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Zurück im Palast der Königin ließ ich gleich nach meinem Diener Eburdur schicken. Als dieser in meinem Zimmer eintraf. Gab ich Ihm die Anweisung für eine Überführung meines Vetters nach Jerusalem zu sorgen. Er versprach sich sofort darum zu kümmern und verließ mein Zimmer.
Einige Stunden später, ich hatte mich etwas niedergelegt um Kräfte zu sammeln, klopfte es an meiner Zimmertür. Nach Aufforderung trat ein Bediensteter der Königin ein und überreischte mir ein Schreiben meiner Königin. "Endlich, Nachricht." Ich riß den Umschlag der Botschaft auf und las was Sie mir geschrieben hat. "Es läßt Fragen offen, aber jetzt bin ich etwas schlauer. Edurbur wird meine Sachen für eine lange Reise packen." Sagte ich zu mir.
Ich hatte mich grad wieder niedergelegt, als es schon wieder an meiner Tür klopfte. Nach Aufforderung kamen zwei Mann der Stadtwache herein, mit denen ich vor dem Gasthaus gesprochen hatte. "Herr, der Wirt ist, wie Ihr befohlen habt, hier eingekerkert. Der Kerkermeister erwartet Euch. Die Sachen der Toten sind in diesem Beutel. Es ist alles was wir gefunden haben, mein Wort darauf Herr." "Gut, ich glaube euch, aber darum kümmere ich mich später. Zuerst bringt mich zum Wirt.".
Nachdem ich den Kerker, tief in den Eigeweiden des Palastes, betrat wurde ich vom Kerkermeister, einen grobschlächtigen Mann und etwas zu klein geraten, in die Zelle des Wirtes gebracht. Eine kleiner Raum von 2x2 Meter. Der Wirt war an einer Kette um seiner rechten Hand mit der Wand verbunden. Auf meinen Wunsch hin wurde ich mit Ihm allein gelassen.
"Wer hat Euch beauftragt? Wer? Sprecht und ich lasse Euch vielleicht wieder laufen." "Herr, ich weiß nicht was Ihr wollt. Es ist wie ich es Euch bereits gesagt hab´. Der Ritter zahlte für den Handelsreisenden, der am Abend zuvor anreiste. Den Händler habe ich nur frühst gesehen als der mein Haus verließ, und dann am Mittag als er zurück kam." "Wie sah der Ritter aus? Beschreibt Ihn genau, denkt aber vorher nach." Man sah Ihm an, dass er genau überlegte. Ich hoffte er würde mir eine möglichst genaue Beschreibung geben können, und er würde mir die Wahrheit sagen. "Er war so groß wie Ihr, nein sogar noch etwas größer. Hatte auffallendes blondes Haar und blaue Augen. Er war defenitiv Europäer. Aus dem Norden. Seine Kleidung war einfach. Wams, Beinkleid und Kopfschmuck ohne Wappen. Es gab nicht´s auffälliges an Ihm." "Überleg genau. Es muß etwas geben woran ich Ihn wieder erkennen kann. ÜBERLEG GENAU." Die letzten Worte habe ich Ihm ins Gesicht geschrien.
"Nein Herr, so leid es mir tut." Er begann zu weinen. Er wußte wenn er mir nichts zu sagen hatte würde er vielleicht für immer hier bleiben, bis er in dieser Zelle verrottet ist. Ich wollte mich umwenden um die Zelle zu verlassen, als er mich noch einmal zurück rief. "Herr, wartet, etwas gibt es. Als er bei mir zahlte und das Geld auf meinem Ausschank abzählte, fiel mein Blick auf sein Handgelenk. Der Handschuh war etwas runter gerutscht. Er war tätowiert, Auf dem Handgelenk war ein Heiligenbild. Es sah aus wie ein Prophet der Christen, mit einem langen Stab, der in seiner Spitze das Kreuz bildete.Mehr gab es wirklich nicht. Ich habe nichts mit dem Toten zu tun, oder den Männern die im Zimmer waren. Ich weiß nicht wie sie dort hineinkamen". Ohne ein Wort verließ ich die Zelle. Bevor ich den Kerker verließ, gab ich seinem Meister die Anweisung den Wirt am nächsten Tag wieder laufen zu lassen. Er grinste gemein."Ich meine was ich sage. Er wird laufen gelassen. Gleich morgen früh, ohne von deinen Talenten zu kosten. Ansonsten findest Ihr euch hier unten wieder, als Gast.". Das vertrieb ihm das lächeln.
Als ich in meinem Zimmer war, fand ich Edurbur vor, der auf mich gewartet hatte. "Herr, die Überführung Eures Vetters in Eure Heimatstadt ist veranlaßt." "Gut, ich habe eine neue Aufgabe für Dich. Morgen wird der Wirt des Gasthauses aus dem Kerker entlassen. Ich möchte das Du Ihm folgst, egal wohin. Hab ein Auge auf Ihn. Ich werde dir ausreichen Silber hierlassen, bevor ich mich auf meine Reise begebe. Ich laß Dir freie Hand, aber erst nachdem du meine Sachen gepackt hast." "Ich darf Euch nicht begleiten?" "Deine Aufgabe ist für mich wichtiger Eburdur, und pass auf Dich auf. Ich weiß nicht in welches Vipernnest wir treffen, aber es könnte sehr gefährlich werden."
Wir unterhielten uns nicht mehr. Er war mit dem packen meiner Sachen beschäftigt und ich hing meinen Gedanken nach. Ich sah mir das gebrachte Eigentum der Toten an. Das von meinem Vetter besah ich mir genau, fand aber nicht interessantes. Außer der Handelsbrief mit dem er reiste. Er war ausgestellt auf den Namen Masel Jeru, ein Witzbold durch und durch. Oder eine Notwendigkeit? Ich wußte es nicht, noch nicht.
Die Sachen der beiden Angreifer waren auch nichtssagend. Das Einzige was mein Interesse weckte war eine Kette mit Anhänger. Der Anhänger stellte einen Mann dar im Büßergewand, in seiner rechten Hand hielt er einen Büßerstab der oben als Kreuz in der Spitze geformt war. Ich drehte den Anhänger um, auf der Rückseite war "INRI" eingraviert. Darunter waren weitere Zeichen die ich mit bloßem Auge nicht entziffern konnte. Heirfür werde ich eines von diesen Gläsern zur Vergrößerung benötigen. Was kommt da auf mich zu. Mir graute vor dem was mich erwartete und damit war nicht der Wunsch meiner Königin gemeint. Dieser kam jetzt eher ungelegen. Aber ich werde diesem erst Folge leisten. Danach sehen wir weiter.
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