und hatte immer gehofft..." sie schmunzelte leicht "dass er mich mal heiratet."
Wieder betrachtete sie die Statue, dann den Kardinal. Ob er einmal gut ausgesehen hatte?
Nun, er sah...interessant aus, nicht schlecht, aber als er jung war? Aileen hoffte auf einmal inständig, ihre Mutter hatte nicht auch eine Romanze mit ihm. Schnell räusperte sich, bevor diese Frage über ihre Lippen kam.
"Nun, ihr....ihr könnt auf jeden Fall stolz darauf sein, meiner Mutter geholfen zu haben. Ihr habt einem jungen Mädchen die Mutter erhalten. Das ist eine ziemlich edle Tat, wenn auch unbeabsichtigt."
Schnell schwieg sie wieder. Herrjeh, sie plauderte wie ein ganzer Hühnerstall.
"Ich...gehe euch bestimmt schon auf die Nerven. Ich bin furchtbar anstrengend. Wärt ihr so nett, mich zu meinem Quartier zu bringen? Ich werde versuchen, mich ein wenig zu entspannen."
Ihr Lächeln war bittend, doch ihre geröteten Wangen zeugten von ihrer Aufregung angesichts dieser vielen Neuigkeiten.
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Re:Roses and Daggers 17.02.2012 10:59:56 --- 3 Monate her
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"Natürlich, dort entlang bitte."
Sprach Gabriel, lächelte milde und führte Aileen zu ihrem Quartier.
youtube.com/watch?v=YFMla4TLU-A&feature=related
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Re:Roses and Daggers 21.02.2012 19:13:54 --- 3 Monate her
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Als Aileen ihr Zimmer betrat, lag Post auf ihrem Tisch.
Eine Depesche mit dem königlichen Wappen Leons.
Gespannt lächelnd öffnete Aileen das Schriftstück, doch das Lächeln wich bald aus ihrem Gesicht.
Nachdem sie das Schreiben etwa fünfmal gelesen hatte, wollte sie es immer noch nicht glauben: ihr Onkel war tot. Gestorben. Einfach so.
Sie versuchte, sich zu erinnern, wann sie ihn das letzte Mal gesehen hatte, den wilden schottischen Krieger, doch es wollte ihr nicht einfallen. Die Trauer ihrer Mutter kam im Schreiben durchaus zum Vorschein, doch Aileen wollte sie nicht sehen.
Wütend griff sie nach einem Krug Wasser und warf ihn gegen die Wand. Warum waren sie überhaupt aus Schottland weggegangen? Ihre Mutter machte auch wirklich alles falsch! Warum hatte ihr Vater sich nicht durchgesetzt? Warum?
Aufgebracht erhob sie sich und ging im Raum umher. Eddard tot.
Ihr geliebter Onkel würde sie niemals wieder in die Arme schließen.
Sie würde ihrer Mutter einen gepfefferten Brief schreiben, und ihr sagen, was....ja was eigentlich?
Auch wenn Aileen nur schwer denken konnte, solange sie wütend war, war ihr doch klar, dass ihre Mutter nicht an allem schuld war. Mehr noch, ihr wurde bewusst, dass sie nicht immer bei ihr sein würden.
Ihre Mutter und ihr Vater, sie würden gehen, ohne dass sie etwas daran ändern konnte.
So wie Eddard, so wie ihre Großeltern.
Sie rauschte zur Tür, bereit, sofort die Heimreise anzutreten, doch dann fiel ihr ein, dass sie ja gerade erst gekommen war. Nein, immer wegzurennen war sicherlich kein angemessenes Mittel.
Dennoch, die Gedanken rasten in ihrem Kopf und Aileen wusste, dass Bewegung hier helfen konnte.
Sie griff also nach einem Umhang und beschloss, ein wenig spazieren zu gehen.
Sicherlich würde ihr etwas Besseres einfallen, mit ihrer Trauer umzugehen, als unschuldige Tonkrüge zu zerschlagen. Oder zu heulen wie ein Kind. Trotzig wischte sie sich die verräterischen Spuren ihrer Tränen aus dem Gesicht und öffnete die Tür nach draußen.
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Re:Roses and Daggers 17.03.2012 21:19:29 --- 2 Monate her
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Rinaya war fassungslos. Mit tränenüberströmtem Gesicht hielt sie Cadrael im Arm und verfluchte jeden einzelnen Gott, den sie kannte.
Wie hatte das denn nur geschehen können? Cadrael war doch viel zu jung zum sterben!!
Seit sie Leon verlassen hatten, um den Schwur einzulösen, den sie sich selbst gegeben hatten, schien Cadrael angeschlagen. Keine guten Voraussetzungen bei einer Seefahrt in einem relativ kleinen Schiff.
Gegen Nachmittag verschlechterte sich sein Zustand zusehends, bis er nach Sonnenuntergang in eine Art Koma fiel. Seine Stirn war verschwitzt und sein Atem ging röchelnd.
Rinaya tat, was sie konnte, doch ihre Möglichkeiten, gerade hier auf See, waren begrenzt.
Liadan saß still bei ihren Eltern und half ihrer Mutter, so gut sie konnte. Meistens bedeutete dies, dass sie die Tücher wechselte.
„Lass uns an Land gehen, Mama. Bitte.“ Liadans Stimme klang flehend, doch Rinaya schüttelte den Kopf.
„Nein. Wir müssen…weiter. Wir müssen weiter.“
„Aber Papa stirbt!“
„Daran würde sich auch an Land nichts ändern.“
„Warum musst du auch immer mit allen streiten?“ Wütend erhob sich das Mädchen.
„Wo sollen wir denn jetzt hin? Wir können NIRGENS hin, weil du mit allen Streit hast!“ Mit einem bösen Blick auf ihre Mutter verließ Liadan das Lager um ihren Bruder zu suchen.
Rinaya blieb zurück, die Göttern verfluchend und ihren todkranken Mann im Arm haltend.
„Stirb nicht“ flüsterte sie, „wir haben doch noch so viel vor…bitte….verlass mich nicht.“
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