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THEMA: Zug ins Ungewisse
 
Marius vom Kreuze

Akriten
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Re:Zug ins Ungewisse      01.08.2010 17:10:36 --- 1 Jahr, 9 Monate her  
Am nächsten Tag schwiegen die Waffen. Akritiens Soldaten waren angetreten, nicht um zu kämpfen, nicht um die Schwerter mit den feinden des Bundes zu kreuzen, sondern einem tapferen und mutigen Recken die letzte Ehre zu erweisen.
Kalendin war, auf eine Bahre liegend zum Begräbnisplatz gebracht worden. Die Schwäche fesselte ihn noch immer an sein Lager, so war es ihm versagt sich aufzurichten um die letzte Ehrenbezeugung für Antaleron vorzunehmen als sein geschmückter Leichensarg auf einem geschmückte Karren liegend von seinem Zelt die langen Reihen der Akriten passierte. DenKopf gesenkt und die Waffe zum Himmel gestreckt passierte der Wagen die Männer. Geführt wurde dieser von Leibwächtern Kalendin, Männer die Antaleron persönlich kannten und seine Freunde waren. Es schwieg die Menge, kein Wort kein Geräusch war zu vernemhmen, nur das knarren und ächzen des Fuhrwerks erzeugte Geräusche in dieser Stille. So wurde der Leichnam bis 50 Meter vor seinem Grabplatz verbracht. Es erhob sich das Geräusch von tausenden Schritten, als die Männer die zuvor in langen Reihen standen sich in einem immer dicker werdenden Kreis um diesen Platz sammelten.

Dann wurde der Sarg vom Wagen gehoben, und von acht Kriegern getragen. Würdevoll auf den Schultern ruhend schritten die Krieger langsam zum Grab. Edel waren sie anzuschauen in ihren Prunkrüstungen, die sie zu diesem Zeitpunkt trugen. Sie glänzten in der Sonne, wie einst die Spiegelschilder der Griechen gegen die anrückenden Perser. Und brachten ihn auf den Liegeblöcke zum ruhen.

Haldon vom Kreuze trat vor die anwesenden Männern. "Soldaten, Krieger Akritiens. Heute tragen wir einen der unseren zur letzten Ruhe. Ein Mann der wie kein anderer die Würde, die Ehre und den Mut des akritischen Volkes repräsentierte.
Wer ihn als Freund bezeichnen konnte, war bereichert in seinem Leben. Mit Antaleron trat ein Mann an seine Seite der jedwede schwarze Stunde zu trotzen wagte, immer etwas gutes und helles sah an dunklen Orten. Der auch zur schwersten Stunde nie sein Vertrauen in seine Freunde verlor, die alles für ihn taten, so wie er alles für sie tat. So tiefe, ehrliche und wahrhaftige Freundschaft zu finden ist schwer geworden in dieser Zeit des Krieges. Viel zu oft vergessen wir das wir Menschen sind und treten zurück um der Bestie Krieg Platz zu machen, aber Antaleron vergas dies nie. Sein Herz vergas nicht was es hieß menschlich zu sein. So wahr er uns ein leuchtendes Beispiel in diesen Zeiten uns nicht den Grausamkeiten hinzugeben, die unsere Feinde als allltäglich nehmen.
Uns wurde ein Krieg aufgezwängt, den wir nicht wollten. Doch die Augen zu verschließen vor der Ungerechtigtkeit der Welt, das war nicht Antalerons Weg. Er streitete dort wo Schwache seiner Hilfe bedurften. Er kämpfte für Ihr Recht zu exestieren auch wenn Despoten dies nicht wollten. Er trat für all jene ein die dies selbst nicht konnten...
"
Haldon musste unterbrechen sein Stimme versagte. Auch er hatte Antaleron gut gekannt und sein Verlust schmerzte ihn sehr. Sich jetzt hier in Erinnerung zu rufen wie sein Wesen war, schmerzte tief im herzen Haldons. Akritien war um einen wahren Helden einsamer geworden.
"...und verteidigte ihr Leben auch gegen eine Übermacht. Er nahm seinn Wünsche zurück und tat alles um anderen zu helfen. "
Eine Pause folgte in der Haldon Luft sammelte und Tränen versuchte zu unterdrücken, was ihm nicht gelang.
"So jemanden nennt man einen Helden."
Er hatte das letzte Wort gerade erst ausgesprochen, als ein trommeln sich erhob. Vorne am Grab beginnend fraß sich dieses schlagen der Waffen gegen die Schilder der Männer durch die Reihen um das Grab fort und wurde immer lauter als immer mehr Soldaten einstimmten. In diesen donnergrollenden Ton, der sich jetzt in der Luft erhob und über die weite Fläche zog und eigentlich Unheil verkündend klang.


 
Letzte Änderung: 2010/08/01 17:12 von Marius vom Kreuze.
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Marius vom Kreuze

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Re:Zug ins Ungewisse      04.08.2010 12:37:58 --- 1 Jahr, 9 Monate her  
Die Erde war über Antaleron geworfen worden und Ruhe war eingekehrt im heereslager der Akriten. Es schien als hinge jeder seinen Gedanken und Träumen nach. Kalendin war zurück gebracht worden in sein Zelt, wo er nach wie vor unter der Obhut des Medicus stand.
Haldon selbst ging in seinem Zelt die Depeschen durch und signierte die Befehle für den morgigen Tag. Es ging im nicht aus dem Kopf, dass man hier in der Fremde einen Helden Akritiens begraben musste, weil es keine Zeit gab nach Yenice zu reisen um dort ein würdiges Begräbnis durchführen zu können. Das Grab Antalerons war schmucklos und kaum von anderen zu unterscheiden, aber es lag exponiert auf einem Hügel und war besonders tief ausgehoben worden. Sollte der Friede wieder einkehren würde er mit dem polnischen König in Verbindung treten müssen um die Exhumierung und Überführung Antalerons Leichnam nach Akritien zu ermöglichen. Er wollte sich dann nicht wie ein Dieb ins Land stehlen um den Körper Antalerons zurück in die Heimat zu bringen. Daher wurde die Lage des Grabes deutlich vermerkt im Kartenwerk der Akriten und wenn die Zeit gekommen war, würde man sich daran erinnern.


 
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Re:Zug ins Ungewisse      15.08.2010 09:27:54 --- 1 Jahr, 9 Monate her  
Sollte es wirklich vorbei sein? Akritiens Verbände zogen heimwärts. Die Nachrichten verhiessen frieden mit dem HRRDN. Noch war er nicht besiegelt, aber die Zeichen dafür seien gut. Man rechnete noch mit geplenkelt, besonders in Provinzen die eins Sachsen gehörten und noch von truppen des OB gehalten wurde. Aber die Freidensbemühungen seien ernst und würden gegenwärtig vorangetrieben.
Für die Meinen hiess es zurück nach Hause. Wir hatten eben die beeindruckende Haupstadt Byzanzs passiert und sahen nun schon die Küste Kleinasiens. Die Freude unter den Männern und Frauen kannte keine Grenze. Zwar waren wir noch nicht zu Hause, aber jetzt zog man nur noch durch Freundesland und bald würde man die wehrhaften Mauern Yenice sehen.
Aufgrund der Machtübergabe Kalendins an Haldon waren Boten schon einige Tage vorher aufgebrochen um in der Haupstadt die Ankunft des neuen Sultans vorzu bereiten. Die Heimkehr sollte einem Fest gleich kommen und vielleicht würde man ein Turnier anhalten. Aber zuerst musste Ordnung geschafft werden. Zeiten der Abwesenheit liessen nun mal Arbeit liegen. Zudem bildeten sich Sturkturen die nicht im Interesse des Machthabers waren. Weilte man fern der Heimat konnte sich so etwas wie eine zweite Regierung bilden, die es aufzulösen. Dann musste man sich neuen Aufgaben widmen.


 
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Re:Zug ins Ungewisse      17.08.2010 17:54:43 --- 1 Jahr, 9 Monate her  
Es war vollbracht. Boten überbrachten die Nachrichten von der Unterschrift des HRRDN und der OA unter einem Friedensvertrag. Welcher für die nächste Zeit Ruhe und Einklang auf den Balkan und Kleinasien bringen würde.
Haldon ließ diese Botschaft weiter nach Yenice leiten und dazu die ersten Direktiven als neuer Sultan der Akriten.
Um sich seines Gefolges sicher zu sein, vertraute er seinem Sohn Uriel den Oberbefehl über die akritischen Truppen an. Uriel war in den letzten Jahren stark gereift und hatte viel an Erfahrung sammeln können. Natürlich war er noch zu jung um diese Aufgabe allein zu bewältigen, aber die alten generäle, zu denen auch Haldon ein gutes Verhältnis hatte, würde ihm mit Ratuns Tat zur Seite stehen.
Des weiteren ernannte er Artemis zum Verwalter der Staatskasse und Finanzminister. Auch hier würden einige Vertraute Haldon dessen Sohn zur Seite stehen.
Kalendin bekam die Aufgaben des Innenminister übertragen. Er hatte sich zudem um die Bildung der Ritter im Lande zu kümmern. Die bisherige Leibgarde des Sultans wurde in die regulären Truppen Akritiens integriert, während Haldon vor hatte sich seine Leibgarde aus Ordensbrüdern des Larzarusorden zu rekrutieren. Aber auch eine spezielle Gruppe von Leibwächtern, die aus Muslimen bestand, sollte dazu gehören. Hierfür würde er nach seiner Rückkehr alles organisieren.
Im Moment zogen sie jedenfalls ostwärts zurück in die Heimat, alles weitere würde sich finden.


 
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Re:Zug ins Ungewisse      19.08.2010 16:46:56 --- 1 Jahr, 9 Monate her  
Das Heer zog in die von jubelnden Menschen gesäumten Strassen von Yenice. Allen voran ritt der neue Sultan Haldon vom Kreuze. Ihm folgend ritten die neuen Minister, die Söhne Haldons mit Kalendin dem Gerechten. Danach kamen die ehrenvollen und oft siegreichen Kämpfer Akritiens, seine stolze und erhabene Ritterschaft. Die Beys und Begums vor den einfachen Rittern. Dann kam die Soldaten und Krieger. Die Kavellerie, mit stolz erhobenen Lanzen, an deren Spitze die Wappenflaggen Akritiens wehten, bildete die Spitze in diesem Zuge. Dann kamen die Fußsoldaten. Alle Rüstungen waren auf hochglanz poliert und glänzten in der herbstlichen Sonne die vom wolkenlosen Himmel strahlte.
Der Zug bewegte sich zum zentralen Platz der Stadt. Dort waren die Würdenträger der unterschiedlichen Kirchen und der weiteren Adelshöfe anwesend. Haldon und die Ritter Akritiens stiegen ab und er begab sich zum aufgebauten Thron. Dieser war mitten auf dem Platz aufgebaut und um ihm herum standen die kirchlichen Würdenträger. Kaum das sich Haldon gesetzt hatte begann der Imam Yenics mit der Krönungszeremonie. Nach einigen Reden, der Salbung und Kronenauflegung war Haldon vom Kreuze nun nach Monaten offiziell zum Nachfolger Kalendin ernannt worden.

Haldon vom Kreuze erhob sich mit der akritischen Krone auf dem Haupt und wendete sich an das Volk der Akriten.

"Nach langer Zeit der Abwesenheit, als Folge eines langen Krieges, kehrt die Freude nach Yenice, nach Akritien zurück. Wahrlich tapfer und voller Mut haben sich die akritischen Ritter und Soldaten in den Schlachten fern der Heimat bewiesen. Nicht immer war uns das Kriegsglück holt, aber wir haben mehr gesiegt als verloren.
Es war schwer, so fern der Heimat die Motivation für diesen notwendigen aber langen Kampf zu erhalten. Umso mehr erfüllt es mich mit Stolz das alle, ich betone alle Ritter und Ritterinnen zu dem standen was wir verfolgten. Wir haben für die Zukunft treue Freunde erworben und wir haben diesen bewiesen das man auf uns zählen kann.

Daher, und aufgrund der Ergeinisse zur Krönung rufen wir, Haldon vom Kreuze, Sultan Akritiens, Tage der Freude aus. Während der nächsten drei Tage ist das Arbeiten zu unterlassen. In den Strassen der Stadt, überall im Land soll gefeiert werden auf geheiß des Sultans.
"

Die Menge brach in Jubel aus. Und so wie es Haldon angekündigt hatte wurden die nächsten drei Tage zu einer einzigen großen Feier in der Stadt. Und sich davon ausbreitend im ganzen Land.


 
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Re:Zug ins Ungewisse      22.08.2010 18:40:54 --- 1 Jahr, 9 Monate her  
Nach Tagen des Feiern waren Tage der Arbeit gekommen in denen Haldon vieles neu geregelt hat und mit Hilfe Kalendins sorgfältig vorbereitet hatte. Aber jetzt kam die Zeit des Aufbruchs. Hatte Akritien das Ende des Krieges gefeiert, so wollten es seine Freunde auf dem Balkan auch tun, und hierzu ein großes Turnier abhalten wollte.
Der Sultan der Akriten wollte um nichts in der Welt verpassen. So viel Leid hatte man gemeinsam durchstanden jetzt sollten Zeiten der Freude folgen.


 
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Re:Zug ins Ungewisse      31.08.2010 18:36:54 --- 1 Jahr, 8 Monate her  
Yenice April 1053

Während der Sultan der Akriten auf dem Balkan weilte um dort an den Friedensturnieren die allerorts ausgerufen wurden teilzunehmen und um die Bande der Freundschaft zu vertiefen, bzw. dort wo sie zerfasert waren wieder zu binden, hatte Uriel ganze Arbeit geleistet.
Das Heer war umstrukturiert worden, die Ausrüstung war verbessert und modernisiert worden. So waren die bisher nur leicht geschützten Lanzenträger und Bogenschützen in verbesserte Rüstungen gesteckt worden. Für die offene Schlacht waren sie somit nicht mehr zu leicht zu überwinden. Er selbst lernte so viel es ging über Taktik. Doch war er sich bewußt mit theorie alleine ließ sich keine Schlacht gewinnen.
Artemis hingegen hatte es ruhiger getroffen. Nicht das es ihm auch an Arbeit gemangelt hätte, aber sie war weder so eilig noch so umfangreich für den Moment. Die Einnahmen sprudelten dank dem Ende des Krieges und die Kosten für die Heere in der Fremde waren entfallen. Ansonsten war die Steuerpolitik zu dieser Zeit sehr ausgeglichen und bedurfte keiner Regulierung. Artemis war sehr zufrieden und sein Vater würde es auchmit ihm sein. Er war gerne in den Räumen des Palastes und liess die Zahlen umher springen, doch wenn er dann ab und zu einen Blick aus dem Fenster auf einen der Höfe des Palastes schweifen ließ und eines seiner jüngeren Geschwister dort beim reiten, kämpfen oder toben sah, dann zuckte immer eine kleine Flamme des Neides auf. Waren ihm doch solche Momente nicht mehr vergönnt.
Hatte er doch Gerüchte gehört, dass sein Vater für Uriel und ihn schon die passenden Bräute suche, ggf. um auf dem Wege der Hochzeitsdiplomatie Bündnisse zu schmieden. Die Kinder der Familie waren zahlreich und die Töchter derer vom Kreuze, 4 an der Zahl, hatten mit Sicherheit auch nichts besseres zu erwarten. Man konnte nur hoffen, dass Vater eine weise Entscheidung fällen würde und Mutter ihm ratgebend bei Seite stand.


 
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Re:Zug ins Ungewisse      11.09.2010 14:37:20 --- 1 Jahr, 8 Monate her  
Uriel verliess gerade die Räume des Inneministeriums und ließ die Tür schwer in Ihren Furnieren krachen. Er hatte eine nicht gerade freundliche Besprechung mit seinem Bruder Artemis gehabt. Es ging um die PLanung einer neuen Struktur der Wachen in Yenice und Artemis wollte die Unterstellung dieser Wache zum Innenminesterium. Uriel gefiel der Gedanke ein Stück seines Einflußbereiches an seinen Bruder abzugeben gar nicht. Früher wäre es kein Problem gegeben, aber in den letzten Monaten waren die Meinungen der zwei doch so ungleichen Brüder auseinander gegangen. Und er hatte das Gefühl das sich dieser Graben immer tiefer wurde.
Ihr Vater hatte die Beiden in wichtige Ämter eingesetzt um sich seiner eigenen Machtposition mehr als sicher zu sein. Doch Uriel war sich nicht mehr so sicher, dass er, der Älteste, auf den Thron seines Vaters folgen würde. Vom Geburtsrecht stand es ihm zu, aber Artemis drängte sich immer mehr in den Mittelpunkt und avancierte immer mehr zu Liebling seines Vaters.
Die jetzt geplante Refom der Wachen in der Stadt würde nicht nur erneut eine positive Ressonance bei seinem Vater hervorrufen, sondern auch Uriel´s Machtposition schwächen. Was Artemis plante war revolutionär und würde die Effektivität der Wache steigern und die Struktur straffen. Die Befehlskette würde schneller werden. So schnell wie er es nur von seinen Elitetruppen kannte. Zudem würde Uriel den Zugriff auf die Stadt verlieren, wenn die Wachen nicht mehr Teil des Kriegsminesteriums sind. Und man konnte nicht wissen, ob eines Tages eben jener Zugriff auf die Hauptstadt wichtig sein könnte.
Weiter störte ihn die hohe Erfolgsqoute der Wache. Seit der Übernahme des Innenminesteriums hatte Artemis kontinuierlich sich in die Arbeit der Wache eingemischt. So hatte er auf freundliche Art und Weise die Befehlshaber der Wachabschnitte überzeugen können Ihre Arbeit zu überdenken und seinen Vorschlägen nach anzupassen. Die Befragungen der Wache war subtiler geworden. Man liess sich mehr Zeit bei der Suche nach Verbrechern, war aber erfolgreicher dabei, als wenn man sich den nächstbesten gegriffen hätte und diesen unter Folter zum Geständnis gezwungen hätte. Das war etwas, das Uriel fehlte. Er hatte nicht so viel Geduld wie Artemis, aber sein Vater hatte diese und befürwortete solch Vorgehen.
Uriel musste sich etwas einfallen lassen, wenn er nicht völlig sein Einfluss verlieren wollte. Doch zuerst musste er sich klar werden, wie weit würde er gehen wollen. Bis zum äußersten?

Artemis schnaubte als die Tür zu krachte. Uriel hatte den Raum gerade nach einem heftigen Streit verlassen. Dieser Dickschädel wollte nicht einsehen, das die Vorschläge nur Verbesserungen für Yenice waren. Er dachte immer sofort Artemis will ihn nur ausstechen. Doch das lag ihm fern, auch wenn er sich selbst eingestehen musste, dass es ihm nicht gefiel wie Machtbesessen Uriel war und wie dieser so viel Macht unverdient bekommen hatte.
Sicher Uriel war der bessere Krieger, aber auch der bessere Taktiker? Artemis hielt sich für cleverer als sein Bruder. Daher hätte er vielleicht den Oberbefehl über die Armee bekommen sollen. Aber sein Vater war der Überzeugung das der Oberbefehlshaber sich im Felde verdient gemacht haben musste und hier war Uriel Artemis weit überlegen. Im Krieg gegen das HRRDN hatte Uriel sich wie ein Held gebärdet. So war es ihm mehrmals gelungen mit seinen Soldaten wichtige Durchbrüche in die feindlichen Linien zu reißen die zum Sieg führten. Aber nur das Kriegsglück war auf seiner Seite gewesen, mehr nicht. Artemis hatte dafür mit seinen Männer oft in hoher Unterzahl standhaft die eigenen Linien verteidigt. Aber so etwas sah sein Vater nicht. Bei einer Unterredung in einem der zahlosen Feldlager hatte er diesen darauf angesprochen und wurde heftig zu Recht gewiesen. -Er solle die Leistung seines Bruders nicht schmälern, Ein kluger Soldat kann nicht nur verteidigen sondern auch siegreich angreifen in UNTERZAHL- Artemis bezweifelte das Uriel jemals in Unterzahl an seinem Frontabschnitt gekämpft hatte. Aber mit seinem Vater war diesbezüglich nicht zu reden gewesen.
Jetzt in Freidenszeiten sah die Sache anders aus, dass bemerkten Beide und Uriel passte das gar nicht. Artemis ruhige und überlegte Art brachte ihm immer mehr Zuspruch. Die Hauptmänner der Wache hörte schon längst mehr auf Artemis als auf Uriel. Er hatte sie überzeugen können ihre Arbeit effektiver zu machen. Selbst der letzte Zweifler war mittlerweile von seiner Arbeit und Vorschlägen überzeugt. Das Verbrechen war nicht ausgemerzt, aber die Gauner hatten sich zurück gezogen und Yenice war so ruhig und friedlich wie schon lange nicht mehr. Selbst unter dem letzten muslimischen Sultan war keine solch friedliche Eintracht in der Bevölkerung zu spüren. Zumindest in Yenice.
Artemis hoffte nicht zu Unrecht darauf, vielleicht von seinem Vater zum neuen Favoriten auf den Thron aufzusteigen. Die Machtübernahme derer vom Kreuze auf so plötzliche Art und Weise hatte ganz neue Aussichten eröffnet. Artemis hätte nichts dagegen der nächste Sultan zu werden, aber noch stand Uriel vor Ihm. Artemis musste sich überlegen was er tun konnte wenn er nicht zum ersten aufsteigen würde.
Wie weit würde er hierfür gehen? BIs zum äußersten?


 
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Re:Zug ins Ungewisse      13.09.2010 18:59:57 --- 1 Jahr, 8 Monate her  
Uriel brütete jetzt seit Tagen darüber nach wie er Artemis Vorschlag unterwandern, ja gar zum scheitern bringen könnte. Er musste sich etwas einfallen lassen. Die Veränderungen als solche würde er nicht stoppen können. Es sei denn er könnte diese Vorschläge verschwinden lassen. Das würde aber nur ein aufschieben bedeuten. Verhindern würde es nicht, dass Artemis in der Achtung seines Vaters stieg.
Die Pläne müssten scheitern, aber auch das war nicht möglich. Dazu müsste in den Strassen von Yenice Anarchie herrschen. Diese müsstne ausbrechen wenn das Innenministerium den Oberbefehl über die Wache hatte. Dies liess sich umgehend gestalten, doch wie konnte man die Massen in Aufruhr bringen und was müsste er tun um der Anarchie letzlich auch wieder Herr zu werden.
Er könnte Truppen in die Nähe der Stadt verlegen. Aber dazu müsste brauchte er einen Grund. Soldaten waren in der Stadt in Zeiten des Friedens nicht gern gesehen, ausser zu den Paraden die zu Ehren der Herrscher Akritiens stattfanden. Und das gefährlichste war, was würde mit ihm passieren wenn sein Vater heraus bekommen würde das er hinter soich einem perfiden Plan steckt.
Nein es musste einen anderen Weg, aber welchen? Er würde das Vorhaben nicht mehr stoppen können. Er würde die Würdigung Artemis durch Ihren Vater nicht verhindern können. Aber erkönnte den Aufstieg Artemis verhindern. Es war einfacher zu planen und zu bewerkstelligen als einen Aufruhr in der Stadt. Zudem kannte er die richtigen Männer für eine solche Aufgabe. Treue Männer die ihm bis in den Tod folgen würden und alles für ihn tun würden. Es bedurfte lediglich der Planung über das wann und wo.

Uriel machte sich sofort an die Arbeit.



Artemis saß in seiner Amtsstube und brütete über einige Papiere auf seinem Schreibtisch. Die Arbeit schien kein Ende nehmen zu wollen. Aber wenn er ehrlich war, so hatte er es sich auch ausgesucht. Er hätte einiges von seiner Arbeit delegieren können, doch lebte er nach dem Grundsatz, wenn du willst das etwas richtig gemacht wird, dann mach es selbst. So wurde es spät und erst nach Einbruch der Dunkelheit verliess er in Begleitung zweier Diener und einiger Wachen den Palast. Er wollte zu seinem Stadthaus, dazu musste er nur einige Minuten zu Fuß die große Paradestrasse hinab gehen. Er hatte ein Haus gewählt das extra so nahe am Palast wie möglich liegen sollte. Er hatte auf einen Garten als solchen, der Schmuck eines jeden Hauses, verzichtet. Er wollte nur zügig bei seiner Arbeit sein.
Jetzt ging er im Licht der Fackeln die seine Diener trugen die Strasse hinab und grübelte über die Aufgaben des morgigen Tages nach, als er über eine unebenheit im Pflaster stolperte und der länge nach hinschlug. Während des Falls surrte die Luft und Artemis wunderte sich darüber das er solch merkwürdige Geräusche von sich gab, als ein dumpfes pochen und ein stöhnen zu seiner Rechten ihn dorthin blicken liessen, woher das Pochen und Stöhnen gekommen ist. Er drehte sich auf die Seite, seine Kleidung war voller Staub von der Strasse und sah seinen Diener Lazius wie eine Salzsäule vor sich stehen. Aus seiner Brust ragte der Schaft eines Pfeils und die weißen Leinen, die Lazius trug, färbten sich darum Blutrot.
"ARLAM, ARLARM " hallte plötzlich der Ruf einer seiner Wachen über die leere Strasse. Die 4 Mann umringten Artemis und schützten seinen Leib mit dem Ihren. Es dauerte einen Augenblick bis man von den Toren des Palastes eilige Schritte vernehmen konnte. Momente der Ungewiß´heit wie Artemis bei sich dachte. Würde der Attentäter nochmal einen Pfeil loslassen? Aber es blieb ruhig, von den Schritten der heranstürmenden Wache abgesehen.
Die Strasse erhellte sich immer mehr, je mehr Wachen sich auf den Punkt des Geschehen zu stürmten. Und nicht nur vom Palast kamen Sie, auch aus den Strassen der Stadt eilten einige Männer herbei die durch den Ruf aufmerksam geworden waren.
Einer der Befehlshabenden organisierte das Artemis zurück in den Palast gebracht wurde. Die Strecke dorthin war kürzer als zu dessen Haus und übernachten konnte er auch dort. Dann wurde mit der Durchsuchung der Umgebung begonnen. Artemis sollte sobald wie möglich die Informationenerhalten über das was gefunden würde. Solange sollte er aber sich im Palast ausruhen und sich beruhigen. Da bemerkte auch er, dass seine Puls raste und er nicht über die Ausgeglichenheit verfügte, die in den letzten Monaten sein eigen was. So hatte er sich das letzte mal gefühlt, als der Sachse ihm nach sein Leben getrachtet hatte.


 
Letzte Änderung: 2010/09/13 19:00 von Marius vom Kreuze.
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Re:Zug ins Ungewisse      14.09.2010 14:49:51 --- 1 Jahr, 8 Monate her  
Die Suche nach Spuren verlief erfolglos. Der Attentäter war verschwunden und niemand konnte sagen wohin. Nicht mal Fußabdrücke waren zu finden. Wo der Attentäter gewartet hatte konnte nicht mit Sicherheit gesagt werden. Zwar war ein ungefähre Richtung zu bestimmen woher der Pfeil gekommen war, aber wo genau der Schütze seine Position gehabt hatte war nicht festzustellen, da keiner wirklich darauf geachtet hatte wie der Diener gestanden hatte, als ihn der Pfeil getroffen hatte. Zudem war Artemis gestürzt und die wahrscheinlichkeit lag nah, dass der Diener sich gerade bewegte hatte um seinem Herren auszuhelfen.

Artemis wurde über die Ergebnisse der Suchaktion am Vormittag informiert. Nachdem er nach unruhigem Schlaf und wohlbehütet im Palast neue Kräfte sammeln konnte. Enttäuscht lehnte er sich in seinen Stuhl zurück.


Uriel war auch enttäuscht, wenn auch aus anderen Gründen als Artemis. Sein Untergebener hatte ihn über den Fehlschlag der Nacht informiert. Der Assasine war nach Überbringung der Missnachricht getötet worden und lag momentan i in einem Schuppen im Schlachtviertel. Der Schuppen war fest versperrt. Der Tote würde Heute noch von dort auf den Friedhof gebracht werden. Dort war ein Grab bereits ausgehoben worden. Dieses würde noch etwas tiefer gemacht werden als normal und der Assasine würde dort zur Ruhe kommen und Morgen würde er Begleitung im Loch haben.
Aber Uriel musste sich etwas neues einfallen lassen. Und nach dem erfolgten Fehlschlag würde ein neuer Versuch ungleich schwerer. Artemis würde jetzt besser bewacht werden. Er könnte warten bis sich alles wieder beruhigt hat, aber niemand konnte sagen wie lange noch ihr Vater auf dem Balkan sein würde.


 
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Teares al Oasis: Naja gut dann solln sie kommen, verdammte christen -.-
Juan Antonio Manrique: Genau so.
Teares al Oasis: achso also hab ich nur nen zeitlichen ausfall ?
Juan Antonio Manrique: Weil sie die Grafschaft nicht behalten werden. Zumindest wird das üblicherweise nicht gemacht... Dann ist das Lehen zwar etwas beschädigt, aber zumindest zahlst du nix fürs zurückbekommen...
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Teares al Oasis: wie bekommt man das kostenfrei zurück wenn die das feld einnehmen auf dem mein lehen ist?
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