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Re:Frische Spuren auf alten Pfaden (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Re:Frische Spuren auf alten Pfaden
 
Eddard

Schottland
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Re:Frische Spuren auf alten Pfaden      30.01.2012 17:38:20 --- 3 Monate, 3 Wochen her  
Eddard erhob sich.
"Nun verehrte Blanka, wir nehmen Eure Entschuldigung an. Schottland hatte nie und hat kein Interesse eigenes Land zu besitzen in Afrika. Deshalb war das Land auch eine Pacht von Eurer Seite. Interessant war das Land nur deshalb, weil es ein paar wenigen Siedlern Möglichkeiten bot sich zu entfalten. So wie auch Siedler aus Sizilien, Makedonien und Ungarn sich in Afrika entfalten dürfen. Ein Angriff auf die Grafschaft durch das Volk der Berber war ein Angriff auf Zenata. Als dies geschah rief Zenata uns um Hilfe und wir kamen diesem Ruf nach. Ich möchte betonen, dass Schottland kein Interesse hat sich in die Politik Afrikas einzumischen. Gerne aber würden wir wissen welche Vorraussetzungen zu erfüllen sind um wie Makedonien oder Ungarn zu siedeln? Wie bereits erwähnt haben schottische Bauern Interesse Handel zu treiben und zu siedeln."

Eddard wandte sich an die anderen.

"Schottland ist ein kriegerisches Volk wie alle Nordvölker. Aus diesem Grund möchte ich die Völker Afrikas loben für ihren Kampfgeist und die geschlagenen Schlachten! Es war uns eine Ehre mit Euch zu kämpfen!"


Nuair a thiocas an bás ní imeoidh sé folamh
 
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Arthus von Knochenberg

Cordoba
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Re:Frische Spuren auf alten Pfaden      30.01.2012 18:34:12 --- 3 Monate, 3 Wochen her  
Arthus wendet sich zunächst an Blanka.

"Werte Blanka, es erfüllt mich mit Stolz Euch nun zu begegnen. Viel habe ich von Euch gehört, und bisher scheinen die Geschichten der Wahrheit zu entsprechen. Ich gratuliere Euch nunmehr persönlich zu Eurem neuen Amt und bedanke mich für die außerordentlich großzügige Gastfreundschaft. Ich weiß es zu schätzen, dass Ihr uns zu diesen Friedensverhandlungen eingeladen habt. Dies zeigt wahrlich Eure Größe. Ich sichere Euch zu, dass von nun an wieder Frieden zwischen Zenata und Cordoba herrschen soll und Cordoba sein bestmöglichstes tun wird, um Zenata bei dem Aufbau der Grafschaften zu unterstützen."

Sein Blick richtet sich nun auf Eddard.

"Es ist mir eine große Ehre, Euch persönlich kennenzulernen. Euer Vater war ein großer Mann und es würde ihn sicher stolz machen, Euch bereits so schnell wachsen zu sehen. Ich muss mich für mein möglicherweise voreiliges Eingreifen in den Krieg entschuldigen. Die Boten aus den Küstenregionen erzählten von Invasionen und selbst habe ich den Angriff im Gebiet des Hohen Atlas miterlebt, als das Cordobaren-Heer auf der Heimreise war. Ich habe diesen Angriff als eine Attacke gegen Afrika und Cordoba gesehen, von einer Pacht der Provinz Wahran wusste ich zu der Zeit nichts. Das Kalifat von Cordoba würde sich einer Erneuerung des Pachtvertrages von Wahran nicht in den Weg stellen, wenn auch meine Brüder und Schwestern der anderen afrikanischen Völker ihr Einverständnis geben, gebunden an einige Bedingungen, versteht sich. Handel ist ein wichtiger Schritt der Diplomatie, über welche ich gewiss noch einiges lernen muss. Als Sohn eines Handelsreisenden aus Europa und einer afrikanischen Bäuerin wurde ich nicht in das Amt des Kalifen geboren, jedoch würde ich gerne beweisen, dass ich keineswegs unehrenhaft handle. Mögen die Waffen also ruhen und der Weg zu weiteren Verhandlungen offen stehen."


 
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Eddard

Schottland
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Re:Frische Spuren auf alten Pfaden      31.01.2012 10:39:18 --- 3 Monate, 3 Wochen her  
Eddard wandte sich an Arthus von Knochenberg.

"Ihr braucht Euch nicht zu entschuldigen! Wir Schotten leben für den Kampf und es war uns eine Ehre gegen Cordobas Krieger zu streiten!"


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Blanka von Schwarzenberg

Zenata
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Re:Frische Spuren auf alten Pfaden      01.02.2012 19:42:05 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
Eddards Worte vernahm Blanka mit Erleichterung und ein Lächeln entspannte ihre verkrampften Züge. Auch das Reden des Kalifen Arthus ließ sie Hoffnung schöpfen, dass es leicht würde, einen Weg zur Einigung zu finden. Doch als es anschließend lange Zeit still blieb, wuchsen Verzweiflung und Hilflosigkeit der jungen Königin.

Sie wusste nicht, unter welchen Bedingungen es fremden Völkern gestattet wäre, in Afrika zu siedeln. Und so suchte ihr Blick nun den der Berber. In ihren Augen trugen die Nachbarn eine vergleichbare Schuld wie Zenata selbst. Ihr Kopf begann zu pochen, wie jedes Mal, wenn sie versuchte die Ereignisse in einen chronologischen und sinngebenden Zusammenhang zu bringen. Doch wie jedes Mal zuvor scheiterte sie.

Sie begann zu grübeln: Brauchen die Berber eigentlich einen 'guten Grund', warum sie die einen zuließen, die anderen jedoch nicht? Nein, den brauchen sie eigentlich nicht. Denn wenn die Nachbarvölker nur entschlossen genug wären, wäre es einerlei, ob Zenata seine eigenen 'gute Gründe' hätte oder nicht. Innerlich schüttelte sie den Kopf. Sie wollte nicht, dass Zenata nie wieder zur Ruhe käme, nur weil Berber, Mauren und Ziriden ihr Volk immer und immer wieder drangsalieren würden.

"Seid so gut und sprecht!", richtete sie das Wort an die Berber.

 
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Tio Ibn Timosch Ibn Tiuri

Berber
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Re:Frische Spuren auf alten Pfaden      02.02.2012 01:28:55 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
Die Gespräche waren schon im Gange, als Timosch Ibn Tiuri II. eintraf. Er fühlte sich unwohl zwischen all den vielen Herrschern, die so viel erfahrener waren als er selbst. Sicher, er war auf diesen Tag vorbereitet gewesen, dass er selbst einmal vor solchen Versammlungen sprechen musste, doch war dies sein erstes Mal. Die Trauer um seinen Vater kam hinzu. Wie sehr wünschte er ihn jetzt an seiner Seite.

"Assalamu ´Alaikum an alle hier Versammelten. Bismillah arRahman arRahim verzeiht zunächst mein verspätetes Eintreffen. Wie sicher alle mitbekommen haben, ist mein Vater nach Beendigung der Kämpfe gestorben. Möge er im Paradies einen guten Platz bekommen haben, Insha Allah. Nach Beendigung der Trauerfeierlichkeiten bin ich sofort hierher geeilt. Nun muss ich hier für ihn sprechen und bin doch noch unerfahren mit all den Dingen, die teils schon vor Jahren begonnen haben.

Ich kann nur wiedergeben, was ich in alten Aufzeichnungen gelesen habe und was mein Vater mir weitergegeben hat. Daraus ist erstens zu entnehmen, dass niemand etwas von einem Vertrag zwischen Zenata und Schottland wusste. Nur kurze Zeit bevor unsere Soldaten die schottisch besetzten Regionen angriffen, haben wir Afrika bereits von iberischen Völkern befreit. Den Schotten gaben wir sogar eine Frist, bis zu der sie das Land verlassen hätten können. Es kam keine Antwort. Daraufhin begannen wir mit der Befreiung der dort ansässigen Bevölkerung. Abgesehen davon war zu der Zeit, als das Papier unterzeichnet worden sein soll, das Volk Zenata nicht von einheimischer Bevölkerung beherrscht. Europäer hatten die Macht übernommen und diese hatten nicht das Recht, über afrikanisches Land zu verfügen. Erst langsam kam es zwischen den afrikanischen Völkern und den Einwanderen zu einer Übereinkunft. In Zenata bekamen einheimische Edelleute wieder Einfluss und das Verhältnis besserte sich.
Meine Berater sagten mir, dass auch die neben uns siedelnden Makedonen angesprochen wurden. Soweit ich weiß, gab es vor der Ansiedlung dieses Volkes intensive Gespräche in Tripolis. Ich erinnere mich an eine Delegation die mit meinem Vater und unseren Kanzlern sprach. Bis heute habe ich von niemanden Klagen über die Ansiedlung vernommen. Seit langer Zeit wurde auch kein Makedone in unseren Ländern gesichtet. Ob dort überhaupt jemand siedelt ist ungewiss. Unseres Wissens nach ist dort lediglich eine kleine Verwaltung anwesend. Und, das seid gewiss, hätte ein afrikanisches Volk gegen die Makedonen protestiert oder sie angegriffen, mein Vater hätte sie nicht aufgehalten."


Timosch war selbst erschrocken über seine lange Rede und nahm erst einmal Platz, unsicher wie seine Worte auf die anderen gewirkt haben mögen.


König der Berber
 
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Blanka von Schwarzenberg

Zenata
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Re:Frische Spuren auf alten Pfaden      02.02.2012 18:47:44 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
Eine steile Falte bildete sich auf Blankas Stirn, noch während Timosch sprach. Doch gestattete sie sich noch nicht, ihrem Unmut Platz zu machen. Und so erwiderte sie dem König der Berber im ruhigen Tonfall: "Timosch Ibn Tiuri, Euer Verlust tut mir aufrichtig leid. Möge Gott der Seele Eures Vaters Frieden schenken." Sie atmete einige Male tief durch, dann fuhr sie fort: "Dennoch müssen wir fortfahren. Ungeachtet der Umstände, dass weder die zenatischen noch die schottischen Kanzleien vor Eurem Angriff auf Wahran rechtzeitig genug in der Lage waren, einen Pachtvertrag vorzulegen, stand es Euch nicht zu, diese Provinz anzugreifen. So gab es weder eine gemeinsame Grenze zum Reich der Berber noch ging von diesem Landstrich unter schottischem Banner eine Bedrohung für Euch aus. Ich könnte Eure Haltung verstehen, richtete sich Eure Aggression generell gegen jeden fremden Siedler. Doch dürftet Ihr dann keinen Unterschied machen, woher jene kommen. Wir, die Ritterschaft von Zenata, sind inzwischen ebenso Teil Afrikas wie Ihr es seid, wie es die Ziriden, die Cordobaren, die Berber, Mauren, Sarazenen, Beduinen und Fatimiden sind. Wir kamen nicht mit einem fremden Banner, um das Volk hier zu knebeln und zu versklaven, wir haben den Menschen hier mehr gebracht als nur eine Verwaltung, um daraus Profit zu schöpfen."
Sie rieb sich die feuchten Hände am Stoff ihres Umhangs ab, dann fügte sie hinzu, was ihr noch auf der Seele brannte: "Für einen Frieden in Afrika müssen wir einen Konsens finden, mit dem alle gut leben können, so viel ist mir klar. Noch vor kurzem wurden ich und mein Volk von allen Seiten massiv bedroht, es könne nie Frieden geben, solange wir fremde Siedler dulden würden. Deshalb frage ich jetzt ganz konkret: Wie sehen sie aus, diese Bedingungen für einen dauerhaften Frieden in Afrika?"

 
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Tio Ibn Timosch Ibn Tiuri

Berber
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Re:Frische Spuren auf alten Pfaden      03.02.2012 01:46:53 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
"Habt Dank für euer Beileid. Aus meinen Aufzeichnungen geht hervor, dass unser Angriff den Schotten mehrere Wochen vorher angekündigt wurde. Unser Heer lag direkt vor ihrer Küste. Da sollte es möglich sein, dass sie sich erklären, doch nichts dergleichen geschah. Abgesehen davon wurde dieser Vertrag eurer so geschätzten Fan Mortragsona angefertigt. Jener Mann, der das gesamte Westafrika unter seine Kontrolle bringen wollte und mit Krieg überzog. Nun, glaubt ihr, wir würden so einen Vertrag als für uns gültig ansehen?
Ihr sagt, wir würden nicht alle fremden Völker gleich behandeln. Nun, das mag stimmen. Doch sagt mir, würdet ihr euch mit allen Völkern gleichzeitig anlegen? Die Makedonen in unserer Nachbarschaft haben wir unter Kontrolle. Nur selten lässt sich dort mal jemand blicken. Sollten Heere aufmarschieren, werden wir dies rechtzeitig erfahren und entsprechend reagieren. Wenn ihr ein Problem mit den paar Verwaltungsmenschen habt, tut euch keinen Zwang an. Wir werden dort niemanden verteidigen. Doch seid dann nicht enttäuscht, Siedler oder reiche Höfe werdet ihr nicht finden.
Nun, dauerhafter Friede wird durch Siedler nicht zwangsweise verhindert. Allerdings sollte vor dieser Ansiedlung eine Übereinkunft aller afrikanischer Völker gefunden werden. Vatikanischen Siedlern beispielsweise würden wir keine Genehmigugn erteilen. Auch die Schotten haben momentan keine guten Karten. Doch können wir Berber selbstverständlich nicht für alle Völker Afrikas sprechen. Was wünschen sich Mauren, was die Ziriden und Cordobaren für einen Frieden?"


König der Berber
 
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Ismail

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Re:Frische Spuren auf alten Pfaden      03.02.2012 13:08:23 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
Leisen Schrittes durchquerte Ismail einen der verborgenen Gänge des Palastes. Seit seiner Ernennung zum Wesir wurden ihm immer neue Informationen zugespielt, die er zu verwalten hatte. Immer wieder war es dabei wertvoll kein Aufsehen zu erregen.
Vor einer hölzernen Vertäfelung musster er anhalten. Ein Riegel war an der Innenseite angebracht worden um die Tür nur von innen öffnen zu können, wenn diese verschlossen war. Er zog sie langsam nach hinten, ohne dass die Tür auch nur einen Ton von sich gab und fand sich in einem Gewirr von Wandteppichen wieder, zwischen denen er hindurchschlüpfte und im Schatten eines Arkadenganges stand, der den Saal umgab.
Nun beobachtete er interessiert und bedächtig die Gegegbenheiten hier in dieser Halle. Er zählte die Anwesenden und es entging ihm nicht, dass sich diejenigen bereits aus dem Staub gemacht hatten, die sich unrechtmäßig eingemischt hatten. Die Plätze, welche für die Sarazenen, Beduinen und Fatimiden reserviert waren, blieben leer.
Gerade sprach der junge König der Berber, ein wenig beeindruckender Mann, wie Ismail fand, doch nichts desto trotz musste man ihm Respekt entgegen bringen, immerhin war er der Herrscher eines größeren Stammes.

Er bewegte sich im Schatten und beinahe geräuschlos, bis er mit ein paar schnellen Schritten die Runde erreichte und sich ohne ein Wort oder Umschweife neben seine Großemirin setzt.


 
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Abd al Mortrag

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Re:Frische Spuren auf alten Pfaden      05.02.2012 12:42:32 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
Da die Mauren sich noch beratschlagen mussten und der Kalif Cordobas gedankenverloren das Deckenmalerei betrachtete, erhob ich mich:

"Im Namen Zirids und für den verehrten Großwesir Sir Ron darf ich sagen, dass wir über den Beginn der Verhandlungen sehr erfreut sind.

Bedingungen für eine endgültige Einstellung der Kampfhandlung sind Folgende:

Zuerst verlassen sämtliche schottische Eindringlinge Afrka.
Desweiteren werden von der Küste im Westen bis zur Grenze des Berberreiches im Osten und von den bekannten Ländern im Süden bis zur Küste im Norden keinerlei unafrikanische Siedler durch einen der hier anwesenden afrikanischen Fürsten geduldet.

Zuletzt wäre das ziridische Volk dankbar, wenn es zur Unterstützung des Wiederaufbaus der durch Zenata mutwillig zerstörten Grafschaften eine Gabe in Silber erhalten würde.


 
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Blanka von Schwarzenberg

Zenata
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Re:Frische Spuren auf alten Pfaden      08.02.2012 20:26:58 --- 3 Monate, 1 Woche her  
Die Gespräche waren vertagt worden und eine Weile genossen alle die Unterhaltung der Spiele, während ein jeder darüber nachdachte, wie weiter vorzugehen wäre.
Nur mit Mühe hatte sich Blanka beherrschen können, als Fatimiden, Sarazenen und Beduinen ihre Zelte nahe der Hauptstadt abbrachen und sich ohne ein Wort gen Westen aufmachten. Kurz hatte sie daran gedacht, einen Saboteur damit zu beauftragen, den Hafen in Marrakesch unbrauchbar zu machen, doch nach einigem Nachdenken war sie zu dem Schluss gekommen, dass ihr die Gespräche mit den Ziriden, Cordobaren Berbern und Mauren wichtiger waren. Diese Völker - ganz offensichtlich vernunftbegabter als der muslimische Unflat aus dem Osten - waren eindeutig gesprächs- und verhandlungsbereit und sie war aufrichtig Willens, mit diesen, wenn nicht in Freundschaft, dann zumindest in Frieden und mit gegenseitigem Respekt Seite an Seite zu leben.

Um weitere Verzögerungen bei den Verhandlungen zu vermeiden, schließlich näherte sich das Turnier bereits seinem Finale, ließ Blanka den Vertretern ihre Botschaften zukommen. Untereinander würde man sich sicher beraten und so zu einer Einigung kommen.

QUOTE:
Abd al Mortrag, Wesir der Ziriden, ich entsende Euch meine ergebensten Grüße.
Selbstverständlich wird Zenata Zahlungen an Euer Volk leisten, um die verheerten Provinzen wieder aufzubauen. Doch möchte ich Euch bitten, diesbezüglich etwas Geduld mit Zenata aufzubringen, da auch weite Landstriche in Zenata zerstört wurden und darüber hinaus anderes Unbill dazu geführt hat, dass die Schatzkammern beinahe zur Gänze geleert sind.
Bis Zenata seine Schuld begleichen kann, will ich gerne einige Ritter entsenden, um das Volke von Zirid durch hochwertige Kämpfe zu erbauen und zu unterhalten.

Im Namen des Volkes von Zenata

gezeichnet:
Blanka Alhazred
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Königin von Zenata


QUOTE:
Richard von Stein, Zenaga der Mauren, ich entsende Euch meine ergebensten Grüße.
Euer Angebot, in Zukunft Gespräche philosophischer und theologischer Art zu führen, will ich gerne annehmen. Mir selbst ist vom Glauben der Moslems nur wenig bekannt, doch weiß ich, dass ein Nebeneinander beider Religionen durchaus funktioniert. In Zenata leben viele Menschen friedliche beisammen, die dem einen oder dem anderen Glauben anhängen. Ich hege nicht die Absicht, daran etwas zu ändern, dessen könnt Ihr gewiss sein.
Doch Eure Worte machen das unwürdige Verhalten Eurer Glaubensbrüder nicht ungeschehen. Bedenkt, dass deren ungerechtfertigte Respektlosigkeit Euren Glauben in aller Welt und vor Allem auch bei mir in Misskredit bringt. Nichts desto trotz hoffe ich, dass unsere Völker einen Weg aufeinander zu finden, statt sich weiter zu entfremden.

Im Namen des Volkes von Zenata

gezeichnet:
Blanka Alhazred
aus dem Hause Schwarzenberg
Königin von Zenata


QUOTE:
Saadi Shiraz, Marabout der Berber, ich entsende Euch meine ergebensten Grüße.
Ich möchte Euch nochmal für Euren Besuch und das persönliche Gespräch danken, welches wir vor einigen Tagen in meinen Räumen führten. Noch immer erzürnt mich das unzivilisierte Verhalten eurer Glaubensbrüder, doch hege ich die Hoffnung, dass dies einer Annäherung unserer Völker nicht im Wege steht. In wie weit diesbezüglich eine Vermittlung möglich ist, mag ich im Augenblick nicht beurteilen, stehen doch andere, drängendere Probleme im Raum. In jedem Falle sollt Ihr jedoch wissen, dass ich gewillt bin, einen anderen Weg des Miteinanders zu bestreiten, als es dereinst Fan Mortragson kurz nach unserer Ankunft in Afrika hat.

Im Namen des Volkes von Zenata

gezeichnet:
Blanka Alhazred
aus dem Hause Schwarzenberg
Königin von Zenata


Als diese Schreiben fertig waren, ging es um ein letztes. Sie seufzte, alles Zögern würde keine Lösung bringen und so schrieb sie:

QUOTE:
Lord Eddard, Chancellor der Schotten, ich entsende Euch meine ergebensten Grüße.
Zunächst möchte ich Euch für den Sieg Eures Earls Nebukadnezzar II im Melee beglückwünschen. Er hat gut gekämpft und sich seine Medaille redlich verdient.
Doch nun zu den Ernsten Dingen. Zenata wird sich dem Druck seiner Nachbarn beugen und den Pachtvertrag um die Provinz Wahran kündigen müssen. Sicher hätten Schottland und Zenata gemeinsam diese kriegerische Auseinandersetzung für sich entschieden, doch auf Dauer kann und will ich nicht im Streit mit diesen Völkern leben. Von Seiten der Mauren besteht die Forderung, dass Schottland die Provinz Wahran binnen eines Monats nach Beendigung des Turniers verlassen muss. Sollte es aufgrund des zerstörten Hafens Probleme geben, dieser Forderung zu entsprechen, bietet sich Zenata an, für die Kosten der Wiederherstellung aufzukommen.

Im Namen des Volkes von Zenata

gezeichnet:
Blanka Alhazred
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Königin von Zenata


Nachdem die Tinte getrocknet war, siegelte sie die Dokumente und übergab sie einem Botenjungen.

 
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Aaron von der Aue: worauf es in diesem spiel ankommt und wie man das spiel kennen lernt.
Aaron von der Aue: Naja, Du bist wahrscheinlich gerade anderweitig unterwegs. Ich jetzt auch ins Bettle. Nur ist mir fremd warum ein Abdul und Du mir hier Vorwürfe macht. Ich war wochenlang Mitglied in einem Volk welches mir nicht einmal gehofen hat oder mir gezeigt hätte w
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