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Es war bereits tiefe Nacht, als der alte Druide endlich das Licht in seiner Hütte löschte. Eine Gestalt trat aus dem Schatten am Wegesrand.
'Na endlich, ich dachte schon, er geht nicht schlafen.'
Cerelius nahm sein Pferd und führte es den schmalen Pfad zum Eichenhain hinauf. Der Mond war wenige Tage alt und das Licht war schwach, aber er kannte den Weg. Er war ihn oft gegangen. Zwischen den noch jungen Bäumen hindurch bis der Pfad eine kleine Kurve nach rechts machte und sachte anstieg. Er band sein Pferd an einem Ast fest und ging alleine weiter.
Das Geäst wurde dichter und das Licht spärlicher, bis er plötzlich im freien auf einer Lichtung stand. Seit Urzeiten war sie ein Treffpunkt für die verschiedensten Anlässe. Früher ein Treffpunkt der Druiden, ist sie heute noch manchmal ein geheimer Platz für junge Liebende, die sich von der Magie dieses Platzes bezaubern lassen wollen. Doch in dieser Nacht war die Lichtung leer. Noch.
Auf der anderen Seite standen drei riesige, uralte Eichen und Cerelius setze sich auf eine Wurzel des mittleren Baumes. Er blickte zum Mond auf.
Langsam drehte er die silberne Medaille in seiner Hand und betrachte die Umrisse des Rabens darauf. Die Stunde war nah. Er war sicher, dass sie kommen würden. Sie hatten sich lange nicht mehr auf diese Weise getroffen.
Er hörte ein Geräusch und blickte auf. Ein Tier stoberte im Wald zu seiner rechten. Vielleicht ein Hirsch. Er konnte es nur hören, nicht sehen. Er lauschte weiter. Das Geräusch wurde leiser und verschwand.
'Cernunnos segnet diesen Platz noch immer.'
Am Himmel konnte er noch das letzte Leuchten der Freudenfeuer in Edinburgh sehen. Das Tunier verlief erfeulich. So viele Ritter aus verschiedenen Ländern waren lange nicht mehr in Edinburgh gesehen worden. Das Volk war begeistert. Die Unruhen der letzten Jahre waren vergessen.
Aber die Gründe der Unruhen waren noch immer da. Auch das war ein Grund für diese Zusammenkunft. Er blickte zum Mond. Die Zeit war gekommen.
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