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THEMA: Re:Die Templerin
 
Helena

Ritter des Kreuzes
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graphgraph
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Orthodoxe Kirche in Antiochia      03.01.2012 13:15:10 --- 4 Monate, 2 Wochen her  
QUOTE:
An Doux Dimitrios Komnenos den Patriarch von Konstantinopel

Hoher Patriarch, da in den letzten Wirren von Azifas Herrschaft der verehrte Patriarch von Antiochia verstarb, ist der Patriarchenstuhl zu Antiochia noch immer verwaist.

Heute unter der gerechten Herrschaft König Thomars können wir orthodoxe Christen neben den katholischen Christen, den Muslimen und den Juden wieder frei und ohne Verfolgung unseren Gottesglauben ausüben.

Somit möchte ich mich euch vorstellen als Helena, die orthodoxe Bischöfin Antiochiens, in welche Funktion ich im letzten Lebensjahr unseres seligen Patriarchen durch seine Gunst eingesetzt wurde.

Es wäre jetzt in einer Zeit der Stabilisierung der rechte Zeitpunkt, den Patriarchenstuhl Antiochias neu zu besetzen.

In aller Bescheidenheit und Ehrfurcht vor Gott möchte ich mich dafür zur Verfügung stellen. Ich werde aber nicht die einzige Kandidatin sein, da auch Batarnes, der orthodoxe Bischof von Markada sich zur Wahl stellt. Wir sind innerhalb der antiochischen Kirche durch die Vorfälle nach Fürstin Scheherazades Entmachtung in gottgefälliger Einigkeit zusammen gestanden um so die Prüfungen Gottes über uns ergehen zu lassen. Also werden sowohl Bischof Batarnes, als auch ich die Entscheidung einer Synode über die Nachfolge des seligen Patriarchen zu Antiochia in Demut erwarten.

So wahr Christus auferstanden ist.

Hochachtungsvoll

Helena
Bischöfin Antiochiens
 
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Helena

Ritter des Kreuzes
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Re:Orthodoxe Kirche in Antiochia      05.01.2012 17:28:36 --- 4 Monate, 2 Wochen her  
Nur wenige Wochen später geschah es, das Schiffe mit vielen fremdländischen Kriegern an Bord im Hafen Antiochiens anlegten. Niemand trat diesen Kriegern entgegen, es hiess nur: "Befehl König Thomars!" Dabei waren das keine disziplinierten Kämpfer, sondern Barbaren wie einst die Hunnen. Ihr Herkunftsort hiess Susdal. Sie nahmen, was ihnen gefiel und viele Landbesitzer wurden zu ihren Gunsten enteignet. Wie konnte der König eine solche Horde in seinem Land dulden? Es kam soweit, das viele der Bürger, die keinen Schutz mehr genossen, sich in die Kirchen flüchteten und flehentlich baten, dass der Klerus Bittbriefe an den König sandte, in denen auf die Lage des antiochischen Volkes aufmerksam gemacht wurde.

Helena als eine der orthodoxen Bischöfe verfasste schliesslich einen Brief an den König, in dem sie ihn bat, doch auf sein Volk Rücksicht zu nehmen und die fremden Krieger unter Gesetz zu stellen. Viel erwartete sie sich nicht von diesem Brief, allenfalls war ihr Gewissen durch die Bemühung für das Volk erleichtert.

Die nächsten Tage waren ausgefüllt durch ihre kirchlichen Pflichten. Der Name des Ritters Harolf wurde häufig in den Strassen genannt, der ebenfalls versucht hatte, zugunsten des Volkes bei König Thomar vorzusprechen. Er war aber nicht vorgelassen worden, wie überhaupt niemand von seiten des Volkes von Antiochia den König seit der Ankunft der Susdaler mehr gesehen hatte.

An diesem Morgen war Helena auf dem Wege zur Kirche um die Morgenmesse zu zelebrieren. Sie ahnte bereits Böses als sie der Susdaler Krieger ansichtig wurde. Sie standen breit vor dem Portal der Kirche, ihre Waffen blank gezogen und amüsierten sich köstlich über die verschüchterten Bürger. Angst ergriff Besitz von Helena und sie musste sich erst wieder ins Gedächtnis rufen, dass eines Jeden Schicksal in Gottes Hand lag. Mutiger jetzt erstieg sie die Treppe zu den schmutzig grinsenden Soldaten. Ihr kam es vor, als würde sie von ihnen mit den Augen ausgezogen werden. Als sie vor ihnen stand, hielt ihr Anführer sein Schwert an ihre Kehle und sprach laut, so dass alle es hören konnten:

"Aufgrund eurer ungebührlichen Beschwerde bei König Thomar hat der neu ernannte Kanzler Wjatscheslaw Michailovits entschieden, dass ihr aus dem Königreich verbannt werdet. Ihr habt euch schnellstmöglich unter Eskorte über die Grenze zu begeben. Eure Besitztümer verfallen und gehen zurück an den König."

Sie fasste sich lange nicht. Das Schwert an ihrem Hals, die sich an ihrem Ungemach weidenden Susdaler und die Verbannung, das war zu viel. Ungewollt rannen ihr Tränen über das Gesicht. Auch wenn sie ihren Feinden diesen Triumph nicht vergönnen wollte, konnte sie nicht dagegen an. Ohne nach links oder rechts zu blicken, ging sie wie im Traume zwischen den Menschen hindurch. Viele wünschten ihr noch Gottes Segen, da und dort hörte sie Leute darüber sprechen, dass auch Ritter Harolf und andere Geistliche von diesem neuen Kanzler in die Verbannung geschickt worden war.

Rasch packte sie unter Aufsicht ihre persönlichen Sachen, viele waren es eh nicht und wurde zur Grenze gebracht. Nicht von königlichen Soldaten, sondern von Susdaler Kriegern. Drüben, im Gebiet der Templer, nahm sie in einem kleinen Ort Quartier. Noch einmal entlud sich ihre ganze Verzweiflung über den Verlust der Heimat in wildem Schluchzen. Endlich wurde sie ruhiger und schrieb eine Nachricht an den Patriarchen Komnenos, die sie Tage später einem Händler, der bis Konstantinopel reisen würde, mitgab.

Und sie fasste einen Entschluss. Ihr weiteres Leben musste sie der Bekämpfung der Geissel Antiochias, Wjatscheslaw Michailowits, widmen.

QUOTE:
An Doux Dimitrios Komnenos, den Patriarch von Konstantinopel

Hoher Patriarch

Voller Trauer muss ich euch berichten, dass der Teufel wieder einmal seine Klauen nach Antiochia ausgestreckt hat. Eine Horde von Susdalern unter ihrem Anführer Wjatscheslaw Michailowits hat dort die Macht übernommen. König Thomar liess sie ins Land und ist seither bei seinem Volk nicht mehr in Erscheinung getreten. Alle Fäden laufen bei diesem Michailowits, der zum Kanzler ernannt worden war, zusammen.

Der Versuch einiger mutiger Geistlicher und Adeliger, die Ungerechtigkeiten dieser Horde durch Intervention bei ihrem König zu unterbinden führten die Verbannung mit sich, die nicht mehr durch den König, sondern durch dessen neuem fremdländischen Kanzler ausgesprochen wurden. Auch ich zähle zu den Verbannten und wurde mit nichts, als dem was ich auf dem Leibe trage, als Verbrecherin über die Grenze geschafft. Durch all diese Ereignisse wird der Patriarchenstuhl zu Antiochia auch weiterhin vakant bleiben.

Die Verzweiflung über das Schicksal meines Volkes habe ich hinter mir, mein weiteres Dasein soll nichts anderem als dem Befreiungskampf meines Volkes gewidmet sein.

Meine Bitte an euch lautet, die Herrscher, welche Antiochia freundlich gesinnt sind, zu warnen. König Thomar ist nicht mehr Herr seiner Entschlüsse und das Königreich Antiochia eine Kolonie der Susdaler geworden. Traut diesem König also nicht, der nur noch ausführen darf, was sein Kanzler ihm befielt.

Traut ihm nicht!

So wahr Jesus auferstanden ist.

Hochachtungsvoll
Helena,
gewesene Bischöfin Antiochiens
 
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Doux Dimitrios Komnenos

Byzanz
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Re:Orthodoxe Kirche in Antiochia      05.01.2012 23:17:42 --- 4 Monate, 2 Wochen her  
Im Heerlager der Athanatoi war Dimitrios in seinem Zelt gerade damit beschäftigt Depeschen für die Patriarchen und Bischöfe der orthodoxen Ökumene zu verfassen. Es sollte ein Synod einberufen werden um die Wahl des Patriarchen/in Antiochias und des gesamten Orients zu endscheiden. Zu lange war der Ehrwürdige Patriarchenstuhl verweist.
Der antiochische Bote, ausgeruht und mit allem versorgt was er für seine lange Rückreise benötigte, wartete darauf des Patriarchen Antwort für die Bischöfin entgegen zu nehmen.

Gerade als Patriarch Komnenos seinen Siegelring mit dem Doppeladler auf das Siegelwachs ansetzte, stürmte einer der Gardisten ins Zelt.
Hochwürden. Ein weiterer Bote aus Antiochia ist eingetroffen. Er sagt er hätte dringende Neuigkeiten für euch“. Hechelte der Gardist.
Dringend sagt Ihr? Dan führt ihn doch zu mir“. Antwortete Dimitrios mit einem etwas belehrendem Unterton.
Die jüngsten Vorfälle an der Front die zu einer Reihe von Missverständnissen mit den orthodoxen Brüdern in Moskau führte, drückte auf sein Gemüht so dass er in letzter Zeit sehr leicht zu reizen war. Als er nun die jüngste Depesche aus Antiochia las kochte sein Blut über.
Was? Diese verdammten Ketzer strecken nun schon Ihre Hand nach Antiochia aus“? Er tobte vor Wut, wandte sich zu einem der Bediensteten und sprach. „Versorgt die Boten und entlohnt sie. Achtet darauf dass es Susdaler Silber ist. Das wird wohl die nun gängige Währung in Antiochia sein und entlasst diese. Sie werden nicht mehr benötigt“. Nun drückte er das Schreiben dem entsetzten Gardisten in die Hand. „Zum Kaiser, sorg dafür dass der Kaiser dies bekommt und schickt mir zwei unserer Boten. Ich komme bald nach“.

QUOTE:
Werte Helena,
ich las eure Zeilen mit Bestürzung. Ich bin sehr endtäusch von den Geschehnissen in eurer Heimat. Gerade auch aus dem Grund, da euer Herrscher dem Kaiser versichert hatte, das orthodoxe Volk Antiochias zu beschützen. Ich hoffe Ihr konntet heil aus Antiochia und den Klauen der Susdaler Ketzer endkommen und seid wohl auf. Aus der Ferne bleibt mir leider nur die Möglichkeit den Kaiser darüber zu unterrichten und für euch und die euren zu beten. Hoffentlich kommt König Thomar zu Vernunft. So Ihr Asyl benötigt, seid versichert das ihr in Byzanz jederzeit willkommen seid.

Möge Gott euch euren Weg ebnen und die Heilige Mutter ihre schützende Hand über euch halten.

Gez.
Bischof des neuen Rom Konstantinopel und Ökumenischer Patriarch
Doux Dimitrios Komnenos


Mit dieser Depesche sandte Dimitrios einen der Boten nach Zypern. Er solle dort Hellena ausfindig machen und ihr diese übergeben.
Den zweiten Schickte er nach Kreta, zur Festung der Templer.

QUOTE:
An den ehrenwerten Seneschall der Tempelritter
Werter Bloody Salladin,
der Tödliche Arm des Tieres greift wieder einmal nach den armen Seelen des Antiochischen Volkes. Das Leben innerhalb des Königreiches ist für die dortigen Christen nun so gefährlich das vielen von ihnen nur noch die Flucht als Ausweg bleibt. Da die Ländereien des Ordens in direkter Nachbarschaft zu Antiochia sind, werden diese wohl das erste Ziel der Flüchtlingsströme sein.
Meine Bitte an euch, gewährt diesen geplagten Seelen Obdach, so dass ihre Odyssee nicht al zu lange andauert. Diese armen Menschen haben nun schon genug unter der Schreckensherrschaft des Antiochischen Kanzlers gelitten.

Möge der Herr mit euch sein.

Gez.
Bischof des neuen Rom Konstantinopel und Ökumenischer Patriarch
Doux Dimitrios Komnenos



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Doux Dimitrios Komnenos
Pronois von Rossokastron
Bischof des neuen Rom Konstantinopel und Ökumenischer Patriarch
 
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Helena

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Re:Die Templerin      26.01.2012 17:48:38 --- 3 Monate, 3 Wochen her  
Helena wanderte suchend nach Verwundeten am Strand Antiochiens und dachte an die letzten Monate zurück.

Ihrer Verbannung aus Antiochia war intuitiv die Flucht gefolgt. Wie recht sie hatte, erfuhr sie erst später auf der Templerburg. Tatsächlich hatte Wjatscheslaw ihr Schergen mit dem Auftrag, sie umzubringen, hinterher geschickt und sogar die Templer kurz vor seiner Kriegserklärung an selbige um ihre Auslieferung gebeten. Zu Helenas großem Glück hatte sie mit ihren letzten Habseligkeiten eine Überfahrt auf einem Handelsschiff nach Kreta bezahlen können. Während der Überfahrt überfielen sie immer wieder Zweifel ob der Richtigkeit ihres Entschlusses. Wäre es nicht besser gewesen, den Patriarchen von Konstantinopel aufzusuchen? Immer wieder kam sie mit ihren Gedanken auf diesen Schluß. Ihr Gefühl aber sagte, dass sie erst dann eine Verräterin an ihrem Volk werden würde, wenn sie aufhörte, um dessen Freiheit von den susdaler Herren zu kämpfen. So gelangte sie halbwegs mit sich selbst im reinen nach Kreta. Ihrem Ansuchen um ein Gespräch mit dem Seneschall Fristiphorus Fristiesson war erstaunlich rasch stattgegeben worden. Vollkommen offen hatte sie dem Seneschall ihre eigene und die Situation ihres Volkes erklärt und zuletzt um Hilfe und Aufnahme in den Orden der Tempelritter gebeten. Dass sie eine orthodoxe Christin war störte nicht, beherrschten die Templer doch weite Gebiete Griechenlands und damit viele Orthodoxe. Der Seneschall war sehr freundlich und hilfsbereit gewesen. Zu ihrer grossen Freude wurde sie in den Orden aufgenommen und sogar mit einem kleinen Lehen bedacht.

Nur wenige Tage hatte sie Zeit, ihre Angelegenheiten zu ordnen, da kamen die Nachrichten über die Kriegserklärungen des susdaler Kanzlers an Byzanz und die Templer nach Kreta. Hastig ergatterte sie noch einen guten Langbogen für den Fernkampf. Aufgrund ihrer finanziellen Not musste für den Nahkampf ihr guter Dolch ausreichend sein. Vor der Ausfahrt verbrachte sie eine Nacht in Gebet und Kontemplation in einer orthodoxen Kapelle. Zum ersten Mal seit die Susdaler Herren über ihre Heimat geworden waren, fühlte sie sich ruhig und beinahe friedlich geborgen. "Der Herr sei mein Hirte, mir wird nichts mangeln." In dieser Nacht entdeckte sie die eigentliche Wahrheit dieses Satzes. Das eigene Schicksal liegt ganz bei Gott und wer die göttlichen Gebote achtet und nach ihnen handelt, ist jenseits von Angst und Leid. So fuhr sie als einfache Soldatin inmitten eines Heeres hinüber in das nun feindliche Antiochia. Sie gewöhnte sich an die regelmässigen Übungen und Duelle und sie gewöhnte sich an den anfangs noch fremden Waffenrock mit dem roten Kreuz. Am Küstenstrich Antiochien, dessen Bischöfin sie einst gewesen war, gingen sie an Land und bildeten rasch eine provisorische Lagerbefestigung. Bald wurden sie von aufgebotenen Bauernmilizen angegriffen. Helena spürte die Wut über die kalte Berechnung des teuflischen antiochischen Kanzlers in sich aufwallen. Er schickte das unterdrückte Volk auch noch in den Kampf gegen dessen Befreier. Glücklicherweise kämpften die Bauern nur dem Schein nach und gaben den ungleichen Kampf bald auf.

Helena verdrängte die Erinnerung, als sie wieder einen Bauern fand, der dank Gottes Fügung nur verwundet war. Viele Templer waren wie sie selbst auf dem Kampffeld unterwegs. Gemeinsam mit einem Kameraden trug sie den Bauern zum Verbandplatz. Dort waren nur die Bauern in Behandlung, die nicht schnell genug den Rückzug angetreten hatten. Helena sprach mit einigen von ihnen und gab sich als ihre ehemalige Bischöfin zu erkennen. Durch sie erfuhr sie, was sich so zugetragen hatte in ihrer Abwesenheit. Dass die Susdaler nach und nach den ganzen einheimischen Adel in die Verbannung getrieben hatten und der orthodoxe Klerus von den susdaler Häretikern unterdrückt wurde. Dass ihre Heere selbst vor den Akriten nicht Halt gemacht hatten und im ganzen großsyrischen Raum auf räuberische Beutezüge aus waren.

Und die verbitterten Bauern wussten, dass sie die Zeche zu bezahlen haben würden. Denn die Susdaler würden ihren geraubten Reichtum innerhalb der sicheren Mauern von Antiochia horten, während draussen in den Umlanden die erbosten Feinde das Land in Besitz nehmen würden. Schon jetzt zog sich der Ring der Feinde zusammen. Helena konnte nichts dazu sagen. Angesichts all des Leids der einfachen antiochischen Bauern war jedes Wort des Trostes schal und fehl am Platze. Sie konnte nichts anderes tun, als für sie zu beten.
 
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Helena

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Re:Die Templerin      16.02.2012 19:12:12 --- 3 Monate her  
Die letzten Monate verliefen frustrierend. Ununterbrochene Gewaltmärsche, dann Schlachten, wieder Gewaltmärsche. Und dann hatte sie endlich ihren Intimfeind, den Kanzler Michailowits in einer der vielen Gefechte vor sich. Sie stand als leichtbewaffnete Plänklerin in der vordersten Reihe der Bogenschützen. Sorgfältig war der Bogen gepflegt, Sehne und Bogenholz gefettet. Der Langbogen war ihre einzige wirkliche Waffe. Ein Schwert würde sie sich noch lange nicht leisten können.

Sie sah den verhassten Susdaler an der Spitze der angreifenden Ritter, legte einen Pfeil ein, hob den Bogen und zielte sorgfältig und genau. Mit einem harten Geräusch wurde der Pfeil abgeschossen. Helena jubelte innerlich als sie sah wie der Pfeil die Rüstung Wjatscheslaws durchbohrte. Aber der Jubel war verfrüht, der Pfeil verwundete ihn zwar, aber scheinbar nicht gefährlich, da er weiter im Sattel verblieb. Sie hätte sich mit den anderen Plänklern in Sicherheit bringen sollen, aber ihre ganze Frustration brach sich Bahn und sie rannte, nur mit einem Dolch bewaffnet auf den Kanzler zu. Ob er sie erkannte, war fraglich, aber sie würde ihn immer erkennen und ihr Hass würde sie eines Tages über ihn triumphieren lassen. Diesmal hatte sie keine Chance. Alles was sie wollte, war ihren Dolch so weit als möglich in seinen Körper treiben, aber die Rüstung war stark genug, ihren Dolchstoß fast ganz aufzufangen. Im Gegenzug traf seine Klinge ihren ungeschützten Körper und sie sackte leblos zu Boden.

Erst später erfuhr sie, warum sie noch am Leben war. Ein Templer mit Namen Ulfbert hatte ihre Wahnsinnstat mitangesehen und sie in einer kurzen Kampfpause gerettet. Er hatte ihren leichten Körper aufgehoben und sie zurück getragen zu den Medici des Ordens. Sie hatten die Blutung durch Kräuterkompressen stoppen können und als sie erwachte war ihr ganzer Körper von der Brust bis zur Hüfte bandagiert. Sie hatte ihr Ziel nicht erreicht und zudem hatten die Susdaler auch noch die Schlacht gewonnen.

Ein Medicus erzählte ihr auf die Frage, wer sie denn gerettet habe, von Ulfbert, der sein Leben eingesetzt hatte, Helena mitten unter den Kämpfern aufzulesen. Helena genas, was sie allein Gott zuschrieb. Vielleicht brauchte Gott sie noch um diese ketzerischen Susdaler aus ihrer Heimat zu vertreiben. Solche Gedanken stärkten ihren Lebenswillen. Und noch andere, sanftere Gedanken an diesen Ulfbert. Als sie entlassen wurde, suchte sie ihn im ganzen Heer, bis ihr ein Ordensritter sagen konnte, welcher Einheit er zugehörte.

Sie fand das Regiment und sie fand Ulfbert. Sie stellte sich ihm vor und dankte ihm. Ulfbert war ein sehr netter Mann, seine Art die so lebenslustig war, bildete einen angenehmen Kontrast zu ihrem eigenen verhärteten Wesen. Sie spürte in seiner Nähe wieder, was Leben sein konnte. Abseits von loderndem Hass auf die Räuber ihrer Heimat. Sie trafen sich dann noch einmal und schließlich immer wieder und es schien dass jeder die Nähe des anderen suchte.

Und eines Tages, der Krieg tobte noch immer, trafen sie die einzige logische Entscheidung. Sie heirateten. Es war der erste Tag seit ihrer Verbannung aus Antiochia, an dem sie sich glücklich fühlte.
 
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Aaron von der Aue: Fremde Völker bringen mir dieses Spiel näher. Danke dafür. und nu Gute Nacht
Aaron von der Aue: worauf es in diesem spiel ankommt und wie man das spiel kennen lernt.
Aaron von der Aue: Naja, Du bist wahrscheinlich gerade anderweitig unterwegs. Ich jetzt auch ins Bettle. Nur ist mir fremd warum ein Abdul und Du mir hier Vorwürfe macht. Ich war wochenlang Mitglied in einem Volk welches mir nicht einmal gehofen hat oder mir gezeigt hätte w
Aaron von der Aue: fändest du es toll wenn ein Graf ein gerade rausgeschmissenes Jungmitglied unter (ich habe gelern) Beobachtung stellt? Das wirft doch kein gutes Licht auf dein Volk oder?
Aaron von der Aue: ich habe noch nicht geschaut welche Position du in deinem Volk hast. Ich gehe aber davon aus eine hohe, da du dich so ins Zeugs legst
Aaron von der Aue: ich will nur dass die führung weiss was die grafen eigenwillig machen
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