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Auf diplomatischer Mission in Kiew 19.03.2010 21:03:15 --- 2 Jahre, 2 Monate her
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Ein wenig mulmig war Goldmarie schon, als die Sihouette der Kiewer Burg am Horizont auftauchte. Die Regentengattin war erst vor wenigen Wochen von Zuka von Zungenschlag zum Khagan Bek ernannt worden und hatte außerdem das Amt des Außenministers von Finley Eachtinghearn übernommen. Ihre erste diplomatische Mission führte sie nun ausgerechnet nach Kiew, gegen dessen Ritter sie im vergangenen Jahr hatte kämpfen müssen. Es war ein Krieg, den eigentlich niemand gewollt hatte, den eine Kette von unglücklichen Umständen, Missverständnissen und persönlichen Unzulänglichkeiten ausgelöst hatte. Und zu allem Überfluss hatten petschenegische Ritter in ihrem Übereifer auf Kiewer Gebiet mehr Zerstörungen angerichtet als zu verantworten war.
Und nun war es ihre, der Außenministerin Aufgabe, eine Truhe voller Silberstücke zur Kiewer Burg zu bringen, um die angerichteten Schäden wieder gut zu machen. Doch diese unangenehme Pflicht war zum Glück nicht das einzige Ziel ihrer Reise. Es galt auch, die freundschaftlichen Bande, die in vergangenen Zeiten zwischen Kiew und Petschenegen existiert hatten, wieder zum Leben zu erwecken oder neu zu knüpfen. Goldmarie war froh, dass sie ihren Amtsvorgänger und seine Gemahlin an ihrer Seite hatte, diese beiden freundlichen und welterfahrenen Menschen würden ihr eine große Hilfe bei den Gesprächen sein, ebenso wie Charli, der Khagan Bek und Innenminister des Davidsstaates.
Leca und Finley Eachtinghearn hatten auch ihre Kinder mit auf die Reise genommen, auch Goldmaries Tochter Elena war dabei und diesmal auch ihr ältester Sohn Noam. Nur der kleine Schimon war auf Burg Perekop geblieben und erhielt dort zu dieser Zeit gerade seine ersten Lektionen in Lesen und Schtreiben. Elena war schon eine geübte Reiterin und Bogenschützin, Noam wusste vor allem mit seinem kleinen Schwert sehr geschickt umzugehen.
Der Ochsenkarren mit den Truhen rumpelte über die mit Basalt gepflasterte Straße. Sie kamen nur langsam voran und der Tag neigte sich dem Ende zu. Sie würden bald rasten und ihre Zelte aufschlagen. Die Kiewer Burg würden sie wohl am übernächsten Tag erreichen.
Blendia zu Zukansk, Khagan Bek und Außenministerin im Staate Davids Peschenegien
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Re:Auf diplomatischer Mission in Kiew 20.03.2010 10:49:40 --- 2 Jahre, 2 Monate her
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Konrads Späher hatten das Anrücken der Diplomaten aus dem Land Davids frühzeitig gemeldet.
"Eine laute und lärmende Rasselbande, kein Wunder, dass sie beim letzten Mal von Dieben und Strolchen aus den Wäldern angegriffen wurden!", meinte der junge Bote in einem vertraulichen Ton an den Heerführer Kiews zu richten.
Die Faust Konrads hatte der dümlich grinsende Junge zu spät gesehen und lag nun mit stark blutender Nase im Innenhof der Burg. Das geschäftliche Treiben hatte im Nu aufgehört, Mägde blickten erschrocken auf den am Boden liegenden Mann, Mönche huschten verschreckt in die Kapelle und auf dem Sandplatz hörten die Knappen auf zu kämpfen.
"Wage es nie wieder mich so anzusprechen!", presste Konrad durch seine Lippen, "die Abgesandten der Petschenegen werden mit Respekt und Zuvorkommenheit behandelt!", rief er nun laut genug mit seiner dröhnenden Stimme, sodass auch der letzte Holzkopf in Kiew verstanden haben musste, dass die Petschenegen erwünschte Gäste waren.
Ubi est timor, ibi honor! Der Sohn Konrads III
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Re:Auf diplomatischer Mission in Kiew 20.03.2010 12:43:50 --- 2 Jahre, 2 Monate her
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Sir Schurrstein ging mit seinem ältesten Sohn durch die vorbereitete Emfangshalle ,vorbei an Konrad und dem Hofpersonal, die die letzten Vorbereitungen trafen, in den Thronsaal. Sie unterhielten sich über die Jagd und die prächtige Zahl der erlegten Tiere.
Der Knjaz stand in seinem Thronsaal mit seinem Sprössling, gerade zum Ritterdienst berufen, und gab ihm noch ein paar Ratschläge zu verschiedenen Taktiken der Jagd, als der Lärm aus der Empfangshalle lauter wurde und Stimmen anfingen durcheinander zu reden.
Die Trompeten stießen eine Begrüßung aus und der Lärm verstummte.
Schurrstein machte keine Anstalten, sich in die Emfangshalle zu bewegen, sondern ließ seinem Bruder Konrad die Ehre der Begrüßung der Gäste. Schließlich kommt es nicht oft vor, dass er die Gelegenheit hat seinen Sohn unter vier Augen zu sprechen. So wie er den Jagdausflug mit seinem Sohn genoß, so sehr freute der Knjaz sich nun über die wenigen Minuten mit seinem Sohn alleine. Da mussten die Gäste einen Augenblick warten.
Doch so sehr auch sein Sohn diese Zeit zu zweit genoss, wusste er um die Bedeutung dieses Besuches und verabschiedete sich von seinem Vater und Knjaz nach den Hofsitten.
"Mein Knjaz, eure Gäste warten. Dieses Treffen hat eine hohe Bedeutung für das Volk Kiews und ich will nicht, dass ihr dies aufs Spiel setzt, nur weil ich euch mit unwichtigen Fragen zur Jagd aufhalte.
Es geht nicht, dass wir wegen Lapalien und kleinen Streitigkeiten mit unseren Nachbarn im Krieg liegen, wo die wahren Feinde doch wo anders lauern."
"Mein Sohn, du musst noch viel lernen. Es geht nicht um die Sicherung der Grenzen Kiews, es gilt, die alte Freundschaft zwischen Kiew und dem Staate Davids wieder herzustelllen. Sie waren einmal unsere Brüder, mit vielen von ihnen haben wir Seite an Seite gemeinsam dem Tod in die Augen geblickt und jedliche Angreifer niedergestreckt. Dieses Band muss wiederhergestellt werden. Jede Seite hat Fehler begangen, doch ist es wichtig, diese zu vergessen und dort weiter zu machen, wo wir vor dem Krieg standen. Und nun geht zu eurem Schwerttraining.", meinte der Knjaz diplomatisch zu seinem Sohn.
Sein Sohn ging durch eine Seitentür aus dem Thronsaal, wobei der Knjaz den Weg zur Emfangshalle wählte.
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Re:Auf diplomatischer Mission in Kiew 22.03.2010 01:10:20 --- 2 Jahre, 2 Monate her
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Viele Gedanken gingen der blonden Frau im langen blauen Kleid durch den Kopf, als sie die stetig ansteigende Straße zur Burg hinaufschritt. Sie hatte darauf verzichtet, sich mit der Kutsche fahren zu lassen, wollte sie doch noch ein wenig nachdenken, bevor sie zum ersten Mal in ihrem Leben einem fremden Herrscher in offizieller Mission gegenübertrat. Es war früher Morgen an diesem 1. Juli im Jahre 1046. Heute sollte ein endgültiger Schlussstrich unter die Querelen und Grenzstreitigkeiten der letzten Jahre gezogen werden. Der Himmel meinte es gut mit ihnen, die Morgensonne lachte von einem strahlend blauen, wolkenlosen Himmel, Vögel zwitscherten, Grillen zirpten, ein süßer Blumenduft wehte ihr aus den Gärten entgegen, die rund um die Burg angelegt waren.
Wie mochte es Zuka jetzt gehen? Er war mit einer Schar Ritter nach Osten gezogen, um die Grafschaft Orenburg in Besitz zu nehmen, weit weg, am Ende der Welt, so kam es ihr vor. Dahinter waren die weiten Steppen Asiens, von denen niemand genau wusste, wie weit sie reichten. Wilde Reiterhorden sollte es dort geben, auch von Riesen und Zentauren wussten Sagen und Märchen zu erzählen.
Der Weg wurde flacher, noch eine letzte Biegung machte die Straße ... da lag sie vor ihr, stolz und trutzig, die Burg Kiew! Goldmarie blieb stehen und blickte zu den Zinnen hinauf. In diesem Moment hörte sie Hufgeklapper und das Schnauben der Pferde hinter sich: Ah, da kam die Kutsche mit ihren Reisebegleitern und dahinter eine zweite Kutsche mit den beiden Truhen, die eine mit dem Silbertribut und die andere mit den Geschenken, sie sie noch mitgebracht hatten: Gewänder aus Seide und Samt und einen großen siebenarmigen Leuchter, dazu sieben Kerzen aus reinem Bienenwachs.
Dann wurde die Zugbrücke heruntergelassen, Höflinge in bunten Uniformen standen Spalier und von der Turmkrone erschallten Posaunen, als die Kutschen über die Brücke rumpelten und vor einem riesigen Portal hielten. Langsam und ein wenig ehrfurchtsvoll betrat Goldmarie die Brücke, als ein großer, edel gekleideter Ritter auf sie zuschritt und ihr mit einer leichten Verbeugung galant den Arm reichte. Das musste Konrad, der Bruder des Knjaz sein, die Beschreibung passte haargenau auf ihn. Goldmarie deutete einen Knicks an, dann sagte sie: "Ich freue mich sehr, Eure schöne und stolze Burg besuchen zu dürfen und überbringe die herzlichsten Grüße von meinem Gemahl Zuka von Zungenschlag, dem Khagan im Staate Davids, Regent über das Volk der Petschenegen."
Dann nahm sie den dargebotenen Arm des Ritters und ließ sich von ihm in die Burg und in den Festsaal führen.
Blendia zu Zukansk, Khagan Bek und Außenministerin im Staate Davids Peschenegien
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Letzte Änderung: 2010/03/22 01:19 von Blendia zu Zukansk.
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Re:Auf diplomatischer Mission in Kiew 22.03.2010 13:15:31 --- 2 Jahre, 2 Monate her
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"Nun macht schon, mein Herr! Die Abgesandten der Petschenegen werden gleich da sein!" Otto, der treue Knappe Konrads, half seinem wild fuchtelndem und fluchendem Herrn in die besten Kleider, die all die Würde und Ehre Kiews repräsentieren sollten.
"So ein Mist! ... verflucht soll der Schneider sein! ... Pass doch auf du Esel! ... Wieso ist der Stoff an meinem Bauch so eng?!?! ... Ach hols der Teufel!"
Mit einem hochrotem Gesicht, wirr abestehenden dunkel blonden Haaren und einem wilden Blick sah Konrad eher nach einer Kneipenschlägerei aus, als einem Begrüßungskommitee.
Leise Flüche und Verwünschungen murmelnd stand er schließlich im Innenhof der Burg. Sein ganzes Wesen drückte blanke Ablehnung aus. Er war für diesen Tamtam einfach nicht geschaffen.
Beim ersten Fanfarenstoß zuckte er merklich zusammen, seine Gedanken waren wieder auf Wanderschaft.
"Noch so eine dieser neumodischen, blödsinnigen Neuerungen, die mein Bruder eingeführt hat.", dachte er halblaut und brachte den Knecht mit seinem Hölleninstrument mit einem wütendem Blick zum Schweigen.
Als das Burgtor sich öffnete und Goldmarie mit zauberhafter Eleganz die Burg betrat, war Konrads Laune wie weggeblasen. Er brauchte einen Augenblick, um seine Sprach wieder zu finden, doch Goldmarie war schneller."Ich freue mich sehr, Eure schöne und stolze Burg besuchen zu dürfen und überbringe die herzlichsten Grüße von meinem Gemahl Zuka von Zungenschlag, dem Khagan im Staate Davids, Regent über das Volk der Petschenegen."
"Auch ich heiße Euch im Namen meines Bruders herzlich willkommen. Schade, dass euer werter Gemahl nicht mitkommen konnte, wie gern hätte ich ihm unsere Burg bis in den letzten dunkelsten Winkel gezeigt." Du Esel! durchzuckte es seinen Kopf! Halt doch einfach mal dein dämliches Maul!
"Äh, ich meine, ähm, folgt mir doch bitte in die Halle, um Euch zu erfrischen! Die Reise muss bestimmt anstrengend gewesen sein? Wein und Bier stehen für Euch bereit."
Mit vollendeter Eleganz begleitete Goldmarie Konrad in die große, festlich geschmückte Halle, in der bereits Sir Schurrstein auf sie wartete.
Ubi est timor, ibi honor! Der Sohn Konrads III
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Re:Auf diplomatischer Mission in Kiew 22.03.2010 14:43:23 --- 2 Jahre, 2 Monate her
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Mit elegantem Schritte ging der Burgheer mit elegantem Schritte auf seine Gäste zu.
"Wie ich sehe habt ihr unseren Besuch schon empfangen...", meinte Schurrstein an seinen Bruder gerichtet, nun wandte er sich an seinen diplomatischen Besuch mit einer tiefen Verbeugung: "Es ist mir eine große Ehre euch in meiner Burg begrüßen zu dürfen, Maria von Zungenschlag, geb. von Bruchtal, genannt Goldmarie, Khagan Bek und Abgeordnete des Staates Davids." Er ließ seinem Bruder Konrad die Ehre, den Gast zu begleiten und lief an der anderen Seite Goldmaries, dabei redete er weiter:
"Es freut mich außerordentlich, dass ihr meine Einladung wahrgenommen habt. Es ist glaube ich im Interesse beider Völker, dass wir nach diesen Grenzstreitigkeiten wieder in eine gemeinsame friedlichere Zukunft blicken können. Es stehen Wein und Bier bereit, zur Erfrischung nach dieser langen Reise.", dabei wies er auf den reich gedeckten Tisch.
Der Festsaal hatte große Glasfenster, die das Licht des Tages reinließen und funkelten hell an diesem schönen Sommertag. Die Halle war reich geschmückt mit Blumen aus der Gegend und die Wandteppiche erzählten Geschichten von Zeiten des großen Triumphes und der Siege der verstorbenen Herrscher Kiews.
Nichts lies den Anschein erregen, dass vor wenigen Minuten noch etliche Mägdte hecktisch durcheinander liefen und die letzten Kleinigkeiten erledigten. Doch nun sah alles königlich und festlich aus. So sollte auch die Zukunft Kiews und Petschenengens sein. Königlich, Friedlich und vielleicht ab und zu Festlich.
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Re:Auf diplomatischer Mission in Kiew 24.03.2010 02:08:07 --- 2 Jahre, 2 Monate her
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In der Tat, Konrad war ein stattlicher Ritter, er überragte Goldmarie fast um Haupteslänge. "Auch ich heiße Euch im Namen meines Bruders herzlich willkommen. Schade, dass euer werter Gemahl nicht mitkommen konnte, wie gern hätte ich ihm unsere Burg bis in den letzten dunkelsten Winkel gezeigt." antwortete er auf ihre Begrüßungsworte. "Äh, ich meine, ähm, folgt mir doch bitte in die Halle, um Euch zu erfrischen! Die Reise muss bestimmt anstrengend gewesen sein? Wein und Bier stehen für Euch bereit."
"Ja, ein Becher Wein wird mit guttun," antwortete die Khagan Bek, während sie den Festsaal betraten, der hell erleuchtet war. Doch es waren keine Lampen und Kerzen, allein die Sonne war es, die durch die großen, bis zum Boden reichenden Fenster hereinströmte und den Saal in ein wunderbares, goldenes Licht tauchte. Wandteppiche zeigten Schlachtenszenen und stolze Ritter, vermutlich die früheren Herrscher Kiews. Blumen standen auf den Tischen und leuchteten in der Sonne, dazwischen standen Becher und Krüge mit Getränken, auch Schalen mit Obst und Gebäck waren vorhanden. Es sah alles sehr einladend aus.
"Es ist mir eine große Ehre euch in meiner Burg begrüßen zu dürfen, Maria von Zungenschlag, geb. von Bruchtal, genannt Goldmarie, Khagan Bek und Abgeordnete des Staates Davids." Das war der Knjaz Sir Schurrstein, der auf sie zukam. Knjaz? Nein, so nannte er sich jetzt wohl nicht mehr. Gerade noch rechtzeitig, bevor Goldmarie einen peinlichen Fauxpas begangen hätte, fiel ihr ein, was der eilende Bote des mordwinischen Kriegsministers Tzwenson ihr mitgeteilt hatte: Dass Sir Schurrstein jetzt Zar des Großreichs Mordwina-Kiew war! Wilhelm von Königsberg war zurückgetreten und hatte selbst seinen Nachfolger benannt. Eine tiefe Verbeugung machte der Zar. Was war wohl die passende Erwiderung darauf? Ein Hofknicks? Goldmarie versuchte es, es klappte so einigermaßen. Die Ministerin spürte, wie eine leichte Röte ihren Hals hinaufkroch. Hoffentlich bemerkte niemand, wie unsicher sie sich fühlte in dieser ungewohnten Situation - bei ihrem ersten Staatsbesuch!
"Es freut mich außerordentlich, dass ihr meine Einladung wahrgenommen habt. Es ist glaube ich im Interesse beider Völker, dass wir nach diesen Grenzstreitigkeiten wieder in eine gemeinsame friedlichere Zukunft blicken können. Es stehen Wein und Bier bereit, zur Erfrischung nach dieser langen Reise." sprach Sir Schurrstein weiter und wies mit einer einladenden Handbewegung auf einen reich gedeckten Tisch. Diener standen bereit, um die Stühle zurechtzurücken.
"Die Freude ist ganz auf meiner Seite!" antwortete Goldmarie und fühlte sich gleich sicherer, als sie bemerkte, dass ihre Stimme nicht zitterte. "Wie ich hörte, habt Ihr den Zarenthron des Großreichs Mordwina-Kiew bestiegen. Ich möchte Euch im Namen meines Gemahls und Regenten Zuka von Zungenschlag und im Namen des petschenegischen Volkes unsere Glückwünsche aussprechen. Möget Ihr mit Gottes Hilfe lange regieren und möge das Reich unter Eurer Herrschaft zu höchster Blüte gelangen." Ein bis zum Rand gefüllter Weinkrug lachte sie an, als wollte er sagen: Mach keine langen Worte, trink und sei fröhlich! Aber eines musste die Regentengattin noch sagen, darum fuhr sie fort: "Habt Dank für Eure Einladung, der meine Begleiter und ich gerne gefolgt sind. Uns und ebenso unserem Regenten liegt es sehr am Herzen zu betonen, dass wir die Grenzstreitigkeiten der letzten Jahre sehr bedauern und dass wir uns aufrichtig wünschen, die freundschaftlichen Beziehungen unserer Völker wieder aufleben zu lassen. Möge Gott unseren Frieden segnen und ihn einen immerwährenden Frieden werden lassen!" Dankbar registrierte Goldmarie, wie Konrad den Dienern einen Wink gab, worauf diese einige Becher mit Rotwein füllten und ihnen reichten. Sollte sie nun einen Trinkspruch sagen? Nein, das war sicher Sache des Hausherrn. Also schwieg sie nun und sah Sir Schurrstein erwartungsvoll an.
Blendia zu Zukansk, Khagan Bek und Außenministerin im Staate Davids Peschenegien
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Re:Auf diplomatischer Mission in Kiew 10.04.2010 12:49:52 --- 2 Jahre, 1 Monat her
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Zar Sir Schurrstein sendete eine Botschaft an die petschenegischen Abgeordneten die immer noch in Kiew verweilten. Er wollte sich wieder mal erkundigen, wie es um seine sesshaften Gäste bestellt ist.
QUOTE: Werte Goldmarie, stolze Khagan Bek des Staates Davids,
so sehr mich euer Besuch auch erfreut hat fragen sich die Bauern doch, da es nun Frühling geworden ist, wie lange ihr nun beabsichtigt zu bleiben. Die Krankheit ist nun über den Winter euren Gliedern entwichen, es steht euch nichts mehr im Wege zu reisen. Für eure Weiterreise habe ich veranlasst, euch auszustatten mit Getreide und Fisch. Dies sollte für einige Zeit genügen.
Eure Reise war ein Erfolg, auch wenn leider unterbrochen. Ich war umsorgt um euer Wohl. Ich hoffe, ihr wurdet gut versorgt.
Die Menschen aus Kiew haben wieder gelernt, mit den Petschenegen zu leben, Tür an Tür.
Die Beziehung zwischen unseren Völkern steht wieder auf einer gemeinschaftlichen, friedlichen Basis.
Ich empfange euch gerne wieder, auf das wir da weiter machen wo wir durch die Umstände der seltsamen Krankheit unterbrochen wurden. Nun wünsche ich euch dennoch eine stehts freudige, wie bei den Petschenegen üblich ausgelassene und amüsierende Reise durch die Gegenden Kiew, wo immer es euch hinverschlägt.
In tiefer Verbundenheit
Hochachtungsvoll
Zar Sir Schurrstein
Knjaz Kiews
Ein Bote wurde geschickt, eilig nach Kiew zu reisen.
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Re:Auf diplomatischer Mission in Kiew 11.04.2010 21:14:03 --- 2 Jahre, 1 Monat her
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"Zum Donnerwetter nochmal, was ist denn jetzt schon wieder los?" Goldmarie schrak heute schon mindestens zum zwanzigsten Male zusammen, als hinter ihr wieder einmal die Tür aufflog und mit einem lauten Knall gegen die Wand prallte. Seit die Kinder wieder ganz genesen waren, tobten sie pausenlos herum, offenbar wollten sie alles nachholen, was sie in den Monaten des Krankenlagers versäumt hatten. Besonders schlimm war es, wenn Aoife und Elena sich zusammentaten. Die beiden, die so gerne mit Charli herumtobten, hatten bis zuletzt auf ihren Spielkameraden verzichten müssen, da der Innenminister als letzter von der Krankheit befallen worden war. Jetzt war er auch endlich genesen und die Reisegesellschaft packte Truhen und Taschen, um nach Perekop zurückzukehren.
Manchmal verkleideten sich die beiden Mädchen und verstellten ihre Stimmen, um ihre Mütter zu erschrecken. Jetzt offenbar wieder, ein Heulen war zu hören, als ob hungrige Wölfe hereinkämen. Goldmarie drehte sich, stemmte die Fäuste in die Seite und wollte gerade eine Schimpfkanonade loslassen, da erschien ein fremder Mann in der offenen Tür. Er wirkte ein wenig verschüchtert. "Seid gegrüßt, Außenministerin, entschuldigt bitte, ich habe die Tür nicht aufgestoßen," sagte er und verbeugte sich. "Eine Botschaft des Zaren..." Die Khagan Bek war so verdattert, dass sie wortlos das Schreiben entgegennahm, dann aber, als der Bote den Raum schon wieder verlassen hatte, rief: "Wartet, nehmt meine Antwort mit!"
Rasch überflog Goldmarie die Botschaft und setzt ein Antwortschreiben auf.
QUOTE: Werter Zar und Knjaz Sir Schurrstein,
ich danke Euch sehr für Eure Gastfreundschaft, die wir leider über Gebühr haben beanspruchen müssen. Ich danke auch sehr für die vorzügliche medizinische Betreuung, die uns alle nach dieser schweren Krankheit wieder hat genesen lassen. Wir befinden uns gerade im Aufbruch, wir werden auf dem kürzesten Wege zur Burg Perekop zurückkehren.
Meinen Gemahl und Regenten Zuka von Zungenschlag habe ich per Brieftauben über die Ergebnisse unserer Gespräche unterrichtet, ich werde ihm nach meiner Rückkehr berichten, wie überaus freundlich und zuvorkommend wir in diesem Hause und auf der Burg Kiew aufgenommen wurden. Einem weiteren diplomatischen Austausch und guten Handelsbeziehungen zwischen unseren Völkern steht nun nichts mehr im Wege.
Habt nochmals vielen Dank und möge Gott Euch beschützen.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Khagan Bek Goldmarie
Außenministerin im Staate Davids
Mit einem freundlichen Lächeln drückte Goldmarie dem Boten ein Silberstück und den Brief in die Hand und verabschiedete ihn. Dann wandtensie sich wieder ihrer Truhe zu und nahm sich vor, sich nicht mehr beim Einpacken ihrer Kleider stören zu lassen.
Blendia zu Zukansk, Khagan Bek und Außenministerin im Staate Davids Peschenegien
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