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THEMA: Zug ins Ungewisse
 
Marius vom Kreuze

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Zug ins Ungewisse      04.01.2009 19:31:10 --- 3 Jahre, 1 Monat her  
Eben noch auf den Weg Nach Syrien um am dortigen Turnier teilzunehmen, ereilte Haldon vom Kreuze die Mitteilung, das seine Königin alle Ritter aufruft zurück nach Yenice zu reisen um dort neue Befehle zu erhalten.

-Was war geschehen, sind die Litauer zurückgekommen. Müßen wir wieder gegen diese zu Felde ziehen?-

Alles spekulieren half nicht, um zu erfahren worum es ging müßte er sich mit seiner Königin besprechen müssen und wenn dies erst in Yenice erfolgen sollte, nun gut, dann würde er sich dorthin begeben und abwarten bis Ihm eröffnet worden ist worum es geht.
Aber vorher hatte er noch ein kleines Duell zu bestreiten, welches er unter keinen Umständen verpassen wollte.
Hoffentliche würde diese Nachrichten Ihn nicht davon ablenken, schließlich merkte er, wie er immer noch darüber nachgrübeln mußte, worum es hierbei ging.
Er blickte hoch in den heißen Himmel, -Konzentrier dich, sonst bezieht du nachher kräftig Prügel-, und wand sich zum Trainingsplatz. Um noch etwas zu üben und seine Fertigkeiten mit dem Streithammer zu verbessern.


 
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Marius vom Kreuze

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Re:Zug ins Ungewisse      05.01.2009 19:30:00 --- 3 Jahre, 1 Monat her  
Na sowas, das Duell erwies sich doch als erfreulich eindeutig und lenkte für einige Zeit von den anderen Problemen, die vor Ihm lagen ab . Die charmante Syrerin war den nach vorne treibenden Schlägen des Kanzlers nicht gewachsen und lag schon nach kurzer Zeit im Sand des Duellplatzes, ohne einen eigenen Treffer gesetzt zu haben.

"Darf ich Euch aufhelfen", fragte Haldon seine Gegnerin nachdem er Sie bezwungen hatte," Und habt dank für diesen Zweikampf." "Wofür bedankt Ihr Euch, ich war Heute keine Gegnerin für Euch." Was tatsächlich zutraf, aber
die Zeit wird zeigen ob dies so bleibt. Immerhin hatte Sie den richtigen Ehrgeiz um voran zukommen. Man schwatzte noch etwas und verabschiedete sich nach einiger Zeit voneinander.

Zurück in seinem Zelt fragte Haldon seinen Diener Eburdur nach Neuigkeiten, was dieser aber verneinte.
Nun gut, Morgen würde man Yenice erreichen und dann würde die Königin schon mitteilen worum es ging. Es hieß abzuwarten.


 
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Marius vom Kreuze

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Re:Zug ins Ungewisse      06.01.2009 17:31:41 --- 3 Jahre, 1 Monat her  
Nun ist man schon seit einigen Tagen in der Burg zu Yenice und konnte deren Bibliothek zum Studium nutzen aber bisher wurde nichts verlautbar von Seiten der Königin, was Ihre Ritter zukünftig zu erwarten haben. Anscheinend wollte Sie aber abwarten bis alle Ritter anwesend waren.

"Eburdur, bring mir Papier und Pergament. Ich will eine Nachricht für meinen Verwalter fertigen um nachzufragen ob in Umbart alles noch mit rechten Dingen zu geht. Wir waren schon einige Zeit nicht mehr dort und wenn mich nicht alles täuscht werden wir noch einige Zeit fern bleiben." Eburdur eilte sich, um die geforderten Sachen seinem Herrn zu bringen. "Zudem möchte ich das die zweite Nachricht schnellst möglich nach Jerusalem gesandt wird." "Nach Jerusalem Herr. Wer lebt denn dort, der von Euch eine Nachricht erwarten würde?", fragte Eburdur in dem die Neugier erwachte. "Sei nicht zu neugierig das könnt Dich irgendwann deinen Kopf kosten. Doch hierzu laß Dir gesagt sein, das meine engste Familie in der Heiligen Stadt lebt. Und ich habe schon zwei Jahren, seit meinem Auszug in die Welt, keine Nachrichten von dort. Jetzt wo ich hier eine neue Heimat fand, denke ich, ist es an der Zeit meine Verwandte auf unser Lehn einzuladen und zu fragen wie es meiner Sippe geht." "Bei solch freudigem Anlaß werde ich zusehen einen Eilboten zu finden, der die Nachricht schnellst möglich dorthin bringt:" Sprach´s und wartete auf die Briefe seines Herrn.
Es klopfte an die Tür zum Gemach und nach erfolgter Aufforderung trat ein Bediesteter der Burg ein. Er verbeugte sich und bat mit leicht nasaler Stimme "Herr Haldon vom Kreuze, würdet Ihr mir in die Bibliothek folgen. Dort warten einige Herrn auf Ihr erscheinen." " Wer wartet dort?" "Die Namen der Herrn sind mir nicht bekannt. Ich wurde nur aufgefordert Euch zu holen."
"Nun ich bin fertig Eburdur, bring die Briefe auf den Weg. Und Ihr bringt mich in die Bibliothek."Damit stand er auf um den Bediensteten zu folgen.


 
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Marius vom Kreuze

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Re:Zug ins Ungewisse      07.01.2009 18:05:10 --- 3 Jahre, 1 Monat her  
Die Tür zur Bibliothek wurde geöffnet und auf dem ersten Blick sah ich wer mich dar besuchen kam. Eine echte Überrachung. "Vetter Kasimir, was macht Ihr hier, woher wißt Ihr überhaupt das Ihr mich hier hättet finden können." "Glaubt´s du nur weil du hier den Minister machts werd´ich förmlich. Das kannste aber vergessen. In Jerusalems Straßen waren wir auch nicht so förmlich wenn wir uns mit den Gassenjungen geprügelt haben. Gefunden hab ich Dich nicht, Du warst nie aus den Augen Deines Vaters. Er schickt mich Dir diesen Brief zu reichen und er erwartet eine Antwort. Ich werde im Gasthaus zum Halbmond absteigen und dort auf Deine Antwort warten." "Ich werde Dir eine Antwort zu kommen lassen, leider habe ich noch einen Übungskampf in den Nachmittagsstunden, und weiß daher nicht ob ich die Zeit finden werde zu Dir zu kommen."
Nachdem mein Vetter mich verlassen hatte öffnete ich den Brief meines Vater, und las was dieser aus Jerusalem berichtete. Die Nachrichten waren nicht gut, zu viele Spione trieben ihr Unwesen in den Straßen der Stadt und unsere Familie lief Gefahr, dass die Bruderschaft und damit unser Geheimnis entdeckt werden könnte. Mein Vater bat mich auf mich Acht zugeben, da niemand mehr sagen konnte ob wir nicht schon entdeckt worden sind.
Ich verbrannte den Brief im Feuer des Kamins der Bibliothek, ein wuchtiger, großer und mit allerlei Schnörkeln verziehrter Bau. Schön anzusehen aber nicht unbedingt praktisch für einen Raum voller Bücher und etwas zu groß für meinen Geschmack.

Am Nachmittag schlug ich mich beim Übungskampf mit einer Ritterin recht wacker, aber ich war unkonzentriert und mußte einige deftige Schläge einstecken bevor ich Sie zu Boden rang. Sie war eine Schönheit, edle Züge zeichneten das Gesicht der Ritterin, aber es war schwer in diesen Zügen zu lesen, daher beließ ich es nur bei einer kurzen Konversation, bevor ich mich aufmachte meinen Vetter aufzusuchen um Ihm eine Nachricht für meinen Vater mitzugeben.

Am Gasthof angekommen, konnte ich Ihn in der verrauchten Schänke nicht finden. Als ich den Wirt nach meinen Vetter fragte, verneinte dieser Ihn zu kennen. Also fragte ich nach Reisende die in den letzten zwei Tagen dort ein Zimmer genommen hatte. Daraufhin antwortete der Wirt, er habe nur zwei Gäste gehabt. Der Erste war ein Ritter zwar, aber nach der Beschreibung die er mir gab, nicht mein Vetter. Der Zweite sei ein Händler gewesen, und die Beschreibung passte schon besser. Als ich nach den Händler fragte wurde ich aber wieder enttäuscht. Dieser sei mit dem Ritter vor etwa zwei Stunden abgereist. Wobei der Ritter die Zeche und das Zimmer für den Händler zahlte. "Habt Ihr den Händler gesehen, wie er abreiste?" "Nein, Herr. Aber meine Tochter die das Zimmer aufräumen sollte, teilte mir mit das ein ziemliches Durcheinander dort herrschte und der Schrank im Raum sei verschlossen und der Schlüssel fehlt." Sofort rannte ich in das Zimmer, nachdem ich mir die Nummer geben ließ. Im oberen Stockwerk angekommen wollte ich in die kleine Kammer laufen. Aber vorher nahm ich meinen Streihammer vom Rücken. Einer Ahnung folgend. Ich trat die Tür aus Ihren Angeln und traf eine Person die mich hinter der Tür erwartet hätte. Ein lautes Stöhnen war die Folge. Eine zweite Person drang auf mich ein und wollte mir ein Schwert in die Brust rammen. Ich parierte den Schlag in dem ich seinen Schlag nach rechts weg lenkte, dreht mich um meine Achse und schlug meinen Hammer, den Dorn voran, in den Hals meines Angreifers. Beim rausreißen wurde die Ader zerrißen, der Mann sank zu Boden und würde keine Gefahr mehr darstellen.
Der Zweite hatte die Zeit nutzen wollen um aus dem Fenster zu springen. Ich warf den Hammer und traf Ihn mit dem Dorn am Hinterkopf. Bevor er auf den Boden aufschlug, war er schon Tod. Ich wand mich an meinen ersten Angreifer. Ein mittelgroßer Araber, tief Schwarze Haare, dunkle Augen und die dunkle Hautfarbe der Wüste. "Wo ist mein Vetter und was wolltet Ihr von uns." Ich erhielt keine Antwort. Aber er lenkte seine Augen nur für einen Augenblick zum Schrank. Einen Augenblick später lag er absolut reglos vor mir.
Ich ging zu Schrank, meinen Hammer vorher aus den Schädel des Toten reißend und in Erwartung eines weiteren Angriffs. Ich sah mir den Schrank genauer an und stellte fest, dass sich am Boden eine große Lache ausbreitete. Ich öffnete seine Tür. Die Tür schwank auf, aber ein Angreifer war dar nicht, dafür mein Vetter. Er lag am Boden des Schrankes. Sie hatten Ihm die Kehle durchtrennt. Ein Moment der Trauer durchlief mich. Ich schloß seine Augen und sprach ein kurzes Gebet für Ihn. Der Wirt würde mir noch einige Fragen beantworten müssen. War es nur Zufall, ein Überfall auf einen Händler oder hatten es diese Männer auf etwas anderes abgesehen. Ich konnt´ sie nicht mehr fragen.
Ich ging nach unten zur Tür hinaus und rief die Stadtwache. Eine Partroillie die in der Nähe war kam umgehend zu Gasthaus gelaufen. "Der Wirt wird festgenommen und in den Palast gebracht zur Befragung. Im oberen Stockwerk liegen drei Tote. Der im Schrank ist mit Würde zu behandeln und ebenfalls in den Palast zu bringen. Die anderen beiden Toten werden durchsucht was Ihr findet wird in den Palast zu mir gebracht, und zwar alles." Sie hatten mich erkannt und würden meinen Befehlen folge leisten. "Sobald Ihr alles erledigt habt, sagt mir Bescheid. Ihr findet mich im Palast." Hier war alles getan. Im Verlies würde mir der Wirt noch heute etwas zu erzählen haben oder es würde seiner Gesundheit nicht zuträglich sein dort zu sein. Für meinen Vetter musste ich noch eine Überführung nach Jerusalem zu seiner Familie veranlassen. Mein erstes Wiedersehen mit einem meiner Verwandten habe ich mir anders vorgestellt. Wer weiß, was da noch auf mich zukam.


 
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Re:Zug ins Ungewisse      07.01.2009 19:48:49 --- 3 Jahre, 1 Monat her  
Portia lies folgende Nachricht an ihren Getreuen Haldon überbringen

QUOTE:
Werter Haldon
Ich möChte Euch hiermit in Kenntnis setzen, das unser Heer am mOrgigen Tag aufbrechen wiRd. Das Ziel wirD nicht bekannt gegeben. Es sOllte möglichst spät Bekannt werden wohin wir ziehen. Bitte versteht meine Entscheidung.. Ich werde Euch allerdings in Kenntnis setzen ,sobAld ihr so weit seid.

Hochachtungsvoll
Portia von Nicomedia
 
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Marius vom Kreuze

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Re:Zug ins Ungewisse      08.01.2009 19:48:00 --- 3 Jahre, 1 Monat her  
Zurück im Palast der Königin ließ ich gleich nach meinem Diener Eburdur schicken. Als dieser in meinem Zimmer eintraf. Gab ich Ihm die Anweisung für eine Überführung meines Vetters nach Jerusalem zu sorgen. Er versprach sich sofort darum zu kümmern und verließ mein Zimmer.
Einige Stunden später, ich hatte mich etwas niedergelegt um Kräfte zu sammeln, klopfte es an meiner Zimmertür. Nach Aufforderung trat ein Bediensteter der Königin ein und überreischte mir ein Schreiben meiner Königin. "Endlich, Nachricht." Ich riß den Umschlag der Botschaft auf und las was Sie mir geschrieben hat. "Es läßt Fragen offen, aber jetzt bin ich etwas schlauer. Edurbur wird meine Sachen für eine lange Reise packen." Sagte ich zu mir.
Ich hatte mich grad wieder niedergelegt, als es schon wieder an meiner Tür klopfte. Nach Aufforderung kamen zwei Mann der Stadtwache herein, mit denen ich vor dem Gasthaus gesprochen hatte. "Herr, der Wirt ist, wie Ihr befohlen habt, hier eingekerkert. Der Kerkermeister erwartet Euch. Die Sachen der Toten sind in diesem Beutel. Es ist alles was wir gefunden haben, mein Wort darauf Herr." "Gut, ich glaube euch, aber darum kümmere ich mich später. Zuerst bringt mich zum Wirt.".
Nachdem ich den Kerker, tief in den Eigeweiden des Palastes, betrat wurde ich vom Kerkermeister, einen grobschlächtigen Mann und etwas zu klein geraten, in die Zelle des Wirtes gebracht. Eine kleiner Raum von 2x2 Meter. Der Wirt war an einer Kette um seiner rechten Hand mit der Wand verbunden. Auf meinen Wunsch hin wurde ich mit Ihm allein gelassen.
"Wer hat Euch beauftragt? Wer? Sprecht und ich lasse Euch vielleicht wieder laufen." "Herr, ich weiß nicht was Ihr wollt. Es ist wie ich es Euch bereits gesagt hab´. Der Ritter zahlte für den Handelsreisenden, der am Abend zuvor anreiste. Den Händler habe ich nur frühst gesehen als der mein Haus verließ, und dann am Mittag als er zurück kam." "Wie sah der Ritter aus? Beschreibt Ihn genau, denkt aber vorher nach." Man sah Ihm an, dass er genau überlegte. Ich hoffte er würde mir eine möglichst genaue Beschreibung geben können, und er würde mir die Wahrheit sagen. "Er war so groß wie Ihr, nein sogar noch etwas größer. Hatte auffallendes blondes Haar und blaue Augen. Er war defenitiv Europäer. Aus dem Norden. Seine Kleidung war einfach. Wams, Beinkleid und Kopfschmuck ohne Wappen. Es gab nicht´s auffälliges an Ihm." "Überleg genau. Es muß etwas geben woran ich Ihn wieder erkennen kann. ÜBERLEG GENAU." Die letzten Worte habe ich Ihm ins Gesicht geschrien.
"Nein Herr, so leid es mir tut." Er begann zu weinen. Er wußte wenn er mir nichts zu sagen hatte würde er vielleicht für immer hier bleiben, bis er in dieser Zelle verrottet ist. Ich wollte mich umwenden um die Zelle zu verlassen, als er mich noch einmal zurück rief. "Herr, wartet, etwas gibt es. Als er bei mir zahlte und das Geld auf meinem Ausschank abzählte, fiel mein Blick auf sein Handgelenk. Der Handschuh war etwas runter gerutscht. Er war tätowiert, Auf dem Handgelenk war ein Heiligenbild. Es sah aus wie ein Prophet der Christen, mit einem langen Stab, der in seiner Spitze das Kreuz bildete.Mehr gab es wirklich nicht. Ich habe nichts mit dem Toten zu tun, oder den Männern die im Zimmer waren. Ich weiß nicht wie sie dort hineinkamen". Ohne ein Wort verließ ich die Zelle. Bevor ich den Kerker verließ, gab ich seinem Meister die Anweisung den Wirt am nächsten Tag wieder laufen zu lassen. Er grinste gemein."Ich meine was ich sage. Er wird laufen gelassen. Gleich morgen früh, ohne von deinen Talenten zu kosten. Ansonsten findest Ihr euch hier unten wieder, als Gast.". Das vertrieb ihm das lächeln.
Als ich in meinem Zimmer war, fand ich Edurbur vor, der auf mich gewartet hatte. "Herr, die Überführung Eures Vetters in Eure Heimatstadt ist veranlaßt." "Gut, ich habe eine neue Aufgabe für Dich. Morgen wird der Wirt des Gasthauses aus dem Kerker entlassen. Ich möchte das Du Ihm folgst, egal wohin. Hab ein Auge auf Ihn. Ich werde dir ausreichen Silber hierlassen, bevor ich mich auf meine Reise begebe. Ich laß Dir freie Hand, aber erst nachdem du meine Sachen gepackt hast." "Ich darf Euch nicht begleiten?" "Deine Aufgabe ist für mich wichtiger Eburdur, und pass auf Dich auf. Ich weiß nicht in welches Vipernnest wir treffen, aber es könnte sehr gefährlich werden."
Wir unterhielten uns nicht mehr. Er war mit dem packen meiner Sachen beschäftigt und ich hing meinen Gedanken nach. Ich sah mir das gebrachte Eigentum der Toten an. Das von meinem Vetter besah ich mir genau, fand aber nicht interessantes. Außer der Handelsbrief mit dem er reiste. Er war ausgestellt auf den Namen Masel Jeru, ein Witzbold durch und durch. Oder eine Notwendigkeit? Ich wußte es nicht, noch nicht.
Die Sachen der beiden Angreifer waren auch nichtssagend. Das Einzige was mein Interesse weckte war eine Kette mit Anhänger. Der Anhänger stellte einen Mann dar im Büßergewand, in seiner rechten Hand hielt er einen Büßerstab der oben als Kreuz in der Spitze geformt war. Ich drehte den Anhänger um, auf der Rückseite war "INRI" eingraviert. Darunter waren weitere Zeichen die ich mit bloßem Auge nicht entziffern konnte. Heirfür werde ich eines von diesen Gläsern zur Vergrößerung benötigen. Was kommt da auf mich zu. Mir graute vor dem was mich erwartete und damit war nicht der Wunsch meiner Königin gemeint. Dieser kam jetzt eher ungelegen. Aber ich werde diesem erst Folge leisten. Danach sehen wir weiter.


 
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Marius vom Kreuze

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Re:Zug ins Ungewisse      09.01.2009 17:52:56 --- 3 Jahre, 1 Monat her  
Der Frühling kommt mit Macht und wir werden dies nicht in unserer Heimat erleben. Ich mache mich auf Befehl meiner Königin auf in fremde Länder. Wer weiß wann wir wiederkommen. Ich schätze, wenigstens 1 Jahr bleiben ich fort und ich konnte nur schriftlich meine Trauer und mein Beileid an meine Verwandten versenden, über den Tod meines Vetters. Was ich wirklich bedauer. Gern hätte ich Ihn selbst nach Jerusalem zurückgebracht.
Hinzu kommte dass sein Tod eindeutig Fragen aufwirft, die mit meiner Familie zusammenhängen. Aber ich hoffe Edurbur erfüllt seine Aufgabe gut und informiert mich über seine Ergebnisse. Wenn ich nur erkennen könnte was noch auf dem Anhänger eingraviert ist, aber ich kann es nicht erkennen und niemanden zeigen.

Jetzt auf den Weg ans Meer, ziehe ich durch erblühende Landschaften. Überall steht das Vieh auf den Weiden. Die Felder streben ihrer blühte entgegen und die Wiesen sind voller Blumen, die in allen Farben strahlen. Mein Lehn wird von Betriebssamkeit erfüllt sein und ich bin nicht dar. Ich kann mich auf meinem Voigt verlassen, aber ich wäre lieber vor Ort um alles selbst in die Hand zu nehmen.
Ob mir jemand folgt. Ach, mach dich nicht verrückt. Halt die Augen offen und achte auf deinen Gegenüber. Sofern wir Zwischenstops einlegen, werde ich sehen müssen, ob ich etwas über den Anhänger und seine Geschichte herausfinden kann. In der Palastbibliothek fand ich leider dazu nichts. Ich konnte aber auch noch nicht alle Bücher durchschauen.
"INRI", ein christlicher Orden? Sind Sie uns auf die Schliche gekommen und wollen zurück haben was Ihnen nicht gehört. Was Sie mißbrauchen würden um Fanatismus zu predigen.


 
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Marius vom Kreuze

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Re:Zug ins Ungewisse      09.01.2009 22:07:35 --- 3 Jahre, 1 Monat her  
Ah, die Küste. Diese Luft. Sie riecht ganz anders als in Umbart, obwohl das Schwarze Meer auch nicht weit weg ist. Der frische Wind bringt Gerüche mit sich, die man im Landesinnern nicht vor die Nase bekommt. Die Hafenstadt ist nicht riesig, macht aber ein geschäftigten Eindruck. Der Wohlstand ist hier meßbar an der Anzahl der Frachtschiffe die hier An- und Ablegen, und er muß um einiges größer sein als in meinem Lehen. Nachdem ich Quartier bezogen hatte, begab ich mich zum Hafen und suchte nach einem Schiff, dass mich übers Wasser bringen sollte.
Als ich mich dem Hafen näher bemerke ich eine Gestalt zwischen den Menschen, die mir zur Folgen schien. Er oder Sie trug einen langen braunen Mantel, und das trotz der Wärme, die dieser Tag auszustrahlen begann. Die Kapuze war noch über den Kopf gezogen und damit das Gesicht nicht erkennbar. Um festzustellen ob ich tatsächlich verfolgt wurde wählte ich nicht mehr den direkten Weg zum Hafen. Ich begab mich erst nach Westen zum Markt und bewegte mich ziellos durch die Reihen der aufgebauten Marktstände. Welche Vielzahl von Waren hier angeboten wurden. Diese Vielfalt kannte ich nur aus Jerusalem, aber die 2 Jahre die ich auf meinem Lehen verbrachte beschenkten mich nicht mit solch reicher Vielfalt. Gewürze,Tuch, Gewänder, Fisch, Fleisch, Obst, Geschirr, Krüge, Vasen, Waffen und Rüstzeug, alles da und in großer Vielfalt.
Auch die Gestalt. Sie bewegt sich in ausreichenden Abstand zu mir, aber man bemerkte sehr deutlich, dass sie bemüht war mir zu folgen und mich nicht aus den Augen zu verlieren, in diesem Gedränge. Ich bewegte mich in eine dunkle Seitengasse, beschleunigte meinen Schritt bis zum rennen. Am Ende der Gasse wand ich mich nach rechts und gleich wieder nach links in die nächste Gasse. Dort wartete ich verdeckt von einigen Fässern auf meinen Schatten. Nach kurzem Warten erschien er ebenfalls am Ende der ersten Gasse. Er war kleiner als ich, vielleicht nur 1, 70 Meter. Er bewegte sich von mir weg in die andere Richtung um mich zu finden. Als ich mich aufmachen wollte um ihm zu folgen ertönte hinter mir eine leise, heisere und dunkle Stimme. "Geld oder Leben!" "Ich nehm dein Geld, dass ist mir lieber." "Ein kleiner Narr, willst woll´witzig sein." Ich drehte mich langsam um. Ich wollte niemanden auf den dummen Gedanken bringen mich vorzeitig zu meinem Herrn zu schicken. "Was heißt hier klein. Du bist doch der Zwerg hier." Tatsächlich hatte ich keinen Liliputaner vor mir, aber mehr als 1,50 Meter maß der ungepflegte Zwerg nicht. Bekleidet war er mit dreckigen und fleckigen Lumpen. Und wenn ich mir die Flecken genauer besah, so sahen einige davon aus als wären sie getrocknete Blutflecken.
Er hielt in der rechten Hand eine Dolch, seine Linke war bandagiert mit einem dreckigen Verband. Wenn er sich davon nicht mal ´ne Blutvergiftung holte. Aber es weckte Hoffung, dass mein Gegenüber eigentlich Linkshänder war und er den Dolch in der für Ihn ungewohnten rechten Hand hielt. Der Platz den ich mir ausgesucht hatte war dunkel, durch die aufgestapelten Fässer drang kaum Licht in die Gasse. Sie führte 5 Meter weiter hinein und machte dann einen scharfen Linksknick. Von dort kam ein Geräusch, ein kurzes Schaben. Mein Räuber wand sich kurz um, um sicher zu gehen, dass dort niemand war der ihm bei seinem Geschäft stören konnte. Und er witterte ein einträgliches Geschäft. Er trete sich wieder zu mir, in diesem Moment trat ich zu, mit voller Wucht. Er flog förmlich die nächsten 3-4 Meter schlug nach hinten um und machte eine Rolle rückwärts die an der Mauer zur Linkskurve ihr Ende fand. Er rappelte sich auf. In diesen Sekunden hatte ich mein Schwert gezogen und bewegt mich langsam auf Ihn zu. Vielleicht war ja noch ein weiterer Ganove hier und das Geräusch kam von seinem Kumpanen.
Er sah seine Fälle davon schwimmen und begann dem Knick folgend reisaus zu nehmen. Ich bewegt mich auf den Knick der Gasse zu, als ich ein röcheln hörte. Ich war an der Abzweigung und sah um die Ecke, als mir mein Räuber am Boden liegend sofort ins Auge fiel. Er lag am Ausgang der Gasse, aber so dass sein Körper in die Gasse zeigte und er damit im im Schatten der hohen Mauern lag. Aus seinem Kopf ragte ein Pfeil. Er hatte ihn mitten ins Gesicht getroffen. Er war tot und ich hatte keine Lust der Wache unangenehme Fragen zu beantworten. Ich steckte mein Schwert weg und verließ die Gasse bei den Fässern, wo ich sie auch betreten hatte. Allerdings hatte ich mir vorher alle Gebäude angesehen, ob nicht auch auf mich so eine Überraschung warten würde. Vielleicht war sie ja auch für mich gedachte gewesen, hatte nur den falschen getroffen.
Ich begab mich zum Hafen, diesesmal den direkten Weg nehmend. Niemand folgte mir. Mein Schatten kam nicht zurück. Am Hafen suchte ich nach einem Schiff welches mich, möglichst bald, aufnehmen würde und auslaufen würde.


 
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Re:Zug ins Ungewisse      10.01.2009 21:55:31 --- 3 Jahre, 1 Monat her  
Endlich auf See. Es hat einige Tage gedauert bis ich das Boot fand, das mich meinem Ziel näher bringen würde. Und nochmal einige Tage bevor es auslief um mich meinem Ziel näher zu bringen. In all den Tagen vor verlassen der Hafenstadt hatte ich hin und wieder das Gefühl ich würde beobachtet werden. Es blieb aber ruhig. Ein solch unerfreuchliches Erlebnis wie in den Gassen der Stadt wiederfuhr mir nicht noch einmal.
Bevor es für mich auf´s Schiff ging, habe ich von Edurbur erstmals eine Nachricht übersandt bekommen. Er schrieb aber nichts von Bedeutung. Der Wirt ging seinen Geschäften nach, wobei hier die Schenke gemeint ist, und verließ sonst nicht sein Haus, außer wenn er Vorräte braucht. Eine freundliche Befragung, als Flirt getarnt, der Tochter erbrachte auch nichts nennenswertes. Sie erzählte ihm zwar von den aufregenden Vorgängen in der Schänke vor ein paar Wochen, aber mehr auch nicht. Keine Angaben zu dem Ritter, den Männern, die im Zimmer gewartet hatten. Wie sie dort hineingekommen sind wußte sie nicht.
Es ist für einen geübten Gauner nicht schwierig die Tür in einer solchen Absteige zu öffnen. Edurbur führte lediglich noch aus, das Nachricht aus Umbart eingetroffen ist. Man vermißt mich und wartet voller Ungeduld auf meine Rückkehr, aber es lief alles so wie es sollte.

Mir wurde wieder einen Augenblick lang schwer ums Herz. Wie gern würde ich tauschen, meine Reise ins Ungewisse für eine Heimkehr in mein Lehn, aber das ging nicht.

An Bord des großen Frachtschiffes, das mit seinen Segeln voll im Wind war, verlief alles normal. Sofern ich das als Landratte beurteilen konnte. Hoffentlich würde der Wind uns treu bleiben, damit ich schneller ans Ziel kommen würde. Und genauso hoffte ich, dass wir nicht in einen Sturm getragen wurden. Der meine Reise nur verkomplizieren würde. Ich war nicht der einzige Passagier. Außer mir waren noch etwa 20 andere Gäste an Bord. Darunter auch einige Damen. Überwiegend waren es aber Ritter aus den Länder der Ritter des Kreuzes, Byzanz, Syrien und meiner Heimat Akritien. Ich sollte mich also nicht nur langweilen. Konversation mit anderen Teilnehmern dieser Passage sollte mich ablenken und auf andere Gedanken bringen. Vielleicht läßt sich mit einer der wundervollen Rosen hier an Bord anbandeln.


 
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Re:Zug ins Ungewisse      12.01.2009 19:10:46 --- 3 Jahre, 1 Monat her  
Die Tage zogen sich dahin. Die anfänglich guten Winde hatten sich abgeschwächt. Und mit einer früheren Ankunft als geplant war nicht mehr zu rechnen.
Wenigstens waren die anderen Passagiere an Bord ein buntes Völkchen. Reichte die Palette der Passagiere von waffenstarrenden Rittern/Ritterinnen, Händler und edlen Damen die auf den Weg waren zu Tunieren, Schlachten, Märkten, Verwandten oder dem neuen Gatten, der an fremden Küsten auf seine Braut wartet. In den bisherigen Gesprächen die ich mit den anderen Gästen auf diesem Schiff geführt habe hatte sich nur eine Dame meine beginnende Freundschaft verdient.
Eine junge Ritterin, die mit so wundervollen Gesichtszügen gesegnet war, dass es mir den Atem verschlug als Sie bei unserem ersten Gespräch auf dem Schiff, kurz nach dem an Bord gehen, Ihren Helm abnahm. Sie war von edler Abstammung und auf den Weg in die Welt um Erfahrungen zu sammeln bevor Sie in Ihre Heimat zurück reiste. Sie berichtete von schlimmen Bruderkriegen in Mitteleuropa. Christ erschlug Christ, aus machtgierigen Gründen. Der Papst sei bemüht einen Frieden zu schaffen, aber wirklich Erfolg hatte er bis zur Abfahrt des Schiffes nicht. Ich war erstaunt wie gut eine vermeintliche einfache Ritterin, wenn auch aus guter Familie, über die politischen Geschenisse in Europa bescheit wußte.
Ich weiß nicht wovon ich mehr begeistert war, von Ihrem sicheren auftreten und der Gewandheit in politischen Fragen oder von diesem 1,65 Meter wundervoll geformten Körper. Der sich erahnen ließ, wenn Sie keine Rüstung trug und sich in Ihre standesgemäßen Gewänder auf Deck zeigte. So manch lüsternder Blick der anderen männlichen Personen an Bord war Ihr gewiß. Ich bildete dabei wahrscheinlich keine Ausnahme, allerdings hoffte ich doch, dass ich nicht so dreist aussah und ich mich nicht unziemlich benahm. Aber ich hatte manchmal dass Gefühl, dass Ihr meine Gegenwart mehr als zusagte.
So nahmen unsere Gespräche immer mehr private Noten an, und Sie hatte mir Ihren Vorname angeboten. Isabell welch königlicher Name.


 
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Agilamundo Svanqvist: ^^ okay ... reden wir in einer woche noch mal darüber XD