Ritterheere-Forum
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THEMA: Morgontrött
 
King Arthur

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graphgraph
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Den Moderatoren den

Re:Auf dem Rücken der Midgardschlange      15.07.2010 15:08:23 --- 1 Jahr, 10 Monate her  
Derweil dachte Arthur über seine Entscheidung nach, die Mordwinen zu verlassen. Er war froh, dass er dies getan hatte, doch vermisste er Vendela immer noch. Er bekam sie einfach nicht auss dem Kopf. Wie hatte sie seine Nachricht wohl aufgenommen?
Ob sie jetzt wohl Rainald von Hohenfelden, diesen Fanatiker von Christ, ehelichen würde?
Nein, das würde sie wohl nicht.
Er trank einen kräftigen Schluck Met, von dem er einen Vorrat mitgebracht hatte.
Er befand sich in einer kargen Landschaft. Ringsherum stieg Rauch von brennenden Dörfern auf. Der Krieg war einfach überall.
Heere der Araber, Sarazenen und Seldschuken waren in der Nähe, wie ihm ein einarmiger Soldat unbekannter Herkunft, der ihm entgegenkam, mitteilte. Er hatte keine Angst, dass diese ihn behelligen würden. Sie waren auf der selben Seite.

Er baute sein Lager in einem kleinen Waldstück auf, legte sich auf sein Bärenfell und schlief sofort ein.
Bald schon würde er in der schwedischen Streitmacht kämpfen dürfen. Er freute sich schon darauf.
 
Letzte Änderung: 2010/07/15 15:09 von .
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Reyvigur

Schweden
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Den Moderatoren den

Re:Auf dem Rücken der Midgardschlange      15.07.2010 22:29:04 --- 1 Jahr, 10 Monate her  
Ich sah zurück zu den Mordwinen die nun ,wie es klang, ein Klagelied angestimmt hatten ,doch ich verstand nur winzige Wortfetzen von ihnen da ich das, was ich bei den Mordwinen damals an russisch gelernt hatte schon größtenteils wieder vergessen hatte.

Ich folgte Thunder zur Spitze des Heeres und reihte mich einige Pferdelängen hinter ihm im Heer ein und gab mich meinen Tagträumen hin da es wohl wieder ein langer Marsch werden würde durch diese bewaldeten Ebenen. Unwillkürlich dachte ich an einen jungen Ritter den ich damals in Mordwine getroffen hatte der sich sehr für unseren Glauben interessierte und fragte mich was wohl aus ihm geworden ist. Ich hatte ihm damals angeboten er könne immer zu uns kommen wenn ihm seine Religion und seine Christenmenschen zuwider werden würden, doch er schien nicht unter den Gefangenen zu sein.

Spät am Abend kamen wir zu einem kleinen Dorf das verlassen schien und wir ritten vorsichtig hinein stets gefasst auf einen Hinterhalt , doch es gab keiner Anzeichen das noch jemand hier war.

Ich stieg ab und schaute mich in einigen Häusern nach Wertgegenständen um , als von draußen plötzlich Schreie und das Geräusch von aufeinander prallende Klingen zu hören waren. Eine Bewegung im angrenzenden Raum erweckte meine Aufmerksamkeit und ich hob reflexartig meinen Schild, keine Sekunde zu spät denn im nächsten Moment prallte ein Pfeil gegen das harte Eisen und blieb stecken. Der Angreifer hatte den Bogen fallen lassen und stürmte mit einem Schwert auf mich zu , doch er hatte keine chance und ich enthauptete ihn mit einem gezielten Schlag.

Ich stürmte hinaus um meinen Brüdern zu helfen doch es waren nur noch wenige Feinde am stehen, denn auch wenn es gut trainierte Milizen waren, wie man an ihrer Ausrüstung sah, konnten sie unseren kampferprobten Kriegern nicht das Wasser reichen.

Als wir alle Feinde niedergestreckt hatten stapelten wir die Leichen in der Dorfmitte und stießen unser Banner in den Leib der auf dem Leichenberg lag. Anschließend brannten alle Häuser nieder nachdem wir alle Wertgegenstände mitgenommen hatten und zogen weiter.

Wir schlugen einige Meilen entfernt unser Lager auf und feierten unsere reiche Beute und hofften auf weitere Kämpfe und weitere Beute


Die Wahrheit ist nicht absolut
 
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Vasiya Pupkin

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Re:Auf dem Rücken der Midgardschlange      16.07.2010 09:31:21 --- 1 Jahr, 10 Monate her  
Die Mordwinen erhoben immer wieder Ihre Stimmen zu einem Liedchen in ihrer runden Zelle.

Polyushko, polye,
polyushko shiroko, polye ...
Yedut, ey, po polyu gyeroyi,
ey, da ruskoi armiyi gyeroyi.


Feld, mein Feld
mein weites Feld ...
Da reiten, hej, übers Feld die Helden,
hej, die Helden der russischen Armee.

Dyevushki platshut,
dyevushkam sivodnya grustno:
Milý da v armiyu uyekhal,
ey, da milý v armiyu uyekhal.


Die Mädchen weinen,
die Mädchen sind heute traurig:
Ihr Liebster ist zur Armee geritten,
hej, der Liebste ist zur Armee geritten.

Dyevushki, gliantye,
dyevushki, utritye slyozý!
Pust' po silnyeye grianyem pyesnyu,
ey, da nasha pyesnya boyevaya.


Ihr Mädchen, schaut her,
Mädchen, wischt die Tränen fort!
Um so stärker soll unser Lied erklingen,
hej, unser kämpferisches Lied.

Tol'ko mý vidyim,
vidyim mý syeduyu tutshu:
Vrazhya da sila iz za lyesa,
ey, da vrazhya sila slovno tutsha.


Wir sehen nur
eine graue Wolke:
Die Feindesmacht hinter dem Walde,
hej, die Feindesmacht wie eine Wolke.


 
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Leicholf Kaltherz

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Re:Auf dem Rücken der Midgardschlange      16.07.2010 10:07:31 --- 1 Jahr, 10 Monate her  
Die letzten derer, die sich Mordwinen nennen waren aus dem Süden aufgebrochen um Ausschau nach ihren in Gefangenschaft geratenen Brüdern zu halten und sie zu befreien. Das stolze Heer unter dem Fuchsbanner zog gar gut gestimmt in den Norden, gezeichnet von zahlreichen Schlachten gegen den Feind im Süden. Doch nicht Hass war es der sie dazu bewegte in den Norden zu ziehen. Es war die Liebe von Männern zu ihren Brüdern und zu ihrem Volke, die so stark war, dass sie weder Tod noch Gefangenschaft fürchteten. Sie würden alles versuchen um den Schweden im Kampfe standhaft gegenüberzutreten und den Feind, der schon viele Male in russischen Steppen eingefallen war zurückzudrängen. Unter dem Fuchsbanner hatte der Fahle alle kampffähigen Edelmänner vereinigt, die dem Fürsten von Mordwina die Treue geschworen hatten. Wie einst unter Wilhelm von Königsberg zogen die Steppenkrieger ohne Rast. Ihr Banner flattern im Wind und die Hufe ihrer Pferde erklingen wie Marschgesang der Altvorderen. Reiterei, so stark und schwer wie das Gebirge an der Westgrenze ihrer Heimat und Infanterie so flink und geschickt wie der Fuchs auf ihren Bannern. Wer nur sollte dieses letzte Aufgebot der Füchse aufhalten. Wie in der Vergangenheit ertönten Gesänge in den Schlachtreihen der marschierenden Männer.

Hebt Brot, Met, Obst und Schinken empor,
auf das wir uns daran stärken.
Holt Weiber, Barden und Narren hervor,
wohl an zu neuen Werken.


Lasset uns feiern im Rausch der Genüsse,
wir müssen den Sieg erringen.
Doch redet Euch stets fest ein in's Gewisse:
Es wird ein hartes Gelingen.


Von Fern nahen die Feinde,
mit ihren schweren Trommeln.
Sie stürmen mit Fackeln und wildem Gebrüll,
jegliche Burgen und Tunnel.


Doch seid gewiss: Es sind so viele,
garstige, dunkle Krieger.
Durch Taktik wird der Krieg uns zum Spiele:
Wir machen sie erdgleich nieder.


So hebt den Krug und stimmt mit ein:
Wir werden die siegenden Krieger sein.
So hebt den Krug und stimmt mit ein:
Wir werden die siegenden Krieger sein.


Duckt Euch vor des Feinds schwerer Waffen,
sie können nicht gut zielen.
Seid flink, geschickt und schnell wie die Affen,
so könnt ihr den Sieg fast erfühlen.


Unsere Bogenschützen mit Flammenpfeilen,
machen den Bestien zu schaffen.
Unsere Reiterei wird schnell hinzu eilen,
sie schickt eiserne Splitterwaffen.


Und dann bestücken wir die Katapulte,
mit Pech-, Feuer-, und Säurekübeln.
Die Schlacht, sie wird zum unserem Kulte,
wir werden der Horde den Sieg verübeln.


So hebt den Krug und stimmt mit ein:
Wir werden die siegenden Krieger sein.
So hebt den Krug und stimmt mit ein:
Wir werden die siegenden Krieger sein.


Kalt wie eisiger Stahl, in seinem Herzen auf ewig Mordwine
 
Letzte Änderung: 2010/07/16 10:09 von Leicholf Kaltherz.
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Silje Livström

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Re:Auf dem Rücken der Midgardschlange      20.07.2010 09:08:29 --- 1 Jahr, 10 Monate her  
Ich war durch Dänenland gezogen, übers Meer gefahren, ich hatte den Nordstern vor Augen und die Liebe im Rücken. Es hatte mich zerrissen.
Die Nachrichten über die Überfälle in der Heimat hatten mir keine Ruhe gelassen. Ich dachte an die Kinder und an die schrecklichen Bilder nach den letzten Überfällen.
"Ich muss zurück, Thunder. Alle Krieger sind an der Front. Nun hat sich gerächt, dass wir die Heimat nahezu ungeschützt gelassen haben."
Wir hätten es wissen müssen, dass das feige Staufer-Pack von dieser Gelegenheit nahezu magisch angezogen wird. Ein sogenannter König, der sich bereichernd durch den Norden zieht während sein Land brennt.
Es war zu unvorstellbar gewesen.
Wir hätten es besser wissen müssen.
Es hatte nächtelange Diskussionen gegeben bis er mich hatte ziehen lassen, eine Leibgarde an der Seite. Und ich wusste nicht, ob ich sie alle, ob ich ihn wiedersehen würde.
Manchmal drohte ich, an den ungeweinten Tränen in meinem Hals zu ersticken.
Nun war ich in Blekinge gelandet. Wieder einmal verwüstet. Einen meiner Krieger hatte ich nach Vaestmansland geschickt zu holen, was an Kriegern noch aufzubringen war - und meinen Sohn mitzubringen. Ich würde mit Kindern und Halbwüchsigen mein Land zurückholen. Wenn ich die Augen schloss war ich bei ihm und in den Nächten.
Und während ich wartete kamen die ersten Flüchtlinge aus dem Westen - aus Vaermland: die Staufer waren gelandet.


 
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Vasiya Pupkin

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Re:Auf dem Rücken der Midgardschlange      20.07.2010 10:09:33 --- 1 Jahr, 10 Monate her  
Im deutschen Lausitz saßen die Mordwinen derweilen immernoch im Brunnen. Einige Monate waren seit ihrer Schlacht vergangen und imernoch war keine rettung erfolgt. Doch auch wenn sie ihnen die Freiheit nahmen konnten sie ihnen nicht das Singen nehmen so stimmten sie fast jeden Tag ein kleines Liedchen an und vertrieben sich so die zeit bis sie befreit werden würden.

Auf des Schweden´s Hochzeitsmahl drängeln sie sich in den Saal
hier möchte jeder Schwede sein sie stehn sich platt die Sohle.

Schwartenhäls und Schinderknecht ziehen in das Fressgefecht
wo Hurenböcke Weiber frein´ da fühlen sie sich wohle.

Der Schwede dann zu der Schlacht rausbrüllt das Fressen aus den Trügen quillt
sie stopfen sich die Mäuler voll und laben sich am Weine.

So frisst sich jeder Saubermann viel mehr als er vertragen kann
sie werden von den Weibern toll und lecken ihre Beine.

Draußen in der Winternacht wo der kahle Asten kracht
da frieren sich die Bauern ein und sitzen um ein Feuer.

Die Bäuerin an der Suppe schlürft das Feuer ihre Schatten wirft
wie warm wird’s wohl im Schlosse sein? Das Leben dort ist teuer!

Der Bauer nach der Decke sucht und dabei die Herren verflucht
das Vieh im Stall nach Fressen schreit sie hamn´ nur kalte Steine.

Das Schwedenkinde zittert wie Espenlaub und seine Finger sind schon taub
der Sensenmann, der ist nicht weit und Gnade kennt er keine.

Indess im Festsaal von dem Schloss vergnügt sich Schwedenkönig samt seinem Troß
sie lachen, tanzen, mit Pläsiere im Rausch vom teuren Weine.

An des Schlosses Hauptportal klopft es dann mit lautem Hall
der Schwedenkönig der schreit: „Macht auf die Tür!“ „Ein Gast will noch hereine!“

Die Dienerschaft schließt auf das Tor es steht der Sensenmann davor
mit einer Fackel in der Hand legt er im Schlosse Feuer.

In der Flammen hellen Licht das Schloss in sich zusammenbricht
die Brut erstickt im Höllenbrand Gerechtigkeit ist teuer!



Langes gelächter folgte bevor das lied ein wzeitesmal angestimmt wurde. Sie sangen es laut damit jeder es hören könne, die verachtung für den besatzer dieser Ländereien saß Tag um Tag tiefer.

Wenn sie einmal nicht Sangen oder spoteten dann spielten sie unter lautem Gejole das alte Spiel Mäuserennen und langsam aber sicher gruben sie sich unbemerkt in die freiheit.


 
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Vasiya Pupkin

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Re:Auf dem Rücken der Midgardschlange      22.07.2010 09:45:21 --- 1 Jahr, 10 Monate her  
Und Plötzlich gab der Boden nach. Es enstand ein Mannsgroßes Loch im Boden auß dem sich in windeseile einige total verdreckte Mannen zogen und breit zum Kampfe waren. Doch dort war niemand. In der ferne hörten sie Kampfgeräusche.

Einer von Ihnen entdeckte neben der Brunnenöffnung ihre Ausrüstung. Schnell war diese angelegt und sie rannten voller Wut in richtung der Schlachtgeräusche doch dort fanden sie nur ein paar Bauern die sich eher sporadisch gegen die anstürmenden Polen wehrten.

Schnell und unblutig war das Gefecht. Von den feigen Schweden war wiedermal nichts zu sehen. Das einzige was diese Schweden können ist in großer übermacht kämpfen und Laufen. Ihre Meldeläufer müssen sehr geachtet werden in ihrem Land das sie ihnen alle Nacheifern, ich werde niemals einen von ihnen zu einem Wettlauf herausfordern!

Schallendes Gelächter erklang aus den Sanggeplagten kehlen der Mordwinen die dort verdrekt mit gezogenen waffen in einer offen Formation standen.

Dobro pozhalovat ' v Shvetsiyu! riefen sie den Polen zu und ernteten gelächter. Einige der polnischen Kämpfer kamen auf sie zu und versorgten sie mit Nahrung und Vodka was dankend angenommen wurde und froh ihre Freiheit wieder erlnangt zu haben wuschen sie sich und ihre Kleidung um sich dann auf die Pferde zu schwingen und den Schweden hinterherzueilen. Stolz und Wut steuerte ihre nun ungelenken Finger doch die Pferde wussten damit umzugehen und so kamen sie schnell vorran.


 
Letzte Änderung: 2010/07/22 09:46 von Vasiya Pupkin.
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Silje Livström

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Heimatdienst      29.07.2010 22:34:50 --- 1 Jahr, 9 Monate her  
Von Vaermland, wo die Staufer nur wenig hatten plündern können und – wie ich von mehreren Bauern erfuhr – Moskauer Soldaten vor kurzen noch für Ordnung und Ruhe gesorgt hatten, zogen wir nun weiter nach Nordosten.
Die Tage waren bereits sehr kurz und die Nächte eisig. Schnee hatte sich auf die sanften Hügel gelegt und die Konturen verwischt. Eine fahle Sonne im Rücken schleppten sich unsere Pferde durch den teils knietiefen Schnee.
Wir sollten nach Osten ziehen, nach Vaestmannsland zu Burg, wo warme und wohlig erleuchtete Kammern auf uns warteten, in denen wir die dunkle Zeit des Jahres im Dämmerzustand verbringen könnten. Doch das Schicksal Kopparbergs lastete auf meinem Gemüt. Es war nahezu ein Jahr her, dass wir von dem Überfall des raffgierigen Stauferkönigs erfahren hatten, seitdem hatte ich nur spärliche Nachrichten von dort erhalten. Ich würde in meinem Zuhause – und sollte es noch so angenehm sein – keine Ruhe finden, solange ich mich nicht selbst davon überzeugt hätte, dass jeder einzelne dieser Hurensöhne aus Kopparberg verschwunden war und kein Fitzelchen eines Kreuzes oder einer Mönchskutte dort mehr aufzufinden war. Ich musst mich mit eigenen Augen davon überzeugen, wie es der Bevölkerung erging und ob sie noch zu ihrem Thanen standen.

Im trüben grauen Licht des Nachmittages, der sich nicht entscheiden konnte, etwas heller zu werden, bevor er entgültig in die Schwärze versank, näherte sich uns die schemenhafte Gestalt eines Reiters. Es war Åke Leif Danielson, den ich als Späher vorausgeschickt hatte, weil er zum wiederholten Male seine Wache verschlafen hatte. Es tat mir im Herzen weh, diesen jungen Menschen, die meine einzige Hilfe darstellten, so viel abzuverlangen, doch das durfte ich mir nicht anmerken lassen. Mit harten Worte und strengen Strafen musste ich sie führen, denn Weichheit war in dieser Gegend der Welt todbringend. Und so biss ich die Zähne aufeinander als ich bemerkte, dass ich meine Zehen schon nicht mehr spüren konnte als ich mein Pferd anhielt und Åkes Bericht erwartete.
„Was hast du gesehen?“, fragte ich ihn ohne Gruß.
Er zog den Rotz hoch und berichtete. Und was er sagte, klang vielversprechend: ein großes intaktes Gehöft. Wir könnten es noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichen. Der Besitzer sei von unserer Ankunft informiert und sein Weib bereitete uns eine Abendmahlzeit. Wir könnten in einer warmen Stube schlafen und die Pferde kämen im Stall unter. Unwillkürlich bekam mein Gesicht bei diesen Aussichten einen milderen Ausdruck und ein Anflug von Hoffnung legte sich auf Åkes Miene. Auch die anderen hatten angehalten und warfen sich nun verschworene Blicke zu.
„Ihr habt es gehört“, sagte ich. „Heute Nacht brauchen wir nicht frieren.“ Ich nickte Åke zu. „Gut gemacht“ und trieb mein Pferd mit einem schmerzenden Druck meiner eiskalten Schenkel weiter. Es begann nun wieder zu schneien. Dicke, nasse Flocken legten sich auf die Pelze und zwischen die Ohren der Pferde. Neben mir ritt mein Sohn Thargor. Ihm schien die Kälte nichts auszumachen. Wachsam hatte er die Rolle meines Beschützers eingenommen, auch wenn er mich in den vereinzelten Kämpfen, die wir immer wieder gegen Staufersche Überreste hatten bestreiten müssen, reichlich nervös gemacht hatte mit seinem Ungestüm und mich nicht selten abgelenkt hatte, wenn ich ihn vor sich selbst hatte schützen müssen.

Als die einzige Helligkeit nur noch in der Reflektion des Schnees bestand, tauchte das Gehöft vor uns auf. Die Bewohner hatten die Läden nicht ganz geschlossen, so dass warme dunkelgelbe Lichtspalten uns den Weg wiesen und die Umgebung um das Haus in ein unwirkliches Licht tauchten. Der würzige Rauch des Abzugs verhiess uns ein ordentliches Feuer.
Wir führten die Pferde in den Stall und versorgten sie. Dann trat ich in das Haus und hinter mir meine Krieger. Wir veranstalteten ein enormes Gepolter als wir uns den Schnee von den Stiefeln und Mänteln klopften, husteten und schnieften in der Hitze, die uns plötzlich entgegenschlug, die Waffen abschnallten und die Säcke und Taschen auf den Boden warfen. In der Mitte des Raumes neben einer gewaltigen Feuerstelle stand ein so beeindruckender Schwede, dass ich mich fragte, wie es kam, dass er nicht bei Thunders Truppen in Dänemark war. Er war feist und groß, stand da mit verschränkten Armen und ernstem Gesicht, dessen untere Hälfte fast völlig von einem enormen Schnurrbart verdeckt wurde. Doch als er die Arme zur Begrüssung öffnete, erkannte ich, dass ihm die Waffenhand fehlte.
„Sveigir Thoralfson mein Name“ polterte er. „Dein Jüngelchen hat dich angekündigt, Elaine Lilly. Sei mir ein Gast in meiner Hütte und deine Krieger mit dir. Wir haben nicht viel, was wir dir anbieten können, doch für den Abend wird es reichen.“
Ich erwiderte seinen Gruß ebenso herzlich und dann stürzten sich schon alle an den Tisch. „Benehmt euch bloß“, raunte ich noch.

Nach dem Essen, das unterbrochen war von gegenseitigen Berichten und unzähligen Antworten auf unzählige Fragen fiel es mir immer schwerer, mich noch aufrecht zu halten. Meine Wangen glühten, meine Füsse kribbelten schmerzhaft, als sie wieder von Leben durchflossen wurden. Schon rollten sich die ersten auf ihren Decken und Fellen auf dem Boden zusammen und bald schon tat ich es ihnen gleich. Ich warf noch einen letzten Blick auf meinen Sohn, schloß die Augen und schickte meinen Geist nach Dänemark in das vertraute Zelt.


 
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Åke Leif Danielson

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Re:Auf dem Rücken der Midgardschlange      29.07.2010 23:57:42 --- 1 Jahr, 9 Monate her  
Müde streckt Ake Leif Danielson die Arme aus und geht ein paar Schritte um die bleierne Schwere aus seinem Körper zu vertreiben. Die Morgenwache fiel ihm immer besonders schwer. Die Schamesröte schoss ihm ins Gesicht, als er daran dachte, wie er bei seiner ersten Wache eingeschlafen war. Obwohl es schon einige Wochen her war brannte die Scham immer noch wie Feuer in ihm, wenn er an diesen Moment dachte.

Die Heerführerin, die große Elaine Lilly persönlich hatte ihn schlafend vor dem erloschenen Feuer gefunden. Wie einem kleinen Kind hatte sie ihm zwei schallende Ohrfeigen verpasst. Doch viel schmerzhafter waren ihre Worte, die sie in eisigem Tonfall von sich gab:“ Und du willst ein Wikinger sein du halbe Portion?“ Ihre Augen glühten dabei vor Zorn und Verachtung.

Ja genau das war, was er wollte. Ein stolzer Krieger werden, wie es bereits seine Vorfahren gewesen waren. Doch dann dieser jämmerliche Start.
Ake straffte seine Schultern schlug sich selbst vor die Brust um sich Mut zu machen. An diesem Tage würde er Gelegenheit bekommen sich selbst und auch der Heerführerin zu beweisen, dass er das Zeug zum Krieger hat. Denn Heute würden sie die erste Schlacht in diesem Feldzug schlagen. Die Schlacht um Blekinge.

Das Heer Sköld av Norden unter der Führung von Elaine Lilly war ausgezogen um Blekinge und Kronoberg wieder Schweden einzuverleiben. Schweden das Land seiner Vorfahren, das er mehr liebte als alles andere auf der Welt.

Es kann keinen besseren Platz auf der Welt geben, dachte er und betrachtete versonnen, wie ein leichter Dunst vom Fluss aufstieg und die Birken am Rande ihres Lagerplatzes in ein ganz besonderes Licht tauchte.
„Licht?!?“ Ake zuckte vor Schreck zusammen. Vor lauter Träumerei hatte er den Sonnenaufgang verpasst.

Dabei hatte er doch den Befehl das Heer vor Sonnenaufgang zu wecken und zum Aufbruch bereit zu machen.

Während er aufsprang hörte er bereits Schritte und als er herumfuhr sah er die vor Zorn bebende Gestalt der Heerfüherrin auf sich zu stampfen.

Resigniert seufzend fasste er seine Keule, bis zum Wikinger ist wohl noch ein weiter Weg….


Wir schlafen nicht in Betten!
Wir schlafen nicht auf Stroh!
Wir schlafen auf Skeletten
das ist in Schweden so!
 
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Åke Leif Danielson

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Morgontrött      30.07.2010 00:27:50 --- 1 Jahr, 9 Monate her  
Morgontrött

Eisenfaust, Thors Hammer, Sachsenschreck das waren Kriegernamen, die Ake Leif Danielson sich für seine ruhmreiche Zeit im Heer Sköld av Norden ausgemalt hatte.
Die Feinde würden erzittern, die Kameraden würden mit Respekt zu ihm aufblicken und die Heerführerin würde ihren Met mit ihm teilen.

Doch es war ganz anders gekommen auf diesem Heerzug:
Morgontrött (die Schlafmütze) so nannten ihn jetzt die Kameraden, nachdem er zweimal während der Morgenwache eingeschlafen war. Das war wahrlich kein Name für einen Krieger.


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Aaron von der Aue: Fremde Völker bringen mir dieses Spiel näher. Danke dafür. und nu Gute Nacht
Aaron von der Aue: worauf es in diesem spiel ankommt und wie man das spiel kennen lernt.
Aaron von der Aue: Naja, Du bist wahrscheinlich gerade anderweitig unterwegs. Ich jetzt auch ins Bettle. Nur ist mir fremd warum ein Abdul und Du mir hier Vorwürfe macht. Ich war wochenlang Mitglied in einem Volk welches mir nicht einmal gehofen hat oder mir gezeigt hätte w
Aaron von der Aue: fändest du es toll wenn ein Graf ein gerade rausgeschmissenes Jungmitglied unter (ich habe gelern) Beobachtung stellt? Das wirft doch kein gutes Licht auf dein Volk oder?
Aaron von der Aue: ich habe noch nicht geschaut welche Position du in deinem Volk hast. Ich gehe aber davon aus eine hohe, da du dich so ins Zeugs legst
Aaron von der Aue: ich will nur dass die führung weiss was die grafen eigenwillig machen
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