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THEMA: Re:Wenn Russen reisen...
 
Alessia von Drachenfels

Susdaler Rus
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Re:Wenn Russen reisen...      03.12.2011 20:36:31 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Als Alessia Susdaler Boden betrat, schlug ihr Herz bis zum Hals, Rasputins Hufe schienen kaum den Boden zu berühren, er flog nur so dahin. Endlich war sie in der Heimat angekommen.

Als sie ihren Kopf hob und zum Himmel sah, kreiste ein Habicht um immer dieselbe Stelle und bald hatte sie diesen Punkt erreicht.
Grüne Wiesen und ein Fluss lagen vor ihr und sie sah ein Kloster, wo eben ein Diener mit letzter Kraft seinen, wie es schien, schwer verwundeten Herrn in die Hände eines Mönchs begab.
Sie sprang von ihrem Pferd und lief zu dem Mönch, der eben den, wie es nach seiner Kleidung schien, hochwohlgeborenen Herrn in seine Arme nahm.

Sie sah auf den Mann hinunter, der vor Fieber zu glühen schien und war sehr in Sorge um sein Leben.
Es war ein Hüne von einem Mann und dennoch schien sein Leben an einem seidenen Faden zu hängen.

Sie sah zu dem Diener, während sie, wie es ihre Gewohnheit war, ihr pechschwarzes Haar, das bis an ihre Hüften reichte, zurückwarf und fragte:

Was ist geschehen?


 
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Alessia von Drachenfels

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Re:Wenn Russen reisen...      03.12.2011 20:49:48 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Es dauerte etwas, bis ihr getreuer Diener Grigori auf seiner Stute Anuschka sie erreichte, sie war ein gutes Tier, aber konnte Rasputin nicht das Wasser reichen. Er sprang neben seiner Herrin vom Pferd und sah ebenfalls auf den Mann hinunter, dem Schweißperlen auf der Stirn standen und der zu delirieren schien.

Herrin, was macht ihr hier? Ihr habt versprochen, die Garde des Zaren so schnell wie möglich zu erreichen.
Welchen Streich spielt euch nur wieder euer gutes, doch so schwer verletztes Herz?
Brecht euer Wort nicht, steigt auf euer Pferd und lasst uns weiterreiten!


Alessia warf ihm einen kurzen Blick zu und blickte danach sofort wieder auf den Verletzten.

Grigori, was erdreistest du dich, mich zu ermahnen, wenn hier jemand unsere Hilfe dringender zu brauchen scheint?

Sie reckte ihren schlanken, raubtierhaften Körper und warf ihm einen ermahnenden Blick zu.


 
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Dimitri Dolgoruki

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Re:Wenn Russen reisen...      03.12.2011 22:22:05 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Sie schienen nicht die einzigen Neuankömmlinge an diesem zauberhaften Ort zu sein,eine junge Frau traf wenig später ein und sie schien besorgt um Dimitri zu sein...wer ist sie blos?dachte sich Wanja als er sie erblickte...wahrscheinlich eine russische Prinzessin auf Pilgerfahrt oder so,vom Aussehen würde es passen...er verzog nachdenkend die Miene und vergaß ganz Dimitri dabei.

Nun helft mir doch euren Freund zum Heiler zu bringen!rief einer der Mönche Wanja zu.

Was...ja natürlich...!

Der Mönch griff Dimitri unter die Arme und Wanja hielt die Beine vom Bojaren,beide schleppten sie ihn zum Heiler Kyrill.Währenddessen öffnete Dimitri kurz die Augen,nicht viel,nur ein wenig und er schien direkt in Richtung der jungen Frau zu schauen.Dann versuchte er etwas zu sagen,ganz leise,sodass sie kurz anhielten und Wanja sein Ohr an Dimitris Mund hielt um nur irgendetwas zu verstehen und hörte etwas...

Ein Engel...und schon verlor er wieder das Bewusstsein.Der Mönch meinte nur abschließend,man solle sich beeilen,der junge Herr könne schon ins Jenseits blicken und seine Seele würde ihn bereits verlassen.


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Alessia von Drachenfels

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Re:Wenn Russen reisen...      04.12.2011 11:38:05 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Als der Verwundete kurz ein wenig die Augen öffnete und sich abmühte, sie anzusehen, sah sie in ein eisblaues Augenpaar. Sie konnte nicht umhin, ihm kurz über das verschwitzte, blonde Haar zu streicheln.

Dann durchfuhr sie ein eiskalter Schreck, dies hier war ein Männerkloster und sie würde es nicht betreten dürfen. Kurz überlegte sie, warum ihr der Blick dieser Augen so durch Mark und Bein fuhr. Sie hatte mit dem Fremden nichts zu schaffen und im Kloster würde gut für ihn gesorgt werden. Die Mönche waren bekannt für ihre Heilkunst.

Alessia, sagte sie zu sich selbst, sei vernünftig und reite weiter, deiner Bestimmung entgegen, du wirst doch nicht schon wieder den Kopf verlieren, wo du doch erst vor kurzem so verletzt wurdest.

Dann sah sie zu Wanja und sagte:
Sorgt gut für euren Herrn, ich hoffe, daß er sich dank der Heilkunst der Mönche bald erholt und sagt ihm, es war Alessia von Drachenfels, die er für einen Engel hielt, wenn es ihm wieder besser geht. Vielleicht werden wir uns eines Tages wieder begegnen. Ich muß nun weiter und bin schon spät dran.

Sie winkte Grigori, der die Pferde brachte und schwang sich leichtfüssig in den Sattel.
Sie warf noch einen letzten, bedauernden Blick zurück auf den blonden Hünen, der eben ins Kloster geschleppt wurde, dann neigte sie sich im Sattel vor, um ihrem Hengst ein paar Worte zuzuflüstern, der sich darauf schnell wie der Wind in Bewegung setzte und sie verließ gefolgt von Grigori die heilige Stätte.


 
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Dimitri Dolgoruki

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Re:Wenn Russen reisen...      04.12.2011 14:50:04 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Es vergingen Tage und Wochen,Dimitri fühlte sich dank den Heilkräften Kyrills schon viel besser,war aber noch nicht ganz genesen.Er erfuhr das dieses Kloster einst von griechischen Mönchen gegründet wurde und eines der wichtigsten Heiligtümer der christianisierten Rus ist.Kyrill und Method sollen hier für kurze Zeit gelebt haben und es solle einen alten weisen Mann auch Starez genannt hier geben,der oben auf dem Berg haust in völliger Einsamkeit und mit wundersame Kräften.Viele würden ihn besuchen um ihn um Rat und Hilfe zu fragen,doch nicht alle würde er empfangen...aber keiner wisse genau warum.Man vermute aber,der Alte würde schon vorher wissen wer zu ihm komme,mit welchen Absichten und Zielen und wessen Herz rein ist und wirklich Hilfe bedarf,noch bevor er diesen sehe.Nunja,er ist blind...aber sehen kann er mehr als jeder andere normale Mensch,versicherten ihm die Mönche.

Sie saßen am Tisch um in Stille ihr Mahl zu sich zu nehmen,danach gingen sie hinaus...die Mönche um ihre Arbeit zu verrichten,Dimitri quälte aber eine Frage und er wandte sich zu Wanja

"Weißt du Freund,in meinen Träumen erschien mir ein Engel.Nicht so wie auf den Kirchenfresken hier im Kloster,dieser Engel sah viel mehr wie eine Frau aus,ohne Flügel und derartiges...mit langen schwarzen Locken, die bis an die Hüften reichten und meerblauen Augen die sich in meine Seele einbrannten..."

Wanja lachte und Dimitri schaute in mit ernster Miene an

Nein,nein werter Bojar,ich mach mich nicht über euch lustig...ich find das Ganze nur ein wenig komisch,wisst ihr,als ihr aus der Bewusstlosigkeit kurz zu euch gekommen seid,da war eine Frau hier die genau auf eure Beschreibung passt


Tatsächlich?und wo ist sie jetzt?...ist sie denn schon länger hinfort,weil eine Frau habe ich hier weit und breit in all den Wochen nicht erblickt,außer den Madonnen,Gott vergib mir armen Sünder

Wanja setzte ein Lächeln auf

Sie ist am gleichen Tag verschwunden an dem sie aufgetaucht ist,wo sie hin will hat sie niemandem gesagt...aber besorgt war sie um euch,sogar sehr
Dimitri schaute misstrauisch und meinte dann nur

Du willst dich doch nur über mein Elend lustig machen und mich aufs Korn nehmen,hab ich recht...sag mir lieber,wie wir zu diesem Starez kommen,ich denke er ist das eigendliche Ziel meiner Reise


Wanja lies es sein und mit ein par Wegerklärungen machte Dimitri sich auf zum Berg der kleinen Birke,von dem ihm sein verstorbener Vater erzählt hatte.


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Letzte Änderung: 2011/12/04 14:52 von Dimitri Dolgoruki.
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Dimitri Dolgoruki

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Re:Wenn Russen reisen...      04.12.2011 17:39:32 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Der Weg war beschwerlich,es ging immer höher und höher...Dimitri fragte sich,wie man nur so hoch in den Bergen überleben könne,in völliger Einsamkeit.Aber dies war nicht seine Hauptsorge,vielmehr beschäftigte ihn ob der Starez ihn empfangen würde und wenn ja,was würde er ihm offenbaren,das all diese Strapazen wert war?

Endlich angekommen sah er eine einsame kleine Birke die sich im Wind bewegte und eine Gestalt saß davor mit dem Rücken zu ihm,in graue Gewänder gekleidet die schon bessere Tage erlebt hatten.Er ging auf diese Gestalt zu,doch diese gab keine Regung von sich bis

Halt ein junger Bojar,ich habe dich erwartet und du wurdest mir angekündigt

Der Starez richtete sich auf und drehte sich zu ihm hin.Eine Kapuze war über seinem Haupt und eine weiße Binde um seine Augen.Ein langer weißer Bart schmückte ihn und langes gewelltes Haar war zu sehen.

Ich weiß warum du gekommen bist,du musst eine Botschaft empfangen vom König des Himmelreichs an dein Volk,die ihr euch nennt Rus...die sie im Himmel heißen Israel,die Gottesstreiter!


Dimitri war verblüfft ob der Worte des Starez,er schien wirklich mehr zu sehen und wissen als ein Normalsterblicher.

Komm setzte dich zu mir,ich werde dir einige längst vergessene Geheimnisse verkünden und noch nie gehörtes über die Zukunft erzählen,was mir vom Allerhöchsten offenbart wurde.


Der Starez streckte die Hand aus,Dimitri kam näher und als sich der Alte setzte tat Dimitri das Gleiche.

Ich bin Dimitri Dolgoruki,Außenbojar des Zarenreichs,Außenbojar der Susdaler Rus,Metropolit der russisch-orthodoxen Kirche der Susdaler Rus...

Ich weiß,Sohn des Ironfist...wir wissen bestens bescheid über dich.Dein Vater hat mir von dir erzählt und er macht sich Sorgen um deinen Lebenswandel...doch ist er auch guter Hoffnung


Dimitri war jetzt noch mehr verblüfft,woher wusste er solches und konnte dieser seltsame alte Mann etwa mir verstorbenen kommunizieren?

Der Starez lachte,als ob er ihn verstanden hatte

Junger Dimitri Dolgoruki,mache dir keine Sorgen,solange du in Gott vertraust bist du in besten Händen und dein Vater ist vom Selben überzeugt.Also lass mir dir erzählen welche Bestimmung Russland in Gottes Plänen hat und welche Gefahren euch drohen,aber zuerst müsst ihr erfahren wo eure Wurzeln liegen,woher eure Abstammung herrührt.

Dimitri zögerte noch etwas

Ich weiß nicht woher du dies alles weißt und ob ich dir glauben kann,aber mein Herz sagt mir du sprichst die Wahrheit.Fahre bitte fort,wo liegt unsere Bestimmung,wie wird dieser Krieg enden,von wem stammen wir ab?

Aah der Krieg gegen die Häretiker aus dem Süden,da wirst du auch noch etwas zu hören...aber alles nach Reihe.Der Grund wieso man euch Russen im Himmelsreich Israel nennt,was soviel wie Gottesstreiter bedeutet, ist der,das ihr von den 10 verlorenen Stämmen Israels abstammt.Einst so wurde mir gesagt,wurde das Nordreich Israel das nicht gleichzusetzen ist mit dem südlichen Königreich Juda von dem kriegerischen Volk der Assyrer in Gefangenschaft geführt.Dort blieben sie,bis dieses Reich von Babyloniern,Medern und anderen Bergstämmen bezwungen wurde,weil sie weit und breit Furcht und Schrecken verbreiteten,die Rute Gottes gegen unbußfertiges Volk waren und schlussendlich nicht einsahen das sie nur ein Werkzeug waren und ihre Überheblichkeit sie zu ihrem Sturz verdammte.


Ihr wollt sagen wir sind Juden?Wie kann dies sein...

Nein,da liegst du falsch!Die Juden stammen von Juda ab,dem Haupt der 12 Söhne Jakobs.Ihnen wurde das göttliche Zepter zuteil,alle Könige stammen aus ihrer königlichen Linie,David,Salomon bis zu Jesus unserem Erlöser.Die 10 verlorenen Stämme Israels aber,sind bis zum heutigen Tage verschollen und ihnen wurde anderes verheißen!


Und der Engel des HERRN rief Abraham abermals vom Himmel und sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der HERR, weil du solches getan hast und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont, daß ich deinen Samen segnen und mehren will wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres; und dein Same soll besitzen die Tore seiner Feinde; und durch deinen Samen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden, darum daß du meiner Stimme gehorcht hast.


Ganz recht,Juda, du bist's; dich werden deine Brüder loben. Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Halse sein; vor dir werden deines Vaters Kinder sich neigen.
Juda ist ein junger Löwe. Du bist hoch gekommen, mein Sohn, durch große Siege. Er ist niedergekniet und hat sich gelagert wie ein Löwe und wie eine Löwin; wer will sich wider ihn auflehnen?
Es wird das Zepter von Juda nicht entwendet werden noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bis daß der Held komme; und demselben werden die Völker anhangen.
Er wird sein Füllen an den Weinstock binden und seiner Eselin Sohn an die edle Rebe. Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel im Weinbeerblut.
Seine Augen sind trübe vom Wein und seine Zähne weiß von Milch.


Verstehe,du willst also sagen,die anderen Söhne Jakobs sind keine Juden und alle sind sie verschollen?

Das ist das längst vergessenen Geheimnis,an das sich keiner mehr erinnern kann,selbst die Nachkommen dieser 10 Stämme nicht.Nachdem die Assyrer vernichtet wurden,wanderten sie zusammen mit ihren Israelitischen Gefangenen über den Kaukasus in die Steppe,wo sie mit den unzähligen Stämmen der Skythen verschmolzen und bis zum heutigen Tage ihre Herkunft geheim gehalten wird.Denn der Herr der Finsternis will über sie das gleiche Joch bringen wie über Juda,er will ihre Vernichtung wie von allem dessen Liebe Gott gehört...und deshalb muss ihre Herkunft vor ihnen selbst und der Welt geschützt werden,bis die Endzeit einbricht.


Aber wieso erzählst du mir dies alles?wenn es doch geheim gehalten werden soll,oder sind wir schon in der Endzeit?

Das kann ich dir nicht sagen,nur er weiß die Stunde und den Tag,aber es scheint,der Teufel hat irgendwie herausgefunden,dass sich die verschollenen 10 Stämme in dem Gebiet des heutigen Russlands aufhalten sollen,vielleicht nicht alle Stämme...aber ein Teil von ihnen.Genau dies ist der Grund wieso er seine Heerbanner gegen das Zarenreich aufrichten lässt.Wundert es dich nicht,das euch zuerst die Heiden des Nordens mit all ihrer Macht heimsuchten,die den Dämon Odin anbeten?Dann kamen die Anhänger des falschen und lügnerischen Propheten aus der Wüste zu euch,jedoch wurde ein Hacken in ihr Maul gelegt und sie wurden herumgelenkt die dunkle Macht Russlands heimzusuchen,die sich selbst Moskowiter nennen.Und gerade jetzt seid ihr im Krieg mit den den Häretikern aus Ostrom und ihren Anhängern aus Bulgarien,Makedonnien und weiß der Teufel selbst,wer noch.Dies ist kein Zufall,sondern ein Plan finsterer Mächte gegen das Zarenreich und dies ist längst nicht das einzige was gegen euch vorbereitet wird.

Dimitri war schockiert und musste einen Moment seine Gedanken sortieren um das das alles zu verdauen


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Dimitri Dolgoruki

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Re:Wenn Russen reisen...      05.12.2011 18:28:38 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Höre mir jetzt genau zu,nicht nur äußere Feinde bedrohen die Susdaler Rus und das Zarenrenreich insgesamt.Ein längst vergessenes Übel hat sich in Susdal eingenistet,in einem Mann dessen Herz aus Stein ist,der Verantwortung und Macht in seinen Händen hält.Dieses Übel hat seinen Ursprung im Herrschaftsgebiet des falschen Propheten,aber es ist viel älter und bösartiger als dieser.Du musst dir gewahr werden,das es deine Aufgabe sein wird dieses Übel zu finden und seine Ausbreitung in eurem Reich zu stoppen.Es ist wie Gift einer Schlange,wenn du zu lange wartest wird jede Rettung zu spät kommen.Dein Herz hat Wärme,es lebt da es für das göttliche Licht offen und zugänglich ist,nicht aus Stein und verhärtet...daher wurdest du auserwählt,nicht nur wegen deiner Position im Reich,sondern weil dein Herz resitent ist gegen seine Lügen und Gotteslästerungen.

Und ein weiteres will ich dir offenbaren,es scheint der Feind ist übermächtig,aber ich sah den Engelfürsten über Russland!3 mal sah ich Gabriel und 1 mal Michael,mächtige Erzengel...aber der Engelfürst über Russland,stand ihnen in nichts nach...er war wie aus Blut,wie aus Feuer...völlig Rot!Er hat die Macht des Blutes,die Macht des Feuers!Christus stand neben ihm,ich glaube es gibt 7 Erzengel und der Engel über Russland,über eurem Reich ist einer davon.

Wie,du meinst er hat die Macht des Blutes Christi,der Märtyrer?

Er hat die Macht des Blutes und des Feuers,er ist sehr,sehr mächtig...ich sage dir,der Herr der Finsternis fürchtet ihn sogar und er hat allen Grund dazu.Aber höre weiter,ich sah auch eine rote Armee aus Russland kommen,mit einem roten Kreuz aus Blut auf ihren Heerbannern.Sie stießen tief nach Süden vor,ich sah den Torengel über den baltischen Fürstentümern,über Finnland und irgendwie hatte Schweden auch etwas damit zu tun.Dies ist ein niederer Engel,kein Erzengel...er dient allein dazu das Tor für Russland nach Europa zu sein.Es wird die Zeit kommen,da dieses rote Kreuz im Süden und Westen triumphieren wird.Es ist nicht das Tatzenkreuz der Templer,die insgeheim anderen Mächten dienen.Es ist das wahre Kreuz des Glaubens!

Aber was soll ich mit diesem Wissen tun,wer wird mir glauben?kann ich selbst dem glauben schenken...


Du wirst,deshalb hat man dich auserwählt...und du wirst wissen was zu tun ist,wenn der Zeitpunkt da ist.


Das Gespräch ging noch einige Zeit länger,der Alte erzählte ihm über die Petschenegen,die in Wirklichkeit Steppennomaden waren die den judischen Glauben angenommen haben um so an deren Segen zu kommen.Aber diese List wird ihnen zur schweren Last und sie werden ersticken unter ihr...was gewesen war ist nur der Anfang vom Schlimmeren.Noch so einige verblüffende Sachen erfuhr er,aber dies soll hier nicht thematisiert werden.


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Alessia von Drachenfels

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Re:Wenn Russen reisen...      05.12.2011 22:10:58 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Alessia hatte sich nach ihrer Ankunft gut bei der Zarengarde eingelebt und einige Schlachten gegen Byzanz mit ihr gefochten. Jedesmal, wenn sie in den Kampf zog, sah sie ein eisblaues Augenpaar vor sich und sie kämpfte wie ein Berserker, weil sie den Mann, dem diese Augen gehörten, unbedingt wiedersehen wollte.
Sie war unter den Feinden gefürchtet, wenn sie wie ein dunkler Racheengel, das hüftlange pechschwarze Haar, wie eine Standarte hinter ihr herwehend, auf ihrem schwarzen Ross das Schwert schwingend, heranpreschte.

Inzwischen war etwas Ruhe eingekehrt und man war zurück in Susdal. Sie liebte dieses Land, in dem sie ihre Sprache wieder sprechen konnte und in dem die Menschen von gleichem Schlag wie sie waren und niemand sie führ ihr hitziges Temperament tadelte.

Es war Abend und die Ritter saßen am Lagerfeuer und erzählten sich Begebenheiten von den Kämpfen gegen Byzanz. Alessia ging in ihrem schwarzroten Wappenrock an den Feuern entlang, wie immer trug sie die goldene Kette mit dem schwarzen Drachen an ihrem Hals und an ihrem Ringfinger steckte ein goldener Siegelring mit dem Kopf eines Drachen. Ihre Wangen schimmerten sanft im Schein der Feuer, die ihren meerblauen Augen einen geheimnisvollen Glanz verliehen. Der getreue Grigori folgte ihr wie ein Schatten. Ihre langen Locken trug sie offen und obwohl sie mit ihren langen Beinen kräftig ausschritt, war ihr Ganz graziös.

Herrin, hört auf zu laufen, wo seid ihr nur wieder mit euren Gedanken

hörte sie wie von weither Grigori sagen.

Setzt euch doch an eines der Feuer und lasst euch ein wenig ablenken. Ich werde inzwischen umkehren und noch einmal nach den Pferden sehen.

Im Stillen mußte sie Grigori recht geben, sie sah sich nach ihm um und nickte ihm zu.

Lass gut sein, Grigori, ich werde deinem Rat folgen.

Sie winkte ihm, sich zu entfernen und machte an dem nächsten Feuer halt, um sich dazuzugesellen.
Die Männer, die hier saßen, waren schon recht gut gelaunt, was wohl an ihrem Wodkakonsum liegen mochte und hießen sie mit einem Becher davon willkommen. Schnell noch wurde ihr eine Decke zugeschoben und lächelnd ließ sich Alessia unter ihnen nieder und lauschte ihren Geschichten von den Schlachten, die sie zusammen gekämpft hatten und nun ein wenig aufgebauscht wiedererzählt wurden. Sie ließ den langen Vorhang ihrer Haare in ihr Gesicht fallen und es fiel ihr schwer, sich von ihrer Nachdenklichkeit zu befreien.

Was mochte wohl aus dem blonden Hünen geworden sein, den sie auf ihrem Weg zur Zarengarde beim Kloster getroffen hatte?


 
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Dimitri Dolgoruki

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Re:Wenn Russen reisen...      06.12.2011 22:44:52 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Es waren Monate vergangen seit den Ereignissen um das Kloster herum,erzählt hatte er aber bisher kaum jemandem davon.Er musste es auch eigendlich nicht,hatte er doch Wanja bei sich der dies mit großem Eifer für ihn übernahm...zum Glück wusste diese Plaudertasche nichts von den Prophezeiungen,so war ihm dies zumindest ersparrt.Er wurde zwar immer wieder danach gefragt ob es stimme,was dieser Wanja erzähle,darauf einsteigen mochte er aber nicht wirklich.Zuerst musste er selbst begreiffen was denn eigendlich geschehen war und dies dauerte zu seinem Leidwesen all zu lang.So verdrängte er das,was er nicht verstand,doch an diesem einen Abend sollte alles nochmal hochkommen und ihn daran erinnern,an das Schöne und das Schreckliche was er auf seiner Reise erlebte und erblickte.

"Zar,wir sind froh das ihr doch noch zu uns stoßen konntet...so ward ihr und allein schon eure Anwesenheit Anstoß genug um uns diesen Sieg gegen Byzans zu hollen,denn was ist schon eine Zarengarde ohne einen Zaren an ihrer Spitze?"


Dimitri lächelte bei diesen Worten und fasste Tzwenson an der Schulter,gebäugt an sein Ohr flüsterte er

"...ihr müsst wissen,ich hatte eine Vorahnung...oder wie soll ich es besser ausdrücken,als ihr mir dieses Kloster empfohlen habt und auf der Reise dorthin traf ich einen weisen Mann...mit außergewöhnlichen Fähigkeiten in die Zukunft zu blicken."


Der Zar schien etwas verwundert,aber auch neugierig was ihm da sein Außenbojar auftischte

Er sagte mir,wenn der alte Löwe das Schlachtfeld auf eigenem Boden betreten wird,dann werden sie alle zu Löwen und des Eunuchen Vormarsch wird stoppen"


Der Zar schaute Dimitri ernst an und Dimitri den Zaren und beide fingen sie an lauthals zu lachen,wie aus dem nichts.So sprach,sang und aß man zusammen.Es war gesellig an diesem Abend,alle Anspannungen der letzten Wochen und Monate waren wie hinfort.Dimitri hatte mit einer Entenkäule zu tun,als plötzlich so gar unerwarteter Besuch erschien.

Eine junge Frau,so schön das es ihm die Sprache verschlug...aber nicht nur das,nein,er fühlte sich zurückversetzt an den Tag als er sie zum ersten mal erblickte.Die Entenkeule fiel ihm aus der Hand und die Hand bewegte sich zu seinem weit aufgesperrten Mund mit Entenresten.Der Zar starrte ihn missbilligend an,ob der Unbeherrschtheit.Nun gut,sie hatten alle reichlich getrunken und beide waren keine Vorbilder in Sachen Manieren in gegebener Stunde,aber solches vom Metropoliten,vom Außenbojaren wegen einer Frau?...er verstand nur nicht,das es doch viel mehr war als das Bestaunen einen jungen schönen Frau,in Dimitri kam etwas hoch was er unter großen Anstrengungen hatte versucht zu verdrängen,vor der Welt zu verstecken und vor sich selbst...und nun brachte sie alles wieder hoch.Was passierte hier grad? ging es ihm immer wieder und wieder durch den Kopf.

Sie setzte sich ans Lagerfeuer und schien ihn erst in der Menge der Gesichter nicht zu bemerken,hingegen war Dimitri nur auf sie fokussiert alles vergessend um sich herum.Langsam fing er sich,entschuldigte sich wegen dem verschwendeten Essen und wurde sehr still,wirklich sehr still und zurückhaltend.Würde sie ihn bemerken und wenn ja,würde sie ihn erkennen und was würde sie dann tun ?Es war das Beste so entschied er,ihre Reaktion abzuwarten,denn vielleicht war er ihr nie begenet und alles nur Hirngespinste eines dem Tode nahen gewesenen.


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Re:Wenn Russen reisen...      07.12.2011 16:50:47 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Als Alessia langsam ihren Kopf hob, ihr Haar zurückwarf und sich in der Runde umsah, erstarrte sie.
Eisblaue Augen sahen sie an. Es waren genau die Augen, nach denen sie auf den Schlachtfeldern solange gesucht hatte.

Eine zarte Röte überzog ihre Wangen und die Welt um sie herum versank wie in einem Nebel.
Da war der blonde, hünenhafte Mann, dem sie auf ihrem Weg zur Zarengarde beim alten Kloster dem Tode nahe getroffen hatte. Sie sah nur ihn und nahm nicht wahr, daß ihr Zar neben ihm saß.

Sie wusste nicht, wieviele Gebete sie um seine Genesung zum Himmel geschickt hatte und immer hoffte, daß er ihr gesund wiederbegegnen möge. Als ihn damals die Mönche ins Kloster schleppten, wußte sie ihn gut versorgt und hatte nicht die Zeit, zu verweilen.

Sie nahm wahr, daß er sich beinahe am letzten Bissen einer Entenkeule, die er in der Hand hielt, verschluckte, als er ihrer gewahr wurde. Doch nicht nur Bewunderung sah sie in seinem Blick, sondern auch so etwas wie Erschrecken, was sie nicht zu deuten wußte.

Sie war eine stolze, schöne Frau und wußte nicht, was ihn an ihrem Anblick in Schrecken versetzte.
So wandte sie mit Mühe den Blick von seinen Augen, in denen sie beinahe zu versinken drohte und sah nachdenklich auf den Becher in ihrer Hand.

Alessia, benimm dich nicht wie ein kleines Kind, was an dir könnte einen Mann wie ihn schon erschrecken?, sagte sie zu sich, dann hob sie ihren Becher, sah ihn wieder an und prostete ihm zu.

Ich freue mich, euch gesund wiederzusehen, sagte sie mit ihrer etwas tiefen, doch wohlklingenden Stimme und schenkte ihm ein Lächeln, das wohl Eisberge zum Schmelzen gebracht hätte, wären welche in der Nähe gewesen.


 
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Aaron von der Aue: Fremde Völker bringen mir dieses Spiel näher. Danke dafür. und nu Gute Nacht
Aaron von der Aue: worauf es in diesem spiel ankommt und wie man das spiel kennen lernt.
Aaron von der Aue: Naja, Du bist wahrscheinlich gerade anderweitig unterwegs. Ich jetzt auch ins Bettle. Nur ist mir fremd warum ein Abdul und Du mir hier Vorwürfe macht. Ich war wochenlang Mitglied in einem Volk welches mir nicht einmal gehofen hat oder mir gezeigt hätte w
Aaron von der Aue: fändest du es toll wenn ein Graf ein gerade rausgeschmissenes Jungmitglied unter (ich habe gelern) Beobachtung stellt? Das wirft doch kein gutes Licht auf dein Volk oder?
Aaron von der Aue: ich habe noch nicht geschaut welche Position du in deinem Volk hast. Ich gehe aber davon aus eine hohe, da du dich so ins Zeugs legst
Aaron von der Aue: ich will nur dass die führung weiss was die grafen eigenwillig machen
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