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Ritterliches Turney zu Anglia 02.01.2012 00:05:27 --- 4 Monate, 3 Wochen her
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Endlich traf der Bote in Paris ein. Lady Faye of Winley befand sich bereits seit ein paar Tagen dort, um am dortigen Turney die Farben Englands zu vertreten. Fünf Schreiben erhielt sie, ein Begleitschreiben und je ein offizielles Einladungsschreiben für den staufischen sowie für alle normannischen Königshöfe, die sie am Ort der Austragung aushändigen sollte.....
QUOTE:
Ehrenwerte Majestäten aller gross-französischen Königshöfe sowie des staufischen Königshofes,
Lady Faye of Winley, die sich derzeit in Paris befindet, ist beauftragt, Euch dieses Schreiben persönlich auszuhändigen.
England würde sich freuen, schon bald diverse Ritter Eurer Völker am Königshofe zu Anglia begrüssen zu dürfen. Ein Ritterliches Turney zu Anglia wurde im Jahre des Herrn anno 01.11.1073 anberaumt.
Gleichzeitig dürfen wir noch auf ein weiteres Turney für Jungritter und Knappen in Calvados hinweisen.
Reist und fechtet wohl und Gott schütze Euch,
gezeichnet und gesiegelt,
Eisenherz
Kanzler für Äußere Angelegenheiten Englands
Sohn des Eisenherz, Kronkanzler und Kanzler für Äußere Angelegenheiten Frankreichs Ehemaliger Kronritter der Fatimiden Prinz aus Thule Siehe auch uk.imdb.com/video/screenplay/vi396887321/
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Letzte Änderung: 2012/01/02 00:07 von Eisenherz.
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Re:Ritterliches Turney zu Anglia 05.01.2012 22:06:00 --- 4 Monate, 2 Wochen her
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Es war der Abend vor dem ersten Turniertage. Eisenherz schritt mit seiner Gemahlin durch die Straßen zu Anglia. Überall herrschte ausgelassene Stimmung und die Gasthäuser waren gut gefüllt. Kein Wunder, denn es war kalt geworden.
Vor und hinter dem Diplomatenpaar schritten jeweils ein paar Gardesoldaten, um den Weg freizuhalten. Kommandiert wurde die Gruppe vom Hauptmann der 2. Abteilung der Königlichen Garde, Henry Stefford. Jedermann erkannte Eisenherz und Isabeau de Alencon sofort und und wich beiseite. Auch der König, Adelbert I, wurde an dieser Stelle schon am heutigen Tage gesehen. Das Volk war trunken vor Glück. Grund war die Steuererleichterung aus Anlaß des Turnieres. Überall gab es Freyes Beer.
"Henry - laßt bitte vorne anhalten...." bat Eisenherz. So geschah es.
Den Arm nicht weichend von seiner Gemahlin schritten die beiden rüber zur Gegenseite des Platzes. "Guten Abend, werter Freiherr von Wolfskuhlen, Baron von Wesel. Wir grüssen Euch." Der Baron verneigte sich artig und machte auch sogleich der Comtesse seine Aufwartung. Isabeau sprach: "Wie ich sehe, habt Ihr schon Gefallen an den englischen Damen gefunden." Die junge Zofe machte artig einen Knicks vor dem Hochadel. "Jawohl, Mylady, England verfügt über ungewöhnlich hübsche Mädchen.....".
Eisenherz sprach: "Nun, ich hoffe, Ihr seid dem englischen Beer nicht in gleicher Weise so zugetan - denkt an das morgige Turney." Dabei zwinkerte er dem Baron zu.
"Oh nein, werter Eisenherz. Auf das Beer könnte ich noch verzichten, doch nicht auf diese bezaubernde Zofe hier....."
Gemeinsam mussten sie lachen.....
Sohn des Eisenherz, Kronkanzler und Kanzler für Äußere Angelegenheiten Frankreichs Ehemaliger Kronritter der Fatimiden Prinz aus Thule Siehe auch uk.imdb.com/video/screenplay/vi396887321/
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Re:Ritterliches Turney zu Anglia 06.01.2012 17:44:41 --- 4 Monate, 2 Wochen her
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Von Paris war es kein gar zu weiter Ritt zur Küste, der Kanal war mit gutem Wind im Rücken rasch überquert und schon ritt Elizabeth von Igelheim weiter nach London, wo das nächste Turnier ausgerufen worden war.
Als erstes erledigte Elizabeth ihre Anmeldung zum Turnier beim zuständigen Herold. Dann ritt sie weiter nach London hinein. Doch ihr altes Ross Lindrasus begann zunehmend bedenklicher zu keuchen und schwerfällig atmend nach Luft zu ringen, so dass Elizabeth vor dem nächsten Gasthaus absaß.
"Versorg mein Pferd", begann Elizabeth den herbeilaufenden Stallknecht zu beauftragen, doch da brach Lindrasus plötzlich zusammen, zuckte noch einmal und verendete. Lindrasus war schon hoch betagt gewesen und Elizabeth hatte ihn nur kurz besessen, dennoch trauerte sie etliche Minuten lang, als sie den Stallknecht statt dessen beauftragen musste, nach dem Abdecker zu schicken.
Gedankenverloren ging Elizabeth am Straßenrand weiter und nahm kaum ihre Umgebung, noch die anderen adeligen Herrschaften, die dort entlangspazierten wahr, so sehr war sie in ihre Gedanken vertieft. Denn sie hatte nun ein dringliches Problem: sie war bereits zum Tjosten angemeldet, doch stand nun ohne Pferd da. Ihr Geldbeutel gab den Kauf eines neuen Pferdes derzeit eigentlich nicht her. Würde es wohl möglich sein, irgendwo ein Leihpferd oder Mietpferd herzubekommen?
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Re:Ritterliches Turney zu Anglia 06.01.2012 18:40:06 --- 4 Monate, 2 Wochen her
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Eine Turmuhr schlug elf Mal und Tauben gurrten auf dem Fensterbrett. Heinrich erwachte vom modrigen Geruch alter Leinentücher. Stroh pickste in den Nacken und eine Fliege summte nervend auf und ab. London! Und es war viel zu spät und Heinrich hatte einen dicken Schädel. Hätte er mal auf den englischen Sir gehört und sich intensiver mit der jungen Zofe beschäftigt. Stattdessen war er des nachts wieder einmal irgendwo versackt - ohne Zofe, dafürmit viel "beer".
Das Wasser im Waschkrug war abgestanden und roch ähnlich modrig wie die Leinentücher. Hatte die Turmuhr elf Mal geschlagen? Heinrich schoß es heiß in Kopf: er hatte noch genau eine Stunde, um sich für das große Tunier anzumelden... . Er kleidete und gürtete sich mit Gewand und Dolch (sein Schwert war sicher in der großen Truhe des Wirtes verstaut) und hastete zum Pferdestall. Quintus schien auch im Pub gewesen zu sein - zumindest schaute er so drein. An Stallknechte und Burschen war in dieser lausigen Absteige nicht zu denken und sein sattelte Heinrich selbst sein Pferd.
Eine knappe halbe Stunde sollte es brauchen bis zur Anmeldestelle für das Tunier. Das wäre also gut zu schaffen. Und heute Abend geht es nicht in die Pubs... - voraussichtlich!
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Re:Ritterliches Turney zu Anglia 07.01.2012 01:57:21 --- 4 Monate, 2 Wochen her
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"Joel..... Joel de Sade...." de Metz war vom Donnerhall gerührt. "Ihr? Hier in England?"
"Jean.... Jean Charles de Metz - das darf nicht wahr sein. Welch' Freude." sprach de Sade.
"Habt Ihr es schon vernommen, Joel? Morgen streiten wir beide in dem Tjosten..... ich hoffe, Ihr seid mir nicht böse, wenn ich Euch aus dem Sattel hebe?" Beide lachten.
"Jean Charles - ich habe gehört, Ihr befehligt nun alle englischen Truppen als Oberkommandierender.... nein, verratet mir zuerst - wie ist es Euch in der Zwischenzeit ergangen? Habt Ihr noch Kontakt zu Eurer Cousine Isabeau de Alencon?"
"Ach Joel - viel ist in der Zwischenzeit passiert. Das müssen jetzt Jahre her sein.... Isabeau, meine Cousine. Ja, sie ist mittlerweile mit Eisenherz verehelicht. Ihr wißt doch, unsere beiden Väter waren damals in Afrika....".
"..... bis Euer Herr und Vater dann in die Bretagne kam." unterbrach ihn Joel de Sade.
"Ja, so war's. Ihr habt recht, Joel. Meine Güte, ist das alles lange her."
"Sucht Ihr wen, Jean?"
"Ja, mein Mündel. Meine Verlobte - Lady Myra. Ihr werdet sie noch kennenlernen. Ein bezauberndes Kind. Jung und frisch wie eine Rose im Teich....."
"Na na na, Ihr alter Schwerenöter.... Ihr werdet doch auf Eure alten Tage nicht noch irgendwelche Dummheiten machen?"
Gemeinsam lachten sie, betraten das Gasthaus und erzählten sich von alten Zeiten....
Sohn von Jean de Metz Ministro in Militärfragen des Löwenritter-Ordens von Leon
Ehemals Kriegskanzler, Constable und Oberbefehlshaber / Feldmarschall aller englischen Truppen Ehemals Constable und Oberbefehlshaber der bretonischen Truppen Ehemaliger Kronritter der Bretagne Ehemaliger König der Fatimiden youtube.com/watch?v=ggI7S4EzlKA
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Letzte Änderung: 2012/01/07 01:59 von Jean Charles de Metz.
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Re:Ritterliches Turney zu Anglia 07.01.2012 21:38:25 --- 4 Monate, 2 Wochen her
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Es hieß ja man solle einem geschenkten Gaul nicht ins Maul sehen - aber ersten war das Pferd, das Elizabeth schließlich bekam nicht geschenkt, sondern nur geliehen und zweitens hätte man bald meinen können es wäre tod, so langsam und behäbig kanterte es zum Tjost...
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Re:Ritterliches Turney zu Anglia 07.01.2012 23:34:23 --- 4 Monate, 2 Wochen her
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Es war ein Jammer. Leider verfügte Anglia über keine Pferdezucht für Vollblüter - so wie dies in Paris der Fall war. Gewiß, dieses Thema wurde schon mit dem König Englands angesprochen, doch aus Kostengründen verwarf man zunächst diesen Plan.
Dies war jedoch für die Gräfin Elizabeth von Igelheim ein Verhängnis gewesen, da sie nicht rechtzeitig ihr Streitross vom Rittmeister austauschen ließ. Der Rittmeister zu Staufen hatte diesbezüglich bestimmt Konsequenzen zu erwarten. Die Gräfin schien zu wissen, was sie wollte. Sie schien sogar in ihrem Stammbaum einen angelsächsischen Zweig zu haben, da man ihren Vornamen mit "z" schrieb.
Aber auch sonst zeigte der erste Turniertag ungewöhnliche Überraschungen. Dass Jean Charles de Metz seiner Cousine nicht weh zu tun vermochte, war gewiß keine Überraschung. Mit der ersten Überraschung des Tages wartete allerdings Sir John of Gaunt auf, dem es gelang, Eisenherz persönlich zu bezwingen. Seine jugendliche Kraft sprach eine ganz eigene Sprache. Aber auch im Tjosten gab es einige Überraschungen. So verlor seyne Majestät, Adelbert I. in fünf Durchgängen gegen Sarahdon Belfuri. Die Rassepferde aus Paris waren ebenfalls eine Klasse für sich! Eisenherz gelang es, seyne Majestät, Chris Deso II. nach ebenfalls fünf Tjostdurchgängen zu besiegen. Das spannendste Tjostduell hingegen bestritten de Metz gegen de Sade. Entgegen seiner vollmundigen Ankündigung, Joel de Sade aus dem Sattel heben zu wollen, konnte der Bretone diesen Wettkampf für sich entscheiden. Auch hier galoppierten die beiden Reiter fünfmal gegeneinander an. Letzten Endes jedoch fiel de Metz vom Pferd, obwohl er im Umgang mit Lanze und Schild einhundertprozentig war! Was ebenso für Chris Deso und Eisenherz zutraf. Isabeau de Alencon jedoch hatte leichtes Spiel gegen Elizabeth von Igelheim. Kein Wunder, bei der alten Mähre. Der Sieger im Melee hieß seyne Majestät, Chris Deso II., König von Staufen.
Die Zuschauer waren bereits jetzt schon gespannt auf einen weiteren, spannenden Duelltag.....
Sohn des Eisenherz, Kronkanzler und Kanzler für Äußere Angelegenheiten Frankreichs Ehemaliger Kronritter der Fatimiden Prinz aus Thule Siehe auch uk.imdb.com/video/screenplay/vi396887321/
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Letzte Änderung: 2012/01/07 23:37 von Eisenherz.
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Re:Ritterliches Turney zu Anglia 08.01.2012 07:54:53 --- 4 Monate, 2 Wochen her
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Ein ritterliches Turnier bedeutete für den König viel Arbeit. Nicht nur, daß man die höchsten Herrschaften empfangen und belaunen musste, auch war am Hofe König Adelberts viel sonstiges geschäftig zu erledigen. Wie er es gewohnt war, so kümmerte er sich auch jetzt wieder um jedes auch nur so klein anmutendes Detail.
Händler trafen ein um Wein, Kapaune und allerlei Leckeres zu liefern. Und mitten drin Adelbert. Er selbst kontrollierte Waren, kostete die verschiedensten Speisen und befahl die entsprechenden Verwendungen. Geschäftiges Treiben auch in den Gassen. Nicht nur, daß die Edlen feierten, Krämer ihre Waren feil boten und herrlichste Düfte die Stadt verzauberten. Kurz vorher waren die Strassen gepflastert worden, Schlammlöcher trocken gelegt und für das Abwasser Dränagen angelegt worden. Diese Verbesserung schienen sich nun zu bewehren. Alle Häuser waren weiß gekalkt worden und zusammen mit dem Fahnenschmuck, den Blumen und Tüchern bot die Hauptstadt ein prächtiges Bild. Als er so mit ein paar Ministerialen das Treiben beobachtete, viel ihm auf, welche herrlichen Schlachtrösser die einzelnen Ritter wohl führten. Schimmel gar prächtig mit Stahlpanzern geschützt, Hengste stolz und tapfer, Stuten anmutig und schön. "Noch ein paar Tage, nur noch ein paar Tage...." sagte er zu sich selber. Unter einem Vorwand entzog er sich der Hofgesellschaft, die in den Gassen ihre Kontrolle weiter durchführen sollte und entschwand.
Geraden Schrittes marschierte er die Strasse entlang. Hinunter und durch das Morian Tor. Dort war eine recht große Baustelle. Verschmitzt lächelnd musste er daran denken, daß seinen Peers noch nicht aufgefallen war, wofür er so viel Silber ausgegeben hatte. Äußerlich musste diese Baustelle aussehen, als ob man hier eine weitere Kaserne errichten würde, doch war der Bau schon recht weit fortgeschritten, so daß man den eigentlichen Zweck des Hofes schon erahnen konnte. Außer dem kleinen Palais im Zentrum des Hofes waren bereits Stallungen errichtet worden und eine recht große Koppel erschlossen worden. Unter dem Vorwand, daß vor der Stadtmauer kein Haus zu stehen habe, hatte der König sich dort ein paar Weiden gesichert, die an den Hof angrenzten. So ging er zu dem Baumeister und kontrollierte mit diesem den Baufortschritt. Beruhigt, daß zum Ende des Turniers das Königliche Gestüt mit einem Festschmaus eingeweiht werden konnten, wandte er seine Schritte zurück zur Burg.
Wieder in den Gassen Londons fiel ihm eine Staufische Prinzessin auf. Sie versuchte recht verzweifelt bei einem der Stallknechte eines Pferdemetzgers, wie er diese verschrobenen Mährenhändler nannte, ein Leihpferd für das Tjosten zu erhalten. Anmutig, schön und golden, so glänzte ihr Haar in der Sonne, die die Stadt in ein weißes Licht zu tauchen schien. Erst schien es, als wäre sie recht entnervt, als man ihr eine klapprige Mähre andrehte, doch ein paar Schritt weiter redete sie gar lieblich auf dieses seltsame Gestell auf vier Stelzen ein. Adelbert beschloss ihr leise und heimlich zu folgen, sie zu beobachten und festzustellen, wer sie war. Ihre Kleidung ließ erkennen, daß sie aus einem edlen Geschlecht entstammte, doch war sie von einer faszinierenden Einfachheit. Auch erschien sie recht geschickt zu sein. Mit einer gewissen Grazie meisterte sie alle Hindernisse, die ihr pöblige Barbaren aus den Wäldern im Norden in den Weg legten. Adelbert dachte so bei sich, diese Prinzessin wäre bestimmt eine gute... weiter kam er nicht. Ihm stockte fast der Atem. Einer dieser Rohlinge baute sich vor der Stauferin auf und fuhr sie barsch an. Bevor er ihr jedoch beistehen konnte, da lag der Kerl am Boden und jammerte Thor an, er möge ihn beschützen. Sachte stellte Adelbert sich neben die edle Dame aus Staufen und sagte ruhigen Wortes "Laßt ihn leben, er wird Euch nicht weiter belästigen, so wie er da auf dem Boden jammert." Adelbert machte eine kurze Pause "Darf man Euren Namen erfahren edle Dame und, wenn es Euch beliebt, Euch an meine Tafel einladen?" Zu dem am Boden liegenden Barbar fuhr er fort "Steh auf und hol Dir ein Met, es ist Adelbert der Dir dies sagt!" Den verhärteten Blick gegenüber dem Heiden verlierend sah er mit einem deutlich gütigerem lächeln die taffe Lieblichkeit aus dem Staufischen an. "Adelbert von England ist unser Name, wessen Heldentat durften wir hier nun bewundern?"
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Re:Ritterliches Turney zu Anglia 08.01.2012 11:41:04 --- 4 Monate, 2 Wochen her
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So recht zufrieden war Elizabeth von Igelheim nicht gewesen mit dem Gaul, den sie schließlich zum Verleih bei einem Pferdehändler gefunden hatte.
Außerdem schien der Pferdemarkt eine der raueren Viertel Londons zu sein und vielleicht hatte sie anschließend die falsche Richtung in der fremden Stadt eingeschlagen, zumindest sah sie immer weniger Adel in den Straßen, die Gassen wurden kleiner und schmutziger und der Pöbel rauer.
Etliche Leute liefen in seltsamen Kostümen umher, einige Männer trugen gar kurze Röcke, andere hüllten sich in Felle und wenig anderes und konnten gewiss keine Engländer sein. Als ein ungehobelter Kerl sich gar erdreistete ihr den Weg zu versperren und eine freche Rede an sie zu richten, riss Elizabeth der ohnehin recht angespannte Geduldsfaden und sie machte der Sache schnell mit einem wohlplatzierten Knie ein Ende und überlegte noch, ob sie der Welt wohl einen Gefallen tun und dem Kerl ein permanentes Ende bereiten sollte, da hörte sie hinter sich jemanden sprechen.
"Laßt ihn leben, er wird Euch nicht weiter belästigen, so wie er da auf dem Boden jammert."
Elizabeth drehte sich um und sah einen stattlichen Herren in prächtigen Gewändern, mit großem roten Bart. Sie vergaß darob sogleich den sich am Boden windenden Barbaren und widmete dem Herren vor ihr ihre volle Aufmerksamkeit. Ihr Gegenüber fuhr mit einer Einladung fort und stellte sich dann vor:
"Adelbert von England ist unser Name, wessen Heldentat durften wir hier nun bewundern?".
Der englische König höchstselbst. Wie mochte der sich wohl in diese schäbige Gasse verirrt haben? Elizabeth schob diesen Gedanken aber erst mal beiseite, verbeugte sich und stellte sich vor:
"Es ist mir eine Ehre Eure Bekanntschaft zu machen Eure Majestät. Ich bin Elizabeth von Igelheim, Gräfin von Lothringen. Es wäre mir eine große Freude mit Euch an Eurer Tafel zu speisen. In Kürze steht ja bereits die nächste Runde des Turniers bevor, dass Ihr veranstaltet, danach wird ein Abend des geselligen Beisammenseins um so willkommener sein."
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Re:Ritterliches Turney zu Anglia 09.01.2012 00:29:09 --- 4 Monate, 2 Wochen her
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"Oh mein Gemahl.... habt Ihr Euch sehr weh getan? Constance - holt den Wundarzt. Eilt Euch, schnell...."
"Argh.... diese verdammte Rüstung.... diesmal bin ich wirklich unsanft gefallen, meine Teure. Der gute Smarty hat wohl heute einen guten Tag gehabt...." versuchte Eisenherz zu beschwichtigen.
"Nun, Ihr habt tapfer gefochten, mein Lieber - wie immer." Hingebungsvoll sah sie ihn an und litt mit ihm.
"Ich werde zusehen, was ich beim morgigen Tjosten ausrichten kann..... "
Aber das Training war gelaufen. Sir Patrick of Farrington hielt noch die englischen Farben hoch - neben dem König versteht sich. Zur Freude von Jean Charles erreichte Joel de Sade, schon seit geraumer Zeit in den Adelsstand der Staufer erhoben, eine weitere Runde im Tjosten.
Noch dazu gelang es Elizabeth von Igelheim, das Interesse des Königs zu wecken.... die Welt der Abordnung aus Staufen musste an diesem Tage einfach in Ordnung sein.
Sonderbotschafterin für die französische Außenpolitik Gräfin der Champagne Tochter des Herzogs von Alencon dieser ehemals Graf von Poitou Charentes im Herzogtum der Bretagne und Adjudant seyner Exzellenz Jean de Metz Ehemaliger Constable (Kriegsminister und Heerführer) der Fatimiden
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