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byzantinisch-russischer Kulturaustrausch 22.12.2011 14:23:30 --- 5 Monate her
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Auf seinem Weg nach Konstantinopel war der Norweger Halfdan auch durch russisches Gebiet gekommen.
Er wusste um die alten Handelswege der Wikinger entlang der Flüsse und um die Siedlungen der Skandinavier und Slawen an den Ufern, die oft der Ursprung der russischen Kultur in dieser Region war, nicht umsonst hatten Nordleute Herrschaften am Kaukasus etabliert.
Auch wenn sich die russische Kultur durch den Einfluss der Slawen und Byzantiner, des Papstes und der asiatischen Steppennomaden von der skandinawischen unterschied, so meinte Halfdan doch noch immer eine Wesensverwandschaft zwischen Wikingern und Russen spüren zu können. Die bedingungslose Treue gegenüber ihren Anführern, der unzähmbare Wille die byzantinischen Eindringlinge von ihrem Boden zu vertreiben jedenfalls war allenorts deutlich geworden.
Die Bewohner des Landes, das er vom Kaiser zur Verwaltung bekommen hatte, machten keine Ausnahme.
Gleichzeitig waren etliche Griechen bei den Überfällen der sizilianischen Plünderer und der anschließenden Seuche in Kleinasien umgekommen, die Themen konnten neue, wehrhafte Siedler gut brauchen.
Um also den Widerstandswillen der kostromer Bauern zu brechen und die byzantinischen Länder zu stärken, veranlasste der Strategos seine Verwaltungsbeamten den Kontakt zu den Strategen der überfallenen byzantinischen Themen zu suchen und ihnen anzubieten seine russische Bauern in ihren Ländereien anzusiedeln und auch unmittelbar mit der Gefangensetzung einiger hundert Einwohner aus dem ganzen Land zu beginnen.
Söldner im Dienst des römischen Kaisers.
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Re:byzantinisch-russischer Kulturaustrausch 26.12.2011 12:16:34 --- 4 Monate, 3 Wochen her
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Die Bauern Kostromas lieferten nun schon seit mehreren Monaten ihre Steuern nicht mehr dem russischen Bojaren, sondern einem byzantinischen Beamten im Dienst des kurzerhand zum Strategos ernannten Wikingersöldners Halfdan, der sich im Kampf den Beinamen Treffermeister erworben hatte.
Die Steuern waren wohl höher als zu russischen Zeiten, Halfdan kämpfte des Geldes wegen für den Kaiser und suchte sich auch an seinen russischen Bauern zu bereichern.
Nicht dass in den kaum entwickelten Länderein der Rus viel zu holen gewesen wäre, schon die Kriegsbeute war mager ausgefallen, die Abgaben blieben ebenfalls auf Grund der ärmlichen Verhältnisse in denen die allermeisten Menschen hier lebten und dem Fehlen größerer Städte und Handelszentren hinter den Erwartungen zurück.
Gemessen an byzantinischen Verhältnissen war die russische Provinz unterentwickelt und verarmt, seine fast ausschließlich bäuerlichen Einwohner kannten etliche der in Byzanz üblichen landwirtschaftlichen Techniken und Erfindungen nicht und waren kaum in der Lage sich aus ihrer Rückständigkeit zu erheben.
Seit der Vertreibung des ortsansässigen Adels durch die Byzantiner, stand Kostroma unter der Oberherrschaft des römischen Kaisers. Doch der Kaiser war auf Kriegszug, seine Gedanken galten dem Feind und die höchsten Verwaltungsbeamten waren weit weg in Konstantinopel.
Der Strategos Halfdan, Herr über eine unterentwickelte Provinz mit fruchtbaren Böden, hatte die Steuern soweit angehoben, dass er die ihm zur Unterstützung aus Konstantinopel gesandten Beamten dazu bestechen konnte, die Bande an das Kaiserreich soweit zu lockern, dass er sich im Land als eigenständiger Fürst aufführen konnte. Nicht, dass er selbst zugegen gewesen wäre, aber seine Verwalter waren in Byzanz ausgebildete Fachleute und arbeiteten selbstständig und effektiv an der Durchführung seiner Weisungen.
Die Gefügsamkeit der Bevölkerung hatte man sich mit der Verschleppung eines Teils der wehrfähigen Bauern an die Bucht von Thessalien erkauft. In Rodopen, dem ersten der jüngst geplünderten Themen, sollten sie angesiedelt werden und zukünftig für die Verteidigung ihrer Höfe auf byzantinischem Boden kämpfen.
Nun war auch genügend Geld in der Kasse des Strategos und Unzufriedenheit in der Bevölkerung zusammengekommen, um es vernünftig erscheinen zu lassen den Bauern vor Augen zu führen, dass die Byzantiner geneigt waren die Steuerzahlungen nicht nur nach Byzanz zu schaffen, sondern auch der ansässigen Bevölkerung zu Gute kommen zu lassen. Ein eindrucksvoller Symbolbau sollte dies den Bauern verdeutlichen.
Söldner im Dienst des römischen Kaisers.
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Letzte Änderung: 2011/12/26 12:19 von Halfdan Treffermeister.
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Re:byzantinisch-russischer Kulturaustrausch 31.12.2011 12:46:23 --- 4 Monate, 3 Wochen her
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Das Land der Rus war noch nicht lange christlich, hatte den neuen Glauben aber wohl eifrig angenommen, und so entschied sich der Strategos für den Machterhalt statt einer wehrhaften Burg einen Kirchenbau in Auftrag zu geben.
In Kostroma lebten Katholiken und orthodoxe Christen die meiste Zeit friedlich nebeneinander, wobei die orthodoxen sich uneins darüber waren, ob ihr Oberhaupt in Byzanz oder in Russland residierte.
Für Gewöhnlich hatten die Orthodoxen, die den Patriarchen von Konstantinopel anerkannten, mit Repressalien durch die eingesessene Obrigkeit zu leben, diese Minderheit lebte unter byzantinischer Herrschaft nun freier und der Kaiser als Schutzherr der orthodoxen Christen hatte auch ihnen seinen Schutz versprochen.
Als Verdeutlichung dieses Versprechens sollte nun die neue Kirche byzantinischer Bauart in Kostroma entstehen. Die dafür notwendige Menge Stein wurde schon seit einiger Zeit in der Umgebung gebrochen.
Als Bauplatz hatten die Verwaltungsbeamten des Strategos einen Ort bestimmt, an dem einer der wenigen etablierten Handelswege an einem Süßwassersee entlang lief. Hier sollte die Siedlung Chutici zu einer Stadt ausgebaut werden, die als Verwaltungssitz für die Region fungieren, vom Handel profitieren und die byzantinische Kultur unter den Russen zu verbreiten helfen würde. In ihrem Zentrum wurde der Bauplatz vorbereitet.
Aber die Einsicht, so sie überhaupt die gewünschte Wirkung erzielt hätte, kam zu spät.
Der in der Regierungsführung gänzlich unerfahrene und kurzsichtige Waräger hatte seine Macht überschätzt und die Konsequenzen seines wenig feinfühligen Handelns nicht bedacht.
Die geplante Kirche sollte voerst nicht fertig gestellt werden, denn die Unruhen im Land schlugen in offene Revolte um. Die Gerüchte, der alteingessene kostromer Landadel befände sich insgeheim in Kontakt mit den Heerführern aus dem nahegelegenen Kasan sollten sich bewahrheiten.
Da des Kaisers Statthalter weit weg und nur wenige Soldaten vor Ort waren, war es für die früheren Landesfürsten aus Kasan ein leichtes Kostroma wieder in ihren Besitz zu bringen. Die Bewaffneten die Halfdan die Treue geschworen hatten wurden in einer einzigen, entscheidenden Schlacht niedergemacht, seine Beamten auf der Flucht von den Bauern umgebracht, die sie wegen ihrer Fremdstämmigkeit und der von ihnen eingetriebenen hohen Steuern leidenschaftlich hassten.
Söldner im Dienst des römischen Kaisers.
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Letzte Änderung: 2011/12/31 12:48 von Halfdan Treffermeister.
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Re:byzantinisch-russischer Kulturaustrausch 08.01.2012 18:48:09 --- 4 Monate, 2 Wochen her
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Das Ansehen durch seine zeitweilige Berufung zum Verwalter der einst russischen Provinz Kostroma hatte Halfdan genutzt, um sich als Anführer einer kleinen Schar Skandinavier und Angelsachsen durchzusetzen.
Seine mangelhafte Regierung hatte den Prestigegewinn unter den einfachen Söldnern nicht schmälern können. Zwar waren sie alle als Söldner in den Dienst des Kaisers getreten, doch die Wenigsten unter ihnen vermochten den Aufstieg innerhalb der Militärhierarchie zu erreichen oder die Teilnahme an Schlachten der Athanatoi-Kaisergarde.
Die erfolgreichen Kämpfe in der jüngsten Vergangenheit und die damit verbundene Gefangennahme vieler besiegter Feinde, hatten Halfdan erlaubt sich Kleidung und Rüstzeug nach russischer Art zu verschaffen. So gekleidet konnten sich er und seine bewaffnete Truppe von Nordleuten unbehelligt durch das feindliche Gebiet bewegen.
Die Gruppe war klein genug um sich von den Vorräten der wenigen Dörfer ausreichend mit Proviant versorgen zu können und dabei stark genug selbst kleinere Städte anzugreifen, wenn deren Garnison nicht ausreichend groß war.
Dank der Verkleidung war es ihnen schon mehrere Male geglückt ungehindert in eine Stadt einzudringen und dann die Wachmannschaften zu überrumpeln oder den Statthalter direkt in ihre Gewalt zu bringen und entweder Lösegeld oder die Aushändigung von Proviant und Packtieren zu erzwingen.
Solcherart hatte sich die Gruppe nun bis nach Aksakovo durchgeschlagen, wo noch immer ein byzantinischer Statthalter namens Demetrios Maleinos, von der Bevölkerung wegen seiner vorangetriebenen Ausbeutung der Erzvorkommen Dimitri der Erzdieb genannt, die Herrschaft des Kaisers über die russische Bevölkerung aufrecht erhielt.
Aber dessen Kräfte waren unzureichend um einem ernsten Angriff durch Kasan standhalten zu können, und so versprach er Halfdan und seinen Kriegern eine hübsche Summe, wenn sie sich ihm für den Kampf zur Verfügung stellten.
Das Angebot nahmen die Söldner gern an und schon bald mussten sie merken, dass Demetrios ihnen verheimlicht hatte wie nah das Heer des Feindes schon war.
Wenn also ein Teil der Waräger daran gedacht hatte mit der Bezahlung und ohne Schlacht weiterzuziehen, so hatte Dimitri der Erzdieb sie überlistet.
Söldner im Dienst des römischen Kaisers.
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Re:byzantinisch-russischer Kulturaustrausch 11.01.2012 20:55:22 --- 4 Monate, 1 Woche her
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Am Ende war die Schlacht schnell geschlagen gewesen, Halfdans Männer hatten versucht in ihrer Verkleidung dem anrückenden Heer nahe einer Brücke eine Falle zu stellen, doch gewarnt von den ansäßigen Russen waren die Streiter Kasans nicht auf sie hereingefallen, hatten eine Furt gesucht und die Waräger so umgangen.
Nun zwischen den Söldnern und der Festung des Demetrios gelangt, hatte der Statthalter schnell seine Haut retten wollen und die Übergabe der Provinz gegen freien Abzug angeboten.
Da also nur noch Halfdans Söldner den Kampf suchten, konnte Kasan das Schlachtfeld bestimmen; auf offenem Feld waren die wenigen Waräger dem gut bewaffneten Trupp nicht gewachsen und nur wenige hatten es geschafft sich zu retten. Mit den Gefallenen blieb auch ein guter Teil der Beute in Aksakovo, was die Stimmung unter der kleinen Schar merklich verringerte.
Söldner im Dienst des römischen Kaisers.
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Emeth
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Re:byzantinisch-russischer Kulturaustrausch 20.01.2012 19:04:58 --- 4 Monate her
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Dieser Waräger hatte die Asekretai Rodopens vor eine schwierige Aufgabe gestellt, denn in einem ausgeplünderten Land mitten im Winter einige hundert russiche Bauern aufzunehmen ließ sich nicht so ohne Weiteres bewerkstelligen. Für den Anfang musste ein Ort gefunden werden an dem man die Fremden mit Nahrung und Gerätschaften versorgen konnte und sie gleichzeitig unter Kontrolle hatte. Dafür wiederum brauchte es tüchtige Söldner, die sich nicht mit den Russen zusammen tun würden, um die Aufgabe der Verwaltung nicht noch schwieriger zu gestalten. Es stand zu hoffen, dass die Turkmenen vielleicht wegen des Überfalls des russisch-stämmigen Warijägerordens Antiochiens auf ihre Verwandschaft in akritischem Gebiet keinen Grund finden würden sich mit den Kostromer Russen zu verbüdern. Wenn die Rechnung aufging, konnte man außerdem die von den Russen eingezogenen Steuern mit den Kosten für die Bewaffneten gegenrechnen.
Konstantinopel hatte versprochen eine Truppe mit Proviant und Saatgut zu schicken, doch bis dahin würde man sich auch im Lager der Rus an den Geschmack der byzantinischen Fischsuppe gewöhnen müssen.
Unter den Plünderungen unter sizialinischem Banner hatte das Tiefland zwischen der Küste und dem Rodopengebirge am meisten gelitten; hier hatte die Schlacht der Themenmiliz gegen die Seeräuber stattgefunden und hier waren die größten Ackerflächen gewesen. Etliche Dörfer und Städte lagen seit dem Angriff verlassen, so dass man die ehemaligen Bauern Kostromas hier problemlos ansiedeln konnte.
Bei einem weiteren Angriff auf das Thema von See her, würde man dann auch sehen wie gut sich die Russen für die Byzantiner schlagen würden.
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