|
Fanfaren schmetterten über der ungarischen Burg und rissen mich aus meinen Gedanken.
Ein grosser Tag war angebrochen, denn ein denkwürdiges Ereignis würde stattfinden, dass:
Turnier zur Ehre des neuen Kiraly, seine Majestät Kiraly Adrian van Este
Denkwürdig aus mehreren Gründen, war nun erstens Ungarn nach einer langen Zeit des Schlafes neu erwacht, eine kleine Gemeinschaft von Rittern hatte sich vor nur wenigen Monaten aufgemacht, um aus Ungarn eine neue Macht zwischen Mittel- und Osteuropa erstehn zu lassen und dieses Turnier war eine erste Prüfung, es würde zeigen ob der bisherige Weg von Erfolg gekrönt war.
Das Ergebnis übertraf jede Erwartung.
Sage und schreibe 47 Ritter aus der ganzen Welt waren zusammen gekommen, zu einem Kräftemessen welches diesen Namen wirklich verdienen würde.
Es war so groß, dass der Kampfplatz ausserhalb der Burg angelegt werden musste. dem Pöpel kam dies natürlich zu Gute, viele kletterten auf Bäume um auch nur einen kurzen Blick in den Ort des Spektakels zu erhaschen.
Mutige Recken aus Litauen, Mordwinia, Nowgorod, Byzanz und Bulgarien aus dem Osten waren gekommen um dadurch dem Herrscher die Stärke seiner naher Konkurenten zu zeigen, die mächtigen Nationen aus dem Zentrum Europas waren vertreten, Sachsen, Bayern, Polen, Franken und Ritter des Vatikans würden ihr Können demonstrieren, dänische Hühnen aus dem Norden waren dabei um die ewige Bedrohung der Wikinger durch Taten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und sogar manch weit gereister Vertreter aus Spanien und Persien und sogar ein Ritter des Kreuzes, alles eigentlich Kämpfer aus wärmeren Regionen, waren gewillt zu zeigen dass die rauen Bedingungen, die sie in einem ungarischen November erwarteten, ihre Kampfesfähigkeiten nicht schmälern würden.
Ein weiteres Schmettern der Fanfaren lies mich wieder hochfahren und ich wand meinen Blick von einem der Zettel ab welche überall verteilt hingen und, denen die des Lesens mächtig waren, die Namen der ersten Duellgegner verkündeten. Meiner war kein geringerer als der ehrwürdige Kardinal von Hohenfels, sicher, ein Mann der Eindruck machte und an Erfahrung mir weit überlegen war, aber auch nicht mehr der Jüngste, während ich auf die Blüte meiner Jahre zusteuerte.
Nun, allein schon da man seine Gäste nicht enttäuschen sollte, würde ich mein Bestes geben und begab mich aus diesem Grund in den Hof der Burg, wo manch einer der ungarischen Ritter noch übte um sich bei diesem Ereignis nicht zu blamieren, um mich warm zu halten.
|