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Re:Wogen der Geschichte Burgunds, zu Papier gebracht 30.12.2011 03:07:15 --- 4 Monate, 3 Wochen her
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Schon bei den ersten Silben seiner Schwester merkte Clementon das es nicht einfach wird Cathy zum bleiben zu überzeugen.Er konnte nicht nachvollziehen warum sie sich so für Heiden einsetzte welche burgundische Grafschaften plünderten und die Bauern massakrierten.
Jedoch gelang es dem jungen burgundischen Kanzler die Gräfin zu Provence milde zustimmen, in einem langen Gespräch mit seinem abschließenden Worten....
Cathy, meine geliebte Schwester, ich kann deine Gründe nicht ganz nachvollziehen warum du zu den Mauren stehst, aber unsere Familie braucht dich.
Deine Anwesenheit ist unsere Stärke.
Auch Vater sähe deinen Platz an seiten deiner Brüdern. Also bitte bleibt bei uns.
...umarmte seine Schwester und hoffte die Gefahr ihres Abzugs gebannt zu haben.
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Re:Wogen der Geschichte Burgunds, zu Papier gebracht 01.01.2012 17:34:01 --- 4 Monate, 3 Wochen her
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September 1072
Immer wieder hatte Cathy über das Gespräch mit ihrem Bruder nachgedacht und war dann zu dem Entschluss gekommen, dass es nichts brachte davon zu laufen. Sie musste sich, was auch immer kommen mochte, stellen.
Sie würde weiter in Burgund bleiben.
Am nächsten Tag ging sie noch einmal in das Zelt des Herzogs um nach seinen Wunden zu sehen. Sie hatte ihn seit der Schlacht zu Khalij nicht gesehen, was eigentlich sträflich war. Der Herzog war der wichtigste Mann und eigentlich hätte sie ihn gleich nach der Schlacht versorgen sollen. Doch nun war es ebenso und ändern konnte sie es nicht.
Hoffentlich würde er es ihr nicht allzu übel nehmen.
Nachdem sie an den Wachen vorüber war, und man sie zu dem Oberhaupt von Burgund vorgelassen hatte, stand sie nun vor ihm, kniete demütig und sagte leise: „Verzeiht mein Herzog, aber ich konnte nicht früher zu Euch. Ich hoffe Eure Wunden sind nicht so groß und Eure Schmerzen gering.“ Cathy legte zwei Schlüsselchen in denen jeweils ein Sud war, auf dem Tisch ab. Dann wartete sie ab, was der Herzog zu sagen hatte.
Gemahlin des ehrenwerten Herzog Archimbald le Moine Tochter des Grafen Friedrich von Gunzenlee und Fabienne von Greifenstein Schwester von Philipp von Gunzenlee Baronin von Greifenstein Gräfin von Burgund Herzogin von Burgund
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Re:Wogen der Geschichte Burgunds, zu Papier gebracht 03.01.2012 19:50:37 --- 4 Monate, 2 Wochen her
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"Merde ich werde noch zu einem Seefahrer! Chevalier sind nicht für das Wasser gemacht, schliesslich hat es keine Balken." fluchte der Koloss, an Bord des Flaggschiffes unweit der Küste dümpelnd, so vor sich hin.
Sie waren in der letzten Zeit mehr auf See zu finden, denn auf festem Boden und dieser war meist feindlicher Natur gewesen. Doch just an solch einem Ort kam es vor einigen Monaten zu der Begebenheit die sein Leben doch etwas in Aufruhr versetzte.
Sie war damals urplötzlich in seinem Zelt erschienen und er scheuchte seine Leibärzte sofort hinaus, denn lieber als die von seinem Römer und seinem Araber liess er ihre Hände an sich.
"Die größte Wunde die ich erhielt, war durch Euren Anblick, diese wird auch nie heilen ma chère!", kam es gegen jegliche Konvention aus seinem Maule, so das die Affen desselbigen feilgehalten wurden von den Umstehenden.
"Würdet ihr mir die Ehre erweisen, auch während unserer Überfahrt, Euch um mein Wohl zu sorgen? Denn wir werden schon bald diese unsäglichen Küsten hinter uns lassen und wieder die Heimat ansteuern."
Mit dieser Frage war eindeutig geklärt das der Herzog keinerlei Hader mit der hübschen Frau vor ihm hatte.
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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Re:Wogen der Geschichte Burgunds, zu Papier gebracht 03.01.2012 20:11:10 --- 4 Monate, 2 Wochen her
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Cathy war sichtlich irritiert.
Im Lager, und auch jeder Krieger Burgunds behauptete, der Herzog wäre ein missmutiges, ekliges Scheusal, das seine Untertanen quält.
Cathy konnte das nicht behaupten, im Gegenteil. Zu ihr war er stets vorbildlich. So wie am jenen Tage, kurz bevor sie aufgebrochen waren, um die feindlichen Schiffe aufzuhalten.
Ja, sie hatte sie einfach weggeschickt, die sogenannten Ärzte. Sie selber wollte für das Wohl des Herzogs sorgen. Und immer wieder fragte sie nach dem „warum“.
Doch es schien, als würde diese Frage, wie so viele, ungeklärt bleiben.
Archimbald strahlte etwas aus, was unerklärbar und faszinierend war. Eigentlich wollte sie ihn nicht mögen, doch sie kam nicht herum, um dies zu verhindern.
Verlegen hatte sie damals mit einem Lächeln zugestimmt. Ja, sie wollte ihn begleiten. Sie wollte seine Wunden versorgen, auch wenn dies kaum der Fall war.
Wirkte Archimbald von außen wie ein fetter Klos, so war er doch gut trainiert und stark.
Zudem entdeckte Catherine etwas in dem fettleibigen Körper, das sonst wohl kaum einer sah. Wärme. Ob nur sie das so sah, oder gar nur interpretierte, das wusste sie nicht. Sie genoss es einfach in seiner Nähe zu sein und hoffte, wofür sie sich insgeheim schämte, dass er sich eine Wunde zuziehen möge, damit sie ihn wieder versorgen konnte.
So vergingen Monate. Der Winter kam ins Land und später der Frühling. Immer noch waren sie unterwegs.
Gemahlin des ehrenwerten Herzog Archimbald le Moine Tochter des Grafen Friedrich von Gunzenlee und Fabienne von Greifenstein Schwester von Philipp von Gunzenlee Baronin von Greifenstein Gräfin von Burgund Herzogin von Burgund
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Re:Wogen der Geschichte Burgunds, zu Papier gebracht 29.02.2012 20:14:46 --- 2 Monate, 3 Wochen her
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Wie lange war sie Herzogin? Sie wusste es nicht.
Seit jenem Tag hatte sich ihr Leben völlig verändert.
Ob sie auch alles richtig machte?
Catherine war bisher von Ort zu Ort gezogen und hatte Menschen geheilt. Nun sollte über hunderte von Leben entscheiden.
Sie schloss die Augen und lehnte sich zurück.
Gerade jetzt schien sich die Welt zu verändern. Viele Ritter suchten Burgund auf. Die Grafschaften würden bald nicht mehr ausreichen.
Als sie die vielen Schriftrollen durch gesehen hatte, war ihr aufgefallen, dass einige Grafschaften, die eigentlich burgundischen Ursprungs sind, in anderen Händen waren.
Nach einigen Nachforschungen kam heraus, dass die Grafschaft Graubünden ohne Pachtvertrag in italienischen Besitz übergegangen ist. Verantwortlich war damals Clementon von Burgund.
Abermals seufzte Catherine. Clementon… Was ihn anging, so würde sie in Zukunft über ihren imaginären Ziehbruder schweigen.
Hier hatte er Mist gebaut, laut Aussage ihres Aussenkanzlers.
Nun, es bracht nichts über Vergangenes zu trauern. Nun musste gehandelt werden.
So schrieb Philipp, ihr Bruder, Italien an und verkündete, das Burgund am 01. März in Graubünden einmarschieren wird.
Gemahlin des ehrenwerten Herzog Archimbald le Moine Tochter des Grafen Friedrich von Gunzenlee und Fabienne von Greifenstein Schwester von Philipp von Gunzenlee Baronin von Greifenstein Gräfin von Burgund Herzogin von Burgund
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Re:Wogen der Geschichte Burgunds, zu Papier gebracht 01.03.2012 18:31:18 --- 2 Monate, 3 Wochen her
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Provence - Februrar im Jahre 1076
Was im Leben ist richtig und was ist falsch? Was ist gut und was ist böse? Die Christen sprachen von den Ungläubigen und beschimpften sie sogar als Teufel. Umgekehrt hatte Catherine gehört, wie grausam Christen waren. Ja, sie hatte es am eigenen Leib erfahren müssen. Fast wäre sie gestorben für etwas, was die Christen Gerechtigkeit nannten. Gab es überhaupt einen wahren Glauben?
Sie hatte auf ihren Reisen so viel erlebt und unter so vielen Menschen gelebt.
Gott, Allah oder Thor, sie kannte die Geschichten. Wer von ihnen am Ende über die Menschen herrschte oder nicht, war ihr mittlerweile egal. Doch das durfte sie sich nicht anmerken lassen. Sie war Herzogin! Vertreterin eines großen christlichen Landes.
Wie leicht das Leben doch als Heilerin war, dachte sie wehmütig als sie aus dem Fenster der grafischen Anlage sah.
Wenn es ihr nicht mehr gefallen hatte, dann war sie einfach weitergezogen.
Catherine schmunzelte.
Diese Zeiten waren vorbei. Sanft strich sie sich über den leicht gewölbten Bauch. Selbst wenn sie keine Herzogin wäre, dann könnte sie nicht mehr lange durch die Lande ziehen.
Nun würde sie ihr zweites Kind bekommen. Fast schon ein Wunder. Catherine hatte schon geglaubt, dass sie keinem Menschen mehr das Leben schenken könnte.
Nicht nur, dass die Geburt ihres Sohnes mehr als schwer war, nein, die darauffolgende Folter der Christen hätten durch aus dafür sorgen können, dass sie für den Rest ihres Lebens kein Kind mehr bekommen könnte.
Doch dank der Kräuter von Thyra hatte sie wieder schwanger werden können.
Sie legte ihr feines Herzogsleid ab und strich über die Narben, die von ihrem Unterleib bis zur Brust ragten. Einst war ihr Körper makellos gewesen. Nun würde sie bis ans Ende ihres Lebens daran erinnert werden, dass sie nichts Falsches über den Christengott oder ihre Anhänger sagen sollte.
Wie sollte ihr Geist nur mit all dem klar kommen? Sie kämpfte gegen Nichtchristen um sie von etwas zu überzeugen an das sie selber nicht glaubte. Natürlich glaubte sie an einen Gott. Doch nicht an diesen, wie ihn die Kirche da stellte. Wenn Gott das alles wirklich wollen würde, dann würde er nicht solche Menschen schicken, wie ihre Peiniger.
Sie seufzte und strich sich das einfache, grobe Leinen über. Es hatte eine tiefe Kapuze.
Bald würde es wieder Nacht werden. Zeit für sie.
Am Tage war sie Catherine von Greifenstein Herzogin von Burgund.
In der Nacht aber zog sie unerkannt durch ihr Land und war Cathy die Heilerin.
Gemahlin des ehrenwerten Herzog Archimbald le Moine Tochter des Grafen Friedrich von Gunzenlee und Fabienne von Greifenstein Schwester von Philipp von Gunzenlee Baronin von Greifenstein Gräfin von Burgund Herzogin von Burgund
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Re:Wogen der Geschichte Burgunds, zu Papier gebracht 04.03.2012 20:01:41 --- 2 Monate, 2 Wochen her
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Ende März im Jahre 1076 – Graubünden
Als würde der Herr ihr Vorhaben unterstützen wollen, ließ er an jenem Tag die Sonne scheinen.
Wenn ein langer Winter das Land heimgesucht hatte und nun die ersten Strahlen auf das Gesicht fielen, war dies wie ein Paradies. Dennoch seufzte Catherine als sie über das erste Grün blickte, das vor ihr lag.
Bald würde es mit Blut getränkt werden. Blut von Burgundern und Blut ihrer ehemaligen Freunde, die Italiener.
Doch es schien keine andere Lösung zu geben. Sie gab ihrem Pferd einen leichten Schenkeldruck.
Das Tier ging darauf langsam los.
Burgund wuchs und gedieh prächtig. Die Grafschaften schienen bald zu platzen.
Um eine Hungersnot zu verhindern, mussten sie ihr einstiges Land, Graubünden zurückfordern.
Höflich hatte sie den Kanzler von Italien um Einigung gebeten. Ja, Burgund hätte sie sogar unterstützt im Kampf gegen Sizilien. Doch alle Schreiben blieben ergebnislos.
Daher hatte Catherines Bruder, Philipp Italien aufgefordert, die Grafschaft zu räumen und angekündigt, dass die Herzogin höchst persönlich erscheinen wird, um die Grafschaft einzuweihen.
Nun würde das Schwert entscheiden, wem von ihnen die Grafschaft zu stehen würde.
Es war ein Jammer: Nun konnten sich nicht einmal mehr Christen untereinander einigen.
Wo sollte das nur hinführen?
Für Catherine war jedoch eines klar: Sie mussten sich ihr Recht erkämpfen, sonst würden sie ihr Gesicht verlieren.
So viele junge Burgunder sahen zu ihnen auf, wenn sie jetzt nicht gegen diese Ungerechtigkeit taten, dann würde wohl niemand mehr Respekt vor ihnen haben.
So würde sie ihr Schwert ziehen, und wenn die Frühlingssonne am Abend den Himmel rot gefärbt hat, dann würde auch das frische Grün in Rot getränkt sein, so als würde sich der Himmel spiegeln.
„Für Burgund“, flüsterte sie. „Für Burgund, für das französische Großreich!“ Der letzte Satz war für alle Burgunder und sie schrie ihn. Sie schrie ihn so laut sie konnte.
Italien würde ihren Gegner nun zu schätzen lernen.
Gemahlin des ehrenwerten Herzog Archimbald le Moine Tochter des Grafen Friedrich von Gunzenlee und Fabienne von Greifenstein Schwester von Philipp von Gunzenlee Baronin von Greifenstein Gräfin von Burgund Herzogin von Burgund
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Clarissa
Bretagne
Moderator
Beiträge: 78
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Re:Wogen der Geschichte Burgunds, zu Papier gebracht 06.03.2012 14:10:20 --- 2 Monate, 2 Wochen her
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Die bretonische Flotte war gerade wieder in See gestochen, als die Nachricht eintraf, dass Burgund Graubünden genommen hat.
Dem Anschein nach, hat Burgund sein Angestammtes Land wieder in Besitz genommen.
Clarissa verfasste noch schnell eine kurze Nachricht:
Werte Cathy von Greifenstein,
liebe Schwester im Herzen,
im Namen der Bretagne Gratuliere ich zum Sieg über das italienische Heer und die Wiedereingliederung von Graubünden.
Das Bretonische Volk steht hinter Euch, für den Glanz des französischen Großreiches.
Hochachtungsvoll,
Bretagne-Marechal Clarissa
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Re:Wogen der Geschichte Burgunds, zu Papier gebracht 07.03.2012 16:24:55 --- 2 Monate, 2 Wochen her
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Am Tage der Schlacht - Graubünden
Von dem einst so schönen Frühlingstag war zur Stunde der Schlacht nichts mehr zu sehen.
Als hätte der Herr das Vorhaben, dass Christen sich gegenseitig töten verurteilt, färbte sich der Himmel dunkel und wenig später brach die tiefhängende Wolkendecke am Himmel auf.
Es regnete nicht, es goss.
Der zuvor grüne Boden weichte innerhalb weniger Minuten auf und verwandelte sich in Schlamm.
Nervös tänzelten die schweren Pferde auf der Stelle. Catherine schloss die Augen.
Ein Gewitter zog auf. Alles Zeichen dafür, dass dies alles nicht sein sollte. Zu schade, dass der König von Italien, von dem man sagte dass er noch ein Kind sei, keine Einsicht zeigte, dass dies Land laut dem Gesetz Burgund gehörte.
Zart strich sie dem Pferd über die Nüstern. „Ruhig!“ versuchte sie das Tier zu beruhigen. Sie wollte nicht nur das Tier, sondern auch sich selbst beruhigen.
Sie hatte keine Angst. So viele Schlachten hatte sie schon erlebt. Doch dieses Mal war es anders. Sie selber würde kämpfen, nicht als Ärztin arbeiten. Hinzu kam, dass sie schwanger war.
Das Kind in ihr spürte die Aufregung und ließ Catherine kaum eine ruhige Minute.
Der Schweiß stand ihr auf der Stirn, als sie an jenem Tag vor ihren Rittern stand.
Alle diese Männer und Frauen standen dort und setzten ihr Leben für Burgund.
Sie schuldete ihnen ein paar Worte. Doch was sagte eine Herzogin, wenn sie nicht wusste, ob sie alle am Abend noch leben würden.
„Edlen Burgund. Heute stehen wir hier in Graubünden, um unser Land, das wir freundschaftlich, ohne jede Verpachtung unseren Freunden überlassen haben, zurück zu holen. Leider haben die Italiener mittlerweile vergessen, WEM Graubünden gehört. Doch unsere Verträge sagen es ganz deutlich: Graubünden gehört uns! Burgund braucht diese Grafschaft zurück. Viele Ritter haben sich Burgund angeschlossen, und um sie und ihre Familien zu ernähren, brauchen wir das fruchtbare Land zurück. Lassen wir uns das gefallen, dass man unserer Bitte die Grafschaft zu räumen, mit einem Heer nachkommt? Wir kündigen unseren Einzug an und sie schicken uns Wachen?
DAS hat Burgund nicht nötig. Auch wir haben Waffen und wir haben unseren Stolz. Wir werden uns unser Recht, wenn nötig, erkämpfen. Wir sind Burgunder. Wir sind Brüder und Schwestern des französischen Großreichs. UNS führt man nicht an der Nase herum.
Heute wird dieses Land mit Blut getränkt werden. Dieser Tag wird in die Geschichte eingehen.
Wir alle werden dort aufgeschrieben werden, als die die burgundisches Land zurück geholt und unsere Ehre wieder hergestellt haben.
Kämpft für Burgund, Kämpft für das französische Großreich… KÄMPFT UM EURE EHRE!“
Laute Zurufe waren zu hören. Catherine lächelte leicht.
„Möge Gott uns beistehen und unsere Sünden vergeben.“, flüsterte sie.
Dann wurde Aufstellung genommen.
Anders als sonst, wurde eine Mauer aus Leibgardisten um sie gebildet. Sie war jetzt Herzogin und wenn ihr einer etwas tun wollte, so würden vorher diese Männer ihr Leben lassen, um sie schützen.
Sie spürte einen Klos im Hals. Ihr wurde schwindelig. Doch da begann schon die Schlacht.
Ihr Kriegskanzler hob den Arm und schon wurden die Schwerter gezogen.
Die Italiener waren gut trainiert. Doch auch Burgund hatte gute Ritter geschickt.
Überall spritze Blut. Dies machte Catherine nie etwas aus. Doch nun drehte sich plötzlich alles. Es musste an der Schwangerschaft liegen.
Dann spürte sie einen Schlag, dann noch einen. Woher kam der? Instinktiv versuchte sie ihren Bauch zu schützen. „Herr, beschütze mein Kind!“, flehte sie. Wieder ein Schlag. Dann verlor sie die Besinnung.
Als sie wieder zu sich kam, lag sie in einem Lazarett. Sofort griff sie zu ihrem Bauch. Erleichtert atmete sie durch. Ihr Kind war noch da.
Wenig später, nachdem sie sich erholt hatte, verkündete man ihr, dass Graubünden nun wieder in burgundischen Besitz übergangen ist.
Vorsichtig spähte sie nach draußen. Burgundische Banner rangen stolz aus dem Boden.
Leise fielen ein paar Tropfen vom Himmel.
„Tränen der Engel!“, flüsterte Catherine.
Gemahlin des ehrenwerten Herzog Archimbald le Moine Tochter des Grafen Friedrich von Gunzenlee und Fabienne von Greifenstein Schwester von Philipp von Gunzenlee Baronin von Greifenstein Gräfin von Burgund Herzogin von Burgund
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Re:Wogen der Geschichte Burgunds, zu Papier gebracht 07.03.2012 16:49:50 --- 2 Monate, 2 Wochen her
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Es war früher Morgen als Yannick aufwachte, es schneite draußen als er das Pfarrhaus verließ. Er ging in die Küche und aß eine Scheibe Brot mit Speck, danach verließ er das Haus. Er schlenderte über die Straße in Richtung Kirche, er musste heute die Morgen Messe halten. Unterwegs traf er Franziskus, einem Weisen Jungen aus dem Nachbardorf, den er sehr mochte. Er grüßte ihn und ging weiter, der kalte Wind pfiff ihm um die Ohren. An der Kirche angetroffen steckte er seinen schweren Schlüssel in das Schloss um die Tür zu öffnen und trat ein, es war kalt fast schon zu kalt für eine Messe. „Da werden die Leute wohl einen Pelz mehr überwerfen müssen“, dachte er und trat ein.
Wie immer begann die Messe pünktlich, es waren fast alle Dorfbewohner gekommen nur die alte Franzi und Peter fehlten, das war sehr ungewöhnlich, denn sie fehlten sonst nie. Nach der Messe blieb Yannick noch in der Kirche, betete, nahm Beichten entgegen und legte die Messdienergewänder säuberlich zur nächsten Messe bereit. Es war schon Mittag und er ging hungrig zurück zum Pfarrhaus und verspeiste eine kalte Suppe mit Pökelfleisch. Nun widmete er sich seinem kleinen Garten hinterm Pfarrhaus in dem er ein paar Karotten und anderes Gemüse zog. Er führte ein schönes und bescheidenes Leben. Gegen Abend wanderte er zum Kloster das nahe der Stadt auf einem kleinen Hügel lag. Dort angekommen begrüßte er Bruder Remigius und ging zum Abendgebet, nach dem Gebet ging er zu Bett.
Mitten in der Nacht schreckte er auf, er hörte ferne Schreie, Pferde und sah ein grelles Licht durch das kleine Fenster fluten. Ein Mönch kam zu ihm herein und stammelt mit entsetzt verzerrtem Gesicht: “Yannick! Schnell das Dorf brennt!“. Yannick hechtete aus dem Bett zum Fenster und sah mit schmerzen auf das Dorf, das lichterloh in Flammen stand. Schnell sammelten sich alle Brüder des Klosters im Innenhof mit Eimern um das Feuer zu löschen, doch sie waren zu spät, denn als sie am Dorfrand ankamen stand jedes Haus in Flammen. Selbst die Kirche und überall lagen verbrannte Leichen. Er wollte sich in die Flammen stürzen und versuchen die Kirchenschätze zu retten aber die Brüder zerrten ihn zurück: “Du kannst nichts mehr retten, es ist alles verloren.“
Es war schon Morgen als das Dorf endlich ausbrannte und sie nach Überlebenden suchen konnten, aber sie fanden nichts. Yannick erfuhr das Banditen das Dorf geplündert hatten, wäre Yannick im Dorf gewesen wäre er mit den anderen verbrannt. Er wusste nicht mehr weiter, er hatte seine Schafe verloren. Nach zwei Tagen begannen sie das Dorf auszuräumen, als Yannick plötzlich einen Reiter auf sich zukommen…
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