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Ein Überfall ohne Konsequenzen? 09.01.2012 17:02:18 --- 4 Monate, 1 Woche her
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Diesen Weg hatte Skrala im letzten Herbst das erste Mal gemeinsam mit Ihrem Vater genommen, der sie nach Bullensoll führte. Sie musste damals mithelfen, den schweren Wagen zu schieben. Die Ernte war gut ausgefallen. Auf den Karren lagen viele Säcke mit Dinkel. Die Säcke waren hoch aufgestapelt, damit der Weg nur einmal genommen werden musste. Jede Fahrt stellte eine Unsicherheit dar und deshalb vermieden die Bewohner des Dorfes unnütze oder vermeidbare Reisen.
Die raue Lage direkt an der Küste und der schroffe Boden ihres Dorfes Vialage erlaubte es nicht Weizen, wie er in den anderen Landstrichen Dänemarks vorwiegend angebauten wird, auszusäen. Dinkel war das einigste Getreide welches hier ausreichend Erträge abwarf. Letztes Jahr sogar soviel, dass der Überschuss nach Bullensoll gebracht und verkauft werden konnte. Mit dem so verdienten Silber hatte Skralas Vater eine weitere Kuh gekauft und beim Schmied eine neue breitere Axt erworben.
Skrala sah immer noch ihren Vater mit dieser Axt in der Hand auf die Angreifer zustürmen, nachdem er ihr noch zugerufen hatte, nach Bullensoll zu fliehen und Alarm zu schlagen. Aber er konnte nichts mehr für ihre Mutter oder ihre Geschwister tun. Die Angreifer waren keine zerlumpten Banditen oder heruntergekommene Piraten. Skrala konnte das Metall schimmern sehen, welches den ganzen Körper der Angreifer bedeckte. Noch bevor ihr Vater mit seiner Axt zuschlagen konnte, trennte ein schneller Hieb eines Angreifers erst seinen Arm und ein zweiter den Kopf vom Rumpf ab.
Skrala nahm nicht den Hohlweg, wie viele andere Dorfangehörige Richtung Bullensoll, sondern verkroch sich im dichten Unterholz. Dies sollte ihr Leben retten, denn bereits hinter der ersten Biegung des Weges wurde jeder Flüchtende aus dem Hinterhalt mit einem Pfeil niedergestreckt.
Die Schreie der Männer im Dorf verstummten schnell. Hingegen die der Frauen noch lange zu hören waren.
Die ganze Nacht konnte Skrala den Feuerschein in Ihrem Versteck sehen und das Grölen betrunkener Männer hören. Sie blieb noch eine Nacht zusammengekauert in Ihrem Versteck und wagte sich erst am Morgen des zweiten Tages vorsichtig zurück ins Dorf.
Ihre Heimat war zerstört, ihre Familie ausgelöscht, aber sie musste die letzte Anweisung ihres Vaters erfüllen. Jenes Mannes zu dem sie jahrlang aufgeschaut hat. Welche als Sprecher des Dorfes die kleinen Geschicke lenkte und die Großen mit dem Lehnsherren bereden durfte. Ihr Vater war ein stolzer und gerechter Mann. Er scheute sich auch nicht dem Verwalter von Bullensoll entgegen zu treten, wenn dieser die Befugnisse seines Amtes etwas zu weit auslegte und Frondienste einforderte, um seine eigenen Güter zu bewirtschaften. Hand- und Spanndienste waren persönliche Dienstleistungen der Bauern gegenüber dem Lehnsherrn und nicht gegenüber seinem Verwalter. Auch die Anzahl der Tage an denen der Ochse vor den Pflug zu spannen war, war genau festgelegt. Auch hier versuchte der Verwalter immer wieder mal den einen oder anderen Tag zu unterschlagen. Auch schon so war der Frondienst für die Bauern ein schweres Los, da der Frondienst ohne Rücksicht auf die eigene Saat- oder Erntezeit eingefordert wurde. Durch seinen Einsatz für die Dorfbewohner war ihr Vater ein angesehener Mann, aber nun lag er erschlagen zwischen vielen Anderen auf der blutgetränkten Erde.
So kam es, dass Skrala sich mehr wankend als gehend auf den Weg nach Bullensoll machte.
Nach dieser Schar kommt stolz ein Seekrieger, Seewikinger, zahlreiche Männer, trugen ihre roten Schilde über das salzige Meer, eine ausgesuchte Schar, die ging ohne Furcht
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Re:Ein Überfall ohne Konsequenzen? 10.01.2012 17:57:35 --- 4 Monate, 1 Woche her
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Tjark der Verwalter und Vorsteher von Bullensoll hörte sich an, was Skrala zu berichten hatte und überließ sie dann der Obhut einer Magd. Dann schickte er 10 bewaffnete Reisige nach Vialage und ließ die Milz in voller Montur und Bewaffnung antreten. Gleichzeitig wurden Späher ausgesandt, um die Umgebung zu erkunden.
Danach setzte er 2 Schreiben auf.
Das erste an den Jarl von Suedjytland
Hejsan Jarl Nordas Beotar
ich schreibe im Namen meines Herrn Malte von Bullensoll.
Ich muss Euch mitteilen, dass Vialage ein kleines, direkt an der Küste gelegenes Dorf im Lehen meines Herrn von ausländischen Ritter angegriffen und zerstört wurde.
Die Anzahl und Herkunft der Angreifer ist unbekannt, genauso ihr gegenwärtiger Aufenthaltsort.
Hochachtungsvoll Tjark
Verwalter und Vorsteher von Bullensoll
Das zweite an seinen Lehnsherrn
Mein Lehnsherr Krieger Malte vom Bullensoll und Husjarl von Dänemark,
alle 8 Hufen von Vialage wurden von unbekannten Rittern vollständig niedergebrannt und die Einwohner ermordet.
Uns ist nur von einer Überlebenden bekannt. Von ihr wissen wir, dass die Angreifer Kettenhemden und Plattenrüstungen trugen und es somit um keine einfachen Banditen handeln kann.
Wer die Angreifer waren und ob sie nach auf Eurem Lehen sind, war uns noch nicht möglich festzustellen.
Dem Jarl habe ich bereits Botschaft zukommen lassen.
Hochachtungsvoll Tjark
Verwalter und Vorsteher von Bullensoll
Zwei Boten wurden ausgeschickt. Diese überbrachten beide Nachrichten sicher an ihre Empfänger
Nach dieser Schar kommt stolz ein Seekrieger, Seewikinger, zahlreiche Männer, trugen ihre roten Schilde über das salzige Meer, eine ausgesuchte Schar, die ging ohne Furcht
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Re:Ein Überfall ohne Konsequenzen? 14.01.2012 17:05:53 --- 4 Monate, 1 Woche her
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Es wurde schon wieder Nacht als dänische 10 Krieger Vialage erreichten.
Der Brandgeruch konnte den Gestank des Todes nicht überdecken. Außer ein paar Raben die sich an den Leichen labten, schien das Dorf verlassen zu sein. Trotzdem wurde erst einmal das Gelände gesichert. Die zerstückelten und erschlagenen Bauern die sie bei der Erkundung des Geländes vorfanden, lieferten ihnen ein ungefähres Bild des Angriffes.
Durch einen Scheinangriff vom Meer aus, wurden die wehrhaften Männer zum Strand gelockt, während Frauen, Kinder und Greise versuchten, ins Hinterland zu flüchten. Die Männer am Strand wurden dann von 2 Seiten in die Zange genommen und abgeschlachtet. Die Frauen und Kinder wurden aus dem Hinterhalt erschossen.
Jene die den ersten Angriff überlebt hatten, hatten nicht so viel Glück. Die überlebenden Männer wurden anscheinend lustvoll gequält bis zu starben und die Frauen dienten dem Vergnügen der Männer
Es sah so aus, als sei die Aktion geplant worden, um alle Bewohner des Dorfes zu vernichten, damit keine Zeugen die Angreifer identifizieren konnten.
Am nächsten Tag packten die Männer die Toten auf ein Schiff, um ihnen wenigstens ein anständiges Feuerbegräbnis zukommen zu lassen. In der Hand einer vergewaltigten Frau sah ein Krieger ein Fetzen Stoff, der zu wertvoll schien, als das er hierher gehörte. Die Finger wurden nach hinten gebogen und gaben den Stoff frei.
Schweigend starrten sich die Männer an.
Dann nahm Holgar, der Anführer der Gruppe, den Stoff an sich, faltete ihn sorgsam und steckte ihn in seinem Wams.
Sie vereinbarten, kein Wort zu Niemanden über die Existenz, geschweige die Farbe des Stoffes, denn die Männer hatten sofort erkannt, zu welchem Land es gehörte.
Erst Ihrem Lehnsherrn, ihrem Jarl oder dem Thanen würden sie den Stoff zeigen.
Nach dieser Schar kommt stolz ein Seekrieger, Seewikinger, zahlreiche Männer, trugen ihre roten Schilde über das salzige Meer, eine ausgesuchte Schar, die ging ohne Furcht
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Re:Ein Überfall ohne Konsequenzen? 16.01.2012 22:23:22 --- 4 Monate her
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Wieder in Bullensoll angekommen, mussten sie Tjark, den Verwalter und Vorsteher von Bullensoll, berichten, dass in Vialage niemand mehr am Leben war, sie verschwiegen aber ihren Fund und erklärten den Vorsteher nur, dass sie unverzüglich aufbrechen müssten, um dem Lehnsherrn, dem Jarl oder dem Thanen von den Ereignissen und ihren Erkenntnissen persönlich zu berichten.
Tjark regte sich hierüber mächtig auf und erinnerte die 10 Krieger daran, dass ihre Aufgabe der Schutz des Lehens von Malte vom Bullensoll sei und niemand wisse wo die Angreifer jetzt sind. Und er drohte ihnen mit Strafe, falls sie das Dorf verlassen würden.
Holgar, zwar nur eine Handbreit größer als Tjark, dafür ein Kreuz wie ein Bär, schnappte sich Tjark, hob ihn hoch, als sei er ein kleiner Sack Mehl.
Meine Treue und meine Verpflichtung gehören Malte vom Bullensoll. Und wenn er meint, mich für mein Verhalten bestrafen zu müssen, so soll es so sein. Aber du bist nicht der Lehnsherr von Bullensoll. Also droh mir nicht mit Strafe, ansonsten droh ich dir mit meiner Axt.
Dann ließ er ihn einfach fallen und ignorierte ihn vollends.
Niemand wagte es danach noch, die Krieger bei ihrer Abreise zu stören. Da Holgar nicht wusste wo sich Nordas, Malte oder Morton aufhielt, war sein erstes Ziel die dänische Burg. Die Reise dahin war nicht weit und so mussten nicht viele Vorbereitungen getroffen werden. Und falls die Gesuchten dort nicht waren, so würde man ihnen gewiss sagen können, wo er sie findet. Und sollte es eine lange Reise werden, konnte er immer noch Proviant und Material nachkaufen. Holgar war sich sicher, dass Malte ihm seine Kosten ersetzen würde.
Als sie mit dem Langboot davon segelten, ließen sie verstörte und ratlose Einwohner zurück. Was hatten sie in Vialage gefunden, dass es nötig war, die Anführer ihres Volkes persönlich davon zu unterrichten. Egal was es war, es konnte nicht gut sein.
Nach dieser Schar kommt stolz ein Seekrieger, Seewikinger, zahlreiche Männer, trugen ihre roten Schilde über das salzige Meer, eine ausgesuchte Schar, die ging ohne Furcht
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Re:Ein Überfall ohne Konsequenzen? 19.01.2012 17:11:44 --- 4 Monate her
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D E U T S C H R I T T E R !
Ein zorniges, hasserfülltes Wort hallte von den Zeltwänden zurück.
Dann schaute Malte den Überbringer der Nachricht an.
Gut gemacht Holgar. Entscheide selbst wo dein Platz sein soll. In Bullensoll oder in Pruzzen?
Pruzzen! War die schnelle und überzeugte Antwort
Malte überlegte kurz, nahm einen Stein, auf dem Runen eingemeißelt waren, aus seiner Tasche und warf ihn Holgar zu.
Dieser Stein wir dich als meinen persönliche Boten ausweisen. Begib dich zu den Heerführern und weise sie an, zu rüsten. In 6 Sonnenumläufen werden wir in den Krieg ziehen.
Mit einem kurzen Nicken zeigte Holgar, dass er verstanden hatte und verschwand aus dem Zelt.
Malte hörte bereits ein Rascheln und wusste, dass Eirik die erforderlichen Karten auf dem Tisch ausbreitet.
Den weißen Fetzen Stoff der ein sich aufbäumendes schwarzes Pferd zeigte, packte er auf den Stapel für unerledigte Sachen.
Dann schaute er auf die Karte - es gab beim Fürsten der Feiglinge viel Land zu verheeren und Boden zum Blut tränken.
Nach dieser Schar kommt stolz ein Seekrieger, Seewikinger, zahlreiche Männer, trugen ihre roten Schilde über das salzige Meer, eine ausgesuchte Schar, die ging ohne Furcht
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