Ritterheere-Forum
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THEMA: lodernde Feuer rufen zum Thing
 
Gernot

Schweden
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lodernde Feuer rufen zum Thing      04.09.2010 21:36:14 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Der König ist tot!

Nun war es also geschehen! König Fips war nach Walhall gezogen. Die letzten Wochen schon hatte er den Tod nahen sehen. Um den ehrenvollen Tod auf dem Schlachtfeld zu finden, hatte er in den letzten Kämpfen bereits Rüstung und Schild abgelegt und war nur mit seinem treuen Schwert in die Schlacht gezogen. Der Kampf gestern war nur ein kleines Scharmützel auf dem Wege nach Timanskij. Ein kleiner Hinterhalt. Aber ohne Rüstung bot der König ein gutes Ziel für die Pfeile aus den Baumkronen.

Nun trugen den König die stolzesten Krieger auf der Bahre ins Lager. Gleichzeitig lodernten die Signalfeuer auf, auf das sich die Krieger Georgiens zum letzten Geleit und zum Thing einfinden sollen. Zum Glück waren die Krieger fast ausnahmslos beim Heerzug, so daß keiner lange Wege hatte.

Schon am nächsten Abend sollten die irdischen Feuer des Königs Leib zu den Asen begleiten. Am darauffolgenden Tag sollte dann das Thing einen neuen König wählen. Die Waräger befanden sich im Krieg und brauchten eine mutige Führung.

Als Innenminister würde es Thassilo obliegen, das Thing vorzubereiten. Wer würde antreten in der Königswahl. Jardar, der Sohn von Fips und Mariana, war seit seiner Geburt auf das Amt vorbereitet worden. Aber ist der Knabe schon alt genug? Wer käme noch in Frage? Vidur der erfahrene Kriegsminister vielleicht? Oder würde Georgien mit Mariana erstmals eine Regentin erhalten, bis Jardar älter wäre?

Die nächsten Tage würden es zeigen.
 
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Gernot

Schweden
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Re:lodernde Feuer rufen zum Thing      05.09.2010 22:29:29 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Es war soweit. Die Krieger Georgiens und ihre Verbündeten aus Chasarien und Armenien waren angetreten. Fips hatte seine Jugend im hohen Norden bei den Fjorden und Schären verbracht. Gern hätte man den König auf einem Drachenboot aufgebahrt. Aber es gab weder Meer noch See in der Umgebung. Dennoch sollten die Feinde seine irdische Ruhe nicht stören, wenn er selbst in Walhall mit den Göttern sitzen würde. Die Susdaler mögen meinen, dass sie einen Sieg errungen hätten, als der Pfeil Georgiens König traf. Aber nein - einen Gefallen hatten sie ihm getan. Er fiel im Krieg und würde seinen Weg zu den Göttern finden.

Im nahen Moor leuchteten nun die Flammen. In der Mitte einer kleinen Insel war der Holzstoß bereitet. Hier nahe bei den Gestirnen, zugedeckt von den Nebel würde der König zum Aufstieg geleitet werden. Ein jeder hing mit seinen Gedanken bei den Zeiten als der König noch unter ihnen weilte. Mariana hatte sich erbeten, keine großen Reden zu halten. Ein jeder sollte diese Stunde als einen Übergang sehen und sich der Zeiten erinnern als Fips lebte. Und ein jeder soll sich auf die Zeiten freuen, wenn er Fips in Walhall am Tische Odins wiedertreffen wird.

Manchmal klirrte irgendwo ein Schwert, die Fakeln knisterten und der Wind heulte. Thassilo schaute fragend in die Runde - Wer mochte ein paar letzte Worte an den toten Krieger mitgeben?
 
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Aryanna

Georgien
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Re:lodernde Feuer rufen zum Thing      06.09.2010 11:09:09 --- 1 Jahr, 5 Monate her  

Irgendwie hatten sie es alle geahnt, allen voran wohl Fips, so intensiv wie er sich in den letzten Wochen mit Jardar beschäftigt hatte und doch, es traf sie unglaublich hart.
Seit ihrem 16ten Lebensjahr war Fips an ihrer Seite gewesen, hatte ihr so vieles gezeigt, hatte ihr vieles beigebracht, auch wenn sie für ihn zu Anfangs viel zu jung gewesen war, sie konnte sich behaupten und auch sein Herz erobern.
Sie sitzt bei den anderen, obwohl sie jetzt viel lieber allein wäre. Sie hört die leisen Gespräche und wünschte sich eigentlich Ruhe.
Als sie Thassilos Frage vernimmt, stehen ihr plötzlich Tränen in den Augen, ein Kloß im Hals hindert sie daran zu sprechen, sie räuspert sich leise, doch erscheint es ihr in der Stille viel zu laut

Fips flüstert sie leise und ist sogleich wieder stumm, hoffend, jemand anderer würde den Anfang machen und etwas über ihn erzählen, so dass alle anderen folgen konnten.
 
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Garrett

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Re:lodernde Feuer rufen zum Thing      06.09.2010 15:23:48 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Endlich hatte auch Garrett den Platz erreicht, an dem sich alle versammelt hatten, um ihrem König die letzte Ehre zu erweisen. Obwohl er damit hatte rechnen können, was er zu sehen bekommen würde, hatte er sich für diesen Anblick, der sich ihm hier bot, nicht genug gewappnet. Zitternd fiel er vor dem toten König auf die Knie. Erinnerungen aus seiner frühsten Jugend, als Garrett noch ein kleiner Ritter ohne Bedeutung, und Fips noch Berater am georgischen Hofe war, drangen auf ihn ein.
Weiter gedachte er den anderen, mitlerweile verstorbenen Ehrenmännern, die seinen Weg geprägt hatten. Zum einen war da Thagna, der Garrett einst von der Straße aufgelesen und ihm den Weg in den Adel geöffnet, ja ihm sogar die Krone Armeniens übertragen hatte. Ein großer Teil der Vergangenheit war mit ihm gestorben.
Weiter erinnerte er sich an Crusader, einen hervoragenden Strategen, dem es immer darum ging, einem Feind in Augenhöhe gegenüberzutreten. Ein weiterer Teil Vergangenheit schied mit ihm dahin.
Und nun war Fips auf dem Weg zu ihnen...
Garrett war egal, was die anderen von ihm denken würden - er würde diese drei auf ewig vermissen. Er ließ den Tränen freien Lauf.
Als er sich ein wenig beruhigt hatte, erkannte er, dass nun alles in den Händen von ihnen, der nächsten Generation, lag und Ehrfurcht ergriff ihn abermals. Garrett würde alles tun, um das glorreiche Werk dieser drei Männer in Ehren zu halten und fortzuführen. Das war seine Bestimmung!
Er stand auf, ging zu den Angehörigen und nahm sie alle in die Arme, während er ihnen sein Beileid aussprach. Sie sollten wissen, das sie in all ihrer Trauer nicht alleine waren.
Danach stellte er sich geduldig zu den anderen und wartete darauf, dass jemand das Wort ergreifen würde, zu dem er in diesem Moment nicht fähig gewesen war.


 
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Aryanna

Georgien
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Re:lodernde Feuer rufen zum Thing      06.09.2010 16:06:50 --- 1 Jahr, 5 Monate her  

Überrascht hatte Mariana Garretts eintreffen beobachtet, ja fast gefesselt hatte sie ihn beobachtet.
Konnte verstehen was in ihm vorging und wünschte sich selbst sich auch so öffnen zu können, doch war soviel Schmerz in ihr, soviel Trauer, das alles in ihr blockierte.
Als er auf sie zukommt und sie in den Arm nimmt, blickt sie ihm in die Augen, wischt über seine Wange und beobachtet ihn kurz stumm.

Mit Gerlinde und Gunnar sind erst vor kurzem wieder 2 Kinder hier geboren worden
ein lächeln stiehlt sich durch ihre Traurigkeit und lässt ihr Gesicht etwas merkwürdig anmuten, die traurigen Augen passen nicht mehr zu ihrem restlichen Gesicht
Die Alten verlassen uns erst, wenn sie wissen, dass die die bleiben ihr Werk fortführen können
Ich blicke voller Zuversicht und Hoffnung auf unsere Zukunft und bewahre mir die Vergangenheit im Herzen
Mariana verstummt kurz und fährt dann fort
Wir hatten die Möglichkeit vieles zu lernen und wir haben dieses genutzt.
Fips war immer stolz auf uns.. immer. So oft hat er es erwähnt.
Und Jardar wird sein Werk fortführen setzt sie nach wenigen Sekunden hinzu
Nocheinmal lächelt sie ihm zu, bevor sie sich wieder in ihre Gedankenwelt zurückzieht, nicht einmal mehr bemerkend, dass Garrett sich von ihr entfernt hatte.
 
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Dosu

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Geburtstag:

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Re:lodernde Feuer rufen zum Thing      06.09.2010 18:56:21 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Stille kehrte wieder in die Runde ein, nachdem Mariana gesprochen hatte.
Dosu war noch unentschlossen, ob er wirklich das, was er über Fips geschrieben hatte, wirklich vortragen sollte. Selten hatte er sich erst der erst spät erlangten Schreibkunst bedient und noch seltener hatte er Geschriebenes vor vielen Leuten vorgetragen. So blieb es noch anscheinend eine Weile still, obwohl es nur ein Augenblick war, als er sich dazu entschloss vor die Versammelten zu treten.
Mit einem zerknitterten Pergament, das er sich hastig aus seiner Tasche fingerte, wobei sein Kettenhemd leise klirrte, dem Rücken zum Feuer gewandt, damit er den Text lesen konnte, begann er die Zeilen vorzutragen.
Sie handelten von Begebenheiten, die er zusammen mit Fips erlebt hatte. Die Feldzüge nach mehr oder weniger weit entlegenen Gebieten des Mittelmeerraums. Darunter erzählte er vom Feldzug nach Afrika, mit dem langen Heimweg durch viele Gegenden des christlichen Europas, auch dem misslungenen Feldzug in den Norden, wo die Georgier in einem Sturm ihre Flotte verloren und wieder wie begossene Pudel nach Hause zurückkehren mussten, erwähnt Dosu in ein paar spöttischen Zeilen. Turniere und die anderen Reisen im Heer finden auch Erwähnung in seinem Vortrag.
Doch allgegenwärtig lassen sich der tiefempfundene Respekt Dosus und seine tiefempfundene Trauer über den Tod des Thanen heraushören.
Zum Ende seiner Rede hin, ließ er seinen Blick über die versammelten Waräger schweifen und sprach:
"Heute ist ein Tag der Trauer. Ein großer Anführer, guter Ehemann, fürsorglicher Vater und ein leuchtendes Idol für viele junge Georgier ist nun bei unseren Ahnen in den Goldenen Hallen von Walhall. Lasst uns heute auf sein Andenken trinken und trauern.
Denn morgenfrüh, wenn wir aufstehen und uns zum Thing begeben, um einen neuen König für unser Volk zu wählen, wird eine neue Ära beginnen, die dank Fips' Bemühungen das Volk der Georgier aufzubauen, unter unserem neuen Anführer wie die schönste aller Blumen erblühen und für viele Generationen das Land, unser Land, wie die Sonne erhellen wird."

Mit bedächtigen Schritten trat Dosu nun vor den brennenden Holzscheit, kniete nieder und brachte dem Toten ein wertvolles Amulett als Geschenk dar, das ihn auf seinen Wegen beschützen sollte. Denn selbst ein so mächtiger Krieger wie Fips, so dachte Dosu, könne kaum gegen die übernatürlichen, feindlich gesinnten Wesenheiten bestehen, die es wohl da, wo er jetzt war, geben möge. Nach einem kurzen Gebet zu den Göttern, erhob er sich wieder, ging mit feucht schimmernden Augen teils von der Wärme des Feuers und teils von der ihn fast überwältigenden Trauer, die ihn erfasst hatte, herrührend zurück zu den Warägern und stellte sich an seinen alten Platz.
 
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Jardar

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Re:lodernde Feuer rufen zum Thing      06.09.2010 19:20:21 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Sie waren alle gekommen. Alle wollten Abschied nehmen und Fips auf seine letzte Reise bringen. Kurz ließ Jardar beeindruckt den Blick schweifen. Innerlich war er so zerrissen wie noch nie. Einerseits war er dankbar, dass so viele Menschen Abschied nehmen wollten. Andererseits wünschte er sich nichts mehr, als allein zu sein. Allein mit seinem Vater. Doch dieser wurde gerade von den Flammen zu den Asen getragen. Obwohl Jardar wusste, das dies im Sinne seines Vaters und eines jeden Wikingers war, verkrampfte sich sein Innerstes, als es diesen Verlust zu verstehen suchte.
Jardar stand hinter der Bank, auf der seine Mutter und seine jüngere Schwester Aryanna saßen. Er streichelte den Kopf seiner Schwester, für die der Tod ihres Vaters viel zu früh gekommen war. Weinend vergrub sie ihr Gesicht in Marianas Seite.

Mehrmals atmete Jardar tief durch. Da er nun für eine Weile die Regierungsgeschäfte übernehmen sollte, wurde von ihm auch erwartet, ein paar Worte zu sprechen. Sein Vater hatte ihm dies kurz vor seinem Tode offenbart. Anscheinend war ihm bewusst gewesen, dass sein Leben sich dem Ende zuneigte. Er war immer kränker geworden, hatte hin und wieder Blut gehustet und oft seine schmerzende Schulter verflucht. Kein einzelner Kampf war es gewesen, der ihn bezwungen hatte, sondern ein Leben aus Kämpfen. Und so war es nicht verwunderlich, dass er den Tod nicht scheute, als er kam.

Jardar trat einen Schritt nach vorn, drückte kurz die Hand seiner Schwester und umarmte seine Mutter. Dann trat er vor, blickte auf den brennenden Stoß und begann leise, aber hörbar zu sprechen.

"Danke, dass so viele von euch heute gekommen sind. Es bedeutet mir sehr viel, dass ihr alle von meinem Vater Abschied nehmen wollt und uns in der Trauer nicht alleine lasst.
Er hat euch immer vertraut und sich die meiste Zeit des Tages um Georgien Gedanken gemacht. Die andere Zeit hat er sich um uns - seine Familie - Gedanken gemacht. Vor allem darum, wie er uns vom Metstibitzen abhalten konnte
."
Kurz unterbracht sich Jardar hier, weil unwillkürlich traurig lächeln musste, als er an eine Episode mit seinem älteren Bruder denken musste, in der sie einmal ein Fass Met aus Fips Privatkeller in die Hände bekamen. Doch er gab sich einen Ruck.
"Was ich damit sagen will - er hat fast sein ganzes Leben im Dienste anderer Menschen verbracht, um die er sich gekümmert, sie unterrichtet, aufgebaut und getröstet hat. Und so hat er schon vor seinem Tod Vorbereitungen getroffen, was nach seinem Ende passieren würde. Seid unbesorgt. Es ist alles geregelt und Georgien wird in diesen schweren Zeiten nicht ohne Anführer sein. Alle Kanzler und nach seinem Willen auch ich werden versuchen, so gut wie möglich die Lücke zu füllen, die mein Vater uns hinterließ. Es war ihm ein großes Anliegen, ein sicheres Georgien und eine, so weit dies möglich war, eine glückliche Familie zu hinterlassen. Ich kann nur hoffen, eines Tages genauso gütig und weitblickend zu werden wie er."

Mit einem kurzen Schweigen beendete Jardar seine Worte. Er hatte das Gefühl, niemals alles sagen zu können, was ihn mit seinem Vater verband. Schweigend und mit gesengtem Blick ging er zurück hinter die Bank. Sanft legte er seine Hände auf die Schultern von Aryanna und seiner Mutter. Er versuchte sie zu trösten und war doch selbst eigentlich noch jung genug, um getröstet zu werden. Hier musste er selbst stark wirken. Die Tränen würden später in der Einsamkeit kommen.


 
Letzte Änderung: 2010/09/06 19:26 von Jardar.
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Ragnar Sigefried Vidurson

Schweden
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Re:lodernde Feuer rufen zum Thing      06.09.2010 19:48:21 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Vidur war kein Mann der großen Worte. Während er zum brennenden Holzstoß schritt, nickte er den Angehörigen seines Thanen einmal leicht zu. In der Hand hatte er eine alte, reich verzierte Kampfaxt, die er noch aus seiner Zeit in Schweden besaß. Einst gehörte sie dem großen Axtmeister Dwargosch. Als er sie zu dem Toten ins Feuer legte, dachte er an alte Zeiten und murmelte ins Feuer: "Mögest du die alten Kampfgefährten grüßen und ihnen mitteilen, dass ich bald folgen werde". Ruhig ging er zurück an seinen Platz.


Vidur Einarsson
stolzer und freier Schwede, geboren und aufgewachsen auf Island
Motto: Lebe frei, stirb stolz!
Ältester der Waräger

Schlag ich meine Augen nieder,sehe ich ihre Heere wieder
wie sie aus den Wäldern kamen,ihre Heimat wieder nahmen!
 
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Gernot

Schweden
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Re:lodernde Feuer rufen zum Thing      06.09.2010 21:34:29 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Nun brannte also das Totenfeuer!

Nur wenige Worte hatten die Waräger gefunden. Das war typisch, waren sie doch Männer und Frauen der Tat.

Als die letzten Funken in den Himmel stiegen war also Fips zu den Asen aufgestiegen. Ein schöner Gedanke! Dennoch sah Thassilo einige traurige Gesichter in der Runde.

"Auf Waräger - lasst uns feiern! Der letzte Met des Zuges soll heute getrunken werden, die letzten Schweine lasst braten! Einer unsere Helden nimmt heute Platz am Tisch der Götter. Das muss gefeiert werden!"

Während die Scharen wieder zurück in Lager zogen blieb Thassilo mit einigen Männern zurück und tarnte die Grablage. Schließlich war man in Feindesland und kein Gegner sollte je das einsame Grab im Moor schänden.

Morgen dann würden sie bereits den neuen König wählen. Das Thing war ebenfalls bereits vorbereitet. Doch heute gehörten die Feierlichkeiten noch dem alten König!
 
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ryah

Georgien
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Re:lodernde Feuer rufen zum Thing      07.09.2010 16:45:47 --- 1 Jahr, 5 Monate her  
Es war ein rauschendes Fest. Viele Trinksprüche wurden gesprochen und Geschichten aus Fips glorreichem Leben wurden erzählt.
Als die Festlichkeiten noch in vollem Gange waren, schlich sie sich leise hinaus, damit niemand es bemerkte.
Langsam ging sie nochmal zum Grab. Vorhin, als alle hier versammelt waren, hatte sie sich im Hintergrund gehalten. Unfähig ein Wort zu sprechen, weil sie immer glaubte, dass es die falschen wären.
Nun wollte sie nochmal von ihrem König Abschied nehmen. Sie hatte Fips viel zu verdanken.
Seid sie ein junges Mädchen war, dass sich in ihren ersten Kämpfen zu behaupten versuchte, folgte sie ihm
überallhin. Sie gab ihr bestes um Georgien stärker zu machen und in so manchen Schlachten den Sieg zu erringen. Als er sie dann zur Gräfin ernannte, war sie überglücklich gewesen. Dies stellte sicher, dass sie ihre Famile unterstützen konnte und sie nicht in Armut leben mussten. Ihre Eltern und Geschwister waren stolz auf sie. Dies alles verdankte sie aber allein Ihrem König. Und nun überkam sie wieder eine tiefe Trauer.

Sie hatte die anderen gesehen, wie sie am Feuer standen und dem König letzte Wünsche und Geschenke mit auf den Weg gaben.
Auch ihre Worte waren oft erstickt von Tränen gewesen.
Der Tod des Königs würde zweifellos eine tiefe Lücke in ihrer aller Leben hinterlassen.

Jardar, des Königs Sohn, sprach ebenfalls ein paar Worte. Es viel ihr auf, wie sehr dieser doch noch junge Mann seinem Vater ähnelte.
Sie hatte große Stärke aber auch Selbstzweifel in ihm gesehen, ob er schon bereit wäre, diese große Aufgabe zu meistern. Aber sie wusste auch, dass ganz Georgien in diesen Zeiten hinter ihm stehen würde, bis die Entscheidung über einen neuen König im Thing endgültig getroffen werden würde.

Langsam ging sie zurück zur Feier, um noch einen oder zwei Methörner auf den König zu trinken.


 
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