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THEMA: Re:Komturei zu Wilna
 
Jaroslaw von Dozna

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Komturei zu Wilna      24.01.2012 22:30:10 --- 3 Monate, 4 Wochen her  
Jaroslaw war nun schon seit einigen Tagen zurück von seiner Unterredung mit dem Bischof von Litauen, Alonso Pansa, und machte sich daran die Planungen für die neuen Ordensgebäude vorranzutreiben. Er wusste genau wie diese auszusehen hatten. Eine Große steinerne Kirche im Zentrum. Östlich davon sollte ein Burgfried das Herz der Feste darstellen, umgeben von einer 7 Meter hohen Mauer, die an der Westflanke eine Kaserne, ein Küchen- und Lagergebäude, einen Stall und im Süden einen ausreichend großen Trainingsplatz umschloss.

Jaro hatte hierfür 6 Baumeister mit ihren Lehrlingen angeheuert die die Bauarbeiten leiten und überwachen sollten. Er gab einem erfahrenen Baumeister die Leitung der gesammten Anlage in die Hand. Lukas, seines Zeichens Hofbaumeister zu Pruzzen. Er war mit abstand der erfahrenste und fähigste Baumeister von allen auf dem Baltikum und so konnte nur er diese ehrwürdige Aufgabe übernehmen.

In einem provisorischen Gebäude aus Holz, das in der Nähe des Bauortes stand bereiten Jaroslaw und Lukas sich über die kommenden Bauarbeiten. Damit alles noch in diesem Leben fertig gestellt wurde, mussten die Bauarbeiten gut und wohl überlegt sein und koordiniert werden. Für Jaroslaw sah die Baustelle noch nicht wie eine aus. Schnürre stellten die ersten Mauergrundrisse dar und in unmittelbarer Nähe wurde Holz zu Balken und Brettern gesägt und Steine zurecht und in Form geschlagen. Doch waren diese Materialien noch nicht für die Festung gedacht sondern für eine Holzmühle, die den Arbeitsprozess um einiges beschleunigen sollte. Rings um diese Lagerstelle ließen sich Bauern, die Familien der Arbeiter und die Familien der Handwerker nieder. Auch Händler gab es und so enstand nach und nach eine kleine Zeltstadt.

Morgen sollten die ersten maßiven Grundsteine für den Burgfreid und das Mauerwerk gelegt werden. Lukas meinte es würde dann in den nächsten drei Monaten schon ansatzweise wie eine richtige Burg aussehen. Doch für den Grafen von Wilna war dies noch Zukunftsmusik und nicht ersichtlich. Doch er vertraute Lukas und seiner Erfahrung. Was sollte er auch schon groß anderes tun können außer vertrauen?
 
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Jaroslaw von Dozna

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Re:Komturei zu Wilna      26.01.2012 21:47:15 --- 3 Monate, 3 Wochen her  
Jaro war sehr zufrieden. Die ersten 6 Reihen des Burgfrieds standen und auch die Mauerfundamente waren fast fertig. Doch am weitesten war man mit der Kirche gekommen. Die Stein wände wurden aus kopfgroßen Feldsteinen zusammen geschichtet und mit Beton verbunden. Lukas meinte das für eine Kirche dieser Größe solch ein Mauerwerk völlig ausreichen würde und so entschied man sich die verhassten Feldsteine eine sinnvollen Aufgabe zukommen zu lassen. Die Mauer war nun schonm gute 4 Meter hoch und die Zimmerleute begannen damit Dachträger und Dachfürst einzusetzen. Jaroslaw wollte jedoch auch einen Kirchturm an der Kirche haben, der neben dem Burgfried das höchste Gebäude darstellen sollte. Auch hatte er eine kleine Glocke in Auftrag geben lassen, deren Gewicht den kommenden Holzturm nicht zu sehr belasten sollte.

Jaroslaw staunte nicht schlecht als er die Fortschritte der Bauarbeiten sah. Sie waren dem eigentlichen Zeitplan vorraus und durch den ausgefallenen Einfall von Lukas mit den Feldsteinen, hatte er auch noch Kosten gespart und dafür mehr Arbeiter einstellen können, die ihrer seits nun für einen noch schnelleren Bauprozess sorgten. Der Herr Gott musste wirklich mit diesen Leuten und mit Jaroslaw sein. Nur einer war nicht zufrieden mit der Lage. Lukas schaute jeden Tag finsterer und war leicht zu reizen. So hatte ein Arbeiter einen Holzbalken wohl erst eine Stunde später, als eigentlich gedacht, fertiggestellt und Lukas hätte ihn am liebsten auspeitschen lassen. So entschied sich Jaroslaw zu erfragen was eigentlich das Problem sein könnte. Die Frage wurde mit nur einem Satz klargestellt.

Das Wetter schlägt zu schnell um und der Bau könnte über den Winter für lange Zeit ins Stocken geraten.
Jaroslaw erkannte das der Baumeister recht hatte. Es wurde immer kühler in den Nächten und auch die Feuchtigkeit in der Luft und der Regen würden den Gebäuden ihren Tribut abfordern. Das Dach der Kirche musste so schnell wie möglich fertiggestellt erden doch die Schieferplatten dafür mussten von weither gebracht werden. So entschloss man sich Holzschindeln zu nutzen bis die Schieferplatten angekommen sind.

Der Turm jedoch musste wahrscheinlich erst einmal mit Brettern und Heu verkleiden und abgedichtet werden. Schade eigentlich der Graf hatte gehofft schon in der nächsten Woche mit dem klaren Klang der Glocke aus Stargard zum ersten Gottesdienst in dem behelfsmäßig fertiggestellten Gotteshaus einzuläuten. Schon fast resigniert trottete er davon. Doch Lukas versprach ihm eine Lösung des Problems zuliefern und so vertraute er wieder ein mal auf die Fähigkeiten des Baumeisters.

Zwei Tage später hatte Lukas ein starkes Holzgerüst neben dem Hauptschiff aufgestellt und dort oben die Glocke aufgehangen. Nun klang sie weit über die Baustelle hinweg und läutete so die Mittagszeit ein. Ihr klang war klar wie der Himmel und imposant wie die Sonne selbst. Ein tiefer und dumpfer Nachklang zeugte von einer erhabenen Kraft und einer inwohnenden Macht, die kein Schwertt der Welt je erstreiten konnte.

Jaroslaw war sichtlich berührt von dem Klang der Glocke und von dem Fortschreiten der Bauarbeiten und so begab er sich zu Bett. Sein Feldlager hatte er gegen die Kirche getauscht. Einmal um aus dem ungemütlichen Wetter und Wind heraus zu kommen und zum anderen um durch das bewohen der Kirche dafür zu sorgen das die Feuchtigkeit durch regelmäßiges Lüften und das wärmende Feuer aus der Kirche zu verbannen. So schlief er den Schlaf der Gerechten, in der ersten Nacht in der neuen Kirche!
 
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Jaroslaw von Dozna

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Re:Komturei zu Wilna      27.01.2012 23:48:45 --- 3 Monate, 3 Wochen her  
Es war mitten in der Nacht als Jaroslaw durch ein stetiges Knirschen erwachte. Es regnette nun schon seit zwei Tagen, doch das konnte den Bauarbeiten keinen Abbruch tun. Ein kleines Feuer brannte an seinem Nachtlager inmitten der neuen Kirche. Er öffnete langsam die Augen. Noch immer schlaftrunken und ermattet stieg er aus dem sperrlich eingerichteten Bett. Er ging an die Pforte und schaute ob dort jemand war der dieses Geräusch verursacht haben könnte. Doch niemand war auch nur in der Nähe der Kirche. Erst 400 Schritt weiter konnte man ein kleines Feuer der Wachen erkennen.

Er ging das Mauerwerk ab und schaute ob dort alles in Ordnung war. Das untere Mauerwerk schien in einwandfreiem Zustand. Doch Jaro hörte immer wieder dieses Knarren. Es musste eines der viielen Holtgerüste sein dachte er bei sich und so stieg er eines der Gerüste, welches an der Ostwand stand, hinauf. Auf vier Metern höhe sah der Grund majestätisch weit aus und die Größe der Kirche kam erst jetz so wirklich für Jaroslaw zur Geltung. Doch es gab nun wichtigeres zu tun als das Werk der Bauarbeiter zu bestaunen. Er ging das Gerüst entlang und beäugte alles, sowohl Mauerwerk als auch Dachkonstruktion. Nichts! Es gab nicht den kleinsten Anhaltspunkt für das immer lauterwerdende Geräusch.

Er ging nun auf den Zwischenboden. Den Bereich, der zwischen den künftigen Dachschindeln und der Decke des Hauptschiffes liegt. Hier Oben war er nun am höchsten Punkt seiner Grafschaft. Von hier aus konnte er bis zu seiner Burg in Dozna blicken.

Er schien dem Grund des Geräusches immer näher zu kommen. So kletterte er zweischen den Verstrebungen umher und dann sah er es. Ein feiner Riss, durch den etwas Wasser sickerte, war am oberen Rand der Mauern zu sehen. Doch auch dieser konnte nie und nimmer so einen Krach verursachen. Er verfolgte den Riss, der sich einen Meter weit im Mauerwerk weiterzog. Imer feiner wurde er bis er kaum noch zu erkennen war. Die unterschiedlichen Steingrößen machten das ganze noch schwerer und so beschloss Jaroslaw auf einen Maurerbalken der noch aus der Wand ragte zu klettern. Von hier aus konnte er auch nicht mehr erkennen. Doch aus dem Knarren und Knrschen wurde mit einem Mal ein Knacken und dann mit einem Ruck, ein Krachen.

Jaroslaw sah einen der Dachbalken wie er schief über der Stelle mit dem Riss hing und dann .... dann ging alles ganz schnell. Der Boden unter seinen Füßen war wie weggeblasen. Jaroslaw fiel. Es kam ihm wie eine Ewigkeit vor die er viel und im Moment des Aufpralls dachte er nun sei seine letzter Atemzug getan. Doch er war auf das Gerüst und nicht auf den Boden der Kirche gestürzt.

Nun kam ihm ein Teil der Deckenkonstruktion entgegengestürzt. Er rollte sich zum Rand des Gerüstes und hielt sich am Rand des Selbiegen fest. Er schwang sich mit müh und Not auf eine Ebene darunter, während über ihm gesplittertes Holz umher flog und den obersten Teil des Gerüstes zerschlug, auf dem er gerade noch gelandet war. Dann sprang er von dem Gerüst fiel heftig auf den Boden und merkte einen stechenden heftigen Schmerz in seinem linken Bein. Doch jetz ging es darum erst einmal lebendig aus diesem Gebäude zu kommen. Er hummpelte so schnell er nur konnte zur Pforte, warf sich mit seinem vollen Gewicht gegen sie und sprengte das Schloß der Tür. Draußen fiel er eher weiter als er humpeln konnte und drehte sich um. Mit entsetzen sah er wie die Dachkonstruktion zu Boden fiel und dabei einen großteil der Mauer im Altarbereich herunterriss. Der Lärm muss schrecklich laut gewesen sein. Immer mehr Arbeiter stürmten zur Kirche. Doch Jaroslaw bemerkte davon nichts mehr. Er sank zu Boden, holte ein paar mal tief Luft und beobachtete wie Steinreste und Mauerstücke in die Kirche fielen. Die Umstehenden schienen mit ihm zu sprechen doch wollte oder konnte er ihnen nicht folgen. Es war ihm auch egal gewesen. Er war mit dem Leben davongekommen und sein einziger Gedanke den er jetzt hatte war:
Wie sollen wir jetzt noch alles rechtzeitig fertig bekommen?
 
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Alonso Pansa

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Re:Komturei zu Wilna      29.01.2012 10:06:26 --- 3 Monate, 3 Wochen her  
Der Bote des Bischofs zu Litauen ritt in die Komturei ein und erschrak.
Was für ein Chaos, Trümmer und verstörte Menschen welche umher irrten.
Er stieg von seinem Pferd und machte es fest.
Danach suchte er in dem Wirrwarr eine Person, welche etwas zu sagen hat.
Er sah einen Herrn am Boden liegen und ging auf ihn zu um zu helfen.
Werter Herr kann ich euch behliflich sein. Ist euch etwas geschen, oder seid ihr verletzt?

Der Mann am Boden sah ihn verstört an.


Alonso Pansa
Bischof der wahren Kirche zu Litauen
 
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Jaroslaw von Dozna

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Re:Komturei zu Wilna      29.01.2012 12:00:15 --- 3 Monate, 3 Wochen her  
Langsam war Jaroslaw ausser sich vor Wut. Da hatte man alles getan um die Bauarbeiten voran zu treiben und nun so etwas. Was hatte er wohl falsches getan, dass Gott ihn mit solch einer Strafe belegt? Hatte er nicht geschworen in seinem Namen Kirchen in der gesammten Grafschaft bauen zu lassen? Hatte er nicht den Segen des Bischofs für dieses Bauvorhaben eingeholt? Hatte er nicht den Landbevölkerung Arbeit, Bezahlung und eine Perspektive ermöglicht? Was nur in Gottesnamen könnte er falsch gemacht haben?

Während er sich diesen verzweifelten Gedanken hingab, trat ein junger Mann an ihn heran und fragte ob er ihm helfen könnte! Helfen!? Allein diese Frage hörte sich in seinen Ohren wie Spott an! So schüttelte er die Verzweiflung ab und lies seiner Wut freien lauf. Wut war in dieser Stunde der bessere Gefährte als die Verzweiflung. Mit Wut kann man voranschreiten aber Verzweiflung lässt einen resignieren! So schaute er den Mann finster an, erhob sich mit schmerzendem Bein und sprach:

Wenn ihr nicht in der Lage seid eine Kirche aus dem Boden wachsenzulassen oder mit Wunderkraft für die Wiederauferstehung dieser Ruine sorgen könnt, dann könnt ihr mir nicht helfen! Nein wirklich nicht mein Herr!

Nachdem er sich seine Wut von der Seele gepustet hat, drehte sich Jaroslaw wieder der Ruine zu! Mittlerweile wurde es Tag und immer mehr Arbeiter kamen auf die Baustelle. Jaro wies einen der Vorarbeiter an, den Innenhof der Kirche von den Trümern freizuräumen und ihm Lukas vorbei zu bringen! Es musste geklärt werden wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte.

Nachdem alles gesagt wurde was gesagt werden musste, schaute sich der Graf von Wilna um und sah den Mann von eben immer noch da stehen wo er gerade noch gelegen hatte. Jetzt erkannte er das Wappen des Bischofs auf den Kleidern des Mannes. Es musste sich um einen Boten handeln. Jaro ging....humpelte auf den Mann zu und fragte:

Nun ihr kommt vom Bischof! Ihr werdet also gewiss mit mir sprechen wollen. Ich bin der Graf von Wilna. Also sagt schon: Hat der Bischof dies etwa kommen sehen? Oder was beehrt mich mit eurem Besuch hier? Doch lasst uns erst was zu essen und trinken holen. Dort vorne am Zelt gibt es eine kleine Essensausgabe für die Arbeiter. Wir werden uns zu ihnen gesellen und auch ein wenig Kalbseintopf essen. Dazu ein gutes Bier und dann sehen wir was ich für euch tun kann.

Jaro deutete mit seinem linken Arm auf das Zelt, aus dem weißer Rauch und ein Stimmengewirr kam und begann voraus zu humpeln.
 
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Alonso Pansa

Litauen
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Re:Komturei zu Wilna      29.01.2012 22:17:31 --- 3 Monate, 3 Wochen her  
Der Bote war etwas verstört über den Wutausbruch des Mannes, doch er dachte sich, dass es ihm wohl genau so gegangen wäre.
Danach drehte sich der Mann wieder zu ihm um und sprach:

Nun ihr kommt vom Bischof! Ihr werdet also gewiss mit mir sprechen wollen. Ich bin der Graf von Wilna. Also sagt schon: Hat der Bischof dies etwa kommen sehen? Oder was beehrt mich mit eurem Besuch hier? Doch lasst uns erst was zu essen und trinken holen. Dort vorne am Zelt gibt es eine kleine Essensausgabe für die Arbeiter. Wir werden uns zu ihnen gesellen und auch ein wenig Kalbseintopf essen. Dazu ein gutes Bier und dann sehen wir was ich für euch tun kann.


Der Bote folgte ihm in das Zelt und wurde mit Speiß und Trank versorgt.
Während des Essens erzählte der Bote dem Grafen, dass er Hans hiese und vom Bischof die Nachricht überbringen solle, dass dieser in den nächsten Tagen mit dem Kardinal aus Pruzzen, zur Komturei reisen würde.
Er bedankte sich für die Verköstigung und wolle sofort danach zurück reiten.


Alonso Pansa
Bischof der wahren Kirche zu Litauen
 
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Jaroslaw von Dozna

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Re:Komturei zu Wilna      30.01.2012 21:55:21 --- 3 Monate, 3 Wochen her  
Jaro hatte sich schon so etwas gedacht. Während des Essens wurde ihm kundgetan was ihn noch mehr unter Druck setzen würde. Der Bischof und der Kardinal wollten also die Baustelle besichtigen....nun viel gab es ja nicht mehr zu sehen, aber es würde reichen um einige Fortschritte zu zeigen. Die Wehrmauer war um gute eineinhalb Meter gewachsen und auch der Burgfried stieg immer weiter in die Höhe.

Nachdem Jaroslaw nun die Neuigkeiten erfahren hatte gab er dem Boten ein frisches Pferd und lies ihn seiner Wege ziehen. Nun kam auch Lukas zu dem Speisezelt und setzte sich zu Jaroslaw. Der Baumeister schien nicht sonderlich aufgeregt, obwohl er die Ruine schon besichtigt hatte. Jaroslaw war dabei sein Bein verbinden zu lassen und sagte dann zu Lukas:

Wie konnte das nur passieren? Wie kann eine Mauer einfach in sich zusammenbrechen, wegen eines kleinen Risses?

Lukas setzte sich ruhig zurück und sagte mit ruhigen aber bestimmten Ton.

Es war der Fusch einzelner Bauarbeiter. Der Zement den sie anrührte war mit zuviel Wasser vermengt. Durchd en anhaltenden Regen konnte dieser nicht schnell genug trocknen und die Kälte und der Wind sorgten dann für das Übrige. Ich schlage vor aufgrund der Wetterverhältnisse nur die erste 3 Meter Mauerwerk mit Feldsteinen zu bauen und den Rest mit Ziegelsteinen aufzubauen. Das sorgt für stabielere Mauerverhältnisse, kostet aber auch mehr.

Jaroslaw überlegte kurz. Die Kasse würde das mitmachen. Viele wohlhabende Handwerker der egend hatten Geld gespendet und verliehen um den Aufbau der Komturei zu fördern. Denn auch sie verdienten daran, dass die Grafschaft sicher und mit einem möglichen Handelsposten des Ordens versehen ist. Jaro stellte nur noch eine Frage.

Wie lange würde dies dauern?

Lukas antwortete schnell, denn er hatte schon mit dieser Frage gerechnet:

Nun wenn die Mauerreste keinen Schaden erlitten haben, dann brauchen wir 2 Wochen um die Mauern und das Dachgerüst zu errichten.

Jaro war froh das zu hören. Immerhin würden sie nicht lange ins intertreffen geraten mit den Ausbauten. Hatten sie doch im Vorfeld ganz gut Zeit gespart. Jaro schaute auf sein Bein. Es war fest eingebunden und der Feldarzt sagte ihm das es nur eine Verstauchung war. Der Graf machte sich auf die Ruine zu besichtigen. Einige Stunden waren nun schon verbracht und die Mittagssonne stand hoch am Himmel. In der Ruine gab es emmsiges Treiben zu sehen und viel Geröl war aufgesammelt und fortgeschafft worden. Jaro schaute zu Lukas der das ganze beobachtet hatte. Er hob seinen Daumen und zeigte Jaro somit, dass das Mauerwerk ausreichen würde um darauf aufzubauen. Morgen konnte es losgehen. Hoffentlich würde sie diesesmal halten.........
 
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Jaroslaw von Dozna

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Re:Komturei zu Wilna      04.02.2012 13:01:19 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
Drei Wochen waren mittlerweile ins Land gezogen und die Bauarbeiten waren gut vorangekommen. Die Kirche war fast fertig, einzig und allein der Turm musste noch ein Dachbekommen. Lukas war wahrlich ein Meister seines Fachs. Er hatte persönlich die Bauarbeiten an dem Gotteshaus übernommen und so liefen die restlichen Ausbauten ohne Probleme. Die Kirche hatte ein Dach und die Zimmermänner hatten angefangen den Altar mit Holzschnitzereien zu verzieren. Ein großes Kruzifix mit einer Jesusfigur wurde ebenfalls angefertigt, das über dem Altar aufgehängt werden sollte. Vorher jedoch wollte Jaro es von einem Feinschmied mit Gold verzieren lassen. Sechs Künstler malten eifrig Ikonen der Heiligen und einen Flügelaltar mit der geschichte der Heiligen Maria. Der heiligen Jungfrau sollte die Kirche gewidmet werden. Immerhin war dies eine Kirche der Deutschritter zu Litauen und so war die heilige Maria auch die Schutzpatronin der hiesigen Deutschritter.

Die Wehranlagen wurden auch immer weiter ausgebaut. Die Mauer hatte mittlerweile ihre Höhe erreicht und nun wurden Zinnen und Pfeildächer hinzugefügt, die die Soldaten vor möglichen Pfeilangriffen schützen sollten. Das große eiserne Falltor wurde am heutigen Tage mithilfe von Ochsen, einer menge Seile und einem starken Holzgerüst in seine Position gebracht. Das Holz ächtste und knarrte und Jaroslaw ging unbewusst einige Schritte zurück bei dieser Geräuschkulisse. Das Tor wurde kaum merklich hochgezogen und in Position gebracht und anschließend mit Eisenklammern fixiert. Nun wurde das Tor mit Mauerwerk umgeben, das gleichzeitig auch als Führung für das Tor diente. Am oberen Ende wurden schwere Ketten angebracht, die später das Tor anheben sollten.

Der Burgfried hatte noch nicht ganz seine Vollendung gefunden und so war an diesem das größte Treiben zu sehen. Jaroslaw lief schon den ganzen Vormittag über die Baustelle und beobachtete das Schaffenswerk der vielen Arbeiter. Um die Komturei hatte sich mittlerweile ein richtiges Dorf gebildet und so gab es vor der Feste auch emsiges Handeln, Werken und Feilschen.

Die Vilnia war ein kleiner Fluss der später in die Neris mündet uind schließlich in die Ostsee führte. Jaroslaw hatte deswegen Kais errichten lassen um benötigte Rohstoffe zur Baustelle liefern zu lassen. Aber auch Handelswaren wurden in das kleine Dörfchen um die Feste gebracht. So dauerte es nicht lange bis die Handelsleute des Dörfes Jaroslaw baten ein Handelskontor errichten zu lassen, welches in der Nähe der Festung aufgebaut werden sollte um es unter den Schutz der dortigen Truppen zu stellen. Sie versprachen im Gegenzug finanzielle Unterstützunng für den weiteren Ausbau der Komturei und so war man sich schnell einig. Der Fluß hatte auch noch einen weiteren positiven Aspekt. So hatten Jaro und Lukas einen Plan ausgeheckt. So liesen sie eine Graben um die Feste ausheben, der mit Wasser aus dem Fluss gespeist werden sollte. Diese Feste sollte einmal uneinnehmbar werden und alle Taten was sie konnten um dies auch wahr werden zu lassen.

Dann schoss Jaroslaw wieder in den Kopf, dass der Kardinal von Pruzzen und der Bischof von Litauen der Baustelle einen Besuch abstatten wollten und er hatte noch nichts vorbereiten lassen. Eilig ging er zu seinem Vogt und sagte ihm er solle ein Schwein organisieren und ein paar Wachteln oder Fasane, die als Speisen gereicht werden konnten wenn die beiden kirchlichen Würdenträger ankamen. Wein und weitere Getränke gab es zu Hauf. Wieder ein Vorteil der vielen angesiedelten Arbeiter- und Handwerkerfamilien. Die Zimmer der Kaserne in der Feste waren einfach. Doch gab es auch fünf Zimmer, die etwas prunkvoller ausgestattet waren und für hohe Besucher zur Verfügung standen. Sie hatten ein Federbett mit Baldachin, einen großen Schreibtisch aus Nussholz, eine eigene Latrine und waren alle an den großen Festsaal der Kaserne bzw. des Wohnhauses angeschlossen. Die Vorbereitungen für das Wohl der Besucher waren getroffen und liefen. Nun mussten nur noch die Besucher in Empfang genommen werden. Jarow gab 10 seiner besten Männer den Auftrag sich Waffenröcke schneidern zu lassen. Sie sollten zweifarbig sein. Rot und Weiß mit einem Tatzenkreutz auf der linken Brust. So sollte die Verbindung zwischen Litauen und dem Orden auch nach Außen hin geschaffen werden. Er selbst würde mit einem Gambeson und einem weißen Ordensmantel auftreten.
Am Abend waren die Männer in ihren neuen Waffenröcken zusammen gekommen und stellten sich vor Jaroslaw auf. Er selbst inspizierte sie. Die Wappenröcke hatten leuchtende Farben und die Speere und Schilde waren gereinigt und poliert worden. Nun konnten die Gäste kommen.
 
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Christian Johannsen

Pruzzen
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Re:Komturei zu Wilna      06.02.2012 22:42:50 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
Dante erreichte letztendlich die Feste der Komturei zu Wilna. Einige ungläubige Bauhelfer starrten den Leutnant bei seiner Ankunft an. In Voller Rüstung und mit dem Tatzenkreuz auf der Brust seines Mantels saß er auf dem Pferd. Die Leute standen wie angewurzelt stehen und kein Ton war zu hören. Er wandte sich an die Männer.

"Dante ist mein Name, ich bin der persönliche Leibgardist seiner Eminenz Christian Johannsen. Kardinal zu Pruzzen und Seneschall des deutschen Ritterordens. Ich suche den Bauherren dieser Feste."

Der Leutnant sah in die vor Schreck erstarrten Gesichter. Wurden sie nicht angekündigt? Etwas verärgert hakte Dante nach und schließlich deutete einer der älteren auf den Burgfried. Dort sah er weitere Arbeiter und ritt im leichten Schritt rüber. Zwischen den zahlreichen Leuten konnte er niemanden Entdecken der die wie wild durcheinander laufenden Männer anleitete. Kurz räusperte sich Dante in der Hoffnung man würde ihn bemerken.
Die Kapuze wurde vom Wind hinunter geweht. Das Wetter machte ihm im Grunde nichts aus.er war schlimmeres gewohnt. Die Annähmlichkeiten der letzten Jahre waren weniger nach seinem Geschmack.

"Ich bin hier seine Exellenz dem Bischof von Litauen und seine Eminenz den Kardinal von Pruzzen anzukündigen. Man sagte mir einer von Ihnen wäre für den Bau verantwortlich."

Sein Schlachtross tänzelte nervös hin und her. Den Kopf riss es auf und nieder.


 
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Jaroslaw von Dozna

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Re:Komturei zu Wilna      06.02.2012 23:31:26 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
Jaroslaw stand am Südende der Wehrmauer und beobachtete wie die Bauarbeiter den Damm, der Fluss und Burggraben trennte einrissen. Mit einem gewalltigen Rauschen schoss das Wasser in den Graben und wirbelte Sand, Steine und Geröll, sowie den Rest des Damms in den Graben. Das Wasser füllte nach und nach den Graben und die angespitzten und mit Pech bestrichenen Holzpfäle, die in den Graben getrieben wurden verschwanden unter der steigenden Wasseroberfläche.

Plötzlich kam Wortschak, der alte Freund von Jaroslaw, zu ihm gerannt und sprach schon von weitem völlig ausser Atem.

Bischof......Kardinal.....Leutnant wartet!
Jaro verstand worum es ihm ging. Er eilte die Stufen hinab und pfiff einmal schrill einigen Männern in der Kaserne zu. Diese sprangen auf, griffen sich Schild und Speer und folgten Jaroslaw auf dem Fuße. Von weitem erkannte er den Deutschritter in seinem weißen Ordensmantel mit dem Tatzenkreuz. Er schritt auf ihm zu und hob die Hand zum Gruß.

Ich grüße euch mein Ordensbruder. Wie ich höre seit ihr hier um hohen Besuch anzukündigen. Wir nehme sie mit Freuden in Empfang. Sagt ihnen, das wir hier auf sie warten und empfangen werden.

Jaroslaw sah zu Wortschak und nickte ihm zu. Dieser lief in das Küchenhaus um alles anrichten zu lassen der Ritt wird die beiden Kirchenmänner hungrig gemacht haben. Während dessen stellte sich Jaroslaw vor die Zehn Männer die als Empfangskomitee dienten und rief laut und aus vollem Hals.

Zum Empfang aufstellen! Flaggen auf!

Die Männer bildeten ein Spalier von drei Mann auf der rechten und vier auf der linken Seite des Nordtores. Am Ende der gebildeten Gasse standen die drei restlichen Soldaten mit der Flagge des Deutschen Ordens, der rot-weißen und mit dem Tatzenkreuz versehenen Flagge der Komturei von Wilna und der litauischen Landesflagge. Vor den drei Männern stand Jarow in voller Rüstung und dem Schwert an seiner Seite und wartete, wie auch seine Männer in ruhender Position auf die Ankunft der werten Gäste.
 
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Nur fuer Premium-Spieler.
Anmeldung: 25818
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Gasthaus
Aaron von der Aue: Fremde Völker bringen mir dieses Spiel näher. Danke dafür. und nu Gute Nacht
Aaron von der Aue: worauf es in diesem spiel ankommt und wie man das spiel kennen lernt.
Aaron von der Aue: Naja, Du bist wahrscheinlich gerade anderweitig unterwegs. Ich jetzt auch ins Bettle. Nur ist mir fremd warum ein Abdul und Du mir hier Vorwürfe macht. Ich war wochenlang Mitglied in einem Volk welches mir nicht einmal gehofen hat oder mir gezeigt hätte w
Aaron von der Aue: fändest du es toll wenn ein Graf ein gerade rausgeschmissenes Jungmitglied unter (ich habe gelern) Beobachtung stellt? Das wirft doch kein gutes Licht auf dein Volk oder?
Aaron von der Aue: ich habe noch nicht geschaut welche Position du in deinem Volk hast. Ich gehe aber davon aus eine hohe, da du dich so ins Zeugs legst
Aaron von der Aue: ich will nur dass die führung weiss was die grafen eigenwillig machen
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