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Es galt mal wieder gen Savoien anzurennen für die Granden und Chevaliers des Grossreiches, sowie den einfachen Kriegsknechten ... wieder einmal gegen die befestigten Stellungen der bayuwarischen Gebirgsräuber und ihrer italienischen Schergen, die sich nur gegen wehrlose Bauern und Milizionäre trauten, die sie des Nächtens überfallen konnten, ohne Vorwarnung und ohne formelle Kriegserklärung, wie es eben Räuber zu tun pflegten.
Statt dessen kam ihm zu Ohren das sie sich beschwerten über die tapferen Spanier des Santiagoordens, die dem Grossreich, gemäss der Absprache zur Verteidigung, zur Hilfe geeilt waren und sich dem Tross anschliessend statt wie von ihnen angenommen in Marseille in der Ligurie landeten. Er hätte allzugerne die Gesichter der Spanier nach diesem Irrlauf gesehen und doch konnte der Gedanke kein Lächeln in sein Gesicht zaubern, wusste er doch um die Gefahr in der die Heimat seiner Christenbrüder schwebte.
Er wunderte sich langsam worauf der Hirtenkönig wartete, seine Truppen waren an Mannstärke denen des Grossreiches überlegen und er konnte sich keinen Reim darauf machen warum sich die Bayern nur eingruben, nach ihren ersten Raubüberfällen.
Auch hörte man das einige Christen, so man sie denn so nennen konnten, gegen den rechtmässig gewählten Papst auflehnten, nur weil er das Grossreich dank ihres Bestrebens Mitteleuropa vor jeglichen Heiden zu schützen besonders ins Herz geschlossen hatte. Auch schien alles an ritterlichem Ideal den Bach hinunter zugehen, ausser in einer kleinen Enklave names französischem Grossreich und dunkel schien die Zeit für Albert, das selbst die einfachsten Formen nicht mehr gewahrt wurden.
Traurig schüttelte er den Kopf, es gab keinen ehrbaren Streit mehr unter den Edlen, sobald die finsteren Pläne nicht aufgingen, die durch angebliche Angriffe gerechtfertigt wurden, die bar jeglicher Grundlage waren, schrie man um Hilfe in ganz Europa. Es reichte wohl nicht wenn man nur eineinhalbfache Mannstärke auf das Feld brachte, nein es musste wohl das doppelte oder gar dreifache an Männern sein und dennoch rühmten sie sich dann eines fairen Kampfes.
Er spuckte einen Knorpel des Coq au vin aus und seufzte tief ehe er sich einen grossen Schluck des mit Wasser verdünnten Weines, den Rachen runterschüttete. Dies war nicht die Welt die er kannte und schätzte, die Edlen waren mittlerweile so beliebig und schwer zu fassen, da sie sich selbst an ihr Wort nicht gebunden fühlten. Zerknirscht stopfte er sich das dunkle Brot in den Mund, das als Beilage diente und sann über die vergangenen Monate nach und dabei blieben seine Gedanken an den bretonischen Rebellen hängen, denen Burgund wohl auch dieses Dilemma verdankte.
Sie drängten auf eine Revanche für die Lausitz, wollten die Ligurie sich aneignen und dann versuchten sie auch noch den rechtmässigen Souverän der Bretagne zu stürzen und als das misslang, fingen sie an sich über den edlen Duc zu mokieren als Tyrannen, nur weil der sie rechtzeitig ertappte bei ihren schändlichen Plänen und sie mit Stumpf und Stiel in Verbannung schickte, statt sie hinrichten zu lassen wie es sich gehörte. Dies zeigte ihm mal wieder das ein weiches Herz nicht gelohnt wird und es besser ist gefürchtet zu werden!
Denn dann spielten sie, zumindest war der Verdacht in ihm dazu geweckt, den Bayuwaren ihre Pläne zu und behaupteten scheinbar dreist, dies wäre von dem gesamten Grossreich so beschlossene Überfall auf das Gebirgsvolk.
Doch in einem Punkte musste er ihnen zu seinem Bedauern recht geben, er hatte die Freundschaft zu dem Sachsenkanzler Shatlanar überschätzt, waren doch die Worte die aus diesem Reiche in letzter Zeit kamen mit bayrischem Gifte, so drängte es sich ihm auf, durchwachsen.
Er schaute seine halbgegessene Mahlzeit an und schob den schlichten silbernen Teller, den er im Felde zu nutzen pflegte, weg, stand auf ,nicht ohne vorher sein Messer am Leinentuche des Tisches zu säubern, und ging zum Ausgang des Zeltes und schaute verträumt in die Landschaft, seinem Herzen folgend Richtung der Maid Vanessa de Montpellier.
"Ach Weib .... ob es uns je vergönnt sein wird standesgemäss getraut zu werden, wie es sich für einen Edlen Burgunds gehört?" kam es leise von seinen Lippen, was die Wache dazu nötigte nach seinem Begehren zu fragen und ihr nur ein lapidares Abwinken einbrachte.
Archimbald le Moine Seneschall Burgunds Baron von Troyes Lang lebe Burgund, lang lebe das französische Grossreich und Gott mit uns!
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