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Re:Wenn Russen reisen... 17.12.2011 07:50:45 --- 5 Monate her
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Alessia kannte diesen Tanz zwar nicht, doch ihr gefiel die Melodie und sie ergab sich ganz dem Rhytmus, der sie mitriss. Ihre und Dimitris Bewegungen schienen im Einklang , so tanzten sie temperamentvoll ums Feuer und sie gab sich ganz ihren Emotionen hin. Ihr glänzendes, schwarzes Haar flog hinter ihr her, dann umhüllte es sie wieder, ganz so, als ob Leben in ihm war.
Ihre Augen strahlten und sie dachte: So schön kann das Leben sein!
Als der Tanz zu Ende war, ließ sie sich kurz an seine breite Brust sinken, weil ihr ein wenig schwindlig war.
Doch schnell richtete sie sich wieder auf, weil sie keine Schwäche zeigen wollte, griff nach seiner Hand und sie setzten sich wieder ans Feuer.
In diesen kurzen Momenten der Ekstase, zu denen sie sich beim wilden Tanz hatte hinreissen lassen, wurde ihr klar, daß es dieser Mann war, der alles für sie bedeuten konnte.
Warum sie dies wußte? Ihre Seelen schienen den gleichen Takt zu schlagen und sie waren vom selben Temperament. Und ihr Herz klopfte wie verrückt, wenn sie in seine Augen sah.
Sie unterhielten sich noch eine Weile am Feuer, lauschten der Musik und es wurde eine lange Nacht.
Als er sich von ihr verabschiedete und ihr dabei sanft übers Haar streichelte, blieb sie noch eine Weile sitzen und sah ihm nachdenklich nach.
Als er ihren Blicken entschwand, spürte sie eine unendliche Leere in sich und freute sich auf den nächsten Tag.
Auch sie würde zu Bett gehen, denn es war schon spät. Sie erhob sich, reckte ihren geschmeidigen, raubkatzenhaften Körper, nickte allen am Feuer verabschiedend zu und machte sich auf den Weg zu ihrem Quartier.
Sie spürte die Kälte der Nacht nicht, denn ihr Körper brannte wie im Fieber und sie wußte, es gab nur einen, der dieses Feuer in ihr löschen konnte.
Zwar hatten sie für den nächsten Tag keine Zeit vereinbart, zu der sie sich treffen wollten, doch Dimitri war der Außenbojar des Zarenreiches und würde sie zu finden wissen.
Als sie ihr Quartier erreichte, wartete bereits der getreue Grigori auf sie und sah seine Herrin mit einem glücklichen Lächeln auf den Lippen heimkehren.
Sie bedeutete ihm, daß er sich entfernen konnte, kleidete sich aus und ließ sich müde auf ihr Lager sinken. Als sie die Augen schloss, sah sie Dimitris Gesicht vor sich und fiel in einen erquickenden Schlaf, in dem sie angenehme Träume begleiteten.
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Der Kampf um Russland 18.12.2011 02:19:27 --- 5 Monate her
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Es war früher Morgen und begann erst hell zu werden,auch ein wenig kühl draußen und Dimitri beeilte sich seine Bedürfnisse in einer stillen Ecke zu erledigen.Doch gerade zu diesem Augenblick geschah etwas im Heerlager,Reiter ritten um die Zelte und noch halb nackte Soldaten stürmten aus ihren Zelten.
Byzantiner!zu den Waffen...ein ganzes Heer mit ihrem König!
er war noch nicht ganz fertig da hatte man ihn schon aufgespührt und drängte ihn sich kampfbereit zu machen.
Wie sich später herausstellte,war das königliche Byzantinerheer dem Dimitri und einige Ritter der Zarengarde bei ihrer Patrouillie begegnet waren,in der Nacht direkt zu ihrem Heerlager gewandert.Hatten wohl ihre Spur verfolgt und schienen siegessicher zu sein,wegen ihrem knappen Sieg bei der letzten Auseinandersetzung.
Während sich Dimitri überlegte was nun zu tun war suchte er auch nach Alessia,aber bei dem enstandenen Tumult konnte er sie nicht ausfindig machen.Er sah verloren aus,doch nach einigen Augenblicken besann er sich wieder und wusste das jetzt eine wichtige Auseinandersetzung bevorstand.
Voll gerüstet,noch nicht das Schlachtfeld erreicht,erinnerte er sich an die Prophezeiung des Starez,an das Kreuz aus Blut,das die Macht des Erzengels und der Rus symbolisierte.Er schnitt sich in die Hand und glitt damit über sein Gesicht...von einer Schläfe zur anderen,von der Stirn zum Kinn,die Schlacht konnte beginnen und der wahre Krieg!...von dem ihm der Starez erzählte...
Da standen sie,ihr König in goldener Rüstung,wie arrogante Gockel posierte sie da vor ihnen,der Zarengarde und der starken Miliz...ja sie war stark,and der Krajna(Grenze,Peripherie) wurden Wehrbauern angesiedelt und ausgerüstet...trainieren musste man sie nicht,konnten doch nur die stärksten und kämpferischten gegen die ständigen Angriffe der Nomaden bestehen.Der Gegner sollte sich noch wundern was alles für ihn vorbereitet wurde und Dimitri grinste bei diesem Gedanken.
Einer von dieser Miliz,mit etwas verdrecktem Gesicht und einem langen Speer meinte bei dem feindlichen Anblick nur
Drecksverhurten byzantinische Möhsen,haben wohl noch immer nicht genug und können unsere Schwänze garnicht erwarten....dabei machte er ein angewiedertes Gesicht und spie in ihre Richtung
ein anderer erwiderte während er seine Axt fest umklammerte ich holl mir deren König...soll eine hohe Belohnung dafür geben
Dimitri reihte sich unter diese Männer,ihr Umgangston war gewöhnungsbedürftig,doch genau eine solche Miliz brauchte es für den Feind der mit einer Übermacht heranhumpelte und sie alle waren wie auch die Ritterschaft bereit für ihr Land in den Tod zu gehen...egal ob reich oder aus elenden Verhältnissen,orthodox oder katholisch...die Erde auf der sie standen schmiedete sie alle zusammen wenn Gefahr drohte,dies machte sie unbezwingbar,die Rus und das Zarenreich so gefährlich
Die Schlacht begann und Dimitri preschte mit seinem Schlachtross vor,während die Milizen noch ihre Pfeile regnen ließen.Der Gegner wusste nicht ob er sich vor den Brandgeschossen oder der herangaloppierenden Reiterei schützen sollte.Ein Stoß mit der Lanze hier,einer dort und sie fielen,ihre Augen wurden leblos und ihre Körper platschten zu Boden wie nasse Säcke.
Er machte den Byzantinerkönig aus,es lagen aber schon so einige Tote am Boden und es wurde dicht gedrängt gekämpft wegen den Wäldern die den Schauplatz eingrenzten.Mit dem Pferd kam er also nicht ans Ziel,also dann zu Fuß.Mehrere Elitekämpfer stellten sich ihm in den Weg,er schleuderte seinen Speer zog gleichzeitig das Schwert und mit einem tödlichen Hieb dessen,war bereits einer erledigt.Irgendwie hatte es dieser Bastard von König doch geschafft auch ihn ausfindig zu machen und nutzte Dimitris Ablenckung um ihm einen Speerstoß vom Pferd zu verpassen.Er rollte zu Boden und währenddessen schnappte er sich sogleich wieder seinen Speer,gerade noch rechtzeitig um diesen in den Wanzt eines Byzantiners zu stoßen.Es kam zu einem kurzen Schwertkampf mit einem anderen Byzantiner,dessen finalen Angriff er mit einer Drehung ausbalancierte und ihn sogleich enthauptete.3 Elitekämpfer der Byzantiner waren durch Dimitris Hand gefallen,jetzt war deren König dran der zum Zweikampf vom Pferd herabstieg.
Sie prallten aufeinander und mit einem Stoß seines Schildes beförderte er ihn bewusstlos zu Boden.Mit aufgespreißten Armen und wutverzerrtem Gesicht schrie Dimitri laut aus,man hatte gewonnen.Der Byzantinerkönig kam aber davon,dank seiner Männer die sich für seine Rettung aufopferten.
Zar der Susdaler Rus,Kiewer Rus und Kasans
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Letzte Änderung: 2011/12/18 02:20 von Dimitri Dolgoruki.
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Re:Der Kampf um Russland 18.12.2011 02:36:39 --- 5 Monate her
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Einige hundert Kilometer weiter kam es ebenfalls zu einem Kamof in Timanskij gegen die Byzantiner.Nur dank eines Gewaltmarsches und des tapferen Widerstandes der örtlichen Bevölkerung und der Milizen gelang ein Sieg.Als die Byzantiner sich noch die Zähne an der erbittert kämpfenden Miliz ausbissen,trafen vereinzelt Ritter aus den östlichen Heeren ein um sie zu entlasten.Mit dabei der General Wjatscheslaw Michailowits,der Kriegsminister Leichof Kaltherz und ein begnadeter Bogenschütze Namens Ilja Morgenstern.
Dieser feuerte noch im Lauf seine Pfeile in Richtung des Gegners und eröffnete den ersten Schlag der Entlastungsstreitmacht.Ein Pfeil durch die Kehle,schlimmer als so mancher Hieb in seiner Zerstörung,ein par auf den Schild...aber immerhin.
Der Kampf war blutig,auch für die Susdaler,da sie nur vereinzelt ankamen ohne jegliche Heerformation und unorganisiert,für den Gegner reichte es wenn auch nur knapp.Zwei Siege zur gleichen Zeit...kein schlechter Anfang.Es zeigte auch,dass die Byzantiner alleine den Susdaler Rus noch bei weitem nicht gewachsen waren,daher wohl auch die Bulgaren und Makedonen im Schlepptau.
Zar der Susdaler Rus,Kiewer Rus und Kasans
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Letzte Änderung: 2011/12/18 02:41 von Dimitri Dolgoruki.
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Re:Der Kampf um Russland 18.12.2011 15:27:58 --- 5 Monate her
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Der Morgen begann langsam zu grauen, als Alessia von einem lauten Tumult aus ihren angenehmen Träumen gerissen wurde. Sie hatte nur einen leichten Schlaf, das hatte sie sich in den verschiedenen Heerlagern angewöhnt.
Grigori stürzte ohne Vorwarnung ins Zelt und rief:
Herrin, schnell, legt eure Rüstung an, die Byzantiner kommen!
Sie nahm sich nicht die Zeit, lange zu überlegen. Während Grigori sich aufmachte, die Pferde zu holen, sprang sie rasch vom Lager, kleidete sich an, legte ihre Rüstung an, bürstete mit ein paar raschen kräftigen Strichen ihr langes Haar und griff nach ihrem Schwert.
Vor dem Zelt wartete bereits Grigori mit ihrem Hengst, er selbst saß bereits im Sattel. Schnell stieg sie auf und folgte der Zarengarde zum Schlachtfeld.
Schon von weitem sah sie die goldene Rüstung des Byzantinerkönigs inmitten seiner Krieger blitzen.
Die Schlacht war bereits im Gange und sie würde versuchen, sich bis dorthin durzuschlagen.
Doch es war kein einfaches Unterfangen, nach allen Seiten teilte sie Hiebe mit ihrem Schwert aus, es blieb ihr keine Zeit zum Denken, denn sie wurde arg bedrängt. Erst langsam lichteten sich die Reihen der Gegner und es schien sich ein Sieg zugunsten Susdals abzuzeichnen.
Als sie das erste Mal Muße hatte, aufzusehen und sich umzublicken, sah sie ungefähr 50 Meter vor sich, wie sich eben Dimitri auf den Byzantinerkönig stürzte, den er nach dem Zusammenprall mit einem Stoß seines Schildes bewußtlos zu Boden beförderte.
Während Dimitri mit wutverzerrtem Gesicht den Sieg herausschrie, zog die Leibgarde des Byzantinerkönigs diesen aus der Gefahrenzone.
Erleichtert, daß Dimitri nicht verletzt schien, wandte sie sich nach Grigori um und sah, daß dieser ein paar flüchtende Byzantiner verfolgte, aber eben von diesem Unterfangen zurückkehrte, weil diese sich nur halbherzig wehrten und so schnell wie möglich Fersengeld gaben.
Dann sah sie an sich selbst herunter und merkte erst jetzt, wie schmutzig und blutverschmiert ihre Rüstung war. Als Grigori neben ihr anhielt und sich umsah, sagte sie:
Die Schlacht ist für diesmal gewonnen, lass uns ins Lager zurückkehren!
Sie steckte ihr bluttriefendes Schwert in die Scheide und sah noch einmal in Dimitris Richtung.
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Re:Wenn Russen reisen... 19.12.2011 22:12:24 --- 5 Monate her
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Das Jahr 1072 ging zu Ende.
Obwohl im Feld, obwohl die Kälte zwackte und biss, ließen es sich die katholischen Ritter des Reiches nicht nehmen, ihr Neujahrsfest zu feiern.
Ihre orthodoxen Brüder feierten natürlich mit. Immerhin ein Anlass wieder einmal ausgelassen die Sau raus zulassen. Zwar wurde überall durch die Vorgesetzen ausgegeben, sich nicht maßlos zu besaufen, der Feind stehe in Speerwurfnähe, es herrsche Bereitschaft, Blablabla, aber … nun ja.
Am Neujahrsmorgen nach katholischer Rechnung, wurde Oswaldt unsanft durch ein Rütteln geweckt.
„Wa wa wa?“ brachte er heraus.
Vor seiner Lagerstatt stand ein Ritter aus der Garde Dolgorukis und unterbrach sein Rütteln nicht.
„Kerl! Jaaaaaaaa! Is klar! Ich bin wach!“
Er richtete sich auf. Ganz entgegen seinen sonstigen Gewohnheiten hatte er am Vorabend den Wodka gemieden und war alleine grübelnd eingeschlafen. Er fühlte sich fit und ausgeschlafen.
„Wat jibt es?“ fragte er grob den jungen Mann.
„Herr, die Bojaren suchen Ritter, die im Vollbesitz ihrer Kräfte sind. Es geht einzeln nach Timanskij! Die Milizen und Bauern dort werden bald überrannt, die Front droht zusammenzubrechen! Drei Tage Zeit“
‚Und ich BIN fit! ‘ dachte unser kleiner Hauptmann..
Zwei Stunden später eilte Oswaldt nur in Gesellschaft eines gen Timanskij. Er wusste, er hatte nur drei Tage Zeit. Er wusste es waren mehr als 80 Werst durch unwegsames Gelände. Und er wusste, nachdem er dem Schneesturm getrotzt hatte, nach diesem Gewaltmarsch, musste er sofort in die Schlacht ziehen. Gegen ausgeruhte Elitetruppen der Griechen…
Bis zu Unkenntlichkeit vermummt, in zwei Mäntel aus bester Schurwolle gehüllt, trotzte er dem Sturm und dichtete und sang und fluchte:
„Nach Timanskij, nach Timanskij zieh ich hin.
Ich fahr und lauf und schnurr dahin.
Des Sturmes Zorn ich trotze gar
Mein Stolz ist Schild mir immerdar!
Verfluchet sei des Feindes Wut
Verflucht sein Leben, Leib und Gut.
Mit grimmgen Hass vertreiben wir
Blutsaufend mordend Ungetier!
Nach Timanskij, nach Timanskij zieh ich hin.
Der Feinde Tot ist aller Sinn!“
Und ja! Es war mörderisch!
Und ja! Sie siegten auf dem Feld von Timanskij.
Ritter, Bauern, Bojaren und Milizen Seit an Seit gegen einen Feind, der nie etwas auf russischer Erde zu suchen gehabt hatte und nie wieder suchen würde!
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Re:Wenn Russen reisen... 21.12.2011 16:39:46 --- 5 Monate her
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Dimitri stand aufgereckt vor seinem Schreibtisch,im Westen standen die byzantinischen Tagmatai aushollend zum erneuten Angriff auf Timanskij.Ihnen gegenüber das eilends hergeschickte Burgheer,zuständig für Logistik und Versorgung.Ebenso die Verstärkung aus den Zentralheeren unter General Wjatscheslaw Michailowits Führung und dessen Stellvertreters Oswald von Lavena.Unterstützt wurden sie vom örtlichen Militär in der Verteidigung,Timanskis Elite-Freischälern unter Gromows Führung.
Um Permjaken kümmerte sich Kriegsbojar Leichof Kaltherz,im unterstanden 2 Abteilungen des legendären Warijäger Ordens sowie die Bojarengarde die er persönlich anführte.Eine Kasaner Streitmacht befand sich ebenfalls vor Ort,in der Hoffung hier den Feind vernichtend zu besiegen der ihr Land gänzlich verwüstet hatte.
Königin anne und ihr Kanzler Matti hatten sich mit dem Kriegsbojaren auf eine Strategie für den Sieg geeinigt.Durch ein Großaufgebot unregulärer Einheiten sollten Byzantiner und Makedonen in einem Sumpf von Widerstand versinken,dies die letzten Informationen an Dimitri.
Gut,was war nun mit der Zarengarde?dafür brauchte Dimitri keine Karte,lagerte doch der byzantinische König in Sichtweite.Ein ständiges Katz und Maus Spiel,glauben sie den wirklich das sie uns weiter östlich besiegen würden,nur weil es dort keine Milizen gibt!
Zar der Susdaler Rus,Kiewer Rus und Kasans
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Re:Wenn Russen reisen... 21.12.2011 23:19:37 --- 5 Monate her
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2 Siege und eine verheerende Niederlage in Timanskij,das war das Ergebnis und Dimitri war fest entschlossen keine weitere Niederlage zuzulassen.Leider hing das nicht nur von ihm ab,sondern auch vom Feind...aber welche Kriege gibt es schon ohne eigene Verluste und letztlich wurde ihnen dieser Krieg vom Feind aufgezwungen.Sicherlich,jeder eigene Verlust auf der Seite des Angegriffenen,des Zarenreichs würde diesen Krieg noch mehr in die Länge ziehen,dies war gewiss.Denn mit jedem Blutstropfen stieg der Preis für einen Frieden aus Sicht Dimitris.
Dennoch,nach dem Sieg der Zarengarde gönnte sich Dimitri etwas Ruhe und ritt alleine in die Wildnis hinaus,er musste nachdenken und seine Gedanken sortieren...er musste sich seelisch erhollen.Doch als Krieg und Vaterland aus seinen Gedanken verschwanden musste er unweigerlich an Alessia denken,nun es war fast das einzige woran er momentan überhaupt dachte.Er entschloss zurückzureiten und sie aufzusuchen,sie zu dem versprochenen Jagdausflug einzuladen,der wegen dem Angriff der Byzantiner vereitelt wurde.
Ich komme meine Schöne ,dachte er sich,aber nicht er kam sondern Wanja und Alessia zu ihm herangeritten.
Dimitri,schau her wenn ich dir mitgebracht habe!...schrie Wanja vom Weiten mit der Hand vom Pferd aus winckend.Dimitri nahm die Zügel fester und ritt ihnen entgegen,sie sah aus wie eine Amazone auf ihrem Pferd und der Bewaffnung für die Jagd,genauer gesagt wie eine Amazonenprinzessin...irgendwie fand Dimitri diese Vorstellung erheiternd.War sie etwa Penthesilea und er Achill,würde ihre Geschichte etwa auch so tragisch enden oder war für sie etwas anderes vorherbestimmt...sicherlich etwas nicht so tragisches,das hatte Dimitri einfach im Gefühl!
Während Wanja und Alessia stehen blieben, ritt Dimitri noch ein par Runden um beide und wurde immer langsamer.Mit einem verschmitzten Lächeln in Richtung Wanja meinte er"Kaum hab ich Ruhe vor dir Wanja und schon spürst du mich in den entlegensten Winckeln Russlands auf...aber ich seh du bist nicht hier um mich wieder an die Arbeit zu geleiten,sondern hast uns bezaubernde Gesellschaft mitgebracht."
Fürwahr Bojar,aber vielmehr ist es so das sie mich aufsuchte und als sie erfuhr das ihr hier draußen in der Wildnis seid...erzählte sie mir von eurem Versprechen eines Jagdausfluges und nun sind wir hier
Dimitri lachte und warf Alessia einen Blick zu
"Dann nichts wie los,mein Magen knurrt schon und Abilaels auch"
Er zeigte mit dem Finger in den Himmel wo dieser majestätische Habicht seine Bahnen zog
Zar der Susdaler Rus,Kiewer Rus und Kasans
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Re:Wenn Russen reisen... 22.12.2011 15:05:23 --- 5 Monate her
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Am Tag nach der Schlacht war ein wenig Ruhe im Lager eingekehrt, nachdem alle Verwundeten versorgt und die Toten begraben waren.
Aus Alessias und Dimitris Ausflug war nichts geworden, weil es eher eine Jagd auf die Byzantiner wurde.
Doch wollte sie nicht darauf verzichten.
'Wenn der Prophet nicht zum Berg kam, mußte der Berg eben zum Propheten kommen.
Sie suchte unter ihren Kleidern nach etwas Passendem und schliesslich fand sie eine enge Hose aus Hirschleder und ein ebensolches Wams, auf das in feinster Handarbeit ein schwarzer Drache gestickt war. Letztendlich schlüpfte sie noch in Stulpenstiefel, die übers Knie reichten, schnappte sich Pfeil und Bogen und ebenso ihr Schwert, das sie nach der Schlacht gewissenhaft gereinigt und poliert hatte.
Dann rief sie nach Grigori, der ihr Pferd brachte, schwang sich in den Sattel und sah sich ein wenig im Lager um, wobei sie Wanjas ansichtig wurde und fragte ihn nach seinem Herrn, woraufhin Wanja sie zu Dimitri brachte, weil er ihrem Lächeln nicht widerstehen konnte.
Nun saß sie hier auf ihrem Pferd vor Dimitri und ihre Augen schweiften abwechselnd von dem kreisenden Habicht zu Dimitri, sie konnte sich an beiden nicht sattsehen.
Endlich ließ sie ihren Blick auf Dimitri ruhen und sagte:
Es freut mich, daß ihr nun euer kleines Versprechen einlösen wollt, auch ich habe Hunger und ich hoffe, daß ihr mir mehr über euch erzählen werdet.
Die Sonne, die sich eben zwischen den Wolken hervorstahl, zauberte mannigfaltige Reflexe in ihr Haar, das in allen Facetten,die Schwarz zu bieten hatte, schimmerte und sie bis zu den Hüften einhüllte.
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Letzte Änderung: 2011/12/22 15:09 von Alessia von Drachenfels.
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Re:Wenn Russen reisen... 03.01.2012 22:06:34 --- 4 Monate, 2 Wochen her
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September 1073
Mit einem derben Fluch erwachte Oswaldt.
DER Traum war gradezu schrecklich gewesen. Unglaublich, Beängstigend, Schauderhaft und Blaseleerend! Er hatte geträumt Michailowitsch wäre weg und er hätte seinen Posten!
Der süße spätsommerliche Nachtwind Susdals wehte in die Hütte, die ihm als Schlafplatz diente.
Langsam kam er zu sich und nahm Einzelheiten seiner Unterkunft wahr.
Alles normal, alles choroscho, alles schön. Bett, Tisch, Stuhl, Fenster, ein Ständer mit seiner Lederrüstung, sein roter Wappenrock und… was war das?
Im Hintergrund der Hütte stapelte sich Papier. Viel Papier! Hügel – nein Gebirge von Papier!
Und in seinem Kopf dämmerte es, dass er nicht geträumt hatte. DAS waren SEINE AKTEN.
50 Tage vorher:
Gerade hatte der Rat erfahren, dass der Treuste der Treuen, der Mann der ganz Susdal und das Zarenreich plante und überwachte, das Gehirn und der Planer Wjatscheslaw Mmichailovits das Reich verlassen hatte. Und das mindestens 15 Ritter ihm gefolgt waren. Wohin, Warum? Darüber gab es vorerst nur Gerüchte. Sicher schien, dass einige im Rat Bescheid gewusst hatten, denn der Zar blieb erstaunlich gelassen. Es gab ein kurzes Schreiben des Generals, dass er nach Antiochia zu gehen gedenke… Wo auch immer das jetzt wieder war.
Alle waren über den Kartentisch gebeugt und Oswaldt war gar nicht in der Lage und schon gar nicht in der Position sich dazwischen zu drängeln. Und das was er als nächstes sagte, war eigentlich eher laut gedacht:
„Und von wem werde ich jetzt Stellvertreter?“
Langsam drehten sich Zar, Bojare und Grafen zu ihm um und sahen ihn grinsend an…
„Ihr meint doch nich etwa? Habt ihr sie noch alle? ICH?“
Wenig später saß der neue Bojar auf dem Stuhl des Alten und baumelte mit seinen kurzen Beinen.
‚Heilige Jungfrau von der Raxa – ist der Stuhl hoch!!! Und Dermo – der Tisch auch!‘
„Eh Sekretär!“
Sofort kam ein unglaublich dünner Mann mit blaufleckigen Fingern zur Tür hereingestürzt.
„Herr Bojar?“
„Welches ist das dickste Buch, das wir haben?“
„Die Jahresbilanz von 1069 ist gar sehr umfangreich, Herr.“
„Bring es mir!“
Ein Buch, ein Kissen und wenigstens konnte Oswaldt nun über den Tisch sehen.
‚Und nun, ab in Deine Schuhe Wjatscheslav!‘
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Re:Wenn Russen reisen... 04.01.2012 14:31:52 --- 4 Monate, 2 Wochen her
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September 1073
Die Stimmung dieser Tage war schlecht. Wen verwundert das schon? Die letzten Wochen waren alles andere als gut gelaufen. Viele Susdaler hatten ihre Lehen verloren, geplündert, gebranntschatzt, misshandelt, beraubt.
Dem General der Bojarengarde erging es nicht anders als seinen Brüdern aus Kasan, Kiew und Mordwina. Die Heere des Reiches glichen eher einem Haufen von Lumpen, als einer kaiserlichen Armee. Selbst der Kriegsbojar lief mit Beulen in seiner Rüstung umher, weil ihm das Geld fehlte sie zu reparieren.
Der Feind hatte sie ein paar Mal besiegt und sie den Feind in gleichem Maße. Jetzt wollten die Lakaien ihnen das nehmen, was sie auszeichnete, ihren Stolz. Leicholf sah die Männer an und merkte, dass sie bei einigen unter ihnen schon erfolgreich waren. Unmut machte sich in den eigenen Reihen breit und die hässliche Fratze des Scheiterns bekam vielerorts ein Gesicht.
Einige wollte desertieren, andere waren schon weg. Selbst die edelsten Geschlechter waren mit ihren Gefolgsleuten geflohen. Der General spuckte auf die trockene Erde, dann ließ er die Trommel schlagen und verschaffte sich Aufmerksamkeit.
Seht euch an ihr Russen! Seid mutig und schaut euch in eure Gesichter.
Ihr wollt stolze Ritter sein? Ihr wollt mit eurem Handeln und Tun die Welt verändern? Ihr bringt mich wahrlich zum Lachen. Ich lache und spucke euch ins Gesicht ihr Waschlappen. Nur weil ihr ein paar Wochen, vielleicht Monate kein Silber verdient, wollt ihr alles in Zweifel ziehen?
Sie haben uns alles genommen.
Wir haben schon zu viele gute Ritter verloren. Wenn der Krieg so weiter geht werden weitere folgen.
Ich werde mit den Meinen davonreiten und wenigstens das retten was zu retten ist. Macht endlich Frieden!
Ja, sie haben uns beinahe alles genommen und ja, wir haben viele gute Ritter verloren und ja, reitet nur davon und versucht das zu retten was zu retten ist und macht Frieden. Aber ich sage euch so wahr ich hier vor euch stehe: sie werden niemals aufhören! Niemals! Reitet mit mir und wir zeigen ihnen was passiert, wenn man sich hier in unserer Heimat breitmachen will. Jetzt, da die Bruderschaft sich entschlossen hat gegen den gemeinsamen Feind zu ziehen, werden wir die Brut zurücktreiben ins Schwarze Meer. Jetzt, wo das Reich seiner ärgsten Bedrohung ausgesetzt ist, werden wir ihnen zeigen, dass wir zusammenstehen und weder ein innerer noch ein äußerer Feind in der Lage ist unsere Einheit zu zerschmettern. Jetzt, wo unsere Ritter kein Silber, keine Rohstoffe, keine Hoffnung mehr auf Erfolg haben, werden wir reiten und gemeinsam Schwerter ziehen, bis ans Ende der Zeit wenn es sein muss. Unsere Nachkommen sollen mit Stolz auf die 70er Jahre des 11. Jahrhunderts zurückblicken, in denen eine Gruppe von so unterschiedlichen Charakteren und mit den verschiedensten Eigenschaften sich zusammentat, um die ungleichen Völker Russlands gemeinsam gegen die Ungerechtigkeiten aus Perekop zu führen und der dort hausenden Brut ein für alle Mal das Maul zu stopfen. Ich frage euch Könige, Kanzler, Grafen: wollt ihr das Erreichte mit Füßen treten und aufgeben, einen Frieden schließen und kleinbeigeben? Oder werdet ihr mit mir und meinen Getreuen dem Feind entgegen reiten, ihm die Stirn bieten, jede Grafschaft, jeden Mann den wir verloren haben mehrfach aufwiegen und zurückzahlen?
Ich sehe in euren Augen die gleiche Furcht, die auch mich ergriffen hat, als der Feind in großer Zahl über unser Land hergefallen ist und es wird der Tag kommen, an dem Leicholf Kaltherz einem Feind begegnen wird, dem er nicht gewachsen ist -doch dieser Tag ist noch fern. Es wird der Tag kommen, an dem unsere Bande, unser Reich, unsere Heimat untergehen - doch dieser Tag ist noch fern! Heute werden wir reiten und kämpfen, uns dem Feind stellen und uns notfalls in Stücke reißen lassen.
Für Mordwina, für Kiew, für Kasan, für Susdal!
*Kampgeschrei allenortens*
Kalt wie eisiger Stahl, in seinem Herzen auf ewig Mordwine
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Letzte Änderung: 2012/01/04 14:33 von Leicholf Kaltherz.
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