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THEMA: Des Königs Fechtmeisterin
 
Blanka von Schwarzenberg

Zenata
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Des Königs Fechtmeisterin      30.07.2010 08:17:42 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Nachdem Andras Sarkany, der junge Nachfolger des abgedankten Königs Sebastian von Vestrup, das Amt des Fechtmeisters ins Leben gerufen hatte, hatte er nicht lange gebraucht, diesem Amt auch eine Schreibstube zur Verfügung zu stellen. Der kleine Raum befand sich in unmittelbarer Nähe zu den Räumen der königlichen Kanzleien und von der kleinen Fensterluke aus ließ sich der Übungsplatz im Hof gut im Blick behalten.

Gedankenverloren hatte Luci an eben jenem Fenster gestanden und nachdenklich in den Hof hinunter geblickt. Ihre Stirn war gefurcht gewesen, hatte sah sie dort doch vor allem immer die gleichen Männer und Frauen gesehen. Andere dagegen schienen ihre Pflichten gegenüber der Krone vergessen zu haben und gaben sich der Trägheit hin. Die Aufgabe, dies zu ändern, lastete nun schwer auf ihren Schultern und ein leises Seufzen war über ihre Lippen gekommen. Dann war ein Ruck durch ihren sehnigen Leib gegangen und schon hatte sie um einige fingerbreit größer gewirkt als zuvor. Es führte zu Nichts, hier zu stehen und zu lamentieren, sie musste versuchen, die Situation zu ändern. Und so hatte sie ein Rundschreiben verfassen lassen, das alle Ritter noch mal die Regeln für das von ihr vorgeschlagene Belohnungssystem erklärte.



Schon wenige Tage, nachdem sie ihr Amt angetreten hatte, verließ die Ritterschaft die Burg wieder und zog im Verbund in die umliegenden Lande. Deshalb hatte sie einige Schreiberlinge damit beauftragt, die Informationen über das Vorankommen ihrer Ritter hier zusammen zu tragen und ihr Bericht zu erstatten, wenn wesentliche Dinge geschahen.

Sie selbst saß nun in der kalten Dezemberluft nahe einem wärmenden Feuer vor ihrem Zelt, rieb sich die Hände und beobachtete die Burschen, die sich um die Pferde und die Verpflegung des Heers kümmerten. Langsam füllte sich der Platz auch mit hungrigen Rittern und so erhebt sie sich, stellt sich auf ein leeres Fass und erhebt die Stimme, auf dass ein Jeder sie vernehmen sollte:


Getreue Ritter Ungarns,
haltet inne und vernehmt meine Worte!

Ein neuer Wind weht über unsere schönen Lande. Noch ist er kalt und unberechenbar, birgt sogar noch so manche Gefahr. Doch raunt er bereits von besseren Tagen, von Wärme und Wohlstand.
Während unser König und seine Kanzler versuchen, unsere Heimat in den Frieden und die Souveränität zu führen, müssen wir uns darum bemühen, diese Schätze in Zukunft bewahren zu können. Mit dem Austritt aus dem heiligem römischem Reich deutscher Nationen haben wir keine mächtigen Bündnispartner mehr an unserer Seite, die uns beistehen, wenn Gesindel sich über unsere Kornkammer, unsere Silbertruhen und unsere Familien hermachen. Fortan müssen wir in der Lage sein, unser Land selbst zu verteidigen! Dies kann jedoch nicht gelingen, wenn wir fett und träge in
den uns verbliebenen Hallen sitzen!

Und so sage ich Euch: jeder, der aus Bequemlichkeit den Duellplatz meidet, macht sich des Hochverrats schuldig! Nehmt Eure Waffen, nehmt Eure Rüstung und übt Euch im Kampf. Nehmt jede Gelegenheit wahr, Euch zu stählen, auf dass ein Jeder, der unser Land betritt, gleich, ob Freund oder Feind, vor Hochachtung verharren möge. Nie wieder sollen Spottgesänge über die Unfähigkeit unserer Ritter durch die Lager fremder Völker klingen!


Ob nun wirklich jeder sie gehört hatte, vermochte Luci nicht zu beurteilen, doch hoffte sie inständig, dass sie mit ihrer Ansprache den einen oder anderen aufrütteln konnte. Und so schließt sie sich der Reihe der Ritter an, die sich aus dem dampfenden Kessel eine Schale mit kräftiger Fleischsuppe geben lässt. In der Hoffnung, dass sie jemand ansprechen würde, setzte sie sich für alle sichtbar vor ihr Zelt und begann zu essen.
 
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Hildburg von Hagen

Zenata
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Re:Des Königs Fechtmeisterin      08.08.2010 13:18:50 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Gut, dass eine Juengere ihm etwas Arbeit abnahm. Er wurde alt. Er konnte es fuehlen. Jeden Tag. Er trainierte auch weiterhin hart aber er erreichte einfach nicht mehr seine alte Leistungsfaehigkeit. Und wie hatte sein Vater ihm zum 40igsten gesagt? Die naechsten 10 Jahre werden nicht einfacher. Der Krieg auf dem Balkan war einfach ueber seine Kraefte gegangen. In letzter Zeit hatte er kaum noch ein Duell gegen Nimue gewonnen. Vor 10 Jahren hatte er mit links gewonnen...gut vor 5 Jahren mit rechts, jetzt aber gar nicht mehr. Seufzend stellte er sich die Zukunft vor.

QUOTE:
Ritter Ungarns,

ihr habt Lucideau gehoert. Sie agiert in meinem Namen, wenn es um die Ausbildung geht. Hoert auf sie und es wird euer Schaden nicht sein. der naechste Krieg kommt bestimmt und wir muessen vorbereitet sein. Baut weiterhin euer Lehen aufs Beste aus, denn nur so koennt ihr die Kosten eines Ritters decken, wenn ihr dereinst eine Stahlruestung unterhalten wollt.
 
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Blanka von Schwarzenberg

Zenata
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Re:Des Königs Fechtmeisterin      09.08.2010 17:51:47 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Ungarn war befriedet und sie war mit einem Teil der ungarischen Truppen durch die Lande gezogen, um die Schäden zu ermitteln, die der Krieg ihrer Heimat zugefügt hatte. Wo auch immer sie hinkamen, fanden sie verwüstetes, geplündertes Land vor und nur wenige Menschen hatten sich blicken lassen. Zu Tief saß die Angst beim einfachen Volk, erneut überfallen und enteignet zu werden. Einige hatten sich in die Berge und Wälder geflüchtet, doch die meisten hatten auf der Burg auf das Ende der Kämpfe gewartet.
Inzwischen war sie selbst mit ihrem Zug wieder auf der Burg angekommen und hatte Bericht erstattet, über den Zustand der durchreisten Regionen. Der Wiederaufbau Ungarns konnte beginnen.

Obgleich sie etwas enttäuscht gewesen war, dass keiner ihrer Mitstreiter unmittelbar auf ihre Rede reagiert hatte, hatte sie inzwischen doch feststellen können, dass auf den Trainingsplätzen nun mehr los war als noch vor einigen Monaten. Dennoch ist sie froh, dass Hagen, als Titkar des Inneren, ihr zur Seite steht und die Schar der Gefolgsleute an ihre Pflichten erinnert. Unbewusst streicht sie sich mit der Hand über ihren Leib. Es würde noch eine Weile dauern, bis die Wölbung zu sehen wäre und noch einige Monate, ehe ihr die Rüstung nicht mehr passen würde. Doch sie weiß, dass sie Hagen informieren muss. Selbst wenn alles ohne Komplikationen ablaufen würde, würde sie einige Tage ausfallen. Schon bei dem letzten Kind war nicht alles ganz glatt gelaufen und sie machte sich ein wenig Sorgen, schließlich war sie keine junge Maid mehr. Sie seufzte leise, ehe sie sich an Hagen wendet und ihm ihr kleines Geheimnis anvertraut.
 
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Ismail

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Re:Des Königs Fechtmeisterin      10.08.2010 20:23:06 --- 1 Jahr, 6 Monate her  
Dass Ungarn nun mit neuem Leben erfüllt war, lag unter anderem an Lucideau, das wusste Andras aufs genaueste. Sie würde es schaffen, die Ritter mit ihrer Eindringlichkeit, die sein Vater oft zu spüren bekam, um die er wusste und die er schätzte, auf den rechten Weg zu führen. Sie hatte einen eigenen Charakter, das konnte man bei jedem Treffen aufs Neue bemerken. Ihre Skepsiss gegenüber Fremden war groß. In ihren Grafschaften waren deshalb auch schonmal sämtliche Zellen gefüllt gewesen waren, wenn sich ein fremder Ritter auf ihren Besitz verirrt hatte. Diese Konsequenz, ihre Aufträge immer genauestens auszuführen, war der Grund, weshalb sie Andras als zusätzliche Hilfe für den alten Hagen in die Reichsführung berufen hatte. Er zweifelte keine Minute daran, dass sie ihn nicht enttäuschen würde und belohnte sie neben dem Titel der Fechtmeisterin auch noch mit der Grafschaft Montenegro als Lehen, über welche sie vor dem Krieg bereits verfügt hatte.

Als Andras sich darauf vorbereitete den Papst zu empfangen war es selbstverständlich gewesen, dass zum Gefolge, das ihn begleitete auch seine Fechtmeisterin zählte.
 
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Blanka von Schwarzenberg

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Re:Des Königs Fechtmeisterin      17.08.2010 17:16:55 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Herzegowina im September AD 1052

In den vergangenen Monaten war viel geschehen. Der Papst war eingetroffen, um Andras mit dem päpstlichen Segen zum König Ungarns zu krönen und man hatte den Italienern das besetzte Land wieder entrissen. Eine grandiose Schlacht, in der sich so manch junger Ritter erfolgreich hatte einbringen können. Und sogar der junge Ritter Derbunte, der den Duellplatz bislang gemieden hatte wie der Teufel das Weihwasser, hatte viel länger durchgehalten, als sie erwartet hatte. Nun saß sie über ihre Unterlagen gebeugt und grübelte, wie sie das Training noch effizienter und für die Ritter reizvoller gestalten könnte. Schon eine Weile spukte ihr eine Idee im Kopf herum, wonach sie ihre Ritter nach einem bestimmten System im Faustkampf gegeneinander antreten lassen wollte. Ihrer Meinung nach sollte das Training nicht nur dazu dienen, seine Ausrüstung spazieren zu tragen, vielmehr wünschte sie sich, dass die Ritter Spaß an dem hätten, was sie taten, umso wertvoller war dann ihr Einsatz im Ernstfall.

So saß sie und dachte darüber nach, wie sie ihre Idee umsetzen könnte, als einer der Späher in ihr Zelt trat. "Fejedelem Lucideau, ich habe am Heerlager der Italiener etwas beobachten können, was für Euch vielleicht von Interesse sein könnte." Mit einem interessierten Blick forderte sie den Mann auf, fortzufahren. Und so berichtete er, dass er kurz nach der Schlacht hatte beobachten können, wie ein hoher Herr die Farben Italiens abgelegt und das Lager verlassen habe. Der Späher hatte sogar den Namen herausfinden können und so überlegt Luci nicht lange und reichte dem Späher schon nach wenigen Augenblicken eine gesiegelte Pergamentrolle.
"Bring das dem Mann, aber achte darauf, dass dich keiner dabei sieht."

Vermutlich überschritt sie mit dem Inhalt ihres Schreibens gerade ihre Kompetenzen, aber darauf wollte sie es ankommen lassen. Nach der geglückten Befreiung Herzegowinas dürfte der König guter Dinge sein und sie gegebenenfalls nicht zu heftig für ihre Eigenmächtigkeit rügen.
 
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Castillo

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Re:Des Königs Fechtmeisterin      17.08.2010 20:07:55 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Als Warlord das italienische Lager verlassen hatte, blickte er sich noch einmal um. Er lächelte, hier hatte er den Großteils seines Lebens verbracht. Doch nun war es für ihn an der Zeit, es dürstete ihn nach neuen Abenteuern.

Als er weiter gen Küste reiste, sah er von weitem einen Mann auf sich zu reiten. Bei genauerer Betrachtung stellte er fest, das es ein Bote Ungarns war.

Guter Mann das Lager der Italiener ist hinter dem Hügel. Ihr habt es nicht mehr weit.
Der Bote schaute verdutzt und fragte Ihr seit doch Warlord oder? Warlord nickte. Dann ist die Botschaft für euch.

Warlord öffnete das Siegel und begann zu lesen. Mit jedem Satz, den er las erhellte sich seine Miene.

Sagt der Fechtmeisterin das ich sie in der nähe von Raszien auf ihr Heer warten werde.

Sofort wandte sich Warlord ab und begann seinen Marsch nach Osten.
 
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Blanka von Schwarzenberg

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Re:Des Königs Fechtmeisterin      17.08.2010 22:36:03 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Der Bote war schnell zurück und Luci lächelte, als sie die Antwort des ehemaligen Kanzlers Italiens erhielt. Die beiden ungarischen Heere standen kurz vor dem Aufbruch und so beschloss Luci, Fan Mortragson unterwegs über den bevorstehenden Zugewinn zu informieren. Wie sie erwartet hatte, war er erfreut und man plauderte bereits über die Möglichkeiten, dem Manne eine ihm gebührende Aufgabe zukommen zu lassen. Während des langsamen Ritts gen Montenegro spürte Luci, wie das Kind in ihrem Leib unruhig wurde. Es hatte sich gedreht; die Geburt würde nun nicht mehr lange auf sich warten lassen. Kurz zog sie in Erwägung, das Kind auf dem grafschaftlichen Anwesen zu gebären und dem Heereszug anschließend zu folgen, aber sie musste sich eingestehen, dass sie zu neugierig war auf den Mann, dem sie noch vor wenigen Tagen auf dem Schlachtfeld gegenüber gestanden hatte, und seine Geschichte. Sie biss sich auf die Lippen, ob ihrer typisch weiblichen Neugier und verzog dann das Gesicht, als das Kind in ihrem Leib sie heftig trat.

Als sie an diesem Abend auf dem Übungsplatz ihre Rüstung anlegen wollte, musste sie seufzend zugeben, dass es wohl nicht mehr angeraten wäre, in ihrem Zustand noch zu kämpfen. Die Anstrengungen im Gefecht hatten sie ohnedies reichlich erschöpft. Und so stand sie nur daneben, als die anderen Ritter mit ihren Übungen begannen und stemmte sich genervt eine Hand in den schmerzenden Rücken. Lange würden sie in Montenegro nicht verweilen und dann umgehend nach Raszien weiterziehen, wo der Großmeister der Johanniter zu ihnen stoßen würde. Oh ja, sie war gespannt auf seine Geschichte. Und seine Pläne. Gedankenverloren strich ihre Hand über ihren kugeligen Bauch.
 
Letzte Änderung: 2010/08/17 22:36 von Blanka von Schwarzenberg.
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Castillo

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Re:Des Königs Fechtmeisterin      20.08.2010 23:07:58 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Warlord stand auf einem Hügel und sah zu, wie sich das ungarische Heer näherte. Er atmete tief ein, erhob das Banner der Johanniter und ging auf das Heer zu.
Er war gespannt, die Frau kennen zu lernen, die ihm den Boten geschickt hatte.
 
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Blanka von Schwarzenberg

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Re:Des Königs Fechtmeisterin      21.08.2010 09:04:08 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Die Schmerzen in ihrem Rücken hatten zugenommen und so hatte sie beschlossen, den Rest des Weges nicht mehr zu reiten, sondern auf einem der mitgeführten Karren in der Vorhut zu fahren. Entsprechend schlecht war nun ihre Laune. Ihren Wallach Wildfang hatte sie der Ritterin Mariee überlassen, von der sie im Verlaufe dieser Reise erstaunt festgestellt hatte, wie gut sie mit dem eigensinnigen Tier umzugehen vermochte. Vielleicht würde es für die junge Frau auf der Burg eine Aufgabe geben. Die Pferde mussten schließlich zugeritten und für die Schlacht trainiert werden. Möglicherweise hätte jenes Weib daran Interesse.

Erstmal jedoch holperte der Wagen noch über die herbstlichen Wege der Provinz und sie ließ ihren Blick träge über die Landschaft gleiten. Weit war es nicht mehr bis zur nächsten Rast. Und dort, so war es verabredet, würde Ritter Warlord zu dem Trupp stoßen. Ihr Blick blieb an einem Schemen hängen, der sich auf einer Hügelkuppe gegen das Licht der untergehenden sonne abzeichnete. Sie kniff die Augen zusammen, um vielleicht das Banner, das in diesem Augenblick erhoben wurde, erkennen zu können. Doch vergebens, das Gegenlicht machte es schlicht unmöglich, etwas erkennen zu können.

Voraus waren die Ersten schon damit beschäftigt, das Nachtlager zu errichten. Sie seufzte erleichtert auf. Ihr Blick suchte wieder jenen Schemen und sie konnte nun erkennen, dass er sich dem Trupp näherte. Sie winkte ihrem Gardisten, und wies ihn an, dem Fremden entgegen zu reiten, um zu sehen, ob er derjenige sei, den sie erwarteten. Nun wurde sie ungeduldig. War bis eben das Rumpeln des Wagens nur schmerzhaft und lästig gewesen, empfand sie es jetzt als nervtötend. Doch schließlich war es vorbei. Der Wagen war im Lager angekommen und sie sprang, etwas zu enthusiastisch, von dem Gefährt. Ein schmerzhaftes Ziehen machte sich in ihrem Unterleib breit. Doch sie biss die Zähne zusammen und eilte so schnell es ihr noch möglich war, dem Rand des Lagers entgegen.

Der ehemalige italienische Kanzler war nun nicht mehr weit weg und sie ging ihm etwas watschelnd doch mit einem freundlichen Lächeln entgegen. Als er bei ihr angekommen war, neigte sie ihren Kopf, in Anerkennung seines früheren Dienstgrades.

"Ritter Warlord, ich heiße Euch willkommen in den ungarischen Reihen." Sie blickte sich suchend um. "Ihr seid wahrlich allein? Keine Pagen oder Knappen, die Euch verpflichtet sind und Euch bei Eurer Ausrüstung zur Hand gehen könnten?" Sie winkte ihm, ihr ins Lager zu folgen. Die Nacht brach langsam herein und es wurde abends schon empfindlich kalt. Fröstelnd zog sie den schweren Mantel enger um ihre Glieder. "Kommt mit ans Feuer, wärmt und labt Euch. Und in einem der Zelte wird sich sicher auch ein warmer Schlafplatz für Euch finden." So ging sie voran, und stellte den Kerl den Wachen vor, damit jene nun wussten, dass Warlord zu ihnen gehört.
 
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Castillo

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Re:Des Königs Fechtmeisterin      21.08.2010 09:53:41 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
[colo[color=#008000]Ja hohe Dame, ich bin allein gekommen. Ich wollte hier in Ungarn einen Neuanfang wagen.
[/color]

Er bedankte sich für die Einladung, und folgte Lucideau in das Lager. Er hätte nicht gedacht so aufgenommen zu werden. Die Wachen begrüßten ihn freundlich, als Lucideau sagte, das er ab sofort zu ihnen gehörte.

Als er am Feuer platz nahm, verfinsterte sich sein Gesicht. Das Land durch das er reiste war verwüstet, Dörfer und Städte so gut wie verlassen. Es würde dauern, bis sich dieses Land erholt hat und er würde dabei helfen so gut er konnte.

Warlord schreckte aus seinen Gedanken auf, beobachtete das Treiben im Lager aß etwas und grübelte weiter vor sich hin.
 
Letzte Änderung: 2010/08/21 09:55 von Castillo.
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