Italien, Lombardei, Amtszimmer des Re Italiens
Es war 1074 als Luca Donato, Sohn eines Adligen Mannes, zum Re Reichsitaliens bestellt worden war. Als einer der jüngsten Könige in der bekannten Welt lag es nun an ihm die Zukunft seines Landes, und seines Volkes zu lenken und möglichst fruchtbar zu gestalten. Auch waren die Erwartungen des HRRDN an den jungen Mann hoch, hatte Italien im Laufe der Jahre doch stark an Macht eingebüßt und seine Ländereien verloren. Das Reich was nun von dem jungen Mann regiert wurde erstreckte sich von der schönen Hafenstadt Appennino bis hin zur wunderschönen bergigen Landschaft Tirols. Da die Ritterschaft des Landes stark Ordensgeprägt war, (Man vergesse hierbei nicht das der Johanniterorden in Italien seinen Sitz hat), war es auch der starke Glaube der Bevölkerung die sie bis zum heutigem Tag an eine strahlende Zukunft glauben lies. Doch diese war bislang ausgeblieben. Als jüngstes und bislang kleinstes Reichsmitglied konnte man nicht verleugnen das die Streitkräfte des Landes stehts im Schatten von Sachsen, Polen und Bayern gestanden hatten. An eine Änderung dieser Situation glaubte bislang niemand.
Durch den Austritt Bayerns aus dem Bund des HRRDN wurden neue Gerüchte und Hoffnungen, aber auch Ängste in den Menschen geweckt. Zum einem sah man sich nun von seinen Brüdern Sachsen und Polen getrennt, denn es gab keine gemeinsamen Grenzen mehr zwischen Italien und den Mitgliedern des Reiches, zum anderem erhofften sich vor allem die Militärs nun einen Zuwachs an Soldaten, die Heim und Hof gegen eventuelle Angreifer verteidigen wollten. Durch den Wegfall der Grenzen kam es zu einem Umdenken. Das Reich würde nicht immer da sein um Italien zu schützen, nun lag es allein in der Hand der eigenen Armee sich gegen Eindringlinge zu wehren. Luca Donato unterstützte dieses Denken seiner Berater. Im Falle eines Krieges würden Sachsen und Polen es nicht schaffen ihre Truppen in den Süden zu verlagern, zumindest nicht bevor der Feind Italien erreicht hätte. Es musste umgedacht werden, die Struktur der Esercito Italiano musste umgestellt werden. Die Möglichkeit alleine gegen einen Feind zu stehen war nun allgegenwärtig, und so gut man sich auch die Manöver mit den Reichsmitgliedern angeeignet hatte, die ersten Monate einer Invasion musste Italien nun alleine überstehen, bis Hilfe eingetroffen, oder der Feind mit eiserner Faust vernichtet worden war. Diese Idee lag allerdings in weiter Ferne, war die Armee doch Jahre lang nicht darauf vorbereitet worden. Sie besaß zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Größe um sich erfolgreich im Kriege wehren zu können.
So war es beinahe passend das Luca Donato einen Brief vom Großmeister Wilhelm von Sunderburg erhielt
Wilhelms von Sunderburg Geschichte, der nun ebenfalls Bischof von Italien geworden war. Ein wichtiges Amt im frommen Italien, aber der Re hätte sich keinen besseren Mann dafür vorstellen können. Er war ein erfahrener Mann, und wusste sehr wohl um die Wichtigkeit seines Vorgehens gegenüber den Heiligen Stuhl. Doch das Anliegen des Großmeisters überraschte ihn schon. >Ein Festung aus Stein< dachte er sich und legte den Brief auf seinen Amtstisch ab. Es war eine wirklich große Bitte die Wilhelm an ihn richtete. Doch er wäre nicht Re Reichsitaliens geworden wenn er nicht seinen Nutzen aus dieser Angelegenheit gezogen hätte.
QUOTE:
Geehrter Wilhelm von Sunderburg,
dem Orden eine Festung aus Stein zu erlauben ist eine Entscheidung die nicht nur mich, sondern ganz Italien betrifft. Ihr wisst ebenso wie ich das ein solches Anliegen Italien stärkt, aber auch die Macht des Königshauses, meines Königshauses herausfordert. Doch bin ich ein Mann großer Güte, und solltet ihr die Forderungen erfüllen können werde ich euch die Erlaubnis erteilen.
1. Die königliche Armee Italiens darf im Jahr bis zu 150 Soldaten zur Festung in Appenino entsenden, um diese durch den Ordens ausbilden zulassen.
2. Das Königshaus von Italien erhält eine Zahlung von 5.000 Silber, sowie eine Jährliche Gebühr von 500 Silber.
Ihr versteht sicher das mir die Ausbildung der Armee in diesen Stunden besonders am Herzen liegt, daher erbitte ich von diesen Dienst. Eine Streitkraft die von euren Männern geschaffen wurde kann keiner aufhalten.
Und bevor ich es vergesse, ich wünsche euch alles gute zum Amt des Bischofs. Das Volk Italiens vertraut darauf das ihr auch diese Aufgabe meistern werdet.
Gez.
Luca Donato
Gewählter Re von Reichsitalien
Der Brief wurde gesiegelt und einem Boten übergeben. Luca lehnte sich danach wieder über die Karte die seine Bediensteten gemeinsam mit seinen Beratern angefertigt hatten. Wahrlich, Italien war auf dem besten Weg in eine rosige Zukunft, man musste drauf zu halten....