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Wieder in Yenice angekommen, bewegt ich mich durch die Stadt. Mir fiel auf das diese voller war als vor Beginn unserer Reise und besah mir die Leute in den Strassen genauer. Wie in Tunis waren die Strassen, wenn auch nicht so stark, angefüllt von Flüchtlingen. Die Bewohner aus den angrenzenden Grafschaften hatten anscheinend den Schutz der Feste von Yenice aufgesucht um vor übergriffen durch die Araber geschützt zu sein. Auch war das Bild der Bevölkerung hier nicht so elend anzusehen wie in Tunis, gab es doch keinen Belagerungsring um Yenice und damit kamen frische Waren und Güter in ausreichender Menge an um die Versorgung der Menschen zu gewährleisten.
Meine Schritte führten mich automatisch Richtung Palast. Ich war ungefähr noch 2 Kilometer entfernt, als ich hinter mir, aus der Richtung einer Taverne, Rufe vernahm, die anscheinend mir galten. "Mein Herr, mein Herr. So wartet doch bleibt stehen. Ich bin´s, ich, Ebudur!" Freudig drehte ich mich um. Überrascht meinen Diener so schnell wieder zu sehen. Ich hatte gehofft ihn in Yenice zu treffen, Hatte er doch hier eine Aufgabe zu erfüllen, aber so schnell hatte ich nicht damit gerechnet. Er kam mit zügigen Schritten auf mich zu, der hatte sich verändert, war schlanker und kräftiger geworden. Sein früher etwas fülliger Leib war deutlich geschmälert worden. Sein Gesicht hatte einen ernsten Ausdruck bekommen, obwohl der Schalk nicht vollendends daraus verschwunden war.
"Eburdur, schön Dich zu sehen. Wie hast du die letzten Monate überstanden und was ist mit Umbart, mit meinem Lehn und den Meinen darauf. Erzähl, rasch, ich muss wissen wie es darum steht." Mit diesen Worten begrüßte ich Ihn, kaum das er bei mir stand.
"Gleich Herr, lasst Euch vorher anschauen, wie Euch Eure Reise bekommen ist." "Besser als Dir denke ich."
"Nun sieht man mir die letzte Zeit an. Dabei ging es mir eigentlich gut in Yenice. Seit dem Einfall der Araber in Rum, kamen jeden Tag Flüchtlinge hier an und die Zahl wurde täglich größer. Was gewisse Probleme mit sich brachte, aber die wurden durch die Stadtwache und die Oberen schnell geregelt und geklärt." "Sind noch mehr aus Umbart hier? Was ist Edubur nun sprich!" Beschwichtigend hob er seinen Arm.
"Keine Sorge Herr. Euer Voigt war weise. Als die Nachrichten das kommen der Araber ankündigten, sorgte er dafür das Frauen und Kinder umgehend nach Yenice verschickt wurden. Und als die Araber in Trazepunt standen brach der Rest der Bevölkerung von Umbart auf. Klugerweise führte Sie der Voigt nach Trazepunt, als die Araber nach Gerede schwenkten. Das war riskant, ging aber gut. Danach zog er nach Süden nach Yenice. Sie sind alle hier. Also nicht hier in der Stadt, aber in einer in der nähe liegenden Provinz. Diese wurde den unseren zur Neubesiedlung freigegeben. Was denen nicht zweimal gesagt werden musste. Sorge bereitete nur, ob Ihr unser Lehnsherr bleiben würdet, aber der Verwalter sagte, dass Ihr Geld da gelassen habt um ggf. ein neues Lehn zu erkaufen. Dies haben wir nun und fangen gerade an dies zu bewirtschaften."
"Gut, das freut mich zu hören. Es freut mich sehr. Richte Ihnen aus, dass ich in den nächsten Tagen vorbei schauen werde und dann wird gefeiert. Das sag ich Dir. Aber vorher muss ich den Palast, meine Rückkehr melden. Die nächsten Wochen bleiben hart für uns, wir wollen unsere Grafschaften zurück, Eburdur.
Schwöre den Voigt darauf ein, er weiß wie er das den anderen bei bringen kann. Wann kann Du zurück sein, wenn du gleich aufbrichst?" "Heut Abend bin ich wieder da, Herr. "
"Gut dann komm zum Palast. Wir haben noch andere Dinge zu besprechen." "Oh, Oh, da gibt es auch einiges zu berichten, Herr." "Gut Heut Abend dann, ich muss zum Palast. Pass auf Dich auf Edubur. Mit dem Zusammenbruch der Grafschaften ist bestimmt auch die Ordnung auf der Strecke geblieben. Ich möchte nicht das du Räubern zum Opfer fällst. Klar." Mit einem lächeln verschwand er in der Menge. Ich wollte mich gerade umdrehen, als ich seinen Ruf nochmal vernahm. "Es ist schön das Ihr wieder da seit. HÖRT AKRITEN, HALDON VOM KREUZE IST IN DER STADT. MIT IHM KOMMT DIE GLORIE ZURÜCK IN DIE STADT."
Mit hochroten Kopf, glaube ich zumindest, drehte ich um und bewegte mich wieder in Richtung Palast. Als ich mich von Edurbr entfernte kam es mir vor als würden die Leute mich anders ansehen als vorher. Vielleicht täuschte ich mich aber auch, aber es kam mir vor als läge auf einmal Hoffnung in Ihren Blicken, als sie vernommen hatten wer ich bin.
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