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Das Leben in Burgund 18.05.2008 20:45:16 --- 3 Jahre, 8 Monate her
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Sein Knappe Malvoisin brachte ihm sein Frühstück, das aus dem heimischen Wein der mit Wasser vermischt war und einem Haferbrei in dem verschiedene Nusssorten sich befanden und einer Kante Brot bestand, an diesem frühen Morgen des ersten Julei im Jahre 1018 nach der Geburt des Herrn Jesu Christi.
Er schaut von der leichten Erhebung, auf der das Zeltlager des Heeres Désir de gloire erbaut war und aus dem das morgendliche Treiben erschallte, auf die Weiten der Provence hinab, in denen sich Lavendellfelder an Getreidefelder und saftigen Wiesen reihten über die eine sanfte Brise strich, die schon jetzt einen heissen Tag versprach.
Der junge Malvoisin stand, nachdem er aufgedeckt hatte, mit dem vollem Krug Wein hinter Albert bereit um auf einen Wink nachzuschenken und geduldig auf das Ende der Mahlzeit seines Herrn wartend.
Gemütlich tauchte dieser seinen Löffel in die Holzschale mit dem Brei und lies dabei seine Gedanken schweifen, die nichts mit der bevorstehenden Schlacht mit den Bretonen zu tun hatte, sondern mit den vergangenen Jahren und Monaten, in denen er von einem einfachen Ritter in geradezu atemberaubender Geschwindigkeit zum Aussenkanzler Burgunds ernannt wurde.
Die Aussengeschäfte hatten ihn dermassen in Atem gehalten, das er sein Lehen nach der Übergabe nicht mehr zu Gesicht bekommen hatte und er hoffte demnächst auch Zeit zu finden um an dem Turnier in Leon noch teilnehmen zu können und dabei seine Aufwartung bei dem Herrscher dieses Ländchens zu tätigen.
Kurz darauf lies er den Tisch abdecken, gestattete seinem Knappen nach dem Bringen der Rüstung auch sein Frühstück einzunehmen und fing an seine Ausrüstung nochmals selbst in Augenschein zu nehmen, obwohl er seinem Knappen vertraute, doch da es um sein Leben ging prüfte er lieber die Arbeit des jungen unerfahrenen Mannes.
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Duelle und Schlachten 18.05.2008 22:08:18 --- 3 Jahre, 8 Monate her
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Sein Lehnsherr, forderte ein weiteres Male den Baron zu Troyes zu einem Duell um die Entwicklung seiner Ritter besser abschätzen und sie notfalls in die richtigen Bahnen lenken zu können, so dachte zumindest Albert und erhoffte sich noch den ein oder anderen Kniff von diesem abschauen zu können.
Ihm kam es gelegen, denn dadurch würde er in der darauffolgenden Schlacht zumindest etwas mehr gübt sein mit der für ihn noch ungewohnten Streitaxt und er hoffte doch ein nicht gar zu jämmerliches Bild abzugeben auf dem Felde des Ruhmes. Aber zumdindest war er sich seiner Fertigkeiten mit dem Schilde sicher und so mancher Gegner hatte dieses fälschlicherweise als reine Defensivwaffe abgetan und dann unter Schmerzen gelernt, das dies ein eminenter Fehler war.
Just in diesem Moment kam Malvoisin in das Zelt und brachte die Korrespondenz die es noch zu bearbeiten galt und unter denen sich ein Schreiben befand in dem eine Dame von elder Geburt Aufnahme in den Reihen Burgunds erbat, die er nur allzugerne bereit war zu erteilen. So setzte er eilig einen Brief auf:
QUOTE: Holde Madame Elisabeth,
Ich, als Aussenkanzler Burgunds, bin über die Anfrage einer Dame von edler Geburt erfreut und werde Euch selbstverständlich gerne Zuflucht zu Burgund gewähren. Sollte ihr etwas benötigen, haltet Euch nicht zurück zu fragen oder darum zu bitten, sollte es möglich sein werden wir es Euch zukommen zu lassen..
Fühlt Euch in den Hallen der Burgunds wie Zuhause, denn dies wird es nun in Zukunft sein.
Hochachtungsvoll und in Freude
Albert de Moustache
Aussenkanzler Burgunds
Baron zu Troyes
*Gesiegelt als Aussenkanzler Burgunds und Baron zu Troyes*
Danach widmete er sich wieder den unangenehmeren Pflichten seines Postens und gab später ein schweres Bündel Depeschen an seinen Knappen weiter, sowie einiger Pergamentblätter von nichtigem Inhalt, die dieser von der Tinte befreien sollte, auf das sie wieder als leer zu Verfügung stünden.
Als dies erledigt war entschied er sich, dies wäre der geeignete Zeitpunkt für einen Mittagsschlaf im Schatten des Vordachs des Zeltes mit einem kleinen Becher Hypogras.
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Velorenes Duelle und Gewonnene Schlacht 19.05.2008 22:43:58 --- 3 Jahre, 8 Monate her
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Langsam legt sich der Staub auf dem Kampfplatz und nun konnte man auch langsam die beiden Gestalten, die Verursacher dieser Wolke waren, erkennen. Die eine davon stand in einer recht entspannten Pose, leicht auf ihren Speer gestützt, während die andere auf dem Boden lag und sich nicht mehr rührte.
Was die beiden Knappen der Ritter dazu veranlasste zu der liegende Person hinzurennen und nachdem kein Lebenszeichen von ihr kam, diese in das Zelt des Feldschers mit Hilfe einer Bahre zu tragen.
Auf Geheiss des Medicus, befreite Malvoisin seinen Herrn ob der Rüstung und wartete hernach auf weitere Fingerzeige des gelehrten Mannes. Dieser schaute sich die Verletzungen, die nur aus Fleischwunden wie sie in jeder Übung zu Hauf vorkamen bestanden an und meinte nur leise zu dem Knappen:
"Junge melde dem Grafen Paiste, es war schlicht der Blutverlust ob der vielen kleinen Treffer und die grosse Hitze die den Baron zu Troyes niederwarfen. Ein paar Tage Ruhe, etwas Reinigung des Blutes durch Egel und etwas Aderlass bringen ihn sicherlich auf die Beine. Vielleicht müssen wir noch ein Haar aus dem Schweif eines Pferdes mit Hilfe einer Nadel durch die Haut im Nacken ziehen, auf das die bösen Säfte abfliessen, aber sonst sehe ich keine Gefahr."
Nachdem die Behandlung so ihren Lauf nahm, kam es wie der Medicus es beschrieben hatte und Eiter trat aus dem Nacken aus und Albert genas nach einer kurzen Weile, etwas wacklig auf den Beinen aber bereit für die kommende Schlacht mit den Bretonen, die für die Burgunder erfolgreich verlief.
Es war ein ehrenhaftes Aufeinandertreffen ohne Winkelzüge und Fallstricke, in dem nur die zwei Heere aufeinander trafen und die Bretonen nur unterstützt von den Bauern wurden, da sie diese geschickterweise vor sich positionierten auf das sie als Geschossfang dienten. So kam es das, als der Pfeilregen nachlies, fast nur Leibeigene und Leibwächter getroffen worden waren und die restlichen Unfreien durch den Ansturm der geordneten Reihen Burgunds hinweggefegt wurden, aber damit der Schwung des Angriffs nicht mehr bei dem Wall der Edlen aus der Bretagne ankam.
Diese herausragende Leistung an militärischem Kalkül hätte diesen tapferen Streitern auch fast den Sieg geschenkt, doch der Herzog selbst focht wie eine Sagengestalt und lichtete die Reihen seiner Kontrahenten.
Albert selbst versuchte nach dem er seine Pfeile verschossen hatte, in der Nähe des verehrten Duc zu bleibe und diesen mit seinen Leib zu schützen. Ganz im Gegenteil zu den Duellen war dies kein sauberes Fechten, sondern ein Kampf mit Finten und dreckigen Tricks, bei deren Benutzung er sich nichtmals unehrenhaft vorkam, denn wichtig allein war das Überleben in einer Schlacht und dieses galt es hier zu verinnerlichen. Im Nachhinein erninnerte er sich nur vage an die Gesichter oder die Wappen die ihm gegenüberstanden und er vermeinte das letzte das er vor der Dunkelheit die ihn umfing wahrnahm, wäre das seines bretonischen Amtskollegen gewesen.
Nach der Schlacht wurden die Verwundeten in die Lazarette verbracht und so schien es würden alle Edlen dieses Treffen überleben, woraufhin ein Dankgottesdienst zelebriert wurde dem ein schlichtes gemeinsames Festessen im Felde folgte.
Auch der Verlust an Leibeigenen war nicht so schlimm wie befürchtet, da die Ritter sich bemüht hatten diese zu schonen, aber unvermeindlich und auch nicht wert mehr als einen Gedanken an sie zu verschwenden.
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Letzte Änderung: 2008/05/19 22:52 von Archimbald le Moine.
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Gewonnens Duell und Hilferufe 22.05.2008 00:03:12 --- 3 Jahre, 8 Monate her
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Missmutig stapfte Albert zu dem Übungsplatz, den jedes Heerlager der Burgunder zu eigen war und die diziplinierten, gutbesoldeten Truppen durch ihre Serganten gezwungen waren zu nutzen.
Da sein Knappe mal wieder vor ihm her trödelte bekam einen leichten Schlag mit der Breitseite seiner Streiaxt, auf das er schneller vorliefe und den Platz für sich und den edlen Cuathemoc freimachen liesse.
Seine Gedanken waren eher bei den geheimen Depeschen die die letzten Tage gehäuft eintrafen und seine Aufmerksamkeit mehr in Anspruch nahmen als ihm lieb war.
"Das Turnier zu Leon, kann ich wohl bei dieser Entwicklung wohl vergessen und wer weiss ob von uns allen jemand überhaupt wieder die Heimat sieht. Nun, wenn unser Herrgott es so entschieden haben sollte, dann wird es so kommen wie Er es für richtig hält. Wir haben, dank Ihm, ja unseren weisen und umsichtigen Herzog, der uns sicher führen wird durch die Unbillen dieser stürmischen Zeit. Ein Gebet kann ja dennoch nichts schaden...."
"Herr, der Platz ist bereitet und der edle Cuathemoc erwartet Euch schon sehnsüchtig!" so wurde er dort ankommend von dem jungen Malvoisin erwartet.
Knapp verbeugend grüssten sich die Kontrahenten, um kurz darauf wie zwei Auerochsen aufeinander los zu gehen, als wären es keine tödliche Waffen in ihren Händen sondern nur einfache Holzstöckchen. Jeder Zuschauer mit geschultem Blick hätte bemerken können, das beide offensichtlich noch nicht wirklich an ihre Waffen gewöhnt waren und auch nicht die Absicht hatten ein filigranes Schauspiel abzuliefern, sondern für den Ernstfall in einer Schlacht übten.
Keiner von Beiden war auch nur bereit einen Fussbreit nachzugeben und der Kampf ging deshalb zu Gunsten Alberts aus, weil dieser vorgab zu straucheln, nachdem er mehrere Treffer einstecken musste, sein Gegner nachsetze und sich zwei schnelle Hiebe mit dem Schild an den Kopf einfing, die ihn zu Boden warfen. Doch nach einem Sieger sah er wahrlich nicht aus und die Übung hatte seine ganzes Können abverlangt und seine Kräfte waren zum Schluss hin geschwunden.
"Werter Ritter Cuathmoc ich hoffe ihr seid soweit in Ordnung und nehmt meinen aufrichtigen Dank entgegen? Auch werde ich selbstredend Euch zur Revanche zur Verfügung stehen und nun Malvoisin herbei mit dem Dünnbier bevor wir hier noch austrocknen!" kam es stossweise aus seinem Munde.
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Grausames Erwachen 23.05.2008 16:20:24 --- 3 Jahre, 8 Monate her
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Schweissgebadet wachte er auf und doch konnte er sich nicht an einen Albtraum erinnern dem er dies hätte verdanken können. Ob er krank würde just zu diesem ungünstigen Zeitpunkt? Er würde heute früh nach dem Medicus rufen lassen und ihn bitten die Blutegel wieder anzusetzen oder waren es dich schlechten Neuigkeiten aus Byzanz die ihn aufschrecken liessen?
Wahrlich Gottes Wege sind unergründlich und schwer seine Prüfungen, dachte er bei sich und da er schon einen hellen Streifen am Horizont aufgehen sehen konnte, entschied er sich dazu aufzustehen und sich auf den kommenden Tag mit seinen neuerlichen Fechtübungen und wohl nicht zu vermeidenden Depeschen vorzubereiten.
Sich sein Leinentuch zum abtrocknen schnappend, sowie die Olivenseife mit Lavendel und die Bürste ging er vor das Zelt, schaute hinab zu dem Eimer mit Wasser der zur Reinigung für ihn bereit stand und entschied sich dafür an den nicht weit gelegenen Bach zu gehen und den Tag angemessen zu begrüssen. Dort warf er das lange Leinenhemd ab, nahm Seife und Bürste auf, watete bis zu den Knien in das Wasser, fing an seinen Leib abzuschrubben und als er damit, soweit man es in dieser einfachen Umgebung sein konnte, zufrieden war lies er sich kurz in das Gewässer plumpsen um die Lauge von seinem Körper zu entfernen.
Daraufhin trocknete er seinen Leib am Ufer, warf sein Hemd wieder über und begab sich auf den Rückweg, wo er schon von seinem aufgeregten Knappen erwartet wurde, der sich anscheinend schon seinen Herrn als Krähenfutter ausgemalt hatte.
"Teurer Malvoisin, nehmt meine Waschuntensilien, reinigt und trocknet sie, aber zuerst bringt ihr mir noch etwas Fett für meine Bartspitzen und verhaltet Euch nicht wie eine Amme der man das Kind entrissen habt, ich bin ein Ritter Burgunds der selbst unbewaffnet sich zu wehren weiss!"
Nachdem der Junge das Geforderte Albert brachte, kämmte dieser als erstes seine rechten Bartzipfel und als er soweit zufrieden war machte er sich an den linken. Dabei fing er an zu grinsen, denn entgegen der gängigen Mode wurde in seiner Familie, zu Ehren des Gründes ihres Geschlechts, Bart getragen und als einfacher Ritter stellte dies nie ein Problem dar, doch seid seiner Ernennung zum Kanzler wurde ihm des Öfteren angetragen dieses Gestrüpp zu enfernen und sich doch bitte die Haare wachsen zu lassen, wie es eben zur Zeit getragen würde, denn so könne er doch nie Erfolg im Werben um eine Frau haben und kein Edler könne ihn ernstnehmen.
Seinem Herzog war es egal und er konnte sich auf die Loyalität derer de Moustache verlassen, die lieber ihr Leben verloren, denn ihre Ehre, aber auch niemals ihren Bart abzulegen bereit waren.
Nach seiner Morgenpflege, kniete er sich eine Weile zum Gebet nieder, in das er auch die gefangenen Waffenbrüder aus Franken mit einschloss, die versucht hatten den, seiner Meinung nach, feigen und ehrlosen Bund aus dem Osten zum Wohle aller Christen zur Raison zu bringen. Genauere Berichte waren noch nicht in ihr Heelager vorgedrungen und so sah er sich ausserstande die Situation zu beurteilen.
Also beschäftigte er sich mit naheligenden Dingen, wie das allmorgendliche Aufwärmen mit der Waffe in der Hand um seinem Knappen den Umgang mit dieser beizubringen und seine Muskulatur auf das bevorstehende Training mit dem edlen Kriegskanzler Burgunds, des tapferen Ithar von Haran, vorzubereiten.
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Letzte Änderung: 2008/05/23 16:30 von Archimbald le Moine.
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Erfolgreiches Duell und seltsame Wüstensöhne 24.05.2008 02:17:28 --- 3 Jahre, 8 Monate her
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Wie es sich geziemte wartete er schon am Platze für die Kampfübungen auf den älteren und erfahreneren Kriegskanzler Burgunds, schon im Geiste seine Attacken und Finten durchgehend, als dieser endlich erschien. Bei seinem Anblick stockte Albert der Atem, denn es war ihm bekannt das der edle Ithar reich war, doch als er ihn seinem Eisenkleide vor sich sah, gegürtet mit einem Meisterstück fränkischer Schmiedekunst, drohnte ihn doch die Verzagtheit zu übermannen.
"Albert, reiss dich zusammen, du wirst noch oft gegen solch gewandete Gegner antreten dürfen, also gewöhn dich daran, denn du bist schneller und deine Ausdauer wird auch weniger schnell erlahmen!" mahnte er sich selbst und dennoch gingen seine Hände unwillkürlich auf und zu.
Er verneigte sich vor seinem Kontrahenten, hiess seinem Knappen Schild als auch Axt zu bringen und baute sich mit leicht angewinkelten Knien vor diesem auf. Die Streiaxt, mit der Hand fest umschlossen, auf seiner rechten Schulter ruhend und das Schild mit der Linken dicht an seinem Körper haltend, beobachtete er den Ritter vor sich, wie auch er sein Schild sich reichen lies und das Schwert zog, um dann gemächlich in eine bequeme Grundstellung zu gehen.
Es schien, als sollte es eine Geduldsprobe werden, doch Albert entschied sich diese eminent abzukürzen und seine Geschwindigkeit mit der Wucht seine Waffe zu kombinieren. Er rannte links an dem Kriegskanzler vorbei und hieb im Vorbeigehen mit der Axt zu und mehr aus Glück, als geplant sass dieser Treffer auf Höhe des Schulterblattes wurde gar durch den Reflex Ithars, der den Schlag im letzten Moment ablenken wollte, an den Kopf weitergereicht.
Der durch viele Kämpfe geschulte Kriegskanzler lies sich davon aber nicht beeindrucken und bedankte sich mit einen Schlag auf den ausgestreckten Arm, der fast zur Folge hatte das Albert die Axt verlor. Schwer atmend ob dieses Schlagaustausches umkreisten die Duellpartner einander, jeder auf die Lücke bei dem Anderen lauernd.
Der Schlag mit dem Schwerte kam so schnell und überraschend das die Abwehr mit dem Schild, schlicht den trainierten Reflexen zuzuordnen war, aber auch unglaublich schmerzhaft für das Handgelenk sein mussten. Diese Sekunde des schmerzvernebelten Hirns seines Gegners ausnutzend, hieb de Moustache seine Axt gegen das Bein seines Gegenübers um kurz darauf nochmals mit seinem Schild gegen das Handgelenk zu stossen. Doch der vermaledeite von Haran, dachte gar nicht daran sich in die Defensive drängen zu lassen, sondern setzte zur Überraschung aller zum Gegenschlag an, in dem einen Schritt zur Seite machte und einen Stoss mit dem Schwert auf den Oberschenkel des Aussenkanzlers vollführte, welcher diesen törichterweise nach vorne zucken lies und ihm einen schmerzhaften Hieb mit den Schild an den Kopf einbrachte. Durch diesen Schlag benebelt riss Albert sein Schild hoch um sich etwas Luft zu verschaffen und traf dabei abermals das Handgelenk, das diesesmal nicht mehr in der Lage war das Schwert zu halten, worauf der erfahrene Ithar sich geschlagen gab.
"Messieur Chancelier de la guerre, erlaubt mir mich um die Depeschen zu kümmern und ihr solltet den Medicus einen Blick auf die Hand werfen lassen, denn sie wird dringend gegen die Wüstensöhne gebraucht!" mit diesen Worten sich zurückziehend begab er sich zu seinem Zelte wo ihn abermals der Kurier des Berber erwartete.
Noch auf dem Weg in sein Zelt erbrach er das Siegel und las den Brief im Gehen, worauf er nur verwundert ob des Inhaltes den Kopf schüttelte.
" Malvoisin schreibt folgendes:
Gott mit Euch Tiuri,
Ich wiederhle mich nicht und solltet ihr nicht von Eurem Souverän unterwiesen sein ist es nicht meine Aufgabe dies nachzuholen, doch lasst Euch sagen, wenn ihr einem unserer christlichen Nachbarn droht, kann es durchaus sein, das wir nicht nur Italien von Eurer Anwesenheit befreien, sondern auch Eurer Heimat einen Besuch abstatten. Also überlegt Euch wohl was ihr da von Euch gebt!
Darunter kommt das übliche, meine Unterschrift und Siegel setzte ich wenn Ihr soweit seid"
Erschöpft entledigte er sich seiner Rüstung, wusch sich mit Wasser den erhitzen Körper ab und als sein Knappe ihm das Schriftstück reichte, tat er alles nötige ehe er sich auf seinen Strochsack fallen lies und augenblicklich einschlief.
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Re:Erfolgreiches Duell und seltsame Wüstensöhne 24.05.2008 21:05:27 --- 3 Jahre, 8 Monate her
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Und auch der junge Ritter Joseph Balsamo, dem der edle Kanzler Albert de Moustache die Ehre erwiesen hatte, sein Mentor zu sein, fieberte seinem Duell entgegen. Das ganze Volk sollte zuschauen, seinen ersten Schaukampf beobachten.
Und so legte er seine Lederrüstung an, umfaßte seinen Kampfstab und schickte sich an, das Zelt zu verlassen, als ihn ein Bote aufhielt, mit einer Nachricht von seinem Duellgegner. Durch unglückliche Umstände mußte Antonio Martelli seine Ausrüstung verkaufen, es würde also wohl kein spannender Kampf zu erwarten sein.
Joseph war verwirrt - was sollte er tun? Sein gegner schien trotz seiner mißlichen Lage nicht auf einen Kampf verzichten zu wollen. Die Vorbereitungen waren bereits weit vorangeschritten, ein Zurück gab es nicht. Also machte er sich auf den Weg.
Erst als der erwartungsgemäß einseitige Kampf bereits stattfand, fiel ihm ein, daß er ja ebenso gut auf seine Ausrüstung hätte verzichten können. Beschämt ob seines Verhaltens, blieb Joseph nichts weiter übrig, als Antonio eine Revanche unter fairen Umständen anzubieten und sich selbst zu verfluchen, seinen Mentor nicht vorher um Rat gefragt zu haben- dieser hätte ihm diesen Hinweis sehr wohl gegeben.
Traurig, Burgund mit seinem Sieg mehr Schande als Ruhm gemacht zu haben, schlurfte der 17jährige zurück zu seinem Zelt.
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Ein Spektakel 26.05.2008 14:59:16 --- 3 Jahre, 8 Monate her
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Der Aussenkanzler, der sich dieses Spektakel, der Kampf eines jungen aufstrebenden Burgundischen Ritters und eines Getreuen Streiter des Vatikans, nicht entgehen lassen wollte, sass recht passabel auf der Holztribüne mit all den anderen Edlen und konnte problemlos den Kampf verfolgen.
Der Herausforderer aus Burgundischen Landen stand schon gewappnet und gerüstet da, als sein Kontrahent erschien, dessen Auftreten ein Raunen auslöste, da er sich nur mit seinen Händen als Waffe gegenüber aufbaute.
"Will er Joseph verspotten und damit seine Geringschätzung ausdrücken?", war der erste Gedanke der seinen Kopf durchschoss.
Falls dem so gewesen sein sollte, wurde der Spott ihm recht schnell durch die gezielten Attacken Joseph Balsamos ausgetrieben, der sich in dem ganzen Kampfe nur eine Unachtssamkeit leistete, die aber nicht einmal irgendwelche Auswirkungen zeigte, ausser das der Jungritter vorsichtiger und weniger überheblich agierte. So sollte es der erste, letzte und einzige Treffer des armen Antonio Martelli sein, der von den Feldschern, nach dem Waffengange, in ein dafür vorbereitetes Zelt verbracht wurde.
Joseph schien dagegen nur ausser Atem wie von einer recht Schweren Waffenübung, dennoch verlies er das Feld der Ehre mit hängendem Kopf und eher so wirkend als hätte er soeben verloren.
Albert winke seinen Knappen herbei und bafahl ihm:
"Malvoisin, nehmt unseren besten Wein, den wir mit uns führen, dann gehe hurtig und erkundige dich über das Wohlbefinden des Martelli und überreiche ihm den Wein als Geschenk ob seines Mutes. Hernach begib dich zu dem Zelte des Jospeh und frage ihn ob er wusste was für ein Gegner hier erwartete!"
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Re:Ein Spektakel 27.05.2008 09:35:48 --- 3 Jahre, 8 Monate her
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Joseph saß in seinem Zelt und grübelte dumpf vor sich hin. Einerseits verlangte es ihn danach, sich mit seinem mentor zu besprechen, andererseits beherrschte ihn ein großes Schamgefühl. Hin- und hergerissen war er unfähig, sich zu entscheiden.
Als Malvoisin sein Zelt betrat, war er erleichtert, daß der Lauf der Dinge ihm die Entscheidung abnahm. Es half nichts, er mußte sich zu seinem Fehler bekennen.
So gab Joseph Malvoisin die Nachricht mit, er bitte Albert de Moustache um eine Unterredung.
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Kanzlerkampf und Einladung zum Essen 27.05.2008 19:57:26 --- 3 Jahre, 8 Monate her
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Der treue Knappe brachte Albert die Kunde, das die Medicusse ihm nicht gestatteten dem verletzten Ritter seine Aufwartung zu machen, er zumindest aber die Flasche dessen Knappen mit der Nachricht übergeben hätte können, der Ritter Joseph indes würde um eine Audienz bitten, wenn der Herr denn die Zeit erübrigen könnte.
"Malvoisin, richtet ihm aus, das ich nach dem Kampfe mit Heidgrabener Zeit habe, sollte Gott mich vor grösseren Blessuren verschonen. Aber lasst Euch diesesmal nicht soviel Zeit sonst werde ich Abbé Gerrard bitten Euch noch etwas gestrenger die Bibel nahe zu bringen!", kam es aus dem Munde des Kanzlers, doch mit einem verschmitzten Unterton, denn nur allzugut verstand er die Abneigung des Knappen gegenüber diesen zerbrechlichen Schreibuntensilien.
Am Abend nach dem Kampfe, den der Kriegskanzler der Sachsen bei der ungestümen Kampfesweise beider nur durch die mangelnde Wucht seiner Schläge nicht gewann und sich die Frage aufdrängte ob er den Burgunder schonen wollte, lies Albert de Moustache den jungen Ritter Balsamo zu sich rufen. Das Gesinde hatte schon einen rohen Tisch mit ebensolchen Bänken zurechtgestellt, sowie ein frugales Mahl mit Kräuterlikör aus Sachsen als Entrée, ein Geschenk des Edlen Shatlanar, gefüllten Gänsen, deren Füllung aus Äpfel, Birnen, Zwiebel und Unmengen von Kräutern bestand, Brot, mit Wasser vermischtem Wein und als Nachtisch Hypogras und in Honig kandierten Mandeln.
Zu diesem kleinen Happen, waren sowohl der bescheidene Kanzler Heidgrabener als auch der zerknischt wirkende Ritter Joseph Balsamo mit ihren Knappen geladen, die zur Feier des Tages selbst an der Tafel Platz nehmen durften.
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Letzte Änderung: 2008/05/27 20:08 von Archimbald le Moine.
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