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Re:An Berber und Zenata 03.02.2012 00:35:36 --- 3 Monate, 2 Wochen her
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Fadia war des Wartens überdrüssig. Die Beduinen waren gekommen um ihren Glaubensbrüdern im Kampfe gegen die Ungläubigen beizustehen, doch leider trafen sie zu spät ein. Die Berber gaben sich bereits die Blöße und führten "Friedensgespräche" mit den Irrenden. Für Fadia war dies eine Farce, denn es kann keinen Frieden mit den Reichen außerhalb des Dar al-Islam geben.
Doch aus Rücksicht auf die regionalen Interessen der Berber und Mauren harrte sie die Verhandlungen aus und hielt sich an die Waffenruhe. Nach einigen Tagen brachen dann aber die Beduinen zusammen mit den Fatimiden und Sarazenen weiter nach Westen auf. Schon immer wollte Fadia die prächtigen Paläste von Marakesh sehen und so war dies der richtige Zeitpunkt, denn sie bezweifelte jemals wieder so weit nach Westen zu kommen.
Zwischen den Bergen des Atlas erreichte sie dann ein Bote. Fadia ließ umgehend eine Antwort verfassen:
QUOTE: "Salam aleikum Blanka Alhazred aus dem Hause Schwarzenberg,
ein Käfig aus Gold bleibt doch immer noch ein Gefägnis. Sind wir also nur Geiseln die ihr in Oran halten wollt oder sind wir eure Gäste? Falls wir noch Gäste sind, so möchte ich hoffen nicht wieder von euch zu hören, bis ihr die richtigen Umgangsformen erlernt habt. Möge Allah euch mit Weisheit segnen.
Wir werden weiterhin nach Westen ziehen und in einigen Wochen hoffentlich wohlbehütet Maghreb erreichen. Wenn es euch stört, das wir den Sand von euren Wegen aufwirbeln, so werde ich befehlen Wasser auf dem Weg zu verteilen.
Fadia As Sulayyil
Shaykha Makka al-Mukarrama"
Fadia versuchte diplomatisch zu sein doch beim erneuten lesen fiel ihr auf, das die Zeilen aus Oran sie zu sehr erregt hatten.
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Re:An Berber und Zenata 03.02.2012 13:03:21 --- 3 Monate, 2 Wochen her
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Ach Verdammt noch eins...
fluchte der junge Rabe, hatte er den Boten der Beduinen doch nur knapp verpaßt. Eilends ließ er einen eigenen bestellen und sandte ihn hinterher gen Oran.
QUOTE: An Eure Majestät Blanka Alhazred aus dem Hause Schwarzenberg, Königin Zenatas,
ich setze euch hiermit davon in Kenntnis das sich Ihre Majestäten
Suraja, Sultana der Sarazenen und
Rodrigo, Malik der Fatimiden,
sich nicht von euch vorschreiben lassen wohin sie in ihrem Lande zu gehen haben!
Ich gebe euch zu bedenken Frau Alhazred das euer Gemahl den Titel des Kalifen bereits vor vielen Monden niederlegte und es euch einen Scheißdreck zu interessieren hat welche Pfade Allah für uns vorgesehen hat.
Wir halten ebenso fest das sich die Schotten bereits seit Wochen von Oran entfernt haben, ohne das Frau Alhazred sich dafür zu interessieren schien. Könnte es sein das diese bereits auf dem Weg in unsre Landen sind? Sprach doch dieser Eddard sein großes Interesse an Land in Afrika aus.
Frau Blanka Alhazred von Schwarzenberg, sollte dies so sein wird Zenata brennen, das schwöre ich!
Ansonsten verbleiben wir in Erwartung einer baldigen Entschuldigung,
Amarok der Rabe
Wesir des Krieges der Kinder Fatimas
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Re:An Berber und Zenata 03.02.2012 18:49:49 --- 3 Monate, 2 Wochen her
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Nachdem Blanka die beiden Schreiben gelesen hatte, schüttelte sie resigniert den Kopf. 'Ist dies nun ein Zeichen für einen irrgeleiteten Glauben oder doch eher für den normalen, menschlichen Wahnsinn?', fragte sie sich.
Mit schmerzendem Kopf wandte sie sich an ihre Berater. "Lasst diese Demütigung nicht auf Euch und Zenata sitzen", riet der eine, "Herrin, lasst sie ziehen, es ist besser, wenn sie weit fort sind.", riet ein anderer. Sie konnte sich nicht konzentrieren, zu tief saß der Groll gegen jene Herrscher. Immer wieder fragte sie sich, wie jemand glauben konnte, sie sei Rechenschaft darüber schuldig, wem sie die Durchreise über diese oder jene Provinz gestattete. Schließlich hatte sie auch den ziridischen Heeren erlaubt, zenatisches Land zu durchwandern, um schnellst möglich die Ordnung in der verheerten Provinz Ghir wieder herzustellen. Und jene waren bis zum Zeitpunkt der Waffenruhe feindlich gewesen. Was ihr außerdem nicht aus dem Kopf gehen wollte war die Anspielung auf ihren Gemahl. Sie begriff nicht, was er damit zu haben sollte. "Herrin", unterbrach einer der Männer ihre Gedanken, "was also werdet Ihr tun?" - "Lasst sie ziehen. Kümmern wir uns um die, die unsere Freundlichkeit und Gastfreundschaft eher verdienen."
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Re:An Berber und Zenata 03.02.2012 19:05:37 --- 3 Monate, 2 Wochen her
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Als der junge Kalif der Cordobaren von den Heereszügen Richung Marrakesh hörte, verfasste er ein Schreiben an die Fatimiden, Sarazenen und Beduinen.
QUOTE:
Werte Brüder und Schwestern aus den östlichen Landen,
enttäuschend musste ich feststellen, dass Ihr Oran verlassen habt, ohne Euch von den Gastgebern zu verabschieden. Die Höflichkeit gebietet einen angemessenen Abschied und eine Bitte um Durchmarschrecht, so wie Ihr dieses Recht bereits bei mir angefragt habt. Ihr habt die Großemirin Zenatas beleidigt und man könnte annehmen, dass Ihr nicht an den Friedensverhandlungen interessiert seid, obgleich auch Ihr Euch noch im Krieg mit Zenata befindet. Es herrscht Waffenruhe, jedoch sind die Verhandlungen des Friedens noch nicht abgeschlossen. Habt ihr Gesandte in Oran gelassen, um weiterhin an den Verhandlungen teilzunehmen?
Nichtsdestotrotz gebietet es mir mein Glaube und meine Freundschaft zu Euch, Euch auf Cordobarischem Boden willkommen zu heißen. Euch ist es natürlich gestattet, die Berge des westlichen Atlasgebirges zu besichtigen und Euch selbst von der Schönheit von Marrakesh, dem Stern von Al-Maghrib, zu überzeugen.
Jedoch bitte ich Euch, in zukünftigen Schreiben an Zenata, diplomatischer zu handeln. Auch wenn die Wurzeln einiger Ritter aus Zenata aus fernen Landen sind, sind die Zenataer nun ein Teil Nordwest-Afrikas. Viele Jahre leben sie nun hier und haben sich bislang gut integriert. Es gibt keinen Grund, sie nicht mit der gebührenden Freundschaft und Ehre zu behandeln.
Allah mit Euch,
Arthus von Knochenberg
Kalif von cordoba
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Re:An Berber und Zenata 03.02.2012 20:42:58 --- 3 Monate, 2 Wochen her
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QUOTE: Salam Alaykum Arthus von Knochenberg Kalif der Cordobaren,
zuforderst lege ich euch eine Kopie des Schreibens der, anscheinend verwirrten, Alhazred bei in welchem sie uns bezichtigt die Waffenruhe gebrochen zu haben.
Es ist unbeschreiblich mit welcher Impertinenz diese Person uns vorzuschreiben versucht ob und wohin die Edlen unserer Reiche zu gehen und zu stehen haben. Gerade weil dies eine zugezogene ist sollte sie sich in Demut vor den Kindern der Wüste üben, Zenata wäre nicht das erste Reich das wieder in Staub zerfällt.
Für uns ist dieser Konflikt beendet, sofern ihr, das Volk der Berber und die Mauren mit dieser geistigen Verwirrtheit der Alhazred einen Frieden schließen könnt, zur Sicherheit verblieb jedoch der Wesir des Krieges der Sarazenen in Oran um gegebenfalls Fragen erörtern zu können.
Wer sich einen Gast lädt, sollte auch damit rechnen das dieser wieder von dannen zieht, vor allem sollte man ihn erst wochenlang vor gefüllten Kornkammer darben lassen.
Ein altes Sprichwort sagt: "Ehre wem Ehre gebührt.", vielleicht wird die Alhazred dies eines Tages auch noch lernen und man kann sie wahrlich in Afrika willkommen heißen, doch uns zu bezichtigen wir hätten die Waffenruhe gebrochen ist eine Unverschämtheit sondergleichen.
Gruß
Amarok der Rabe
Wesir des Krieges der Kinder Fatimas
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Re:An Berber und Zenata 05.02.2012 15:50:54 --- 3 Monate, 2 Wochen her
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QUOTE: Salam Aleikum Kalif Arthus von Knochenberg,
so wenig wie ich eine Begrüßung durch die Gastgeberin erfahren habe, oder auch gewollt habe, so wenig habe ich einen Abschied zu bekunden. Ihr mögt hier im West eure eigene Art haben um mit den Ungläubigen umzugehen, doch in Makka al-Mukarrama gibt es nur eine Art wie wir mit den Irrenden verfahren.
Wir versuchten auch eine Zeit lang in Frieden zu leben, doch wie es eben die Art der Fehlgeleiteten ist, so kamen sie über Jerusalem und plünderten auch Medina. Mit Feuer und Schmerz wurde uns gelehrt, das es keinen Frieden mit dem Dar al-Harb geben kann und daher könnt ihr gerne so viel reden wie ihr wollt. Wir Beduinen erkennen keinen einzigen Vertrag mit dem Da al-Harb an, denn es kann keinen Frieden mit eben jenen geben, die nur Krieg und die Unwahrheit über uns bringen.
Fadia As Sulayyil
Shaykha Makka al-Mukarrama
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Re:An Berber und Zenata 05.02.2012 19:16:22 --- 3 Monate, 2 Wochen her
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Saadi konnte über gewisse Irritationen an Vielzahl derer nur den Kopf schütteln. Lebten denn nicht alle Muslime unter dem Dach Allahs? Wieso also unterhielt man sich immer noch über triviale Formalitäten und Eitelkeiten und nicht im Rahmen des anstehenden Turneys über den ungestörten Fortgang des Friedensprozesses.
Zuerst wollte Saadi Shiraz ein förmliches Schreiben aufsetzen, doch dann entschied er sich, der Groß-Emirin seine persönliche Aufwartung zu machen....
"Halt! Wer da?" fragen die Wachen in strengem Ton, als sich Saadi auf die Innengebäude der Befestigungsanlage zubewegte.
"Der Marabout für Kriegsfragen der Berber. Ich wünsche sofort die Groß-Emirin zu sprechen...."
Die Wachen salutierten und gaben den Weg frei. Saadi wußte den Weg zu den Privat-Gemächern der Groß-Emirin, dennoch wurde er von einem Hauptmann der Wache eskortiert und sofort vorgelassen.
"Verzeiht die Störung, werte Blanka von Schwarzenberg.... Allah sei mit Euch.... ich entsende Euch die besten Grüsse meines Königs und auch solche von meinem Amtskollegen für Äußere Belange. Beide Hoheiten sind leider etwas indispuniert, weshalb ich nun die Freude habe, Eurer Schönheit meine Aufwartung zu machen....".
"Ja ja, schon gut. Kommt zur Sache, Saadi Shiraz."
"Nun, wir bedauern das derzeitige Ungemach und die bestehenden Irritationen mit den Beduinen und Fatimiden, unseren Brüdern im Geiste Allahs. Was können wir tun? Wie können wir helfen? Laßt Euren Verstand und Euer Herz europäischer Herkunft sprechen und wir vermitteln in Eurem Sinne, werte Groß-Emirin."
"Nun, werter Saadi, wir sind etwas verärgert über das Benehmen der Beduinen und Fatimiden, die es nicht für nötig halten, sich den Gepflogenheiten des zenatischen Hofes anzupassen.... außerdem sind wir enttäuscht darüber, dass den Friedensverhandlungen so zögerlich Fortgang gegeben wird..... was meint Ihr dazu, Saadi?"
"Nun, werte Blanka von Schwarzenberg - man muss die Beduinen und Fatimiden verstehen - ein wildes Volk von Herumtreibern, noch extremer in ihrem Glauben als wir es sind. Auch glaube ich, dass die Mehrheit deren Kämpfern nicht am Turney interessiert waren, sondern eher gewillt waren, Wahran zu nehmen. Denn eine Frage bleibt wohl offen - soll Wahran schottisch bleiben?"
Blanka von Schwarzenberg schluckte. "Ihr besitzt wirklich Kühnheit, werter Saadi Shiraz. Ihr kommt hierher und fragt mich nach Wahran??? Aber um Euret Willen und um Willen der Berber, die uns äußerst wohlgesonnen sind, akzeptieren wir, dass Ihr Euch für Eure beduinischen und fatimidischen Brüder stark macht. Wahrscheinlich haltet Ihr es mit den Cordobaren, Mauren, Ziridern und Sarazenen genauso, stimmt's?"
"Ihr trefft den Nagel auf den Kopf, werte Blanka." Verschmitzt sah er sie dabei an.
"Gut, dann lasset uns nach dem Turney folgendermaßen vorgehen...." sprach von Schwarzenberg.
Marabout für Äußere Belange im Namen und Auftrage der Berber und Allahs Ehemaliger Schah von Persien Erlauchter Diener Allahs und Hüter der Seidenstraße zum Wohlgefallen aller berbischen Blumen Wenn einer in dem Volke töricht handelt, So fällt Verachtung gleich auf groß und klein. Oft kann ein einz’ger Ochse auf der Weide Verderber einer ganzen Herde sein.
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Letzte Änderung: 2012/02/05 19:17 von Saadi Shiraz.
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Re:An Berber und Zenata 06.02.2012 18:43:12 --- 3 Monate, 2 Wochen her
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Richard blickte auf, als der nächste Sklave mit einer Botschaft in sein Zelt kam.
Seit Leila das Amt des Beys niederlegt und an Akay abgegeben hatte, hat sich für die Mauren viel verändert. Doch für Richard als Kriegsminister der Mauren war eines ziemlich störend:
Anstatt mit Speer und Schild mit den stolzesten und gläubigsten Kriegern seines Volkes seine Feinde im Sand der Wüste hinzurichten, musste er jetzt als Außenminister mit ihnen reden.
Seine Brüder, die zur Unterstützung geeilt waren, waren längst schon wieder auf Wanderschaft und konnten sich andere Lande anschauen, als neben dem Feind im Zeltlager schlafen zu müssen. Eine wahre Schande.
Richard überflog die Botschaft, die der Sklaven ihm übergeben hatte, schnell.
Er verfasste hastig eine Antwort, bevor er sich wieder angenehmeren Botschaften zuwandte:
QUOTE: Salam aleikum Blanka von Schwarzenberg,
wir haben uns darauf geeinigt, Euer Volk nicht länger für die Fehler Eures früheren Beys zu strafen.
Ich bin kein Mann der großen Worte und kein Diplomat, der viele bunte Worte verwendet, um sein Anliegen zu beschreiben. Ich bin Soldat. Daher sage ich Euch klar, was die Mauren meinen:
Sollte auch nur 1 Schotte einen Monat nach dem Turnier noch auf Afrikanischem Boden Wasser vergießen, werden wir ihn und jeden, der ihm Afrikanisches Land zum Leben überlässt, dazu benutzen, den Sand rot zu färben.
Wir akzeptieren, dass eure Herzen nicht von Allah berührt wurden, da sich dies jederzeit ändern kann. Aber wir werden keine Unterdrückung unserer Glaubensbrüder durch Euer Volk akzeptieren, solltet Ihr daran gedacht haben.
In der Wüste leben die Muslime wie es ihnen Allah gebietet und nicht der Vater eines Zimmermanns.
Solltet Ihr bei einer Tasse Tee über Allah mit mir sprechen wollen, so stehe ich euch dafür gern zur Verfügung.
Richard unterschrieb die Botschaft noch und setzte das Maurische Siegel darunter.
„Bring das zu unserer Gastgeberin!“
Richard hoffe, dass die Sache bald erledigt wäre. Denn seine erste Tochter wurde vor einem Monat geboren, doch wegen des Krieges hatte er sie noch nicht gesehen...
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