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Die Zeit der Unbeschwertheit neigte sich dem Ende zu. Im letzten Hafen den wir angelaufen hatten, wartete bereits eine Bote auf dieses Schiff, um mir Nachrichten zu überreichen die meinen Auftrag betrafen. Die Nachrichten wurden mir von meiner Königin gesandt und beinhalteten auch aktuelle politische Geschenisse.
Als wäre Sie in der Nähe.
Der Konflikt zwischen den Mauren und dem Kalifat Cordoba schien sich jetzt in Friedensverhandlungen fortzusetzen, eine erfreuliche Wendung, wenn auch der letzte. Was blieb den Mauren denn noch ausser Tunis. Ich frage mich, ob diese Friedensverhandlungen auch welche sein werden. Mir sind bisher keine bekannt,bei denen nicht der Sieger dem Verlierer seine Wünsche, oder besser Befehle, diktiert.
Nachdem ich in meiner Kabine mit Isabell die Karte Afrikas studierte, war ich sprachlos.
Sah den keiner was dort passierte.
Ich kenne den Kalifen der Cordobaren nicht und auch der Bey der Mauren ist mir unbekannt. Aber wenn es stimmt was ich sah und Zirid und Zenata Vasallstaaten Cordoba´s sind, dann war ich der Verzweiflung nah.
Cordoba überrannte den Nordwesten Afrikas, besetzte die vorhandenen Rohstoffquellen und setzte sie so lange militärisch unter Druck, bis diese keine Gefährdung für die Interessen Cordobas mehr darstellten und sollte die Führung dieser Länder abdanken, kamen Führer von Cordoba´s Gnade an ihre Stelle. Dabei war und ist das Reich der Mauren wahrlich kein Konkurrent für Cordoba.
Nein, hier geht es um reine wirtschaftlichen Interessen.
Cordoba scheint eine Rohstoffquelle nach der anderen für sich einzuvernehmen. Damit stellt Cordoba neben seiner militärischen Präsenz, immer mehr auch eine wirtschaftliche Macht dar.
Wenn der Traum von einer geeinten muslimischen Welt irgendwann in Erfüllung gehen soll, dann muß etwas geschehen. Cordoba wird nicht für den Dar-al-Islam stimmen, sofern man nicht seine "Stellung" berücksichtigt. Cordoba traue ich es zu, dass es seine Macht dazu ausnutzt um seine politischen Vorstellungen auch dort zu diktieren.
Freier Handel kann auch nicht erblühen, wenn ein Reich alle Rohstoffquellen kontrolliert.
Ja, so kann man auch die muslimische Welt vereinen. Aber ohne auf die Gefühle anderer Völker Rücksicht zu nehmen und Rücksichtslos allein seine Interessen durchzusetzten, dass verbreitet nur böses Blut.
Nun eine friedliche Lösung wäre ein Anfang wenn diese offen und ehrlich getroffen wurde.
Ich muß mich bemühen, mich zurückzunehmen. Politik wird von Königen und Königinnen gemacht. Wir sind höchsten nur Vermittler der Wünsche und Vorschläge in einem solchen Spiel. Schauen wir was daraus wird.
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