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Die Tage zogen sich dahin. Die anfänglich guten Winde hatten sich abgeschwächt. Und mit einer früheren Ankunft als geplant war nicht mehr zu rechnen.
Wenigstens waren die anderen Passagiere an Bord ein buntes Völkchen. Reichte die Palette der Passagiere von waffenstarrenden Rittern/Ritterinnen, Händler und edlen Damen die auf den Weg waren zu Tunieren, Schlachten, Märkten, Verwandten oder dem neuen Gatten, der an fremden Küsten auf seine Braut wartet. In den bisherigen Gesprächen die ich mit den anderen Gästen auf diesem Schiff geführt habe hatte sich nur eine Dame meine beginnende Freundschaft verdient.
Eine junge Ritterin, die mit so wundervollen Gesichtszügen gesegnet war, dass es mir den Atem verschlug als Sie bei unserem ersten Gespräch auf dem Schiff, kurz nach dem an Bord gehen, Ihren Helm abnahm. Sie war von edler Abstammung und auf den Weg in die Welt um Erfahrungen zu sammeln bevor Sie in Ihre Heimat zurück reiste. Sie berichtete von schlimmen Bruderkriegen in Mitteleuropa. Christ erschlug Christ, aus machtgierigen Gründen. Der Papst sei bemüht einen Frieden zu schaffen, aber wirklich Erfolg hatte er bis zur Abfahrt des Schiffes nicht. Ich war erstaunt wie gut eine vermeintliche einfache Ritterin, wenn auch aus guter Familie, über die politischen Geschenisse in Europa bescheit wußte.
Ich weiß nicht wovon ich mehr begeistert war, von Ihrem sicheren auftreten und der Gewandheit in politischen Fragen oder von diesem 1,65 Meter wundervoll geformten Körper. Der sich erahnen ließ, wenn Sie keine Rüstung trug und sich in Ihre standesgemäßen Gewänder auf Deck zeigte. So manch lüsternder Blick der anderen männlichen Personen an Bord war Ihr gewiß. Ich bildete dabei wahrscheinlich keine Ausnahme, allerdings hoffte ich doch, dass ich nicht so dreist aussah und ich mich nicht unziemlich benahm. Aber ich hatte manchmal dass Gefühl, dass Ihr meine Gegenwart mehr als zusagte.
So nahmen unsere Gespräche immer mehr private Noten an, und Sie hatte mir Ihren Vorname angeboten. Isabell welch königlicher Name.
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