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Grün und Gold 13.12.2011 22:27:28 --- 5 Monate, 1 Woche her
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1.11.1072 Schwarze Herzlande – Epirus - Makedonien
Die Tür flog mit einem Knall auf, eine junge Kriegerin stürmte herein und rief aufgeregt: „Fremde Schiffe am Horizont.“ Stadtkommandant Conner, blickte von dem Brief auf, den er gerade mühevoll schrieb. Liebend gern ließ er sich jedoch von dieser Aufgabe abhalten: „Unter welchen Bannern segeln sie?“ fragte er. Verunsichert schaute ihn die junge Makedonin an. „Das weiß ich nicht, niemals zuvor sah ich diese Farben vor unseren Küsten“ Er warf noch einen Blick auf den angefangenen Brief, wandte sich dann aber zur Tür und meinte: „Die Sache sehe ich mir selbst an.“
Als sie später mit ihren Pferden auf den Klippen standen und das Schiff dicht vor der Küste erspäht hatten, musste Conner lachen. Grün und Gold. Die Farben kannte er aus der kalten Heimat Angelien. „Das sind Paddys“ meinte er grinsend und blickte in die ratlosen Gesichter seiner Begleiter „Iren!“ ergänzte er. „Hoffentlich sind es Händler, die Waren von der Insel dabei haben, dann kommt ihr Grünschnäbel vielleicht mal in den Genuss eines richtigen Ales.“ Die Sache machte ihn neugierig. Iren, so fern der Heimat ? Dennoch schickte er Boten los, um die Iren zu melden. Es mochte sein, dass es nur ein Kundschafter einer größeren Flotte waren.
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Re:AGEMA HELIOS - Makedonische Geschichten 13.12.2011 22:45:21 --- 5 Monate, 1 Woche her
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Zur gleichen Zeit - weit weg von zu Hause
Der 'Zorn des Olymp' war kurze Zeit auf See - aber lang genug, um wieder nüchtern zu werden. Niemandt und seine Mitstreiter schärften auf dieser Überfahrt ihre Waffen - sie waren kampfbereit als sie an Land gingen, aber alles war ruhig.
Die alten, erfahrenen Krieger erzählten Anekdoten und lehrten Taktik und Kriegskunst, wenn der Heerestross länger als sechs Stunden Rast machte. Unser junger Held war ein guter Zuhörer - ob er allerdings aus den Lehren seine Schlüsse zog, konnte noch nicht mal der anwesende Kanzler erahnen. Und in der Tat fehlte ihm sein Ziehvater Protoasekretes Blackheart und seine Gattin Ileana. Sie waren es, die ihm das Kriegshandwerk beigebracht und in den ersten wichtigen Schlachten begleitet hatten.
Hier war er nun unter Gonzobald o Kiknos' - einige nannten ihn den Schwanenritter - straffer Führung dessen Heeresleiter...
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Letzte Änderung: 2011/12/13 22:49 von Niemandt von Keinesphaals.
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Re:AGEMA HELIOS - Makedonische Geschichten 14.12.2011 17:59:37 --- 5 Monate, 1 Woche her
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Einige Tage später, in einem weiteren Heerlager...
Der Bäuchige war zurück von seiner Unterredung mit dem Basileos.
Er hatte seinem König bereits seit einiger Zeit als Heerführer gedient, doch nun hatte der Herr ihm eine neue Aufgabe bestimmt.
Er war nicht wenig überrascht gewesen, als der Basileos ihn zum Verantwortlichen für die Belange unfriedlicher Makedonen in Nicht-Makedonien und die Belange unfriedlicher Nicht-Makedonen in Makedonien ernannt hatte. (Eckhard neigte manchmal dazu die Dinge zu verkomplizieren.)
Nun jedenfalls hatte Ben alle Hände voll zu tun sich durch die vielen Dokumente zu wühlen die er von Ileana geschickt bekommen hatte.
Glücklicherweise war diese nicht der "weltberühmten" makedonischen Ordnungswut verfallen und so konnte er sich Stück für Stück ein Bild von der Lage machen...
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Re:AGEMA HELIOS - Makedonische Geschichten 17.12.2011 00:05:51 --- 5 Monate, 1 Woche her
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Irgendwo, kurz vor dem Ural
Schnee mehr Schnee dann etwas eiskalter Wind. Ab und an eine trostlose Gruppe Birken als Höhepunkte des Lebendigen.
Eckhard wollte verächtlich ausspucken aber die Flüssigkeit gefror schon bevor sie zur Gänze seinen Mund verlassen hatte. Es war unglaublich das jemand hier freiwillig wohnte. Obwohl wohnen es nicht wirklich traf was diese gramgebeugten Kreaturen dort taten.
Eckhard lies es sich nicht nehmen, den Angehörigen derjenigen Bauern, die es an Einsicht darin fehlen gelassen hatten, ihre Quartiere den Makedonen kampflos zu überlassen, einige warme Worte zu spenden. Er hoffte bei ihnen damit Begeisterung für eine Widerannäherung der verschiedenen Orthodoxen Richtungen zu wecken.
Allerdings hatte er eine leichte Ahnung, das diesen braven und nunmehr kurz vor dem Geburtstag unseres Herrn Jesus Christus obdachlosen Gestalten, ein wenig das Interesse abging für die Belange der Orthodoxie.
Zudem beunruhigte ihn das es kaum mehr Nachriten aus der Heimat gab. Ihm war unklar wer gerade gegen wen die Fäden zog. Oder ob es schon Stricke waren an denen gezogen wurde.
Das war nicht gut für einen Makedonen in seiner Position. Der Wahrheit die Ehre, war es für keinen Makedonen empfehlenswert nicht alle potenziellen Konkurenten im Auge zu behalten.
Warum nur hatte er, in einer schwachen Stunde zugestimmt Cain Blackheart und Ileana Hippokephalos in der Heimat die Verteidigung zu übernehmen. Er dachte zwar ihnen mit Mogelvogel einen ausreichenden Widerpart entgegengesetzt zu haben, hatte dabei aber Cains Verbindungen zu den Ungarn nicht bedacht.
Auch sein Dreh Ileana Blitzartig ihres Postens zu berauben um Ben den Bäuchigen zu instalieren konnte sich noch als Fehler herausstellen sollte es diesem gelingen wieder in Kontakt zum Geflügelritter Gonzobald zu treten.
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Re:AGEMA HELIOS - Makedonische Geschichten 17.12.2011 19:45:59 --- 5 Monate her
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Kurz vor der Jahreswende
Der 'Zorn des Olymp' kämpft bis zur Besinnungslosigkeit. Der Gegner ist ein eiskalter Wind, der den Kriegern das Leben schwer macht. Die weite Steppe liegt schneebedeckt vor ihnen.
Ohne Schutz vor diesem Wetter hatten sie vor einigen Tagen die Geburt Jesu Christi gefeiert, allerdings wurde der Alkohol drastisch rationalisiert, um ein Auskühlen der Körper zu minimieren. und einige Lagerfeuer, die unter den schneebehangenen tiefliegenden Ästen entfacht wurden, waren vom herunterfallenden Schnee gelöscht worden, was wiederum die anwesenden Ritter erzürnte und einigen Knappen heiße Ohren bescherte.
Wehe nun dem Feind - denn die Laune der Kämpfer ist gnadenlos
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Re:AGEMA HELIOS - Makedonische Geschichten 20.12.2011 23:54:10 --- 5 Monate her
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Schnee.
Schnee
Endlich in Susdal. Erkennen lies es sich allerdings nur daran, das statt einer ausgezehrten Ziege im windschiefen Stall - wie überall sonst auf ihrem Vormarsch - hier nur ein Bild des Zaren an jenem Ort hing. Ansonsten das gleiche trübe Bild.
Aber immerhin sah man nun auch echte Ritter Susdals. Also voran ins Wespennest. Sollten sie diese Schlacht auch verlieren - wenigstens konnte man hoffen dabei warm zu werden. Das erstemal in diesem Feldzug seit der Schlamm und die Mücken nicht mehr plagten.
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Re:AGEMA HELIOS - Makedonische Geschichten 21.12.2011 13:45:11 --- 5 Monate her
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Makedonien, Anfang 1073
Doch, Ileana war sich sicher, dass der Schrank ihr letzten Endes einen großen Gefallen getan hatte... Sie nippte an dem angewärmten Hippokras. Schon im Spätsommer hatte sie ihre Versetzung von der Front im Nordosten in die Heimat in die Wege geleitet, weil sie es ihren Kindern nicht zumuten wollte, den Winter im Heerestross weit im Norden zu verbringen. Eckhard der Schrank hatte sich außerordentlich verständnisvoll und einfühlend gezeigt und dann sogar, noch bevor sie diesen Punkt ansprechen konnte, wie selbstverständlich vorgeschlagen, dass Cain seine Familie in die Heimat begleiten solle.
Als dann wenig nach ihrer Rückkehr nach Makedonien eine Verfügung vom Schrank kam, der sie beide kurzerhand ihres Amtes enthob, da der Krieg von den Protoasekretes die Anwesenheit im Feindesland verlange, hätte sie dem Verwahrer die Krone am liebsten .... - eigenhändig! Sein Glück, dass er so weit im Osten war.
Einen höflich-zornigen Briefwechsel später, gespickt mit Andeutungen dunkelster Drohungen, was Eckhard und bestimmte Ereignisse in seiner Vergangenheit anbetraf - hier fischte Ileana etwas im Dunkeln, aber dank ihrer intensiven Studien der letzten Zeit und einiger wertvoller Hinweise Sias gelang es ihr offensichtlich die richtigen Punkt zu treffen. Jedenfalls dürfte es kaum an dem Hinweis gewesen sein, dass auch die Heimat nicht gänzlich ohne Autorität gelassen werden dürfe, mit dem sie schließlich erreichten, dass Cain Protoasekretes blieb und alle damit verbundenen Rechte und Bequemlichkeiten behielt.
Doch was Ileanas Aufgaben anbetraf hatte Ben der Bäuchige nicht nur ihren Titel sondern, wie ursprünglich lediglich geplant, auch ihre Tagesgeschäfte übernommen. Es war ruhig hier, im Heimatland. Der Besuch der Iren und Sarazenen und die Reisen nach Ungarn und Epirus waren zwar willkommene Abwechslungen, trotzdem wurden ihr die Tage lang. Fast vermisste sie die abgekämpften und erhitzten Gesichter bei den Beratungen im Kerzenschein und die eilig verfaßten Nachrichten, mit denen verdreckte Boten auf halbtoten Pferden einen nachts aus dem Schlaf rissen...
Sie beglückwünschte sich dazu, wenigstens Niemandt, der seit dem Kreuzzug fast so etwas wie ein Familienmitglied für sie geworden war, und seinen treuen Achilleas im Norden gelassen zu haben. Diese versorgten sie regelmäßig mit den neuesten Nachrichten - unabhängig von den wenigen offiziellen Berichten, die vom Schrank oder dem Schwan die Heimat erreichten. Allerdings hatte Niemandt eine ziemlich eigene Vorstellung davon, was einen Bericht lohnte und was nicht und je mehr Ileana sich bemühte, durch Nachfragen mehr zu erfahren, um so wirrer wurden die Briefe. Also ließ sie es bleiben und bat einfach immer weiter um Berichte und machte sich ihren eigenen Reim auf die Dinge, die sie da laß.
Einen Vorteil hatten Niemandts Berichte - sie machten es erträglicher, untätig zu hause zu sitzen, während die anderen Ritter im Nordosten das Schicksal in der Hand hatten. Denn obwohl es inzwischen auch in Makedonien winterlich kühl war, gefroren hier keine Flüsse, noch versank das Land (und man selbst) im Schnee. Und Trockenfisch mußte sie auch keinen essen. Schaudernd in der Erinnerung an den Geschmack, nahm Ileana zwei von den gefüllten Wachteleiern, eins steckte sie sich selbst in den Mund, mit dem zweiten fütterte sie Cain, der neben ihr in dem heißen Bad vor sich hingedöst hatte. "Hm, wir sollten uns langsam um das Turnier in Kaisareia kümmern..." nahm sie ihr träges Gespräch über das, was als nächstes zu tun war, wieder auf. "Eckhard schrieb zwar, dass Marius vom Kreuze und seine Ritter noch länger im Norden bleiben wolle, aber was von seinen Berichten zu halten ist... Naja, und die Sache mit der Seepatroullie könnten wir auch in Angriff nehmen." Cain brummte nur faul.
Und sie selber würde sich um ihr Fortkommen kümmern. Die alte Agema Helios wiederbeleben, um die es in den letzten unruhigen Jahren doch etwas still geworden war... Doch, auch in der Heimat gab es einiges zu tun. Nachdenklich betrachtete sie Cain, der sich nie viel aus den Soldatenrängen gemacht hatte. Dabei hätte er das Zeug zu einem Epistharchos. Wenn er erst einmal den höchsten Rang der Eliteeinheit bekleidete, könnte ihnen der Schrank getrost gestohlen bleiben, Verwahrer der Krone oder nicht. Sie nippte am Wein. "Liebster, hast Du schon mal darüber nachgedacht...."
Doch, der Schrank hatte ihr einen großen Gefallen getan.
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Letzte Änderung: 2011/12/21 13:51 von Ileana Hippokephalos.
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Re:AGEMA HELIOS - Makedonische Geschichten 21.12.2011 16:00:09 --- 5 Monate her
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Innerhalb der Grenzen Makedonien machte das Heer sogar einen kleinen Umweg, um an einer riesigen Baustelle vorbei zu ziehen, wo erste Arbeiten für den Bau eines Gotteshauses zu Ehren der heiligen Larissa begonnen hatten. Cain machte keinen Hehl aus seiner Missbilligung dieser ganzen Verschwendung von Ressourcen. Als er gar einmal verächtlich ausspuckte, zog er allerdings sehr viel böse Blicke auf sich.
Endlich hatten sie die makedonische Burg erreicht und richteten sich in ihrem alten Quartier ein. Ileana wurde dort überraschend als Kanzlerin durch eine Bulle Eckhardts vorerst von all ihren Ämtern enthoben. Diese rigorose Entwicklung kam dann doch ein wenig unerwartet, aber sie vermuteten, dass sie dem Basilius zu mächtig geworden waren und Cain ihm mit seiner larissakritischen Einstellung schon lange ein Dorn im Auge war. … Zähneknirschend nahmen sie diese Entwicklung vorerst hin, doch abfinden wollten sie damit keinesfalls. Zudem sollte auch Cain sein Befehl über das in die Heimat zurückgekehrte Heer abgeben, doch er schaffte mit dem Hinweis auf starke Heeresbewegungen vor den Küsten und Unruhen in den südlichen Gebieten, die Kreuzritterland waren, sich ein Rumpfheer unter seinem persönlichen Kommando zu erhalten. So wurden also die verbleibenden Truppen auf der Makedonischen Burg noch einmal geteilt. Cain behielt seinen Kämpfer im Truppenverband der Speere von Athos, ein Heeresname, wie Ileana und er seit je her ihre Heere betitelt hatten.
Zunächst zog ihr kleiner Verband nach Herzegowina, um dort an der Küste zu sichern. Ganz nebenbei sorgte Cain auch dafür, dass der Tross durch das Hauptproduktionsgebiet des ungarischen Palinka zog. Weil ihre Marschverpflegung sehr überraschend verdorben war, musste dort sein Heer neuen Proviant kaufen. Natürlich zu Lasten der makedonischen Staatskasse, auf der der Schrank immer noch wie eine Glucke saß. Weder Cain, noch Ileana, noch Mogelvogel oder dem Schwanenritter war es bisher gelungen einen Fuß in die Tür für das Amt des Schatzmeisters zu bekommen.
Nach dem Aufenthalt in Herzegowina ging es dann endlich ging es über die Burg zurück nach Epirus und somit in die schwarzen Herzlande. Viel Zeit war vergangen, seit sie das letzte Mal persönlich hier gewesen waren. Cain kamen viele Erinnerungen, als er so neben Ileana mit seinem Tross Einzug hielt. Damals vor vielen Jahren waren sie nur zu fünft oder sechst gewesen wie sie in die Senke des Küstentals, aus einem wilden Olivenhain kommend, geritten waren. Damals, als er sie das erste Mal hierher geführt hatte, war es nur eine Siedlung gewesen, die im südländischen Stiel gebaut war und sich terrassenförmig rund um einen Marktplatz erstreckte. Es war kurz nach einem massiven Angriff der Franzosen gewesen und die Spuren der Besatzer waren noch deutlich erkennbar gewesen. Die Siedlung bestand nicht aus viel mehr als der üblichen Ansammlung kleiner Ackerbau- und Viehzuchten, einem kleinen Sägewerk, einer Schmiede, einem Steinbruch und ein sehr großes Gasthaus. Am östlichen Ende der Siedlung waren die Bauarbeiten für ein Gestüt erst begonnen worden. Der nördliche Teil der Siedlung wurde damals noch von einem Kastell dominiert, das noch auf die Zeit der Expansionen des römischen Imperiums zurück zu führten war. Die Garnison, die aus hellem Stein erbaut war, diente damals schon als Kasernen für die schwarze Garde und die Kommandantur war ebenfalls schon hier untergebracht. Am Kastell vorbei führte eine breite, befestigte Straße von Norden nach Süden, die die Siedlung der Länge nach teilte. Diese Straße, die eine wichtige Pilgerroute nach Attike darstellte, von wo aus viele Reisende sich ins Heilige Land ausschifften, war heute befahrener denn je. Die Siedlung, die mittlerweile zu einer voll ausgebauten Stadt mit Stadtrecht herangewachsen war, verdankte vor allem dieser Lage an der Pilgerroute ihren Aufstieg.
Während sie durch die Stadttore ritten, meinte Cain zu Ileana: „ metaxeus hatte ja immer von den fortschritten geschrieben, aber es so gewaltig vor sich zu sehen,…das ist doch etwas ganz anderes. komm, ich bin gespannt darauf meine stadt zu erkunden,“ meinte er mit einem Grinsen im Gesicht wie ein kleiner Junge zum Fest der Geburt des Heilands.
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Re:AGEMA HELIOS - Makedonische Geschichten 22.12.2011 13:50:17 --- 5 Monate her
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im Nirgendwo des Bösen, auf einer Scholle von Freunden, im Beginn des Frühen Jahres 1073
Niemandt machte sich große Sorgen um Makedonien, seitdem ihm verschieden Berichte erreichten. Achilleas hatte ihm die Schreiben vorgelegt: aus der Krajina von Aigis, vom Verwalter seines Lehen Niemandtsland und dem Brief Agathas, aus dem Achilleas zitierte.
der Verwalter schrieb mit grobschlächtiger Schrift::
QUOTE:
An
Niemandt von Keinesphaals
Baron von Niemandtsland
Heerführer des 'Zorn des Olymp'
Suchender nach Sinn und Verstand
Meistertrinker des makedonischen Roten
Geehrter Herr,
Ich darf Euch mitteilen, daß euer Lehen gedeiht und die Taverne wohl besucht wird.
Es stehen bereit: etliche Behälter des köstlichen makedonischen Roten, Schläuche,
gefüllt mit vorzüglichem Weiswein und ein ungarisches Gesöff, wovon hier allerdings
einige krank wurden.
Auch von Aigis soll ich Euch berichten, daß an seinem Arbeitsplatz, der Baustelle,
komische Vögel auftauchten, denen er aber eine Erscheinung vorspielen konnte...
Viele Reiter seien auch durch die Krajina gezogen, gar verschiedene Heere hätten
sich dort umgeschaut
Der Zahnlose, sein Vater, meinte, daß seine Frau jetzt öfter im Wald sei, als sonst,
und dies eigentlich ein Zeichen für schlechtes Wetter oder Unruhen sei.
In der Taverne wird weiterhin erzählt: es soll eine Kanzlerin abgesetzt worden sein - deren
Name der Zahnlose allerdings vergessen oder nicht verstanden habe...
Dann soll der Patriarch und Basileus, Eckhard der Schrank, SIlber in nicht unbedeutender
Menge an sich genommen haben und sich auf der Flucht Richtung Susdal befinden.
Auch soll er wohl 20 Amphoren Palinka dabei haben
gezeichnet:
Geitskrahgän
Verwalter des Lehen Niemandtsland
Als Niemandt das las, mußte er seufzend einen großen Becher makedonischen Rotwein in sich hinein schütten.
Sollte der Schrank wirklich auf der Flucht sein? und ist dann diese große Schlacht, an der er hier teilnehmen wird, ein Ablenkungsmanöver des Fuchses?
Ach wären nur Protoasekretes Cain Blackeart und die große Strategien Ileana Hippokephalos hier bei ihm...
An Gonzobald o Kiknos traute er sich nicht zu wenden. Keiner wusste so genau, in welchen geheimen Bünden er seine Finger hatte und welche Messer er gegen wen wetzen würde...
Schnell trank er noch einen großen Becher Wein.
Ob auch Gonzobald o Kiknos mit den Susdalern gemeinsame Sache machte?
Oder wird Makedonien in einen Bürgerkrieg zerfallen?
Ist der Basileus vielleicht sogar ein sizilianischer Söldner?
Wird Niemandt je seine Heimat wiedersehen?
Achilleas saß neben ihm und erzählte von seiner lieben Agatha, irgendwas von Kindern...Niemandt hörte ihm nicht aufmerksam zu, denn er machte sich Gedanken über Sinn und Zweck des Lebens. Sein Amulett kam ihm wieder in den Sinn... der Bote dieser Brunhilde von Makos...von dem hatte er auch nichts mehr gehört. Vielleicht war sogar das ein Ablenkungsmanöver...gehörte sie nicht zu diesem Vatikanleuten? war sie Teil des Plans?.....
Unser Held wieß Achilleas an, diese und jene Fragen auszuformulieren und einem Boten - am besten jenem, dem die Zunge fehlte und somit kein Geheimniss ausplaudert - noch eine Handvoll Silber und ein Ersatzpferd mitzugeben. Dieser könnte in zwei Monaten im Herzland sein, Cain und Ileana treffen, und so Gott will, im Sommer wieder mit einer Antwort hier erscheinen....
Ein Läufer des Protoasekretes Gonzobald o Kiknos' kam, und brachte dem Heerführer neue Befehle. Nun war es also so weit...
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Letzte Änderung: 2011/12/22 13:53 von Niemandt von Keinesphaals.
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Re:AGEMA HELIOS - Makedonische Geschichten 23.12.2011 14:39:32 --- 5 Monate her
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Perm - Ende März 1073
Perm, oh Perm, du wu-hu-hunder-bah-ha-rääää...
grölten zwei, drei Einheimische, als Niemandt und Achilleas die Kaschemme betraten - hier war es ja wie zu Hause in den Tavernen - sehr gut! Sie bahnten sich ihren Weg durch die im Stehen trinkenden Männer und erreichten den Tresen, an dem sie mit Zeichensprache jeweils einen großen Becher 'Getränk' bestellten. In ihren dreckigen, teilweise zerissenen Chitons fielen sie nicht auf, und so konnten sie Wortfetzen eines Gespräches der neben ihnen stehenden makedonischen Knappen, oder Stallburschen - oder was auch immer sie waren - mithören.
Der eine war wohl doch der Hilfsknappe des 'Chef des Stabes für die Beobachtung der Kräfte und Vorhaben der Heere der Nichtmakedonen', und der will gehört haben, wie wohl einer der Spezialisten seines Herrn und der Basileus eine Geheimbotschaft entschlüsselten und sich stritten...
Wie auch immer.
Der Hilfsknappe hatte nicht alles verstanden, war sich aber sicher, daß es um viel Silber ging - wirklich sehr viel Silber!. Mit diesen Worten zeigte er mit seinen beiden Händen, wieviel 'viel' denn sei, und die Zuhörer waren so beeindruckt, daß sie dem Erzähler gleich noch einen Becher 'Getränk' bestellten, und ihn so zum weiteren Bericht nötigten.
Und der Hilfsknappe erzählte mit leuchtenden Augen, ein Kurier auf einem Pferd habe jene Geheimbotschaft 'wie aus Versehen' - und dabei schaute der Erzähler seine Zuhörer schräg an, und zog mit einem Finger sein Auge herunter - und er betonte es wiederholt 'wie aus Ver-seh-en fal-len ge-las-sen'... Bedeutend schaute der Hilfsknappe mit nach vorn gerecktem Kinn in die Runde - und die Runde staunte und brummte.....und bestellte erneut.
Niemandt bestellte kopfschüttelnd noch einige Becher 'Getränk'. Achilleas erzählte wiederholt von seiner Liebsten, die er gar sehr vermisste, aber Niemandt hörte ihm nicht zu...er war in Gedanken und erneut stellten sich ihm diese Fragen:
Was war drann, an dieser Geschichte?
Machte Eckhard der Schrank gemeinsame Sache mit dem Susdaler Rus?
Oder will der Fuchs die Susdaler unterwandern?
Das 'Getränk' sah aus wie Wasser und wurde in großen Mengen von der einheimischen Bevölkerung getrunken. Und da Niemand ein Meistertrinker war, wußte er, daß häufiges Übergeben und auskotzen die Leistungsaufnahme steigern würde....
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Letzte Änderung: 2011/12/23 14:40 von Niemandt von Keinesphaals.
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