Ritterheere-Forum
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THEMA: Re:Wenn Russen reisen...
 
Oswaldt von Lavena

Susdaler Rus
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Re:Wenn Russen reisen...      07.01.2012 12:47:05 --- 4 Monate, 2 Wochen her  
Wuktyl, November 1073

Es klopfte. Oswaldt, der gerade seine Morgensterne polierte ("Au, Dermo! Au, warum hab ich kein Schwert!" rief kurz "Woiti!" ohne aufzublicken.

"Herr ein merkwürdiger Mann möchte Euch sprechen." hörte er seinen Sekretär sagen.
"Was ist merkwürdig Puro Purowitsch?"
Soooooo, er letzte Dorn glänzt auch...
"Er ist schwarz Herr!"

Oswaldt schaute auf und sah den entsetzten Sekretär an. Dann grinste er breit.

"Das ist wunderbar, lass ihn rein!"

Wenige Minuten später baute sich ein hünenhafter Neger vor dem Innenbojaren auf. Oswaldts Haarwurzeln kribbelten, aber er bat den Angekommenen sich zu setzen.
Dieser ergriff auch sofort das Wort, ohne des Bojaren Aufforderung abzuwarten:
"Andrej Alexejewitsch, Euer Onkel (warum weshalb - hier mehr)
lässt Euch grüßen...."
"Hulbar, hier heiße ich Oswaldt Alexejewitsch! Und Sekretär - Du kannst gehen!"
Nachdem Puro das provisorische Büro verlassen hatte, fuhr der Mohr fort:

"Wladimir Tronkowitsch Dostoprisch lässt Euch seine Glückwünsche ausprechen und dankt für Eure Sorge. In Kostroma ist alles in Ordnung, weder Kasan, noch Byzanz noch die Moskauer haben ihn bisher gefunden! Auf Euern Wunsch hin hat er an alle freien Grafschaften Boten gesandt. Feinde Susdals werden nun überall in Russland gejagt! Nirgends wird ihnen Unterschlupf gewährt und der Raubrittertrupp um Herrn Haakon erhält unsere Unterstützung!"

"Danke Hulbar! Ich setze ein Schreiben an meinen Onkel auf und Du lässt Dir ertmal was zu saufen geben und heute übernachtest Du im Tross!"

Der Mohr erhob sich zu seiner eindrucksvollen Größe.

"Danke Andrej Alexejewitsch. Ein letztes noch. Ihr seid den Banditen Russlands etwas schuldig, so Euer Onkel!"

"Das weiß ich Hulbar!" seufte der Chef der Polizei, "das weiß ich!"


 
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Dimitri Dolgoruki

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Re:Wenn Russen reisen...      07.01.2012 17:15:19 --- 4 Monate, 2 Wochen her  
Im ganzen Susdaler Land war Kriegsgeschrei ertönt,überall in jeder Grafschaft und in jedem kleinen Dorf wurde gekämpft,gestorben,geschlachtet.Ein Feuer erging über alle Ländereien,selbst die Bruderschaftstruppen wurden gesichtet die aus eigenen Interessen den Kampf gegen die Makedonen und Byzantiner aufnahmen.Verbrecher und Eingekerkerte wurden auf freien Fuss gesetzt,von den Russen selbst oder von den Eindringlingen,in dem Chaos der entstanden war konnte man dies nicht mehr eindeutig sagen.Einige dieser Verbrecherbanden machten sogar Jagd auf den Feind,aber gleichzeitig terrorisierten sie auch die örtliche Bevölkerung.Einer von ihnen der sich Tscherip(Schädel) nannte übernahm sogar die Kontrolle über einige Dörfer und Siedlungen,bot aber dafür Schutz vor anderen Verbrechern und den größten Verbrechern,diejenigen die sich Südbund nannten.

Partisanenbewegungen formierten sich und je mehr die Bevölkerung litt und je mehr Leute nichts mehr zu verlieren hatten,umso mehr Zulauf bekamen sie.Aus den dunklen Wäldern und dem Frost Russlands stürmte sie überraschend zum Angriff,unterbrachen die Versorgungslinien des Feindes,massakrierten und entstellten einige der Feinde aufs Schlimmste und verschwanden wieder ins Nichts.Die Wälder waren noch immer das Hoheitsgebiet der Rus und kein Südbündler traute sich dorthin die Verfolgung aufzunehmen.Wenn ihnen auch die Grafschaft mit ihren Städten und Ansiedlungen gehörten,weil sie sie durch ein eisernes und unbarmherziges Regime besetzten,so reichte ihre Hand nicht in die Wälder und die Weiten der Susdaler Rus.

Achja und da war da noch die reguläre Susdaler Armee und ihre Eliteverbände,diese erwiesen sich als eine Macht mit der noch immer zu rechnen war.Sie trieben die Streitmächte aus Byzans und Makedonien immer mehr in den Norden,in die Arktis und traten Sie in großen Kesselschlachten zu Brei.Der stählerne Griff des Susdaler Militärs wurde immer enger und fester mit jeder gewonnen Schlacht.Er nahm ihnen die Luft zum Atmen und keine Zeit sich zu reorganisieren und zu regenerieren.

Die Hetzjagd begann und Dimitri selbst mit einigen seiner Männer verfolgte sie ohne Gnade.Sie waren wie Bluthunde geworden,ausgehungert,mit Blessuren aber mit einem unbändigem Hunger auch die Letzten von ihnen zu schnappen.

"Hier sind Fußspuren,der kleine Trupp der Byzantiner kann nicht mehr weit sein!"
kaum waren die Worte ausgesprochen,huschten schnelle Schatten davon,immer weiter und weiter bis in die vereisten Einöden.

Durch wenn würden die besten Heere Byzans und Makedoniens nun zu erst fallen?Durch das ewige Eis das sie immer mehr umschlang oder das Schwert derjenigen denen sie den Krieg erklärten,dies bleibt abzuwarten!Aber die Gier nach Silber hat sie in keine gute Lage gebracht,Dimitri und die anderen Druschiniks würden keinen einzigen von ihnen am Leben lassen,das war gewiss.


Zar der Susdaler Rus,Kiewer Rus und Kasans
 
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Dimitri Dolgoruki

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Schlacht von Timanskij-Vjatka,Blut und Feuer      18.01.2012 23:41:02 --- 4 Monate her  
Timanskij



Der verbliebene Rest der susdaler Streitmacht versammelte sich in Timanskij,ein großer Heerhaufen,ein starker Gegner.Es war ein letzter Versuch die Heerscharen aus Byzans,Makedonien und Bulgarien in einem blutigen und schweren Kampf in die Knie zu zwingen.Man wartete auf den Feind und er kam,Byzans Streitmacht von Süden,die Bulgaren und Makedonen positionierten sich östlich.Alleine schon Byzans hatte beinahe die gleichen Truppengröße aufgeboten wie Susdal,die östlichen Truppen aus Bulgaren und Makedonen führten ein ähnlich großes Heer an.

Noch einige Monate zuvor schaffte man es Teile der makedonischen und byzantinischen Heere im kalten Herzen Susdals,der Tundra des Nordens aufzureiben,einen nach dem anderen und ihre Gebete brachten keine Erretung.Der Schnee legte sich auf ihre toten Körper,Boreas eisiger Atem lies ihr Geschrei verstummen und ihre susdaler Verfolger sättigten sich und schöpften Kraft am elenden Dahinsterben ihrer verhassten Gegner.Die kläglichen Überreste wurden in Straflager geschickt,nur diejenigen mit einem Adelstitel konnten auf ein erträgliches Dasein hoffen.Einige aber die diese eisige Hölle überlebten,waren in den Heeren des Feindes vorzufinden und ihr Ruf nach Rache war in ihre Gesichter gemeizelt.Es würde ein schreckliches Gemetzel werden,denn trotz ihrer Unterzahl waren die susdaler Krieger grimmig und stark,gestählt durch die Schlachten und Siege des langen Feldzuges.

Der Wind wehte schwach,die Heerbanner bewegten sich dazu und der Zar umringt von seinen Bojaren deutete mit dem Schwertarm in Richtung der Feinde.Als wollte er sagen,hier sind sie,besiegt sie und euer Land kann wieder aufatmen,das Zarenreich erneut erblühen,die Sonne sich wieder über Russland zeigen.Mag der Himmel heute seine Tränen um euch,um uns vergießen sollten wir scheitern,wir werden es nicht,weil wir wissen das wir alles gaben.


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Vasiya Pupkin

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Re:Schlacht von Timanskij-Vjatka,Blut und Feuer      20.01.2012 16:06:27 --- 4 Monate her  
Es war ungewöhnlich kalt in dieser Nacht. Der Atem stand direkt vor dem Gesicht wie Eis. Dicke Felle mussten den bibbernden Körper schützen. Es roh in dieser Nacht nur nach kalter, klarer Luft. Der Boden war schon seit Stunden gefroren und wurde zu einer Tortur. Stundenlanges Marschieren in der Nacht ohne Fackel und ohne warmes Essen kostete seinen Preis. Viele der Soldaten vielen mehr und mehr zurück vor Erschöpfung, Müdigkeit und Unwillen. Sie Marschierten alle Stumm weiter ohne sich zu beklagen denn sie wussten das er an ihrer Spitze lief. Er der schon vor Monaten von allen Ärzten aufgegeben wurde und dessen Ende hinter jeder neuen Biegung liegen könnte. Ehrfurcht und Respekt waren es was sie auf dem Weg hielt. Was sollten sie über sich selbst sagen wenn er weiter marschierte aber sie zurückblieben. Was konnten sie erzählen wenn man sie fragte wieso sie nicht weiter kämpften obwohl er es tat. Sie waren es ihm nicht schuldig und doch war es ihre eiserne Disziplin und der Grundgedanke von ihm der sie weiter marschieren lies.

Es schien als würde es mit jedem Schritt Kälter, obwohl sie Richtung Süden marschierten und es wärmer werden müsste. Vielleicht war es ein Zeichen das sie auf dem richtigen weg waren. Vielleicht aber auch nicht. Sie wussten nur das es um Ihr Leben, um ihre Heimat und um ihre Liebsten ging. Würden sie versagen so würde es nichts mehr geben wofür sie gearbeitet und gelebt hatten. So schwiegen sie statt fröhliche Lieder zu singen oder zu trinken und an Lagerfeuern zu sitzen und mit Geschichten zu prahlen. Sie Liefen durch die kalte und dunkle Nacht. Alexej war froh das es so finster war. So sahen seine Männer nicht das Unheil das hier gewütet hatte. Zerstörte Dörfer und Städte. Mit Leichen übersäte Felder und Straßen. Hin und wieder mussten er und andere Offiziere die Straßen frei räumen damit die Soldaten nicht sahen was ihre Moral brechen könnte.

Sie waren nun schon lange in Timanskij. Von Nordosten aus waren sie gekommen um diese Provinz zu halten gegen den erneuten Ansturm der Feinde. Nach weiteren Stunden sahen sie endlich Lichter in der Ferne und ein leises Klingen von Stahl auf Stein brach die Stille. Es war eine von vielen Burgen an der fieberhaft gearbeitet wurde, doch es gestaltete sich schwierig da erst vor kurzem diese Provinz verwüstet wurde und nur wenig Material zur Verfügung stand. Die Mauern der Burg wurden um 2/3 kleiner wieder aufgebaut. Nichts erinnerte an den einstigen Stolz dieser Wehrmauern. Doch musste es reichen.

Tzwenson durchschritt als erster den Torbogen und wieder war es die Dunkelheit die seine Truppen schützte. Erbärmlich wäre eine schöne Umschreibung für seinen äußerlichen Zustand. Er war alt und der jetzige Krieg hatte ihm jedes Gramm Fett aus dem Leib gerissen. Er selbst aß wenig um nicht über seinen Truppen zu stehen. Seine Rüstung hatte er abgelegt um wenigstens ein wenig Erleichterung verspüren zu können. Er baute sich mit seiner Leibgarde am Tor auf und hob seinen Speer um all jene die ihm Nachfolgten seinen Respekt für diesen Marsch zu zollen. Alexej bewunderte ihn dafür. Es war nicht nur unüblich für die Herrscher dieser Zeit sondern auch für jeden Mann. Er selbst wäre lieber in den warmen Wänden der Burg verschwunden als hier zu stehen und auch auf den letzten zu warten.

Doch nicht nur sie sammelten ihre Kräfte für einen letzten Schlagabtausch sondern auch ihre Feinde. Und so gab ihnen dieser Umstand genug Zeit um sich zu Organisieren und auch ein wenig zu entspannen, Kraft zu sammeln vor der vermeintlich letzten Schlacht.

Der Zar stand Täglich auf der Äußeren Mauer und schob den einfachen Wachdienst. Niemand wagte sich derzeit in seine Nähe, haftete ihm doch irgendwie der Geruch des Todes an. Er selbst spiegelte sein Land wieder. Er war aus gezerrt, alt und zerstreut. Ob es daran lag das er sich nicht mehr Wusch oder einfach daran das er seinem Ende entgegensah konnte man aus der Entfernung nicht sagen. Alexej war derzeit der einzige den er in seiner Nähe duldete. Sein treuer Freund war es auch der sich für ihn im Lager um hörte und ihm versicherte das es keinen gäbe der auch nur einen Augenschlag lang an ihm Zweifelte oder an der Sache die er für das wichtigste hielt. Keine Fremden im eigenen Land zu Dulden. Sollten sie doch bleiben wo sie geboren wurden und ihre Nachbarn um Land anbetteln oder es sich nehmen statt in so einer großen Überzahl einfach Fremdes Land gewaltsam zu nehmen.

Die Bauern aus der Umgebung versorgte die Kämpfer mit dem Nötigsten und so langsam löste sich die Stimmung. Wochen waren vergangen ohne das sich einer der zahlreichen Feinde gezeigt hatte. Einen kurzen Moment lang wähnten sich die Männer sogar in Sicherheit das es keinen weiteren Kampf geben würde. Genährt wurde dieses Gefühl von dem Gerücht das der Außenminister des Zaren in Verhandlungen mit dem Feind stand. So lebten sie abgeschottet von der Außenwelt am Tor zu ihrem Land um es zu schützen und das wenige was übrig war zu erhalten. Sie hatten bereits einige von den Feinden im Norden gestellt und auch wenige Gefangen nehmen können. So war es dem Kleingeist schnell klar das hier nun weniger auf dem Felde gekämpft wurde.

Doch eines Morgens erschallte ein Horn das bereits Monate still war. Es war ein einzigartiger Klang, melodisch und doch kalt wie ein melancholischer Ruf eines fremden Tieres. Dieser unverwechselbare Klang trieb Traurigkeit in all jene Herzen die es kannten und doch entfachte es auch die Lebensgeister und einen nicht zu brechenden Trotz. Es war das Horn des Zaren der wiedereinmal auf den Mauern stand und mit einem kräftigen Lungenzug hinein blies. Es bedeutete das ein Feind in Anmarsch sei. Alexej der eben noch mit einer der anderen Wachen in ein Gespräch vertieft war blickte auf und suchte den Horizont ab. Er konnte nichts erblicken. Keine Fahnen, keine Reiterei und noch nicht einmal eine kleine feindliche Abteilung. Ihm war klar was passiert sein musste. Der Zar war nun endgültig seinem Alter erlegen. Mitleidig schritt er auf ihn zu und erarbeitete sich einen Plan wie er den Zaren dorthin bringen konnte wo er in ruhe streben konnte. Auf dem Weg zu seinem Herrn sah er wie sich die Soldaten sammelten. Sie stellten sich in Reih und Glied auf und besetzten alle Stellungen der Verteidigung. Ohne murren und mit höchster Eile so als wenn der Feind schon kurz vor den Mauern stand. Es wäre eine herbe Enttäuschung für sie wenn der Ruf ihres Herren dieses mal nicht einen Feind sondern sein Ende anzeigen würde.

Plötzlich blieb er stehen. Er konnte seinen Augen kaum treuen als er sah das sich einige der Krieger die das Zarenbanner trugen hin knieten um sich von Pfarrern für den Kampf segnen zu lassen. Auch weniger katholische Kämpfer waren dabei. Entweder war dies ein positives von Gott gesandtes Zeichen oder aber ein sehr schlechtes. Er schmunzelte als ihm der Gedanke kam das die Mahnwache für seinen Herr schon bereitstehen würde. Mit gesenktem Blick schritt er ein paar Stufen auf die Wehrmauer hinauf und sah den Zar einen Moment lang an. Trotz der Felle sah er deutlich wie die einstige Statur seines Herrschers zurückgekommen war. Er stand aufrecht mit dem Blick geradeaus. Die Aura die ihm einst umgab war wieder spürbar und ohne ein Wort gesagt zu haben sprach ihn der Zar an. „Alexej, siehst du das?“ Alexej blickte an dem Ausgestreckten Arm entlang über den Speer auf den Horizont und konnte erst jetzt eine kleine Masse ausmachen die sich auf sie zu bewegte. „Du hast sie immer vor uns bemerkt, mein Heer. Ob sie nun in Massen kamen oder in einzelner Gestalt.“ Er bewunderte diese Aktion des Zaren und das alte Vertrauen in ihn kam zurück. Schnell drehte er sich um und brüllte befehle zur Koordinierung. Es war mehr aus Gewohnheit als das es nötig gewesen war. Die Männer erwarteten den feind mit Freude.

Hoch am Himmel stand die Sonne als der Feind seine erste Welle gegen die Mauern schickte. Pfeile surrten an den köpfen der Verteidiger vorbei und Speere klatschten gegen die Wehrmauern. Die erste Salve war von zu weit weg geschossen worden so das sie keine Verletzten oder Toten zu beklagen hatten. Das änderte sich aber mit der zweiten Salve von Geschossen. Tzwenson hatte sich nicht vom Fleck gerührt und duckte sich auch nicht unter Pfeilen hinweg. Er wollte Gott entscheiden lassen wann er sterben würde. Er hob die Hand um seinen Kriegern das Signal zum Abschuss der Pfeile zu geben. Auch diese surrten knapp an seinem Kopf vorbei und traf viele Feinde. Er überblickte die Größe des Feindlichen Heeres und hätten sie nicht noch ein paar Bauern in den Wehrdienst eingezogen so stünden sie hier in zweifacher unter Zahl und wohl verloren da.

Die erste Welle der Feinde konnte noch vom Wall abgehalten werden doch die Zweite erreichte schon mit Leitern und Türmen die Verteidigungsstellungen. Schnell waren sie auf der Mauer und es begann ein Langer Kampf. Allein der Zarengarde mit seinem alten Freund Timshal von Turgenjewo war es zu verdanken das sie den Angriff abwehren konnten. Es vergingen zwei Tage bevor ein Ausfall der Susdaler Rus zu einem Sieg führte. Sie stürmten mit aller Macht aus dem Haupttor hinaus und begegneten den Feinden von Angesicht zu Angesicht auf dem Feld. Sichtlich überrascht und unvorbereitet musste der Feind aus byzantinischen, mazedonischen und bulgarischen Heeresabteilungen den Rückzug antreten.

Die Susdler Rus unter Tzwenson der wie durch ein Wunder überlebt hatte waren ausgeruht und frisch in die Schlacht gestartet und so verfolgten sie ihren feigen Feind unmittelbar. Leichtes Gepäck und praktisch nur mit ihren Waffen und Rüstungen am Leib nahmen sie die Verfolgung auf.
Nach Wochen konnten sie ihre verhassten Widersacher in Vjatka stellen. Doch ihr Wagemut war Planlos gewesen und so standen sie dieses mal im Angriff einer doppelt so großen Streitmacht gegenüber. Tzwenson stieß seinen Speer in den Boden und hockte sich kurz hin. Er musste kurz verschnaufen. Er nutzte diese Pause aber um einen tollkühnen Plan zu ersinnen. Er selbst würde dem Feind in der Mitte des Schlachtfeldes begegnen und so seine Gegner sich selbst behindern lassen. Er wusste um seinen Ruf unter ihnen. Sein Trotz und seine Erfolge gegen sie machten ihn zu einem der meist gehassten Menschen unter ihren Kriegern wenn nicht sogar den am meisten gehassten Menschen überhaupt. Sicherlich würden sich alle sofort auf das Zarenbanner stürzen um sich damit zu rühmen das er es war der den Zaren Russlands den Kopf ab schlug. Ihre Gier und ihre Selbstüberschätzung würden ihr Niedergang sein.

Er wies seinen Kriegsminister mit der Schwarzkuttengarde und seinen Außenminister mit der Zarengarde an die Flanken an zu greifen und so die Flanken in die Mitte zu drängen während er sich gegen die Hauptstreitmacht in der Mitte stemmen würde. Sollte dies gelingen würden sie den Kreis um die Verteidiger schließen und sie zerreiben. Ohne Gefangene zu machen.

Sein Plan ging auf. Sie lösten unter johlenden Gegröhle den Feind auf und vernichteten all seine Hoffnung auf einen Sieg. Unterlegen in der Masse und überlegen in Taktik und Willen standen sie als Sieger auf den Überresten der gegnerischen Heere. Jedes dieser Völker wäre allein schon stark genug um den Susdaler Rus die Stirn zu bieten. Zwar wäre dieses genauso wenig von Erfolg gekrönt gewesen doch in dieser Übermacht zu verlieren würde ewig an ihnen haften bleiben. Susdal hatte bewiesen das sie zwar nicht viele Schwerter auf zu warten hatten doch konnten sie beweisen das dies nicht allein einen Krieg entscheidet.

Es folgte ein Fest unbekannten Ausmaßes. Die Heere zerstreuten sich und fanden sich weit südlich wieder zusammen. Zu südlich denn es gab Berichte das versprengte Abteilungen der mazedonischen Streitkräfte sich im Osten wieder zusammengerafft hatten. Ein weiteres mal würden sie den Feind schlagen müssen. Doch der Zar zog sich wieder zurück. Tzwenson ging in sich und rief Gott an. Er flehte um Erlösung von dieser Erde. Er fragte wieso er nicht im Kampf gefallen sei. Wieso Gott ihm nicht endlich seine ruhe gönnte. Hatte er seine Feinde nicht schon oft genug zurückgeschlagen. Sie auf eigenen Grund besiegt und sogar für alle Katholiken im Norden gekämpft. Hatte er nicht das Recht an einem Platz im Himmel? Es folgte keine Antwort und so zog er mit seinem Heer wieder vorwärts. Am nachfolgenden Tag, die Sonne zeigte sich gerade erst in den ersten Zügen sah er einen Tiger an dem Heer vorbeiziehen. Er folgte ihm ohne nach zu denken in den nächsten Wald. Er beobachtete den Tiger der zielstrebig einer Fährte folgte bis er auf einen Bären traf der einen Hirsch erlegt hatte. Erst jetzt bemerkte er das er seine Waffen alle im Lager hatte liegen lassen. Er wollte sich gerade abwenden um ins Lager zurück zu kehren. Da geschah etwas das er nie für Möglich gehalten hatte. Der Bär, ein massiges großes Tier mit Pranken wie Baumstämme schien dem Tiger, aus gehungert und weit kleiner als die Tiger die er kannte, weit überlegen doch dieser Schritt offen auf ihn zu und forderte die Beute des Bären. Dieser baute sich vor dem Tiger auf und brüllte so laut das Tzwenson dachte seine Ohren würden Platzen. Der Tiger blieb davon unberührt. Er spannte seinen Körper an, sprang den Bären an und brachte ihn zum taumeln. Der Bär schlug aufrecht stehend mit seinen Pranken ins Leere und seine Beinchen gaben nach. Er plumpste auf seinen Hintern und konnte den zweiten Angriff des schmächtigen Tigers nicht abwehren der genau auf seine Kehle gezielt war. Es dauerte keine zwei Sekunden dann verstarb das Zucken des Bären. Der Tiger nahm sich die Beute und fraß sich satt während der Bär im Wald verrottete. Dies war das Zeichen auf das Tzwenson gewartet hatte.


 
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Oswaldt von Lavena

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Re:Wenn Russen reisen...      20.01.2012 16:59:25 --- 4 Monate her  
Mai 1074, Kirow



Unweit des Heerlagers hatte unser Held eine Sauna gefunden. Seine Wunden verheilten schnell, seine Laune war prächtig (der Krieg stand gut und seine Aktenberge hunderte Werst entfernt) und er hatte einen Krug besten erbeuteten griechischen Weins bei sich.

Kurz dachte er an die flüchtenden Byzantiner, an die Amazone mit der er sich auf dem Schlachtfeld zu Vjatka gemessen hatte (Valeska war ihr Name gewesen und wie er eine Meisterin des Morgensterns) und an den beginnenden Frühling.

'Ein Heldenepos!' dachte er, 'ich sollte ein Heldenepos verfassen! Timshal und Dimitri, die Helden der Schlachten. Der greise Zar, das Banner schwingend. was für ein Stoff!'

Vorsichtig sang er :
Und auf den Ebenen von Timanskij, / erschlug Timshal die Griechen! / Ihr Leben nun verdammski / nach Moder sie nur riechen!"

'Mmmmmmmh, vielleicht doch kein Epos. Nochn Spottlied..."


 
Letzte Änderung: 2012/01/20 17:01 von Oswaldt von Lavena.
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Halfdan Treffermeister

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Wenn Byzantiner fliehen      20.01.2012 21:42:04 --- 4 Monate her  
So also waren die Heere der Byzantiner geschlagen worden.
In den letzten Tagen vor der Schlacht waren die Nahrungsmittelvorräte im Heer so knapp geworden, dass die Verpflegung für alle hatte rationiert werden müssen. Mancher Adliger mochte von seinen eigenen Reserven nichts abtreten und die Heerführer waren sich unter einander uneins, so dass den Selbstsüchtigkeiten der von Kälte und Hunger geplagten Griechen kein Einhalt geboten wurde.
Unter den einfachen Soldaten brach schließlich Streit aus, denn immer wieder kam es zu übergriffen unter den Männern und Frauen, die sich gegenseitig den Proviant raubten. Erst als ein Dutzend Soldaten getötet wurde, konnte durch drakonische Bestrafung der Täter die Ordnung wieder hergestellt werden.
Um von nun an die Ordnung aufrecht zu halten, wurden schon kleinere Vergehen bestraft indem man die Soldaten kurzerhand am Wegrand kreuzigte.
Die Disziplin unter den Merarches und Stratioten nahm bedenklich ab, einige Adlige wollten rechtzeitig zum Ende des Sommers mit ihren Leuten auf ihren Ländereien sein, um wenigstens in dieser Saison die Ernte mit ausreichend Händen einbringen zu können. Im Heerlager wurde schon seit Wochen immer wieder von Meuterei geflüstert und die schlechte Moral wie der harte Winter forderten ihren Tribut an der Zahl der Byzantiner.

Halfdan hatte auch nach dem Scharmützel gegen die Kasaner wieder Männer gefunden, die bereit waren seine Führung zu akzeptieren, denn er versprach zusätzliche Beute zu machen, während sich die Heere durch feindliches Gebiet bewegten.
Sie alle hatten sich der Nachhut angeschlossen und spalteten sich immer wieder vom Heerestross ab um Dörfer und Klöster in der Hoffnung auf Nahrung und Beute zu überfallen. Für manches niedergebrannte Dorf, an dem die Susdaler Heere vorbeikamen waren Halfdan und seine Truppe verantwortlich.
Auf diese Weise marschierten seine Männer und er häufig hinter oder parallel zum Hauptheer, in dessen Schutz sie jedoch immer wieder zurück gekehrt waren.
Wochen (sic) nach der Schlacht um Vjatka hatten die Susdaler den Versorgungszug der Byzantiner aufgebracht, was sie vor dem sicheren Hungertot bewahrte, doch die Berittenen unter ihren fliehenden Feinden veranlasste die Infantrie, Fußsoldaten wie Adlige hinter sich zurück zu lassen.
Auf diese Weise im Stich gelassen, war wohl Panik unter den zurückfallenden Byzantinern ausgebrochen, denn als Halfdans Trupp eine Brücke überqueren wollte fanden seine Leute den Weg von einer Masse verstümmelter Leichen versperrt.
Solchermaßen zu einem Umweg genötigt fiel der Trupp weiter zurück, wissend, dass die Verfolger langsam näherkamen.


Söldner im Dienst des römischen Kaisers.
 
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Dimitri Dolgoruki

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Re:Wenn Byzantiner fliehen      21.01.2012 16:38:48 --- 4 Monate her  
Die Kampf um Timanskij wird entfesselt

Auf ihren eilig und unvollständig wiederaufgebauten Verteidigungsanlagen herrschte eine angespannte Atmosphäre und die Bogenschützen und Speerwerfer machten sich bereit,nur wartend auf das Zeichen.Immer mehr und mehr Massen von gegnerischen Soldaten marschierten vor ihnen auf.Besorgt beobachtete man dieses Aufgebot,eine Lawine rollte da auf sie zu und die Kommandanten schwiegen fassungslos auf ihren Pferden sitzend.



Die Trommeln,die Schreie der feindlichen Befehlshaber,das Geräusch ihrer noch immer gut gerüsteten Heere die im Gleichschritt die Mauern an einigen Stellen zum bröckeln brachten...und die eigenen Männer die vor den Mauern standen,um die Schwachstellen der Befestigungen in einem Selbstmordkommando zu schützen...einige verloren dabei die Nerven...Kommt ihr Schweine,wir fürchten euch nicht!...Gott mit uns,für den Zaren!

Die Mauern wurden zu einer Schau der Waffen,damit der Gegner weiß,man würde es ihm nicht einfach machen...aber einer blieb ruhig,Direwolf vom Wolfstal spannte seinen Bogen und visierte einen Feind an,dann einen anderen ohne einen Pfeil abzuschießen.Wie oft hat dieser Ritter schon seinen meisterhaften Umgang mit dem Bogen bewiesen,wie viele schon mit seiner tödlichen Zielgenauigkeit getötet oder Kamaraden vor dem Tod gerettet.Nichteinmal er selbst kann das beantworten,nur die Toten die im Hades versiechen wissen es.

Die fremdländischen Posaunen und Kriegshörner ertönten und bliesen zum Angriff,so als ob sie Jericho wiederhollen wollten.Feuer! ...zisch...Direwolfs Pfeil traf in den aufgerissenen Schlund eines der feindlichen Befehlshaber.Ein lautes Zischen der Pfeile von beiden Seiten begann,Kriegsmaschinen für die Belagerung setzten sich in Bewegung und dazwischen Direwolf.Gezielt unterdrückte er die feindlichen Bogenschützen sowie die wagemutigen Vorprescher aus den feindlichen Reihen.Wo ein normaler Bogenschütze grad einen Pfeil ins Ziel führte,traff er bereits 3 mal tödlich.Hier in Timanskij und auch später in Vjatka würde er endgültig zu einer Legende des Zarenreichs werden.

Direwolf vom Wolfstal



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Re:Wenn Byzantiner fliehen      22.01.2012 00:17:51 --- 4 Monate her  
Das Himmelfahrtskommando



Wie durch ein Wunder hielten die Verteidigungslinien noch stand,obwohl den susdaler Bogenschützen allmählich die Pfeile ausgingen.Steine und altes Mauerwerk dienten immer mehr als Wurfgeschosse und an einigen Mauerabschnitten erklommen Kämpfer des Feindes die Befestigungen,mit Messern zwischen den Zähnen und leicht gerüstet mischten sie die susdaler Wachen auf.Diese bildeten schnell eine Phalanx wo sie konnten oder nicht bereits aufgerieben wurden,mit der sie den Feind zurückdrängten.Ein Schritt vorwärts und noch einer,Speerstoß und der Abrund nicht mehr weit.Man hörte noch die Schreie und kurze nacheinander folgende Einschlägen am Boden.Ein Sieg von kurzer Dauer,keine Zeit zum Verschnaufen...schien es doch so,als ob Abyssos seine Pforten öffnete und immer mehr und mehr griechische Heuschrecken dem Abgrund entschiegen um die Gefallenen zu ersetzen.

Vor den Mauern im Lärm des Nahkampfes,wo die Befestigungen kaum vorhanden waren,stellte sich ein Himmelfahrtskommando dem Feind entgegen.Ihnen war das schwerste Schicksal bestimmt,der Tod selbst schien ihnen gewiss und es waren die tapfersten und treuesten die das Zarenreich aufbieten konnte.Als der Zar fragte,wer bereit war diese Männer in den sicheren Tod zu führen,traten 2 Titanen hervor.Argetlam Silberhand,Herr über Timanskij und einer der mächtigsten Kämpfer der Susdaler.Der andere war der 50 jährige Timshal von Turgenjewo,Champion der katholischen Recken des Zarenreiches.Er hatte schon alles gesehen was die Schlachtfelder zu bieten haben,wenn nicht er und Argetlam,wer dann sollte es vermögen die Männer durch diese Hölle zu führen?So standen sie dort auf offenem Feld in Reih und Glied,wohl wissend das der schwerste Schlag auf ihre menschliche Mauer gerichtet sein wird!

Argetlam Silberhand




In sich gekehrt und sich sammelnd stand Argetlam in vorderster Reihe,so als ob ihn nichts erschüttern könnte.Dabei hörte man schon das Stampfen der anstürmenden Byzantiner,Makedonen und Bulgaren und von überall her das Klirren ihrer Waffen.Ein Sturm und Beben des Poseidon war aufgezogen gegen sie.Doch Argetlam und Timshal waren bereit für ihre Rolle,waren bereit die festen Felsen zu werden um die sich die Männer scharen.Der Schutz vor dem Sturm zu werden und nichts was man gegen sie aufbietet,würde etwas daran ändern.

Immer weiter und mit immer wütenderen Angriffen wurden sie zurückgedrängt,sodass 2/3 ihrer Männer vom Sturm mitgerissen wurden.Doch das eine Drittel hielt stand bis es Nacht wurde und Poseidon die Luft ausging.


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Letzte Änderung: 2012/01/22 00:22 von Dimitri Dolgoruki.
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Oswaldt von Lavena

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Re:Wenn Russen reisen...      23.01.2012 21:32:10 --- 3 Monate, 4 Wochen her  
Es war dunkel geworden und Oswaldt hatte erst den Anfang des Schlachtenberichts gelesen.
Müde fuhr sich der junge Bojar durch die Haare und rieb sich die Augen.
"Unglaublich!" sagte er zu sich selbst, "es ist als wäre man dabei gewesen... Ups!"
ein Lächeln fuhr durch sein Gesicht.
"Ich war so frei - ich war dabei!"

Gut aber Direwolfs Schießkünste und die Heldentaten Argetlams und Timshals waren ihm entgangen. Zwar wurden diese Recken später immer wieder erwähnt, aber bisher waren die Lobgesänge beschränkt auf:
".... und haste gesehen, HASTE DAS GESEHEN? UNDUNDUND!"

Der Schlachtenbericht- nein das SchlachtenEPOS war ihm zugespielt worden und kursierte in verschieden Abschriften im Reich. Oswaldt hatte eine bekommen, die mit Heldenikonen versehen waren. Wunderbar! Aber Gottseidank kein Bild von ihm!



"Kyyyyyyyyriiiiil!"

Der junge Mann erschien, immer noch Oswaldts rechte Hand, aber schon lange ein eigenständiger Kämpe.

"Kyrill, weißt Du, wer diese Geschichte geschrieben hat?"

"Nun Herr, man sagt, irgendein gewisser Afanasi Putschkinn."

"Komischer Name.. Nun gut, ich les dann mal weiter."


 
Letzte Änderung: 2012/01/23 21:32 von Oswaldt von Lavena.
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Dimitri Dolgoruki

Susdaler Rus
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graphgraph
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Den Moderatoren den

Re:Wenn Russen reisen...      27.01.2012 03:31:23 --- 3 Monate, 3 Wochen her  
Der dunkle Fürst und der Feind ist im Lager!

Die Nacht legte ihren schwarzen Umhang auf das blutgetränckte Schlachtfeld und ein finsterer Schatten lastete auf den Gemütern der noch Lebenden,was würde sie wohl morgen erwarten?Vor Erschöpfung sanken sie zu Boden,um ihr vielleicht letztes Gebet zu sprechen oder einfach nur um in den Schlaff zu sinken.Es wurde mancherorts noch immer gekämpft,aber es waren nur vereinzelte Scharmützel...die Geister der Toten beherrschten nun die Nacht und mancher Dämon kroch aus seinem Abgrund um den verlorenen Seelen den Weg ins höllische Paradies zu weisen und die Überlebenden im Schlaffe mit Alpträumen zu plagen.

Nur ein Mann war nicht wie die anderen,Leicholf Kaltherz der Kriegsbojar und eine der mysteriösesten und zwielichtigsten Gestalten die man sich nur vorstellen konnte.Während des Schlachtbeginns trat er kaum in Erscheinung,so als ob er von der Seite aus genüsslich das Schauspiel des Gemetzels betrachten würde,im Wissen die Nacht darauf würde entscheidend werden.Jetzt wo die Dunkelheit alles ausfüllte begann das Leben in ihm aktiv zu werden.Wie ein flinker Wiesel huschte er unbemerkt an allen vorbei,an Freund und Feind.An diesem Ort wollte er sein,einer Anhöhe wo er alles überblicken konnte,wo sein Werk beginnen würde.

Leicholf Kaltherz


Er hörte die Geister der Toten nach Rache schreien,er sah sie und er sprach zu ihnen.Seine Lippen bewegten sich und er beschwor sie ein letztes Mal sich zu erheben und nicht ins Totenreich einzutreten.Eine Aufgabe für den dunklen Fürsten musste noch erledigt werden!Wie ein Krebsgeschwür oder ein Parasit wollte er seinen Wirt die Susdaler Rus nicht untergehen sehen.CATAHA war gerade dabei das christliche Zarenreich zu durchdringen,eines der gottesfürchtigsten Völker dem Herrn streitig zu machen...und nun dieser Südbund angeführt von seinem Rivalen Baal...wusste dieser Narr nicht,das es viel schlimmer ist den Geliebten Sohn zu verführen,ihn auf seine verderbliche Seite zu ziehen als ihn einfach nur zu vernichten?Dummkopf dachte sich CATAHA,da wird mein zweischneidiges Schwert diesmal zum Wohle der Rus dienen.

"Erhebt euch!ergreift Besitz von den Lebenden!die Schwarzkuttengarde soll unter meiner Führung Baals Abschaum die Eingeweide ausreißen!"


Die Geister erhoben sich in die Lüfte und ihr fauliger Odem drang durch Mund und Nasen der Auserwählten.Worauf Leicholf Kaltherz ihn wahnsinniges,angsteinflössendes Gelächter ausbrach und die Halbschlaffenden hellwach wurden,glaubten sie doch einen böser Geist würde sein Unwesen treiben.

Wenige Stunden später,in einer "Nacht-und-Nebel"-Aktion starteten Byzantiner,Makedonnen und Bulgaren einen Angriff auf die wenig geschützte Rückseite der Verteidigungslinien.Man konnte sogar das Zwitschern der Vögel am frühen noch etwas dunklen Morgen hören.So leise und gut organisiert war dieses Vorhaben,nur Iwan Bolschakov der Wache schob bemerkte Sie.Die Leitern waren schon an den Mauern und Iwan konnte sehen das der Feind schon fast zur Hälfte oben war.Laut schrie er Alarm,es sollte zu spät sein....

Ein erbitterter und scheinbar auswegloser Kampf für die russischen Verteidiger begann.Überall waren Flammen und Rauch zu sehen,überall Kampflärm,außerhalb und innerhalb der Gebäude.Ein byzantinisches Sonderkommando schaffte es die Verteidiger der Tore zu überwältigen und das Ende schien gekommen zu sein.Der Zar,nur noch durch seinen unbändigen Willen am Leben gehalten,befand sich im Zentrum,umringt von Dimitri,Timshal und anderen die zu seinem Schutz herbeigeeilt waren.Was sollte sie noch retten?einer nach dem anderen würde fallen,musste fallen,wäre da nicht noch eine andere Macht im Spiel gewesen.



Aus dem schwarzen Rauch und dem Toben des Kampfes kam Leicholf Kaltherz mit der Schwarkuttengarde.Diese Gardisten schienen nicht normal,in einem Rausch gefangen und nicht zu stoppen.Ihre Augen waren die von Besessenen oder als ob sie unter Drogen stehen würden...ohne Furcht,nur auf Zerstörung aus.Ein Kampf entbrannte der schwer zu beschreiben ist.Gardisten der Schwarkuttengarde die durch die verursachten Verletzungen schon längst tot sein sollten,kämpften weiter in nicht zu bändigendem Zorn und physischer Kraft.Nur eine Enthauptung versprach Erfolg einen von ihnen zu stoppen...gnadenlos gingen sie auf die Eindringlinge los,mit Pfeilen,Wunden am Körper und selbst ohne Waffen setzten sie den Kampf fort,indem sie den Feind einfach nur erwürgten und mit Faustschlägen ein Ende setzten oder wie wilde Tiere mit den blanken Zähnen unschädlich machten. Byzantiner,Makedonen und Bulgaren schienen den Leibhaftigen selbst und seine Zerstörungsmaschinerie von Auge zu Auge gesehen zu haben.Die blanke Angst machte sich in ihren Reihen breit,in Scharen und großem Chaos flüchteten sie und waren heilfroh wenn sie dieser Hölle entkommen waren.

Das Werk war nun vollbracht und Leicholf Kaltherz zog sich ohne Worte in eine dunkle Ecke zurück.Kurze Zeit später erlagen viele Kämpfer der Scwarzkuttengarde ihren Verletzungen und diejenigen die überlebten,konnten sich an nichts mehr erinnern.Keiner konnte sich erklären was geschehen war,doch dies spielte keine Rolle...ein entscheindender Sieg in dieser Schlacht war errungen worden und der Feind musste erstmal seine Wunden lecken und neuen Mut fassen.


Zar der Susdaler Rus,Kiewer Rus und Kasans
 
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Gasthaus
Aaron von der Aue: Fremde Völker bringen mir dieses Spiel näher. Danke dafür. und nu Gute Nacht
Aaron von der Aue: worauf es in diesem spiel ankommt und wie man das spiel kennen lernt.
Aaron von der Aue: Naja, Du bist wahrscheinlich gerade anderweitig unterwegs. Ich jetzt auch ins Bettle. Nur ist mir fremd warum ein Abdul und Du mir hier Vorwürfe macht. Ich war wochenlang Mitglied in einem Volk welches mir nicht einmal gehofen hat oder mir gezeigt hätte w
Aaron von der Aue: fändest du es toll wenn ein Graf ein gerade rausgeschmissenes Jungmitglied unter (ich habe gelern) Beobachtung stellt? Das wirft doch kein gutes Licht auf dein Volk oder?
Aaron von der Aue: ich habe noch nicht geschaut welche Position du in deinem Volk hast. Ich gehe aber davon aus eine hohe, da du dich so ins Zeugs legst
Aaron von der Aue: ich will nur dass die führung weiss was die grafen eigenwillig machen
Das Mittelalter - Ritter, Grafen
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