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Nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Yenice, wo unser Heer seine Vorräte auffrischte, bewegten wir uns Richtung Norden nach Trapezunt. Vorher trafen wir uns aber noch mit dem verbündeten syrischen Heer in Yenice um unser Vorgehen abzusprechen.
Jetzt wo wir in Trapezunt stehen, ist die Laune im Heeresverband nicht so getrübt wie ich es vermutet hätte. Im Gegenteil, vielmehr liegt eine erwartungsvolle Spannung über der Truppe. Ist es als würden sie es kaum noch erwarten in den nächsten Kampf zu ziehen. Dabei ist diese Kriegslust so trügerisch, haben sich uns doch bisher nur unorganisierte Truppenreste von Deserteuren, Räuber und anderes Gesindel in den Weg gestellt. Ein kampferprobtes Heer würde zwar nicht den Willen zum Kampfe dämpfen, aber die freudige Spannung wäre wohl weggeblasen.
Zwischenzeitlich in Yenice.
Durch das Stadttor ritt eine Gruppe von 7 Rittern. In voller Rüstung und bewaffnet. Die Wachen am Tore traten auf die Strasse und hielten den Zug an. Die Wache trat an den ersten Reiter an und wand das Wort an ihn, dabei musste er er nach oben schauen. "Wer seid Ihr und wohin führt Euch Euer Weg, Fremder." Der Reiter schaute auf die Wache herab und antwortete "Ich bin Malachit von Bergen, und mein Weg führt mich nach Yenice um Euren Kanzler zu treffen." "Welchen bzw. meint Ihr unsere Kanzlerin?" "Nein die meine ich nicht, wir suchen Haldon vom Kreuze. Euren Minister für Auswertiges. Wo finden wir Ihn." "Verzeiht, aber dieser ist nicht in der Stadt. Er befindet sich im Heeresverband. Dieser müsste zur Zeit in Trazepunt stehen. Aber wenn es nicht so eilig ist, kann ich Euch ein Gasthaus empfehlen in dem Ihr warten könnt.". Die Wache blickte noch immer zum Reiter auf. "Habt dank für Eure Auskunft, aber es eilt sehr." An seine Mitreisenden gewandt sagte er. "Wir müssen weiter ziehen. Haldon befindet sich in Trazepunt, dort müssen wir hin." Und leise an den zweiten Reiter in der Gruppe gewand flüsterten er. "Eurer Bruder ist nicht hier, Georg. Wir müssen uns eilen. Wer weiß, wer sich schon an seine Fersen geheftet hat." Die Reiter wendeten und ritten im Galopp nach Norden davon, Richtung Trazepunt. Aus dem Schatten des Stadttors trat Edubur, der Diener von Kanzler Haldon vom Kreuze und schaute den Reitern hinterher. Er verließ die Stadt rannte zum Gutshaus von Umbart und erzählte dem Voigt was er beobachtet hatte. Dieser rief sofort eine Handvoll Männer zusammen, ließ diese aufsatteln und gab Ihnen zusammen mit Edubur den Befehl zum Kanzler zu eilen um Ihm zu warnen. War er doch zwischenzeitlich von Edubur eingeweiht worden in die Vorkommnisse um Ihren Lehnsherrn.
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