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THEMA: Re:Moskau im Wandel der Zeit
 
Hjorvarth Abyrgurson

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Moskau im Wandel der Zeit      11.01.2012 13:49:42 --- 4 Monate, 1 Woche her  
Er blickte auf die kniende Menge vor sich und nahm Ihre Treuschwüre entgegen. Wieviel waren diese wohl wert? Er wusste auf welche Familien er sich verlassen konnte, diese hatten ihn in den vergangenen Jahren unterstützt. Viele andere Anwesenden waren einfach nur Speichellecker, die sich jedem zu wandten, der gerade an der Macht war. Lieber waren ihm schon die Adelshäuser, welche die Intrigantin unterstützt hatten. Mit ihnen galt es sich zu versöhnen, damit Moskau wieder stark werde. Doch die eigentliche Gefahr und Macht lag bei der orthodoxen Kirche. Ihm war klar, dass ohne deren Zustimmung der Umsturz nicht hätte stattfinden können. Wie hatte die Kirche nur so an Macht gewinnen können?

Er erinnerte sich an die Erzählungen von der Machtübernahme seines Vaters. Damals war die orthodoxe Kirche noch unbedeutend. Im Nachhinein war sie wohl verantwortlich für den Bürgerkrieg in Moskau, der sowohl seinen Vater, als auch die orthodoxe Kirche in den Vordergrund spülte. Doch wer war wem mehr von Nutzen gewesen? Sicher war, dass die Kirche am Sturz seines Vaters beteiligt war, nachdem sie ihn nicht mehr hatten manipulieren können. Eben das gleiche Schicksal war nun der Intrigantin Sorkina passiert. Sein Ziel musste es daher sein, die Macht der Kirche wieder zu untergraben.

Politisch hingegen hatte sich nicht so viel getan. Moskau hatte eine kurze Blütezeit erlebt, doch das harte Leben in den kalten, kargen Gebieten und die Kriege forderten ihre Opfer. Immer wieder versuchte die Bruderschaft die eindringenden Nordleute abzuwehren, was mehr schlecht, als recht gelang. Immer wieder eroberten diese Gebiete an der Ostseeküste und es dauerte immer länger, bis es gelang, diese zurückzuerobern.

Und so war das Erbe welches er nun antrat kein leichtes. Haapsalu war nach wie vor in den Händen der Schweden und die wepsische Ritterschaft in Gefangenschaft. Wo würde der zukünftige Weg der Bruderschaft hinführen?
 
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Vasilisa Senja Sorkina

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Re:Moskau im Wandel der Zeit      11.01.2012 15:51:05 --- 4 Monate, 1 Woche her  
Zufrieden strich die ehemalige Velikaja Knjaginja über den schwarzen samtenen Stoff ihres Kleides, das sie wie immer in eine ganz ihr eigene Düsternis kleidete. Alles war genau so geschehen, wie sie es erwartet hatte. Nein, wie sie es geplant hatte.

Sie war des Regierens unlustig geworden, die vielen Idioten, die meinten ihr auf die Nerven gehen zu können, waren ihr zur Last geworden, beispielsweise dieser bescheuerte Zar in Susdal, dieser leicht beschränkte Pruzzenkönig und viele viele andere mehr. Sie war nicht mehr nicht die Jüngste und auch bei ihr ghatte allmählich das Alter seinen Tribut eingefordert. Sie war öfter ungehalten gewesen, reizbarer als gewöhnlich und sie hatte dies alles immer seltener verbergen können. Nun aber hatte sie ihre ganz eigene Ruhe wieder. Genug Silber, um sich ein schönes Leben machen zu können und dabei lächelnd zuzusehen, wie Hjorvarth in sein eigenes Verderben rannte, ohne dass sie auch nur einen Finger krumm zu machen hatte.

Ein heiseres Kichern verließ ihre Lippen, als sie einen Blick aus dem Fenster riskierte und die strömenden Massen beobachtete, die wie die Lemminge zu ihrem neuen Großfürsten in den Palast rannten, um ihm geifernd ihre Treue zu versichern.

Die Kirche war erstarkt und sie wusste, dass Hjorvarth, ganz der Vater, tief im Herzen viel zu sehr Wikinger war, als dieser jemals wirklich reinen Herzens zu folgen. Das würde ihm eines Tages das Genick brechen, so wie seinem Vater... All das war nur eine Frage der Zeit. Ihre Entscheidungen waren in den letzten Jahren meist längerfristiger Natur gewesen und auch bei der, sich zurück zu ziehen, war sie sich sicher, dass sie eines Tages fruchtete. Die Herzen vieler waren vergiftet. Und nun musste das Gift nur noch wirken... ganz langsam, gemächlich. Auch wenn sie vielleicht diesen Triumph nicht mehr miterleben würde, ihre Kinder aber ganz sicher.
 
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Hjorvarth Abyrgurson

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Re:Moskau im Wandel der Zeit      14.01.2012 20:01:30 --- 4 Monate, 1 Woche her  
Genervt sass er an seinem Pult und unterschrieb eine Proklamation nach der anderen oder fällte Urteile in kleinlichen Streitereien seiner Barone. Niemand hatte ihn darauf vorbereitet, wie zermürbend und langweilig regieren sein konnte. In seinem jugendlichen Leichtsinn hatte er sich an der Spitze eines Heeres reiten sehen, welches die Steppen durchkämmte und ihre Feinde vor sich hertrieb.

Hjorvarth ging die letzten Berichte durch und nickte, da... da war eine Gelegenheit diesem Alltag zu entfliehen. "Ruft Taras Bulba, er soll die Heere mobilisieren. An unseren Grenzen ist es mir zu unruhig, wir werden präsenz zeigen müssen."

Taras Bulba! Bei diesem Namen kam ihm die Galle hoch, hatte dieser doch seinen Vater geköpft, doch zweifelslos hatte er auf Befehl der Intrigantin so gehandelt und noch konnte Hjorvarth nichts gegenteiliges beweisen. Ausserdem hatte dieser Mann ein militärisches Genie, welches nicht sinnlos vergeudet werden durfte. Er setzte eine letzte Unterschrift unter eines der zahllosen Dokumente und rief dann nach seinem Pagen.

Endlich konnte er der Burg entfliehen!
 
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Hjorvarth Abyrgurson

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Re:Moskau im Wandel der Zeit      20.01.2012 19:36:16 --- 4 Monate her  
Es waren keine guten Nachrichten die Moskau erreichten. Igor war mit seinen Wepsen in Schweden in Gefangenschaft geraten, nur einige Knappen hatten sich dem schwedischen Zugriff entzogen und sich nach Nowgorod durchgeschlagen von wo aus Boten gen Moskau geeilt waren. Sie berichteten nicht nur von der Gefangennahme sondern auch von einer riesigen Flotte der Nordleute mit den verschiedensten Bannern.

Sofort als die Nachricht eintraf sandte Hjorvarth seinerseits Boten an alle Adelshäuser Moskaus, sie sollten innerhalb 1 Woche zur Heerschau nach Moskau kommen. Er war gespannt, ob alle seinem Ruf folge leisten würden, doch wieder einmal zeigte sich, dass trotz aller Streitigkeiten die Moskauer geschlossen standen, wenn es um die Gebiete der Bruderschaft ging.

Weniger erfreut waren alle, als man in Nowgorod eintraf und von litauischen und pruzzischen Heeren auf dem Gebiete der Bruderschaft erfuhr. Mit den Deutschrittern war Moskau noch offiziell im Krieg, denn sie hatten sich nach ihrer verherrenden Niederlage nie an den Verhandlungstisch gewagt. In der Burg angekommen bahnte sich Hjorvarth seinen Weg in den Thronsaal der Königin und schob die Wachen beiseite, die ihn aufhalten wollten.

"Ihr wisst das keine ausländischen Truppen unsere Gebiete, ohne ausdrückliche Erlaubnis, betreten dürfen. Wenn Ihr also sagt, Ihr habt sie nicht gerufen, erwarte ich eine angemessene Reaktion Eurerseits", beendete er das Streitgespräch und verließ den Saal.

Tage später im Zelt erreichten ihn beunruhigende Nachrichten. Die ausländischen Truppen hatten erwartungsgemäß verloren und waren geflohen, nichts anderes hatte er von Ihnen erwartet, hatten sie doch schon gegen Moskau in Überzahl den Schwanz eingezogen. Doch viel beunruhigender war die zahl der Nordleute. Wie sollten sie diese Welle aufhalten?
 
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Hjorvarth Abyrgurson

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Re:Moskau im Wandel der Zeit      22.01.2012 08:12:06 --- 4 Monate her  
Und so standen die Moskauer getreu Ihrer Bündnispflicht im Juni des Jahres 1074 zu Estland bereit, um dem Ansturm der Nordleute zu trotzen. Die Wepsen hatten es nicht rechtzeitig geschafft und auch die Nowgoroder stellten nur ein kleines Kontigent. Es würde also wieder Moskauer Blut sein, welches floß.

Beim Anblick des feindlichen Heeres stockte Hjorvarth der Atem. Ohne die Bauern in den eigenen Reihen, wären sie knapp 2:1 unterlegen. Unterlegen, einem kampferprobten Heer! Er spürte, wie sich Resignation in den Reihen seiner Leute breit machte und appelierte an ihren Kampfgeist, lobte die eigene Stärke und wies sie an Ihre Stellungen zu halten.

Welle auf Welle brandete gegen die Moskauer Linien doch sie hielten stand. Doch während die Nordleute die erlittenen Verluste ersetzen konnten, wurde die Verteidigungslinie immer ausgedünnter. Lange konnte dies nicht mehr gut gehen! Mit einigen Getreuen wagte Hjorvarth einen Ausfall, der aber in der Masse der Angreifer hängen blieb und von einem Hieb gegen seinen Schädel dröhnte ihm der Kopf. "Ein extra Goldstück für den Schmied", dachte er noch bei sich, als er drohte benommen vom Pferd zu sacken. Wie er später erfuhrt, scharten sich seine Leute, um ihn und brachten ihn sicher hinter die LInien.

Die Schlacht hingegen wogte noch eine Weile weiter und für einen ganz kurzen Augenblick schien es, als ob die Moskauer den Sieg erringen könnten. Die Reihen der Nordleute wankten und sie schienen den Mut zu verlieren, ob des Widerstands. Aber ein letzter beherzter Angriff versetzte den entkräfteten Verteidigern den Todesstoss und sie zogen sich zurück Richtung Burg.
 
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Hjorvarth Abyrgurson

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Re:Moskau im Wandel der Zeit      26.01.2012 13:59:58 --- 3 Monate, 3 Wochen her  
Der Krieg gegen die Nordleute stellte sich als Glücksfall für Hjorvarth heraus. Die inneren Unruhen in Moskau wurden beiseite gedrängt und Adel und Volk standen beisammen, um den Feind wieder ins Meer zu drängen. So festigte sich seine Macht, ohne das er großartig etwas dafür leisten mußte.

Dennoch wurde ihm die Zeit in Nowgorod lang. Der Versuch Livland im Handstreich zu erobern, war fehlgeschlagen, denn die Schweden hatten sie mit Ihrer gesamten Streitmacht empfangen. Wenigstens war Estland wieder vorübergehend in Besitz der Bruderschaft und das Abziehen der Norweger deutete daraufhin, dass der verrückte Hund aus Wepsen, erfolgreich Norwegens Gebiete plünderte.

Gemeinsam mit Taras, Yirania und Lazazar studierte er die Karten. Punkte wurden markiert, wo ein Durchbruch der Schweden drohen könnte, doch alles in allem, war die Lage im Griff. „Wenn die Nordleute keine Teufelei ausbrüten, sollten sie langsam einen Unterhändler senden, außer sie wollen nie mehr nach Hause. Aber das soll nicht unser Problem sein“, sprach er und genehmigte sich einen Wein.
 
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Hjorvarth Abyrgurson

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Re:Moskau im Wandel der Zeit      02.02.2012 09:40:21 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
Der Krieg in Nowgorod war zum Erliegen gekommen. Die Norweger waren abgezogen, würden sie gegen die Wepsen ziehen und über die dortige Grenze versuchen einzufallen? Nach endlosen Diskussionen war eine Entscheidung getroffen wurden.

„Ihr werdet die Stellung hier alleine halten können. Für einen Gegenschlag sind unsere Kräfte an dieser Stelle zu schwach. Wir werden den Wepsen zur Hilfe eilen und sehen, was wir dort ausrichten können.“ So sprach Hjorvarth zur Kralj Yirania Johandottir.

Dies lag nun schon einige Monate zurück und die Moskauer waren ausgezogen, in der Hoffnung das Blatt wenden zu können und die Nordleute an den Verhandlungstisch zu bekommen. Doch wie immer entwickelten sich die Dinge nicht, wie gewünscht. Zur besseren Verteidigung nahm die Bruderschaft Kymen und Karelia ein und entschied sich zu einem weiteren Vordringen gegen die Aggressoren. Dies führte zu einigen logistischen Problemen, da vermieden werde sollte über finnisches oder isländisches Gebiet zu ziehen.

„Wir sollten diese Völker nicht auch noch gegen uns aufbringen. Schweden und Norweger sind schon schwer zu stemmen für unsere Heere. Lasst uns…“

Und so wurde ein Plan ausgearbeitet, die Truppen über den Seeweg nach Kolskij zu bringen. Alles verlief planmässig und die große Flotte wollte sich auf den Weg machen, als beunruhigende Nachrichten die anwesenden Fürsten erreichte. Die Norweger waren endlich eingetroffen, was die Planung nur ein wenig störte, doch aus Finnland zogen ebenfalls Heere auf.

„Natascha, setzt ein Schreiben auf. Von wegen der Umstand war uns nicht bekannt und wenn uns die Finnen garantieren, dass keine norwegischen oder schwedischen Truppen über diese Ländereien bei uns einfallen können, geben wir sie frei. Schmückt das Schreiben nett aus und dann ist diese Angelegenheit ja wohl erledigt.“
 
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Hjorvarth Abyrgurson

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Re:Moskau im Wandel der Zeit      08.02.2012 11:57:42 --- 3 Monate, 1 Woche her  
Der Plan über die Finnmark in den Norden einzufallen war gescheitert. Der Plan hatte auf Geschwindigkeit basiert, doch die unplanmässige Einmischung der Finnen hatte die Moskauer gezwungen Ihre Truppen zu teilen. Ohne diese Truppen war der Angriff auf die Finnmark von den immer stärker werdenden norwegischen Verbänden abgewehrt wurden.

Es war ein Glück das Hjorvarth mit seinem Heer rechtzeitig in Laplandskij eintraf, um die sich zurückziehenden Heere der Bruderschaft zu verstärken und sie ihrerseits die Norweger aufhalten konnten.

"Lasst uns mit einem Sieg und erhobenen Hauptes den Norden verlassen. Unsere Nachschubwege sind lang und während wir unsere Verluste kaum noch ausgleichen können, kommen die Jarls der Norweger und verstärken deren Heere."

Selbst der verrückte Igor widersetzte sich dem Vorschlag nicht und so geschah es, dass die Heere langsam gen Küste zogen, wo die Flotte in einer sicheren Bucht ankerte und darauf wartete sie wieder in die Heimat zu bringen.

Bevor sie sich einschifften, schickte Hjorvarth noch einen Boten Richtung Nowgorod. "Informiere die Kralj Yirania Johandottir über die Geschehnisse hier und komm so schnell wie möglich mit einem Lagebericht zurück."
 
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Shalimar

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Moskau im Wandel der Zeit...      11.02.2012 22:08:17 --- 3 Monate, 1 Woche her  
Endlich trafen die Heere wieder in Moskau ein. Shali konnte es kaum erwarten mit den Reisevorbereitungen zu beginnen. Lange genug hatte sie auf diesen Moment gewartet und nun war es endlich soweit.
Ohne viel Mühe hatte sie geschafft, das Einverständnis von Hjor zu erlangen...
Die Abreise nach Sizilien stand also kurz bevor.
Es gab noch so viel vorzubereiten. Mehrere Monate lang würden sie unterwegs sein, bevor sie ihr Ziel erreichen würden. Und genau so lange musste Moskau ohne seinen Großfürsten auskommen.

Aber es musste auch noch an andere Sachen gedacht werden. Shali konnte nicht mit leeren Händen bei ihrem Bruder erscheinen. Irgendetwas musste sie ihm aus Moskau mitbringen. Etwas besonderes, etwas außergewöhnliches...etwas, das es nicht in Sizilien gab, sondern nur hier...
Das traf zwar auch auf die Bärenfelle und den Vodka zu, die Shali bereits besorgen ließ, aber das wars noch nicht...
Bevor sie sich auf den Markt begab, um nach dem richtigen Geschenk zu suchen, verfasste sie noch ein paar Zeilen, um Kjell auf ihre Ankunft vorzubereiten und übergab diese sofort einem Boten...


 
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Agilamundo Svanqvist

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Re:Moskau im Wandel der Zeit      12.02.2012 00:46:55 --- 3 Monate, 1 Woche her  


Ende April 1075, Karelia, Finnland

Irgendetwas störte Agila. Mutter, sie schwieg. Seitdem das Moskauer Heer aus Karelia vertrieben wurde, wurde es still und sie harrten der Dinge, die da einfach nicht kamen. Frieden. Die Moskauer wollten in Frieden mit ihnen leben und auch die Wepsen blieben reglos. Nur zaghaft brach das Eis auf den Seen und dem Meer und der Frühling kämpfte sich mühsam voran. Agila widerstrebte es, dass der Winter um ein weiteres Jahr für einige Monate vorbei war. Nichts ging über die ewige Eiseskälte, die die Welt in eine grenznahe, einschläfernde Totenstarre versetzte und damit Mutter unaufhörlich näher war, gar unverhofft in einer unvorsichtigen, übermannenden Nacht vor ihr stehen konnte.

Es geschah einiges in den letzten Monaten in Finnland, das durchaus einen unerwarteten Wandel bedeuten konnte. Loreleia zog es fort und verließ Finnland. Doch für Agila war es zu früh, das Zepter zu übernehmen. Ihr fehlte der nötige Einfluss, als dass die Finnen ihr gehorchen würden. Überhaupt galten ihr argwöhnische Blicke, die sie nur um so mehr umschmeichelten. Schnell ritt ein Bote los, um Lavrras über diesen Vorfall zu berichten. Er zeigte keine Scheu, die Finnen sofort unter seinen Befehlen zu stellen, so war er doch der Verlierer jenen Duells, welches ihm den Rang bislang verwehrt hatte.

Agila befriedigte es seit einiger Zeit nicht mehr, ihre Übergänger ins andere Reich zu besingen und auf die Stirn zu küssen. Sie hatte ihr Ritual erweitert, indem sie Erinnerungsstücke einforderte. Je nach dem, wer da am Boden lag, dessen Ende nahte, ob reich oder arm, es war immer etwas persönliches. Kleine Dinge, die nicht auffielen, dass sie fehlten. Zumeist war es Zahn oder eine Locke ihrer Haarpracht, aber auch Ringe, kleine Edelsteine oder ein Fetzen ihrer Kleidung benetzt mit Blut.

Da nun Ruhe und beinahe Alltag im Heerlager auf Karelia einkehrte, zudem der Frühling mit festen Schritten nahte, packte sie alles zusammen. Sie plante, ihr Refugium* aufzusuchen, die Schätze dort zu verstecken und es gleichzeitig mit einem Besuch in Ukkolanvaara zu verbinden, da Kymen nicht unweit von ihnen lag. Dass Habseeligkeiten von Svana aufgetaucht waren, davon hatte sie gehört, aber was sonst weiter geschah, wusste sie nicht. Sie wollte noch einmal das Haus aufsuchen, worin sie aufwuchs. Sie wollte schauen, ob sie noch etwas Brauchbares finden konnte. Doch kannte sie die Gegend genau und wusste, dass das Haus ausgeplündert sein würde, wenn nicht sogar ein Fremder es bereits bewohnte. Dass die Moskauer Ukkolanvaara ausbrannten, konnte sich Agila kaum vorstellen. Zu korrupt waren die Bewohner, wehrhaft und unberechenbar, so dass jeder diese Ecke freiwillig mied.

Sie hätte einfach Lumisade satteln und abreisen können, doch fiele das zu schnell auf, dass sie fehlen würde und brauchte die Rückendeckung der Heerführerin Abigail. Einige Silberlinge hatte sie zur Seite gelegt und holte diese nun hervor, um Abigail zu bestechen. Dazu legte sie noch ein Rentierfell, welches grau-meliert im Sonnenlicht schimmerte und machte sich auf den Weg zu ihr. Was die Konsultti davon halten würden oder gar der Thane, war ihr gleich. Noch war nicht die Möglichkeit, ihnen sich zu nähern.

„Darf ich eintreten.“ Es war nicht auszumachen, ob es mehr eine Feststellung oder Frage war, jedenfalls zögerte Agila nicht lange und trat in die provisorische Schutzbehausung vor jeglicher Witterung von Abigail eigenmächtig ohne Aufforderung ein. Beinah beiläufig verteilte sie die Silberstücke auf ein grob bearbeitetes Brett, das auf Stümpfe als Tisch dienend gelegt wurde. Daneben legte sie großzügig das Fell ab und setzte ihr Anliegen fort: „Ich muss für ein paar Tage verschwinden.“
_____________________________________________
* Refugium http://ritterheere.de/component/option,com_fireboard/func,view/Itemid,181/id,687890/catid,5/#687890


 
Letzte Änderung: 2012/02/12 00:57 von Agilamundo Svanqvist.
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Aaron von der Aue: Fremde Völker bringen mir dieses Spiel näher. Danke dafür. und nu Gute Nacht
Aaron von der Aue: worauf es in diesem spiel ankommt und wie man das spiel kennen lernt.
Aaron von der Aue: Naja, Du bist wahrscheinlich gerade anderweitig unterwegs. Ich jetzt auch ins Bettle. Nur ist mir fremd warum ein Abdul und Du mir hier Vorwürfe macht. Ich war wochenlang Mitglied in einem Volk welches mir nicht einmal gehofen hat oder mir gezeigt hätte w
Aaron von der Aue: fändest du es toll wenn ein Graf ein gerade rausgeschmissenes Jungmitglied unter (ich habe gelern) Beobachtung stellt? Das wirft doch kein gutes Licht auf dein Volk oder?
Aaron von der Aue: ich habe noch nicht geschaut welche Position du in deinem Volk hast. Ich gehe aber davon aus eine hohe, da du dich so ins Zeugs legst
Aaron von der Aue: ich will nur dass die führung weiss was die grafen eigenwillig machen
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