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Bevor Gesandian zu Anwort seine Stimme erheben konnte, klopfte es wieder an der Tür.
"Ihr seid in diesen Tagen wahrlich ein gefragter Mann." Etwas verstimmt wegen der Unterbrechnung forderte er den vor der Türe Stehenden auf ins Zimmer zu treten.
"Verzeiht die Störung Ehrenwerte Herren, ich bin Habib, Diener Ihrer königlichen Hoheit Portia von Nicomedia." Ich erkannt´ ihn wohl, aber was wollte er. "Herr Kanzler ich bringe diese eilige Nachricht für Euch, die Königin bittet um Rückantwort, umgehend." Ich nahm den Brief und las ihn mir durch. Danach schaute ich zu Gesandian, überlegte kurz und bat Habib der Königin folgendes auszurichten. "Ich verbleibe vorerst in Tunis und wünsche der Königin viel Glück. Möge Sie mit Gottes Segen nicht auf taube Ohren stoßen und vielleicht etwas erreichen in diesen festgefahrenen Konflikt." Habib verließ darauf das Zimmer Gesandians, sich noch einmal sich tief vor uns verbeugend und eine Entschuldigung murmelnd.
"Was ist geschehen?" fragte Gesandian. Etwas frustriert antwortete ich Ihm "Wir müssen unser Heer auflösen. Wir erhielten Nachricht, das Räuber in unseren Landen Ihr Unwesen treiben was zweierlei Dinge zur Folge hat.
1. Die Kosten für unser Heer sind nicht zu bestreiten, unsere Kasse ist leer weil die Räuber die Einnahmen der Lehen stark vermindern.
2. Wir müssen einen nicht unwesentlichen Teil der unsrigen zurück schicken, um gegen die Räuber vorzugehen." "Das kommt zu einen wahrlich ungünstigen Zeitpunkt. Jetzt habt ihr den langen Weg gemacht für nichts." "Nein, so will ich das nicht sehen. Meine Königin und ich verbleiben. Ich zumindest in Tunis. Meine Königin möchte sich auf diplomatische Mission begeben. Vielleicht erreicht Sie etwas oder Sie hat zumindest einen entsprechenden Vorschlag ausgearbeitet. Euch bit´ ich mich an Eurer Seite als Berater zu akzeptieren. Ich hätte auch einen Vorschlag für den Bey, wenn er bereit ist diesen anzuhören, ggf. mit dem Gesandten der Cordobaren."
Gesandian mußte über diesen Vorschlag nachdenken. Jetzt waren die Akriten diesen langen Weg nach Tunis gekommen, um unverrichteter Dinge wieder abzuziehen. Während der Außenminister der Mauren zu überlegen schien, ob er meiner Bitte nachkommen sollte. Machte ich mir Sorgen um meine Königin. Den Weg den Sie vor hatte einzuschlagen, war kein ungefährlicher. hoffentlich ging alles gut. Für meine Person war entscheidend was Gesandian von meiner Bitte hielt und ob er mir die Gelegenheit gab mit seinem Bey zu sprechen.
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