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Des Ungarns Krönung 07.08.2010 19:31:16 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Ungarn.
So lange war es noch nicht her, dass Daranion von Greifenfels als Kardinal diese Ländereien besucht hatte. Immer schon waren die Beziehung dieses Volkes mit dem seinen fest verwurzelt gewesen und die Depeschen des neuen Außenministers der Ungarn bestätigten dies aufs Neue.
Seine Heiligkeit war im Heertross unterwegs. Zwei Vatikanische Truppenverbände hielten sich dieser Zeit im Balkan auf und befriedeten diese von Krieg geplagten Landstriche.
All das waren Ziele eines vorgeschlagenen Adria-Paktes, den seine Heiligkeit sogar gedachte zu unterschreiben, sofern die angesprochenen Bedingungen, an denen stetig gearbeitet wurde, zum Status Quo erhoben werden konnten.
Überschattet wurden all diese Vorkommnisse von dem Tod eines wahrhaft großen Mannes. Seine Emminenz Sebastian von Vestrup. Lange Zeit hatte von Greifenfels sogar an der Seite dieses Mannes gestritten und große Siege bis hin nach Afrika geteilt.
Sein Tod war ein herber Verlust für die Christenheit, aber ein noch größerer für ihn persönlich. Die Zeit in Ungarn und die Gespräche mit Vestrup hatte Daranion stets genossen. Er war ein Mann gewesen, den man schätzen und achten musste. Der seine eigene Meinung immer fest vertreten hatte und mit Glauben und Aufopferung für die Gerechtigkeit eingestanden war.
Große Fußstapfen warteten nun auf jemanden, der die passenden Füße haben mochte. Jemanden dessen Blut ebenso rein und dessen Glaube ebenso stark wie gerecht war.
Von Vestrup war ein Freund gewesen und Ungarn verlor mit ihm auch seinen höchsten Kirchenmann. Im Grunde spielte es keine Rolle, dass Daranion nun zum Papst geworden war. Ihm kam es ohnehin als Selbstverständlichkeit vor, dass er selbst die Krönung des neuen Ungarnkönigs nach der gestellten Bitte für einen Amtsträger in dieser Sache , durchführen wurde.
Daranion war Sebastian dies nicht schuldig, aber ihm kam es vor als könnte er von Vestrup noch einen letzten freundschaftlichen Dienst erweisen. Seinen Nachfolger, hoffentlich sogar einen seiner Söhne zum neuen König von Ungarn machen zu können, würde auch ein persönlicher sowie angemessener Abschied von jenem geschätzten Manne werden können.
Und sie waren schon nah....
Ein Trupp ritt vorraus und würde seine Heiligkeit ankündigen.
Schon morgen würden sie die Burg, den Hauptsitz der Ungarn erreichen.
Von Greifenfels freute sich und auch die ansehnliche Zahl vatikanischer Truppen bei ihm ersehnte sich ein paar Tage des Genusses und der Ruhe.
 Caporalmaggiore der vatikanischen Armee
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Re:Des Ungarns Krönung 09.08.2010 14:28:42 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Die große Kathedrale des Reiches, in der der Kaiser Thomas I gekrönt worden war, existierte nicht mehr. Die riesige hölzerne Kirche, die lediglich mit Marmor und Granit verkleidet war, hatte so sehr an Stabilität verloren, dass nicht länger gewährleistet werden konnte,dass sie ohne weiteres stehen bleiben würde. So hatten bereits vor Wochen die Unfreien der umliegenden Lehen mit dem Abbruch begonnen. Das Holz wurde der Bevölkerung überlassen, um Reperaturen der Kriegsschäden durchführen zu können.
Nun betrat Andras die steinerne Hofkirche, den Sitz seines Vaters Sebastian von Vestrup. Sie war vielleicht nicht so groß wie die Kathedrale des Reiches gewesen, doch kaum weniger Prunkvoll. Für die festliche, hochamtliche Zeremonie waren bereits Vorbereitungen begonnen worden. Der Hofmeister hatte Anweisungen alles zu schmücken, dabei aber nicht zu sehr auf Prunk zu achten. Das Königreich musste erst wieder erstehen, bevor für solcherlei Dinge Geld ausgegeben werden konnte.
Ein Diener trat zu ihm und berichtete ihm vom Eintreffen einer vatikanischen Gesandtschaft, die das Eintreffen des Papstes ankündigten. Der noch ungekröhnte Kiraly gab den Befehl alles für die Gäste herzurichten, den Abgeordneten ein Quartier zur Verfügung zu stellen und sich ihrer Pferde anzunehmen.
Er selbst hatte genug seiner Kirche gesehen und begab sich nun zurück in seinen Wohnturm. Die Festung war noch nicht auf die Krönungszeremonie vorbereitet, doch auch sein Titkar für Inneres, Hagen, war eingetroffen um die Vorbereitungen zu unterstützen!
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Re:Des Ungarns Krönung 09.08.2010 15:48:55 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Und der Gesandtschaft folgte ein ganzes Heer.
Im Morgengrauen des folgendes Tages sah man den Ausdruck vatikanischen Reichtums am Horizont marschieren und sich einer gewaltigen Schlange gleich auf die Burg der Ungarn zubewegen. Kannte man die Truppenstärke des herannahenden Volkes, konnte man ahnen, dass fast ein Drittel der vatikanischen Streitkräfte hier in Bewegung waren.
Einige Stunden nach Mittag kam der Tross dann zur Ruhe. Er begann vor der Stadt inne zu halten und wie ein Bienenschwarm zu arbeiten. In der Nähe eines Flusses wurde ein Heerlager errichtet, geschäftige ungarische Händler wurden willkommen geheißen und erlangten schnell gutes Silber.
Nach einem kurzen Moment des Luftanhaltens begann sich eine größere Schar abzusondern. Rund achtzig berittene Soldaten in Galauniform folgten einer kleinen Gruppe hoher Persönlichkeiten in dessen Mitte seine Heiligkeit Urban II. ritt nebst einem Mann im roten Purpur, seine Eminenz Germanicus. Diesem wiederum folgte eine Ritterin mit den Insignien eines Bischofs, ihre Exzellenz Hafelja, die stumm jene betrachtete, die die Schar auf die Burg zuführten: Eine Hand voll Männer mit den Standarten des Vatikans und nicht zuletzt einem goldenen Kreuz.
Daranion war hier schon einmal gewesen. Dieser Ort hatte sich verändert. Er hatte den Krieg gesehen. Die Menschen hier hatten viel ertragen müssen und sie hatten es überlebt, aber nicht ohne Entbehrungen. All das spiegelte sich nicht nur in den Ländereien durch die sie gekommen waren, sondern auch an diesem Ort wieder. Die Ungarn waren die Front des Reiches gegen alle heranrückenden Feinde gewesen. Ob nun das Reich sie verlassen hatte oder umgekehrt vermochte seine Heiligkeit nicht zu sagen. Fakt war, dass für diese Menschen eine neue Zeit begonnen hatte und sie arbeiteten fleißig an ihr. Seine Anwesenheit war Teil dieser Arbeit. Durch ihn würde das Volk einen neuen Herrscher im Sinne Gottes bekommen. Klug hatte dieser schon gehandelt, bald würde ein jeder hier allumfassend an ihn glauben können.
Der Tross schlängelte sich weiter durch die Straßen des ungarischen Herrschaftssitzes. So dauerte es nicht lang bis sie das Herz dieser Bauwerke erreichten. Ein Platz an dem von Greifenfels, ihm kam es fast vor wie gestern, noch als Kardinal seinen Freund von Vestrup getroffen hatte.
Wie stark die Veränderungen an diesem Ort waren, wurde ihm jetzt erst so richtig bewusst.
 Caporalmaggiore der vatikanischen Armee
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Re:Des Ungarns Krönung 09.08.2010 16:56:11 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Luci stand auf einem der Wehrgänge und blickte in die Ferne. Ein Lächeln umspielte ihre Lippen und erhellte das Gesicht, das in den vergangenen Monaten so oft von Verzweiflung und Müdigkeit gezeichnet gewesen war. Im gleichen Maße, wie am Fuße des Burgberges eine Zeltstadt wuchs, vervielfachte sich auch das Gewimmel innerhalb der Mauern. Alle waren emsig mit den Vorbereitungen für das Krönungsfest und den Empfang der hohen vatikanischen Würdenträger beschäftigt. Die Burg barst schier aus allen Fugen ob der Anzahl der Menschen, die hier versammelt waren. Nicht nur die zahlreichen Gäste samt ihres Gefolges, sondern auch die vielen Bauern und Handwerker, die, vertrieben von den Gräueln des Krieges, in der Nähe der Burg Schutz gesucht hatten, waren versammelt. So war beinahe das gesamte ungarische Volk hier auf der Burg oder zumindest in der unmittelbaren Umgebung. Und es würde noch einige Zeit vergehen, bis alle in ihre Werkstätten und Höfe zurückgekehrt sein würden und das Leben dieser braven Menschen wieder geordnet und friedlich wäre. Erneut gleitet ein Lächeln über das Gesicht der Ritterin, denn sie weiß, ehe Andras sie in ihre Heimatdörfer zurückschicken würde, würde er sie teilhaben lassen an den Feierlichkeiten anlässlich seiner Krönung.
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Re:Des Ungarns Krönung 10.08.2010 17:08:55 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Die Gefolgschaft bestand aus wenigen, dafür hohen Rittern des Königreichs Ungarn. Andras flankierend begleiteten sie ihn über den Hof auf die angekommenen Ritter des Vatikans zuschreitend.
Als er noch jünger war hatte Andras einmal den Mann, der ihm als Daranion von Greifenfels bekannt war, und der heute als Urban II den Sitz des Petrus inne hatte, getroffen bzw gesehen, als dieser mit seinem Vater sprach. So konnte er auch jetzt einigermaßen präzise auf den noch jungen Papst zusteuern. Er trat an das Pferd, nahm die Zügel und verbeugte sich
Ich darf eure Heiligkeit in der bescheidenen Residenz des ungarischen Königshauses begrüßen.
Demütig reichte er den Arm, um Urban II absteigen zu helfen.
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Re:Des Ungarns Krönung 10.08.2010 18:05:13 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Der Sitte halber nahm Daranion die helfende Hand an. Derartige Floskeln begegneten ihm nun als Papst immer wieder, doch nur schwerlich gewöhnte er sich daran. Er war weder alt noch gebrechlich. Noch immer zog er schneidig in den Kampf und folgte dem Weg eines Soldaten, der es wohl zustande bringen würde allein von seinem Pferd abzusteigen. Doch den Macher dieser Höflichkeiten hatten derartige Umstände wohl wenig interessiert. Mit einem Schmunzeln tat er diese Gedanken ab und landete mit den Füßen auf dem ungarischen Pflaster.
Gleich im Anschluss betrachtete er jenen Mann der wohl der Höchste war in dieser Ritterschar des Gastlandes. Bei einem näheren Blick war dies auch wenig verwunderlich, erkannte man doch die Ähnlichkeit zu Sebastian von Vestrup. Hier stand seine Heiligkeit wohl vor seinem Sohn und seine Hoffnungen einen Bluterben zu krönen schienen sich glücklicherweise zu festigen.
Meinen Gruß ihr Ritter Ungarns.
Entgegnete der Papst auf Andras`Begrüßung.
Habt Dank für eure offenen und willkommenen Tore und verzeiht meine immense Begleitung.
Er schmunzelte kurz.
Der Krieg war nah und wir stritten alle kaum in paar Tage entfernt von hier für den Frieden unserer christlichen Brüder. Ich hoffe dieses Auftreten bereitet keine Umstände. So ihr Aufgaben im Sinne des Wiederaufbaus und dergleichen vergeben könnt, lasst es mich wissen. Vatikanische Soldaten mögen es nicht zu faulenzen.
Einen amüsierten Blick noch warf er auf seine Ritterschar, dann erwartete er den weiteren Ablauf.
 Caporalmaggiore der vatikanischen Armee
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Re:Des Ungarns Krönung 10.08.2010 20:07:28 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Andras hob eine Augenbraue. Hatte der Papst kein sonderlich gutes Verhalten in seiner Jugend erlernt?
Nein, wir danken euch für euer Angebot. Eure Kräfte spart euch auf. Diejenigen, die sich als Beschützer des Vatikans und der Kirche betiteln führen immernoch Krieg, vielleicht solltet ihr ihnen zu Hilfe eilen und somit euren Truppen etwas sinnvolles zu tun geben? Doch bedenkt, ihr verlasst Ungarn nicht in Richtung eurer Feinde Land. Einst kam es zu diesem "Missverständniss"! Ein zweites Mal sollte es nicht passieren, um unser aller Freundschaft willen.
Er machte eine kurze Pause und nahm den Papst ernst ins Auge. Er respektierte die kirchliche Autorität des Papstes vollkommen, doch lies er sich ungern täuschen.
Mein Name ist Andras, ich bin der Erstgeborene Sebastians von Vestrup und auserkoren meines Vaters Platz einzunehmen.
Er verbeugte sich knapp, lies sich jedoch nicht allzu tief herab.
Ihr werdet ihn sicher noch in Erinnerung haben. Ich rate euch, behaltet diesen Eindruck und fragt nicht nach den letzten meiner Momente mit ihm. Es würde euch zutiefst beschämen.Für eure Männer, die euch hier beschützen wollen, sind Unterkünfte gestellt. Einst versorgten wir das Reich mit unserer Gastfreundschaft, als der Kaiser Thomas I hier gekrönt wurde. Seid versichert, wir wissen wie mit großen Menschenmengen umzugehen ist.
Eure Heiligkeit wird selbstredend eine Etage im Wohnturm mit seinen Dienern und Vertrauten für die Dauer seines Aufenthaltes bewohnen. Direkt angrenzend ist die Hofkapelle meines Vaters, die ihr gerne ständig nutzen könnt. Sollte uns die Ehre zuteil werden einer Messe von euch gelesen, so wird euch das ungarische Volk niemals vergessen!
Er wies mit dem Arm in Richtung der Steinernen, sakralen Gebäude, die an den Bergfried anschlossen.
Falls ihr Wünsche haben solltet, werdet ihr bereits wissen, dass hier jedermann zu euren Diensten sein wird.
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Re:Des Ungarns Krönung 10.08.2010 22:13:38 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Wie es der Wunsch des Königs gewesen war, hatte sie Andras in den Burghof begleitet, ebenso wie auch andere ungarische Amtsträger, um das Oberhaupt der katholischen Kirche willkommen zu heißen. Gewandet in feinstes Leder und einem Umhang aus Seide, schritt sie in einigem Abstand hinter dem König auf die Ankömmlinge zu.
Sie war sich sicher, dem Mann, der das höchste Amt der Kirche innehatte, nie begegnet zu sein und doch hatte sie das Gefühl, dies Gesicht schon einmal gesehen zu haben. Jünger und weit weniger entspannt als jetzt. Während der Begrüßungszeremonie arbeitete es in ihrem Kopf und sie versuchte, diesem erschreckend vertrauten Antlitz eine Begebenheit zuzuordnen. Sie war bemüht, den Papst nicht allzu offensichtlich anzustarren und so huschte ihr Blick wie zufällig von einem zum anderen, doch immer wieder zurück zu jenem, das sie so beunruhigte. Ja, es war Beunruhigung, die sie empfand, und so ward sie immer sicherer, dass die Begegnung mit diesem Mann keinen erfreulichen Anlass gehabt hatte.
Und nach zahlreichen skeptischen Blicken wurde die Beunruhigung zur Gewissheit. Fiebrige Hitze stieg ihr in die Wangen und sie versuchte, sich hinter Andras und den anderen regelrecht zu verstecken. Viel Zeit war inzwischen vergangen. Sieben lange Jahre. Eine andere Zeit, beinahe schon ein anderes Leben. Und doch stand sie hier nun einem Manne beinahe von Angesicht zu Angesicht gegenüber, der die Insignien des Papstes trug und den sie selbst vor nunmehr sieben Jahren hatte in den Kerker werfen lassen.
Das Pflaster im Burghof war tadellos und ohne Schäden, ein rettendes Mauseloch leider nicht zu finden. So senkte sie ihr Haupt und hoffte, die Jahre, der Krieg, die Erfahrung hätten ihr Antlitz so gezeichnet, dass man sie nicht wieder erkennen würde.
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Re:Des Ungarns Krönung 11.08.2010 20:22:20 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Seine Heiligkeit betrachtete den jungen Sohn des von Vestrups und schmunzelte erneut. Das Feuer seines Vaters brannte in ihm und er scheute sich nicht selbst dem Papst offen in klaren Worten entgegen zu treten.
Den Wink mit dem Missverständnis allerdings griff er an dieser Stelle aber gerne auf, nachdem sich Andras vorgestellt hatte.
Es ist mir eine Freude Andras von Ungarn. Seid aber unbesorgt, der Großteil des versammelten Heeres wird bald wieder aufbrechen und über befreundetes Land in die Heimat ziehen.
Dennoch werdet wohl ihr selbst schon nach der Amtsübernahme vor kurzer Zeit am besten wissen, dass es oftmals auch ein Freund sein kann, dem man sich wegen seiner Überzeugung, wegen seinem Volk oder gar wegen seinem Glauben entgegenstellen muss.
Die vatikanischen Truppen haben siegreich in diesem Krieg gekämpft und die erwünschten Ziele erfüllt. Mehr gibt es dazu glaube ich nicht zu sagen.
Damit beendete er das Thema und sah sich kurz in den Reihen seiner Begleiter um. Die Reaktionen auf seine Person waren durchaus unterschiedlich. Dabei fiel ihm auch eine Dame auf, die etwa in seinem Alter war. Gar schien sie sich etwas unwohl zu fühlen in dieser Situation, sich sogar zu verbergen?
Tretet doch vor mein Kind.
Wandte er sich schmunzelnd ihr zu und wartete auf eine Reaktion ihrerseits. Noch währenddessen bedankte er sich bei Andras.
Euer Vater war ein großer Mann und ich schätzte ihn sehr. Es wird mir eine Ehre sein für ihn und eurer Volk noch eine Messe zu lesen.
Auch danke ich für die Gastfreundschaft. Wie gewohnt wird sie, so denke ich, meine Erwartungen übertreffen.
Er nickte nochmals Andras zu, suchte dann aber den Blickkontakt zu besagter Frau.
 Caporalmaggiore der vatikanischen Armee
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Re:Des Ungarns Krönung 12.08.2010 06:54:17 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Mein Kind? Hatte sie richtig gehört? Kurz flackerte Zorn in ihren Augen auf, war seine Heiligkeit doch kaum in dem Alter, ihr Vater sein zu können. Doch dann besann sie sich darauf, dass ein Mann Gottes alle seine Schäfchen 'seine Kinder' zu nennen pflegt. Und so wandelte sich der Zorn schnell in Panik. Sollte der Mann sie erkennen und ihr, ob ihres übereifrigen Verhaltens vor so vielen Jahren, noch zürnen, könnte es zu ernsthaften diplomatischen Verwicklungen kommen, die sich Ungarn derzeit bei Leibe nicht leisten konnte.
Die Gedanken jagten durch ihren Kopf. Zum Glück verbarg die Kapuze ihres Umhangs ihr Gesicht und wenn sie ihr Haupt demütig senkte, würde er ihr nicht direkt ins Antlitz blicken können. Tu, was nötig ist, dachte sie, zeige Demut, auch wenn diese nicht zu deinen Stärken zählt. Und so trat sie mit gesenktem Haupte vor, beugte vor dem Papst das Knie und ergriff seine Hand, um den päpstlichen Siegelring zu küssen. Dabei war sie penibel darauf bedacht, ihr Gesicht zu verbergen. Das Herz hämmerte wild in ihrer Brust, doch konnte sie nichts anderes tun, als ihrem Schicksal entgegen zu treten. Nach einem leisen Räuspern kamen ihr auch die angemessenen Worte über die Lippen: "Eure Heiligkeit, auch ich begrüße Euch aufs Herzlichste auf Ungarns Burg."
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