|
"Nun, wo fange ich an. Ich bin erst knappe zwei Jahre im Reich der Akriten sesshaft.
Mein Vater schickte mich mit 15 in die Welt um meine Erfahrungen zu machen und wenn möglich mein Glück zu finden. Ich zog von Jerusalem, der Heimat meiner Familie seit nun über 1000 Jahren, nach Norden."
Ich trank von der mir dargebotenen Tasse Tee -Genau richtig, würzig und doch zugleich süß-.
"In Akritien empfing man Ritter mit Wagemut und dem Wille aufzustreben mit offenen Armen. Es herrschte noch Johann. Doch schon bald kam meine Königin Portia an die Macht nachdem Johann das Land sträflich vernachlässigte. Unter Ihrem Mandat wurde ich zum Kanzler gekürt und zum Vertreter der christlich gläubigen Gemeinden. In diesen zwei Jahren sah ich mir unser Land schon an. Ich war in jeder Grafschaft. Sie zu beschreiben fällt trotzdem schwer."Während ich ein Stück vom Backteller aas, überlegte ich wie man dieses schöne Land beschreiben konnte.
"Es ist definitiv nicht so heiß wir hier und man mag den Eindruck bekommen, dass es mehr Leben gibt als in Euren Breiten. Tunis als Stadt ausgenommen. Aber wenn ich mir Eurer Umland anschaue sind mir die blühenden Wiesen und Felder und Wälder Akritiens lieber. Im Frühling wenn nach einem Winter alles Leben neu entfacht, wundervoll. Das satte Grün der Wälder dort steht doch sehr im Gegensatz zu Eurem heißen goldenen Sand. Klare Bäche, Flüsse und ein Landstrich wie gemalt am Schwarzem Meer. Mit Tunis vergleichen lässt sich nur Yenice auch dort ist einzigartige Handwerkskunst zu bewunder. Unsere anderen Grafschaften können sich mit Eurer Pracht in diesem Palast und dem reichen Treiben auf den Strassen von Tunis nicht vergleichen." Fragend sah ich Gesandian an, bevor ich mir noch ein Stück Gebäck nahm.
"Wart Ihr schon mal in den gemäßigten Wetterzonen, kennt Ihr den Duft der Wälder, am besten nach einem Regen, wenn man diese durchreitet. So kühl und Frisch. Die Luft der Wüste Nachts, die sich ja deutlich abkühlt, ist damit nicht zu vergleichen.Hier hat man immer das Gefühl Staub liegt in der Luft, was wahrscheinlich auch stimmt. Ich hoffe ich langweile Euch nicht oder das ich Euch gar beleidige, das will ich nicht. Aber jetzt seit Ihr dran mir von Euch zu erzählen."
|