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THEMA: Zug ins Ungewisse
 
Haldon vom Kreuze

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Re:Zug ins Ungewisse      02.07.2010 16:28:53 --- 2 Monate, 1 Woche her  
Umbart in der Provinz Yenice in Akritien

Uriel war zurück. Kaum angekommem machte er sich schon mit Ebudur daran in die Haupstadt zu reisen. Ebudur hatte Uriel schnell aufgeklärt über die bisher vergeblichen Versuche Artemis in Umbart, Yenice, ja in ganz Akritien zu finden. Ebendies erklärte ihm auch der Hauptmann der Stadtwache, als sie Yenice erreichten und dort in seinem Dienstquartier zusammen fanden.

"Wir haben die Beschreibungen von Artemis zwischenzeitlich über die Grenzen Akritiens hinaus verbreitet und hoffen, dass wir schon bald eine gute Nachricht bekommen" Der Hauptmann und Ebudur sahen Uriel mit einem Lächeln an und wollten ihn aufmuntern, aber Uriel war nicht so zuversichtlich. Er machte sich große Sorgen. So viel Zeit war nun vergangen und von Artemis fehlte jede Spur. Was würde er nur seinem vater sagen, wenn sie ihn nicht finden konnten, Oder wenn sie ihn womöglich tot auffinden würden. Aber darum würde er sich Sorgen machen wenn es soweit war. Jetzt galt es die Suche auszubreiten.

Smyrna, nahe der Küste Templergebiet.
Martin von Merseburg und Artemis vom Kreuze waren in den letzten Tagen nur auf dem Pferd gesessen. Sie hatten kaum Rast gemacht um so schnell wie möglich viel Raum zwischen sich und dem Templerheer zu bringen.
Sie waren nicht mehr weit von der Küste entfernt. Der Wind trug schon die frische Seeluft zu den Beiden. Etwas das Artemis viel Angst machte. Was wenn das Schiff dort sein würde um ihn nach Rom zu bringen. Er würde nie seine Heimat wiedersehen, da war er sich sicher. Aber was wenn das Schiff nicht mehr dort war. Was würde MArtin von Merseburg dann mit ihm machen. Sie hatten einen langen Weg zurückgelegt und es war einem Wunder gleich das sie nicht indeckt worden sind.
Aber ob von Merseburg sich mit Artemis quer durch Feindesland schlagen würde, das bezweifelte er doch sehr.
Sie kamen über die ein letzte kleine Hügelkette und konnte von dessen Spitz aus das Meer in der Ferne glitzern sehen. "Nicht mehr lang mein Freund und wir haben das Schiff erreicht. Dort hinter diesen Erhöhungen ist eine kleine Bucht. Dort erwartet uns unsere Passage nach Rom." Er lachte, ob der Gewißheit bald das Ziel erreicht zu haben. Beschwingt führte er sen Pferd die letzten Kilometer an. Artemis Gaul immer fest mit sich führend. Und Artemis Verzweiflung wuchs mit jedem Schritt die sie sich dem ziel näherten.
Martin führte sie durch eine kleine Passage in den Hügeln um die Bucht zu erreichen. Die Hügelwände traten beiseite und gaben den Blick frei auf das Wasser der Bucht. Artemis war im ersten Augenvlick erleichtert, es war kein Schiff zu sehen. Als er diesen Gedanken erfasst hatte, fingen seine Sorgen wieder an. Was jetzt.
Martin führte die Pferde näher zum Wasser. Als sie sich dem Strand oder dem Küstenstreifen näherten entdeckte Artemis treibende Holzplanke im Wasser. Jetzt sah er sich genauer um. Und tatsächlich, war der Sand dort vorne beim Wasser nicht dunkel gefärbt. Auch Martin von Merseburg schien dies nicht entgangen zu sein. Sie ritten den Küstenstreifen ab und näherten sich so dem einen Ende der Bucht. Dort schlugen die Wellen immer wieder gegen die Felswand, und dort an die Wand immer wieder erneut von den Wellen gepresst trieb ein Körper im Wasser.
Martin ritt im schnelle Trab mit Artemis zurück und band Artemis und die Pferde dort an einem Felsen und aneinander fest. Danach entledigte er sich seiner Kleidung und begab sich ins Wasser. Immer weiter, so weit das er nicht mehr stehen konnte. Dort tauchte er mehrmals hinab in die Tiefe. Bis er nach seinem dritten Tauchgang zurück an die Wasseröberfläche kam und ein Schild in den Händen hielt. Er kam zurück an Land, besah sich das Schild und warf es dann mit Wut in den Sand.
Artemis kante das Wappen nicht, aber er konnte auf dem vor ihm liegenden Schild im Sand, die Papstkrone erkennen. Ein vatikansiches Schild. Martin fluchte wie ein Zimmermannsgesell dem der Hammer auf den Daumen gefahren war. Er zog sich an, band danach die Pferde los und sah Artemis an. "Hier endet unsere Reise mein Freund." "Ich bin nicht euer Freund. " Artemis spuckte vor Martin in den Sand. Jetzt da es mit ihm zu Ende gehen sollte, wollte er sich nicht vor Feigheit verstecken. Sein Vater hatte ihn vieles gelehrt und hielt es für etwas edles aufrecht, seinem Feind ins Gesicht spuckend zu sterben, als wie ein Feigling sich dem Schicksal zu ergeben. Artemis würde sich wehren so gut er konnte. Etwas das er vielleicht schon früher hätte tun sollen.
Artemis stemmte sich auf und stand seine Widersacher gegenüber. Dieser zog einen Dolch und drehten diesen in seiner Hand. "Ihr könntet mich gehen lassen. Eure Mission ist eben fehlgeschlagen." "Ich könnte, aber meine Mission beinhaltet Euren tod wenn ich Euch nicht nach Rom bringen kann. Und meinKönig verzeiht keine Fehler. Zudem erwartet mich immernoch eine kleine Belohnung wenn ich Euch töte." Damit trat er näher an Artemis heran und lächelte ihm ins Gesicht.
Er wollte gerade mit dem Arm, der den Dolch hielt ausholen und Artemis wollte sich ihm in den Arm werfen, als Pferdehufgetrappel über den Sand zu ihnen herüber klang. Artemis trat zurück und Martin drehte sich sblitzschnell um. Als er die Ankömmlinge sah wollte er noch sein Schwert ziehen, ließ es aber dann stecken, als er merkte, dass immer mehr Reiter den Strand erreichten. Artemis der im ersten Augenblick gehofft hatte die Templer hätten Sie aufgespürt wurde enttäuscht. Oder auch nicht. Die Templer kamen dort nicht, es waren Nördmänner, Dänen die zu ihnen herüberpreschten. Und Artemis zweifelte nicht daran, dass es sich um jene Männer handelte, die das Schiff des Vatikans versenkt hatten.


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Re:Zug ins Ungewisse      03.07.2010 11:48:21 --- 2 Monate, 1 Woche her  
Martin von Merseburg drehte sich zu Artemis um und hechtete auf in zu. Artemis überrascht von diesem Sprung über den Raum zwischen ihm und Martin, konnte sich zuerst nicht regen ausser das er sich etwas zur Seite drehen konnte. So traf ihn der Dolch, der ihn mitten in der Brust treffen sollte nur seinen linken Arm und drang in diesem ein. Aufgrund der ruckartigen Bewegung, des Reflexes von Artemis, dessen Arm zuckte als der Dolch in sein Fleisch eindrang, wurde dieser aus Martins Hand gerissen.
Martin tat einen Schritt zurück, waffenlos. Mit bloßen Händen stürtze er sich erneut auf Artemis und schloß seine Hände und dessen Hals. Artemis rang nach Luft. Um sich diese zu verschaffen und Martin vom Halse zu bekommen, unterdrückte er den Schmerz in seinem Arm und riß sein rechtes Knie in die Höhe. Er traf ihn im Unterleib. Vor Schmerzen stöhnend sank Martin in den Sand. Artemis wich weiter von seinem Peiniger zurück und schließlich erreichten die Reiter die Beiden.
Zuerst waren sie bei Martin. Einige der Reiter senkten die mitgeführten Lanzen und richteten diese auf den am Boden liegenden Martin von Merseburg. Ein paar Reiter kamen weiter zu auf Artemis und der Erste der ihn erreichte sprang von seinen Pferd um sich um Artemis und seine Verletzungen zu kümmern.

"Keine Angst Junge ich will mich nur um deine Wunde kümmern" Zuerst verstand Artemis den Dänen nicht, der nordischen Sprache war er nicht mächtig. Da wechselte der Nordmann in die in Akritien übliche Sprachweise und wiederholte was er eben gesagt hatte noch einmal. Da verstand ihn Artemis und nickte nur zurück.
"Nun irren ich mich oder habe ich Artemis vom Kreuze vor mir. " Wieder nickte Artemis nur. "Nun Euer Gesicht ist wohl in Kleinasien derzeit das bekannteste. bekannter als der Papst oder jeder König in dieser Region. Wir erhielten Deine Beschreibung vor einigen Tagen und sollten nach Anweisung unseres Husjarl die Augen aufhalten." Artemis hatte sich mittlerweile etwas gefangen. Die Wunde wurde vom Nordmann gereinigt und mit Brand ausgewaschen, dass ließ Artemis zusammen zucken und vor Schmerz die Zähne zusammenbeißen. Er stöhnte auf. Aber nach einigen Augenblicken ebbte der Schmerz ab. "Da...Dank...Danke." brachte er hervor. "So jetz bringen wir Euch Beiden erstmal in unser Lager und vor unseren Jarl" Sagte der Nordmann während er den Arm von Artemis mit einem Tuch verband. Danach zog er ihn auf und brachte ihn zu den Pferden. Martin von Merseburg war zwischenzeitlich durchsucht und gefesslt worden. Er wurde an den Sattel eines der Nordmänner festgebunden und musste mit den Reitern schritt halten, als diese antrabten. So lange sie die schmale Passage passierten war ihr Tempo sehr langsam und kein Problem für Martin. Doch als sie diese hinter sich ließen wurde die Gangart der Pferde schneller.
Zuerst hielt Martin mit, aber mit der andauernden Strecke ging im die Puste aus und er sank immer wieder zu Boden und wurde einige Meter am Bode entlaggeschleifft bevor die Dänen anhielten um im Zeit zu geben sich aufzurichten.
Irgendwann konnte Martin nicht mehr. Die Versuche sich aufzurichten scheiterten. So nahmen die Dänen wieder Tempo auf und schleiften den Sachsen hinter sich her. Glücklicherweise waren sie schon nahe beim Lager.
Als sie dieses erreichten, wurde MArtin vom Pferd losgebunden und zu einem Platz in der Mitte des Lagers gebracht. Dort wurde er an einen Pfahl der in der Erde steckte festgebunden und mit Wasser übergossen. Er wachte aus seiner Ohnmacht auf und sackte langsam, den Pfahl hinabgleitend auf Boden hinab. Artemis war für einen kurzen Moment gewillt Mitleid mit ihm zu haben, aber dieser Augenblick verschwand eben so schnell wie er gekommen war.
Artemis wurde an Martin vorbei zu einem großen Zelt geführt und dort hinein gebracht. Dort stellte sich ihm der Jarl vor. Er wurde umgehend von einem Medicus der im Lager war versorgt und liebevoll betreut. Man gab ihn Essen und etwas zu trinken. Danach verliessen die Dänen das Zelt. Bevor der Jarl es verließ wand er sich zu Artemis noch einmal um. "Jetzt ruht Euch etwas aus. In einigen Stunden werden wir über Euren Peiniger Gericht halten. Dazu werden wir Euch wecken, da ihr uns erzählen müsst, was genau passiert ist. Zwischenzeitlich werde ich einige Mitteilung fertigen. Nach Yenice und eine für Euren Vater, von dem ich weiß, dass er im Balken weilt, nahe der sächsischen Grenze."


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Re:Zug ins Ungewisse      05.07.2010 16:32:26 --- 2 Monate her  
Artemis hatte geschlafen wie ein Stein. Die Anstrengungen und die ruhelose Zeit in den letzten Wochen hatte ihm seiner Kraft beraubt. Sein Schlaf war tief und fest. Er wurde zwar von Träumen geplagt, die wohl nicht besonders schön waren, aber er wachte erst auf, als man ihn am nächsten Morgen weckte.
Der Mann der ihn aus seinen Schlaft riß hatte auch Frühstück gebracht. Nachdem Artemis sich gereinigt hatte machte er sich erneut mit Heißhunger über die Speisen und Trämke her. Man ließ ihn gewähren und erst am späten Vormittag wurde er zum Platz im Zeltlagergeführt, an dem MArtin von Merseburg, immer noch gefesselt, am Pfahl auf dem Boden saß.
Zwischenzeitlich hatte man in einem Halbkreis Sitzgelegenheiten verteilt und hohe Nordmänner saßen um den Gefangenen herum. Dahinter stand wohl das ganze Lager. Alle waren sie versaammelt.
Man bot Artemis einen Platz nahe der Mitte nicht unweit von MArtin. Schließlich fragte ihn der Husjarl nach seinen Namen und forderte ihn auf seine Geschichte zu erzählen. Zuerst stockend, dann immer flüssiger redend begann Artemis von sich und seiner Entführung zu berichten. Er berichtete auch über das was Martin ihn verraten hatte, im Laufe der langen Reise. Martin sagte kein Wort und unterbrach Artemis auch nicht. Aber wenn Blicke töten könnten... Seine Augen blickten nur haßerfüllt auf den jungen vom Kreuze und am liebsten hätte er ihn wahrscheinlich bei lebendigem Leibe gehäutet. Der Husjarl unterbrach Artemis kaum. Hier und da fragte er nach um einen Teil der Geschichte sich ergänzen zu lassen, aber im Großen und Ganzen konnte Artemis flüssig die Geschehnisse von sich geben.
Als er mit seinen Erzählungen fertig war, wand sich der Jarl an Martin und forderten diesen auf seine Geschichte zu erzählen. MArtin schwieg. Der haßerfüllte Blick wanderte von Artemis zum Jarl. Erneut wurde er aufgefodert zu erzählen was die Wahrheit ist, sonst würde man ohne seine Worte Gericht halten. "Ihr dreckiges Barbarenpack. Es ist so wie der Junge sagte. Ich bin hier um die Königskinder zu ermorden, Eure Kinder." Er spuckt in den Sand. "Mein König und Kaiser befahl es mir und versprch mir Eure Ländereien, wenn wir Euch in den Dreck geworfen haben. Also seit lieber auf der Hut und verneigt Euch vor mir." Er lachte irr. Sollte die Gefangenschaft ihn um den Verstand gebracht haben?
"Martin von Merseburg, Ihr gebt zu den hier vor Euch stehenden Artemis vom Kreuze entführt, geschlagen und versucht ermordet zu haben, weil es Euch der sächsische König, der Kaiser des heiligen römischen Reiches deutscher Nation befahl. In Gegenleistung hierfür hättet ihr Anspruch auf Ländereien herheben können, die Euer König und Kaiser" Hier spuckte der Jarl in den Sand und einige seiner Leute taten es ihm nach."uns rauben wollte?" "JAAAAA" schrie Martin von Merseburg dem Jarl entgegen. Dieser sprach vom Ausbruch des Angeklagten ungerührt weiter."So verurteile ich Euch zum Tod durch den Strang. Ein viel zu gute Strafe für Euch. Doch da euer Opfer hier anwesend ist, und schon genug erdulden musste nehmen wir darauf Rücksicht."
Martin fing an leise zu wimmern. Er brabbelte vor sich hin. Artemis verstand nur wenige Wortfetzen, aber sie zeigten ihm, dass Martin von Merseburg anscheinend wirklich den Verstand verloren hatte. Immer wieder war zu hören "wagt es nicht.... nicht anfassen...bin euer Graf......Euer Herr...ihr wagt es nicht..." und so fort. Artemis erlaubte sich einen Moment des Mitleides, aber nur Sekunden später musster er auch daran denken, was Martin mit ihm vorgehabt hatte und ein kleine Woge des Hasses überrollte ihn.

Nachdem das Urteil gefällt worden war löste sich die Runde auf. Während Martin unter der Bewachung einiger Nordmänner dort verblieb wo er war wurde Artemis erneut zum Zelt des Jarl geführt. Hier gab man ihm Feder und Pergament zu hand und bat ihn eine Nachricht für seinen Vater zu schreiben. Man teilte ihm mit, dass dieser sich im Felde an der sächsischen Grenze bewegte und in letzter Zeit schwere Gefechte mit sächsischen Verbänden hinter sich hatte. Da sollte ihm sein Sohn Worte der Aufmunterung senden um seine Moral zu stärken und zu festigen. Die Sorge um Artemis sollte ein Ende finden.
Als Artemis getan hatte worum man ihn gebeten hatte, durfte er sich frei im Lager bewegen. Artemis sah sich um, mied aber den Platz wo der Gefangene war. Er ließ sich einiges von den Nordmänner zeigen und durfte im Zweikampf die Waffen mit einigen kreuze. Dabei verausgabte sich Artemis bis zur Erschöpfung. Wie wild hieb er auf seine Gegenüber ein, da er aber im Gegensatz zu Uriel kein so guter Kämpfer war kam glücklicherweise niemand zu Schaden. Aber er musste von einigen Nordmännern entwaffnet werden am Ende, da er der Raserei nahe war. Die Gefangenschaft hatte ihm doch mehr zugesetzt, als er zugeben wollte.


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Re:Zug ins Ungewisse      06.07.2010 20:48:46 --- 2 Monate her  
Am nächsten Tag im dänischen Lager wurde Artemis sehr früh geweckt. Die Sonne war um diese Jahreszeit nur zu erahnen und Artemis wurde gebeten sich rasch anzuziehen und frisch zumachen.
Als er damit fertig war, wurde Artemis vor dem Zelt erwartet und zu einem Tross der Dänen geführt. Ihm wurde ein Pferd gereicht und er wurde aufgefordert aufzusatteln.
Der Tross bestand aus 20 Kriegern, dem Jarl und einigen anderen Männern, die Artemis zwar schon ein mal im Lager gesehen hatte, dessen Aufgaben ihm aber nicht bekannt waren. Sowie einen Gefangenenwagen in demMArtin, immer noch oder weiterhin wimmernd, in einer Ecke kauerte. Der Zug setzte sich in Bewegung. Man bewegte sich aus dem Lager heraus und bewegte sich eine gute halbe Stunde auf den festgefrorenen Wegen hinaus zu einem beginnenden Waldstück. Dort wurde angehalten. Nahe der Waldgrenze gab es einen einzelnen Baum der vor der eigentlichen Waldgrenze gewachsen war und jetzt, an diesem frühen Morgen, kahl, schwarz und trostlos in den Himmel ragte.
Artemis wurde in Begleitung des Jarls zu diesen Baum geführt. Auch Martin wurde aus seinem Wagen gezerrt und über den Boden zu den Baum geschleift. Er weigerte sich einfach zu gehen. Er stemmte seine Füße auf und hoffte wohl sie in den gefrorenen Boden treiben zu können um dort zu verhaaren. Aber die dänischen Krieger kannte kein Mitleid, war er nur widerspenstigt wurde so lange an den Seilen gezerrt bis es ein Stück weiter ging. Nur einmal fand Martin halt für seine Füße, so das ein zerren fast unmöglich war. Da behalfen sich die Krieger aber damit ihn solange Schläge mit Stöcken zu geben, bis er sich schmerzwindend auf den Boden von einer Seite zur anderen drehte. Er verlor seinen Halt und die Wikinger zogen ihn unbeirrt weiter.
Am Baum angekommen wurde ein Strick über einen der Starken, jetzt aber kahlen Äste, geworfen und hinab gezogen. Das eine Ende wurde am Stamm des Baumes befestigt, das andere um den Hals von Martin. Der zwischenzeitlich auf ein Pferd gesetzt wurde und nun unter diesem Ast mit einem Strick um den Hals warten musste.
Einer der Männer des JArls verkündete erneut die Vergehen des Martin von Merseburg, sowie die über ihn verhängte Strafe. Als er schwieg schienen alle zu warten. Zu warten auf das Zeichen zur Hinrichtung.
Artemis Hände waren feucht geworden und in der Kälte des frühen Morgens fühlten sie sich klamm und steif an. Auch er wartete auf das Zeichen und hoffte das damit der Alptraum ein endgültiges Ende finden würde.
Plötzlich legte der Jarl, der neben Artemis stand, seine Hand auf dessen Schulter und deutete mit der anderen auf das Pferd, das dort vor Ihnen stand und leicht nervös schaukelte. Vielleicht wußte es um den nahen Tod seines Reiters. Artemis war schockiert. Der Jarl wollte doch nicht etwa...
"Man muß sich seinen Ängsten stellen und man muss seine Ängste besiegen. Was kann ein besserer Sieg sein, als seine Angst zu töten." Sanft schubst er Artemis an und dieser ging unsicher zum Pferd welches noch gehalten wurde von einem der Krieger. Nachdem er die Strecke vom Jarl zum Pferd hinter sich gebracht hatte, und es kam ihm vor wie eine Ewigkeit, drückte ihm der Wikinger die Zügel des Pferdes in die Hand. "Laß dir Zeit und genieß es." Artemis wußte zuerst nicht was der Krieger meinte, doch da gab der Jarl schon das Zeichen zum Vollzug. Artemis blickte sich noch einmal um und sah in die entschlossenen Gesichter der Dänen. Dies ließ ihn auch etwas entschlossener wirken. Dann schwenkte sein Blick nach oben zu der Person die auf dem Pferd saß.
Martin war nicht mehr wieder zu erkennen. Sein Gesich war überseht mit Prellungen und Schwellungen. Eines seiner Augen war zugeschwollen und er brabbelte noch immer nur vor sich hin. Ein speichelfaden hing von seinem linken Mundwinkel herab, aber Martin bermerkte es nicht. Artemis hatte kein Mitleid mit Martin, die Strafe war gerecht aber er tat ihm leid. Er war ein Wrack und konnte kaum als Krieger den Tod finden. Etwas das ehrenvoller war, als diese Hinrichtung an einem kahlen toten Waldstück.
Artemis Hand schnellte auf die Flanke des Pferdes, das sich so sehr erschreckte und fort preschte, das es den zwei Kriegern, die einige Meter entfernt standen, was entkommen wäre, da sie es im ersten Augenblick nicht festhalten konnten.
Artemis wollte nicht nach oben schauen, doch nach wenigen Sekunden hob er erneut den Blick. Dort zuckte Martin von Merseburg im Strick hängend und röchelte die letzte Luft aus seinen Lungen. Sein Genick war nicht gebrochen und so dauerte es einige Zeit bis das zucken des Gehängten nachliess und schließlich vollendens erstarb.
Für einen kurzen Augenblick wurde Artemis übel und er musste einen Brechreiz bekämpfen, aber sein Magen beruhigte sich wieder. Nicht weiter nach Martin schauend bewegte sich Artemis zurück zum Jarl. Seine Bewegungen wirkten etwas steif, aber er war gangsicher und hatte nicht noch einmal mit einem Brechreiz zu kämpfen. "Eure Pein ist Tod, jetzt werdet ihr wieder besser schlafen können." Eine kurze Pase folgte. "Und Morgen werdet ihr aufbrechen und zu Euren Vater reisen. Ich werde Euch einige zuverlässige Männer mitgeben." Damit wand er sich ab und der Tross bewegte sich zurück zum Lager.


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Re:Zug ins Ungewisse      09.07.2010 18:06:06 --- 2 Monate her  
Haldon verweilte im Heerlager zu Dealurile. Sie waren erst vor einigen Tagen aus dem Süden in die sächsische Provinz gezogen. Mit Ihnen war ein makedonisches Heer marschiert. Diese lagerten nicht weit entfernt.
Dies war notwendig, da nur unweit von Ihnen eine großer sächsischer Verband ebenfalls lagerte. Dies würde in den nächsten Tagen sicher zu einem Kampf führen.

Haldon war bei seiner täglichen Inspektion, als eine Gruppe von Reitern durch das Tor des Lagers kam. Diese steuerten umgehend sein Zelt an, und schließlich kamen sie zu Haldon. Es waren einige Wikinger und als er die kleinste Person von der Gruppe erkannte fiel im ein großer Stein vom Herzen. Er eilte Artemis entgegen und nahm seinen Sohn in die Arme. Ihn jetzt hier im Lager in Sicherheit zu wissen, war ungemein beruhigend.
Aber in Sicherheit war er nicht wirklich, es stand eine Schlacht an. Artemis sollte davon so wenig wie möglich mit bekommen. Entsprechend gab er Anweisung. Artemis sollte in den nächsten Tagen nach Hause verbracht werden um wirklich in Sicherheit zu sein.
Doch bevor es soweit war. ließ Haldon sich von seinem Sohn genaustens schildern was vorgefallen war.


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Re:Zug ins Ungewisse      10.07.2010 12:53:09 --- 2 Monate her  
Welch durchtriebener und feiger Plan. Das passt zu diesen Sachsenkönig. Erst überfällt er ohne Vorwarnung eine friedliche byzantinische Provinz. Angeblich um seine Vorräte aufzustocken, in Wirklichkeit aber um die Templer zu provozieren.
Thomas der Streitbare wusste um den Bund der freundschaft zwischen Byzanz und Templern. Mit dem vollen Bewußtsein durch seinen Angriff eine Reaktion der Templer hervorzurufen tat er was er tat.
Als die Templer in Konflikt eingriffen hatte er seinen von Anfang an gewollten Krieg mit Ihnen. Bis heute versteh ich nicht, warum er so feige Byzanz überfiel und nicht direkt die Templer. Ein Angriff auf Byzanz hatte nicht nur die Hilfe der Templer zur Folge, sonder aller Freunde Byzanz´s. Insofern verstehe ich nicht, dass ihn das so überraschte. Makedonen und Akriten kamen Byzanz zur Hilfe, während die sächsischen Heere plündernd durch die Lande zogen. Als es uns gelang unsere Reihen zu festigen und selbst in die Vorwärtsbewegung zu kommen, versteckte sich das so mutige Sachsen seinerseits hinter seinen Freunden, den Truppen des HRRDN.
Aus einem kleinen Konflikt, den Sachsen gewollt hatte, war ein ausgewachsener Krieg geworden. Ein Kampf der auf den Balkan schwelte, aber auch im Norden Feuer fing. Sachsen verwüstete hier dänische Provinzen und wundert sich warum diese plötzlich in den Krieg eingreifen, beziehungsweise ihren eigenen eröffnen. Wo, unter uns gesagt, die Dänen sowoeso nicht gut auf den sächsischen König zu sprechen waren. Hatte dieser doch immer wieder den Feinden Dänemarks den Durchzug gewährt, obwohl ein Vertrag bestanden haben soll der eben dies verhindern sollte.
So begann ein zweiter Krieg im Norden. Da Sachsen aber sich plötzlich und so unerwartet so vielen Gegnern gegenüber sah holte es sich Hilfe auch ausserhalb des HRRDN.
" Haldon machte eine kurze Pause. Nachdem sein Sohn ihm alles erzählt hatte versuchte er diesen die Situation zu erklären. Wie es überhaupt soweit kommen konnte. Hierzu bediente er sich der Meldung der eigenen Spione, sowie dem Wissen aus dem zugetragenen Informationen der Freunde und Verbündeten. Manchmal hatte er das Gefühl, dass die Situation so verworren und verzwirbelt ist, dass eigentlich niemand mehr um das warum und wieso wusste.
"Thomas der Streitbare, ist ein rotes Tuch für alle Völker dieser Welt.
1. Sein "bedachter" Überfall auf Byzanz brachte alles ins rollen.
2. Während seines Feldzuges in Kleinasien ließ er in seiner Aroganz immer aus den Augen, dass er sich neue Feinde machte. Ein Beispiel mein Sohn: Wir helfen Byzanz, weil es mit unserem Reich befreundet ist. Gut soweit will er sich an Akritien rächen und überfällt zumindest unsere Provinz Anatolien. Hat aber zur Folge gehabt, das nach den Akriten nun auch das Volk der Waräger in diesen Konflikt trat. Denn diese sind mit uns befreundet.
Verstehst du worauf ich hinaus will. Der Größenwahn der diesen König und Kaiser befallen hat, hat nur dafür gesorgt, dass immer mehr Reiche mit hinein gezogen wurden und die Zahl der Feinde "Sachsens" wuchs.
"Artemis nichte verstehend. In Gedanken fragte er sich warum der Kaiser des HRRDN so unbesonnen war. Um sein Prestige wegen, und aus der Ignoranz anderen Völkern gegenüber war ein Krieg eröffnet worden der Europa mit Blut überzog. Sicher war Artemis nicht über alles informiert, aber was sein Vater ihn versuchte zu erklären, war traurig genug.
"Der Konflikt im Norden ist mir soweit nicht sonderlich bekannt, aber das Prinzip der Verselbständigung des Konfliktes trifft dort genauso zu. Die Dänen wehren sich. Sachsen benötigt noch mehr Hilfe, aber die Truppen des HRRDN sind im Süden gebunden. Was tut der KAiser er ruft die katholischen Völker aus den Osten Europas zu HIlfe. Damit traten weitere Völker in diesen Krieg. Diese helfen Sachsen und greifen Dänemark an. Da diese Reiche aber nun Dänemark attackierten wurden Dänemarks Freunde aus dem hohen Norden auf den Plan gerufen. Die ihrerseits nun die Reiche der Pruzzen, Litauen und so weiter angreifen um deren Truppen zum Rückzug aus Sachensland und aus dänischen Provinzen zu bewegen.
Thomas der Streitbare brachte es somit auch fertig, nicht nur die griechisch orthodoxen Reiche gegen sich aufzubringen, nein mit den Templern steht ein katholisches Reich gegen diese Reich und jetzt noch die nordischen Völker
" "Aber was ist mit den Muslimen? Warum kämpfen die für uns?" Haldon hielt kurz inne."Also für uns kämpfen sie nicht. Die Araber haben ein halbwegs freundschaftliches Verhältnis zu den Templern. Begründet um den Konflikt um Jerusalem. Aber Cordobar begleicht lediglich alte Rechnungen, die noch offen sind. Und jetzt scheint die Gelegenheit günstig. Hat Sachsen doch alle Reiche seiner Heimatverbände beraubt um sie für seine Zwecke in den Krieg zu schicken." Wieder hielt er inne und dachte über das gesagte nach, ebenso Artemis. Synchron wie eine Person schüttelten Beide den Kopf über soviel Dummheit.


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Re:Zug ins Ungewisse      11.07.2010 14:11:27 --- 1 Monat, 4 Wochen her  
"Ist denn dieser Kaiser, oder seine Heeresführung toll." wütend warf Haldon vom Kreuze seinen Helm in seinen Zelt in eine Ecke. Vor wenigen Wochen hatten sich Verbände Akritiens und Makedoniens in Dealurile mit denen Sachsen gemessen und Verdienter maßen verloren. Zu ungestüm und mit Übereifer war man ins Gefecht gezogen und hatte dem Gegner, der sich zugegebener Maßen besser auskannte in der Region, seine Flanken überlassen.
So zog man sich geschlagen zurück in die byzantinische Provinz Neamt. Wohlgemerkt eine aktiv beteiligte Kriegspartei in diesem Kampf. Sachsen zog nach und wollte die schächeren akritischen Verbände aufreiben. So attakierten sie mit Beginn des neuen Morgengrauens die eilend ausgehobenen Stellungen der Akriten. Was Sachsen aber nicht wußte war, dass in der Zwischenzeit zuden vorhanden Streitkräften eine Abordnung der Templer hinzugeeilt war. Dazu kamen noch die byzantinischen Streitkräfte die sich der säsischen Streitmacht entgegenstemmten.
Also anstatt gegen schwache und ausgezerrte Armeen aus Akritiens und Makedonien zu kämpfen, trafen sie auf frische Verbände der Templer und Byzantiner. Zudem waren die Stellungen kein reines Provisorium gewesen, sondern bereits vorhandenen natürliche Gegebenheiten waren verstärkt worden.
Die sächsischen Wellen rannten also an und zerschellten an den Palisaden.
Der Kampf dauerte nicht mehr lange nachdem es den Templern und Byzantinern gelang einen keil in die Hauptstoßbewegung der Sachsen zu treiben. Dies teilte Ihre Kräfte und nach und nach wurden diese aufgerieben. Aber sich anstatt ehrenhaft zu ergeben oder sich neu in Sachsen zu formieren, zog Sachsen wieder einmal ein neues Reich in diesen Konflikt.
Pruzzen war bisher kein Ziel von Angriffen des Oströmischen Bundes gewesen, doch das diese es der sächsischen Armee gestattet ihre Reichsgrenzen zu überschreiten, ließ auch vermuten das man Sachsen erlauben würde von dort aus Überfälle gegen den Bund zu starten. Dies konnte man nicht tolerieren. Insofern entbrannte im Zelt der Heerführer, wo man sich zur Besprechung traf ein hitzige Diskussion ob oder ob man nicht.....


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Re:Zug ins Ungewisse      14.07.2010 12:23:29 --- 1 Monat, 3 Wochen her  
Sachsen wendete Unheil von einem Volk ab, welch seltene Großmut. Die Sachsen verließen das Gebiet der Pruzzen und würden sich, sofern sie es wollten sich den Streitkräften des Oströmischen Bundes stellen.
Aber kaum zeigte sich die Großmut an einer Stelle, wird an anderer Stelle die Menschlichkeit mit Füßen getreten. Und was besonders entwürdigend war, der Vatikan selbst war es der meuschelnd in eine Grafschaft einfiel. Gingen in den letzten Tagen doch Mitteilung durch die Welt in denen die wahre Christenheit aufgerufen wurden den Teufel zu bekämpfen, ließen diese doch den Aufruf nach Frieden vermissen.
Aber was sollte man auch erwarten von einem Papst und seinen jetzigen Nachfolger, die nur den Krieg vorantrieben um ihre eigene Macht auf Erden zu vergrößern. Nicht die geistliche Macht war ihr Ziel, sonder allein die weltliche.
In Akritien lebten viele gläubige und aufrechte Christen, aber an den Papst aus Rom glaubte Heute kaum noch einer. Zu groß waren all die Enttäuschung, die diese im Laufe der Zeit erleiden mussten.
Haldon selbst hatte den Einfall der Litauer mit erleben müssen, ohne das Rom einschritt. Die katholischen Mordwinen fielen in Akritien ein und wieder kümmerte das Schicksal seine Schäfchen den Pontifex nicht. Zwischenzeitlich zeigte sich die katholische Gemeinde immer mehr gestärkt, da eben wahre aufrechte Christen für Ihren Glauben alles taten. In Akritien wurde Frieden gepredigt und vorgelebt. Und wenn es Sachsen nicht in den Fingern gejuckt hätte Byzanz zu überfallen, würde auch Heute Frieden herrschen.

Jetzt gingen Befürchtungen durch die akritischen Reihen, eventuell gegen Truppen Rom ziehen zu müssen, aber Haldon hatte keine Bedenken. Wer Wind sät wird Sturm ernten. Das sich Rom kaum an das gepredigte Wort Jesu hielt, gab es keinen Grund nicht gegen Rom vorzugehen und das wahre Wort Christi zu verbreiten.


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Haldon vom Kreuze

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Re:Zug ins Ungewisse      16.07.2010 15:48:45 --- 1 Monat, 3 Wochen her  
Welch seltsames Spiel? Man stand mitten auf dem Balkan und bewegte sich in Richtung der sächsischen Provinzen. Während Anfangs Gegenwehr von Seiten der Sachsen kam, so erstarb diese immer mehr. Die Vasallen des HRRDN, stemmten sich voller Mut und mit aller Verzweiflung gegen die fremden Truppen, aber sie mussten den Preis zahlen für die Unterstützung eines größenwahnsinnigen Kaisers.

Vielleicht hofften Sie auf den Vatikan. Vielleicht hofften Sie der Vatikan könnte und würde einen Waffenstillstand, ja vielleicht sogar einen Frieden aushandeln können. Doch anstelle dessen, griff der Vatikan mit neuaufgebauten Truppen wehrlose Landstriche an. Keine dem Frieden zweckdienliche Maßnahme. Nun vielleicht würden sie ja jetzt zumindest die Truppen des HRRDN unterstützen. Aber bisher schienen die römischen Verbände den Schlachtplätzen fern zu bleiben.

Meldungen besagten, das der Vatikan mit seinen Männern in der Adria dümpelte. Was würden diese tun. Nach Norden seglen um Bayern zu unterstützen oder nach Süden ziehen um wieder über friedliche Landstriche herzufallen.

Haldon vom Kreuze hatte bei all diesen Geplänkel den Befehl ausgegeben, sich der Zivilbevölkerung gegenüber zurück zu nehmen. allerdings würden die Vorräte permanent und mit dem notwendig Druck aufgrfrischt werden. Denn die Versorgung der eigenen Verbände hatte Vorrang.
Artemis war nach Hause geschickt worden, mit der Botschaft für Uriel wieder zu seinem Vater zu reisen und sich dem akritischen Heer erneut anzuschließen. Leider war zu befürchten, dass Uriel noch viel Kampferfahrung sammel könnte, da ein Ende dieses krieges noch nicht absehbar war.
Haldon war am überlegen wie man alle Kriegsparteien zu Verhandlungen bringen könnte, ja wie man die Kriegsparteien dazu bringen könnte einen Gesandten zu Verhandlungen zu versenden. Bisher war ihm hierzu aber nicht kluges eingefallen und so führte er seine Leute schwer seufzend weiter. Tiefer hinein ins Sachsenland.


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Re:Zug ins Ungewisse      21.07.2010 18:28:24 --- 1 Monat, 2 Wochen her  
Haldon stand fern der Heimat tief im Feindesland. Die Sachsen die der Feind des oströmichen Bundes waren, hatten ihre Südprovinzen sich selbst überlassen. Aus dem Norden drangen immer wieder neue Nachrichten über die Kämpfe des HRRDN mit seinen Verbündeten. Er fragte sich wann sich der Kaiser die Niederlage eingestand. Was würde Sachsen tun wenn der oströmische Bund ebenfalls seine Rücksicht sinken ließ und sich den Nebenschauplätzen widmen würde die sich her auftaten. Doch das war skrupellos, und Thomas dem Streitbaren nachzueifern, hielt Haldon für kein erstrebenswertes Ziel.
Aber wenn Bayern, Polen und Ungarn sich nicht bereit erklärten einen frieden, zur Not ohne Sachsen mit dem Oströmischen Bund abzuschliessen, was würde als Alternative übrig bleiben.

Immer wieder kreisten seine Gedanken um diese festgefahrene Situation. Da war es eine wollkommene Abwechslung Uriel wieder im Heerlager der Akriten begrüßen zu können. Und entgegen dem Befehl seines Vaters war Artemis ebenfalls zurückgekehrt. Eigentlich sollte er seinem Sohn böse sein, aber letzlich war er doch froh Beide hier an seiner Seite zu Wissen. Dort wo sie Erfahrungen sammeln konnten. Vielleicht Würden Sie auch die Schrecken des Krieges kennenlernen und Ihren Vater bei seinen Bemühungen um den Frieden unterstützen.

Vielleicht sollte er sich mehr einbringen.


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